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Full text of "Wirtembergisches Urkundenbuch; hrsg. von dem Königlichen Staatsarchiv in Stuttgart"

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V.    11 


WIRTEMBERGISCHES  URKUNDENBUCH. 


WIRTEMBERGISCHES 


URKUNDENBUCH. 


HERAUSGEGEBEN 
VON  DEM 

KÖNIGLICHEN  STAATSARCHIV  IN  STUTTGART. 


ELFTER  BAND. 


STUTTGART. 
DRUCK   UND  VERLAG  VON  W.  KOHLHAMMER. 

1913. 


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SEINER  MAJESTÄT 


DEM  KÖNIG 


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IN  TIEFSTER  EHRFURCHT 


GEWIDMET. 


VORWORT. 


Auch  der  elfte  Band  des  Wirtembergischen  Urkundenbuchs  ist  von  dem 
Unterzeichneten  und  dem  Archivrat  Dr.  Mehring  bearbeitet.  Er  enthält  616  Num- 
mern mit  634  Urkunden  von  1297 — 1300.  Davon  sind  302  Urkunden,  worunter 
138  deutsche,  im  Wortlaut  wiedergegeben,  332  in  Regestenform.  Bisher  ungedruckt 
oder  nur  in  kürzeren  Regesten  bekannt  sind  gleichfalls  332  Urkunden.  Dazu  kom- 
men als  Nachtrag  zu  sämtlichen  Bänden  174  Urkunden  von  832 — 1296,  davon 
98  Texte,    76  Regesten,    worunter  122    nicht  oder  nur  in   kurzer  Fassung   gedruckt. 

Der  üblichen  Übersicht  der  in  diesem  Bande  enthaltenen  Urkunden  folgen 
chronologische  Zusammenstellungen  aller  im  Wirtembergischen  Urkunden- 
buch  gedruckten  Nachträge  und  die  Überlieferung  betreffenden  Berichtigungen  *). 

Mit  dem  11.  Bande  schliesst,  wie  schon  im  Vorwoi't  des  10.  angekündigt  ist, 
das  Wii-tembergische  Urkundenbuch.  Wenn  auch  gewichtige  Stimmen  nicht  fehlen, 
die  eine  Fortführung  bis  mindestens  1350  für  erwünscht  halten,  so  gibt  doch  die 
Erfahrung,  dass  die  Berücksichtigung  des  ganzen  heutigen  Königreichs  eine  zu  bunt- 
scheckige Sammlung  schafft,  und  die  Tatsache,  dass  die  Grundsätze  für  die  Heraus- 
gabe  von   Urkundenbüchern    sich   seit   dem   Erscheinen   unseres    ersten   Bandes    ganz 


,  1)  Die  in  dem  Verzeichnis  der  Nacliträge  in  Bd.  7  aufgeführten  Urkun.len  vom  Kl.  Kreuzungen  von  125!) 
Mai  11  und  Juni  1  wurden  niciit  aufgenommen,  weil  für  die  Deutimg  des  Namens  Wiler  bei  dem  Fehlen  aller 
sonstigen  Anhaltspunkte  die  alle  wohl  noch  dem  13.  Jahrhundert  angeliörende  Dorsalnotiz  auf  der  Urkunde  vom 
Juni  1  maßgebend  sein  mußte :  pro  Wiler  ultra  Turam. 

Auch  auf  die  Urkunde  des  Kl.  Kaisheim  von  c.  1221  (Bd.  7  S.  XII)  über  Zinunern  haben  wir  verzichtet, 
weil  die  Deutung  dieses  Ortsnamens  äußerst  unsicher  ist. 

Die  Urkunde  von  1270  (s.  Bd.  7  S.  XII)  üljer  die  Schenkung  eines  Guts  in  PIeß  bair.  AH.  Babenhausen 
durcli  Ritter  Andreas  von  Langwaid  an  Kl.  Ochsenhausen  konnte  nicht  aufgehmden  werden :  eben.so  in  München 
die  ElUvanger  Urkiuule  über  Obemdorf  von  1273  Okt.  11  (ebenda   .S.  XIII). 


VIII  Vorwort. 

wesentlich  geändert  haben,  den  Ausschlag  für  das  Aufhören.  So  sicher  es  ist,  dass 
eine  diplomatische  Bearbeitung  von  Urkunden  den  Stoff  grösserer  Landschaften  ver- 
gleichen muss,  so  sicher  ist  auch,  dass  für  den  Historiker  die  Urkundenbücher  ge- 
schlossener weltlicher  oder  geistlicher  Territorien  wertvoller  sind,  als  mehr  durch 
Zufall  bestimmte  Sammlungen.  Die  Herausgabe  von  Territorialurkundenbüchern  hat 
für  Württemberg  die  Kommission  für  Landesgeschichte  als  ihre  Aufgabe  über- 
nommen. 

Volle  64  Jahre  hat  das  Wirtembergische  Urkundenbuch  seit  dem  Erscheinen 
des  1.  Bandes  gebraucht,  bis  es  das  Jahr  1300  erreicht  hat.  Die  Anfänge  liegen 
noch  weiter  zurück.  Kein  Geringerer  als  Ludwig  Uhland  hat  in  der  Sitzung  der 
Kammer  der  Abgeordneten  vom  30.  August  1833  verlangt,  dass  bei  den  Archivaren 
die  Ausbeutung  des  ihrer  Obhut  anvertrauten  Materials  einen  Teil  ihres  Berufs 
ausmachen  soll  und  dass  eine  Urkundensammlung  erwünscht  sei,  wie  sie  aus 
bayrischen  und  rheinpreussischen  Archiven  zutage  gefördert  worden  sei  ^).  Der 
eifrige  Geschichtsforscher  Prälat  v.  Pf  ister  stimmte  dem  bei  und  verkündigte, 
dass  ein  Privatverein  zusammengetreten  sei,  der  alle  Urkunden  bis  zum 
Anfang  des  14.  Jahrhunderts  drucken  lassen  wolle.  Sofort  beantragte  Albert 
Schott  einen  jährlichen  Beitrag  von  500  Gulden  zu  diesem  Zwecke.  Zwar  trat 
die  erste  Kammer  dem  Beschluss  der  zweiten  aus  dem  formellen  Grunde  nicht  bei, 
weil  die  Regierung  die  Summe  nicht  gefordert  habe;  aber  ein  königlicher  Erlass 
nahm  das  Angebot  der  Abgeordnetenkammer  an.  Die  Verfügung  über  diese  Summe 
bekam  das  Staatsarchiv  um  so  mehr,  als  beim  Tode  v.  Pfisters  1836  noch  nichts 
Erhebliches  in  der  Sache  geschehen  war. 

So  erscheinen  von  1833—1876  die  500  Gulden,  von  1876—1899  dafür  800  Mark 
in   dem  Etat   der  Archivdirektion;     1899  wurde    die  Summe  auf  1400  Mark   erhöht. 

Zwar  die  Stände  mussten  lange  auf  die  Erfüllung  ihres  Wunsches,  dass  der 
1.  Band  möglichst  bald  erscheine,  warten.  Immer  wieder  wurde  die  Regierung  um 
Auskunft  über  den  Stand  der  Sache  angegangen.  Im  Dezember  1844  wurde  mit- 
geteilt, dass  der  Druck  begonnen  habe;  1849  legte  der  damalige  Verweser  des 
Ministeriums  der  auswärtigen  Angelegenheiten,  Staatsrat  Archivdirektor  v.  Roser, 
selbst  das  erste  Exemplar  des  ersten  Bandes  auf  den  Tisch  des  Abgeordnetenhauses. 

Man  hatte  sich  freilich  die  Arbeit  zu  leicht  gedacht.  Immer  wieder  wurde 
davon  geredet,  dass  der  erste  Band  bis  zum  Jahre  1268  gehen  solle.  Tatsächlich 
reichte   er   bis  1137  und   nicht  weniger  als   sechs  stattliche  Bände  waren  nötig,    um 


2)    Gemeint  sind   die  Regesta  boica,    1822  ff.,  die  Monumenta  boica,    2.  Serie  1829  ff.  und    der  Codex  diplo- 
maticus  Rheno-Mosellanus,  1822 — 1826. 


Vorwort.  IX 

bis  1268  vor/udringen.  Nicht  unbemerkt  soll  bleiben,  dass  1847  der  2.,  bis  1268 
reichende  Band  von  Chr.  Fr.  Stalins  Wirtembergischer  Geschichte  erschienen  ist 
und  dass  das  Zusammenarbeiten  Stalins  mit  dem  Herausgeber  des  Urkundenbuchs 
olme  Zweifel  die  Zeit  des  Erscheinens  beeinilusst  hat.  Dem  1.  Band  folgte  1858 
der  2.,  1871  der  3.,  1883  der  4.,  1,889  der  5.,  1894  der  6.,  1900  der  7.,  1903  der 
8.,   1907  der  9.,   1909  der   10.,   1913  der   11. 

Bearbeiter  der  ersten  drei  Bände  war  Eduard  Kausler,  des  4. — 6.  Paul  Sta- 
lin, unterstützt  von  Eugen  Schneider,  des  7.  dieselben  mit  Gebhard  Mehring, 
des  8. — 11.  Schneider  und  Mehring.  Dankenswerte  Unterstützung  fanden  die 
Bearbeiter  durch  die  übrigen  Archivbeamten.  Für  die  Deutung  der  Ortsnamen 
leistete  D.  Dr.  Bossert  gute  Beihilfe.  Eine  wesentliche  Förderung  brachte  für  den 
7.  und  8.  Band  ein  Geldzuschuss  der  Kommission  für  Landesgeschichte. 

Aufgenommen  werden  sollten  von  Anfang  an  alle  Urkunden,  „in  welchen  in 
Beziehung  auf  irgend  einen  Bestandteil  des  Landes  in  seinem  heutigen  Umfang  eine 
(rechtliche)  Bestimmung  sich  findet".  Demgemäss  wurden,  entgegen  der  ursprüng- 
lichen Absicht,  Angaben  über  das  sonstige  Vorkommen  der  Grafen  von  Württemberg, 
etwa  als  Zeugen  in  Kaiserurkunden,  und  chronikalische  Nachrichten  über  das  Land 
weggelassen,  jedenfalls  weil  sie  in  Stalins  Geschichtswerk  zu  finden  waren.  Diese 
alten  Grundsätze  für  die  Herausgabe  sind  im  Wesentlichen  beibehalten  worden; 
im  5.  Bande  wurden  zum  ersten  Male  einige  schon  sonst  gedruckte  Urkunden  nur 
im  Auszuge  wiedergegeben;  mit  dem  7.  tritt  die  gegenseitige  Verweisung  auf  die 
Urkundenbücher  der  Kommission  für  Landesgeschichte  statt  des  vollen  Abdrucks 
ein;  von  demselben  Bande  an  werden  auch  solche  Urkunden  berücksichtigt,  die  nur 
in  Auszügen  vorliegen;  die  Ortserklärung  wird  mit  dem  Register  verbunden,  ein 
Glossar  wichtigerer  Ausdrücke  wird  beigefügt;  immer  weniger  werden  ganze  Texte 
gedruckt,  so  dass  seit  Band  8  die  Regesten  an  Zahl  überwiegen.  Die  Regestenform 
wurde  so  ausgestaltet,  dass  sie  mit  Wiedergabe  wichtiger  Stellen  im  Wortlaut  den 
Bedürfnissen  der  Geschichts-  und  vielfach  auch  der  Rechtsforscher  genügen  und  den 
Abdruck  ersetzen  kann.  Auf  Merkmale  der  Urkundenkanzleien  wurde  mehr  geach- 
tet,- wenn  auch  hier  im  Zusammenhang  mit  der  ganzen  Anlage  des  Werks  nicht  alle 
Forderungen  der  Diplomatiker  befriedigt  werden  konnten. 

So  sorgfältig  die  Nachforschung  nach  den  vorhandenen  Urkunden  gewesen  ist, 
so  wird  es  doch  an  Nachträgen  nicht  fehlen.  So  hat  vor  kurzem  die  Kgl.  Biblio- 
thek in  Berlin  aus  englischem  Besitz  hällische  Urkunden  erworben,  über  die  in  den 
Württembergischen  Vierteljahrsheften  für  Landesgeschichte  Dr.  Schillmann-Berlin  be- 
richten w^ird.  In  denselben  sollen  nach  Bedarf  auch  sonst  Nachträge  mitgeteilt 
werden. 

XI.  II. 


X  Vorwort. 

Zum  Schluss  seien  die  Archive  und  Bibliotheken  aufgeführt,  die  in  zuvorkom- 
mender Weise  uns  zum  Teil  schon  bei  früheren  Bänden,  und  besonders  beim  letzten, 
durch  Beihilfe  unterstützt  haben:  das  fürstlich  Leiningische  Generalverwaltungs- 
archiv in  Amorbach,  das  bischöfliche  Ordinariatsarchiv  in  Augsburg,  das 
Kirchenpflegearchiv  und  das  Spitalarchiv  in  Biberach,  das  Vorarlbergische  Landes- 
archiv in  Bregenz,  das  grossherzoglich  Hessische  Haus-  und  Staatsarchiv  in 
Darmstadt,  das  fürstlich  Fürstenbergische  Archiv  in  Donaueschingen,  das 
Spitalarchiv  in  Esslingen,  das  Archiv  des  Kantons  Thurgau  in  Frauenfeld,  die 
Pfarrregistratur  in  Fridingen,  das  gräflich  Quadt-Isnysche  Archiv  in  Isny,  das 
grossherzoglich  Badische  Generallandesarchiv  in  Karlsruhe,  die  gräflich  Esterhazy- 
sche  Ilentamtsregistratur  in  Kirchheim  u.  T.,  das  königlich  Bayerische  Allgemeine 
Reichsarchiv,  die  königliche  Hof-  und  Staatsbibliothek  und  die  königliche  Universi- 
tätsbibliothek in  München,  die  fürstlich  Thurn-  und  Taxissche  Rentamtsregistratur 
in  Neresheim,  das  Spitalarchiv  in  Nördlingen,  das  Germanische  National- 
museum in  Nürnberg,  das  fürstlich  Hohenlohische  Archiv  in  Ohringen,  das 
Archiv  des  Museums  des  Königreichs  Böhmen  in  Prag,  das  fürstlich  Thurn-  und 
Taxissche  Archiv  in  Regensburg,  das  Armenpflegarchiv  in  Reutlingen,  das 
gräflich  Erbach-Erbach  und  von  Wartenberg-Rothsche  Archiv  in  Roth,  das  bischöf- 
liche Ordinariatsarchiv  in  Rottenburg,  das  Stadtarchiv  in  Rottweil,  das  Stifts- 
archiv in  St.  Gallen,  das  Stiftsarchiv  in  St.  Paul,  das  Stadtarchiv  in  Saulgau, 
die  königliche  Landesbibliothek  in  Stuttgart,  die  königliche  Universitätsbibliothek 
in  Tübingen,  das  Stadtarchiv  in  Überlingen,  das  Stadtarchiv  in  Ulm,  das 
Stadtarchiv  in  Waldsee,  das  fürstlich  Öttingen - Wallersteinsche  Archiv  in  Waller- 
stein, das  fürstlich  Löwenstein -Wertheim -Rosenbergsche  Archiv  in  Wertheim, 
das  fürstlich  Waldburg -Wolf  eggsche  Archiv  in  Wolf  egg,  das  königlich  Bayerische 
Kreisarchiv  in  Würzburg.  Ein  Stück  ist  im  Privatbesitz  von  Professor  Dr.  H. 
Günter  in  Tübingen.  Ob  die  Heggbacher  Urkunden  sich  noch  in  Buxheim  befinden, 
entzieht  sich  immer  noch  unserer  Kenntnis.  Alle  Urkunden,  bei  denen  eine  Quelle 
nicht  angegeben  ist,  liegen  im  königl.  Geheimen  Haus-  und  Staatsarchiv  zu 
Stuttgart. 

Stuttgart,  im  August  1913. 

Direktor  Dr.  v.  Schneider. 


•  •  

Übersicht  der  in  Band  11  gedruckten  Urkunden 
nach  ihrer  Zusammengehörigkeit. 


Seite 

Kl.  Adelberg. 

1)  1268.  520 

2)  1297.  1 

3)  1297.  Fehr.  2.  18 

4)  1297.  Mai  30.  49 

5)  1297.  Sept.  15.  75 

6)  1298.  100 

7)  1298.  März  21.  125 

8)  1298.  Juni  1.  145 

9)  1299.  Apr.  7.  227 

10)  1299.  Juni  20.  266 

11)  1300.  Jan.  0.  351 

12)  1300.  Jan.  20.  360 

13)  1300.  Febr.  20.  374 

14)  1300.  Apr.  28.  394 


Kl.  Allerheiligen. 

1)  1284.  März  6. 


550 


Kl.  Alpirsbach. 

1)  1297.  Febr.  1. 

17 

2)  1297.  Febr.  5. 

21 

3)  1297.  Aug.  5. 

66 

4)  1298.  Mai  15. 

143 

5)  1299.  Apr.  22. 

233 

6)  1299.  Sept.  13. 

315 

7)  1300.  März  24. 

385 

8)  1300.  Mai  8. 

396 

9)  l.SOO.  Juli  19. 

417 

10)  1300.  Nov.  19. 

443 

Kl.  Amorbach. 

1)  1298.  Okt.  17. 

167 

2)  1298.  Nov.  2. 

171 

3)  1299.  März  25. 

221 

4)  1299.  Apr.  3. 

224 

Augsburg. 
1)  1297.  Aug.  13.  68 

Markgr.  v.  Baden. 

1)  1297.  Mai  5.  45 

1297.  Sept.  5.  s.  Gr.  v. 
Wirtemberg. 


Seite 
Kl.  Baindt. 

1)  1267.  Dez.  24.  519 

2)  (1268.)  Juni  13.  522 

3)  1297.  März  17.  31 

4)  1297.  Apr.  10.  40 

5)  1298.  Juli  6.  152 

6)  1298.  Sept.  30.  165 

7)  1208.  Dez.  29.  185 

8)  1299.  Jan.  30.  205 

9)  1299.  Apr.  22.  234 

10)  1300.  Juli  14.  414 

11)  1800.  Sept.  29.  432 

Bamberg. 

1)  1243.  474 

Kl.  Bebenhausen. 

1)  1246.  Jnui  30.  477 

2)  1246.  Juni  30.  477 
8)  1297.  Jan.  28.  15 

4)  1297.  Febr.  24.  24 

5)  1297.  März  26.  37 

6)  1297.  Apr.  29.  44 

7)  1297.  Mai  15.  46 

8)  1297.  Juli  23.  61 

9)  1297.  Okt.  26.  84 

10)  (1298.)  101 

11)  1298.  Jan.  3.  106 

12)  1298.  Jan.  25.  115 

13)  1298.  März  7.  123 

14)  1298.  Apr.  23.  131 

15)  1298.  Apr.  28.  133 

16)  [1298.  Nach  Apr.28.]  135 

17)  1298.  Mai  27.  144 

18)  1298.  Juni  7.  146 

19)  1298.  Aug.  13.  156 

20)  1298.  Sept.  29.  164 

21)  1298.  Nov.  6.  173 

22)  1299.  Jan.  13.  198 

23)  1299.  Apr.  6.  226 

24)  1299.  Apr.  21.  232 

25)  1299.  Mai  18.  243 

26)  1299.  Juni  22.  269 

27)  1299.  Juli  7.  284 


Seite 

28)  1299.  Juli  7.  286 

29)  1299.  Juli  24.  294 

30)  1299.  Juli  27.  295 

31)  1299.  Juli  28.  296 

32)  1299.  Sept  1.  313 

33)  Um  1300.  339 

34)  1300.  .342 

35)  13(10.  Jan.  12.  353 

36)  1300.  Jan.  12.  353 

37)  1300.  Febr.  5.  370 

38)  1300.  Febr.  25.  378 

39)  1300.  Mai  31.  406 

40)  1300.  Juli  17.  415 

41)  1300.  Sept.  1.  425 

42)  1.300.  Okt.  16.  433 

43)  1300.  Okt.  18.  434 

44)  4300.  Okt.  26.  437 

45)  1300.  Nov.  5.  440 

46)  1300.  Dez.  5.  446 

47)  1300.  Dez.  5.  447 

Kl.  Berau. 

1298.  März  7.  s.  Beben- 
hausen. 


Kl.  Berchtesgaden. 

1)  Zw.  1138  u.  1152.  454 

2)  1258.  Sept.  30.  497 

Biberach. 

1)  1297.  Mai  11.  46 

2)  1298.  102 

3)  1298.  Sept.  24.  163 

4)  1299.  Aug.  25.  312 

5)  1299.  Dez.  21.  338 

6)  1300.  März  4.  382 

7)  1300.  Juli  11.  413 


Kl.  Billigheim. 

1)  1225.  Nov.  9. 


467 


Kl.  Blaubeuren. 

1)  1108.  Nov.  7.  449 

2)  1254.  Jan.  30.  486 


Seite 

3)  1268.  521 

4)  1297.  Sept.  1.  72 

Boplingen. 

1)  1299.  Zwischen  .Jan.  25. 
u.  Juni  15.     203 

Brackenheini. 

1280.   Mai  29.   s.   Ess- 
lingen. 


Stift  Buchau. 

1)  1264.  Okt.  31.  509 

2)  1264.  Okt.  31.  510 
1299.  AprU  9.  s.  Salem. 
1299.  Juli  15.  s.  Siessen. 
1299.  Nov.  26.  s.  Isny. 

8)  1300.  Jan.  22.         360 


Stadt  Buchhorn. 
1)  1299.  März  18. 


219 


Crailsheini.Pfarrkirche. 

1)  1.300.  Mai  20.  398 

Kl.  Denkendorf. 

1)  1274.  Apr.  27.  535 

2)  1297.  Mai  16.  48 

3)  1299.  Aug.  24.  311 

4)  1300.  Juli  29.  420 


Deutschorden. 

1)  1282.  Apr.  22. 

2)  1297.  Jan.  6. 

3)  1297.  März  5. 

4)  1297.  März  12. 

5)  1297.  Juni  24. 


6)  1297. 

7)  1297. 

8)  1297. 

9)  1297. 


Juli  4. 
Aug.  24. 
Aug.  24. 
Dez.  21. 


10)  1298.  .lan.  9. 

11)  1298.  Febr.  14. 

12)  1298.  März  13. 

13)  1298.  März  27. 


548 

9 

28 

29 

59 

59 

71 

71 

98 

108 

121 

124 

127 


XII  Übersicht  der  in  Band  1 1  gedruckten  Urkunden  nach  ihrer  Zusammengehörigkeit. 


Seite 

.Seite 

Seite 

Seite 

14)  1298.  Apr.  25.         132 

12)  1297.  Juli  25. 

68 

Kl.  Heggbach. 

6)  1297.  Jan. 

7 

15)  1298.  Juni  15.         148 

13)  1297.  Aug.  1. 

64 

1)  1233.  Dez.  23. 

469 

7)  1297.  Jan. 

8 

16)  1298.  Juni  15.         148 

14)  1297.  Nov.  28. 

95 

2)  12.50.  Juli  27. 

481 

8)  1297.  März. 

27 

17)  1298.  Nov.  16.         175 

15)  1298.  Apr.  25. 

133 

3)  1266.  Mai 

514 

9)  1297.  März. 

27 

18)  1299.  Jan.  22.          201 

16)  1299.  Juni  11. 

252 

4)  1267.  Dez.  24. 

519 

10)  1297.  März  7. 

29 

1299.  Jan.  23.  und  26. 

17)  1299.  Juli  31. 

299 

5)  1277.  Febr.  10. 

538 

11)  1297.  März  27. 

37 

8.  Salem. 

18)  1299.  Aug.  21. 

309 

6)  1282.  Dez.  6. 

548 

12)  1297.  Juni. 

51 

19)  1299.  Febr.  9.          208 

19)  1299.  Sept.  19. 

316 

7)  1282.  Dez.  6. 

548 

13)  1297.  Juni  30. 

59 

1299.  Apr.  9.  s.  Salem. 

20)  1299.  Okt.  4. 

818 

8)  1285.  Okt.  31. 

553 

14)  1297.  Dez. 

95 

20)  1299.  Apr.  12.         230 

21)  1299.  Nov.  15. 

330 

9)  1297.  Okt.  3. 

78 

15)  1298.  März. 

122 

21)  1299.  Apr.  13.         230 

22)  1300.  Jan.  12. 

354 

10)  1298.  Apr.  30. 

136 

16)  1298.  Apr. 

127 

22)  1299.  Mai  21.           245 

23)  1300.  Mai  4. 

395 

11)  1300.  Mai  23. 

399 

17)  1298.  Mai  12. 

142 

23)  1299.  Juni  21.         268 

24)  1300.  Mai  11. 

397 

12)  1300.  Mai  23. 

399 

18)  1298.  Aug. 

154 

24)  1299.  Juli  22.          293 

25)  1299.  Okt.  30.          325 

25)  1300.  Juni  9. 

26)  1300.  Sept.  13. 

408 

19)  1298.  Aug. 

20)  1298.  Nov. 

155 

428 

Kl.  Heidenheim. 

171 

26)  1299.  Nov.  23.         332 

27)  1299.  Dez.  1.           336 

27)  1300.  Okt.  22. 

437 

1299.  Apr.  23.  s. 

Kom- 

21)  1299.  Jan. 

22)  1299.  Apr. 

192 
223 

bürg. 

28)  1300.  Febr.  20.        376 

29)  1300.  Juni  11.         409 

Kl.  Frauenalb. 

1)  1197.  Apr.  4. 

460 

23)  1299.  Mai. 

24)  1299.  Mai. 

25)  1300.  Febr.  28. 

238 

Heilbronn. 

239 
380 

1)  1298.  Jan.  25. 

116 

Kl.    Heiligkreuz   in 
Donauwörth. 

Kl.  Frauenthal. 

1)  1299.  Juni  16. 

26)  1300.  März  25. 

27)  1300.  Apr. 

386 

255 

Kl.  Heiligkreuzthal. 

387 

1)  um  1250.                480 

1)  1246. 

476 

28)  1300.  Apr. 

387 

Fridiiigen,  Pfarrkirche. 

2)  1267.  Dez.  24. 

519 

29)  1300.  Apr. 

S8S 

ooo 

Freie  Leute  in  Eglofs. 

1)  1278.  Juni  6. 

540 

3)  1297. 

2 

30)  1300.  Apr. 

389 

1)  13Ü0.  Jan.  27.         363 

4)  1297.  Apr.  25. 

5)  1297.  Juni  23. 

44 
58 

31)  1300.  Sept.  1. 
82)  1300.  Okt.  19. 

426 

Gmünd,    Stadt 

und 

435 

Kl.  Ellwangen. 

Klöster. 

6)  1298.  Mai  20. 

144 

33)  1300.  Dez. 

446 

1)  Zw.  1188  u.  1217.  459 

7)  1298.  Aug.  12. 

156 

2)  1253.  Dez.  21.         485 

1)  1256.  Apr.  20. 

492 

8)  1298.  Sept.  6. 

160 

Kl.  Hirsau. 

8)  1262.  Juni  16.         505 

2)  1288.  Dez.  13. 

562 

9)  1298.  Nov.  17. 

178 

1)  1268.  Nov.  10. 

525 

4)  1297.  Jan.  13.            10 

3)  1300.  Nach  Jan.  22 

.  362 

10)  1299.  Febr.  6. 

207 

2)  1268.  Nov.  10. 

526 

1297.  Sept.  17.  8.  Kais- 

11)  1299.  Juni  6. 

248 

8)  1297.  Okt.  15. 

81 

1       • 

Kl.  Gnadenthal. 
1)  1298.  Juni  3. 

12)  1299.  Okt.  8. 

13)  1299.  Dez.  5. 

320 
336 

1299.  Jan.  13.  s.  Neres- 

146 

Herren  von  Hohenlohe. 

heini. 

2)  1298.  Aug.  1. 

155 

14)  Um  1300. 

339 

1)  1299.  Juli  16. 

292 

1299.  Sept.  17.  s.  Kirch- 

3) 1299.  Aug.  12. 

305 

15)  Um  1300. 

340 

2)  1300.  Nov.  9. 

441 

heim  a.  R. 

4)  1299.  Okt.  6. 

319 

16)  Um  130Ü. 

340 

1800.  Apr.  11.  s.  Neres- 

5)  1299.  Nov.  12. 

329 

17)  1300. 

842 

Hohentwiel. 

heim. 
5)  1300.  Okt.  29.         439 

6)  1300.  Febr.  28. 

379 

18)  1300. 

19)  1300.  Jan.  4. 

20)  1300.  Febr.  14. 

21)  1.300.  Febr.  24. 

22)  1300.  Apr.  24. 

23)  1300.  Aug.  24. 

24)  1300.  Dez.  19. 

343 
350 
874 
377 
393 
423 
448 

1)  1300.  Febr.  16. 

374 

Kl.  Gotteszeil. 

1)  Um  1250. 

2)  1266. 

3)  1288.  Juli  30. 

4)  1297.  März  29. 

480 

512 

561 

37 

Herren  von  Erbach. 
1)  1298.  Juli  1.           152 

Johanniterorden. 
1)  1251. 

1291.  Jan.  25.  s. 

bürg. 

1297.  Jan.  6.  s.  De 

orden. 

483 

Esslingen. 
1)  1247.  Okt.  15.          478 

Kom- 
utsch- 

2)  1268.  Apr.  29.  Sept.  8. 

Sept.  9.          522 

3)  1280.  Mai  29.           541 

4)  Um  1288.                 560 

5)  1297.  Apr.  4. 

6)  1297.  Okt.  31. 

38 
86 

Kl.  Herbrechtingen. 

7)  1298. 

8)  1300.  Nov.  21. 

102 
443 

1)  1226.  Nov.  9. 

2)  1256. 

467 
491 

2)  1297.  Jan.  29.            16 
1297.  März  5.  s.  Deutsch- 

5) 1296.                        569 

6)  1297.  Jan.  15.            11 

3)  1299.  Apr.  8. 
Kl.  Herrenalb. 

228 

orden. 

3)  1297.  Okt.  27. 

4)  1298.  Jan.  24. 

Kl.  Gutenzeil. 

85 
115 

7)  1297.  Febr.  3.            19 

1)  1267.  Dez.  24. 

519 

1)  Vor  1263. 

506 

1298.  Aug.  16.  s 

Lich- 

8)  1297.  März  8.             29 

9)  1297.  März  15.           31 

2)  1299.  Jan.  28. 

204 

2)  Vor  1263. 

506 

tenstein. 

3)  1297. 

2 

5)  1298.  Okt.  26. 

169 

10)  1297.  Apr.  1.             38 

Hall. 

4)  1297.  Jan. 

7 

1298.  Nov.l6.8.Deutsch- 

11)  1297.  Mai  10.            46 

1)  1298.  Sept.  21. 

162 

5)  1297.  Jan. 

7 

orden. 

Übersicht  der  in  Band  11  gedruckten  Urkunden  nach  ihrer  Zusammengehörigkeit.  XIII 


Seite 

1299.  Apr.  12.8.Deut8ch- 
orden. 

6)  1299.  Apr.  27.         286 

7)  1299.  .luni  3.  246 

8)  1299.  Vor  Juni  7.   249 

9)  1300.  Febr.  1.  3G6 

10)  1300.  Febr.  12.        373 

11)  1300.  Juli  10.  412 

12)  1300.  Juli  20.         418 


Isny,  Kloster  u.  Stadt. 

1)  1205.  Dez.  10.  461 

2)  1297.  Febr.  4.  20 

3)  1299.  Nov.  26.  334 

4)  1300.  Sept.  13.  428 

Kl.  Kaislieim. 

1)  Zw.  1214  u.  1229.  462 

2)  1228-1239.  468 

3)  1240.  471 

4)  1262.  503 

5)  1268.  Jan.  24.  521 

6)  1297.  Sept.  17.  77 

7)  1297.  Okt.  7.  79 

8)  1298.  Febr.  1.  120 

9)  1298.  Mai  17.  143 

10)  1298.  Okt.  1.  1()5 

11)  1298.  Dez.  17.  184 

12)  Um  1300.  340 

13)  1300.  Nov.  25.  444 


9)  1300.  März  20. 
10)  1300.  Okt.  21. 


.Seit« 
884 
437 


Kl.  Kir 

1)  1297 

2)  1297 

3)  1299 

4)  1299, 
6)  1299 

6)  1299 

7)  Um 

8)  1300 

9)  1300. 

10)  1300. 

11)  1300. 

12)  1300. 

13)  13(X), 

14)  1300. 
1.5)  130O. 


chberg. 

.  März  22. 

,  März  13. 
.  Juni  5. 
.  Nov.  25. 
1300. 

Febr.  20. 
März  18. 
Mai  3. 
Juui  2. 
Juni  24. 
Juli  19. 
Dez.  7. 


2 
33 
186 
215 
247 
333 
341 
343 
375 
382 
395 
406 
411 
417 
448 


Kl.  Kirchheim  u.  T. 

1)  1297.  3 

2)  1298.  Okt.  26.  168 

3)  1298.  Nov.  19.  178 

4)  1299.  .Tan.  1.  193 

5)  1299.  Nov.  25.  334 

6)  1300.  344 
Ti  1300.  Jan  17.  359 
8)  1300.  .lau.  30.  365 


Kl.  Kirchheini  am 

i  Ries. 

1)  1272.  Juli  7. 

533 

2)  1298.  Juli  10. 

153 

3)  1299.  März  28. 

222 

4)  1299.  Juni  10. 

250 

5)  1299.  Juni  10. 

251 

6)  1299.  Okt.  22. 

322 

7)  1299.  Okt.  22. 

323 

8)  1299.  Okt.  22. 

324 

9)  1299.  Nov.  17. 

330 

10)  1299.  Dez.  3. 

336 

11)  1300.  Febr.  1. 

369 

12)  1300.  Juli  29. 

420 

Kl.  Kuiebis. 

1)  1297.  Febr.  26. 

25 

2)  1299. 

187 

3)  1299.  Juni  23. 

270 

4)  1299.  Sept.  23. 

316 

Kl.  Komburg. 

1)  1186.  Sept.  3. 

454 

2)  1241.  Dez.  29. 

473 

3)  1256.  Juni  13. 

493 

4)  1257.  Jan.  22. 

494 

5)  12r>7.  Sept.  29. 

496 

6)  1262.  Mai  7. 

504 

7)  1266.  Febr.  1. 

513 

8)  1282.  Jan.  13. 

546 

9)  1283.  Febr.  5. 

549 

10)  1286.  Juni  13. 

555 

11)  1287.  Mai  11. 

557 

12)  1291.  Jan.  25. 

.566 

13)  1297.  März  13. 

30 

14)  1297.  März  15. 

31 

15)  1298.  Apr.  14. 

130 

16)  1298.  Aug.  18. 

158 

17)  1298.  Sept.  19. 

161 

18)  1298.  Okt.  G. 

166 

1298.  Okt.  17.  8. 

Amor- 

bach. 

1 

19)  1299.  Apr.  23. 

234 

20)  1299.  Apr.  25. 

235 

21)  1299.  Mai  25. 

245 

22)  1300.  Sept.  27. 

431 

Konstanz. 

1297.  März  21.  s.  St. 
Georgen. 

1)  1297.  Mai  25.  48. 

1298.  Juni  8.  s.  Wein- 
garten. 

2)  1298.  Juli  30.  153 

3)  1299.  Juni  20.  267 

4)  1300.  Mai  25.  400 


Seile 

Konstanz,   Stift    St 
Johann. 

1)  12[67J.  Okt.  25.  670 

2)  1268.  Juni  24.  523 

3)  1269.  April  16.  526 

4)  1280.  Nov.  23.  .545 

5)  1297.  Nov.  5.  87 

6)  1298.  Jan.  8.  107 

Kl.  Kreuzlingen. 

1)  1271.  Mai  19.  532 

2)  1299.  Mai  17.  243 

3)  1299.  Juni  15.  254 

4)  1299.  Juli  2.  280 
6)  1299.  Juli  7.  287 

6)  1299.  Juli  31.  299 

7)  1299.  Aug.  17.  307 

8)  1299.  Aug.  23.  310 

9)  1299.  Aug.  23.  311 
10)  1300.  844 

Kl.  Langnau. 

1297.  Juni  15.  s.  Wein- 
garten. 

Kl.  Lauffen. 

1)  1299.  Juni  28.  279 

2)  1299.  Okt.  25.  325 

3)  1300.  Sept.  18.  431 

Kl.  Liclitenstern. 

1)  1255.  488 

2)  1255.  Okt.  11.  490 

3)  1256.  Juli  1.  494 

4)  1258.  Nov.  29.  498 

5)  1259.  Mai  2.  499 

6)  1262.  Mai  5.  504 

7)  1265.  Jlärz  4.  512 

8)  1267.  ,Tuni  8.  517 

9)  1271.  631 

10)  1274.  Juni  11.  536 

11)  1276.  537 

12)  1286.  Juli  14.  555 

13)  1291.  März  15.  567 

14)  1295.  Juli  2.  569 

15)  1298.  Aug.  16.  157 

16)  1298.  Aug.  16.  157 

17)  1299.  Aug.  14.  306 

18)  1300.  März.  381 

19)  1300.  Apr.  23.  892 

20)  1300.  Apr.  23.  392 

21)  1300.  Sept.  5.  426 

22)  1300.  Nov.  25.  445 


Kl.  Lindau. 
1)  1267.  Apr. 


12. 


518 


Seile 

Gr.  von  Löwenstein. 

1)  1298.  Dez.  13.    183 

2)  1300.  Mai  24.    400 

KI.  Löwenthal. 

1)  1260.  Juli  10.  501 

2)  1268.  Nov.  3.  525 

3)  1290.  Juli  20.  571 

4)  1297.  Juni  12.  56 

5)  1298.  Apr.  2.  128 

6)  1298.  Nov.  10.  182 

7)  1299.  Juni  13.  253 


Kl.  Lorch. 

1)  1218.  463 
1297.  Aug.  13.  8.  Augs- 
burg. 

2)  1297.  Aug.  13.  69 

Hen-en  von  Lupfen. 

1)  1299.  Dez.  17.  337 

2)  1299.  Dez.  19.  337 
1300.  Nov.  3.  8.  Herren 

r.  Zimmern. 

Kl.  Marchthal. 

1)  «1297.  Febr.  14.  22 

2)  »1297.  Apr.  13.  41 

3)  »1297.  Apr.  18.  42 

4)  *1297.  Aug.  11.  66 

5)  1297.  Sept.  28.  77 

6)  1298.  März  9.  124 

7)  1299.  187 

8)  1299.  .luli  29.  297 

9)  *1299.  Aug.  3.  .HOO 

10)  1299.  Aug.  10.  303 

11)  1299.  Aug.  19.  308 

12)  1300.  345 

13)  1300.  346 

14)  *1300.  Jan.  15.  356 

15)  1300.  Apr.  9.  390 

16)  1300.  Juli  20.  419 

Kl.  Mariaberg. 

1)  1297.  Dez.  26.  99 

2)  1299.  Juli  12.  289 


Markgröningen.Stadt 
und  Spital. 

1)  1297.  Apr.  7.  89 

Maulbronn. 

1)  1245.  Juui  27.  475 

2)  1257.  Febr.  13.  495 

3)  1259.  Juni  27.  499 

4)  1297.  Sept.  1.  72 

5)  1297.  Nov.  13.  89 

6)  1298.  102 


XIV   Übersicht  der  in  Band  11  oedruckten  Urkunden  nach  ihrer  Zusammengehörigkeit. 


7)  1298.  Nov.  29. 

8)  1299.  März  21. 

9)  1299.  Mai  5. 

10)  1299.  ,Juli  6. 

11)  1299.  Juli  11. 
1299.  Sept.  23.  s.  Speier. 

12)  1299.  Okt.  11.         320 

13)  1299.  Nov.  13.         329 

14)  1300.  346 


Seite 

181 
221 

241 

281 
288 


Kl.  Mediingen. 
1)  1297.  Dez.  20. 


98 


Kl.  Mehrerau   (Bre- 
genz). 
1)  1290.  Nov.  23.        564 


Mengen. 
1)  1261.  Okt.  6. 


502 


KI.  Mödingen. 
1)  1250.  Febr.  13.        481 


Kl.  Murrhardt. 
1)  1300.  Jan.  4. 


350 


Kl.  Neresheim. 

1)  1246.  Sept.  26.  478 

2)  1297.  Jan.  18.  13 

3)  1297.  Apr.  22.  43 

4)  1297.  Okt.  7.  80 

5)  1298.  Jan.  13.  109 

6)  1299.  Jan.  13.  199 

7)  1299.  Jan.  13.  200 

8)  1300.  Apr.  11.  391 

9)  1300.  Juli  29.  421 
10)  1300.  Juli  30.  421 


Herren  v.  Neuneck. 
1)  1300.  Aug.  1.  422 

Klause  Neunkirchen. 

1)  Vor  1267.       515 

2)  1299.  Juni  23.  bis  1300. 

Aug.  17.    271 

Spital  Nördlingen. 

1)  1259.  März  3.  498 

2)  1270.  Dez.  8.  .530 

3)  1300.  Nov.  26.  445 

Oberndorf. 

1)  1272.  März  15.   632 

2)  1300.  Sept.  10.   427 

Kl.  Oberstenfeld. 
1)  1300.  Febr.  8.         373 


KI.  Odenheim. 
1)  1247.  Okt.  21. 


Seite 


478 


KI.  Ochsenhausen. 

1)  Um  1128.  450 

2)  »Zwischen     1135  und 

1141.  450 

3)  *Zwischen  1135  und 

1141.  453 

4)  Nach  1143.  455 

5)  Um  1265.  611 

6)  1299.  Febr.  13.  214 

Herzoge  von  Österreich. 

1)  1299.  März  23.   221 

2)  1300.  Febr.  5.    371 


Gr.  von  Öttingen. 
1)  1299.  Juli  23. 


293 


Kl.  Offenhausen. 

1)  1299.  Nov.  29.  835 

2)  Um  1300.  342 

3)  1300.  Apr.  15.  391 

4)  1300.  Juli  14.  415 

KI.  Ottobeuren. 

1298.  Mai  6.  s.  Kl.  Koth. 

KI.  Petershausen. 

1298.Dez.29.  s.Baindt. 

1299.  Juni  13.  8.  Löwen- 
thal. 

Kl.  PfuIIingen. 

1)  1255.  März  8.  489 

2)  1299.  Mai  10.  242 


Ravensburg. 

1)  1299.  März  16. 


218 


KI.  Eechentshofen. 


1)  1297. 

Febr.  3. 

19 

2)  129S. 

Mai  1. 

138 

3)  1298. 

Dez.  18. 

184 

4)  1300. 

Aug.  24. 

424 

5)  1300. 

Okt.  19. 

437 

Kl.  Eeichenbach. 

1)  1300.  Jan.  22.  361 

KI.  Reuthin. 

1)  1297.  4 

2)  1297.  Jan.  17.  12 

3)  1297.  Mai  31.  51 

4)  1297.  Dez.  24,  99 

5)  1298.  103 

6)  1298.  Jan.  7.  107 


7)  1299.  Juli  8. 

8)  1300. 

9)  1300.  Nov.  9. 


Seite 

287 
347 
442 


Reutlingen. 

1)  1297.  März  23.  33 

2)  1298.  Apr.  12.  129 
1299.  .Juli   31.   s.   Ess- 
lingen. 

KI.  Roth. 

1)  1223.  Juni  28.  464 

2)  1223.  Juni  28.  466 

3)  Um  1240.  470 

4)  1297.  Apr.  5.  39 

5)  1298.  Mai  6.  138 


Rothenburg. 
1)  1261. 


502 


Rottenburg. 

1)  1268.  521 

2)  1294.  Jan.  15.  568 

3)  1298.  Nov.  8.  174 

4)  1299.  Nov.  23.  332 


KI.  Rottenmünster. 

1)  1225.  466 

2)  1248.  479 

3)  1260.  500 

4)  1263.  506 

5)  1297.  4 

6)  1297.  4 

7)  1297.  4 

8)  1297.  5 

9)  1297.  5 

10)  1297.  Apr.  11.  41 

11)  1298.  103 

12)  1298.  Okt.  20.  168 

13)  1299.  188 

14)  1299.  Apr.  3.  225 

15)  1299.  Nov.  6.  327 

16)  1300.  Apr.  27.  393 


Rottweil. 

1)  1267.  Jan.  6.  516 

2)  1297.  Okt.  9.  81 

3)  1298.  Apr.  30.  138 

4)  1299.  Jan.  19.  201 

5)  1299.  Juli  6.  283 

6)  1300.  Nov.  17.  442 


KI.  Salem. 

1)  1240.  Sept.  5.  472 

2)  1260.  Febr.  25.  500 
8)  1265.  511 
4)  1267.  Dez.  24.  519 


5)  1282. 

6)  1284. 

7)  1286. 

8)  1287. 

9)  1287. 

10)  1288. 

11)  1297. 

12)  1297. 

13)  1298. 

14)  1298. 

15)  1298. 

16)  1299. 

17)  1299. 

18)  1299. 

19)  1299. 

20)  1299. 

21)  1299. 

22)  1299. 

23)  1299. 
1303. 

24)  1299. 

25)  1299. 

26)  1300. 

27)  1300. 

28)  1300. 


März  5. 
Dez.  1. 
Okt.  18. 
Febr.  23. 
März  20. 
Jan.  4. 
Aug.  19. 
Dez.  5. 
Aug.  21. 
Aug.  26. 
Nov.  28. 
Jan.  12. 
Jan.  15. 
Jan.  23.  u 
Apr.  9. 
Mai  1. 
Juli  14. 
Aug.  30. 
Sept.  3. 
Febr.  17 
Nov.  11. 
Nov.  11. 
Apr.  1. 
Juni  17. 
Juli  18. 


Seite 
547 
551 
556 
556 
557 
561 
70 
97 
169 
160 
181 
198 
200 

.  26.  202 
230 
240 
290 
312 

und 
314 
328 
328 
389 
410 
416 


KI.  St. 

1)  12,54. 

2)  1255. 

3)  1256. 

4)  1258. 

5)  1270. 

6)  1277. 

7)  1278. 

8)  1287. 

9)  1293. 


Blasien. 
.Sept.  30. 
Juli  16. 
i'ebr.  3. 
Sept.  1. 
Sept.  22. 
Juni  17. 
Febr.  3. 
Juli  28. 
Sept.  28. 


487 
490 
492 
496 
530 
538 
539 
559 
567 


KI.  St.  Gallen. 

1)  [1297.]  Juni  21.  57 

2)  1298.  Juni  30.  150 

3)  1298.  Okt.  26.  170 

4)  1298.  Nov.  16.  177 
ö)  1299.  Apr.  14.  231 


Kl. 

St. 

Georgen. 

1)  1297 

März  21. 

32 

2) 

1300. 

Juni  8. 

408 

Saulgau. 

1300.  Jan.22.s.Buchau. 

1)  1300.  Jan.  25.         363 

2)  1300.  Mai  15.  398 


Kl.  Schäftersheim. 
1)  1300.  Febr.  24.        377 


Kl.  Schönthal. 
1)  1248. 


479 


Übersicht  der  in  Band  1 1  gedruckten  Urkunden  nach  ihrer  Zusammengehörigkeit.  XV 


2)  1268. 

3)  1297. 

4)  1297. 

5)  1297. 

6)  1297. 

7)  1297. 

8)  1297. 

9)  1298. 

10)  1298. 
1298. 

11)  1299. 

12)  1299. 

13)  1299. 

14)  1299. 

15)  1299. 
1299. 

16)  1299. 

17)  1300. 

18)  1300. 

19)  1300. 

20)  1300. 

21)  1300. 

22)  1300. 


Seite    I 

Apr.  29.  522 

Jan.  23.  13 

.Jan.  81.  17 

Juni  11.  55 

Juli  14.  61 

Okt.  8.  80 

Okt.  30.  86 

Fel)r.  22.  121 

März  8.  123 
Apr.  16.  8.  Kl. 
Ziiiimeru. 

Jan.  10.  197 

Jan.  28.  204 

Jan.  30.  205 

Apr.  23.  235 

Juni  8.  249 
Okt.30.  s.Deutsch- 
orden. 

Nov.  6.  826 

Jan.  1.  350 

Jan.  10.  352 

Jan.  14.  355 

Jan.  30.  366 

Sept.  16.  430 

Nov.  30.  445 


Schorndorf. 

1)  1297. 

2)  1299. 


5 

188 


Kl.  Schiissenried. 

1)  1281.  März  21.  545 

2)  1298.  Jan.  10.  108 

3)  1299,  Juli  9.  288 

4)  1300.  847 


Herzogtum  Schwaben. 
1)  1246.  Mai  3.  476 

Stift  8indelfin<fen. 

1)  1238.  Juni  11.  470 

2)  1297.  Nov.  13.  90 

3)  1298.  Mai  8.  141 


Kl.  Siessen. 
1)  1299.  Juli  15. 


291 


Kl.  Sinsheim. 
1)  ♦1186.  Jan.  29. 


456 


Kl.  Sirnau. 

1)  1297.  6 

2)  1297.  6 
8)  1297.  März  15.  30 
4)  1297.  Auir.  3.  65 
6)  1297.  Sept.  16.  75 

6)  1298.  105 

7)  1298.  Juni  30.  150 

8)  1299.  März  10.  215 


Seite 
1299.  Sept.  15.  s.  Ess- 
lingen. 
9)  Um  1300.  Mai  10.     397 


Kl.  Söflingen. 

1)  1255.  März  8.  489 

2)  Nach  1297.  Juli  25.    63 
8)  1297.  Dez.  1.  96 


Speier. 
1)  1299.  Sept.  27. 


817 


Speier,  Kl.  z.  hl.  Grab. 

1)  1297.  1 

2)  1297.  Febr.  13.  21 

3)  1297.  März  24.  35 

Kl.  Stein  a.  Rhein. 
1)  1299.  Juni  11.         252 


Kl.  Steinheim. 

1)  1297.  Aug.  11. 

67 

2)  1299.  Aug.  19. 

308 

3)  1300.  März  1. 

381 

Tübingen,  Pfarrkirche. 
1)  1300.  Mai  90.  398 

Herrschaft  u.    Her- 
zoge von  Teck. 

1)  1152.  Vor  Juni  1.  456 

2)  1299.  Apr.  29.    237 

Stadt  Tettnang. 
1)  1297.  Dez.  1.  97 


Ulm. 

1)  1269. 

2)  1297. 

3)  1297. 

4)  1297. 

5)  1297. 

6)  1298. 

7)  1298. 

8)  1298. 

9)  1298. 

10)  1299. 

11)  1299. 

12)  1299. 
1300. 
1300. 

13)  1300. 


Dez.  9. 

529 

Jlärz  22. 

32 

Juli  25. 

63 

Nov.  15. 

92 

Nov.  25. 

95 

März  23 

124 

Juni  8. 

147 

Nov.  2. 

172 

Nov.  2. 

173 

März  7. 

215 

Juli  28. 

296 

Aug.  5. 

802 

Jan.  25.  s. 

Saulgau. 

Mai  15.  s. 

Saulgau. 

Juni  17. 

411 

Kl.  Urspring. 

1298.  März  23.  .s.  Ulm. 
1)  1300.  Juli  10.  413 


Seite 

Stadt  Waldsee. 
1)  1298.  Sept.  13.        161 


Weikersheim, 
kirche. 

1)  1300. 


Pfarr- 


848 


Gr.  V.  Vaihingen. 

1)  1298. 


104 


Kl.  Weiler. 

1299.  Sept.  19.  s.  Ess- 
lingen. 

Kl.  Weingarten. 

1)  1266.  Okt.  b.  515 

2)  1269.  Okt.  27.  528 

3)  1286.  553 

4)  1290.  Okt.  8.  564 

5)  1297.  6 

6)  1297.  Febr.  24.  24 

7)  1297.  April  16.  42 

8)  1297.  Juni  15.  56 

9)  1297.  Nov.  16.  93 

10)  1297.  Nov.  19.  94 

11)  1298.  Jan.  105 

12)  1298.  Jan.  2.  105 
1298.  Jan.  10.  s.  Schus- 

senried. 

13)  1298.  Juni  8.  147 

14)  1298.  Aug.  23.  159 

15)  1298.  Sept.  20.  162 
IG)  1298.  Sept.  28.  164 

17)  1299.  190 

18)  1299.  190 

19)  1299.  Febr.  5.  207 

20)  1299.  März  17.  218 

21)  1299.  Apr.  8.  229 

22)  1299.  Mai.  239 

23)  1299.  Mai  2.  241 

24)  1299.  Juli  4.  281 

25)  1299.  Jnli  12.  289 

26)  1299.  Aug.  1.  300 

27)  1299.  Aug.  8.  302 

28)  1299.  Aug.  12.  306 

29)  1299.  Aug.  20.  309 

30)  1299.  Okt.  4.  818 

31)  1299.  Okt.  14.  821 

32)  1299.  Nov.  29.  335 

33)  1300.  Jan.  29.  364 

34)  1300.  März  23.  384 

35)  1300.  Apr.  12.  391 

36)  1300.  Juni  5.  408 

37)  1300.  Okt.  10.  433 

Herren  v.  Weinsberg. 

1)  1297.  Nov.  12.  89 

2)  1298.  Jan.  17.  111 
8)  1298.  Jan.  18.  112 
4)  1300.  Febr.  5.  872 


Seite 

KI.  Wei.ssenau. 

1)  1253.  Juni  18.  484 

2)  1267.  Jan.  7.  516 

3)  1272.  Dez.  31.  534 

4)  1273.  S.pt.  13.  534 

5)  1274.  Dez.  17.  537 

6)  1283.  Jan.  13.  549 

7)  1284.  Okt.  3.  550 

8)  1286.  Jan.  14.  554 

1297.  Jan.  15.  s.  Ess- 
lingen. 

9)  1297.  März  25.  85 

10)  1298.  Mai  6.  139 

11)  1298.  Juni  18.  149 

12)  1299.  190 

13)  1299.  Febr.  10.  211 

14)  1299.  Febr.  11.  212 

15)  1299.  März  13.  217 

16)  1300.  Aug.  24.  424 

Westgart  sli  ausen , 

Pfarrkirche. 

1)  1300.  848 

Kl.  Weissenburg. 

1298.  Mai  12.  s.  Herren- 
alb. 


Wimpfen,  Spital,  Stift 
und  Predigerkl. 

1)  1299.  Jan.  8.  195 

2)  1299.  Febr.  12.  212 

3)  1299.  Okt.  7.  319 

4)  1300.  Mai  25.  402 

Kl.  Wiblingen. 

1)  1300.  Okt.  28.  438 


Stift  Wiesensteig. 
1)  1300.  Aug.  11.        423 


Gr.  V 

1)  1250. 

2)  1251. 

3)  1254 

4)  1298. 

5)  1298, 

6)  1298 

7)  1298, 

8)  1298, 

9)  1299, 

10)  1299 

11)  1299, 
1299 

12)  1299 
18)  1299, 
14)  1299 
16)  1300, 


Wirtemberg. 

Okt.  23.  482 

Apr.  4.  484 

Mai  15.  486 

Mai  7.  140 

Mai  10.  142 

Nov.  19.  178 

Nov.  19.  179 

Nov.  21.  179 

Jan.  2.  194 

Jan.  30.  206 

Febr.  14.  214 

.  Apr.  27.  8.  Jo- 
hanniterorden. 

Mai  18.  244 

Nov.  18.  331 

.  Nov.  18.  831 

Jan.  29.  365 


XVI  Übersicht  der  in  Band  1 1  gedruckten  Urkunden  nach  ihrer  Zusammengehörigkeit. 


Seite 
1300.    Febr.   1.    s.   Jo- 
hanniterorden. 

16)  1300.  Mai  26.  408 

17)  1300.  Mai  26.  404 

18)  1800.  Mai  26.  405 


Worms. 
1)  1300.  Juni  15. 


409 


Wtirzburg. 

1)  832.  Zw.  12.  Nov.  und 

81.  Dez.  449 

2)  1220.  Okt.  21.  464 

3)  1234.  Nov.  21.  469 

4)  1263.  Nov.  6.  507 


Seite 
1297.  Jan.  28.  s.  Schön- 
thal. 
6)  1297.  Febr.  27.         26 
1297.  Okt.  8.  8.  Schön- 
thal. 
1299.  Jan.  10.  s.  Schön- 
thal. 

Würzburg,  Stift  Neu- 
münster. 

1)  1245.  Mai  26.    474 

2)  1267.  Apr.  14.    519 

Herren  von  Zimmern. 

1)  1300.  Nov.  3.  439 


Kl.  Zimmern. 

1)  12.54.  Nov.  27. 

2)  1262. 

3)  1297.  Nov.  11. 

4)  1298.  Apr.  IC. 


Seite 

487 

503 

88 

180 


Stift  Zürich. 

1)  1188.  Mai  80.  460 

2)  1207.  Juli  20.  461 
.3)  1209—1233.  462 

4)  1240.  472 

5)  1264.  Febr.  11.  508 

6)  1264.  Febr.  11.  509 


Seite 


Kl.  Zwiefalten. 

1)  1297.  Juni  7. 

58 

2)  1297.  Nov.  17. 

94 

3)  Vor  1298.  Jan.  28. 

117 

4)  1298.  Jan.  28. 

118 

5)  1298.  Jan.  28. 

119 

6)  1299. 

191 

7)  1299. 

192 

8)  1299.  Apr.  20. 

232 

9)  1300. 

349 

10)  1300.  Jan.  7. 

352 

11)  1300.  Jan.  13. 

.  354 

12)  1300.  März  18. 

388 

13)  1300.  Sept.  18. 

429 

n. 


Chronologische  Übersicht  der  Nachträge  und 

Berichtigungen. 

Vorbemerkung: 

Die  Tabelle  A  enthält  sämtliche  in  Band  1 — 6  und  Band  11  als  Nachträge  gedruckten  Urkunden  (Band  7—10 
enthalten  keine  Nachträge). 

Tabelle  B  enthält  diejenigen  Stücke,  für  die  nachträglich  noch  andere  Überlieferung  (neu  aufgehindene  Originale 
u.  a.)  verglichen  und  über  deren  Abweichungen  unter  „Verbesserungen"  oder  „Berichtigungen"  in  Band  1 — 11  berichtet 
worden  ist, 

A.  Verzeichnis  der  Nachträge. 


Murbach    . 

760.  Aug.  8      .    .    .    . 

1,407 

Reichenau      .    .    . 

887.  April  16  . 

4,327 

St.  Gallen 

766.  Juni  7      .    .    .    . 

4,317 

Elhvangen     .    .     . 

887.  Nov.  27    . 

4, 329 

St.  Gallen 

768 

4,317 

Reichenau      .    .     . 

895.  Febr.  17   . 

6,432 

St.  Gallen 

770.  Sept.  5     .    .     .    . 

4,318 

Lorsch       .... 

902.  Jan.  25     . 

4,380 

Fulda   .    . 

779.  März  9  oder  10    . 

2,437 

Lorsch       .... 

903.  Nov.  21     . 

4,331 

Fulda    .    . 

780—803 

6,496 

Lorsch       .... 

904.  Juni  14    . 

4,331 

St.  Denis 

782.  Sept.  16    ...     . 

6,429 

Lorsch       .... 

906 

4,382 

Beuron 

786.  Juni  29    ...    . 

6,429 

Lorsch       .... 

915.  Febr.  8     . 

4,332 

Lorsch 

787.  Juni  7      .    .    .     . 

4,318 

WUrzburg      .    .    . 

923.  April  8    . 

2,438 

St.  Gallen 

798.  Juni  9      .    .    .    . 

4,321 

St.  Gallen      .     .    . 

933.Okt.23— 942.April6 

4,333 

St.  Gallen 

799.  Juni  23    ...    . 

4,321 

St.  Gallen      .    .    . 

956.  Aug.  7—957.  Aug.  6 

4,334 

St.  Denis  . 

801 

11, 577 

Reichenau      .    .    . 

965.  Febr.  21    ...     . 

4,334 

Üttobeuren 

801-814 

4,321 

Konstanz,  Domstift 

970.  März  12  .     .     . 

1,411 

St.  Gallen 

803.  Dez.  11     ...    . 

4,322 

Kempten   .... 

972.  Aug.  25    .    .     . 

4,335 

Fulda   .    . 

808-817 

6,497 

Ottobeuren    .    .    . 

972.  Nov.  1      .    .    . 

4,336 

St.  GaUen 

805.  Juni  26    ...    . 

4,322 

Reichenau      .    .    . 

990.  AprU  21  .    .    . 

4,337 

Fulda    .    . 

815.  März  27  ...    . 

1,408 

Amorbach      .    .    . 

996.  Dez.  18    .    .    . 

6,433 

Fulda   .    . 

816.  Mai  2       .... 
819 

1,409 
6,498 

Pfäfers      .... 
Einsiedeln      .    .    . 

998 

1,414 

Weissenbnrg 

998.  April  28  .    .    . 

4,338 

St.  GaUen 

824.  Juni  20    ...     . 

4,  322 

Reichenau      .    .    . 

1024.Sept.8— 1027März2C 

6,434 

St.  Gallen 

824.  Juni  20    ...    . 

4,323 

Augsburg      .    .    . 

1028.  März  20  .    .    . 

5,369 

St.  Gallen 

827.  Sept.  8     .    .    .    . 

4,  .323 
4, 323 

Reichenau      .    .    . 

1056 

4,339 

St.  Gallen 

831.  Mai  14     ...    . 

(Vgl  dazu  6',  489.) 

Kempten  . 

832.  März  28  ...    . 

4,  324 

Weissenbnrg      .    . 

1056-1098 

6,499 

Würzburg 

832.  Zw.Nov.l2u.Dez.31 

11,  449 

Ottmarsheim      .    . 

1064.  März  1     .     .     . 

5,370 

Fulda    .    . 

835.  Mai  12     .... 

5, 368 

Lorsch       .... 

1071 

6,500 

St.  Gallen 

837.  Aug.  9      .    .    .     . 

4,324 

Hirsau       .... 

Zwischen  1086  und  1091 

5,372 

Kempten  . 

838.  Juni  14    ...     . 

4,325 

Zwiefalten     .    .    . 

1092.  Mai 

5,372 

Würzburg 

846.  Juli  5       .... 

3,461 

Schaffhausen      .    . 

1094.  Dez.  29    .     .     . 

4,839 

St.  Gallen 

849.  Mai  23     ...    . 

4,325 

Schaffhausen      .    . 

1095.  Okt.  8       .    .     . 

4,340 

St.  Gallen 

861.  April  24  ...    . 

4,  326 

Sinsheim  .... 

1099.  Nov.  9      .    .    . 

4,340 

Balingen   . 

863(?) 

6,430 

Blaubeuren    .    .    . 

Um  1100 

4,341 

St.  Gallen 

868.  Mai  5 

4, 326 

Zwiefalten     .     .     . 

Um  1100 

5,374 

Keichenan 
XI. 

883.  Okt.  9       .... 

6, 431 

Komburg  .... 

saec.  12     ...    . 

lU 

4,341 

XVIII  Chronologische  Übersicht  der  Nachträge  und  Berichtigungen. 


EIhvangen 

Alpirsbach 

Hirsau 

Esslingen 

Lorsch 

Schaffhausen 

Blaiibeuren 

Bamberg   . 

Schaffliausen 

St.  Blasien 

WUrzburg 

Schaffhansen 

Zwiefalten 

Schaffhausen 

Zwiefalten 

Zwiefalten 

Ochsenhansen 

Neuniünster 

Hirsau 

St.  Gallen 

Ochsenhausen 

Ochsenhausen 

Wiirzburg 

Komburg  .     . 

St.  Georgen  . 

Lorch   .     .    . 

Berchtesgaden 

Würzburg 

Berchtesgaden 

St.  Georgen   . 

Schöuau    .    . 

Odenheira 

Ochsenhausen 

Berchtesgaden 

Neresheim 

Schaffhausen 
Lorsch  .     .    . 
Lorch    .    .    . 

Lorsch  .    .    . 

Schaffhausen 

Schaffliausen 

Zwiefalten 

Ellwangen 

Kreuzlingen 

Neresheim 

Teck     .    . 

Kreuzlingen 

Schneidheim 

Schaffhausen 

Sinsheim   . 

Zwiefalten 

St.  Blasien 

Bamberg  . 

Hirsau 

Würzburg 

Würzburg 


saec.  12     .... 
1100—1116.  Jan.  10 
1103.  Jan.  18     . 
Um  1106  .    .    . 
1106  oder  1107 
1108.  Juni  6      . 
1108.  Nov.  7      . 
1111—1125    .    . 
1111.  Sept.  4     . 
1113.  April  7    . 

1119 

1120—1124.  .  . 
Um  1121  .  .  . 
1122.  Um  Nov.  11 

1123 

1124 

Um  1128  .    .    . 

1130 

1130-1143.  .     . 

1135.  Nov.  20  . 
Zwischen  1135  und  1141 
Zwischen  1135  und  1141 
1136 

1136.  Sept.  3      .    .    .    . 

1138 

1138.  s.u. [1147.]  März  30 
Zwischen  1138  und  1152 

1140 

Um  1140 

1141-1165 

1142 

1143 

Nach  1143 

Um  1144 

1144.  Nov.  15  ...  . 
(Zum  Datum  vgl.  5,464) 

1145.  (April— Mai)  .  . 
1147.  Jan.  30  ...  . 
[1147.]  März  30  .  .  . 
(Zum  Datum  vgl.  4, 486) 

1148 

1149.  Jan.  28     ...    . 

Um  1150 

Um  1150 

Um  1150 

1151.  Juli  10     ...    . 

1152 

(1152.  Vor  Juni  1)     .    . 

1152—1166 

1153 

1154.  Febr.  26   ...    . 

(Vgl.  dazu  4,490.) 

(1156.) 

1156 

Um  1160 

1163.  Nov.  27  ...  . 
Um  1164.  Sept.      .    .    . 

1164 

1169 


6,435 

5,373 

6,  436 

1,412 

4,342 

4,343 

11,449 

5,375 

4,343 

4,344 

5,376 

4,345 

4,345 

4,346 

4,846 

4,347 

11,  450 

5,378 

4,348 

4,348 

11,450 

11,  453 

4,349 

11,  454 

6,455 

11,454 

5,379 

4,350 

4,852 

3,467 

3,469 

11,  455 

4,  3,53 

3,470 

4,854 

4,355 

3,466 

4,355 

4,356 

4,356 

4,359 

3,472 

2,439 

5,381 

11,  456 

3,473 

4,359 

4,361 

2,441 

6,456 

4,863 

5,382 

4,364 

4,365 

4,866 

Salem   .    . 
Salem   .    . 
Ottobeuren 
Salem   .    . 
Schaffliausen 
Lorch    .    . 
Reichartsroth 
Kaisheim  . 
Berau    .    . 
Zürich  .     . 
Sinsheim 
Roth      .     . 
Zürich  .     . 
Ellwangen 
Bebenhausen 

Maulbronn 

Weingarten 

Weingarten 

Isny      .    . 

Salem   .    . 

Odenheim 

Bebenhausen 

Maulbronn 

Marchthal 

Neresheim 

Neresheim 

Neresheim 

Neresheim 

Frauenalb 

St.  Blasien 

St.  Gallen 

Beuron 

Weingarten 

Schussenried 

Bebenhausen 

Isny      .     . 

Weissonau 

Augsburg 

St.  Blasien 

S tauf er 

St.  Georgen 

Zürich  .    . 

Marchthal 

Zürich  .     . 

Herrenalb 

Denkendorf 

Bruderhartmannszell 

Kaisheim  . 

Herrenalb 

Oehringen 

Ellwangen 

Weingarten 

Weingarten 

Bruderhartmannszell 

Weingarten 

Weingarten 

Lorch    .    . 


480.) 


1171.  März  15 
1171.  März  31 
1171.  Mai  7 
Um  1175  .    . 
1179.  Mai  25 

1181.  Juli  8 

1182.  .     .    . 

1184.  März  4 
Um  1185  .     . 

1185.  April  10 
118[6].  Jan.  29 
Um  1188  .    . 
1188.  Mai  30 
Zwischen  1188  und  1217 
Um  1190  . 

(Vgl.  auch  7. 
Um  1190  .    . 
Um  1190  .     . 
Um  1190  .     . 

1190.  .     .    . 

1191.  .    .    . 

1191.  April  20 
Um  1192  .    . 

1192.  .  .  . 
1192.  .  .  . 
Um  1194  .  . 
Um  1194  .  . 
Um  1194  .  . 
1194.  .  .  . 
119[7].  April  4 
1198.  April  15 
Um  1200  ff.  . 
Um  1200  .  . 
1201.  s.  u.  12[6]1. 

1204.  Mai  11 
Nach  1204     . 

1205.  Dez.  10 

1206.  März  10 

1207.  Mai  10 
1207.  Juli  20 
Um  1209  .  . 
(Zum  Datum  vgl.  4,486) 
1209—1233  . 
1209-1233  . 
Um  1210  .    . 

1212.  .    .     . 

1213.  Aug.  24 

1213.  Sept.  27 

1214.  Mai  16  und  17 
Zwischen  1214  und  1229 
Um  1215  .    .    . 
Um  1215.  Dez.  22 
1216—1250.  . 
Um  1217  .    . 
Um  1217  .    . 
1217.  Jan.  8 

1217.  Nov.  12 
1217—1232.  . 

1218.  .  .  . 


4,  .367 
4,368 

4,  369 
4,371 
4,371 
2,441 
6,501 

5,  383 
4,376 
4,377 

11,456 

5, 885 

11,460 

11, 459 

4,378 

4,379 
4,380 
4,380 
3,476 
4,381 
4,381 
3,477 
2,442 
8,478 
8,478 
5,  385 
5,386 
3,479 

11,460 
2,444 

5,387ff. 
6,457 

4,  385 
3,481 

11,461 
4,386 
5,405 

11,461 
3,488 

4,887 

11,  462 

5,407 

4,387 

4,388 

5,408 

i  5,408 

:  11,  462 

''•■■   6,457 

5,409 

4,  ,389 

8,486 

3,487 

5,410 

3,484 

3,488 

11, 463 


Chronologische  Übersicht  der  Nachträge  und  Berichtigungen. 


XIX 


EUwangen 
Weissenaii 
Herbrechtingen 
Salem   .    .    . 
Ursberg     .    . 
Ottobeureii    . 
Wilrzburg 
Konstanz  .     . 
Kaishc'im  .    . 
Würzburg 
Neumünster  . 
Rottenmünster 
Hirsau       .    . 
Neresheim 
Koth      .    .    . 
Koth     .     .    . 
Hirsau       .    . 
Komburg  .    . 
Salem    .     .     . 
Schussenried 

Speier  .    . 

Speier  .     . 

Rottenmttnster 

Elchingen 

Billigheim 

Marchthal 

WUrzburg 

Ulm       .     . 

Weissenau 

Weissenau 

Herbrechting( 

Weissenau 

Hirsau  .    . 

Söflingeu 

Marchthal 

Herrenalb 

Weissenau 

Wiesensteig 

Weissenau 

Bebenhausen 

Kaisheim  . 

Neresheim 

Weissenau 

Weingarten 

Backnang 

Baindt 

Baindt 

Heggbach 

Schonthal 

Baindt 

Frauenthal 

Isny      .    . 

Zwiefalten 
Frauenthal 
Frauenthal 
Frauenthal 


1218.  Dez.  9 
1219-1232.  . 
1220.  .  .  . 
1220.  .  .  . 
Um  1220  .  . 
1220.  Jan.  4 

1220.  Okt.  21 

1221.  .  .  . 
1221.  April  27 

1221.  Nov.  10 

1222.  April  29 

1222.  Okt.  11 

1223.  .  .  . 
1223.  April  3 
1223.  Juni  28 
1223.  Juni  28 

1223.  Dez.  1 

1224.  Aug.  16 

1224.  Sept.  9 
Um  1225  .  . 
(Zum  Datum  vgl. 

1225.  .  .  . 
1225.  .  .  . 
1225.  .  .  . 
1225.  Aug.  16 

1225.  Nov  9 
Zwischen  1226  und 

1226.  .  . 
1226.  Aug.  I 
Um  1226.  Nov.  6 
Um  1226.  Nov.  6 

1226.  Nov.  9 

1227.  .  .  . 
1227.  Jan.  16 
1227.  März  15  s.  u, 

1239.  März  15 
1227.  Juni  5 

1227.  Juli  . 
Um  1228  .    . 

1228.  .  .  . 
Um  1228.  Febr. 
1228.  Febr.  1 
1228-1239.  . 
Um  1230  .  . 
(Um  1230.)  JuU 

1230.  Dez.  29 

1231.  .  .  . 
1281.  .  .  . 
1231.  .  .  . 
1231.    .    .    . 

1231.  Dez.  21 
Um  1232  .    . 

1232.  .    .    . 
(Vgl.  auch  7 

1232.  Jan.  7 

1233.  ... 
1233.  April  11 
1233.  Juni  19 
1233.  Okt  10 


5,467; 


13 


1229 


484.) 


5,411 
4,390 
4,  391 
4,392 
5,412 
4,393 
11,464 
4,394 
5,413 
4, 395 
6,502 
4,396 
5,414 
3, 489 
11,  464 
11,  465 

3,  490 
4,397 
6,458 
4,462 

4,397 

4,  399 
11,466 

5,  415 
11, 467 

5,  420 
4,400 
4,401 
4,402 
4, 402 
11,  467 
4,  402 
4,404 


4,405 
4,406 
4,407 
4,407 
5,  420 
3,491 
11,468 
5,  422 
5,423 
4,408 
4,409 
4,410 
4,411 
4,  412 

4,  413 
4,414 
6, 459 

3,491 

5,  424 
5,424 
5,  425 
5,  426 


Heggbach 

Heggbach 

Baindt 

Backnang 

Backnang 

Wald    .     . 

WUrzburg 

Bebenhausen 

Fraueuthal 

Frauenthal 

Salem   .    . 

Weissenau 

Bebenhausen 

Allerheiligen 

Blaubeuren    . 

Zwiefalten     . 

Frauenzimmern 

Frauenzimmern 

Zwiefalten 

Sindelflngen 

St.  Georgen 

Roth     .    . 

Herrenalb 

Heggbach 

Weissenau 

Schussenried 

Frauenthal 

Söflingen  . 

Amorbach 

Söflingen  . 


Allerheiligen 

Seligenthal 

Söflingen 

Ellwangen 

Roth     .    . 

Weingarten 

Baindt 

Kaisheim  . 

Zürich  .    . 

St.  Blasien 

Kirchberg 

Herrenalb 

Baindt 

Salem    . 

Baindt 

Ursberg 

Baindt 

Baindt 

Baindt 

Komburg 

Langnau 

Konstanz 

Bamberg 

Maulbronn 

Lorch    . 

Baindt 

Neumünster 


1233.  Dez.  28 

1234.  April  4 
1234.  Juni  . 
1235-1246.  . 
1116—1246.  . 
1234.  Sept.  4 

1234.  Nov.  21 
Um  1235  .  . 
1236.  Juni  8 

1235.  Juni  8 

1235.  Sept.  27 

1236.  .  .  . 
1236.  .  .  . 
1236.  Febr.    . 

1236.  Mai  27 

1237.  .    .    . 

1237.  Mai  21 

1238.  .     .    . 
1238.  Juni  1 
1238.  Juni  11 
1238.  Juni  12 

1238.  Sept.  17 
Um  1239  .     . 

1239.  .     .     . 
1239.    .    .    . 
1239.    .    .    . 
1239.  Jan.  1 
1239.  Febr.  2 
1239.  Febr.  3 
1239.  März  15 
Zum  Datum  vgl.  6,513.) 
1239.  April  8 
1239.  Sept.    . 

1239.  Dez.  1 
Um  1240  .    . 
Um  1240  .    . 
Um  1240  .    . 

1240.  .  .  . 
1240.  .  .  . 
1240.  .  .  . 
1240.  Jan.  13 
1240.  März  11 
1240.  März  25 
1240.  Aug.     . 

1240.  Sept.  5 

1241.  .  .  . 
(1241.)   .  . 
1241.  Jan.  3 
1241.  Juni  17 
1241.  Okt.  . 

1241.  Dez.  29 

1242.  .  .  . 

1242.  Juli  11 

1243.  .  .  . 
1243.  März  9 

1243.  Juni  12 

1244.  .  .  . 

1245.  Mai  26 


4,415= 

11, 

469 

4, 

416 

4, 

417 

4, 

418 

4, 

420 

5, 

427 

11, 

469 

5, 

428 

5, 

429 

5, 

429 

ö, 

430 

5, 

430 

4, 

422 

6, 

459 

4, 

423 

5, 

431 

4, 

424 

4, 

425 

5, 

432 

11 

470 

4 

427 

ö. 

433 

4, 

428 

6, 

460 

6, 

461 

4, 

429 

4, 

430 

4, 

431 

5 

434 

6, 

487 

4, 

432 

5, 

435 

4, 

432 

5, 

436 

11, 

470 

4, 

433 

4, 

434 

11, 

471 

11, 

472 

4, 

435 

4, 

436 

4, 

437 

5, 

437 

11, 

472 

ö, 

438 

5, 

439 

5, 

440 

4, 

439 

4, 

440 

11, 

473 

6, 

441 

4, 

441 

11, 

474 

6, 

462 

4, 

442 

4, 

444 

11, 

474 

XX 


Chronologische  Übersicht  der  Nachträge  und  Berichtigungen. 


Maulbronn     .    . 

1245.  Juni  27 

11, 475 

Odenheim      .     .    . 

1250.  Febr.  15 

4,  463 

Weiler      .... 

1245.  Sept.  9     . 

5,442 

Odenheim      ,     .    . 

1250.  Juni  25 

4,  465 

Weiler      .... 

1245.  Sept.  9     . 

5,443 

Heggbach      .    .     . 

1230.  Juli  27 

11,481 

Konstanz  .... 

1245.  Sept.  23    . 

6,463 

Odenheim      .    .    . 

1250.  Aug.  10 

4,466 

Heggbach      .     .     . 

1245.  Nov.  6      . 

4,445 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1250.  Okt.  23 

11,482 

Baindt       .... 

1245.  Nov.  15    . 

4,446 

Odenheim      .    .    . 

1250.  Nov.  5 

4,467 

Bebenhausen      .    . 

1245—1262.  .    . 

4,444 

Odenheim      .    .    . 

1250.  Dez.  3 

4,469 

Baindt       .... 

Um  1246  .     .     . 

5,443 

Odenheim      .    .    . 

1250.  Dez.  3 

4,470 

Baindt       .... 

Um  1246  .     .    . 

4,448 

Odenheim      .    .    . 

1250.  Dez.  4 

4,471 

Baindt       .... 

1246 

4,447 

Ingersheim    .    .    . 

1250.  Dez.  11 

6,473 

Weingarten   .    .    . 

1246 

4,450 

Odenheim      .    .    . 

1250.  Dez.  16 

4, 472 

Heiligkreuzthal 

1246 

11,  476 

Johanniter     .    .    . 

1251.    .    .    . 

11,  483 

Backnang       .     .     . 

1246.  April  3     . 

4,449 

Lorch 

1251.  März  6 

4,  472 

Schwaben       .     .    . 

1246.  Mai  3       . 

11,  476 

Oehringen      .    .    . 

1251.  März  28 

6,504 

Berkheim       .     .    . 

1246.  Mai  21     . 

6,465 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1251.  April  4 

11,484 

Grafenberg    .     .    . 

1246.  Mai  21     . 
(Vgl.  dazu  11 

,57 

'8.J 

6,466 

Baindt       .... 
Frauenthal     .     .     . 

1251.  Nov.  22 

1252.  März  30 

4,  473 
5,449 

Bebenhausen      .    . 

1246.  Juni  30    . 

11,477 

Einsiedeln     .    .    . 

1253.    .    .    . 

5,450 

Bebenhausen      .     . 

1246.  Juni  30    . 

11,  477 

Baindt       .... 

1253.  Jan.  31 

5,451 

Neresheim     .    .    . 

1246.  Sept.  26    . 

11,  478 

Weissenau     .     .    . 

1253.  Juni  18 

11,  484 

Nusplingen    .     .    . 

1246.  Nov.  22    . 

6,467 

Elhvangen      .     .     . 

1253.  Dez.  21 

11,  485 

Baindt       .... 

1247.  Febr.  22    . 

5,444 

Limpurg    .... 

1253.  Dez.  24 

5,  451 

Blaubeuren    .     .    . 

1247.  Mai  7  .    . 

5,445 

Zwiefalten      .    .    . 

(1254.)       .    . 

5,452 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1247.  Mai  10     . 

6,467 

Güterstein     .    .    . 

1254.  Jan.  30 

11,486 

Hirsau       .... 

1247.  Juni  12    . 

6,  503 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1254.  Mai  15 

11,  486 

Ellwangen      .     .     . 

1247.  Okt.  3       . 

5,446 

St.  Blasien     .     .     . 

1254.  Sept.  30 

11,  487 

Esslingen       .     .     . 

1247.  Okt.  15     . 

11,  478 

Klosterzimmern 

1254.  Nov.  27 

11, 487 

Odenheim      .    .    . 

1247.  Okt.  21     . 

11,  478 

Lichtenstem       .     . 

1255.     .    .     . 

11,  488 

Rottenmtinster   .    . 

1248 

11,  479 

Zwiefalten     .     .    . 

(1255.)       .    . 

5,452 

Schönthal       .    .    . 

1248 

11,479 

PfuUingen  und 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1248.  Febr.  5 

6,467 

Söflingen    .    .    . 

1255.  März  8 

11, 489 

Augsburg      .    .    . 

1248.  Febr.  10 

4,452 

Baindt       .... 

1255.  April  2 

5,453 

Ottobeuren    .    .    . 

1248.  Febr.  22 

4,463 

Westgartshausen    . 

1255.  April  27 

5,454 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1248.  März  6 

5,447 

St.  Blasien     .    .    . 

1255.  Juli  16 

11,490 

St.  Georgen   .    .    . 

1248.  März  11 

4,454 

Lichtenstem      .     . 

1255.  Okt.  11 

11,490 

Eingingen     .    .    . 

1248.  Mai  13 

6,468 

Herbrechtingen 

1256.     .     .     . 

11,  491 

Gr.  V.  Grieningen   . 

1248.  Mai  15 

6,468 

Zwiefalten     .     .     . 

(1256.)       .     . 

5,  454 

Heggbach      .    .    . 

1248.  Juni  26 

4,455 

Denkendorf   .    .    . 

1256.  Jan.  23 

5,455 

Adelberg  .... 

1248  und  1287. 

Ma 

i 

11  . 

4,451 

St.  Blasien     .     .     . 

1256.  Febr.  3 

11,492 

Isny 

Um  1249  .    . 

4,456 

Gmünd      .... 

1256.  April  20 

11,492 

Zwiefalten     .     .    . 

(1249.)       .    . 

5,447 

Komburg  .... 

1256.  Juni  13 

11,  493 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1249.  Jan.  21 

6,469 

Baindt       .... 

1256.  Juni  18 

5,455 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1249.  Jan.  27 

4,458 

Lichtenstem       .     . 

1256.  Juli  1 

11,  494 

Kirchheim  u.  T. 

1249.  Jan.  27 

6,470 

Komburg  .... 

1257.  Jan.  22 

11,  494 

Kirchheim  u.  T.     . 

1249.  Jan.  27 

6,470 

Maulbronn     .    .    . 

1257.  Febr.  18 

11,  495 

Gr.  V.  Grieningen   . 

1249.  Jan.  29 

6,471 

Komburg  .... 

1257.  Sept.  29 

11,  496 

Gr.  V.  Grieningen   . 

1249.  Jan.  30 

6,471 

St.  Georgen   .    .    . 

1258.     .    .    . 

6,474 

Denkendorf  .    .    . 

1249.  März  1 

5,448 

St.  Blasien     .    .    . 

1258.  Sept.  1 

11,  496 

Neresheim     . 

1249.  Mai  4 

4,459 

Berchtesgaden    .     . 

1258.  Sept.  30 

11,  497 

Oehringen 

1249.  Juli  27 

6,503 

Lichtenstem       .    . 

1258.  Nov.  29 

11,498 

Mehrerau  .     . 

1249.  Sept.  17 

4,461 

Kircliberg      .     .     . 

1259.  Jan.  21/22 

6,491 

Donauwörth  . 

Um  1250  .    . 

11, 480 

Neumünster  .    .    . 

1259.  Febr.  13 

5,456 

Gotteszell 

Um  1250  .     . 

11,  480 

Nördlingen     .     .     . 

1259.  März  3 

11,498 

Marchthal 

Um  1250  .    . 

6,471 

Lichtenstem       .     . 

1259.  Mai  2 

11,  499 

Schussenried 

Um  1250  .    . 

4,462 

Frauenthal     .    .     . 

1259.  Juni  9 

6,475 

Weissenau     . 

Um  1250  .     . 

4,463 

Baindt       .... 

1259.  Juni  23 

5,457 

Weissenau     . 

1250.    .    .    . 

6,472 

Maulbronn     .     .     . 

1259.  Juni  27 

11.499 

Marchthal 

1250.    .    .    . 

5,449 

Gr.  V.  Wirtemberg 

1259.  Okt.  9 

6,476 

Mödingen 

1250.  Febr.  13 

11,481 

Steinheim      .    .     . 

Um  1260  .     . 

6,476 

Chronologische  Übersicht  der  Nachträge  und  Berichtigungen. 


XXI 


RottcDinUneter 
Salem    .    .    . 
Eothenburg   . 
Heggbach 
Löwenthal 
Weingarten   . 

Rothenburg  . 

Mengen     .     . 

Klosterzimmern 

Lichtenstem 

Komburg  .    . 

Ellwangen     . 

Herrenall) 

Herreualb 

Rotteumiinster 

Salem  .    .    . 

Heggbach 

Würzburg 

Sirnau  . 

Zürich 

Zürich 

Rottweil 

Buchau 

Buehiiu 

Buchau 

Ochsenhausen 

Salem    .     .    , 

Lichtenstem 

Ellwangen     . 

Komburg  .    . 

Heggbach 

Tübingen,  Aug.-kl. 

Weingarten 

Neunkirchen 

Rottweil    . 

Weissenau 

Neumünster 

Lindau 

Neumünster 

Lichtenstem 

Konstanz,  St.  Johann 

Baindt,     Gutenzeil, 

Heggbach,  Heiligkr, 

Adelberg 

Blaubeuren 

Rotteuburg 

Kaisheim  . 

Esslingen 

Schönthal 

Baindt 

Eonstanz,  St.  Joliann 

Löwentha 

Hirsau 

Hirsau 


466.) 


1260.     .    .    . 
1260.  Febr.  25 
1260.  März  22 
1260.  Juni  23 

1260.  Juli  10 
12[6]1   .    .    . 

(Vgl.  dazu  6 

1261.  .    .     . 

1261.  Okt.  6 

1262.  .    .    . 
1262.  Mai  5 
1262.  Mai  7 

1262.  Juni  16 
Vor  1263  . 
Vor  1263       . 

1263.  .  .  . 
1263.  März  4 
1263.  Juni  4 

1263.  Nov.  6 
1263  (?).  Dez.  20 

1264.  Febr.  11 
1264.  Febr.  11 
1264.  JuU  6 
1264.  Aug.  28 
1264.  Okt.  31 
1264.  Okt.  31 
Um  1265  .    . 
(1265.)       .     . 
12[65].  März  4 
1266.     .    .    . 
1266.  Febr.  1 
1266.  Mai      . 
1266.  Juli  31  bis  Aug, 

1266.  Okt.  5 
Vor  1267       . 

1267.  Jan.  6 
1267.  Jan.  7 
1267.  März  28 
1267.  April  12 
1267.  April  14 
1267.  Juni  8 
12[67].  Okt.  25 

1267.  Dez.  24 

1268.  .  .  . 
1268.  .  .  . 
1268.  .  .  . 
1268.  Jan.  24 
1268.  April  29,  Sept  8 

Sept.  10  .  . 
1268.  April  29 
[1268.]  Juni  13 
1268.  Juni  24 
1268.  Nov.  3 
1268.  Nov.  10 
1268.  Nov.  10 


30 


o. 


11,500 

11,500 

6,506 

6,478 

11,  501 

4,384 

11,502 

11,502 

11, 503 

11,  504 

11,504 

11,505 

11, 506 

11,  506 

11,506 

6,479 

6,480 

11,507 

6,481 

11,508 

11,  509 

6,506 

6,507 

11,509 

11,510 

11,511 

11,  511 

11,  512 

11,512 

11,513 

11,  514 

6,  508 

11,515 

11,515 

11,516 

11,516 

6,509 

11,518 

11,  619 

11,  507 

11,570 

11,519 

11,  520 

11,  621 

11,621 

11,  521 

11,  522 

11, 622 

11,522 

11,523 

11,  526 

11,  525 

11,526 

Konstanz,  St.  Johann 
Weingarten  .    . 
Reichenau     .    . 
St.  Blasien     .    . 
Nördlingen,  Spital 
Lichtenstem 
Kreuzungen  .    . 
Kl.  Oberndorf     . 
Kirchheim  a.  R. 
Weissenau     .    . 
Weissenau     .     . 
Denkendorf   .    . 
Lichtenstem 
Weissenau     .     . 
Lichtenstem 
Heggbach      .    . 
St.  Blasien     .    . 
St.  Blasien     .    . 
Fridingen      .     . 
Esslingen       .    . 
Konstanz,  St.  Johann 
Schusseuried 
Komburg  . 
Salem   .     . 
Deutschorden 
Heggbach 
Heggbach 
Weissenau 
Komburg  . 
Allerheiligen 
Weissenau 
Salem    .    . 
Heggbach 
Weingarten 
Weissenau 
Komburg  . 
Lichtenstem 
Salem   .    . 
Salem    .    . 
Salem    .     . 
Komburg  . 
St.  Blasien 
Esslingen 
Salem   .    . 
Gotteszeil 
Gmünd,  Augustiner 
Löwenthal 
Weingarten 
Mehrerau 
Komburg  . 
Lichtenstem 
St.  Blasien 
Rottenburg,  Karmel. 
Lichtenstem 
Esslingen 


1269.  April  16 
1269.  Okt.  27 

1269.  Dez.  9 

1270.  Sept.  22 

1270.  Dez.  8 

1271.  .  .  . 

1271.  Mai  19 

1272.  März  15 
1272.  Juli  7 
1272.  Dez.  31 
1278.  Sept.  13 
1274.  April  27 
1274.  Juni  11 
1274.  Dez.  17 

1276.  .    .    . 

1277.  Febr.  10 

1277.  Juni  17 

1278.  Febr.  3 
1278.  Juni  6 

1280.  Mai  29 
1280  Nov.  23 

1281.  März  21 

1282.  Jan.  13 
1282  März  5 
1282.  April  22 
1282.  Dez.  6 

1282.  Dez.  6 

1283.  Jan.  13 

1283.  Febr.  5 

1284.  März  6 
1284.  Okt.  3 

1284.  Dez.  1 

1285.  Okt.  31 

1286.  .  .  . 
1286.  Jan.  14 
1286.  Juni  13 
1286.  Juli  14 

1286.  Okt.  18 

1287.  Febr.  23 
1287.  März  20 
1287.  Mai  11 

1287.  Juli  28 
Um  1288  .  . 

1288.  Jan.  4 
1288.  Juli  30 
1288.  Dez.  13 
1290.  Juli  20 
1290.  Okt.  8 

1290.  Nov.  23 

1291.  Jan.  25 
1291.  März  15 

1293.  Sept.  28 

1294.  Jan.  15 

1295.  Juli  2 

1296.  ... 


11,526 

11. 528 

11. 529 
11,580 
11.580 
11, 581 
11,582 
11,582 
11,533 
11,534 
11,534 
11,535 
11,586 
11, 537 
11,587 
11,588 
11,588 
11, 589 
11,540 
11, 541 
11,545 
11,545 
11,546 
11, 547 
11,548 
11,548 
11,548 
11,549 
11,549 
11,550 
11,550 
11,551 
11,553 
11,  553 

11. 554 

11. 555 

11. 565 
11,556 

11. 556 
11,  557 
11,557 
11, 559 
11,560 
11, 561 
11,  561 
11,  562 
11,  571 
11,564 
11,564 

11. 566 

11. 567 
11, 567 
11,568 
11,569 
11,569 


XXII 


Chronologische 


Übersicht  der  Nachtrüge  und  Berichtigungen. 


B.  Verzeichnis  der  Berichtigungen. 


St.  Gallen 

St.  Denis  . 

St.  Denis  . 

St.  Denis  . 

Eeichenau 

Buchau 

Würzburg 

Wimpfen  . 

St.  Gallen 

WUrzbiirg 

WUrzburg 

Einsiedeln 

Hirsau 

Weingarten 

Hirsau 

Weingarten 

Blaubeuren 

Sinsheim  .. 

Ochsenhausen 

Lorch    .    .    . 

Schaffhausen 

Schaffhausen 

Alpirsbach 

Neresheim 

Lorch   .    . 

Neresheim 

Komburg  . 

Weissenau 

Neresheim 

Lorch   .    . 

Weingarten 

Maulbronn 

Kreuzungen 

Weissenau 


Roth     .    ■. 

Weingarten 

Schönthal 

Marchthal 

Kreuzungen 

Roth     .    . 


Adelberg  .    . 
Berau   .    .    . 
Weissenau     . 
Bebenhausen 
Bebenhausen 
Adelberg  .    . 
Isny      .     .     . 
Bebenhausen 
Manlbronn     . 


708.  .    .    . 
777.    .    .    . 

777.  .    .    . 

782.  Sept.  16 

816.  Dez.  . 

819.  Juli  22 

823.  Dez.  19 

856.  Aug.  20 

879.  Mai  1 

889.  Nov.  21 

889.  Dez.  1 

972.  Aug.  14 

Zw.  1086  u.  1091 
1090.  Juni  11 
1095.  März  8  . 

1098.  April  30 

1099.  Jan.  25   . 

1100.  Jan.  6  . 
1100.  Dez.  31  . 

1102.  Mai  3  . 
1116 

1122.  Jan.  6     . 

1123.  Jan.  23  . 
1125.  Nov.  27 
1136.  April  24 
1144.  Nov.  15  . 

1149 

1152.  Mai  19  . 

1152.  Nov.  27 
1154 

1155.  Sept.  28 

1156.  Jan.  8  . 
1162—1182.  . 
1164.  Nov.  1    . 


1164. 

Nov.  15 

1170. 

1171. 

. 

1171. 

Mai  1 

1179. 

Dez.  25 

1181. 

Mai  5 

1181.  Juli  22  . 
Um  1185     .    . 

1186 

1188  (nicht  1227). 

1188 

1189.  April  25 
1189.  Mai  3  . 
Um  1190  .  . 
1192 


gedr. 

bericht. 

1,2 

4,475 

1,17 

11,  577 

1,19 

11,  577 

6,429 

11,577 

1,83 

1,412 

1,94 

1,412 

1,101 

3,461 

1,148 

2,445 

1,181 

5,459 

1,190 

3,464 

1,192 

3,464 

1,218 

1,413 

5,872 

7,482 

1,290 

5,459 

1,305 

6,484 

1,310 

5,460 

1,318 

6,484 

1,318 

11,  572 

1,321 

11,  573 

(2,446) 

1,334 

6,484 

1,341 

4,480 

1,347 

4,481 

1,354 

10,  557 

1,367 

3,465 

1,383 

6,485 

3,470 

5,464 

2,52 

3,471 

2,61 

11,573 

(4,482) 

2,67 

3,474 

2,77 

6,485 

2,83 

5,461 

2,100 

6,485 

2,138 

3,475 

2,147 

11,  573 

(3,  495 

4,482 

6,  485) 

2,149 

11,574 

2,158 

6,485 

2,160 

7,477 

2,164 

6,486 

2,204 

2,  449 

2,212 

11,  574 

(3,  495 

4,482) 

2,217 

7,478 

4,376 

11,576 

2,247 

2,450 

3,208 

6,486 

2,252 

7,478 

2,263 

7,478 

2,264 

3,475 

4,378 

7,480 

2,442 

4,383 

Bebenhausen 
Weissenau     . 

Kreuzungen 
Kreuzungen 
St.  Blasien 

Weingarten 

Herrenalb 

W^eissenau 

Marchthal 

Maulbrorm 

Salem    .     . 

Weissenau 

Wangen    . 

Weissenau 

St.  Blasien 

Weissenau 


Ulm,  Wengenkl 

Ulm,  Wengenkl 

St.  Blasien 

Marchthal 

Neresheim 

Weissenau 

Esslingen 

Esslingen 

Esslingen 

St.  Blasien 

Esslingen 

Schussenried 

Tübingen  . 

Weissenau 

Weissenau 

Weissenau 

St.  Blasien 

Weissenau 

Bebenhausen 


Herreualb 
Zwiefalten 
Salem    .    . 
Frauenthal 
Weissenau 

Neresheim 
Frauenthal 
Zwiefalten 
Herrenalb 
Wimpfen  . 
Allerheiligen 
Salem   .    . 
Anhausen 
Isny      .     . 


1193.  Juni  29 
1197.  Juli  30 


(1198.)  .  . 
(1198.)  .  . 
1199.  Mai  28 


1201.  .    .    . 
1213.  Aug.  24 
1215.  .    .    . 

1215.  April  28 

1216.  .    .    . 
1216.  .    .    . 

1216.  .    .    . 

1217.  Febr.  13 

1218.  .    .    . 

1219.  Jan.  26 
1219.  März  13 

1219.  Nov.  15 

1221.  Mai  10 

1222.  April  15 

1222.  Mai  28 

1223.  Mfirz  14 

1224.  Mai  9 

1225.  .     .    . 


1225.  .  .  . 
1225.  .  .  . 
1225.  Juni  7 
1225.  Juli  . 

1227.  Febr.  15 
1228  (oder  1236), 

1228.  Febr.  25 
1228.  April  15 
1228.  April  26 

1229 

1229 


1229.  März  8  . 

Um  1230  .  . 

1231.  AprU  2  . 
1281.  Aug.  9  . 
1232 

1232.  Mai  1  . 

1232.  Sept.  25 

1232.  (Okt.)  . 

1233 

1283 

1233.  Juni  4  . 
1233.  Aug.  16 

1234 

1286.  März  18 
1288 


gedr. 

2,296 
2,320 

2,325 
2,325 
2,331 

4,384 

4,383 

3,14 

3,18 

8,37 

3,38 

3,39 

3,63 

8,67 

3,75 

3,77 

3,88 

3,125 

3,132 

3,134 

8,144 

3,155 

3,179 

4,397 
4,399 
3,175 
3,176 
8,212 
3,239 
3,222 
3,226 
8,227 
3,240 
3,244 

3,252 

3,263 
3,282 
3,290 
6,459 
8,307 

8,312 
3,313 
5,424 
3,321 
3,330 
3,338 
3,337 
3,375 
8,407 


bcriclit. 

6,  486 

11,574 

(4,482) 

3,480 

3,481 

11,574 

(6, 486) 

5,466 

5,466 

4,483 

4,483 

6,486 

4,483 

4,483 

4,  390 

4,484 

11,574 

11,  574 

(4. 484) 
4,390 
4,395 

11,  575 
4,484 
7,478 
4,484 
4,484 

u.7,478 
7,481 
7,481 

11,  575 
4,484 
4,485 
6,487 
4,485 
4,485 
6,487 

11, 575 
5,462 

(4. 485) 
6,487 

u.7,479 
5,463 

11, 575 
4,  485 
7,484 
5,463 

(4,485) 
4,415 
6,487 
7,482 
6,512 
4,485 
6,488 
6,488 
4,486 
3,492 


Die  als  Anhang  gedruckten  Texte. 


XXIII 


Rotli     .    . 

Gnadentlial 

Wimpfen  . 

Scbussenried 

Salem   .     . 

Weingarten 

Salem   .    . 

Hohenlohe 

Hohenlohe 

Gnadenthal 

Hohenlohe 

Backnang 

Johanniter 

Gr.  T.  Wirteraberg 

Schäftcrsheim 

Weissenau     . 

Beuron      .    . 

Komburg  .    . 

Kirchberg 

Reielienbach 

Pfullingen 

Lichtenstern 

Lichtenstern 
Miuilbronn     . 
Weissenau     . 
Frauenthal    . 


1238 

1238.  April       . 
1238.  .Tnni   .    . 

1240.  Aug. 

1241.  Febr.  2-7 
1241.  Juni  17 
1241.  Aug.  29 
1243.  Febr. 
1243.  Febr. 
1243.  Sept.  18 

1245.  Mai  15 

1246.  April  3 
1249.  .  .  . 

1249.  Jan.  27 
Um  1250  . 

1250.  .  .  . 

1251.  .  .  . 

1251.  Sept.  24 
Um  1252  . 

1252.  .  .  . 
1252.  Okt.  21 

1254.  Dez.  12  bis 
1261.  Mai  25 

1255.  .    .     . 
1255.  Febr.  2 
12,56.  Jan.  4 
1257.  Mai  13 


gedr. 

boricht. 

3,410 

11,  575 

8,416 

4,427 

8,422 

4,486 

3,455 

4,486 

4,12 

4,487 

4,25 

4,487 

4,85 

4,487 

4,52 

7,480 

4,  .53 

7,480 

4,62 

6,512 

4,94 

6,512 

4,449 

11,576 

4,185 

4,488 

4,458 

6,489 

4,204 

6,512 

6,472 

11,578 

4,232 

4,489 

4,279 

5, 465 

4,281 

6,489 

4,290 

6,  489 

4,308 

11,  575 

5,75 

11,  676 

5,89 

11, 576 

5,92 

6,490 

5,145 

11, 577 

5,207 

6,491 

Herrenalb      .    .    . 
WUrzburg,  Stift  Neu 

mllnster 
Deutschorden 
Schönthal 
Kirchberg 
Weissenau  . 
Oberndorf 
Frauenthal  . 
Lichtenstern 
Gnadenthal 
Gnadenthal 
Gnadenthal 
Weingarten 
Kirchberg 
Lichtenstern 
Salem  .  . 
Lichtenstern 
Zvviefalten 
WUrzburg,  St.  Haug 
WUrzburg,  St.  Hang 
Gr.  V.  Löwenstein 
Ellwangen  .  . 
Herrenalb  .  . 
Gr.  V.  Hohenberg 
Gr.  V.  Helfenstein 


1258. 


1259. 
1259. 
1262. 
1263. 
1264. 
1264. 
1264. 
1265. 
1268. 
1268. 
1268. 
1270. 
1273. 
1275. 
1280. 
1283. 
1285. 
1286. 
1286. 
1288. 
1291. 
1292. 
1292. 
1295. 


'•edr. 

6,228 

Febr.  13      . 

5,456 

April  6  .    . 

5,296 

Aug.  1    .    . 

6,73 

Juli  25  .    . 

6,125 

März  11      . 

6,141 

Mai  27   .    . 

6,14« 

.luni  18       . 

6,149 

März  26      . 

6,193 

April  22     . 

6,391 

April  22     . 

6,392 

April  22     . 

6,393 

Nov.  13       . 

7,119 

7,225 

Febr.  5   .    . 

7,352 

Juni  9    .    . 

8,227 

März  12      . 

8,387 

9,5 

Juni  2—8  . 

9,86 

Juni  14 

9,87 

AprU  26     . 

9,206 

Febr.  23      . 

9,437 

Jan.    .     .    . 

10,8 

Febr.  10      . 

10,19 

Sept.  30      . 

10, 398 

barlcht. 

6,491 

7,483 
7,482 
7,483 
7,488 

11,  577 
7,483 
6,494 

11,577 
7,484 
7,484 
7,484 

11, 578 
8,493 

11. 578 
11, 679 

11. 579 
11, 579 
11,  579 
11, 579 
11, 579 
11,580 
10,  559 
10, 659 
11,581 


III. 


Die  als  Anhang  gedruckten  Texte. 

Band  1,  S.  389 — 405.    Das  Komburger  Schenkungsbuch  aus  dem  Anfang  des  zwölften  Jalirhuuderts. 
Band  2,  S.  389—419.    Das  Schenkungsbuch  des  Klosters  Reichenbach.    Vgl.  dazu  Baud  6,  S.  439—454. 

S.  420  f.    Schenkungen  an  das  Kloster  Zwiefalten  1137  (vgl.  S.  450). 

S.  421—424.    GUtererwerbungen  des  Klosters  Ottobcuren  (1182  und  1198). 

S.  426.    Heberegister  des  Klosters  Ellwangen.    (Anfang  des  13.  Jahrhunderts.) 

S.  426 — 435.    Die  Bestätigungen  der  angeblichen  Schirmbriefe  Kaiser  Friedrichs  I.  fUr  das  Klosters  Weingarten 
durch  spätere  Kaiser. 

S.  436.    Rege-steu   einiger  längst  verlorenen  Urkunden  nach   dem  Wortlaute  der  Repertorien,  in   welchen  sie 
nachgefUhrt  werden. 
Band  4,  S.  I— LXXVI,    Zwei  Weingartener  Codices  aus  der  zweiten  Hälfte  des  1.3.  Jahrhunderts. 


4936. 

Esslingen  1297. 

Elisabeth,   Wittce  Diepolds  von  Bernhausen  gibt  dem  Kloster  Adelberg  60  ff>  Heller. 
Dafür  soll  ihr  das  Kloster  ihr  Lebenlang  jährlich  4  ffi  geben. 
Actum  Esslingen. 
Regest  bei  Gabelkhover,  Kollectaneen  (Hdschr.  d.  StA.  n.  48  8)4,  Bl.  1332''. 


4936. 

Der   Edle    Gerlach   von   Breuberg    beurkundet    zugunsten    des   hl.    Grabs    in    Speier,    kein 
Recht  auf  bestimmte  Einkünfte  in  Güglingen  zu  haben. 

1297.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Nos  Gerlacus   nobilis    de  Bruberg  recognoscimus  pro  nobis  et  nostris  heredibus 

universis   publice   per   presentes,    in   redditibus   sex  librarum  Hallensium  de  censibus 

in  Gugelin||gen  in  festo  beati  Martini  solvendarum  et  in  redditibus  perpetuis  duarum 

carratarum  vini   solvendarum  de   tertia   parte  vini  crescentis  annuatim  in  vinea  dicti 

Kude   et   in  ||   vinea   dicti  Stumink  que   site   sunt   in   monte  dicto  Richenfurth  et,  si 

in   vineis   predictis   esset  defectus  quod  due  karrate  predicte  uon  possent  solvi,  tune 

ille  supplendus  ||  erit  de  vino  meliori  quod  dicitur  erbeimer  in  marca  Gugelingen 

integre  et  complete,  nichil  omnino  nobis  aut  heredibus  nostris  dominii  vel  iuris  com- 

petere,   sed   eosdem  redditus   fratribus    donius  sancti  sejjulcri  Spirensis  ex  venditione 

nobilis  viri  ßudolphi  de  Niphen  annuatim  deberi  et  solvendos  esse  iuxta  formam  in 

instrumento  super  hoc  confecto*)  contentam  absque  quolibet  impedimento  nostro  aut 

heredum  nostrorum  pro  eo,    quod  redditus  antedicti  cum  iure  patronatus  ecclesie  in 

Gugelingen  et  eiusdem  ecclesie  iuribus  et  attinentiis  universis  dudum,  antequam  pro- 

prietatem  seu  dominium  opidi  predicti  essemus  adepti,  ad  predictorum  fratrum  sancti 

sepulcri  proprietatem  atque  possessionem  liberam  fuerant  legitime  devoluta,  sie  quod 
XI.  1 


2  1297. 

rutione'')  dominii  dicti  opidi  ad  nos  postmodum  devoluti  nichil  iuris  nobis  debebimus 
aut  de  iure  poterimus  vendicare  in  bonis  omnibus  prenotatis  in  sepedictorum  religio- 
sorum  preiudicium  aut  gravamen.  In  cuius  nostre  recognitionis  testimonium  bas 
litteras  nostri  sigilli  robore  communimus. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  VII. 

Ital.  Pei-g.  Bruchstück  eines  Reitersiegels  an  grünen  Seidefäden. 

a)  Nach  confecto  steht  ein  überflüssiges  et. 

b)  Nach  ratione  ist  seu  gestrichen. 


4937. 

Markdorf  1297.      Ohne   Tagesangabe. 

Ulrich    von   Weiler,    seine  Frau    und   deren    Sohn  Konrad   von  Bitzenhofen   verkaufen 
an  Kloster  Heiligkreuzthal  einen  Eigenmann. 

Deutscli.  —  Abdruck:  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,43  n.  153. 


4938. 
1297. 

Herzog  Konrad  von  Teck  freit  das  Kloster  Herrenalb  vom  Zoll  in  Bretten  (quicquid 
in  civitatem  nostram  Brethaim  duxerint). 

Gabelkhover,  Kollektaneen  (Hdsehr.  d.  StA.  48»)  1,  Bl.  14'-.  —  Regest:  Württ.  Jahrb.  1846  S.  138,  ebenfaUs 
nach  Gabelkliover  mit  Tagesdatum :  August  23. 


4939. 

Kunz   Ebelins   Sohn    überlässt   dem  Kloster  Kirchberg   alle   seine   Lehen    und   seinen  Hof 

in  Hardt  gegen  Kachlass  aller  seiner  Schulden. 

1297.      Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Alle,  die  disen  brief  sehent  aide  horent  lesen,  die  ""süln  daz  wizzen,  daz  ich 
Kunze  Ebelinz  ||  sun  mich  verzigen  han  mit  allem  reht  der  lehen  die  ich  hete  von 
minen  frowan  ||  von  Kilperc  und  swaz  ich  mit  in  ze  schaffenne  hete  und  och  ininer 
eigener    hoveste||te,    die    ich   ze  Harde   hete,    die  sü  umme  mich  haut  geköfet.     Und 


•    1297.  3 

dar  umme  hant  si'i  mir  vani  gelaii  sechzehen  malter  rocken  Ti'iwinger  mez,  dii  uf  dem 
gute  stunden,  und  drizzeg  Schillinge  TiWinger  und  sehzelient  zins  und  dritelialp 
hundert  feiger  und  sechz  hünr.  Und  vergihe  an  disem  brieve,  daz  ich  noh  dehein 
rain  erbe  nüzenet  me  ze  schaffenne  haben  mit  den  frowan  von  Kilperc.  Gezüge,  die 
hier  an  warn,  daz  waz  herre  Wernher  Zimmerli,  herre  Heinrich  der  Dürre,  herre 
Heinrich  der  Bi'iringer  und  Friderich  sin  brüder,  Wernher  Fulhaber,  Berhtold  der 
Esel  und  Wolf  von  Heigerloch,  Benze  der  voget  von  Harde  und  Berhtold  Zobelli 
und  unser  bruder  drie,  bruder  Künrad  der  gastmeister,  bruder  Heinrich  der  Nater, 
bruder  Heinrich  der  Riter  und  ander  biderbe  lAte,  die  diz  sahen  und  hortan.  Daz 
diz  war  si  und  stete  blibe,  dar  uinine  henket  der  vor  genante  herre  Wernher  Zimmerli 
sin  insigel  an  disen  brief. 

Diz  beschach  do  man  zalte  von  gottez  gebiirte  tusent  zwei  hundert  nünzec  und 
in  dem  siibende  jar,  in  dez  alten  schultheizzen  huz. 

Siegel  abgegangen.  —  Abdruck:  Schmid,  Monum.  Hohenberg.  133. 


4940. 
Diepoldsburg.     1297. 


Wolffjaiiy  roll  Altensteig  schenkt  nin  seines  und  seiner  Vorfahren  Seelenheils  willen 
mit  Ztisfimmimf/  des  Herzogs  Hermann  von  Teck,  dessen  Ministeriale  er  ist,  dem  Kloster 
Kirchheim  einen   Weinberg. 

Siegler:  Herzog  Hermann  von  Teck. 

Testes :  harr  Conrad  der  Münch  von  Tettingen,  herr  Conrat  der  Rüsz  von  Kirchen, 
herr  Marquart  von  Liechteneck,  herr  Hainricli  von  Thomnau,  heiT  Heinrich  von 
Randeck  ritter,  magister  Ulrich  von  Neidlingen  ducis  Hermanni  scriba,  Heinrich 
Ratz  und  Rudolf  der  amman  von  Biszingen. 

Factum  zu  Diepolsburg  MCCLXXXXVH. 

Regest  in  Excerpta  Cnisiana,  Handschrift  der  Universitätsbibl.  Tübingen,  sign.  M.  h.  ;5G9,  S.  7+4. 


1297. 
4941. 
1297. 


Berthold  Lötho,   Vogt   von  Bulach  verkauft   an  Kloster  Beuthin  den  halben   Teil  des 
Schlosses  und  Dorfs  Unterschivandorf. 

Eintrag  im  Repertorium  Reutliin  nach  dem  verloren  gegangenen  Original. 


4942. 
1297. 

Eberhard  von  Lupfen  Graf  zu  Stühlingen  eignet  dem  Kloster  Rottenmünster  nach 
Heinrich  Cunin  seligen  Wirtin  Tod  einen  Äcker  ob  Rottenmünster  in  dem  Vollabrunneu 
neben  Blödelins  akher. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Dokumentenbuch  des  Kl.  Rottenmünster  S.  358. 


4943. 
1297. 

Johann  der  Junge  von  Schiltegg  und  Werner  sein  Bruder  verkaufen  an  Rottenmünstei- 
ihren  Teil  der  Äcker  hinder  Hohenmuren  um  32  Mark  Silber  und  geben  die  Lehenschaft 
den  Herzogen  von  hsUngen  auf,  die  darauf  die  Äcker  dem  Kloster  zu  ainer  rechten 
gift  und  seelgeräth  eignen. 

Siegler:  Die  beiden  Herzoge  von  Irslingen,  die  Aussteller  und  die  Stadt  Rottweil. 

Dokumentenbuch  des  Kl.  Rottenmünster  S.  3B8. 


4944. 
1297. 


Werner  von  Zimmern  ein  frey  empfangt  von  Rotenminster  30  S  und  begibt 
sich  aller  ansprach  an  des  kellers  mile  zu  Oberndorf;  item  umb  den  hof  zu  Hardt- 
hausen,  so  Walther  Banas  baut,  umb  den  hof  zu  Staig,  umb  ain  hof  zu  Tautmoringen, 


1297.  5 

dergestalt  das  frow  Hiltrud  von  Wartenberg  ain  closterfrow  die  niile  zu  Oberndorf 
ihr  lebenlang  zu  geniessen  habe.  Nach  ihrem  tod  mög  er  dieselbe  inner  3  jähren 
wider  an  sich  lösen  mit  12  marck  silbers,  die  andere  gieter  aber  sollen  dem  gotts- 
haus  verbleiben.     Besiglen  neben  ihme  die  herren  der  stat  Rottwil. 

Dokiimenteiibucli  des  Kl.  Rotteiimünster  S.  283. 


4945. 

Graf  Hermann  von  SuJz  verkauft  an  Berthold  und  Heinrich  von  Justingen  um 
25  Mark  Silber  folgende  Güter  zu  Gönslingen:  die  hub  da  Luitold  und  der  maier  von 
Zimmern  bawen,  giltet  12  schofel  kernen  12  schofel  haber,  halbe  hub  die  Albrecht 
Löchli  baut,  giltet  2  malter  kernen,  halbe  hub  die  Conrad  und  Burcard  die  Ruwel 
bawen,  5  schofel  kernen. 

Siegler:  Der  Aussteller,  Heinrich  und  Reinold  die  Herzoge  von  Irslingen. 

Dokiimentenliuch  des  Kl.  Rottenmünster  S.  277.  Eine  zweite  Ausfertigung,  ebenda  verzeichnet,  nennt  als 
Gült  der  ersten  Hube  6  Malter  Kernen,  14  Scheffel  Haber,  die  erste  halbe  Hube  ist  nicht  erwilhnt,  die  zweite 
gültet  3  Malter  Kernen,    7  Scheffel  Haber.     Die  Herzoge   von  Inslingen    sind    als  Oheime   des   Grafen   bezeichnet. 


4946. 

1297. 

Änselm    und  Konrad    von   Wartenberg  geben  Burkhard  Holberspach  einem  Bürger  zu 
Rotttceil  die  Eigenschaft  eines   Guts  zu  Dürbheim  genannt  Höwelinsgut. 

Dokumentenbucli  des  Kl.  Rottenmünster  S.  145. 


4947. 

1297. 

Fünfzehn  Krzbischöfe  und  Bischöfe  verleihen  allen  tcahrhaft  Bussfertigen  und  Beich- 
tenden, die  an  den  höchsten  und  andern  Festtagen  des  Jahres  die  Pfarrkirche  in  Schorn- 
dorf (Schorndorfensem  ecclesiam  fundatam  in  honore  sanctorum  Basilidis  Cyrini  Naboris 
Nazarii   atque  Celsi)  besuchen,   Messe  oder  Predigt  darin  hören,  die  dem  Priester  der  mit 


6  1297.     Januar. 

dem  Sakrament  zu  Kranken  yeht,  auf  dem  Hin-  oder  Rückweg  andächtig  das  Geleite  geben, 
zum  Bau,  Lichtern,  Gewändern,  Schmuck  oder  atidern  Bedürfnissen  der  Kirche  Hand- 
reichung tun,  auf  dan  Sterbebett  etwas  für  sie  vermachen,  nee  non  quicunque  ad  reve- 
rentiam  et  honorem  beate  Marie  in  pulsatione  campane  ad  completorium  salutationem 
angelicam  ter  dicerent  mente  devota,  einen  Ablass  von  40  Tagen  für  Tod-  und  von 
einem  Jahr  für  lässliche  Sünden,  tmter  Voraussetzung  der  Zustimmung  des  Diözesatibischofs. 

Auszug  von  Gabelkhover  in  Hdschr.  136  des  StA.  =  Crusius  3,  3,  13  S.  184. 


4948. 

1297.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Der   Konvent   von    Sirnau    leiht   dem   Konrad  Fogel,    seiner  Frau    und   seinem   Sohn 
eine  Wiese  zu  Altbach. 

Esslinger  ÜB.  1,  122  n.  288  nach  dem  Orig.  in  Esslingen.    . 


4949. 

1297.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Schwester  Guta   die  Luzmannin    und  Schicester  Summertvunin   vermachen  dem  Kloster 
Sirnau  ein  Pfund  Gült  zu  einem  Seelgeräte. 

Esslinger  ÜB.  1,  123  n.  289  nach  dem  Oiig.  in  Esslingen. 


4950. 

1297. 

Abt  Hermann  von  Weingarten  belehnt  den  Kimrad  Gandener,  Burggraf  auf  Tirol, 
mit  einer  Wiese  und  einem  Acker  zu  Naturns  in  Schirnan,  welche  dem  Stifte  zwei  Hühner 
Zinsen. 

Eintrag  im  Schatzarchiv-Register  des  K.  K.  Statthaltereiarchivs  in  Innsbruck,  abgedruckt  im  .4rchiv  für 
Geschichte  und  Altertumskunde  Tirols  2,  1865,  S.  381  n.  282. 


1297.     Januar.  7 

4951. 
Ohne  Ortscinyu/jc.      12U}.     Januar. 

Heinrich  von  Hüfinyen  (Hevingen)  der  Sohn  Ritter  Reinhards  beurkundet,  dass  die 
Grafen  (illustres  domini  —  —  comites)  Heinrich  und  Otto  Söhne  Simons  von  Zwei- 
briicken  von  ihm  den  Fronhof  in  Merklingen  (curiam  in  Merckelingen  dictani  fronhof) 
den  Graf  Simon  seinem  Vater  um  70  B>  Heller  verpfändet  hatte,  um  die  Ffandsumme 
ausgelöst  haben  (redemerunt),  und  verzichtet  auf  alle  Ansprüche. 

Siegler:  Die  Stadt  Weil  und  der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCCXCVII.,  mense  Januario. 

Ital.  Perg.  Siegel  1)  bescliildigt,  Stadt  Weil,  s.  Bd.  7  S.  3(i3.  2)  schildtönnig,  40,40  mm.,  Topflielm  mit  drei- 
mal, oben  und  7.11  beiden  Seiten,  wiederliolter  Figur,  die  wohl  als  Topf  (scluväb.  Hafen,  Mf'lirznlil  Uiifen)  zu  deuten 
üst ;  Umschrift :  -|-  .  S  .  HEINRICI  .  DE  .  HEVINGIN  .  -  .-Vbdmck :  ZGORh.  2,  4Ö7. 


4952. 

Ohne  Ortsa)t(/abe.     1297.     Januar. 

Die  Brüder  Heinrich  und  Otto  von  Gottes  Gnaden  Grafen  von  Zweibrücken  ver- 
kaufen (vendidimus)  dem  Kloster  Herrenalb  um  450  U  Heller  das  Dorf  Merklingen 
(villam  Merckelingen  et  omnia  que  ibidem  habuimus  vel  habere  visi  sumus)  und  ver- 
pflichten sich,  falls  etwas  von  dem  verkauften  Besitz  Lehen  sein  sollte,  die  Freilassung  zu 
bewirken  (per   restaurum  melius  vel  equivalens  absolvamus). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCCXCVII.,  mense  Januario. 

Ital.  Perg.  Siegel  s.  Bd.  10,  S.  408.  -  Abdruck :  ZGORh.  2,  458. 


4953. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Januar. 

Berthold  der  Sohn  weiland  Ritter  Konrads  genannt  Vogt  von  Remchingen  verkauft 
(vendidi)  mit  Hand  und  Zustimmung  seiner  I*fleger  der  Ritter  Schweneger  von  Remchingen 
seines  Oheims  und  Hermann  von  Königsbach  sein  Dorf  und  Mark  Auerbach  mit  Vogtrecht 
und  aller  Zubehörde  (villam  meam  et  marchiam  l'rbach,  ins  advocatie  dube  frevel 
stiure  bete  einunge  census  redditus  usufructus  pullos  liAbetreht  hertreth  cum 


8  1297.     Januar. 

Omnibus  hominibus  propriis,  qui  tunc  mihi  attinebant  et  ibidem  tunc  temporis  mora- 
bantur,  et  omnia  iura  ibidem  herberge  et  utilitates  in  campis  silvis  agris  pratis 
aquis  viis  inviis  alraendis  communitatibus  et  commoditatibus  universis  besüht  et 
umbesüht,  exceptio  sex  hübis  que  fuerunt  obligate  domine  Adel  .  de  Elgeslieim 
ratione  sponsalium  cui  successit  filia  sua  Kunegundis  coniux  Hugonis  de  Bernnecke 
ratione  hereditatis,  super  quibus  solummodo  habet  consuetam  pensionem  frumenti 
Hallensium  et  pullorum,  reliqua  vero  omnia  iura  ins  advocatie  dube  frevel  her- 
berge et  cetera  que  omnia  ad  me  spectabant  vendidi  monachis  de  Alba)  um  380  S 
Heller  an  Kloster  Herrenalb,  inif  dem  Recht  die  sechs  Hüben  um  den  achtfachen  Ertrag 
(quamlibet  marcam  reddituum  pro  octo  marcis)  zurückzukaufen.  Die  Bauern  von  Auer- 
bach haben  'Teil  an  der  Nutzung  und  Weide,  die  auch  den  Bauern  von  Nöttingen,  Darms- 
bach und  Muschelnbach  zusteht,  und  können  innerhalb  ihrer  Markung  Bannwarte  aufstellen 
wie  jene.  Sie  haben  ferner  das  Recht  Brenn-  und  Bauholz  in  dem  Wald  in  der  Rannen  zu 
schlagen  wie  die  von  Nöttingen,  ohne  Einsprache  von  diesen  oder  denen  von  Singen  und 
Wilferdingen,  die  angeblich  dasselbe  Recht  besitzen.  Da  diese  Besitzungen  Lehen  von 
Rudolf  von  Rosswag  sind,  gibt  er  sie  diesem  auf  und  macht  ihm  zum  Ersatz  seine  Güter 
in  Wöschbach  (Wesebach)  und  seine  Weinberge  in  Königsbach  zu  Lehen.  Rudolf  von 
Rosswag  bekundet  seine  Zustimmung  und  eignet  Auerbach  dem  Kloster.  Der  Verkäufer 
stellt  Bürgen  in  certitudinem  venditionis  et  pagationis  secundum  viam  iuris  und  alse 
ein  reht  ist:  die  Ritter  Schweneger  von  Remchingen,  Ulrich  von  Wössingen,  Hermann  von 
Königsbach  und  Albert  genannt  Bube  von  Neuweier  (Negenwilre),  mit  der  Verpflichtung 
zum  Einlager  in  Pforzheim  oder  Bretten. 

Siegler:  Rudolf  von  Rosswag,  der  Aussteller  und  die  Bürgen. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCXCVII.,  mense  Januario. 

Druck  in  ZGORh.  2,  459  nach  dem  Orig.  Perg.  in  Karlsruhe  mit  fünf  Siegeln.  —  Früherer  Druck :  Jleichsner, 
Decis.  camerariae  4,  668. 


4954. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Januar. 

Rudolf  von  Rosswag  Albere  condicionis  homo  beurkundet,  dass  weiland  Ritter  Kon- 
rad genannt  Vöt  von  Remchingen  mit  seiner  Genehmigung  seinem  noch  minderjährigen 
Sohn  Berthold  als  Träger  seiner  Lehen  den  Ritter  Schweneger  von  Remchingen  und  Albert 
genannt  J3übe  von  Neutceier  (Negenwilre),  seine  Brüder  C.  und  Dietrich  Söhne  weiland 
Bertholds  des  Altern  von  Remchingen,  ferner  Hermann  von  Königsbach,  H.  von  Höfingen 
und  C.  von  Hornberg  bestellt  und  dass  er  gestattet  habe,  dass  Bertholds  Schwestern  Adel- 


1297.     Januar  6.  9 

heid  und  Gertrud,  wenn  sie  ihren  Bruder  überleben  und  dieser  keine  lehensfähigen  Kinder 
hinterlässt,  in  seine  Lehensrechte  eintreten.  Nach  Erlangung  des  lehensfähigen  Alters 
(cum  —  —  annos  ad  recipienda  feoda  attigisset)  hat  Berthold  seihst  die  Lehen  emp- 
fangen und  nun  das  dazu  gehörige  Dorf  Auerbach  an  Kloster  Herrenalb  verkauft,  indem 
er  dafür  zum  Ersatz  seine  Güter  in  Wöschbach  und  seine  Weinberge  in  Königsbach  zu 
Lehen  gemacht  hat.  Rudolf  von  Rossiväg  bekennt,  dass  dieser  Ersatz  ausreichend  sei,  über- 
trügt das  Dorf  Auerbach  mit  aller  Zubehörde  dem  Kloster  und  verzichtet  auf  alle  Rechte. 
Adelheid  und  Gertrud  die  Schimstern  Bertholds  verzichten  mit  Hand  und  Zustimtnung 
ihrer  Ehemänner  H.  von  Rodeck  und  Konrad  von  Böckingen  auf  ihre  Rechte  und  übergeben 
durch  die  Hand  Rudolfs  von  Rosswag  ihrerseits  das  verkaufte  Dorf  an  das  Kloster. 

Siegler:  Der  Aussteller,  der  Ritter  Schweneger  von  Remchingen,  Hermann  von  Königs- 
hach  und  Albert  genannt  Bube  von  Neuweier,  ferner  Berthold  von  Remchingen,  H.  von 
Rodeck  und  Konrad  von  Böckingen. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCXCVII.,  mense  Januario. 

Dnick  in  ZGOHh.  2,  461   nach  dem  Orig-.  Perg.  in  Karlsruhe  mit  7  Siegehi. 


4955. 

Bischof  Mangold  von   Würzburg  beurkundet,   dass   er  mit  vier   Würzburger  Domherrn  auf 
ihre  Stellung  als  Schiedsrichter  für  den  Deutschorden  in  dessen  Streit  mit  den  Johannitern 

in  Mergentheim  verzichtet  habe. 

Würzburg  1297.     Januar  6. 

Manegoldus  dei  gratia  episcopus  Herbipolensis  tenore  presentium  publice  profi- 
tenmr,  quod  cum  in  causa  que  inter  ||  viros  religiöses  .  .  commendatorem  et  fratres 
domus  hospitalis  in  Mergentheim  ex  una  et  .  .  commendato||reni  et  fratres  Theuto- 
nicos  domus  ibidem  ex  pai-te  altera  vertitur,  in  nos  et  VIII  personas  videlicet  ex 
parte  hos||pitalariorum  Lupoldum  de  Wiltingen  prepositum  ecclesie  sancti  Johannis 
in  Hauge,  Heinricum  de  Rannenberg  archidiaconum  et  Hermannum  de  Liebesberg 
nostre  ecclesie  cunonicos  ac  magistrum  Gerwicum  iamdicte  ecclesie  in  Hauge  canoni- 
cum, ex  parte  vero  fratrum  Theutonicorum  Heinricum  de  Weclimar  prepositum 
maiorem,  Albertum  de  Lewenstein  scolasticum,  Andream  de  Gundelvingen  prepositum 
Onolspacensem  et  Wolframum  de  Grumbach  prepositum  ecclesie  Novi  Monasterii 
dicte  ecclesie  nostre  canonicos  de  voluntate  et  consensu  utriusque  partis  esset  tam- 
(juam  in  arbitros  compromissum  ipseque  partes  intricare  dictam  causam  disputatio- 
nibus  et  allegationibus  variis  niterentur,  nos  arduis  nostre  ecclesie  prepediti  negotiis 

XI.  2 


10  1297.     Januar  13. 

(liftinitioni  dicte  cause  intendere  non  valeutes  compromisso  de  quo  predicitur  in  nos 
et  dictos  IUI  ex  parte  fratrum  Theutonicorum  predictorum  electos  facto  omnique 
iuri  et  potestati  nobis  ex  eiusdem  comproinissi  vigore  competenti  una  cum  ipsis  IUI 
personis  renuntiavimus  et  renuntiamus  simpliciter  et  precise  ipsasque  partes  ad  iura 
sua  priora  remittimus  ac  fideiussores  ex  utraque  parte  super  pena  qua  vallatum  fuit 
arbitrium  per  nos  promulgandum  solvenda  dattDS  absolvimus  et  presentibus  dicimus 
absolutos.  In  quorum  premissorum  testimonium  hoc  scriptum  nostro  et  predictarum  IUI 
personarum  ex  parte  fratrum  Theutonicorum  electarum  sigillis  est  diligentius  robo- 
ratum.  Nos  quoque  H.  prepositus,  AI.  scolasticus,  Andreas  prepositus  Onolspacensis 
et  Wolframus  ecclesie  predicte  Kovi  Monasterii  prepositus  supradicti  ex  parte  sepe- 
dictorum  fratrum  Theutonicorum  electi  premissa  omnia  sie  recognoscimus  esse  facta 
sigilla  nostra  in  eorundem  evidentiam  presentibus  appendentes.  Testes  autem  qui 
hiis  prelibatis  interfuerunt  sunt:  frater  Gotfridus  de  Hohenloch  preceptor  ordinis 
fratrum  Theutonicorum  per  Alamaniam,  frater  Engelhardus  in  Horneke,  frater  Her- 
mannus  Lesche  in  Mergentheim,  frater  Albertus  in  Swinfurte  commendatores,  frater 
Volpertus,  frater  Reinhardus,  frater  Eberswinus  ipsius  ordinis  fratres,  nobilis  Crafto 
de  Hohenloch,  Engelhardus  de  Bebenburg,  Hermannus  Lesche,  Lupoldus  de  Wil- 
tingen,  Andreas  dictus  Zobel,  Gotfridus  dictus  Betelman  milites  et  plures  alii  clerici 
et  laici  fide  digni. 

Datum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  VII.,  VIII.  idus  Januarii,  ponti- 
ficatus  nostri  anno  IX. 

Fünf  spitzovale  Siegel  an  roten  und  blauen  Leinenfäden :  1)  des  Bischofs,  von  grünem  Wachs,  s.  Bd.  U 
S.  358.  2)  6B,42  mm.,  über  gotischem  Baldachin  Brustbild  des  hl.  Kilian  mit  Stab  und  Buch,  unten  ein  stehender 
Geistlicher  mit  erhobener  Rechten  ;  Aufschrift  oben :  S  •  KILI||ANVS,  Umschrift :  S  ■  HENR  •  DE  •  WECHMAR  •  PPÖI  • 
EGGE  •  HERBIPOL.  3)  des  Albert  von  Löwenstein,  beschädigt,  c.  B5,38  mm.,  oben  die  Steinigung  des  Stephanus 
(der  Heilige  kniend  zwischen  zwei  stehenden  Personen),  darüber  der  geöffnete  Himmel  nach  Acta  7,  5.5  angedeutet 
durch  Mond  und  Stern,  zwischen  denen  wie  es  scheint,  eine  Türe ;  unten  der  kniende  Siegelinhaber  mit  einem 
Wappentier,  dem  Löwen  auf  Dreiberg  hinter  sich ;  Umschrift :  .  .  .  RBIPOLEN  •  et  •  PPOITI  •  [MOSJBAGEN  • 
4)  60,40  mm.,  stehender  Heiliger  im  Bischofsornat  mit  Stab  und  Buch ;  Aufschrift :  S  •  GVNRADVS  •,  Umschrift : 
t  •  S  ■  AN  •  DE  ■  GVDILVIGE  •  PPTI  •  ONOLSPAC  •  ARCHID  •  HERBI  •  5)  des  Propsts  Wolfram  von  Neumünster- 
stift, s.  Bd.  10,  154.  —  Regest:  Weller,  Hohenloh.  ÜB.  1,  41G  n.  58G. 


4956. 
Born   1297.     Januar  IS. 


Papst   Bonifazius  VIII.  bestätigt   dem  Abt   und   Konvent   von   Elhoangen   alle   seine 
Privilegien  und  Indulgenzen. 


1297.     Januar  15.  U 

Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  idus  Jaiiuarii,  pontificatus  nostri  anno 
secundo.  —  Solet  annuere. 

Ital.  Peig.  An  roten  und  gelben  Seidefäden  die  Bieibulle.  Auf  dem  Umschlag  rechts  A.  Romann  M.  (?),  links 
unter  demselben  Kostenvermerk,  zwei  wagrechte  Striche  nebeneinander,  darunter  Sic  böv,  oben  rechts  in  der  Ecke  N, 
zweimal  durchstrichen.  Auf  dem  Rücken  oben  in  der  Mitte :  J.  d"  •  Ancön.,  danmter  flüchtig  geschrieben  cü  ni  (?), 
vielleicht  der  Vermerk  des  Korrektors ;  links  in  der  Ecke :  b. 


4957. 

Die  Laienschwester  Mechthild  Hellekünin  in  JRetälingett  bestätigt  das  Vermächtnis 
ihres  Vaters  an  das  Predigerkloster  in  Esslingen  und  das  Kloster  Weissenan. 

Reutlingen  1297.     Januar  15. 

Üniversis  presentes  litteras  inspecturis  soror  Methildis  conversa  in  Rütlingen 
dicta  Hellekünin  notitiam  subscriptorum.  Noverint  omnes  et  singuli,  quos  nosse 
fuerit  oportunum,  quod  cum  pater  mens  Walther  dictus  Helleküne  pie  memoria 
fratribus  ordinis  Predicatorum  domus  Esslingensis  anteriorem  domum  nostram  in 
RiUlingen  iuxta  domum  H.  dicti  Fronemaiger  sitam,  fratribus  vero  Augie  Minoris 
ecclesie  sancti  Petri  domum  nostram  posteriorem  ibidem  cum  orto  eidem  domui 
attinente  et  horreo  ac  via  a  latere  domus  ducente  ad  horreum  de  consensu  meo  in 
remedium  animarum  nostrarum  donaverit  adhuc  vivens  post  mortem  nostram  paci- 
fice  et  libere  possidendas,  ego  ad  future  litis  calumpniam  que  super  hiis  posset 
accidere  precavendam  eandem  donationem  sie  factam  utroque  conventuum  predictorum 
innovavi  sub  protestatione  et  testimonio  fide  digno  ipsamque  presentibus  iterum 
approbo  et  confirino,  hoc  adiciens  et  ordinans  de  consensu  conventus  ecclesie  Augie 
Minoris  supradicte,  quod  tertia  pars  orti  superius  memorati  et  iter  seu  transitus  ad 
eundem  ortum  fratribus  Predicatoribus  predictis  debeat  pertinere.  Quod  si  dein 
[injopia  mea  magna  exegerit  aut  paupertas  volo,  ut  non  obstante  tali  donatione  pre- 
dictas  domos  vendendi  liberam  habeam  facultatem.  Verum  et  hoc  pie  memorie  pater 
mens  tempore  donationis  huius  in  })acto  posuit  et  ego  id  ipsum  volo  et  ordino  per 
presentes,  ut  fratres  Augie  Minoris  in  preiudicium  fratrum  Predicatorum  nullum  edi- 
ficium  erigant  circa  stupam  ipsorum  eiusdem  lumina  obfuscando.  Volo  insuper  ut 
iam  dicti  fratres  ecclesie  Minoris  Augie  de  ovibus  et  peccoribus  meis  que  tempore 
obitus  mei  in  Bernloch  eorum  curia  remanserint  aut  recipiantur  ibidem  quartaui 
partem  habeant  nomine  testamenti. 


12  1297.     Januar  17. 

Acta  sunt  hec  in  Rütlingen,  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  in  die  sancti  Mauri 
abbatis,  presentibus  et  vocatis  in  testimonium  fratre  Bur.  priore  et  fratribus  Balde- 
maro,  H.  de  Urach  et  Eticane  ordinis  Predicatorum  domus  Esslingensis  ac  fratre 
Walthero  converso  de  Bernloch  nee  non  et  civibus  consulibus  seu  iudicibus  civi- 
tatis Kütilingen  Walthero  de  Haigingen  et  Cunrado  de  Husen,  in  quorum  omnium 
presentia  hec  sunt  facta,  ac  sigillorum  conventus  ecclesie  Minoris  Augie  sepedicte  et 
universitatis  civium  in  Rütlingen  munimine  roborata.  Ceterum  nos  abbas  totusque 
convenlus  ecclesie  sancti  Petri  Augie  Minoris  formam  donationis  ac  ordinationis  pre- 
habite  acceptantes  in  signum  ratehabitionis  sigillum  nostrum  presentibus  duximus 
appendendum. 

Esslingen.  Kopb.  P  des  Predigerklosters  aus  dem  Anfang  des  15.  Jaliiii.  auf  Perg.,  Bl.  3.Ö''  Nr.  91.  —  Regest: 
Esslinger  ÜB.  1,  123  n.  290. 


4958. 

Hug   von  Hochdorf  genannt  Bischof  verkauft  seinen  Besitz  in  (Ober-Jlettingen  tmd  Stein- 
berg an  Kloster  Reuthin. 

Ohne   Ortsangabe.     1297.     Januar  17. 

Ihc  Hug  von  Hohdorf  der  Bischof  gehaizzen  dun  kunt  allen  den  disen  brief 
II  sehent  alder  hörent  lesen,  daz  ihc  alles  min  gut  ze  Ütingen  und  ze  Stainiberge  || 
hüs  und  hof  garten  hölzer  wisa  und  akker  zinse  allez  min  aigen  daz  ihc  hette  ||  in 
dorfe  und  in  velde  claine  und  gros  han  gegeben  ze  koffen  den  vrowen  von  Rüthi 
bi  Wilperk,  die  da  sint  in  Bredier  orden,  mit  allem  rehte  und  wirt  ohc  dez  mines 
iht  mer  ervorschet  dennoch  über  zehen  jar,  daz  sol  ohc  der  selben  vrowen  sin  ledec- 
liche  an  alle  Widerrede.  Ihc  vergib  och  da  bi,  daz  ihc  daz  selbe  gut  vertegan  sol 
von  allen  minen  erban  und  ez  verstau  sol  von  aller  meneglichen.  Ihc  han  och  ze 
bürgen  gesezzet  Eberharten  minen  brüder,  Gumpolten  und  Gözzen  mine  süne,  die  sich 
sin  och  verzigen  hant,  daz  ihc  ez  vertegande  si  von  minen  kinden,  die  nohc  ze  iren 
tagen  nit  komen  sint,  und  geschehe,  daz  got  verbiet,  daz  die  vor  genemetten  vrowa 
imer  dehan  kummer  angeviel  von  dehainer  schlate  crangel,  so  süln  siu  mich  und  min 
vor  genemeten  sun  manen  ze  laistenne  ze  dem  besten  wine  ze  Wilperk.  Daz  haben 
wir  gelobt  bi  unser  truwe  in  aides  wiz  und  brechen  wir,  daz  got  verbiete,  so  sol  min 
brüder  Eber,  laisten  an  unser  stat  al  die  wil,  biz  daz  ze  verte  wirt  braht,  dez  ihc  an 
disem  brieve  verjehen  han.  '')Dirre  rede  ist  gezüg:  H.  der  cappelan,  pfaffe  Tregeli 
von  Ütingen,  pfaffe  Burchart  von  Rüthi,  AI.  der  schulthaiz,  Renzze  der  widmer  und 
sin  brüder  H.  und  AL,    Ber  von  Mezzingen,    H.  Stephan   und  sin  sun,   AI.   der  wirt, 


1297.     Januar  18  und  23.  13 

AI.  der  Thalluiser,  Wal.  der  Betterer,  AI.  diu  Vorhenne,  Eppeli  und  sin  brüder, 
Bur.  von  Nider  Ütingen  und  ander  erber  lüte  vil. 

Diz  geschähe,  do  von  gottez  gebürte  waren  zwelf  hundert  jar  nünzeg  jar  an 
dem  subenden  jar,  an  dem  nehesten  durnstage  nahe  sanete  Hylarien  tage.  Daz  disiu 
rede  stete  blibe,  dar  umbe  han  ihc  disen  brief  gevestenat  mit  mines  herren  insigel 
grave  Bur.  von  Hohenberk,  dez  tegandez  von  Eshelbrunnen,  der  stette  insigel  von 
Horwe  und  mit  der  burger  insigel  von  Wilperk. 

Ital.  Perg.  Beschädigte  Siegel  1)  des  Grafen  Burkhard  von  Hohenberg,  s.  Bd.  7  S.  103  und  331.  2)  des 
Dekans  von  öschelbronn— Thaiifingen,  s.  Bd.  9  S.  345  f.  3)  der  Stadt  Horb,  s.  Bd.  8  S.  386.  —  Abdruck : 
Schniid,  Monuni.  Hohenberg.  130.  —  Im  allen  Repertorium  des  Kl.  Reuthin  wird  noch  eine  nicht  mehr  vorhandene 
Urkunde  erwähnt,  nach  der  Hugo  de  Ohdorf  nobilis  iunior  dictus  Episcopus  dem  Kloster  1294  den  Stephansbof 
(zu  Oberiettingen)  verkauft. 

a)  Von  hier  an  andere  Schrift  und  andere  Tinte. 


4959. 
Rom  1297.     Januar  18. 

Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  dem  Kloster  Neresheim  alle  päpstlichen,  königlichen 
und  sonstigen  Privilegien  und  Freiheiten. 

Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  quinto  decimo  kalendas  Februarii,  ponti- 
ficatus  nostri  anno  secundo.  —  Cum  a  nobis  petitur. 

Abschrift  des  17.  Jahrh.  auf  Papier. 


4960. 

Bischof  Mangold,  das  Domkapitel,  die  Äbte  und  andern  Prälaten  von  Würzburg  beur- 
kunden, dass  die  Stadt  Würzburg  dem  Interdikt  verfallen  ist,  weil  sie  nicht  aufhören  will, 
die  Klöster  des  Zisterzienserordens  (die  Besitz  in  der  Stadt  haben)  mit  erhöhten  Abgaben 

zu  belasten. 

Würzburg  1297.     Januar  23. 

Manegoldus  dei  gratia  episcopus  ecclesie  Herbipolensis,  Heinricus  prepositus, 
Arnoldus  decanus  totumque  capitulum,  .  .  abbates  ceterique  prelati  eiusdem  civitatis 
tenore  pre||sentium  confitemur  et  constare  volumus  universis,  quod  Heinricus  dictus 
Weibeier,  Eckehardus  Lebarthe  senior,  Eckehardus  Lebarthe  iunior,  En||gelhardu8  de 
Kotenburg,    Conradus    de  Inferno,    Fridericus  Gyer,    Johannes    Hane,    Heinricus  Zan, 


14  1297.     Januar  28. 

Heinricus  Babenbei'g,  Heinricus  Jozer,  Merkel!  (|-  Buzzigel  et  Aplo  de  Wigenheim 
ceterique  cives  potiores  et  universitas  predicte  civitatis  Herbipolensis,  cum  serenissimo 
domino  Adolfo  Romanorum  regi  in  aliqua  summa  pecunie  tenerentur,  dilectis  in 
Christo  .  .  de  Ebera,  .  .  de  Haylsprunne,  .  .  de  Brunnebach,  .  .  de  Lancheim  et  .  .  de 
Schonental  abbatibus  ac  .  .  de  Celiporta,  .  .  de  Meidebrunne  ac  .  .  de  Heiligental  abba- 
tissis  eorumque  monasteriis  Cysterciensis  ordinis  prefate  nostre  et  Eystetensis  diocesium 
imposuerunt  onera  gravia  in  nostra  civitate  iam  dicta  ipsos  talliantes  et  ab  eis  collectas' 
et  exactiones  importabiles  exigentes,  videlicet  de  quolibet  modio  siliginis  sex  denarios 
valentes  duodecim  Turonenses  ac  de  qualibet  carrata  vini  libram  Hallensium  valentem 
libram  Turonensem  extorquendo,  nam  pulsata  campana  publica  communi  habito  consilio 
et  populo  convocato  in  dicta  civitate  cum  dicti  religiosi  constanter  assererent  cum  ex 
privilegiis  sibi  a  sede  apostolica  concessis  tum  propter  constitutionem  sanctissimi 
patris  ac  domini  pape  Bonifacii  nuper  editam  et  universaliter  propter  ecclesiasticam 
libertatem  se  ad  huiusmodi  non  teneri  nee  velle  aliqualiter  consentire,  ipsi  cives 
curias  ac  domos  eorum  vi  introierunt  confringentes  seras  et  ostia  diruentes  vina 
eorum  et  blada  ac  res  alias  venditioni  publice  exponentes  immo  vendentes  claves 
eorum  detinent  et  in  huiusmodi  maleficio  usque  hodie  perseverant  comminantes  se 
inantea  facturos  eisdem  similia  vel  maiora,  super  quibus  dampnis  iniuriis  et  violentiis 
notoriis  per  nos  et  capitulum  nostrum  primo  deinde  per  alios  prelatos  ac  plebanos 
nostre  civitatis  publice  commoniti  sunt  in  ambonibus  ecclesiarum,  ut  ablata  resti- 
tuerent  et  alias  satisfacerent  congruenter.  Ipso  vero  animo  indurato  monitionem 
predictam  non  solum  contempserunt  verum  etiam  in  nostra  capitulique  nostri  ac 
multorum  prelatorum  et  religiosorum  ac  aliorum  ad  hoc  vocatorum  presentia  pu- 
blice responderunt,  quod  dictos  religiosos  et  eorum  monasteria  nollent  habere  in 
contributione  tallia  et  exactione  sepedicta  aliquatenus  supportatos.  ünde  nos  con- 
stitutioni  novelle  supradicte  reverenter  obedientes  omnes  concorditer  cessavimus 
a  sollempniis  divinorum  servantes  generaliter  interdictum  secundum  quod  clare  pre- 
cipit  constitutio  memorata.  In  quorum  omnium  evidens  testimonium  presentem 
paginam  super  hiis  conscriptam  fecimus  sigillorum  nostrorum  munimine  roborari. 

Datum  apud  Herbipolim,  anno  domini  MCC  nonagesimo  septimo,  X.  kalendas 
Februarii. 

München.  An  weissen,  roten  oder  blauen  Leinenfäden  11  teilweise  beschädigte  Siegel,  luid  zwar  des 
Bischofs,  Domkapitels,  Dompropsts,  Domdekans,  des  Abts  von  St.  Burkhard,  des  Propsts  von  Neumünster,  des 
Abts  von  St.  Stephan,  des  Propsts  von  Ansbach,  des  Domscholasters,  des  Archidiakons  und  des  Scholasters  von 
Neumünster.  —  Abdruck :  Monum.  boica  38,  160.  —  Regest :  Reg.  boica  4,  637. 


1297.     Januar  28.  16 

4961. 

Graf  (iottfried  von  Tübingen  heurkundet  den  Erbvertrag  zwischen  den  Brüdern  Burkhard 

und  Konrad  von  Lustnaii. 

Tübingen  1297.     Januar  28. 

Wir  grave  Götfrit  von  Tüingen  tun  kunt  allen  den  die  disen  brief  ansehent 
ader  ||  hörent  lesen,  daz  Burchart  und  Cünrat  von  Lüstenowe  haut  gemachet  ir  gut, 
swas  aigen  und  ||  lehen  ist,  ieweder  dem  andern  nach  sime  tode  ze  erben  als  sin 
aigen  gut  und  haut  daz  beide  ain  dem  ||  ädern  vor  mir  ufgegeben  um  järichlichen 
zins  ain  Schilling  Tüinger,  den  ieweder  dem  andern  sol  gen  von  sime  gute  di  wil 
er  lebet.  Wil  aber  bi  lebendem  libe  gesunt  ader  siehe  ir  aine  selgeret  almosen  ader 
sime  friunde  gäbe  gen  nach  gewonlichen  dingen,  daz  sol  er  tun  als  zimelich  ist  und 
redelich  ane  geverde  und  sol  in  der  ander  dar  an  nit  irren.  Wil  aber  ir  aine  den 
anderen  an  solchen  dingen  irren,  daz  sMn  ir  friunde  dise  vire  man  Lödewic  von 
Lüstenowe,  Machtolf  von  Gilsten  der  junge,  Friderich  und  Eberhart  zwene  bruder 
von  Lüstenowe  erkunnen  und  wenden,  dem  unrecht  si  und  wider  disen  brifen,  wan 
si  dar  zu  erweit  sint  mit  naraen  von  in  beden.  Dar  nach  so  künden  wir  och,  daz 
vor  dirre  besetzunge,  di  an  disem  briefe  gescriben  stat,  Cünrat  hat  uzgenomen  und 
gegeben  siner  wirtinnun  .  .  von  Erenvels  z  ainie  lipgedingde,  ob  si  in  überlebet,  dri 
ame  wins  in  sinen  wingarten  jßricliche  und  zwaier  manne  mad  an  den  wisen  in  der 
Sülze  und  in  [Gramjphen  lehen.  So  hat  Burchart  siner  wirtinnun  von  Rieth  uz- 
genomen und  gegeben  z  ainer  morgengabe  zen  mark  silbers,  ob  si  in  überlebt,  daz 
siu  di  sol  han  uf  sinen  wingarten  der  haicet  Studach  und  uf  zwaiger  manne  mad 
an  den  wisen  in  der  Sülze  und  in  brüiel  zem  Wiger,  und  suln  der  zwaiger  manne 
Cünrats  und  Burcharts  erben  gewalt  han  daz  vor  genante  gut  von  der  vrowen  ze 
lösent  ob  si  willent.  Uin-e  besetzunge  und  gedingd  sin  gezüge  dise  erbar  manne, 
der  namen  hie  stant  gescriben:  Lüdewic  der  rietter  von  Li'istenowe,  phaf  Dyter  der 
Herter,  Pridrich  von  Ulme  und  sine  süne  Fritze  und  Andres,  Otto  und  Fritz  von 
Wrmelinge,  der  Herter  von  Tuscelingen,  Machtolf  von  Gilsten,  Dieze  des  von  Ulme 
tochterman,  Conz  Ebervirt  und  F.  sin  bruder  von  Lüstenowe,  Walter  und  Welzelin 
sin  brudersun,  Ekkers  süne  dri  H.,  Eber,  und  Gh.,  Henz  Engelfrid,  Conz  Colke,  AI. 
der  münzer,  Müilich,  AI.  und  Albrecht  Ezzelinger  burger  ze  Tüingen.  Daz  dise 
berichtunge  und  die  vor  genante  besetzunge  stete  und  [unjverwersalet ')  blibe,  des  han 
wir  grave  Götfrit  und  di  bürger  von  Tüingen  unser  insigel  und  der  stete  insigel  durch 
der  vor  genanter  zwaiger  manne  bete  Cünrats  und  Burcarts  gehenkt  an  disen  ciegen- 
wortigen  brief. 


16  1297.     Januar  29. 

Der  wart   gegeben   ze  Tüingen,    do    man  zalte  von  gotes  gebürte  zwelf  hundert 
jar   siben    und   niunzic  jar,    an    deme   nesten   mäntage  vor   unser  frowen  liechtmesse 

oder  kercce  wige. 

Siegel  abgegangen.  —  Abdruck :  ZGORh.  14,  444. 

a)  un  fehlt  im  Text;  verwersalet  würde  verwirrt  bedeuten  (H.  Fischer,  Schwab.  W.Buch  2,  1412). 


4962. 

Heinrich    Unmass    Schultheiss   der    Stadt    Hall   vertauscht   mit    dem   Johanniter spital   eine 
Wiese  am  Kocher  gegen  ein   Gut  zu  Rückertshausen. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Januar  29. 

Wir  her  Heinrich  Ummaze  scultheize  der  stat  ze  Halle  und  alle  unser  erben 
allen  den,  die  disen  brief  sehent  oder  horent  lesen,  virjehen  wir  oifenliche  unde 
gemeinliche  alle  mit  einander,  daz  wir  han  gegeben  bruder  Rügere  von  Schefauwe 
dem  commendiure  des  heiligen  liuses  des  spitales  sante  Johannes  orden  ze  Halle  und 
den  brudern  des  vor  genanten  huses  unde  allen  irn  nachkumen  eine  wise  die  da 
lit")  ame  Kochen  bi  der  müln,  die  da  heizet  die  nuwe  müln,  die  da  ist  der  bruder 
die  hie  vor  genant  sint,  ze  rechteme  eigen  ewiclichen  ze  besitzene  gesuht  und  unge- 
suht  zu  alleme  rehte,  unde  geloben  auch  an  diseme  brive  die  vor  genante  wise  ze 
verrihtene  von  allerleige  anspräche  alse  eigens  reht  ist  nach  rehte  unde  nach 
gewonheit  des  landes.  Gein  dirre  wisen  gebent  uns  bruder  Rüger  von  Schefauwe 
der  commendiure  des  vor  genanten  huses  von  Halle  und  die  bruder  alle  gemeinliche 
ein  gut,  daz  ist  gelegen  ze  Rickartshusen  gesuht  und  ungesuht  zu  alleme  rehte,  und 
daz  selbe  gut  giltet  gergelich  zwei  phunt  Heller  geltes,  uf  deme  selben  gute  sas  ein 
man  der  hiez  Uolrich,  unde  geloben  uns  auch  daz  selbe  gut  ze  vertigene  von  aller- 
leige anspreche  alse  eigens  reht  ist  nach  rehte  unde  nach  gewonheit  des  landes. 
Dis  weissels  und  dirre  anderunge  ist  gezug  bruder  Ruger  der  commendiure  der  hie 
vor  genant  ist,  bruder  Conrat  von  Spire,  bruder  Burchart  von  Halle,  bruder  Uolrich 
von  Halle,  bruder  Heinrich  [von]*")  Schefauwe,  die  da  bruder  sint  des  vor  genanten 
huses  von  Halle,  her  Conrat  der  alte  munzemeister  der  da  sitzet  an  den  staffeln, 
her  Walther  von  Kunzeisauwe,  her  Heinrich  von  Tulauwe,  Conrat  unser  sun  und 
Heinrich  sin  bruder,  die  da  burger  sint  ze  Halle.  Und  daz  diz  stete  und  veste 
belibe  ewicliche,  des  han  wir  disen  brif  besigelt  mit  des  abtis  ingeseP)  vom  Kam- 
berg unde  mit  unser  selbes  ingesigel. 


1297.     Januar  31   und  Februar  1.  17 

Dis   geschach,    da   von    gotes  geburte  waren  tüsent  jar  zwei  hundert  jar  nünzig 
jar   in  deme  sibenden  jare,    an  dem  funthen  dage  vor  unser  frowen  dage  kerzewige. 

Abdruck  in  F.  I).  (iriUers  Idiinmi    iiiul  Hermode   für  181G,    S.  180,   offenbar  nach  einem  Original,    das  jetzt 
verschollen  ist. 

a)  Vorlage:  lic.     h)  In  der  Vorlage  wohl  ans  Verseilen  ausgelassen,     c)  So  in  der  Vorlage. 


4963. 
RoiH  1297.     Januar  31. 

Papst  Bonifazius  VIII.  beauftragt  den  Dekan  von  Öhringen  (Orengeu),  das  Kloster 
Schönthal  gegen  seine  Schädiger  zu  schützen  (quod  nonnuUi  iniquitatis  filii,  quos  pror- 
sus  ignorant,  decimas  redditus  census  terras  domos  vineas  prata  nemora  instrumenta 
publica  et  nonnulla  alia  bona  ad  monasterium  ipsum  spectantia  temere  ac  malitiose 
occultare  et  occulte  detinere  presumunt  non  curantes  ea  prefatis  abbati  et  conventui 
exhibere  in  animarum  suarum  periculum  et  ipsius  monasterii  non  modicum  detri- 
mentum,  super  quo  iidem  abbas  et  conventus  apostolice  sedis  remedium  iinplorarunt). 

Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  II.  kalendas  Februarii,  pontificatus  nostri 
anno  tertio.  —  Significarunt  nobis. 

Ital.  Perg.  Die  Bleibulle,  die  an  Hanfschnur  hieng,  ist  abgegangen.  Auf  dem  Umschlag  rechts  Jac.  G.  E., 
über  dem  letzten  Buchstaben  einige  kleine  unkenntliche  Zeichen ;  unter  dem  Umschlag  links  Kostenvermerk,  zwei 
wagrechte  Striche  nebeneinander.     Auf  der  Rückseite  oben  in  der  Mitte:   Petnis  de  Asisio. 


4964. 

Alpirsbach  1297.     Februar  1. 

Abt  Johann  und  Konvent  von  Alpirsbach  erlauben  ihrem  Maier  Albert  in  Frommen- 
hausen die  Ablösung  einer  auf  seinen  Lchengütern  ruhenden  Gült  (de  communi  consensu 
nostri  capituli  Alberto  villico  nostro  de  Frumerhusen  vendidimus  iusto  titulo  vendi- 
tionis  redditus  sex  maltrorum  siliginis  et  tritici,  quos  quidem  redditus  ipse  AI.  et 
frater  suus  de  bonis  nostris  seu  nostri  monasterii  predicti  sitis  aput  Frumerhusen 
ad  ipsos  feodaliter  pertinentibus  nobis  et  nostro  monasterio  singulis  annis  solvere 
consueverunt  et  de  iure  hactenus  persolverunt)  um  20  %  Heller  unter  Wahrung  ihrer 
sonstigen  Rechte  (iuribus  eorundem  bonorum  videlicet  censuum  et  herbergiarum)  und 
mit    dem  Vorbehalt    eines  Rückkaufsrechts   (quod,   quandocunque    nos    dictam    pecuniam 

post    receptionem    dictorum    reddituum    primi    anni    per    dictum    AI.   factam    a   festo 
XL  3 


18  1297.     Februar  2. 

sancte  Walpurgis  proximo  venturo  ad  spatium  sex  annoruin  infra  festum  beati  Mar- 
tini et  dictum  festum  sancte  Walpurgis  spatio  quatuordecim  dierum  ante  ipsum 
festum  sancte  Walpurgis  prenominato  AI.  reddiderimus,  dictus  contractus  totalitär 
rescindetur).  Ferner  soll  Albert  jährlich  auf  St.  Andreas  30  Käse  (triginta  caseos 
quorum  quilibet  tribus  denariis  monete  Hallensis  circa  festum  beate  Walpurgis  in 
valore  equipollere  debet)  liefern,  diese  Lieferung  aber  aufhören,  sobald  dieser  ganze 
Vertrag  durch  die  Zahlung  des  Klosters  rückgängig  gemacht  wird. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum    et    actum    aput    Alperspach,    anno    domini    MCCXC    septimo,    in    vigilia 

pui'ificationis  beate  virginis. 

Ital.  Perg.     Siegel  abgegangen.  —  Regest:  Glatz,  Alpirsbach  273. 


4965. 

Die  Herren  von   Urhach   eigne^i   dem   Kloster   Adelberg   die   halbe  Mühle  zu  Miedeisbach. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Februar  2. 

In  gotes  namen.  Amen.  Ich  Walther  von  Urbach  ain  ritter  und  ich  Diether 
von  Urbach  ain  ritter  und  ich  Fxidrich  ||  von  Berge ')  ain  ritter  und  ich  Bernolt 
hern  Walthers  brüder  ain  pfaffe  und  ich  Walther  und  Sifrit  und  Bernolt  ||  wir  dri 
gebrüder  und  ich  Ulrich  und  Johannes  hern  Walthers  süne  tun  kunt  allen  den  die 
disen  brief  lesent  oder  ||  hoerent  lesen,  daz  wir  allen  den  gewalt  und  allez  daz 
reht,  daz  wir  von  alter  han  gihebet  an  der  muln  da  ze  Mütinspach,  die  Cunrat  der 
Zinser  von  Urbach  und  der  Koelner  von  Mütinspach  von  uns  ze  lehen  hetun  und 
noch  der  Koelner  von  uns  daz  halptail  ze  lehen  hat,  frilich  und  aigenlich  dem  pro- 
bist und  der  samenunge  dez  gotezhusse  ze  Madelberc  haben  gigeben  ze  ainem  rehten 
aigen  und  gesüchet  und  ungesüchet  swaz  rehtes  zu  der  selbun  muln  hoeret  und 
sunderlich  daz  reht,  daz  der  vor  genante  Cünrat  der  Cinser  an  dem  halptail  der 
muln  tehtes  hete,  daz  ich  der  vor  genante  Walther  der  ritter  von  Urbach  von 
Msehfrit  von  Husen  ume  zwainzek  pfunde  Haller  gikouphet  han,  ze  ainem  rehten 
selgirsete  unsir  und  aller  fordrun  und  unsirre  nahkomen.  Daz  diz  ewecliche  stsete 
und  veste  belibe,  dar  über  gip  ich  Walther  Diether  Fridrich  die  ritter,  ich  Bernolt 
der  pfaffe,  ich  Walther  von  Hertenegge  vur  mich  und  mine  brüder  unsir  insigel  an 
disem  brief  dem  probist  und  der  samenunge  dez  vor  genanten  goteshusse  ze  Madel- 
berc ze  aime  Urkunde  und  ze  ainer  festenunge  für  uns  und  für  alle  unser  nahkomen 
anspräche  und  irresalin. 


1297.     Februar  3.  19 

Dirro  brief  wart  gigebeu,  do  von  unsirs  Herren  geburte  waren  tusent  jar  zwai 
hundert  jar  und  suben  und  niunzek  jar,  an  unsirre  frown  tage  der  kerzewihi. 

Von  fünf  Siegeln  fehlen  das  dritte  und  vierte.  Die  erhaltenen  sind  schildförmig  und  haben  gespaltenen 
Schild.  Umschriften  1)  •  •  S  •  VVALTHERI  ■  DE  •  V  •  •  •  AC  •  2)  *  S  •  DIETHEHI  •  MILITIS  •  DE  •  VRBACH  ■ 
5)  i  •  S  •  WALTHERI  •  DE  •  VRBACH  • 

1)  Friedricii  von  Urbach  Sohn  Ritter  Friedrichs  wird  1288  genannt  (Bd.  »,  S.  220).  Vielleicht  ist  hier  der- 
selbe gemeint,  der  nur  nach  seinem  Sitz  (?  in  Beig  bei  Stuttgart)  bezeichnet  wäre. 


496(5. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Februar  3. 

Dekan   Hertwiy  von  Esslingen   entscheidet   einen  Streit   des  Spitals  zu  Esslingen   mit 
Konrad  Lang  von  Deizisau. 

Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  124  n.  291  nach  dem  Registraturbuch  des  Spitals  in  Eßlingen. 


4907. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Februar  3. 

Getrud  die  'Tochter  weiland  Schwiggers  genannt  Feischer  von  Gemmingen  überträgt 
mit  Zustimmung  ihrer  Erben  und  Verwandten  dem  Kloster  Bechentshofen  (Recliensltoven) 
zur  Ausstattung  ihrer  Töchter  Engeltrud  und  Getrud  (cum  filias  meas  —  —  religioni 
(hixerim  mancipandas,  ne  omnino  vacue  domum  domini  introirent)  2  Höfe  in  Riehen 
(curiam  in  Kiechen  quam  tenet  Hartmannus  dictus  Kercher,  de  qua  singulis  annis 
undecira  maltra  siliginis  duodecim  maltra  spelte  Septem  maltra  avene  et  duodecim 
solidi  Hallensium  in  nativitate  domini  debent  eidem  monasterio  integraliter  provenire, 
item  curiam  ibidem  quam  Heinricus  dictus  Ungestüme  tenet,  de  qua  annis  singulis 
novem  maltra  siliginis  novem  maltra  spelte  octo  maltra  avene  et  quadraginta  Hal- 
lenses  in  nativitate  domini,  quadraginta  etiam  denarii  in  festo  beati  Georgii  dicto 
monasterio  debent  similiter  provenire).  Um  nicht  den  Schein  des  Geizes  zu  erwecken 
(ne  nimis  ])arce  —  —  de  rebus  meis  suspicer  vel  videar  contulisse)  fügt  sie  noch 
Gülten  in  Damtnhof  hinzu  (de  curia  mea  in  Damme  quam  Ludewicus  tenet  Septem 
maltra  siliginis  quinque  maltra  spelte  et  undecim  maltra  avene. 

Siegler:  Der  Propst  Siboto  (Si.)  von  St.  Wido  zu  Speier  (sigillo  puplico),  die  Aus- 
stellerin (sigillum  quondam  patris  mei  quo  modo  utor),  ihre  Söhne,  dazu  Eberhard  und 
Diether  genannt  von  Gemmingen  und  Bitter  Beinbot  von  Klingenberg. 


20  1297.     Februar  4. 

Actum  anno  domini  MCCLXXXX  septimo,  in  crastino  purificationis  beate  Marie 


virginis. 


Ital.  Perg.  An  weißer  Leinenlitze  noch  das  letzte  Siegel,  das  Reinbots  von  Klingenberg,  stark  beschädigt, 
rund,  c.  52  mm.,  im  linksgeneigten  Schild  ein  lialber  Adler,  auf  dem  linken  Obereck  der  Topfhelm  mit  Schirm- 
brett ;   von  der  Umschrift  nur  wenige  Buchstaben  erhalten.  —  Abdruck :  ZGORh.  i,  353. 


4968. 

Abt   Heinrich    und   Konvent   von  Isny   Urkunden    über   das   Leibgeding   und   die  Jahrzeit- 
stiftungen des  Notars  Rudolf,  Schreibers  bei  Herzog  Otto  von  Kärnthen. 

Isny   1297.     Februar  4. 

In  nomine  domini.  Amen.  Nos  Hainricus  permissione  divina  abbas  et  conventus 
monasterii  de  Isinina  ordinis  sancti  Benedicti  Constantiensis  dyocesis  tenore  presen- 
tium  profitemur  universis  presentibus  et  futuris  declarantes,  quod  recepimus  a  Rudolfe 
filio  magistri  Waltheri  Fabri  de  Isinina  notario  domini  Ottonis  ducis  Karintliie  comitiB 
Tyrolensis  quadraginta  libras  Constantiensium  usualis  et  probate  monete,  quas  in 
usus  et  utilitatem  nostri  monasterii  convertimus  renuntiantes  exceptioni  non  numerate 
pecunie.  Pro  qua  quidem  pecunia  promittimus  dare  ac  solvere  omni  anno  eidem 
Eüdolfo  pro  tempore  vite  sue  pensionis  nomine  de  prediis  nostris  in  Denchelshoven 
sibi  ad  hoc  specialiter  deputatis  quatuor  libras  Constantiensium  videlicet  in  festo 
sancti  Jacobi  libras  duas  et  in  festo  sancti  Martini  libras  duas.  Post  obitum  vero 
ipsius  Küdolfi  dabimus  sorori  sue  Güte  relicte  quondam  Bertholdi  de  Niderhoven 
de  predictis  quatuor  libris  tantum  duas  libras  pro  tempore  vite  sue,  de  residuis  vero 
duabus  libris  in  anniversario  ipsius  Rüdolfi  omni  anno  libram  unam  inter  pauperes 
in  pane  distribuere  tenebimur  et  libram  unam  dare  conventui  pro  exequiis  eius 
decenter,  prout  expedit  excolendis  in  vigiliis  missis  et  aliis,  que  in  anniversariis  fieri 
consueverunt.  Post  mortem  vero  dicte  Güte,  si  frater  eius  Rüdolfus  ante  defunctus 
fuerit,  de  ipsius  duabus  libris  Constantiensium  anniversarios  dies  ipsius  Güte  et 
Chünradi  fratris  eius  iam  defuncti  prout  de  anniversario  sepedicti  Rüdolfi  dictum 
est  debebimus  in  perpetuum  celebrare,  videlicet  ut  in  utroque  anniversario  decem 
solidi  Constantiensium  in  pane  pauperibus  erogentur  et  decem  solidi  in  conventu 
pro  excolendis  exequiis  expendantur.  In  quorum  omnium  testimonium  et  roboris 
firmitatem  presentes  literas  dedimus  scilicet  abbatis  et  conventus  sigillorum  penden- 
tium  munimine  roboratas. 

Actum  et  datum  in  clatistro  Isinine,  in  presentia  domini  Hainrici  militis  de 
Rordorf,    Chünradi  Goeswini,    H.  Trubonis,  Hainrici  et  Hainrici  dicti«;  Phender,  Cün. 


1297.     Februar  5  und   13.  21 

Trubonis,  Cün.  dicti  Albharzeegge,  Andrea  filio  scolastici,  Lip.  dicti  Bösen,  Hainr. 
et  Cün.  dictis  Huber,  Herrn,  et  B.  dictw  Lellen,  Hainr.  et  Cün.  iratvibus  dictis 
Ropht*),  Wernhero  dicto  Benolt,  Hainrico  Bitterlino,  Hainrico  scriptore  dictö  Longa 
Ora   et    alit*'   pliuü^MS   fide    dign/s,    anno    domini   niillesimo    CCXCVH.,    pridie   nonas 

Februarii,  indictione  X. 

Neuere  Abschrift   nach   dem  verschollenen  Ot-iginal,   an  dem  das  Siegel  des  Abts  von  Isny  hieng,    bei  den 
Schmidschen  KoUektaneen  im  StA.  Nr.  47. 

a)  Mit  Abkürzungsstrich  über  op. 


4969. 
Alpirsbach  1297.     Februar  5. 

Ritter  Renher  von  Reute  (Küti)  verkauft  für  sich  und  alle  seine  Erben  dem  Kloster 
Alpirsbach  Güter  in  Betzweiler  und  Vogelsberg  (bona  subscripta  sita  aput  Betziswiler 
et  aput  Vogelsperg,  que  quidem  bona  colunt  seu  feodaliter  possident  Cönradus  dic- 
tus  Crafto  et  frater  suus  Rüdolfus  dictus  Fiurste  de  Betziswiler,  Heinricus  dictus 
Weheli,  Bercht.  filius  dicti  Weheli,  Rüdolfus  filius  dicte  Hermannin,  Bercht.  dictus 
Üdech*),  Heinricus  dictus  Lehenman  ac  vidua  dicta  in  dem  Hove  aput  Vogelsperg 
cum  Omnibus  suis  attinentiis  iuribus  et  appeiidiciis  universis  vendidi  —  —  tradidi 
dictorum  bonorum  possessionem)  um  33  S  'Tübinger  Münze,  verspricht  Gewährschaft 
und  leistet  die  üblichen  Verzichte. 

Testes  dominus  Otto  et  dominus  Hugo  de  Rüti  ac  dominus  de  Welalingen 
monachi  in  Alperspach  et  Heinricus  dictus  Weheli  de  Betziswiler. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datiun  et  actum  aput  Alperspach,  anno  domini  MCCLXXXX  septimo,  in  die 
sancte  Agathe  virginis. 

Kopb.  des  Kl.  Alpirsbach  aus  dem  15.  Jahrb.,  Bl.  610.  —  Regest :  Glatz,  Alpirsbach  274. 

a)  Üdech  mit  Abkürzungsstrich  über  der  zweiten  Silbe. 


4970. 
Rom  1297.     Februar  13. 


Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  dem  Prior  und  Kapitel  der  Kirche  zum  hl.  Grab 
von  Jerusalem  ausserhalb  der  Mauern  von  Speier  auf  Bitten  das  von  dem  Edlen  Rudolf 
von  Neuffen   und  seiner  Gemahlin  Elisabeth   geschenkte  Patronatrecht   der  Kirche  in  Güg- 


22  1296.     Februar  14. 

lingen  (Gugelingen  Warmaciensis  diocesis),  nachdem  auch  der  Bischof  von  Worms  seine 
Zustimmung  dazu  gegeben  hat  (prout  in  patentibus  litteris  inde  confectis*)  plenius 
dicitur  contineri). 

Datum    Rome    apud    sanctum   Petrum,    idus    Februarii,    pontificatus    nostri    anno 

tertio.  —  Cum  a  nobis  petitur. 

Ital.  Perg.  An  roten  und  gelben  Seidefäden  die  Bleibulle.  —  Auf  dem  Umschlag  rechts  F.  R.,  links  unter 
demselben  Kostenvermerk,  zwei  wagrechte  Striche  nebeneinander,  darüber  ein  Häckchen ;  oben  in  der  Ecke  rechts : 
N,  zweimal  durchstrichen.  Auf  der  Rückseite  oben  in  der  Mitte  auf  einer  Rasur  von  drei  Zeilen  zweier  ver- 
schiedenen Hände:  Ludewicus  Palatiolen  (einer  der  ausgetilgten  Namen  war:  Thomas  de  Aquamunda),  rechts, 
von  unten  nach  oben  die  Adresse:  Prioris  et  CapU.  ecce|  sei  sepulcri  Spiren,  damnter:  VII  •  R  (mit  Abkürzungs- 
zeichen) II  II  st'. 

a)  Die  vier  Worte  auf  Rasur. 


4971. 

Herzog  Albert  von  Oesterreich  befiehlt  seinen  Bürgern  in  Munderkingen  von  Belästigmigen 
des  Klosters  Marchthal   abzustehen,    eignet   diesem   die  von    Albrecht   von  SteussUngen    er- 
worbenen 20  Morgen  im  Herzogenbuch  und  bestätigt  ihm  einige  besondere  Freiheiten. 

Passau  1297.     Februar  14. 

Albertus  dei  gratia  dux  Austrie  et  Styrie,  dominus  Marchie  et  Portusnaonis, 
de  Habspurg  et  de  Chiburch  comes  lantgravius  Alsacie  universis  presentium  inspecto- 
ribus  et  auditoribus  salutem  et  presentia  credere  bona  fide.  Cum  insulsorum  et 
ineptorum  hominum  incorrigibilitas,  qui  nee  deum  timent  nee  homines  reverentur,  se 
erigat  super  sorteni  iustorum,  ut  apponant  iniquitatem  super  iniquitatem,  ut  de  libro 
viventium  deleantur,  proinde  equum  est  et  salutare  ut  disciplina  et  virga  furoris 
domini  eorum  malitia  animadversione  celeri  prosequatur.  Cum  igitur  cives  nostri 
in  Mundrechingen  se  elevent  et  glorientur  in  lesione  et  multiplicibus  iniuriis  mona- 
sterii  de  Marthello  ordinis  Premonstratensis  Constantiensis  dyocesis  auferendo  ei 
sua  et  precipue  ligna  et  nemora  sua  succidendo  et  exhibendo  se  semper  valde  in- 
iuriosos  monasterio  antedicto,  licet  nobis  vel  progenitoribus  seu  etiam  heredibus 
nostris  nullum  ins  competat  in  monasterio  memorato  neque  sub  aliqua  iurisdictione 
vel  comitatu  aut  dominio  nostro  connumeretur  vel  concludatur,  ad  petitionem  predi- 
lecti  nostri  specialis  reverendi  in  Christo  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopi 
precipimus  sub  obtentu  gratie  nostre  indigenis  et  civibus  nostris  in  Mundrechingen 
predictis  presentium  per  tenorem,  ut  a  lesione  dicti  monasterii  retrahant  et  cohibeant 
temerarias  mauus  suas  nee  aliquod  gravamen  vel  dampnum  ipsi  monasterio  inferant 
quoquomodo,  nichilominus  forestariis  et  venatoribus  nostris  iniungendo  ,et  precipiendo 


1297.     Februar  14.  23 

precise  ne  aliquam  consuetudinem  iniquani  vel  ius  qualecumque  sibi  vendicent  aut 
usurpent  in  rebus  dicti  monasterii  intus  et  extra  aliquatinus  loco  nostri.  Quod  si 
qiiisquam  de  hominibus  loci  predicti  vel  alibi  nostre  iurisdictioni  subiacentibus 
quicquam  huic  instrumento  et  concessioni  contrarium  attemptaverit,  liceat  fratribus 
dicti  monasterii  qui  i)ro  tempore  fuerint  iuris  civilis  vel  canonici  desuper  auxilium 
invocare.  Preterea  viginti  iugerum  agrorum,  que  Egylolfus  de  Stiusselingen  in 
nemore  quod  vulgariter  des  herczogen  buch  nuncupatur  vendidit  monasterio  sepe- 
dicto,  Proprietäten!  donanms  et  confinnamus  pure  propter  deum  ipsi  monasterio 
iugiter  possidendam,  districte  omnibus  nostris  vasallis  et  prefectis  iniungentes,  ne 
predictum  monasterium  in  aliquo  perturbent,  cum  advocatia  ipsius  solummodo  tam 
temporali  quam  spirituali  iure  subsit  Constantiensi  ecclesie  pleno  iure  et  nos  dominum 
H.  episcopum  Constantiensem  predictum  non  solum  in  hoc  set  etiam  in  omnibus  velimus 
iugiter  honorare,  hoc  ex  speciali  gratia  ad  intercessionem  eiusdem  domini  episcopi 
predicti  superaddentes,  ut  homines  utriusque  sexus  residentiam  in  dicto  loco  Mund- 
rechingen ac  in  aliis  locis  nostris  habentes  omnia  iura  que  diversis  nominibus  nun- 
cupantur  predicto  monasterio  debita  non  obstantibus  aliquibus  exemptionibus  et  liber- 
tatibus  sine  omni  contradictione  persolvant  monasterio  memorato.  In  huius  rei 
testimonium  presens  instrumentum  nostri  sigilli  munimine  roboramus. 

Datum  Patavie,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  septimo,  XVI.  ka- 
lendas  Martii,  indictione  decima. 

Nach  der  Bestätigung  des  Herzogs  Albert  von  Oesterreich  von  1362  November  11  mit  anhängendem  Siegel. 

Das  Vidimus  ist  ohne  Zweifel  echt,  dagegen  ist  die  vidimierte  Urkunde,  von  der  ein  Original  nicht  erhalten 
ist,  eine  Fälschung.  Sie  gehört  nach  ilirer  ganzen  Anlage  imd  Ausdrucksweise  zusammen  mit  den  andern 
gefälschten  Königsurkunden  Marchthals,  besonders  dem  Privileg  Heinrichs  VI.  von  1193  April  6  (Bd.  2,  S.  286) 
und  dem  Rudolfs  von  1276  Oktober  8  (Bd.  7,  S.  393),  UbertrifTt  dieselben  allerdings  in  stilistischer  Unbeholfenheit. 
Die  polternde  Art  der  ersten  Hälfte  erinnert  ferner  an  die  gleichartige  Urkunde  Hugos  von  Tübingen  von  1180 
Juli  29  (Bd.  2,  S.  206).  Vermutlich  besaß  das  Kloster  von  Albrecht  eine  Bestätigung  des  Kaufes  des  Walds 
Herzogenbuch  (1296,  Bd.  10,  S.  427  f.),  die  in  der  obigen  Fälschung  aufgenommen  ist  und  von  der  das  Datum 
und  das  Siegel  des  ehemaligen  Originals  herrühren  würde.  Aber  es  scheint  dabei  insofern  ein  Irrtum  vorzuliegen, 
als  nach  der  Verkaufsurkunde  von  1296  das  Herzogenbuch  und  20  Morgen,  die  hörent  in  Widelöches  hof,  vom 
Kloster  erworben  wurden,  während  hier  nur  das  Eigentumsrecht  der  20  Morgen  übertragen  wird ;  und  doch  ist 
aus  dem  Namen  Herzogenbuch  zu  schliessen,  daß  auch  der  Wald  ursprünglich  österreichischer  Besitz  war.  Als 
Anlass  zur  Anfertigung  der  Urkunde  kann  wohl  nur  ein  Streit  mit  Munderkingen  angenommen  werden,  von  dem 
sonst  in  der  Überliefemng  nichts  bekannt  ist 


24  1297.     Februar  24. 

4972. 

Hettingen  1297.     Februar  24'). 

Graf  Heinrich  von   Veringen   und  Wolfrat  sein  Sohn   eignen  (omne  ius  proprietatis 

dominii  seu  aliud  quodcunque contulimus  et  conferimus)  mn  ihres  und  ihrer 

Eltern  Seelenheils  icillen  dem  Kloster  Bebenhausen  einen  Hof  oder  Güter  in  Tigerfeld 
(in  curia  sive  bonis  sitis  in  Tygerveldt,  que  a  nobis  Bertholdus  dictus  Wertwein ")  civis 
in  Veringen  uxor  eius  et  heredes  eorum  a  nobis  iure  homagii  quod  vulgo  dicitur 
manlehen,  resignato  nobis  iure  quod  H.  nobilis  de  Gundelfingen  a  nobis  aut  nostris 
predecessoribus  vel  parentibus  in  predictis  bonis  habere  potuit,  in  feudum  tenuit 
quamque  curiam  seu  bona  Sifridus  de  Tigerveldt  filius  quondam  Sifridi  nunc  incolit). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Actum  et  datum  in  Hetingen,  presentibus  testibus  Petro  videlicet  milite  de  Horn- 
stain  cum  sex  servis  nostris,  C.  de  Munderchingen  tunc  ministro*)  in  Hettingen, 
Petro  filiastro ")  eiusdem,  fratre  Joanne  de  Constantia  qui  dictorum  bonorum  proprie- 
tatem   recepit  nomine  monasterii  sui,    anno  domini  MCCXCVII.,  VI.  idus  kalendas^) 

Martii,  indictione  decima. 

Fehlerhafte  Abschrift  im  Kopb.  des  Kl.  Bebenhausen,  sign.  K,  Bd.  2,  Bl.  545''.  —  Der  Hof  wurde  1317  vom 
Kloster  wieder  verkauft  und  kam  an  Zwiefalten.  —  Regest  nach  Gabelkhover:  HohenzoU.  Mitth.  4,  12. 

1)  Oder  März  10. 

a)  Vorlage  Wertuern.     b)  Vorlage  iifö.     c)  Vorlage  filiaster.     d)  so ! 


4973. 

Ritter  Burkhard  von  Tobel  gibt  ein   Gut  zem  Öle  als  Zinslehen  aus. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Februar  24. 

Ich  Burchart  von  Tobel  ain  ritter  tun  kunt  allen  den  die  disen  brief  sehent 
ald  horent  ||  lesen,  daz  Cünrat  der  Bok  ain  gut  haisset  zem  öle  hat  von  mir 
enpfangen  ze  rehtem  zinslehen  ||  im  selber  und  allen  sinen  kinden,  da  von  er  mir 
vor  genemtem  Bur.  und  minen  kinden  git  ||  allu  jar  an  sant  Martins  tage  fiunf 
Schillinge  pfenninge  Costenzer  munse  ze  zinse.  Ist  aber  daz  er  Cünrat  ald  kain  sin 
kint  wirt  fluhtik  ald  kumt  uz  der  gnoschaft  wider  minem  willen,  so  sol  mier  und 
minen  kinden  daz  vor  genemte  gut  zem  Öle  ledik  sin.  Dirre  getat  sint  gezüge: 
der  tegan  von  Ravensburg,  herre  Cünrat  der  schenke,  herre  Ül.  der  Wildeman  ritter, 
Priderich  der  amman  von  Ravensburg,  H.  der  Wiener,  H.  Müsor,  Cünrat  Saetelli  und 


1297.     Februar  26.  •  25 

sin  sun  Cünz.     l)az  tlisii  getat  craft  haben  niüge,  so  vjerscriben  wier  sin  uiitlcr  iiiiiieiTi 
insigel  und  dez  .   .   auinians  von  Ravensburg. 

Diz  beschach,  do  von  gottis  geburt  warent  tuseut  zcwai  liuiidcrt  und  suben  und 
nunzich  jar,  an  sant  Mathias  tach. 

Siegel  abgegangen. 


4974. 
OhriP   Ortmngahe.      1297.     Februar  26. 

Walther  von  Ortenberg  der  Schtdtheiss  und  der  Rath  von  Offenbtirg  beurkunden,  dnsu 
vro  Mehtliilt  diu  Vicgellerin  vor  ihnen  dri  juche  aggerz  berhaftigez  in  dem  banne 
ze  Offenburg  an  den  stetten  so  har  nali  underscheden  ist,  und  dar  zu  zehen  Schillinge 
Pfenninge  zinsez  uf  eine  brotbancke  under  der  brotlöbe  ze  Offenburg,  den  Cön- 
rat  Stival  von  ir  ze  rehteni  erbe  hat,  dem  Propst  tind  Konvent  von  Kloster  Kniebis 
(uf  dem  berge  ze  Knieboz  in  dem  Swartwalde)  geschenkt  hat,  das  ihr  die  Acko-  als 
Leihgeding  auf  Lebenszeit  gegen  einen,  Zins  von  4  Pfenning  auf  Martini  überlassen  hat. 
Den  Zins  ron  der  Brotbank  dagegen  hat  sie  gemeinsam  mit  Mehthilt  Friderich  Aspehen 
seligen  tohtere  als  lebenslängliches  Leibgeding  gegen  2  Pfenning  Zins.  Die  beiden  haben 
ausdrücklich  auf  alle  Ansprüche  und  Hechte  für  sich  und  ihre  Erben  verzichtet. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Der"  vor  genanten  juche  ligeut  zwo  uii  ein  ander  bi  Kaltbruiinen  und  zieheut 
oben  an  dez  Salmen  acgere  und  nidewendig  an  Heinrihz  dez  Mutzerz  acger  und 
gat  da  von  ein  pfenning  Metzelin  Rudolf  Mochelinz  swester.  So  lit  diu  dritte  juche 
in  Sinzen  lache  an  Huge  von  Althein  und  git  man  da  von  dem  gothuse  von  Gergen 
siben  pfenning  zinsez  jergelichen.  Har  an  war  ich  Walther  der  schultheiz  der  vor 
genant  und  wir  Abreht  uf  dem  huse,  Reneher  Lise,  Sifrit  der  Halbsestere,  Heinrih 
von  Acher,  ßertold  der  Schultheize,  Heinrih  der  Bockeller,  Heinrih  Ribestein, 
Burchart  Holdelin,  Rudeger  Rohart,  Conrat  der  Mutzer  und  Reinbolt  dez  schult- 
heizen  sun,   der  rat  von  Ott'enburg. 

Diz  geschah  vor  der  vastnaht,  do  von  gotz  gehörte  warent  tusent  jar  zwei 
hundert  jar  nunzik  jar  und  in   dem  sibenden  jar. 

Karlsruhe,  Orig.  Ital.  Ferg.  Beschädigtes  Siegel,  rund,  68  mm.,  Burg  mit  zwei  Türmen  und  oftenein  Tor; 
Umschrift:  |  .  SIGI  .  .  .  ATIS  .  DE  .  OFFENBVRG  .  -  Auf  dem  Rücken  der  Urkunde  steht  von  einer  Hand  des 
IG.  Jahrhunderts:  N'ota.  Diser  hier  inn  bestimbter  zeins  usz  dem  brotbank  zu  Offenburg  gefallend  ist  vor  vilen 
jaren  denen  zu  Offenhurg  verkauft  worden,  derowegeii  dis>er  brief  dem  doster  uit  mehr  taugenhch  oder  nutz. 


XI. 


26  •  1297.     Februar  27. 

4975. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Februar  27. 

Albert  von  Löwenstein  (Lewenstein)  Domscholaster  und  ArcMdiakon  zu  Würzbunj 
und  Propst  zu  Mosbach  (Mo8ebacensis)  trifft  in  seinem  Testament  anno  domini  MCC 
nonagesimo  VII.,  feria  quarta  proxima  ante  dominicam  Invocavit  unter  anderem  fol- 
gende Bestimmungen:    item    [lego]  capelle  in  curia  Crutheim  decem  libras  Hallensiuni, 

ut  sibi  cum  eisdem  redditus  annui  unius  libre  Hallensium  conparentur,  ita  quod 

perpetua  mee  anime  memoria  habeatur.  —  —  Item  lego  Alberto  de  Wolfseiden 
equum  meum.  —  —  Item  Alberto  dicto  de  Lewenstein  famulo  meo  quinque  libras 
Hallensium.  —  —  Item  lego  Alberto  de  Ebersberg  filio  sororis  mee  concanonico  meo 
curiam  meam  claustralem  Kulenberg  et  oblationem  meam  hereditariam  Otelvingen, 
ita  quod  solvat  ipse  exinde  seu  süppleat  defectum  si  quis  fuerit  in  solutione  debito- 
rum  et  legatorum  de  quibus  superius  est  premissum.  Item  lego  eidem  Alberto  meos 
lectos  et  lectisternia.  Quodsi  eundem  Albertum  infra  decem  annos  nunc  proximos 
decedere  contigerit,  volo  quod  extunc  dicta  curia  Kulenberg  ad  —  Cunradum  de 
Nideke  concanonicum  et  consanguineum  meum  libere  devolvatur,  ita  sane  quod  ipsius 
curia  Crutheim  vendatur  quando  carius  vendi  poterit  pretiumque  exinde  receptum  in 
constitutionem  vicarie  in  choro  ecclesie  Herbipolensis  pro  remedio  anime  mee  integra- 
liter  conferatur.  Quodsi  idem  Cunradus  curiam  suam  sibi  reservare  voluerit  ipsamque 
vendi  noluerit  extunc  ipsa  curia  Kulenberg  est  vendenda  pretiumque  in  vicariam  modo 
qui  premittitur  convertendum.  Collationem  quoque  dicte  vicarie  prout  beneficium 
postulat  et  requirit  conmitto  et  trado  scolastico  Herbipolensi  qui  pro  tempore  fuerit. 
—  —  Volo  etiam  et  statuo,  quod  curia  mea  Schonental  post  decessum  Cunradi  de 
Maguntia  vicarii  chori  Herbipolensis  vendatur  pretiumque  ex  venditione  receptum  vicarie 

supradicte  in  subsidium  tribuatur.     Item  lego  vasa  mea  argentea magno  cypho 

argenteo  dumtaxat  excepto  quem  [lego]  Kunnegundi  sorori  monasterii  in  Clara  Stella 
germane  mee  dilecte  cui  etiam  conmitto  omnia  bona  mea  reposita  in  civitate  Hallis, 
Sinderingen,  Widerin  et  claustro  Schonentayl,  ut  de  ipsis  faciat  in  conscientia  sua, 
prout  eidem  conmisi  viva  voce,  quidquid  anime  mee  noverit  salubrius  expedire. 

Siegler:  Der  Aussteller  (sigillorum  meorum  munimine). 

Datum  et  actum  ut  supra. 

Kreisarchiv  Würzburg.  Liber  copiarum  A  (Corpus  regulae  seu  kalendarium  domus  S.  Kiliani  Wirce- 
burgensis)  S.  154  f.  —  Abgedruckt  durch  Wegele  in  Abhandlungen  der  historischen  Klasse  der  K.  bayer.  Akademie 
der  Wissenschaften  Bd.  13,  8,  1877,  S.  105. 


1297.     März.  27 

4976. 
(h'uf  (lui/fiied  von   Tübingen  veraprirht  dem  K/os/cr  JJerrenalh  .seinen  Sc/infz. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     März. 

Gotfridus  dei  gratia  conies  de  Tuwingen  religiosis  viris  .  .  abbati  et  convpntui 
de  Alba  Cysterciensis  ordinis  Sjjirensis  ||  dyocesis  suain  benivolam  gratiam  cum 
Salute.  Sicut  per  dilectum  nobis  fratreni  Hugonem  de  Hohenheim  mo||nachum  vest- 
rum  supplicastis,  ut  vos  et  bona  vestra  vellenms  defendere  ac  tueri,  quandocumque 
II  duxeritis  requirendum,  ita  nos  ob  reverentiani  virginis  gloriose  et  ob  dilectionem, 
quam  ad  domum  vestram  et  personas  ibidem  constitutas  habuimus  et  hal)emus, 
tenore  presentium  profitemur  et  super  iuramentum  nostrum  jjromittimus  atque  tidem, 
quod  contra  omnes  vos  molestantes  vel  iniuriam  inferentes  vobis  erinius  presidio  pro 
viribus  verbis  pariter  atque  factis,  ac  si  nobis  vel  bonis  nostris  iniuria  inferretur. 
In  cuius  facti  memoriam  sigilluni  nostrum  presentibus  est  appensum. 

Datum  anno  domini  MCCXCVII.,  mense  Martio. 

Beschädigtes  Siegel,  s.  Bd.  8,  S.  226. 


4977. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     März. 

Heinrich  von  Gottes  Gnadefi  Graf  von  Zweibrücken  verkauft  an  Kloster  Herrenalb 
sein  Dorf  Spielberg  (villam  nostram  Spielberg  nobis  iure  projjrietatis  attinentem  cum 
marchia  tota  et  campis  sylvis  agris  pratis  aquis  etc.  besucht  und  unbesucht  et 
ins  advocatie  et  dube  frevel  stewer  beede  einunge  cum  censibus  redditibus  et 
hominibus  propriis  qui  eisdem  bonis  attinent  vel  que  nobis  attinebant  et  tum  temporis 
in  eadem  morabantur,  cum  omnibus  iuribus  et  utilitatibus  ac  attinentiis  universis  quo- 
cunque  nomine  censeantur)  um  100  S  Heller,  verzichtet  auf  alle  Rechte  und  überträgt 
dieselben  dem  Kloster,  verpflichtet  sich  auch  zur  Gewährschaft. 

Siegler:  Der  Aussteller  und  sein  Bruder  Otto. 

Datum  anno   1297,   mense  Martio  etc. 

Verkürzter  Abdruck  bei  Meichsner,  Decis.  Camer.  4,  668. 


28  1297.     März  5. 

4978. 

Papst  Bonifazius  VIII .  befiehlt  dem  Dekan,  Kantor  und  Scholaster  des  Domstifts  Würzburg, 
für  Anerkennung  des  zivischen  Deutschorden  und  Johannitern  in  Mergentheim  geschlossenen 

Vergleichs  Sorge  zu  tragen, 

Rom  1297.     März  5. 

Bonifacius  episcopus  servus  servorurn  dei  dilectis  filiis  .  .  decano  .  .  cantori 
et  .  .  scolastico  ecclesie  Herbipolensis  salutem  et  apostolicam  benedictionem.  Sua 
II  nobis  dilecti  lilii  .  .  commendator  et  fratres  domus  sancte  Marie  Theutonicorum 
Jerosolimitane  petitione  monstrarunt,  quod  cum  inter  ipsos  ex  parte  ||  una  et  .  . 
magistrum  et  fratres  hospitalis  sancti  Johannis  Jerosolimitani  de  Mergentheim  Herbi- 
polensis diocesis  ex  altera  super  eo,  quod  iidem  magister  et  fratres  ||  quosdam  la- 
pides  terminales  consistentes  in  quibusdam  terris  ad  domum  sancte  Marie  Theutoni- 
corum eiusdem  loci  de  Mergentheim  eisdem  commendatori  et  fratribus  pleno  iure 
subiectam  spectantibus,  qui  merkestein  vulgariter  nuncupantur,  effoderunt  et  quod 
eis  alias  iniurias  irrogarunt,  orta  fuisset  civiliter  materia  questionis,  fuit  tandem  super 
hiis  a  partibus  in  Engelhardum  de  Bebemburch,  Gerwicum  de  Saxenvlur,  Hermannum 
dictum  Les^hen,  Conradum  de  Vinsterloch  et  Reimarum  de  Luden  milites  tanquam 
in  arbitros  arbitratores  et  amicabiles  compositores  sub  certa  pena  concorditer  com- 
promissum  et,  licet  iidem  arbitri  equum  super  premissis  tulerint  arbitrium  inter  partes, 
iidem  tamen  magister  et  fratres  illud  quod  quidem  aliquandiu  observarunt  nunc  ob- 
servare  indebite  contradicunt.  Quocirca  discretioni  vestre  per  apostolica  scripta 
mandamus,  quatinus  si  est  ita  predictos  magistrum  et  fratres  ad  observationem  ipsius 
arbitrii  sicut  provide  latum  est  et  ab  utraque  parte  sponte  receptum  monitione 
premissa  per  penam  in  compromisso  expressam  appellatione  remota  previa  ratione 
cogatis,  proviso  ne  aliquis  auctoritate  presentium  extra  suam  civitatem  et  diocesim 
ad  iudicium  evocetur  nee  procedatur  in  aliquo  contra  eum.  Quodsi  non  omnes  hiis 
exequendis  potueritis  Interesse,  duo  vestrum  ea  nichilominus  exequantur. 

Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  III.  nonas  Martii,  pontificatus  nostri  anno 
tertio. 

Ital.  Perg.  An  Hanfschnur  die  Bleibulle.  Auf  dem  Umschlage  rechts :  J.  de  Fractis,  links  unter  demselben 
der  Kostenvermerk,  vier  wagrechte  Striche  nebeneinander.  Auf  dem  Rücken  oben  in  der  Mitte:  Thomas  de 
Aquamunda,  unten  Adresse,  von  oben  nach  unten  laufend :  Hec  littera  presentetur  in  domum  hospitalis  sancte 
Marie  Theutonicorum  Jerosolimitani  ap\id  Mergentheym. 


1297.     März  7.  8  und   12.  29 

4979. 
liom  1297.     März  7. 

J'apsf  BunifaziuK  VIII.  verleiht  dem  Kloder  Herreualb  das  Hecht,  zur  Zeit  eines 
itUyemeinen  Interdikts  bei  verschlossenen  Türen  mit  Ausschluss  aller  (iebannten  ohne 
Glockengeläute  mit  (/edämpfter  Stimme  Gottesdienst  zu  halten,  sofern  das  Kloster  nicht 
selbst  zu  dem   Interdikt  Anlass  gegeben  hat. 

Datum  Rome  apud  sanetuni  Petruin,  nonas  Martii,  pontificatus  nostri  anno 
tertio.  —  Devotionis  vestre  precibus. 

Ital.  Perg.  An  roten  und  gelben  Seidefäden  die  Bleibulle.  \\\i  dem  Umschlag  rechts  Jordanis,  links  unter 
demselben  Kostenvermerk,  zwei  wagrechte  Striche  nebeneinander,  damnter  Jäc  bav.  Auf  der  Rückseite  oben  in 
der  Mitte,  fast  ganz  verschwunden,  stand  Thomas  de  A([uamimda.  Links  im  oberen  Eck  ein  kleines  b.  —  Aus- 
zug: ZGORh.  2,  463. 


4980. 

Esslingen  1297.     März  8. 

Der  Spital  in  Esslingen  (magister  totaque  congregatio  fratrum  et  sororum  hospi- 
talis  pauperum)  verkauft  an  Sigfried  von  Backnang  genannt  von  Hall  und  seine  Schwester 
Luitgard  Güter  in  Erbstetten. 

Regest  im  Esslinger  ÜB.  1,  124  n.  292. 


4981. 

Ulrich  von  Schönegg  Domherr  zu  Augsburg  quittiert  dem  Deutschordenshaus  Mainau  über 

40  Mark  von  der  Kirche  in  Jettenhausen. 

Konstanz  1297.     März  12. 

Allen  den  die  disen  brief  ansehent  oder  hörint  lesen,  künde  ich  her  Ulrich  || 
von  Schönegge  korherre  ze  dem  tum  ze  Ogespurch,  das  mich  brüder  ||  Ulrich  von 
Jestettin  kumendiir  des  Tuschen  huses  ze  Maienowe  und  die  ||  briider  des  selben 
huses  gewert  haut  der  vierzich  march  lötiges  silbers  Kostender  glötis,  der  si  mir 
schuldich  warent  von  der  kilchun  ze  Jetinhusen,  und  enphiench  das  vor  genant 
silber  an  miner  stat  und  von  niinen  wegen  her  Bertolt  von  Dietrishoven  der  priester 
von   hern   Bertolt   von   Arnsperch   bn\der   des  vor  genau tin  huses.     Das  dis  wäre   si 


30  1297.     März   13  und   15. 

und  State  belibe,  so  an  diseni  brief  geschriben  stat,  da  von  gip  ich  her  Ulrich  der 
vor  genant  von  Schönegge  min  insigel  an  disen  gegenwärtigen  brief  ze  ainer  stäter 
warehait. 

üier  brief  wart  gegeben  ze  Kostenze,  an  sancte  Gregoriun  tage,  in  ir  herberge, 
in  dem  jare  do  man  von  gottes  gebürte  zalte  zwelf  hundert  jare  und  in  dem  siben- 
din  und  nunzigostim  jare,  da  zegegen  waren  brüder  Burch.  der  Haller,  her  Cünrat 
der  Tottenaich,  Walther  Ezzich,  Ulrich  Tuggewase  und  Johans  von  Bottinchoven. 

Karlsruhe.  Orig.  Perg.  Beschädigtes  spitzovales  Siegel  mit  dem  Schild,  in  dem  drei  (2 : 1)  aufgerichtete 
Holzhämmer ;   Umschrift :    .  .  .  ANORICI  .  DE  .  SCHV  ...  —  Vgl.  Roth  v.  Schreckenstein,  Mainau  335. 


4982. 

Born  1297.     März  13. 

Papst  Bonifazius  VIII.  nimmt  das  Kloster  Komhurg  (Kamberch)  mit  allen  seinen 
Besitzungen  in  seinen  Schutz. 

Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  III.  idus  Martii,  pontificatus  nostri  anno 
tertio.  —  Cum  a  nobis  petitur. 

Ital.  Perg.  An  roten  und  gelben  Seidefäden  die  Bleibulle.  Auf  dem  Umschlag  rechts :  C,  darunter  I.  de 
Asisio,  links  unter  demselben  Kostenvermerk,  zwei  wagrechte  Striche  nebeneinander,  darüber  ein  Häkchen.  Auf 
der  Rückseite  oben  in  der  Mitte  Angl  Interampn.,  fast  unleserlich. 


4983. 

Esslingen  1297.     März  15. 

Kloster  Sirnati,  Uzo  genannt  Claus,  dessen  Schwestern  Gisela  und  Mechthild  mit 
ihren  Männern  Remo  tind  Walther  genannt  Gramer  übertragen  die  Entscheidung  ihres 
Streits  um  Wiesen  im  Gehai  an  Schiedsrichter. 

Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  125  n.  293. 


1297.     März   15  und   17.  31 

4984. 

Tübingen   1207.      März  15, 

Ffalsgr.af  Guttfried  von  Tübingen  verkauft  ov  den  Spifa/  in  PJsslingen  sein  Dorf  Vaihingen. 
Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  125  n.  294. 


4985. 

Rom  1297.     März  15. 

Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  dem  Kloster  Komburg  (Kamberg)  die  Inkorporation 
■der  Kirchen  in  Steinbach  und  Künzelsau  (presentata  —  nobis  vestra  petitio  continebat, 
quod  dudum  quondam  Burkardus  Rüggerus  et  Heinricus  comites  de  Kamberg  beati 
Johannis  Baptiste  in  Steinwag  et  beate  Marie  Magdalene  in  Küntzelzawe  ecclesiarum 
patroni  —  —  iuspatronatus,  quod  eis  in  eisdem  ecclesiis  competebat,  vobis  et  mona- 
sterio  vestro  concesserunt  intuitu  pietatis,  venerabilis  quoque  frater  noster  Berhtoldus 
episcopus  et  capitulum  Herbipolenses  postmodum  concessioni  huiusmodi  suum  presti- 
terunt  assensum,  prout  in  patentibus  litteris  inde  confectis  predictorum  episcopi  et 
capituli  sigillis  munitis  plenius  dicitur  contineri). 

Datum   Rome   apud   sanctum  Petrum,   idus  Martii,    pontificatus   nostri   anno  III. 

Unbeglaubigte  Abschrift  des  14.  Jahrhunderts  auf  Pergament. 


4986. 
Altdorf  1297.     März  17. 

Ritter  Heinrich  genannt  Schenk  von  Ittendorf  (Utendorf)  verkauft  vendidi  tradidi 
et  donavi)  dem  Kloster  Baindt  als  Meistbietenden  drei  Eigenleute  (Burchardum  dictum 
Srüben,  .  .  Annam  uxorem  suam  dictam  Fischarin  et  Hainricum  filium  dicte  Anne 
iure  proprietatis  michi  pertinentes)  um  6  ffi  und  10  Schilling  Konstanzer  Pfennige 
(monete  usualis)  und  verpflichtet  sich  zur  Gewährschaft  und  Eviktion. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Actum  aput  Altorf,  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  XVI.  kalendas  Aprilis,  testi- 
bus:  domino  Alberto  })incerna,  Hainrico  scriba  de  Capelle,  H.  dicto  Hüzen,  dicto 
Murdonc,  fratre  H.  mercatore,  fratre  Petro,  fratre  C.  Thiifunhulie  conversis  in  Biunde. 

Wolfegg.     Orig.  Ital.  Perg.     Siegel  s.  Bd.  10,  S.  471.  —  Regest:  DiiizASchwab.  1891,  S.  7,  Nr.  141. 


32  1297.     März  21   und  22. 

4987. 
Konstanz  1297.     März  21. 

Dompropst  C.  von  Freiburg  (Friburch)  tmd  Kajyitel  von  Konstanz  einersdts  und  Alt 
und  Konvent  von  St.  Georgen  im  Schwarzwald  andererseits  tauschen  zwei  hörige  Frauen 
(Adelhaidim  sororem  Ber.  dicti  sub  tilia  de  Husen  prope  Lupfen  ancillam  prepo- 
siture  Constantiensis  ascriptitiam  seu  annexam  curie  in  Husen  pertinenti  prepositure 
Constantiensi  cum  Adelhaidi  filia  Küd.  villici  de  Obernvlaht  ancilla  monasterü  Sancti 
Georii). 

Siegler:  Bischof  Heinrich  von  Konstanz  und  die  Aussteller. 

Die  Stellvertreter  des  abwesenden  Bischofs  (episcopi  agentis  in  remotis),  die  Magister 
Walther,  Domscholaster  und  C.  Pfefferhart  Domherr  zu  Konstanz  bestätigen  die  Abmachung. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCXCVII.,  XII.  kalendas  Aprilis,  indictione  X. 

Karlsruhe.  Orig.  Perg.  An  leinenen  Litzen  fünf  teilweise  beschädigte  Siegel.  1)  des  Bischofs  Heinrich 
von  Konstanz,  s.  Bd.  10,  S.  166.  2)  spitzoval,  c.  58,32  mm.,  stehender  Mönch,  die  Märtyrerpalme  in  der  Linken, 
ein  Buch  in  der  Rechten  haltend,  im  Siegelfeld  links  eine  Lilie,  rechts  eine  Rose ;  Umschrift :  •[■  .  S  .  CVM  .  DE  . 
FRIBV  .  .  .  .  TI  .  ECCE  .  OST.\NT  .  3)  des  Domkapitels  von  Konstanz,  s.  Bd.  6,  S.  165.  4)  spitzoval,  56,37  mm., 
der  sitzende  Abt  mit  Stab  und  Buch;  Umschrift:  f  •  S  .  BERTOLDI  .  ABBATIS  .  SCI  .  GEORGII  .  5)  rund, 
39  mm.,  der  hl.  Georg,  auf  einer  mit  Polster  belegten  Bank  sitzend,  in  der  Rechten  das  Rad,  in  der  Linken  die 
Palme  ausgestreckt  haltend ;  Umschrift :  i  .  SIGILLV  .  COVENT'  .  SCI  .  GEORGII  .  -  Abdnick :  Gerbert,  Hist. 
Nigre  Silve  3,  239.  —  ZGORh.  7,  158.  —  Regest:  Reg.  episc.  Constant.  3026. 


4988. 

Amman   und  Richter   von  Ehingen    beurkunden    den   Verkauf  eines    Gartens  in  Ehingen  an 

das  Predigerkloster  in   Uhu. 

Ohne   Ortsangabe.      1297.     März  22. 

Wir  Cünrat  Zeehe  der  amman  unde  die  rihter  von  Ehingen,  der  Hainger,  Alber^ 
Eberhart  Schevolt,  Hainrich  ||  Sanze,  Wernher  Nöte,  Cunrat  Zsehe  unt  der  Tukel 
tüin  kunt  allen  den  die  disen  brief  sehent  oder  horent  lesen,  ||  daz  Liuggart  des 
Dodus  tohter  Biirtlins  dez  smides  sseligen  wirtinne  hat  gegeben  ze  kofunne  rehte 
unde  rödiliche  den  ||  Bredegaren  von  Ulme  dem  .  .  prioi  und  dem  kofente  vier 
unde  zwainzig  schuhe  ir  garten  umbe  fiunf  phunt  Haller.  Disen  garten  hat  siu  vor 
uns  üf  gegeben  den  vor  genanten  Bredegern  unde  hat  sich  vercigen  beidiu  von  iren 
wegen  unde  öch  an  ir  kindes  steten  aller  anspräche  gaislicher  und  weltlicher,  wan 
wir    daz    ürtailtun    uffun   unsurn  ait  an  gerihte  nah  unsurre  stt^te  rehte,    daz  siu  den 


1297.     März  22  und  23.  33 

vor  genanten  garten  wol  moyite  mit  rehte  furkofen  und  an  ir  kinde  stete  ufgen, 
(las  iru  kint  kain  anspräche  umbe  den  selben  garten  ni6htin  han,  wan  siu  in  von 
rehter  nöte  müste  furkAfen.  Daz  das  wäre  si,  daz  dirre  kof  mit  gerihte  geschähe, 
so  heinkin  wir  unserre  stete  insigil  von  J]lnngen  an  disen  brief  ze  ainer  Urkunde 
durch  ir  beider  bete  willen  beidiu  unserre  herro  der  Bredeger  und  öch  der  vor 
genanter  Liuggarte. 

Dirre  kof  geschach  unde  wart  dirre  brief  gegeben  do  man  zalte  von  gotes  ge- 
burte  tusunt  jar  zwai  hundui-t  jar  niunzig  jar  dar  nach  in  dem  sübundun,  mornum 
nah  sant  Benedicten  tage  an  dem  fritage. 

Ulm.     Oiig.  Perg.     Siegel  der  Stadt  Ehingen,  s.  Bd.!»,  S.  475.  -  Abdruck:  Ulinisches  ÜB.  1,236. 


4989. 

Haigerloch  1297.     März  22. 

Wernher  von  Zimmern  genannt  Freienzimmern  verzichtet  auf  sein  Recht  an  eine  dem 
Kloster  Kirchberg  verkaufte   Wiese. 

Abgedruckt  Bd.  10,  S.  456  n.  4813  unter  dem  falschen  Datum  1296  März  2. 


4990. 

Mechthild  die  Tochter  Peters  von  Entringen  übergibt  all  ihr  mütterliches  Erbe  an  Gütern 
in  Eningen,  Pfullingen  und  Oferdingen  dem  Reutlinger  Bürger   Wigmann. 

Reutlingen  1297.     März  23. 

In    dem  namen  gots  uiisers  heiTen.     Amen.     Ich  Mehthilt  herren  Peters  tohter 

von  Änthringen  vergihe    offenlichen    mit    aim  Urkunde  dis  brieves  vor  allen   ||   luten, 

die   in    sehent  und  hörent   lesen,  si  leben  nu  in  dirre  zit  oder  werden  noch  gebom, 

die    billiche  wizzen    suln    daz    hie    geshriben    stat,    daz    ist,    daz    ich   ||   tvlliu  diu  gut, 

diu  mich  angevallen  sint  nach  erbe  rehte  von  miner  müter  Gerdrude  von  Bernhusen, 

daz   ich  diu   han  geben  Wigmanne  ein  burger  von  Kuthelingen  ||   umb  ain  gut,    daz 

er  mir  vergolten  hat,  also    daz  er  und  alle  sin  erben  diu  selben  gut  haben  besizzen 

und   niezen   eweclichen   als  man  aigenlichiu  gi\t  han  besizzen  und  niezen  nach  allem 

gewalte  sol.     Und  beshit,  daz  der  selbo  gute  ainz  oder  me  oder  älliu  samt  ansprechig 

werdent,    da   sol    si    herre  Peter   min  vater  der  vor  genante  verstau  und  im  daz  uf- 
XI.  5 


34  1297.    März  23. 

rillten  nach  der  stete  reht  ze  Euthelingen,  daz  ist  stseten  ain  jar  und  ainn  dag. 
Disiu  gut  jelliu,  als  si  hie  mit  namen  geshriben  stant,  han  ich  Wigmanue  ufgeben 
in  sine  hant  an  offem  gerihte  ze  Ruthelingen  und  han  mich  verzigen  aller  der  rehte, 
diu  ich  hete  an  den  selbon  guten  oder  mich  duhte  daz  ich  iemer  gewinnen  möhte 
nach  allen  rehten  gaistlichen  und  weltlichen.  Diu  gut  sint:  der  hof  ze  Einingen 
Wernhers  des  Maders,  den  mir  min  müter  lie  als  öch  diu  anderen  gut,  diu  ich 
hernach  nemme;  Eberhard  Bitterolfes  gut,  da  er  uffe  sizzet  und  swaz  dar  zu  höret; 
diu  muli  ze  Phullingen  mit  ir  rehte;  des  Vochelers  gut  öch  ze  Phullingen  mit  sime 
rehte,  daz  giltet  ain  pfunt;  des  Gebures  gut  öch  da,  ain  hus  und  ain  garte  und 
swaz  dar  zu  hört,  ez  sigen  aecger  oder  ander  gut,  und  ain  wise  lit  in  rehtem  phade, 
da  von  git  er  ainn  shillinc  und  zwai  pfunt;  daz  güteli,  daz  Wigman  selbe  het,  daz 
lit  in  dem  Aigerbache  bi  Hönlines  huse,  da  von  er  mir  gab  des  jars  zwelf  shillinge; 
der  Winmerinun  gut  ze  Overdingen,  da  von  gant  dri  shoifel  roggen  und  zwai  sum- 
mei'iu,  und  Veshe  güteli  ze  Phullingen,  da  von  gat  ain  shillinc.  Die  lancgarbe  von 
den  wingarton  an  Loshen  berge  ez  si  win  oder  pfenninge,  daz  wart  mir  halbes  und 
Johans  von  Bernhusen  und  Cünzen  von  Überlingen  daz  ander  tail.  Diu  lancgarbe 
von  Hainriches  des  Fronmaigers  wingarten  an  Achalmer  berge,  der  wirt  daz  vierde 
tail  Johans  von  Bernhusen,  diu  driu  tail  wrden  mir.  Disiu  gut  selliu  samt,  als  ich 
si  hie  genenmiet  han,  mit  allen  den  rehten,  diu  zu  in  horent,  han  ich  Wigmanne 
geben  ufgeben  und  offenlichen  verzigen,  als  da  vor  geshriben  stat. 

Diz  beshach  und  wart  geben  ze  Ruthelingen  in  des  Bebten  des  burgermesters 
huse,  an  dem  samzdage  vor  mitterre  vastun,  in  dem  jar  do  man  raite  von  Cristes 
geburte  zwelf  hundert  jar  in  dem  subeniu  und  niunzegostem  jar.  Der  lute  vor  den 
ich  dl  vor  genanten  gut  ufgab  und  mich  ir  verzech,  als  da  vor  geshriben  stat,  der 
was  vil,  da  von  nemme  ich  nit  wan  ain  tail.  Da  was  bi  her  Rumpolt  der  shultaiz, 
AI.  der  burgermeister,  AI.  Hurnbogen,  Eber,  der  Ungelter,  H.  der  Teverner,  Ber. 
sin  brüder,  Wal.  von  Hagingen,  AI.  Valros,  C.  von  Husen,  Liutold,  Ernst  Witige, 
Eber,  der  Wahsmanger,  Rüd.  von  Waibstat,  "Walt.  Kistrich  alle  rihter,  Walther 
Gütunsun,  C.  der  Maiger,  AI.  der  Zindel,  Ber.  Rüpli,  H.  Eppe,  H.  von  Egelingen, 
C.  Wolvart,  AI.  der  Wagener  alle  zumphmaister,  H.  der  Fronmaiger  und  ander 
gnüge  erber  liute.  Und  daz  disiu  dinc  ganz  und  staete  an  allen  widercrieg  eweclich 
beliben  Wigmanne  und  allen  sinen  erbon,  so  henkent  di  burger  von  Ruthelingen  ir 
stete  gemain  ynsigel  an  disen  brief  und  dar  zu  min  vater  herre  Peter  öch  daz  sin 
zu  ainer  waren  geziucnusse  aller  der  dinge,  diu  hie  geshriben  stant. 

Siegel:  1)  der  Stadt  Reutlingen,  s.  Bd.  8,  S.  389.  2)  schildförmig,  c.  42,36  mm.,  mit  drei  rechten  Schräg- 
spitzen gespalten ;  Umschrift,  im  linken  Obereck  begiimend :  SIGIL  .  PETRI  .  DE  .  ENTRIN  . 


1297.     März  24  und  25.  35 

4991. 
Giiglingen  1297.     März  24. 

Der  Edle  Rudolf  von  Neuffen  verkauft  mit  Zustimmung  seiner  Gemahlin  Elisabeth 
an  Prior  und  Konvent  vom  heiligen  Grab  zu  Speier  eine  Scheuer  in-  Giiglingen,  deren 
Grund  und  Boden  zum  Widdum  der  dem  Kloster  früher  von  ihm  geschenkten  Kirche  in 
Giiglingen  gehört,  um  12  Pfund  Heller  (cum  nobilis  quondam  matrona  .  .  felicis  recor- 
dationis  mater  nostra  in  fundo  dotis  ecclesie  in  Gugelingen  dudum  orreum  edifica- 
verit  arfque  construxerit  —  —  nos  recognoscentes  funduni  seu  aream  horrei  preno- 
tati  ad  prefate  ecclesie  in  Gugelingen  dudum  ex  donatione  nostra  ad  religiosos 
viros  priorem  et  conventum  sancti  sepulcri  Spirensis  legittime  devolute  dotem 
liberam  pertinere,  omnia  edificia  sepedicti  horrei  cum  omni  iure  nobis  in  ipso  cora- 
petenti  —  —  vendidimus)  und  verspricht  Gewährschaft  unter  Stellung  von  5  Bürgen 
(obligantes  —  pro  fideiussoribus  Wlricum  uobilem  de  Magenhein,  .  .  militem  dictum 
de  Herbortsheim,  .  .  militem  dictum  Hevener  de  Zimmern,  Reinbrehtum  dictum 
Gerre,  Heinricum  dictum  Rossehübit  scultetum  de  Gugilingen,  qui  fideiussores  pre- 
scripti  si  ammoniti  fuerint  a  dictis  religiosis  commessationes  facient  in  uno  hospitio 
in  Gugelingen  secundum  ritum  et  consuetudinem  civitatis). 

Actum  coram  iuratis  oppidi  Gugilingen,  anno  domini  MCC  nonagesimo  septimo, 
in  vigilia  annuntiationis  beate  Marie  virginis  et  sigillatuni  nostro  sigillo  et  sigillo 
communitatis  oppidi  in  Gugilingen  prenotati. 

Schultheiss  und  Geschivorene  von  Giiglingen  bezeugen,  dass  die  Hofstatt  der  Scheuer 
zum   Widdum  der  Kirche  gehöre  und  hängen  ihr  Siegel  an. 

Datum  anno  et  die  prenotatis. 

Ital.  Perg.     Siegel  abgegangen. 

4992. 

Abt  Johann  von  Wei,^senau  beurkundet  die  Stiftung,  die  ein  Konrad  dem  Kloster  gemacht  hat. 

Ravensburg   1297.     März  25. 

Universis  Christi  fidelibus  ac  singulis  presentium  inspectoribus  Johannes  divina 
permissione  abbas  ecclesie  Augee  Minoris  ordinis  Premonstratensis  Constantiensis 
dyocesis  nee  non  ||  conventus  eiusdem  orationes  in  domino  devotas  cum  notitia  sub- 
scriptorum.  Cum  obliviosa  sit  humana  memoria,  providum  est  ea  que  geruntur 
scripturarum  testimonio  peren||nari.  Noscat  itaque  tarn  presentium  quam  futurorum 
etas  per  presentes,  quod  quidam  Cünradus  divino  amore  succensus  recognoscens  quod 


36  1297.    März  25. 

elemosina  in  sinu  egentium  abscon||dita  coram  deo  pro  delinquentiuin  transgressio- 
nibus  interpellat,  curiam  dictam  Wanbrehzwat  quatuordecim  modios  utriusque  farris 
usualis  mensure  Ravenspurchensis,  octo  solidos  denariorum  Constantiensis  monete 
et  centum  ova  annis  singulis  rezentem,  cum  agris  pratis  silvis  nemoribus  pascuis 
cultis  et  incultis  viis  aquis  aquarumve  decursibus  iuris  dicionibus  et  aliis  utilitatibus, 
quocumque  nomine  censeantur,  pro  quatuordecim  marcis  puri  et  legalis  argenti  pon- 
deris  Constantiensis  cum  dimidia  comparavit  et  eam  ecclesie  predicte  libere  tradidit 
et  donavit  possidendam  perpetuo  interposita  condicione  talis  pacti,  quod  predicte 
ecclesie  abbas  sive  conventus  memoratam  curiam  non  debent  obligare  vendere  aut 
aliqualiter  ab  ipso  monasterio  alienare,  sed  is  qui  })ro  tempore  officium  cellerarii 
gesserit  in  eadem  de  predicte  redditibus  curie  memoratis  ad  infirmariam  canonicorum 
sex  modios  cum  tribus  solidis,  ad  infirmariam  vero  fratrum  laycalium  quatuor  modios 
et  tres  solidos  et  ad  infirmariam  sanctarum  monialium  in  Maisuntal  Christo  famu- 
lantium  quatuor  modios  speltarum  et  duos  solidos  denariorum,  sicut  obinde  deo 
rationem  reddere  voluerit,  debet  fideliter  annis  singulis  ministrare.  Ova  autem  ad 
coquinam  dominorum  in  communem  usum  sunt  omnium  presentanda.  Si  quid  autem 
extra  proventus  antedictos  predicte  curie  residuum  habeatur,  hec  idem  H.  dictus  in 
der  pfliistri  debet  ad  infirmariam  dominorum  et  fratrum  laycalium  dumtaxat  equali 
portione  dispensare  et  similiter  is  qui  post  eum  cellerarius  extiterit  in  ecclesia 
memorata.  Si  quis  abbas  autem  quod  absit  sive  is  qui  pro  tempore  dicti  zenobii 
gubernationem  habuerit  turbine  mentis  commotus  iam  dictam  constitutionem  infringere 
seu  violare  presumpserit,  ita  quod  singulis  infirmariis  predictis  ut  premissum  est 
suam  portionem  non  donaverit,  dominus  .  .  Rottensis  aut  suus  successor  quicumque 
extiterit  memorate  curie  proventus  sive  redditus  per  duos  annos  predicto  abbate  et 
conventu  minime  requisitis  sibi  debet  assumere  et  distribuere  prout  expedire  vide- 
bitur  anime  donatoris,  donec  predictus  abbas  Augee  Minoris  reversus  ad  cor  domi- 
bus  singulis  prenotatis  partem  predictorum  proventuum  sibi  deputatam  integre  decre- 
verit  assignare.  Ut  autem  ista  constitutio  sive  ordinatio  robur  debite  obtineat  firmi- 
tatis  nee  in  posterum  valeat  aliquatenus  infirmari,  sigillorum  venerabilis  domini  patris 
nostri  .  .  Rotensis  ac  nostri  nostrique  conventus  robore  presens  instrumentum  duxi- 
mus  roborandum  in  evidentiam  premissorum. 

Datum  Ravenspurch,  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  die  anunctiationis  beate 
virginis,  indictione  X.,  presentibus  discretis  viris  C.  dicto  in  Curia,  Ber.  fratre  suo, 
Her.  dicto  Regnolt  et  Johanne  filio  suo. 

An  weißen  Leinenfäden  drei  Siegel.  1)  spitzoval,  63,34  mm.,  der  stehende  Abt  mit  Stab  und  Buch;  Um- 
schrift :  .  .  .  IGILLVM  .  .  .  ATIS  .  DE  .  ROTE  .  2)  des  Abts  von  Weißenau  s.  Bd.  7,  S.  334.  .3)  des  Konvents 
von  Weißenau  s.  Bd.  10,  S.  280. 


1297.  März  26,  27  und  29.  37 

4993. 

Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  dem  Abt  und  Konvent  von  Bebenhausen  alle  ihrem  Kloster 

verliehenen  Privilegien  und  Freiheiten. 

Rom  1297.     März  26. 

Bonifacius  episcopus  servus  servorum  dei  dilectis  filiis  .  .  abbati  et  conventui 
monasterii  de  Bebenhusen  Ci8ter||ciensis  ordinis  Constantiensis  diocesis  »alutem  et 
apostolicam  benedictionera.  Cum  a  nobis  petitur  u.  s.  w.,  wörtlich  wie  Bd.  6,  S.  397, 
mit  der  —  abgesehen  von  unbedeutenden  Verschiedenheiten  —  einzigen  Abweichung,  dass 
es  heisst:  vobis  et  monasterio  predicto  indultas. 

Datum  Kome  apud  sanctum  Petium,  Vll.  kalendas  Aprilis,  pontificatus  nostri 
anno  tertio. 

MUndien.  Universitätsbibliothek.  Orig.  Ital.  Perg.  An  rot-  und  gelbseidenen  Fäden  die  gewöhnliche 
Bulle  dieses  Papstes.  Auf  dem  Umschlag  rechts  Sy.  T.  mit  einem  Häckchen  über  T. ;  links  unter  dem  Umschlag 
Jac.  bäc.,  darunter  Kostenvermerk :  zwei  wagrechte  Striche  nebeneinander.  Oben  rechts  in  der  Ecke  N.  zweimal 
durchstrichen.     Auf  der  Rückseite  oben,  in  der  Mitte  Ths  de  Aquamunda,  links  in  der  Ecke  b. 


4994. 
Rom  1297.     März  27. 

Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  dem  Kloster  Uerrenalb  alle  seine  Privilegien  und 
Freiheiten. 

Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  VI.  kalendas  Aprilis,  pontificatus  nostri 
anno  tertio.  —  Cum  a  nobis  petitur. 

Ital.  Perg.  An  roten  und  gelben  Seidenfäden  die  Bleibulle.  Dieselben  Kanzleinotizen  wie  bei  Nr.  4979. 
Der  Name  des  Prokurators  Thomas  de  Aquamunda  deutlich  zu  lesen,  sonst  keine  Zeichen  auf  der  Rückseite. 
-  Auszug:  ZGORh.  2,  464. 


4995. 

Rom  1297.     März  29. 

Papst  Bonifazius  VIII.  beauftragt  den  Propst  von  Adelberg  (Madelperch),  dem 
Kloster  der  Predig  er  nonnen  in  Gmünd  (priorissa  et  conventus  monasterii  de  Gamundia 
per   priorissani    soliti   gubernari    oi'dinis   sancti  Augustini   secundum    instituta  et  sab 


38  1297.     April   1   und  4. 

cura   fratrum    Predicatorum    viventes    Augustensis    diocesis)    zur    Rückgewinnung    ent- 
fremdeter Güter,  Einkünfte  und  Rechte  behilflich  zu  sein. 

Datum  Rome    apud   sanctum  Petrum,    Uli.  kalendas  Aprilis,    pontificatus   nostri 

anno  tertio.   —  Ad  audientiam  nostram. 

Ital.  Perg.  Die  Bulle  fehlt.  Auf  dem  Umschlag  rechts  T  de  Murro,  links  unter  demselben  Kosten- 
vermerk, zwei  wagrechte  Stricke  nebeneinander,  darüber  ein  Häkchen,  darunter  Jac  bäc.  Oben  in  der  Mitte 
supl,  zweimal  mit  hellerer  Tinte  (derselben,  mit  der  in  Zeile  3  in  ausgesparter  Lücke  das  Wort  Augusten  nach- 
getragen ist)  durchstrichen ;  ebenso  mit  heller  Tinte  rechts  oben  in  der  Ecke  n,  dunkel  zweimal  durchstrichen. 
Auf  der  Rückseite  oben  in  der  Mitte  J  de  Ancona,  durchstrichen,  dai-unter  N  Waldini,  von  einem  doppelten  Viereck, 
über  dem  ein  Kreuz  angebracht  ist,  umgeben. 


4996. 

Esslingen  1297.     April  1. 

Schultheiss,  Geschworene,  Ratmannen,  Schöffen  und  Gemeinde  von  Esslingen  überlassen 
dem  Marquard  im  Kirchhof  einen  Platz  an  der  Neckarbrücke  bei  der  Pliensau  zum  Bau 
einer  Mühle. 

Abdruck  im  Esslinger  ÜB.  1,  126  n.  295. 


4997. 

Albrecht  Crucelin  und  seine  Frau  kaufen  von  Kloster  Gotteszell  ein  Gütlein  zu  Brainkofen 

als  Leibgeding. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     April  4. 

Allen  den,  die  disen  brief  anesehent  und  lesent  oder  horent  lesen,  den  tun  wir 
Albret  Crucelin  und  Lucgart  sin  wirtin  kunt  und  verge||hen  offenliche,  daz  wir  haben 
köfet  ze  einem  libgedinge  daz  gütelin  da  ze  Brunikoven,  dar  uffe  sicet  der  Lubinc, 
umme  die  priorin  und  den  ||  convente  in  demme  closter  ze  Gemunde  der  Predeger 
Ordens,  also  daz  sie  daz  gelt,  daz  der  von  gat,  suln  in  nemen  und  sond  es  uns  ant- 
wrtin,  die  wil  wir  leben,  ||  und  der  convente  sol  es  in  siner  hant  und  gewalt  han 
besezen  und  enzezen.  Und  koment  Adelheyt  und  Irmgart  unserre  toter  kint  in  daz 
closter,  so  sont  sie  daz  vor  genent  gut  han  und,  nach  unser  beder  tot,  stirbst  der 
kinde  enis,  so  sol  es  halbes  vallen  an  de  convente.  Kumet  aber  nun  Adelheyt  in 
daz  closter,  so  sol  es  des  gutes  das  halbe  teil  han.  Stirbet  daz  selbe  kint  Aldeheyt 
user   halbe    des  closters,    so    sol  daz  vor  gene[n]t  gut  halbes  an  den  convente  vallen 


1297.     April  5  und   7.  39 

und  daz  ander  teil  daz  sol  stan  in  unserr  hant.  Üaz  dis  stäte  beliben  dar  umme  haben 
wir  der  priorin  und  demme  convente,  der  vor  dikke  genennet  ist,  disen  brief  gegeben 
mit  herren  Cünrates  des  Langen  von  Rechperc  und  öch  mit  des  conventes  insigeln') 
versigelt. 

Dirre  brief  wart  gegeben  und  gescriben,  do  von  gotes  geburte  warn  tusent  und 
zwai  hundert  und  siben  und  niunzich  jar  ergangen,  an  sancte  Ambrosien  tac. 

Zwei  Rundsiegel.     1)  40  mm.,    im  Schild  zwei  abgewendete  aufgerichtete  Löwen;    Umschrift:    f  .  S  .  CVN- 

H.A.DI  .  LON DE  .  HOHEN  HEHPERCH.     2)  des  Kl.  Gotteszeil,  s.  Bd.  8,  S.  190. 

a)  Text:  insigenl. 


4998. 

Berthold   von  Trauchburg   erneuert   dem  Kloster  Rot   seine  Schenkung  der  Kirche  in  Oye, 

deren  Urkunde  verloren  gegangen  ist. 

Laupheim  1297.     April  5. 

In  nomine  domini.  Amen.  Que  geruntur  ne  simul  cum  tempore  transeant,  ex- 
pedit  ea  scripture  subsidiis  perhennaii.  Eapropter  ego  Bertoldus  de  ||  Druhburch 
notum  fieri  cupio  universis  presentium  inspecturis,  quod  venerabiles  domini  .  .  abbas 
et  conventus  monasterii  in  Rot  mihi  tristi  vultu  demon||strarunt  litteras  meas,  quas 
pro  ecclesia  sancti  Michahelis  in  Oye  ante  XXX  atinos  ipsis  tradidi,  aut  diuturnitate 
temporis  vel  sie  ignoranter  ami||sisse.  Quare  predicte  ecclesie  sancti  Michahelis 
donationem  cum  iure  advocatie  dote  et  aliis  sibi  attinentiis  a  proavis  meis  heredi- 
tario  iure  possessis  predictis  dominis  in  Rot  volens  innovando  contradere  pro  reme- 
dio  anime  patris  mei  et  ob  salutem  meam  lucidius  declarare,  quia  fratrueli  raeo 
Cünrado  de  Hohentanne  due  curie  apud  castriun  Ruemsberch  site  cedebant  in  parte 
et  michi  ecclesia  sepedicta  in  Oye,  cum  bona  nostra  distribuissemus.  Ut  autem  pre- 
dicta  innovatio  sive  donatio  prefatis  dominis  firma  et  inconvulsa  permaneat,  presen- 
tem  cedulam  meo  sigillo  feci  communiri. 

Datum  in  Lauphain,  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  nonas  Aprilis. 

.Siegel  s.  Bd.  8,  S.  17. 


4999. 

Markgröningen  1297.     April  7. 

Bischof  Bonifazius    von   Knin  (Tynensis)   cooperator   Bischof  Mangolds   von   Würz- 
bvr<i  rcrlciht  allen   Besuchern  und  Wohlfäfern  des  von  ihm  geweihten  Spitals  in  (Iröningen 


40  1297.     April   10. 

(qui  ad  hospitale  ordinis  sancti  spiritus  in  Groninggen  per  nos  consecratum  causa 
devotionis  accesserint)  am  Tag  der  Weihe,  an  den  vier  Marienfesten,  an  Christi  Geburt, 
Auferstehung  und  Himmelfahrt,  an  Pfingsten  (spiritus  sancti  missione),  an  den  Tagen 
Juhannis  des  Täufers,  des  hl.  Kreuzes,  der  12  Apostel  und  während  der  Oktaven  aller 
dieser  Feste  einen  Ablass  von  40  'Tagen  für  Tod-  und  von  100  Tagen  für  lässliche 
Sünden,  unter  Voraussetzung  der  Zustimmung  des  Diözesanbischofs. 

Datum  in  Groninggen  in  eodeni  hospitali,  anno  doniini  MCC  nonagesimo  septimo, 
in  die  palmarum. 

Siegel  spitzoval,  c.  66,45  mm.,  der  sitzende  Bischof  mit  Stab  und  Buch ;  Umschrift :  .  .  .  BONIFACII  .  EPIS- 
COPI  .  TINNENSI  ...  -  Abdruck:  DiözASchwab.  1891   S.  75. 


5000. 

Schenk  Konrad   von  Winterstetten   überlässt   alle  seine  ihm  entflohenen  Eigenleute  beiderlei 
Geschlechts  mit  gewissen  Ausnähmest  dem  Kloster  Baindt. 

Baindt  1297.     April  10. 

Omnibus  Christi  fidelibus  hanc  literam  inspecturis  Cunradus  pincerna  de  Winter- 
steten subscriptorum  notitiam  cum  salute.  Noverint  igitur  presentes  et  futuri,  quod 
cum  multi  homines  utriusque  sexus  michi  pertinentes  propter  gravamina  et  indebitas 
exactiones,  quas  eisdem  intuleram,  se  fuge  in  diversis  locis  ac  provinciis  commen- 
dassent  et  cum  nullam  de  ipsis  utilitatem  consequi  potuissem,  quia  nullus  certam 
pecuniam  dat  pro  re  incerta,  ego  dictos  homines  in  quibuscunque  locis  seu  provinciis 
sunt  ac  morantur  venerabilibus  in  Christo  abbatisse  et  conventui  monasterii  in  Biunde 
ordinis  Cisterciensis  tradidi  ac  donavi  ab  ipsis  ipsarumque  monasterio  in  perpetuum 
libere  possidendos  ob  gratiam  et  familiaritatem,  qua  omnes  antecessoi'es  mei  eidem 
monasterio  fideliter  adheserunt,  octo  tarnen  personis  exceptis,  quas  sibi  patruus  meus 
Cunradus  pincerna  de  Bigenburch  asserit  pertinere,  et  una  muliere  aput  Offenpurch 
penes  Argentinam,  quam  mihi  cupio  detinere.  In  ceteris  omnibus  renuntio  iuri, 
quod  mihi  in  eisdem  corapetiit  seu  competere  videbatur.  Et  in  evidentiam  omnium 
premissorum  presentes  dedi  mei  sigilli  robore  communitas. 

Datum  aput  Biunde,  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  IV.  idus  Aprilis,  subnotatis 
testibus  presentibus  domino  Burchardo  viceplebano  ecclesie  sancti  Johannis,  fratre 
H.  mercatore,  fratre  C.  de  Roggenburron,  magistro  H.  de  Berngarruthi,  Hermanno 
filio  meo,  Dietrico  Brunon  de  Ravenspurg,   et  aliis  viris  pluribus  fide  dignis. 

Wolfegg.     Kopialb.  des  Klosters  Baindt  S.  154.  —  Regest:  DiözASchwab.  1891,  S.  7  n.  142. 


vidi.     April   11   und   13.  41 

5001. 
Hottenmünster  1207.     April  11. 

Eberhard  roii  Lupfen  (Luphen)  Graf  von  Stählingen  (Stülingen)  verkauft  (vendimus 
vt  tradimus  vendidisse  et  tradidisse  nos  presentibus  confitemur)  der  Äbtissin  Udelhild 
und  dem  Konvent  von  Rottentnünster  (llubei  Monasterii  iuxta  Rotwil)  ein  Gut  in  Tu- 
ningen (bona  seil  possessiones  nostras  proprias  in  Tainingen  dictas  Wernhers  dez 
Kamerers  gut  solventia  annuatim  sejjteni  niodios  tritici  septem  modios  avene  quin- 
(pie  solidos  denarioruni  Brisger  iinuni  quartale  ovoruni  et  quatuor  pullos  cum  omni 
iure  et  pertinentiis  seu  a})pendiciis  suis  videlicet  in  agris  in  pratis  in  pascuis  vir- 
gultis  aquis  aqueductibus  viis  et  inviis  et  ceteris  iuribus  universis)  um  12  Mark 
Silber  Rottweiler  Gemchts,  verspricht  Gewährschaft  und  leistet  die  üblichen   Verzichte. 

Sieyler:  Der  Aussteller. 

Actum  aput  Rubeum  Monasterium,  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  tertio  idus 
Aprilis,  indictione  X. 

Abhängendes  Siegel,  s.  Bd.  i(,  S.  ;!(>!». 


5002. 

Bischof  Heinrich   von   Konstanz   bestätigt  dem  Kloster  Marchthal  die  ihm  von  seinen    Vor- 

(/ä}i(/ern   Heinrich,    Eberhard    und   Rudolf   verliehenen    Freiheiten    wegen   der   Kirchen   zu 

Kirchbierlingen  und    Wachingen  und  der  Kapellen  zu  Ammern  und  Rcufh'nf/en. 

Konstanz  1297.     April  Vi. 

H.  dei  gratia  Constantiensis  ecclesie  episcopus  universis  Christi  tidelibus  pre- 
sentes  litteras  visuris  seu  audituris  salutem  et  veram  in  domino  caritatem.  Cum 
venerabiles  domini  et  patres  ||  H.  videlicet,  Eber,  ac  Rudolfus*)  nostri  predecessores 
Constantienses  episcopi  monasterium  Martellense,  quod  nostre  Constantiensi  ecclesie 
tam  temporali  iure  subiacet  quam  spiritali,  multis  bene|(ficii8  et  indulgentiis  ac  pro- 
motionibus  sint  prosecuti  ecclesiam  suam  in  Bilringen  a  danda  quarta  exlionerando 
et  novem  solidos  Hallensium  a  decem  et  septem  solidis  bannalium  ||  quos  ecclesia 
in  Wacliingen  quondam  persolvebat  remittendo,  capellam  etiam  suam  in  Ambra  ab 
omni  iure  episcopali  absolvendo,  capellam  quoque  suam  in  Rutelingen  et  fratres 
inibi  divinum  officium  celebrantes  multis  libertatibus  honorando,  ut  littere  desuper 
confecte  plenius  attestantur,  nos  dictas  libertates  et  exemptiones  predictarum  eccle- 
siarum  et  cai)ellaruin  renovare  et  confirmare  cupientes  easdem,  sicut  a  nostris  prede- 

XI,  ,} 


42  1297.     April   16  und  18. 

cessoribus  sunt  late  et  concesse,  auctoritate  ordinaria  cum  consensu  nostri  capituli 
in  nomine  domini  confirmamus.  In  cuius  rei  testimonium  presentes  litteras  nostri 
sigilli  munimine  et  nostri  capituli  fideliter  roboramus. 

Datum  Constantie,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  septimo,  idu« 

Aprilis,   indictione  X. 

Siegel  abgegangen.  Die  Urkunde,  die  sich  ausschließlich  auf  gefälschte  Bischofsurkunden  beruft  (Bischof 
Heinrich  von  1245  Juni  22  wegen  Ammern  und  Reutlingen  Bd.  4,  S.  101 ;  Rudolf  von  1279  Jan.  17,  Bd.  8,  S.  158 
betr.  Kirchbierlingen  und  von  1292  Nov.  28,  Bd.  10,  S.  81  betr.  Wachingen;  unter  den  erhaltenen  Urkunden  Bischof 
Eberhards  findet  sich  keine  die  hierlier  gehört)  ist  von  einer  Hand,  die  auch  in  andern  Marchthaler  Fälschungen 
erscheint,  und  ist  selbst  auch  eine  Fälschung.  Der  angebliche  Ausstellungsort  Konstanz  erscheint  jedoch  nicht 
unmögUch,  da  der  Bischof  am  13.  April  bereits  von  Wien  zurück  sein  konnte  und  am  24.  in  Konstanz  urkundet.  — 
Regest:  Reg.  episc.  Constant.  3028. 

a)  Die  drei  Namen  auf  Rasur. 


5003. 
Weingarten  1297.     Ajml  KL 

Die  Brüder  Ulrich  und  Friedrich  von  Ried  (Rieth)  iihertragen  dem  Kloster  Wein- 
garten auf  dessen  Bitten  um  ihres  Seelenheils  willen  das  Eigentumsrecht  ihres  Hofs  in 
Edensbach  (curiam  in  Edispach  iure  proprietatis  nobis  pertinentem  quam  Hermannus 
Virggo  a  nobis  in  feodum  dinoscitur  possidere  —  —  —  cum  Omnibus  suis  perti- 
nentiis  agris  videlicet  pratis  et  virgultis  —  —  - —  libere  transferimus  per  presentes) 
und  verzichten  auf  alle  Rechte  daran. 

Siegler:  Die  Aussteller  (sigillum  nostrum). 

Datum  aput  Wingarten  et  actum  anno  domini  MCC  et  XCVII.,  XVI.  kalendas 
Maii,  indictione  X. 

Ital.  Perg.  Beschädigtes  rundes  Siegel,  c.  45  mm.,  fünfmal  geteilter  Schild,  von  aufgerichtetem  Löwen  über- 
deckt ;  Umschrift :  f  .  S IS  •  DE  •  RIET  . 


B004. 

Bischof  Heinrich  von  Konstanz  gewährt  dem  Kloster  Marchthal  die  Vergünstigung,  dass 
die  Brüder,  die  die  Klosterpfarreien  Kirchbierlingen,  Ammern.,  Marchthal  und  Wachingen 
versehen,   keine  bischöflichen   oder  gerichtlichen  Mandate  auszuführen  gebunden  sein  sollen. 

Munderkingen  1297.     April  18. 

H.  dei   gratia  Constantiensis    episcopus  .   .   dilectis    in  Christo    universis  ad  quos 
presentes  pervenerint  salutem  et  notitiam  subscriptorum.     Noveritis  quod  cum  mona- 


1297.     April  22.  43 

sterium  11  Maithelleuse  ordiuis  Premonstrateusis  nostre  dyocesis  ex  iiostrorum  ante- 
cessorum  et  nostra  donatione  parrochias  videlicct  Bilringen  Ambra  Marthel  Wac|| längen 
ipsorum  indigeutie  deservientes  per  suos  confratres  in  divinis  procuraret  et  iidem 
fratres  plebem  regentes  per  nostrum  et  nostri  .  .  officialis  ||  seu  per  delegatorum 
vel  subdelegatoruni  a  nobis  iudicum  niandatum  sepius  compellerentur  citare  et 
excommunicare  personas  cuiuscuniqiie  Status  aut  condicionis  in  aliis  parrochiis  resi- 
dentiam  liabentes,  cuius  mandati  occasione  frequenter  iniurias  vituperia  ac  etiam 
gravamina  intollerabilia  incurrebant  prefatique  monasterii  prepositus  et  conventus 
super  huiusmodi  incomodo  nostram  humiliter  requirerent  paternitatem,  nos  adten- 
dentes  quod  decani  rectores  plebani  viceplebani  sou  vicarii  per  süorum  advocatorum 
pi-incipuni  aut  universitatem  civium  vel  civitatum  potentiam  ab  huiusmodi  grava- 
minibus  satis  tuti  ac  defensati  ad  huiusmodi  mandatum  sufficiunt  prosequendum 
quodque  multi  sub  habitu  Christiano  in  vanum  nomen  doniini  confitentes  occasione 
nulla  vel  modica  contra  claustrales  excitati  res  ipsorum  diripiunt  et  in  ipsorum  in- 
iuriis  debachantur,  ad  reprimendos  huiusmodi  insultus  dictis  fratribus  ut  mandatum 
huiusmodi  exequi  non  teneantur  indulgemus  presentium  per  tenorem,  nisi  forte  ali- 
({uorum  malitia  se  erexerit  nostre  ecclesie  in  iacturam,  in  testimonium  premissorum 
nostri  secreti  sigillo  presentibus  roboratis.  Litteras  insuper  domini  Alexandri  pape 
(i[uarti  huiusmodi  litterarum  tenorem  continentes  indultas  predicto  monasterio  per 
nostram  dyocesim  inviolabiliter  volumus  observari. 

Datum  in  Mundrichingen,  anno  domini  MCC  nonagesimo  septimo,  XIIII.  kalen- 
das  Maii,  indictione  X. 

Faksimile  des  ehemals  in  der  Gutsregistratur  von  Ammern,  spilter  beim  Hofkameralamt  Herrenbei-g  ver- 
wahrten, jetzt  verloren  gegangenen  Originals.  Von  der  Urkunde,  die  eine  Fälschung  ist,  gilt  dasselbe,  wie  von 
der  vorhergehenden  von  1297  April  13.  Die  am  Schlul5  ei-wähnte  Bulle  Papst  Alexanders  IV.  ist  wohl  das 
Bd.  5,  S.  3-J4  gedruckte  Privileg  von  1260  März  25  (das  allerdings  nur  von  i)äpstlichen  Mandaten  redet) ;  es  ist 
nicht  wahrscheinlich,  daß  das  Kloster  eine  Vergünstigung  von  solchem  Umfang  wie  die  vorliegende,  vom  Papst 
erhalten  hatte,  so  wenig  als  die  Verleihung  durch  den  Bischof  glaubhaft  ist. 


5005. 

Rom  1297.     April  22. 

Papst  Bonifazitis  VIII.  bestätigt  dem  Abt  und  Konvent  von  Neresheim  auf  ihre 
Bitten  die  Erwerbung  des  Dorfes  Ummenheim  (quod  nobiles  viri  Hainricus  de  Hoestetten 
et  Hainricus  nepos  eius  ac  Mathildis  eiusdem  nepotis  mater  —  villam  Ummenheim 
tunc    ad    eos    communiter   jiertinentem   cum    silvis   pratis   prediis   ac  omnibus  iuribus 


44  1297.     April  26  und  29. 

et  pertineiitiis  venerabilis  fratris  nostri  episcopi  Augustensis  ad  id  accedente  consensu 
dictis  abbati  et  conventui  vendiderunt  pro  certa  pecunie  quantitate,  prout  in  paten- 
tibus  litteris  inde  confectis  ipsius  episcopi  sigillo  munitis  plenius  dicitnr  contineri). 
Datum  llome  apud  sanctum  Petrum,  decimo  kalendas  Maii,  pontificatus  nostri 
anno  tertio.  —  Cum  a  nobis  petitur. 

Absclirift  im  Clironicon  dipl.  Neresheimense  des  Paters  Magnus  Sterr  von  1730,  Teil  1,  S.  137  f. 


6006. 

Mimderkingen  1297.     April  25. 

Äbtissin  Agiles  und  Konvent  von  Heiligkrenzthal  beurkunden,  dass  Burkhard  von 
Dietershausen  und  seine  Frau  Maihilde  dem  Kloster  all  ihr  Gut  zu  Dietershausen  für  die 
Aufnahme  ihrer  Tochter  Mazzili  gegeben  haben. 

Deutsch.  Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,44  n.  154. 


5007. 

Der  Ofp'zial   von  Konstanz   entscheidet   in   dem   Streit   des  Klosters  Bebenhausen   und   des 
Pfarrers  von  Reusten  gegen  H.  genannt  Villice  von  Horb. 

Konstanz  1297.     April  29. 

.  .  officialis  curie  Constantiensis  omniljus  presentium  inspectoribus  salutem  in 
domino  cum  notitia  ||  subscriptorum.  In  causa  mota  inter  religiosos  viros  .  .  abbateni 
et  conventum  monasterii  ||  in  Bebenhusen  ordinis  Cisterciensis  patronos  ecclesie  in 
Obernkilch  nee  non  Hainricum  rectorem  ||  eiusdem  nomine  ac  vice  ipsius  ecclesie  ex 
una  et  H.  dictum  Villice  de  Horwe  ex  parte  altera  coram  nobis  super  eo  quod 
predicti  abbas  conventus  et  .  .  rector  asserebant  prefatum  H.  Villice  Erlwinum  villi- 
cum  prefati  monasterii  in  Böndorf,  .  .  dictum  Totzzeler  de  Utingen  ac  alios  quam 
plures  homines  censuales  ipsi  ecclesie  Obernkilch  indebite  compulisse  et  compellere 
ad  solvendum  stüras  munera  Servitutes  exactiones  et  census  illicitos  prout  hec  in 
libello  super  hoc  confecto  plenius  continentur,  lite  legitime  contestata  prestitoque 
iuramento  calumpnie  a  .  .  procuratore  .  .  abbatis  et  conventus  predictorum  utpote 
patronorum  et  ab  ipso  H.  rectore  seu  eins  procuratore  utpote  ipsius  ecclesie  rectore, 
prestitoque   predicto   iuramento   ab  ipso  H.  Villice    quoad   prefatos   abbatem   et  con- 


1297.    Mai  5.  45 

ventuiu  patronos  predictos  ipsoque  H.  Villice  iuramentum  caluinpiiie  qxioad  ipsuni 
rec-torein  prestai'e  recusante,  licet  Bei)e  et  isepius  ad  illud  prestandimi  hiiniiliter  fuerit 
monitus  et  requisitus,  queiiiadmodum  de  siia  contuniacia  et  recusatione  fides  etiaiii 
nobis  facta  fuerit  per  litteras  viri  discreti  H.  incurati  in  Sülchen,  cui  a  nobis  iniiinc- 
tum  fuit  8ub  commissione  speciali  ad  recipienduiii  a  H.  N'illice  prenotato  calninpnie 
iuramentum,  })rout  hec  per  acta  plenius  liquent  —  quia  inveninius  exhigente  iustitia 
ipsum  li.  N'illice  pro  convicto  fore  liabendum  ideoque  ipsum  liabentes  pro  convicto 
in  quantum  tangit  personam  rectoris  predicti,  in  hiis  scrijitis  Bententialiter  condemp- 
namus  eundeni  ad  desistenduni  imposterum  a  conpulsione  seu  impositione  sti'iraruni 
munerum  servitutum  exactionuni  ac  aliorum  censuuni  illicitorum  quoad  predictas 
persona«  seu  alios  de  quibus  constiterit  ipsos  fore  predicte  ecclesie  censuales,  ipsis 
super  premissis  quoad  personam  ipsius  rectoris  i)erpetuum  silentium  imponentes. 
Reservamus  nichiloininus  prefato  rectori  exj)ensas  litis,  que  taxatione  nostra  prehal)ita 
de  iure  fuerint  refundende. 

Datum  Constantie,    anno    doinini  MCCXCVIL,    111.  kalendas  Maii,   indictione  X. 

Itul.  Perg.     Siegel  s.  Bd.  8,  S.  418.—  AlKlmck:  ZGORh.  14,445. 


5008. 

Ohne  Ortsa )>(/(( he.     1297.     Mai   '>. 

Dietrich  tind  seine  Schwester  Adelheid  von  Freudenstein  verkaufen  (vendidimus)  ihren 
Anteil  an  der  Biir(/  Freudenstein  (partem  castri  nostri  in  Freudensteiit  cum  uuiversis 
suis  pertinentiis)  mit  Hand  und  Zustimmung  Friedrichs  von  Gottes  Gnaden  Markijrafen 
von  Baden  als  Lehensherrn  (ad  quem  ius  infeodationis  predicti  castri  i)ertinet)  an  ihre 
Schwester  Elisabeth  von  Freudenstein  und  deren  Erben  um  160  U  Heller  und  verzichten 
auf  jede  Einsprache. 

Siegler:  Markgraf  Friedrich  von  Baden,  der  seine  Zustimmung  zu  dem  Verkauf  gibt 
und  die  Belehnung  Elisabeths  bezw.  ihrer  Träger  Hermann  von  Königsbach  und  Wilhelm  von 

Freudenstein  vollzieht  (infeodationem in  manus  discretorum  virorum  Hermanni 

scilicet  de  Kungesbach  militis  et  Willielmi  de  Freudenstein  tamquam  in  manus  fide- 
liuni  per  nos  commissam  et  pro  tempore  predicte  Elizabethe  gerendam). 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesiino  septimo.  dominica  proxima  post  inventionem 
sancte  crucis. 

Karlsruhe.     K()|)l).  Nr.  .")1,  MI.  2!).  —   Regest:  Reg.  der  .Markgr.  von  Baden  ü4(t. 


46  1297.     Mai    10.    11    und    15. 

5009. 
Esslingen  1297.     Mai  10. 

lütter    Konrad    von    Bernhausen    verkauft    dem    Spital    in    Esslingen    seinen    Wald 

Katzenbach. 

Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  128  n.  29«  nach  dem  Oiig.  in  Eßlingen. 


5010. 

Munderkingen  1297.     Mai  11. 

Albrecht*)  genannt  Schedel  von  Steusslingen  (Stiisselingen)  eignet  gemeinsam  mit 
seinem  Sohn  um  ihres  Seelenheiles  willen  dem  Spital  in  Biberach  einen  Hof  in  Winterreute 
(proiirietatem  curie  solius  in  Winderütin  site  mihi  ab  Kuedegero  pannicide  civi  in 
Biberach  resignate  et  vendite  hospitali  sancti  Spiritus  in  Biberach  eidem  hospitali 
donavi  dedi),  der  jährlich  12  Malter  Korn  (frumenti),  12  Schilling  Konstanzer,  8  Hühner, 
100  Eier  und  3  Schilling  Konstanzer  für  Dienste  (ratione  dicti  vulgo  dienst)  reichen  muss. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Testes:  dominus  Hermannus  de  Anmerkingen,  .  .  minister  in  Mundrichingen 
dictus  de  Stain,  [Hainricus  de  Haingen,]  .  .  dictus  Virrer,  C.  dictus  Sinnikman,  Her- 
mannus dictus  [Sinnikman,  Hainricus  dijctus  Hüpman,  Berhtoldus  dictus  Munsar,  hü 
duo  cives  [de  Biberach]. 

Datum  et  actum  Mundrichingen,  [anno  domiui  MCCLjXXXX  septimo,  V.  idus  Maii. 

Abhängendes  Siegel,  s.  Bd.  9,  S.  494.  Die  Urkunde  i.st  stellenweise  unleserlich,  der  Text  wurde  nach  einer 
älteren  Abschrift  ergänzt.  —  Regest:  Württ.  Vierteljahrshefte  1897,  Mi  n.  16. 

1)  Der  Vorname  ist  im  Text  ausgelassen,  ergibt  sich  aber  aus  dem  Siegel. 


5011. 

Der   Streit  zwischen    Graf  Rudolf  dem   Scheerer   von    Tübingen   und   dem  Kloster  Beben- 
hausen wegen  der  Güter  in  Heimsheim  wird  verglichen. 

Weilderstadt  1297.     Mai  15. 

Noverint    universi    presentes    pariter    et   futuri,    quod    omnis  questio  seu  contro- 
versia    que    vertebatur    inter    nos    videlicet  Küdolfum    comitem    de  Tuwingen    dictum 


1297.     Mai    15.  47 

iScliH'ii'i'  t'X  Ulla  tst  no8  .  .  abbateiu  et  conventuiu  uioiiasttTÜ  in  Bebenliusen  ordinis 
Cisterciensis  dyocesis  Constantiensis  ex  parte  altera  supei"  bonis  seu  possessionibus  || 
iam  dicti  mouasterii  sitis  apud  Haimejshain  dyocesis  Spirensis,  doraibus  scilicet  liorreis 
areis  agris  pratis  decimis  censibus  redditibus  et  rebus  aliis  ||  quocunque  titulo  cen- 
seantixr  ac  earundem  rerum  iuribus  pertinentiis  condicionibus  seu  libertatibus  talis 
compositio  de  maturo  ti'actatu  providaque  deliberatioiie  unanimiter  intervenit,  quod 
omnia  bona  possessiones  seu  res  memorate  ipsius  monasterii  gaudere  debent  plenaria 
libertate,  adeo  quod  nee  nobis  comiti  prefato  nostrisve  heredibus  seu  successoribus 
quibuscunque  noc  aliquibus  nostris  scultetis  seu  niinisterialibus  licet  exquirerc  de 
pretactis  rebus  stiuram  munus  servitium  exaetionem  aut  aliud  aliquid  huiusmodi 
a  dicto  monasterio  vel  eius  sindicis  aut  colonis,  nee  id  ab  eisdeni  offerri  debet  quo- 
modolibet  vel  exsolvi,  excepto  tantum  censu  viginti  et  octo  denariorum  Hallensiuiu 
de  domo  et  liorreo  sepefati  monasterii  infra  muros  ville  Haiinesliain  pretacte  sitis 
una  cum  censu  consueto  de  bonis  ipsi  monasterio  per  Cünradum  dictum  Maier  de 
Wile  donatis  nobis  annis  singulis  a  prefato  monasterio  persolvendo.  Nicliilominus  nos 
nostrosque  successores  presentibus  obligamus,  quod,  quotienscunque  stiuras  exactiones 
vel  servitia  incolis  dicte  nostre  ville  Haimeshain  imponi  contigerit,  horum  imposito- 
res  ordinatores  vel  collectores  inducere  tenemur  quod  promittant  sub  protestatione 
iuramenti,  ne  colonos  seu  incolas  bonorum  ipsius  monasterii  predictorum  ratione 
vel  respectu  eorundem  ampliori  stiura  vel  servitio  presumant  aliqualiter  pregravare, 
immo  si  secus  egerint,  tenemur  talibus  presumptionibus  districtius  obviare.  Nos  quo- 
que  abbas  et  conventus  de  Bebenhusen  prenotati  notorium  reddimus  in  hiis  scriptis, 
quod  bona  nostri  monasterii  pretacta  infra  limites  decime  ville  Haimeshain  sujira- 
dicte  nobis  in  posteruni  ampliare  penitus  non  licebit,  sed  potius  si  qua  bona  ad 
nos  inibi  ratione  testamenti  donationis  vel  aliis  modis  devoluta  fuerint,  illa  vendere 
tenemur  personis  quibuscunque"  exceptis  comitibus  et  religiosis  cenobiis  infra  unius  anni 
spatium,  si  competenter  potuerimus  sine  fraude.  Super  hiis  igitur  omnibus  et  singulis 
tarn  nos  comes  Rüdolfus  quam  nos  abbas  et  conventus  predicti  prehabita  soUempni- 
tate  verborum  et  gestuum  debita  et  consueta  presentibus  pro  nobis  nostrisque  suc- 
cessoribus quibuscunque  renuntiamus  omni  questioni  seu  exceptioni  iuris  cuiuscunque 
consuetudinis  cause  vel  occasionis,  per  que  dicta  compositio  seu  presens  ordinatio 
posset  aliqualiter  irritari.  In  quorum  robur  indeficiens  presens  instrumentum  nostris 
sigillis  effecimus  communiri  accedente  testimonio  viri  discreti  Craftonis  rectoris  ecclesie 
in  Kuppingen,  Malitolfi  de  (jrilsten  et  Cünonis  dapiferi  de  Urach  militum,  Mahtolti 
filii  predicti  Malitolfi,  J^er.  quoque  filii  Anshelmi,  C.  dicti  Trutman  et  C.  prefati 
dicti  Maier  consulum  seu  iudicum  in  Wile,  Eber,  dicti  Werkman.  Hermanni  dicti 
Schottier  de  Haimeshain  et  aliorum  fid»'  dignorum  jier  omnia  plurimorum. 


48  1297.     Mai   IG  und   25. 

Actum    et    datum    in    Wile,    anno    domini    MCOXCVII.,    idus    Maii.    indictione 
decima. 

An  Perganientstieifeii  das  Siegel  des  Grafen,  s.  Bd.  9,  S.  270,  und  an  leinener  Litze  das  des  Abts,  ».  Bd.  ö, 
S.  256.'—  Abdi-uck:  ZGOHli.  14,440.  —  Auszug:  Schmid,  Pfalzgrafen,  ÜB.  75. 


5012. 

Born  1297.     Mai  16. 

OttoboH/ib-  von  Piacenza  päpstlicher  Auditor  (domini  pajje  subdiaconus  et  capellanus 
ac  litterarum  ipsius  contradictarum  auditor)  vidimiert  die  Bulle  Urhatts  1 V.  für  den 
Orden  com  hl.  Grab  von  1263  Juni  1 '). 

Siegler  (in  —  visionis  testimonium) :  Der  Aussteller  (audientie  contradictarum  sigillo). 

Datum  Kome  apud  sanctum  Petrum,  XVII.  kalendas  Junii,  i)ontificatus  domini 
Bonifacii  pape  VIII.  anno  tertio,  anno  vero  domini  millesimo  ducentesimo  nona- 
gesimo  septimo. 

Zwei  Exemplare.  Ital.  Perg.  Auf  der  Rückseite  des  einen  zwei  verschiedene  Aufschriften  von  derselben 
Hand  des  14.  Jahrhunderts:  Exhibitum  est  istud  instrumentum  in  niodum  probationis  prime  feria  quarta  post 
octavam  epiphanie  et  probabitur  secundo  feria  ([uarta  post  conversionem  sancti  Pauli.  Actum  anno  XXXVIII. 
—  Hec  tria  instrumenta  una  cum  instrumento  prius  exhibito  et  una  cum  testibus  productis  et  producendis 
exhibita  sunt  in  modum  probationis  per  H.  procuratorem  doniinorum  dominici  sepulcri  feria  lertia  post  Udalrici 
episcopi  anno  XXXVIII.  F2s  folgen  zwei  Zeilen  mit  großenteils  unleserlichen  Namen  (von  4  Personen),  dann : 
magister  C.  de  Herbipoli,  Jacobus  de  Moguntia  und  wieder  unleserliche  Abkürzungen.  An  gelben  und  weißen 
Leinenfäden  je  ein  stark  beschädigtes  Siegel  aus  mit  Mennig  gefärbtem  Wachs,  darauf  rechts  ein  sitzender  Geist- 
licher hinter  einem  Pult,  einem  vor  ihm  (links)  stehenden  Geistlichen  ein  Schriftstück  reichend ;  oben  in  Wolken 
Gott  (Brustbild),  darunter  Sonne  und  llond ;  Umschrift  unleserlich. 

1)  Gedruckt  nach  dieser  Vorlage  Bd.  ö,  S.  121. 


5013. 

Die  Stadt  Mengen  nimmt  das  Domkapitel  zu  Konstanz  mit  seinen  Personen  und  Besitzungen 
in    ihr    Bürgerrecht    und    ihren   Schutz   auf,    wogegen   dasselbe   auf  seine   Schadensersatz- 
ansprüche an  die  Stadt  verzichtet. 

Mengen  1297.     Mai  25. 

Omnibus  presentes  litteras  inspecturis  minister  consules  et  universitas  civium 
oppidi  Hängen  diocesis  Constantiensis  subscriptorum  [notitiam]  cum  salute.  .Noverint 
universi    tarn   posteri  quam  presentes,    quod  nos  unanimi  consensu  accedente  honora- 


1297.     Mai  30.  49 

bile  ciipituluni  maioris  ecclesie  Constantiensib  et  personas  eiusdem  recipimus  harum 
literariim  contextu  in  nostros  concives  dictumque  capitulum  et  personas  eiusdem  ac 
canonicos  dicte  Constantiensis  ecclesie  nee  non  possessiones  eorundem  et  bona  in 
nostram  specialem  defensionem  recipimus  et  protectionem,  promittentes  eisdem  scrip- 
tis  presentibus  per  stipulationem  sollempnem*)  sub  virtute  per  nos  super  hiis  prestiti 
sacramenti,  quod  ipsos,  possessiones  et  bona  eorundem  ab  invasionibus  et  gravaminibus 
quorumlibet  ac  oppressionibus  tarn  efficaciter  et  tam  fideliter  defendemus,  quemad- 
modum  alios  nostros  concives  ab  liuiusmodi  iniuriis  et  gravaminibus  defendimus  et 
tenemur  defendere  ac  preservare,  hoc  adiecto,  quod  dictum  capitulum  ac  canonici 
Constantiensis  ecclesie  predicte  non  teneantur  nee  sint  astricti  pretextu  civilitatis  et 
iuris  eiusdem  defensionis  et  promissionis  predictarum  aliqua  subire  onera  realia  vel 
personalia  collectarum  vel  contributionum  quarumcuuque,  que  omnia  exnunc  in  per- 
petuum  remittimus  ipsosque  absolvimus  ab  eisdem  in  recompensam  dampiiorum  per 
nostros  concives  ipsis  irrogatorum,  pro  quorum  refusione  nobis  iam  dudum  actionem 
moverunt  et  oppidum  nostrum  Mengen  procuraverunt  sub])oni'')  ecclesiastico  inter- 
dicto,  cum  et  capitulum  supradictum  ac  canonici  Constantienses  pretextu  iuris  civili- 
tatis et  promissionis  defensionis  premissarum  dampna  predicta  et  actionem,  quam 
pro  hiis  contra  nos  habebant,  nobis  remiserunt  nomine  suo  et  ecclesie  Constantiensis. 
In  cuius  facti  evidentiam  presentes  literas  supradictis  capitulo  et  canonicis  Con- 
stantiensis ecclesie  tradimus  sigilli  nostre  universitatis  robore  communitas. 

Datum  et  actum  Mengen,  aimo  domini  MCCXCVII.,  VIll.  kalendas  Junii,   indic- 
tione  decima. 

Karlsruhe.     Kopb.  d.  Konstanzei-  Domkapitels,  sign.  öOü,  fol.  18*. 

a)  Nach  soUempnein    ist   das  in  der  Folge  richtig  stehende  quod  schon  zum  Voraus  geschrieben,     b)  Ver- 
schrieben subpono. 


5014. 

Der   Streit    zwischen   Kloster   Adelbery   und   Eberhard   dem    Vogt    von    Aich    tcird   durch 

Schiedsrichter  ausgetragen. 

Kirchheim  1297.     Mai  30. 

Alle  die  disen  brief  anesehent  oder  hoerent  lesen  die  suln  wizzen,  daz  diu  misse- 

hellunge    diu  was   ume   die    dri    man   ||  Walthern,    Albrehten    und  Bertholten  von  E 

zwischen  dem  probist  und  der  samenunge  des  closters  von  ||  Madelberc  ainhalp  und 

Eberharten  dem  vogete  von  E  anderhalp  mit  beider  tail  willen  und  mit  schaitluten,  die 

II  sie  dar  über  hetun  genomen,  maister  Hainrichen  den  probist  von  Furndowe  und  maister 
XI.  7 


50  1297.     Mai  30. 

Ulrichen  den  scriber  von  Tegge,  alsiis  ist  berihte  und  verslihte,  daz  der  drier 
manne  ieglicher  iecliches  jars  die  wil  er  lebet  Eberharte  dem  vor  genanten  vogte 
sei  ze  dieniste  geben  an  sante  Micliels  tage  zehen  Schillinge  Haller  und  sehs  hünere 
und  sei  er  mit  des  probistes  und  der  samenunge  vrillen  von  Madelberc  ir  voget  und 
ir  schirmer  sin  und  wider  ir  willen  sie  niuznit  fürbaz  zwingen  alder  nöten,  und  sol 
der  probist  und  diu  samenunge  von  Madelberc  von  den  selben  drin  mannen,  wan  sie  ir 
ziuser  sint,  nemen  zins  houbetreht  und  vaelle,  als  sit  und  gewonlich  ist.  Disiu 
schidunge  sol  ewecliche  steete  beliben,  alse  der  probist  von  Madelberc  an  siner  stat 
und  der  samenunge  uf  den  ait  gelobet  hat  und  Eberhart  der  voget  ouch  uf  sin  ait 
hat  gelobet.  Dise  beslihtunge  und  disen  schalt  suln  behalten  an  allen  dingen  alse 
hie  vor  geschriben  stat  bediu  des  probistes  nahkomen  und  Eberhartes  des  vogetes 
erben.  Aber  ume  daz  daz  die  selben  dri  man  Eberharte  dem  vogete  verbürget 
haut,  daz  sie  von  im  nit  varen,  ist  also  berihte,  daz  diu  burgschaft  also  sol  beliben, 
ez  si  oder  gischehe  denne,  daz  Eberhart  der  vogit  diu  lute  furbaz  wider  ir  willen 
ze  dieniste  noete,  denne  hie  vor  geschriben  ist,  er  oder  sin  erben.  Ciagent  sie  daz, 
so  sol  der  probist  von  Madelberc  swelhe  denne  probist  ist  den  voget  oder  sine  erben 
manen  dar  ume  und  sol  der  voget  oder  sin  erben  von  dem  tage  alse  er  gemant  wirt 
inrthalp  vier  wochun  daz  selbe  wider  tuon.  Ist  aber  daz  er  ez  lougent  und  zwivel 
dar  ume  ist,  so  sol  der  probist  ainne  erbern  man  und  der  voget  ouch  ainne  erbern 
man  dar  zuo  geben,  die  daz  ervaren  und  berihten  inrthalp  aines  manodes.  Tuot  ez 
der  voget  nit  oder  git  ainne  dar  nit  der  ez  helfe  usrihten,  so  suln  die  dri  man  und 
ir  bürgen  ledic  sin  der  burgschaft.  Geschiht  aber  daz  der  probist  ainne  erbern 
man  dar  zuo  nit  git  und  ez  an  im  belibet,  so  suln  die  bürgen  der  burgschaft  haft 
beliben.  Daz  alles,  daz  hie  vor  geschriben  stat,  also  si  und  stsete  belibe,  so  ist  dirre 
brief  gesigelt  mit  dez  probistes  und  der  samenunge  von  Madelberc  insigeln  und  mit 
Hainriches  des  degans  von  Kirchain  an  Eberhartes  stat  des  vogetes  von  E  und  mit 
des  probistes  von  Furndowe  und  maister  Ülriches  dez  schribers  insigeln,  die  schait- 
lute  warn. 

Dirre  brief  wart  ze  Kirchain  gigebin,  do  man  zalte  von  gotes  geburte  zwelf 
hundert  jar  siben  und  niunzec  jar,   an  dem  nsehsten  durnstage  nah  sante  Urbans  tac. 

Von  fünf  noch  vier  Siegel.  1)  des  Abts  und  2)  des  Konvents  von  Adelberg,  s.  Bd.  10,  S.  235.  3)  des 
Dekans  Heinrich  von  Kirchheim,  s.  Bd.  10,  S.  172.  4)  spitzoval,  die  untere  Hälfte  abgebrochen,  Maria  stehend 
mit  Jesuskind  auf  den  Armen,  zu  beiden  Seiten  je  ein  Stern;  Umschrift:  f  .  S  .  HEIN VRNDOWEN. 


1297.  Mai  31  und  Juni.  51 

B015. 

Hu(i    der   Vogt   von   Wöllhausen,   seine  Frau  Gertrud  und  seine  Söhne  Hng  und  Albrecht 

eignen  dem  Kloster  Reiithin  das  Gut  Monhardt. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Mai  31. 

Ihc  Hüg  der  vogt  von  Welnhuson  (jerdiut  min  wirtiiine  llug  und  Albiet  min 
sün  tun  kunt  ||  allen  den  disen  brief  selient  alder  hoerent  lesen,  daz  wir  den  vrowen 
von  Riiithi  bi  ||  Wilperk,  die  da  sint  in  Jiredier  orden,  han  gegeben  mit  unsers 
herren  hant  grave  Bur||cliartes  von  Hohenberg  Monhart  daz  gut,  daz  Tierberg  und 
her  Walprellt  von  uns  hant  gewnnen,  mit  holze  wisan  ekker  waide  und  wasser  vür 
ain  reht  vries  und  lediges  aigen  und  alliu  diu  reht  diu  zu  dem  selben  gute  hoerent. 
Ihc  und  min  vor  genantiu  wirtinne  und  min  si'm  verjehen  ohc  da  bi,  daz  wir  niemer 
kain  anspräche  gewinnen  an  daz  selbe  gut  weder  mit  gaischlichem  gerillte  nohc  mit 
weltelichem  gen  den  vor  genanten  vrowen.  Daz  disiu  rede  immer  stete  blibe,  dar 
umbe  haben  wir  disen  brief  gevestenat  mit  unsers  vor  geschriben  herren  insigel 
graven  Burchartes  von  Hohenberg,  mit  unserm  insigel  und  mit  der  burger  insigel 
von  Wilperk.  Dez  sint  geziug  Dieterihc  von  H-aiterbach,  C.  der  Zimmerer,  Peter 
der  schriber,  Wern.  der  Hemelink,  Wem.  der  Ungewerlich,  pfaffe  Bur.,  Hainrihc 
von  Lidenvels,  der  vogt  Löt  von  Büla,  H.  der  Herer,  Wern.  der  schultliaiz,  Tier- 
berg, Ber.  von  Pforzhain,  Lüp  B.  und  Ni  sin  bruder,  ])faffe  Jifip  hern  Wal.  sun 
burger  von  Wilperg. 

Diz  geschac  do  von  gottez  gebürte  waren  zwelf  hundert  jar  nhuzeg  jar  an  dem 
subenden  jar,  an  dem  nehesten   vritage  vor  dem  pfingesten. 

Drei  Siegel.  1)  des  Grafen  Burkhard  von  Hohenberg,  s.  Bd.  7,  S.  103  und  331.  2)  des  Vogts  Hug  von 
Altensteig-WöUhausen,  s.  u.  bei  der  Urkunde  von  1297  Dez.  2t.  3)  der  Stadt  Wildberg,  s.  Bd.  10,  S.  B29. 
—  Abdruck:  Schmid,  Monuni.  Hohenberg.  131. 

5016. 

Graf  Heinrich  von  Eberstein  verkauft  an  Kloster  Hcrrenalb  sein  Dorf  Loffenau. 

Ohne  Ortsangabe.      1297.     Juni.   ' 

Noverint  universi  presentem  litteram  inspecturi,  quod  nos  Heinricus  dei  gratia 
comes  de  Eberstein  tenore  presentium  publice  protitemur,  quod  nos  villam  nostram 
Jjöfenowe  ||  nobis  et  nostris  antecessoribus  ab  antiquo  attinentem  cum  marchia  tota 
et  campis  silvis  agris  pratis  aquis  viis  inviis  almendis  communitatibus  et  conimodi- 
tatibus    universis    ||    besüht    et   un besäht   et   ins   advocatie   dube   frevel  stiure 


52  1297.     Juni. 

bete  einuiige  liöptreth  hertretli  et  usum  glandium  quod  dicitur  d eherne  cum 
censibus  redditibus  pullis  ||  et  hominibus  propriis  qui  nobis  attinebant  et  tunc  tem- 
poris  in  eadem  villa  et  marchia  cum  domiciliis  morabantur  cum  Omnibus  iuribus  et 
utilitatibus  ac  attinentiis  universis  quocumque  nomine  censeantur,  hec  inquam  omnia 
vendidimus  et  attestatione  presentium  vendimus  claustro  monachorum  in  Alba  Cyster- 
ciensis  ordinis  Spirensis  dyocesis  pro  trecentis  sexaginta  libris  Hallensium,  quas  nos 
integraliter  recepisse  profitemur  per  presentes,  renuntiantes  et  abdicantes  pro  nobis 
et  nostris  heredibus  coheredibus  et  successoribus  universis  omni  actioni  et  iuri,  quod 
nobis  et  nostris  in  huiusmodi  competebat  vel  competere  quomodolibet  videbatur 
transferentes  eadem  omnia  in  monachos  antedictos  libere  perpetuo  possidenda. 
Hoc  adiecto  quod  cives  nostri  de  Genrespach  ius  liabebunt  secandi  ligna  ad  com- 
burendum  in  omnibus  locis  ubi  villani  in  Löfenowe  ad  comburendum  ligna  secant 
exceptis  lignis  quercus  sive  eichwalt,  que  ligna  si  secaverint  dabunt  einung e  sicut 
villani  quecunque  tunc  temporis  a  monachis  fuerit  constituta.  Quicunque  vero  pre- 
dictorum  civium  nostrorum  in  Genrespach  domum  seu  aliud  edificium  edificare  voluerit 
ab  ipsis  monachis  ligna  petere  debet  nee  ipsi  petenti  huiusmodi  denegabunt.  Pre- 
terea  predicti  cives  nulluni  ius  habebunt  ligna  cuiuscumque  generis  in  predicta  silva 
Löfenowe  secandi  vel  abducendi  ad  vendendum.  Insuper  tempore  glandium  sive 
quando  predicta  sjlva  fructus  habuerit,  qui  eckern  nominantur,  sepedicti  cives  nostri 
de  Genrespach  ius  habebunt  pascendi  porcos  suos  ibidem  ita  quod  singulis  noctibus 
ad  sua  domicilia  cum  porcis  suis  revertantur  et  sie  nicliil  de  eo.  quod  dicitur  deheme 
dabunt  monachis  prelibatis.  Si  vero  propter  suam  utilitatem  pernoctare  vel  morari 
voluerint  in  villa  predicta  Löfenowe  sive  in  marchia  eadem,  tunc  de  singulis  porcis 
censum  qui  dicitur  deheme  dabunt  monachis  prelibatis  secundum  quod  iidem  monachi 
instituerint  rusticis  ville  supradicte.  Obligantes  nos  et  nostros  ac  nostra  ad  veram 
et  plenam  warandiam  et  evictionem  faciendam  secundum  viam  iuris  super  eisdem 
bonis  ubicunque  sepedictis  monachis  visum  fuerit  oportere.  Preterea  Eudolfum 
marchionem  de  Baden  avunculum  nostrum,  Cunradum  de  Windecke  dictum  Mornhart, 
Bertoldum  de  Scöwenburc,  Wolfdrigel  de  Owenshein  et  Herbrandum  de  Sickingen 
milites  una  nobiscum  nostros  in  solidum  constituimus  fideiussores,  ut  sine  laboribus 
et  expensis  dictorum  monachorum  proprietatem  eiusdem  ville  eisdem  optineamus 
infra  spatium  istius  anni,  sub  sigillis  reverendi  domini  nostri  .  .  Spirensis  episcopi 
et  ecclesie  Spirensis  dato  restauro  unde  eandem  villam  hactenus  possidebamus  titulo 
feodali.  Si  vero  aliqua  alia  impetitio  suborta  fuerit  in  iudicio  seculari  vel  spirituali 
aut  alias  et  nos  ammoniti  a  monachis  nobis  die  placiti  prefixa  si  non  absolverimus 
infra  mensem,  aut  si  aliquis  fideiussorum  medio  tempore  decesserit  si  alium  infra 
mensem    equivalentem    non  substituerimus,    extunc  predicti  fideiussores  una  nobiscum 


1297.     Juni  7.  63 

obstagio  iacebunt  in  civitate  Genrespach  quilibet  cum  equo,  quousque  omnia  pre- 
missa  fuerint  adimpleta.  Si  auteni  aliquis  fideiussorum  predictoruin  in  alio  obstagio 
fuerit  repertus  sine  dolo  et  fraude,  servum  ydoneum  cum  equo  ponet  quilibet  loco 
sui.  In  cuius  rei  evidentiam  et  robur  präsentem  litteram  sigillo  nostro  una  cum 
sigillis  Bepedictorum  fideiussorum  prelibatis  monachis  tradimus  communitam.  Nos 
igitur  fideiussores  prenominati  profitemur  prescripta  omnia  esse  vera  et  in  evidentiam 
premissoi'um  sigilla  nostra  presentibus  duximus  apponenda. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCXC  septimo,  mense  Junio. 

Ital.  Perg.  Von  sechs  Siegeln  noch  die  beiden  ersten  beschädigt  erhalten.  1)  Heinrichs  v.  Eberstein, 
s.  Bd.  9,  S.  265.  2)  des  Markgrafen  Rudolf  lU.  von  Baden,  s.  bei  v.  Weech,  Siegel  an  Urk.  im  Großh.  bad.  General- 
landesarchiv Taf.  4  Nr.  7.  —  Abdruck :  Meichsner,  Decis.  Camerar.  4,  569.  —  Grund-  und  Aktenmässige  Infor- 
mation 1754,  Lit.  C  S.  17.  -  ZGORh.  12,  21B. 


5017. 

Rudolf  von  Emerkingen  verkauft  die  Vogtei  über  das  Kloster  Zwiefalten  und  seine  Dörfer 
Breitenfeld,  Atfenhöfen,  Brunnen  und  Baach  an  das  Kloster. 

Konstanz  1297.     Juni  7. 

Omnibus  presentes  litteras  inspecturis  Rüdolfus  de  Emerchingen  Constantiensis 
dyocesis  subscriptorum  notitiam  cum  salute.  Ut  contractus  bone  fidei  consensu  mutuo 
II  celebrati  sub  stabilitate  incommutabili  perseverent,  scripturarum  indiciis  debent 
tenaci  et  perpetue  memorie  commendari.  Noverint  itaque  universi  tarn  posteri  quam 
pre8en||tes,  quod  cum  ego  oppressus  essem  gravibus  oneribus  debitorum  et  ab  eisdem 
non  possem  nisi  per  venditionem  bonorum  meorum  aliquatenus  liberari,  considerata 
II  mea  et  successorum  meorum  in  hac  parte  evidenti  circa  relevationem  onerum 
debitorum  predictorum  utilitate  advocatias  monasterii  de  Zwiveldea  ordinis  sancti 
Benedicti  predicte  Constantiensis  dyocesis  nee  non  villarum  et  possessionum  Braitvelt 
Hattenhusen  Brunnen  Bach  omniumque  aliarum  sitarum  ex  alia  parte  dicti  mona- 
sterii versus  Aljjes  et  hominum  residentium  in  predictis  villis  et  possessionibus  ipsis- 
que  pertinentium  cum  redditibus  iuribus  consuetudinibus  bannis  iurisdictionibus  et 
pertinentiis  dictarum  advocatiarum  tam  corporalibus  quam  incorporalibus  universis 
quocunque  nomine  censeantur  vendidi  pro  me  meisque  heredibus  et  successoribus 
quibuscunque  in  perpetuum  honorabilibus  in  Christo  Eberhardo  divina  permissione  ab- 
bati  et  conventui  monasterii  predicti  in  Zwiveldea  nomine  et  vice  eiusdem  pro  sep- 
tuaginta  marcis  argenti  puri  et  legalis  ponderis  usualis  michi  per  ipsos  dandis  usciiic 


54  1297.     Juni   7. 

ad  festum  beati  Jacobi  apostoli,  de  quibus  michi  sufficientem  fore  ab  eis  recognosco 
prestitam  cautionem,  et  in  ipsos  ipsorumque  monasteriura  venditionis  titulo  rite  et 
legitime  transtuli  et  transfero  per  presentes  cum  omni  iure  consuetudine  iurisdictione 
et  honore  nee  non  utilitate  et  cum  omnibus  pertinentiis  et  iuribus  eorundem  tarn 
corporalibus  quam  incorporalibus  universis  quibus  easdem  advocatias  ego  et  prede- 
cessores  mei  hucusque  habuimus  tenuimus  et  possedimus,  obligans  me  meosque  qui- 
eunque  pro  tempore  fuerint  successores  et  heredes  scriptis  presentibus  per  stipula- 
tionem  soUempnem  memoratis  .  .  abbati  et  conventui  ipsorumque  monasterio  et  suc- 
cessoribus  eorundem  ad  plenam  warandiam  singulorum  et  omnium  premissorum  et 
ad  subeundum  "pro  ipsis  in  premissis  et  in  quolibet  premissorum  omne  periculum 
evictionis  et  nicliilominus  de  observatione  inviolabili  supradictorum  omnium  et  singu- 
lorum in  presentia  honorabilium  in  Christo  Küdolfi  decani  ecclesie  Constantiensis, 
Eberhardi  abbatis  monasterii  predicti,  magistrorum  Waltheri  de  Scaffusa  scolastici 
et  Cünradi  Phefferhardi  canonicorum  ecclesie  Constantiensis  gerentium  vices  venera- 
bilis  in  Christo  patris  et  domini  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopi  in  absentia 
constituti  corpoi-ale  prestiti  sacramentum  adhibitis  per  me  in  premissis  omnibus  et 
singulis  verborum  ac  gestuum  sollempnitatibus  debitis  et  consuetis,  renuntians  pro 
me  meisque  heredibus  et  successoribus  quibuscunque  circa  premissa  et  quodlibet 
eorundem  beneficio  restitutionis  in  integrum  litteris  a  sede  apostolica  vel  alia  quavis 
auctoritate  impetratis  seu  etiam  impetrandis  auxilio  consuetudinis  generalis  et  pai"- 
ticularis  ac  deceptionis  ultra  dimidiam  iusti  pretii  omnibus  constitutionibus  et  statu- 
tis  tam  editis  quam  edendis  omni  auxilio  legum  et  canonum  actionibus  impetitionibus 
exceptionibus  et  defensionibus  quibuscunque  et  generaliter  omni  suffragio  tam  in 
specie  quam  in  genere,  quo  mediante  ea  que  premissa  sunt  vel  ipsorum  quodcunque 
ullo  unquam  possent  tempore  violari.  Et  in  evidentiam  omnium  et  singulorum  pre- 
missorum ipsorumque  incommutabilem  firmitatem  presens  instrumentum  sigillorum 
honorabilium  in  Christo  Rüd..  decani,  magistrorum  Waltheri  scolastici  et  Cünradi 
Pheflferhardi  canonicorum  ecclesie  Constantiensis  gerentium  vices  venerabilis  in  Christo 
patris  et  domini  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopi  in  absentia  constituti,  qui  sigillo 
episcopali  utuntur,  Hermanni  fratris  mei  rectoris  ecclesie  in  Cella  et  Waltheri  de 
Emerchingen  fratris  mei  petii  robore  communiri  ipsumque  meo  sigillo  proprio  robo- 
i'avi.  Nos  Eüd.  decanus,  magistri  Waltherus  scolasticus  et  Cunradus  Phefferhardus 
canonici  ecclesie  Constantiensis  gereutes  vices  venerabilis  in  Christo  patris  et  domini 
H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopi  in  absentia  constituti  utentes  sigillo  episcopali, 
Hermannus  rector  ecclesie  in  Cella  et  Waltherus  de  Emerchingen  fratres  prefati 
Rüdolfi  de  Emerchingen  ad  petitionem  eiusdem  Küdolfi  presentibus  appendimus  sigilla 
nostra  in  evidentiam  premissoriim. 


1297.     Juni   11.  65 

Datum  et  actum  in  aml)itu  ocxU'bi»'  CJoiistaiitit'Usih,  pichiiitibus  supradictit»  iiobi- 
libuB  viris  et  magistris  Walthero  scolastico  et  Cönrado  Phefferhardo  canonicis  ecclesit« 
Constantieusis  vices  gerentibus  venerabilis  in  Oiristo  patris  et  domini  H.  dei  gratia 
Constantiensis  episcopi  in  absentia  constituti,  Hermanno  fratre  meo  supradicto  rectore 
ecclesie  in  Cella,  Wernhero  dicto  Murer  sacerdote  canonico  ecclesie  sancti  Stephani 
Constantiensis.  .  .  dicto  de  Hermenstorf  monacho  monasterii  predicti  Zwiveldensis, 
.  .  dicto  de  HaitnAwe  monacho  monasterii  in  Stain,  Hainrico  dicto  Stoldericli  de 
Constantia  sacerdote  prebendario  altaris  sancti  Sebastiani  Constantiensis,  Berchtoldo 
rectore  ecclesie  in  Overdingen,  Rüdolfo  rectore  ecclesie  in  Gengingen,  Walthero  clerico 
dicto  Preco,  Rüdolfo  ministro  de  Sancto  Monte.  Walthero  de  Hornstain  et  aliis  fide 
dignis,    anno    domini   MCC   nonagesimo    septimo,  VII.  idus  Junii,    indictione   decima. 

An  y;iünen  Seidenlitzen  nocli  das  erste,  zweite  und  fünfte  Siegel.  1)  des  Biscliof.s,  s.  Bd.  10,  S.  lüG. 
2)  des  Domdekans  Rudolf  s.  Bd.  9,  S.  177.  6)  Rudolfs  von  Einerkingen  s.  Bd.  10,  S.  .524.  —  über  den  Siegeln 
steht  auf  dem  Umschlag  der  Name  der  Siegler;  domini  episcopi  Constantiensis,  domini  decani,  rectoris  in  Cella, 
Walteri  de  Emerchingen,  R.  de  Emerchingen.  — 


5018. 
Ohne  Ortsangabe.      1297.     Juni  11. 

Bitter  Hermann  genannt  Lesche,  seine  Frau  Mechthild,  sein  Sohn  Gottfried  nnd 
dessen  Frau  Alheid  verkaufen  (vendidimus  et  tradidimus)  dem  Abt  Walchun  und  dem 
Konvent  von  Schönthal  all  ihren  Besitz  in  Hirschlanden  (omnia  bona  nostra  que  in- 
presentiarum  possidemus  in  Hirszlande,  videlicet  curiam  quam  colit  dictus  Helt  Septem 
maldra  siliginis  unum  maldrimi  pise  quatuor  maldra  spelte  tria  maldra  avene  duas 
aucas  quatuor  pullos  estivales  et  unum  carnisprivialem  singulis  annis  solventem,  item 
curiam  quam  colit  Conradus  dictus  Marschalch  quinque  maldra  siliginis  preter  tres 
sumerinoB  Septem  sumerinos  spelte  unum  maldrum  avene  unum  solidum  Hallensium 
et  duos  pullos  caruispriviales  annuatim  solventem,  item  bona  que  colit  Ermenrich 
Septem  sumerinos  siliginis  viginti  unum  sumerinos  avene  et  viginti  Hallenses  solventia, 
item  bona  que  colit  Hezel  septem  sumerinos  siliginis  viginti  octo  sumerinos  avene 
et  viginti  Hallenses  solventia,  que  ad  nos  tytulo  proprietatis  pertinebant  cum  Omni- 
bus iuribus  suis  et  attinentiis  quesitis  et  inquirendis)  um  58  S  13  Schilling  4  Heller 
unter  Verzicht  auf  alle  Rechtsmittel  und  Versprechen  der  Gewährschaft  (werandiam  seeun- 
dum  consuetudinem  terre  cum  interesse). 

Siegler:  Kraft  von  Hohenlohe  (incliti  domini  mei)  und  der  Aussteller. 


56  1297.     Juni   12  und   15. 

Testes:  Bertoldus  railes  dictus  Sützel  et  frater  suus  Lesche,  .  .  dictus  Grener, 
Heinricus  et  C.  filius  suus  dicti  Rindervelder,  Fridericus  dictus  Watmanger  et  C.  de 
Uffingen  gener  suus. 

Datum  anno  domini  MCOLXXXXVIL,  Barnabe  apostoli. 

Kopb.  des  Kl.  Schönthal  von  1512,  Bl.  312». 


5019. 
Löwenthal  1297.     Juni  12. 

Priorin  und  Konvent  von  Löwenthal  (Lewental)  Predigerordens  verkaufen  (vendidimus 
et  tradidimus  ac  —  —  transtulimus)  um  ihrer  Schulden  willen  (in  exonerationem  gra- 
vium  debitorum  que  ex  ignis  voragine  incidimus)  an  Kloster  Salem  einen  Hof  in 
Haberstemveiler  mit  Zustimmung  der  Inhaber  (curiam  sitam  in  Habrehtswiler  iure  nobis 
proprietatis  pertinentem  quam  Hainricus  dictus  Howiz  et  .  .  uxor  sua  nostro  mona- 
sterio  iure  proprietatis  pertinentes  a  nobis  dumtaxat  pro  vite  sue  tempore  possidere 
debebant,  de  consensu  ipsorum  voluntario  libero  et  expresso)  tim  7^1^  Mark  Silber 
ponderis  usualis  und  5  Schilling  Konstanzer  Pfennige  und  verzichten  auf  alle  Rechte. 

Siegler:  Der  Predigerprior  in  Konstanz  und  die  Aussteller. 

Actum  apud  Lewental,  pridie  idus  Junii,  anno  domini  MCCXC  septimo,  testibus 
domino  Rüdolfo  sacerdote  plebano  in  Escliöwe,  Hainrico  incurato  in  Lütkilch,  fratre 
Hainrico  de  Stadeln  et  fratre  Walthero  conversis  in  Lowental,  dicto  Wanner  et  fratre 
Dietrico  de  Bermetingen  monacho  in  Salem. 

Druck :    v.  Weech,    Cod.  dipl.  Salem.     2,  528  n.  973   nach    dem  Orig.  Perg.  in  Karlsruhe   mit  zwei  Siegeln. 


5020. 

Aht  und  Konvent  von  Schaffhauseti  und  der  Propst  von  Langnau  beurkunden  einen  Tausch 
von  Eigenleuten  zivischen  den  Klöstern  Langnau  und  Weingarten. 

Weingarten  1297.     Juni  15. 

.  .  permissione  divina  abbas  et  conveutus  monasterii  in  Schafusa,  .  .  prepositus 
monasterii  in  Langenowe  uni||versis  presentium  inspectoribus  subscriptorum  notitiam 
cum  Salute.  Cum  dilecti  in  Christo  .  .  abbas  et  ||  conventus  monasterii  in  Wingarten 
Bertoldum  de  Baelderichswiler    iure    censuali    suo  monasterio  pertinentem  trax||issent 


1297.     Juni  21.  57 

in  causam  ipsum  excomniuui(;atioiiis  vinculo  seiitentialiter  innodantes  pro  t!o  quod 
idem  B.  extra  sue  condicionis  liiieam  in  salutis  sue  dispendium  cum  Adelhaidi  filia 
Alberi  advocati  de  Slise,  que  monasterio  nostro  in  Langenowe  iure  prenotato  dinos- 
citur  pertiuere,  matrimonium  contraxisset,  prenotatus  AI.  advocatus  pro  satisfactione 
Ber.  generi  sui  Hillam  tiliam  quondam  Hainrici  de  Eriskirche  et  Hainricum  filium 
i'ius'  iuit'  proprietatis  et  sei-vitutis  sibi  pertineutes  in  recompensam  memorato  nosti'O 
monasterio  in  Langenowe  loco  Adelhaidis  memorate  libere  resignatione  consueta  inter- 
posita  tradidit  et  donavit.  Nos  vero  iamdicte  doiiationi  et  permutationi  ad  petitionem 
ipsius  advocati  instantem  asseusum  nostrum  et  consensum  plenius  adhibemus,  Adel- 
liaidim  filiam  sepedicti  AI.  advocati  ad  monasterium  in  Wingarten  iui'e  censuali  deiii- 
ceps  pertinere,  prefatam  vero  Hillam  cum  H.  filio  suo  eodem  iure  ad  monasterium 
nostrum  in  Langenowe  pre8entiV)U8  publice  protestantes,  presentem  singi-aphum  in 
evidentiam  premissorum  sigillorum  nostrorum  karaktere  munientes. 

Datum  et  actum  apud  Wingarten,  anno  domini  MCCXCVIL,  XVIL  kalendas 
Julii,  indictione  X. 

Ital.  Perg.     Siegel  abgegangen. 


5021. 

Propst   H.  von   St.   Gallen   klagt    im   Namen   des    Klosters   vor   dem   Konstanzer   Offizial 
gegen   C.  von   Grünhur g  wegen  Entziehung  von  Zehnten  in  Mundelfingen,   Thuningen,    Weig- 

heim,   Hochemniingen,  Pfohren  und   Wesdorf. 

Konstanz  [1297].     Juni  21. 

Dicit    et    proponit    in    iure    coram    vobis  domino  officiali  curie  Constantiensis  H. 

prepositus    monasterii    Sancti    Galli    de    consensu    venerabilis    domini    Wilnhelmi    dei 

gratia  abbatis  monasterii  Sancti  Galli  presbiteri ')  et  conventus  eiusdem  contra  C.  de 

Grünburg,    quod    cum    decima    sita    in    Munolvingen    que  vulgariter   dicitur    der    mer 

z  eh  ende  abbatie,  et  decima  in  Tainingen  decima  in  Wighain  in  Emingen  in  Pforren 

in  Wesdorf  que  vulgariter  dicitur  bortzehende')  et  census  quadraginta  malterorum 

communis  frumenti  singulis  annis  solvendus  de  curia  abbatis  predicti  in  Munolvingen 

et  ius  quod  dicitur  vihlosi  reddens  singulis  annis  1  lil)ram  monete  IVisgauensis,  que 

omnia   predicta   in   universo    estimantur   ad   summam    centum   malterorum    et   decem, 

iure    dominii    vel    quasi  pertineant  monasterio    Sancti  Galli    memorato    et   prefatus  C 

predictas  decimas  et  census  et  ius  predictum  sibi  usurpaverit  recipiendo  singulis  annis 

redditus  dictarum  decimarum  et  census  cum  iure  predicto  per  viginti  quinque  annos, 
XI.  8 


68  1297.     Juni  23. 

quorum  summa  se  extendit  ad  duo  milia  malterorum  et  quingenta  meusure  in  iS'ide- 
lingeu  et  25  libras  denariorum  monete  supradicte,  quare  petit  prefatus  prepositus 
nomine  monasterii  predicti,  quatenus  memoratum  C.  mediante  vestra  sententia  per 
censuram  ecclesiasticam  compellatis,  ut  eidem  monasterio  prefatas  decimas  libere  et 
aljsolutos  dimittat  cum  censibus  et  iuribus  predictis  et  nichilominus  iuxta  estimationem 
predictam  percepta  restituat.  Hec  dicit  et  petit  salvo  sibi  iure  beneficii  in  omnibus 
addeudi  minuendi  corrigendi  etc.  Petit  expensas  factas  in  lite  et  protestatur  faciendas 
sibi  fore  salvas.  Nee  astriugit  se  ad  probandum  omnia  premissa,  sed  ad  ea  tantum, 
que  sibi  pro  sua  intentione  fundanda  sufficere  videbantur.  Huic  libello  respondendum 
est  proxima  feria  sexta  ante  festum  beati  Jacobi  apostoli  hora  prime. 

Datum  Coustanti«,  XI.  kalendas  Julii,  indictione  X. 

Fürstenberg.  ÜB.  6,  241  n.  278'»  nach  einer  Offizialatskopie  von  1299  März  27  bei  weiteren  Akten  des 
Prozesses  in  St.  Gallen.  Im  Verhör  vor  dem  Offizial  (ebenda  n.  278,  1)  sagt  der  Propst  H.  über  die  Zehnten  in 
Thuningen  und  Weigheim  aus:  Item  de  decimis  petitis  in  libello  vulgariter  dictis  de  Tainingen  cuius  redditus 
estimat  ad  quatuordecim  maltera  communis  frumenti  spelte  et  avene,  de  decima  in  Emingen  cuius  redditus  simi- 
liter  estimat  ad  quatuordecim  maltera  dicti  frumenti,  de  decima  in  Wighain  cuius  redditus  estimat  ad  sex  maltera 
dicti  frumenti,  dicit  quod  iure  proprietatis  pertinent  diclo  monasterio  et  dicit  quod  dominus  Ber.  de  Emingen 
tenuit  dictas  decimas  ab  eodem  monasterio  pro  annuo  censu  et,  quia  neglexit  solvere  eundem  censum,  eedem 
decime  per  huiusmodi  neglientiam  devolute  fuerant  ad  monasterium  sepedictum  et  quod  bone  memorie  AI.  .Augie 
Maioris  tunc  prepositus  et  portenarius  monasterii  Sancti  Galli  dictas  decimas  commisit  uni  ex  personis  de  Grün- 
burg predictis,  quam  personam  nescit  specificare.  Requisitus  de  tempore  quo  solutio  census  dictarum  decimarum 
est  neglecta,  dicit  quod  sex  anni  sunt  elapsi.  Die  Aussage  des  C.  v.  Grünbui-g  (n.  278,  2),  dessen  Vatersbruder 
und  Vater  Maier  des  Klosters  in  Mundelfingen  gewesen  wareii,  lautet  betreffs  derselben  Einkünfte ;  De  decimis 
vero  in  Tainingen  Emingen  Wighain  Pforren  et  Wesdorf  dicit  quod  habet  in  liberum  feodum  a  monasterio  Sancti 
Galli  predicto  et  quod  non  intellexit,  quod  dicto  monasterio  •>)  aliquid  esset  solvendura  de  decimis  antedictis.  Auf 
die  andern  strittigen  Besitzungen  behauptet  er  ein  Pfandrecht  zu  haben  und  darüber  Urkunden  zu  besitzen.  Die 
unter  n.  278,  3  abgedruckten  im  Jahr  1299  vernommenen  Zeugenaussagen,  erst  die  des  Klosters,  dann  die  des 
Beklagten,  sind  dem  letzteren  günstig.     Sie  sind  nicht  vollständig  erhalten,  ebenso  fehlt  das  Endurteil. 

a)  Wohl  verlesen  für :  predicti.     b)  Vorlage :  dictum  monasterium. 

1)  In  andern  Stellen  portzehende,  d.  h.  die  dem  portenarius  und  seinem  Amt  zugehören. 


5022. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Juni  23. 
Burkhard  von  Liebenstein  verkauft  an  Heiligkreuzthal  einen  Eigenmann. 

Deutsch.     Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  44  n.  165. 


12{t7.     Juni  24  und  30  und  Juli  4.  59 

6023. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Juni  24. 

lütter  Diether  von  Sternenfels  schenkt  zu  einem  Seelgeräte  für  sich  selbst,  seine  Frau 
Elisabeth  und  ihrer  beider  Vorfahren  dem  Deutschordenshaus  in  Heilbronn  (Heilpronnen) 
das  Patronatrecht  der  Pfarrkirche  in  Kürnbnch  (Quirenbach). 

In  cuius  rei  testimoniuni  ad  perpetuani  rei  memoriam  et  roboris  tirmitatem 
sigillum  nostruin  duximus  presentibus  appendendum  anno  domini  MCC  nonagesimo 
septimo.  in  die  Joannis  Baptiste. 

Abschrift  einer  Abschrift  des  im  Bauernkrieg  verloren  gegangenen  Originals  aus  dem  Jahr  1553. 


5024. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Juni  30. 

('.  von  Gottes  Gnaden  Graf  von  Vaihingen  schenkt  (conferimus  donatione  inter 
vivos)  dem  Kloster  Herrenalb  aus  Verehrung  der  Jungfrau  Maria  und  um  seines  und 
.seiner  Vorfahren  Seelenheils  tvillen  (in  remedium  aniniarum  parentum  nostrorum,  qui 
eiusdem  claustri  benefactores  exstiterant  ab  antiquo  —  —  —  ut  ibidem  nostri  et 
nostrorum  memoria  perpetuo  habeatur)  das  Viertel  des  Zehnten  in  Hochdorf,  das  sein 
Getreuer  Eber,  genannt  Stampf  von  Söllingen  (Seidingen)  ihm  aufgelassen  hat  und  das 
von  diesem  die  Brüder  Heinrich  und  Wernher  genannt  Hopfen  als  Afterlehen  innegehabt 
haben  (ex  consequenti  similiter  ab  ipso  habuerunt  titulo  feodali). 

Siegler:  Der  Aussteller,  dessen  Siegel  auch  Eberhard  Stampf  und  die  Brüder  Hopf, 
da  sie  kein  eigenes  haben,  mitgebrauchen. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  septimo,  dominica  post  festum  apostolorum 
Petri  et  Pauli. 

Hai.  Perg.     Siegel  s.  Bd.  8,  S.  («.  —  Abdruck :  ZGORh.  2,  464. 


5025. 

Rittei-  Rüdiger  Pfal  und  seine  Frau  Alheit  vermachen  dem  Deutschen  Hause  zu  Mergent- 
heim ihre  gesamte  Habe. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Juli  4. 

Wir  Rüdiger  Pfal   ein   ritter  und  vrow  Alheit  unser  Übe  wirtin  bekennen  offen- 
liche  an  disem  brieve  und  tun  kunt  allen  den  die  in  ansehen  lesent  oder  hören  lesen. 


60  1297.     Juli  4. 

das  wir  eiiimütecliche  mit  gesamptur  liant  durch  unser  sele  heil  uud  aller  unser  alt- 
vordern  geben  und  lian  gegeben  den  ersamen  geistlichen  lüten  den  brüdern  des  Ordens 
sente  Marien  von  dem  tutschen  huse  zu  Mergentheim  und  irm  ordene  alles  unser 
eigen  und  unser  erbe,  das  wir  von  gotes  gnaden  han  und  besitzen,  lüterliche  durch 
got  und  durch  unser  vrawen  ere  zu  eim  ewigen  almusen  nach  unser  beder  tode,  und 
opfern  es  uff  unser  vrawen  altar  des  vor  genanten  huses  und  geloben  zu  einem 
bekentnisse  dizze")  gäbe  jergeliches  ein  pfunt  Avachs  zu  gebene  ulf  unser  vrawen 
tac  liechtmesse  also  bescheidenliche,  das  wir  das  selbe  gut  inne  sulen  haben  und  es 
niesze  zu  allenie  rechte  und  mit  aller  herschaft,  alse  wirs  bis  her  gehabet  han,  die 
wile  wir  leben.  Ist  aber  das  got  unserm  entwederme  hernach  kint  zu  erben  gibet, 
so  sol  alle  dise  vor  genante  gäbe  gentzlich  und  gar  abe  sin  an  aller  slahte  Wider- 
rede und  hindersal  der  vor  genanten  brüder.  Wer  auch,  des  got  niht  enwolle,  das 
uns  beide  oder  unser  eins  hernach  sulch  not  und  kummer  anegienge,  da  von  wir 
das  selbe  gut  gar  oder  ein  teil  verkeufen  oder  versetzen  müsten,  des  sule  wir  gantzen 
gewalt  und  vrie  willekür  haben  zu  tune,  die  wile  und  wir  leben.  Über  das  setzen 
wir  und  orden  gote  zu  eren  und  unsern  seien  zu  tröste,  ist  das  wir  on  erben  ver- 
varn,  so  suln  die  vor  genanten  brüder  von  dem  gute,  das  in  von  uns  uf  gevellet, 
zu  eim  ewigen  almusen  geben  drittehalp  hundert  marc  silbers  zu  eime  selgereite  vür 
unser  sele,  swar  so  wir  die  bescheiden  und  orden,  und  innewendic  vünf  jaren  jerge- 
liches vunfzic  marc  bis  das  die  summe  der  drithalphundert  marke  gar  ervüllet  wirt, 
und  suln  auch  unser  beder  jargezit  beschriben  und  begen  erlichen  alle  jar  mit  sei- 
messen und  mit  vigilien  alse  man  pfliget  das  ampt  der  toten  zu  begende.  Wir  Alheit 
die  vor  genante  geloben  und  han  gelobet  und  gewillekurt  offenliche  au  disem  brieve, 
ob  das  got  wil  das  wir  den  vor  genanten  Rüdiger  Pfal  unsern  lieben  Avirt  überleben 
suln,  si  das  wir  denne  nach  sime  tode  keinen  andern  wirt  nemen,  das  wir  dekeinre 
slahte  recht  haben  au  dem  vor  genantem  gute.  Das  dis  alles  stete  und  unzerbrochen 
blibe,  so  han  wir  gebeten  und  gevlehet  unsern  herren  bischof  Manegolden  von  Wirtze- 
burg,  das  er  sin  insigel  hat  gehenget  an  disen  brief,  und  haben  in  auch  heisen 
besigelt  mit  insigel  des  herren  hern  Cunrads  Eips  techandes  von  Mosebach  und 
pfarrers  von  Grünsveit,  und  mit  unserm  eigen  und  mit  des  ersamen  geistlichen  mannes 
brüder  Johannes  von  Nesselriet'')  meisters  der  vor  genannten  brüder  zu  tutschen 
landen  und  mit  des  huses  von  Mergentheim. 

Dizze")  brief  ist  gegeben  von  unsers  herren  geburt  tusent  jar  zwei  hundert  jar 
und  siben  und  nunzic  jar,  an  dem  dornstage  in  der  octave  der  aposteln  Petri  und 
Pauli. 

Abschritt  des  Deutschordensarchivars  Breitenbach  aus  dem  18.  Jahrhundert.  Auf  demselben  Blatt  Abschrift 
einer  Urkunde  von  1317  Febr.  24,   worin  Ritter  Konrad  Pfal   von  Grünsfeld  bekennt,    durch  den  Komthur  Arnold 


1297.     Juli   14  un<l  23.  61 

vou  SeüiHlieim   und  die  Brüder  zu  Mergentheim  die  26U  Mark  Silber  erhalten  zu  haben,    die  sein  Vetter  Rfldiger 
Pfal  und  seine  erste  Frau  (siner  vordem  wirtinne)  Adelheit  ursprüngHch  dem  deutschen  Haus  vermacht,  Rüdiger 
aber  nachher  vor  seinem  Tod  zu  >!;leiclien  Teilen  an  seinen  Beichtiger  und  an  Koiirud  Pfal  übertragen  hat. 
a)  Lies  dirre.     b)  riet  auf  Hasur. 


5026. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Juli  14. 

Der  Edle  Etcpert  von  Dum  beurkundet,  dass  mit  seiner  Zustimmung  sein  Lehens- 
mann Hermann  von  Lobenhausen  Güter  in  Leibenstatt  (quedam  bona  in  Lübelstat  singu- 
lis  annis  libram  Hallensium  solventia,  que  a  nobis  feodali  titulo  possidebat)  dem 
Kloster  Schönthal  als  Eigen  verkauft  hat,  bestätigt  diesen  Verkauf  und  überträgt  das 
Eigentumsrecht  (transferimus  — ■  —  omne  ins  et  dominium)  dem  Kloster  und  freit  die 
Crüter  für  alle  Zeiten  (perpetue  —  ipsa  bona  —  tradimus  libertati). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  in  crastino  Margarethe  virginis. 

Kopb.  des  Klosters  SchOnthal  von  1512,  Bi.  303. 


.5027. 
ßnrg   Weiler  1297.     Juli  23. 

Graf  Heinrich  von  Eberstein  freit  zu  Ehren  der  Jungfrau  Maria  und  um  seines  und 
seiner  Eltern  Seelenheils  tcillen  dem  Kloster  Bebenhausen  alle  früheren  und  künftigen  Er- 
wet'bungen  aus  seinem  Besitz  in  Oberkirch  und  Reusten  (ut  quidquid  donationis  legationis 
emptionis  seit  quovis  alio  titulo  a  quibuscunque  nostris  seu  a  nobis  infeodatis  de 
possessionibus  seu  feodis  infra  terminos  et  limites  decimarum  Oberkilch  et  Rüsten 
nostro  dominio  pertinentibus  ipsis  obvenit  ac  in  posterum  obvenerit,  id  nostra  dona- 
tione libertatis  possideant  pleno  iure)  und  behält  sich  keinerlei  Rechte  daran  vor. 
'Siegler:  Der  Aussteller. 

Actum   et   datum   apud   castrum  Wiler,    anno    domini  MCCXCVII.,   X.  kalendas 
Augusti. 

Siegel  s.  Bd.  9,  S.  265.  -  Alidruck :  ZGORh.  14,  448. 


6'2  1297.     Juli   24. 


5028. 


Dös  Spital  in   Ulm  sendet  einen  Almosensammler  ans  und  gibt  ihm  ein   Verzeichnis  seiner 

Ablässe. 

Ulm  1297.     Juli  24. 

Universis  Christi  fidelibus  abbatibus  prioribus  decanis  plebanis  et  eorum  vicariis 
presentem  litteram  inspecturis  Hainricus  sacerdos  dictus  Zieglar  magister  hospitalis 
II  sancti  Spiritus  aput  Ulmam  totumque  collegium  sanorum  et  infirmorum  ibidem 
decumbentium  orationes  in  eo  qui  est  omnium  vera  salus.  Albertum  latorem  presen- 
tium  nostrum  ||  fidelem  nuntium  et  dilectum  ad  vestre  pietatis  clementiam  duximus 
transmittendum  aflfectuose  ac  humiliter  vestram  misericordiam  in  eo  qui  nos  suo 
pretioso  sanguine  dignatus  ||  est  redimere  deprecantes,  quatenus  ipsum  cum  pro 
petenda  elemosina  vos  accesserit  benigne  recipiatis  pro  ipso  et  nobis  populo  verbum 
exhortationis  fideliter  proponentes,  ut  nostra  necessitate  inspecta  oculo  compassionis 
thesaurizent  sibi  iuxta  doctrinam  ewangelicam  thesauros  in  celo  ubi  fures  non  eflfo- 
diunt  nee  furantur.  Nos  vero  dicto  latori  presentium  testimonium  nostre  vere  peti- 
tionis  et  legationis  presentibus  litteris  sigillorum  munimine  videlicet  nostrorum  vera- 
citer  roboratis  perhibentes  omnibus  vero,  qui  dicto  hospitali  et  pauperibus  illic 
commorantibus  verbo  vel  opere  manum  porrexerint  adiutricem,  omnium  missarum 
quarum  apud  nos  quolibet  die  ad  minus  unam  consuevimus  devote  celebrare  et 
ieiuniorum  elemosiuarum  nee  non  omnium  bonorum  que  aput  nos  die  noctuque  fiunt 
concedimus  plenariam  partieipationem.  Insuper  sanctissimus  pater  Honorius  dei 
gratia  summus  pontifex  perpetue  omnibus  benefactoribus  nostris  XL  dies  eriminalium 
et  annum  venialium  et  vobis  sacerdotibus  si  qua  peccata  ex  obmissione  divini  officii 
seu  negligentia  perpetrastis  misericorditer  relaxat.  Preterea  eontirmat  generöse  omnes 
indulgentias  et  gratias  quas  venerabiles  in  Christo  domini  episeopi  subnotati  nostris 
benefactoribus  fecerint  et  eoncesserint  salutares.  Item  venerabilis  in  Christo  dominus 
et  pater  noster  Hainricus  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  XX  dies  eriminalium 
et  dimidiam  carrinam  de  iniuneta  penitentia  misericorditer  relaxat.  Item  Wolpliardus 
dei  gratia  Augustensis  episcopus  XL  dies  eriminalium  et  annum  venialium  miseri- 
corditer relaxat.  Item  quondam  .  .  episcopus  Ratisponensis  tantum.  Item  Reinboto 
episcopus  Eystetensis  tantum.  Item  Emelio  Frisingensis  tantum.  Item  C.  dei  gratia 
episcopus  Argentinensis  tantum.  Item  .  .  episcopus  "Wormatiensis  tantum.  Item  .  . 
episcopus  Spirensis  tantum.  Item  Bruno  quondam  episcopus  Brixinensis  tantum. 
Item  Pirtholomeus  quondam  episcopus  de  Sardina  tantum.  Item  Curiensis  episcopus 
tantum.     Item  Albertus    episcopus  Vallis   Sanete  Marie  de  Bruscia   tantum.     Insuper 


1'297.     Juli  25.  «:} 

onines  episcopi  prenotati  relaxant  omnibus  iiobis  suas  eleniosinas  devote  tribuentibus 

peccata  oblita  vota  fracta  si  ad  ea  redierint  offensas  patruin  et  matrutn  sine  iniectione 

mauuuni  violenta  trausgressiones  fidei  et  iuratnentorum  sine  capitalibus. 

Datum  Ulme  in  hospitali,  auuo  domiui  MCCLXXXXVU.,  in  vigilia  beati  Jacobi 

apostoli. 

An  blau-weiß-roter  geflochtener  Hanfschnur  zwei  Siegel.     1)  beschädigt,   rund,   c.  ;fö  mm,   Taulie  mit  Nim- 
bus sitzend  mit  ausgebreiteten  Flügeln;  Umschrift:  t  •  S  .  HOSPITALIS  .  .  .  N  •  VLMA  •    2)  spitzoval,  c.  40,24  mm, 

Verkündigung   Mariil;    Umschrift:    -[■  •  S  •  HENR  •  MAGR PA\Per\'m  ■  XVnl)  ■  VLM  •    -  Abdruck:    Ulmisches 

ÜB.  1,  23i>  mit  Varianten  einer  ähnlichen  Urkunde  von  130(j. 


5029. 

1297.     Juli  25. 

Ulrich  und  Hedwig  von  Sondelfingen  vermachen  dem  Spital  zu  Esslingen  all  ihr  Gut 
zu  einer  Messe  und  behalten  die  Nutzniessung  gegen  1  U  Wachs  von  einem  Weinberg  am 
Ölberg  zu  Untertürkheim. 

Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  129  h.  299  nach  dem  Auszug  im  Registraturbuch  a  in  Eßlingen. 


5030. 

Ritter  Gerwig  der  Giiss  von  Güssenberg  gibt   dem  Kloster  Söflingen   all  sein  6rut  in  Söf- 

linger  Bann. 

Ohne  Orts-  und  Zeitangabe.     Nach  1297.     .Juli  25 '). 

Ich  Gerwic  der  Gusse  von  Gussenberc  ein  ritter  vergihe  unt  tun  ||  cunt  allen 
den,  die  lebent  oder  cüftic  sint,  daz  ich  miner  frawen  der  ||  abtessinne  unde  dem 
convente  von  Sevelingen  des  ordens  sante  Cla||ren  han  gegeben  da  z  Sevelingen  alles 
daz  ich  da  han  es  si  leut  oder  gut  accer  oder  wise  holz  oder  velt  waszer  oder  waide 
gesuocht  oder  ungesuocht,  das  ich  daz  gegeben  han,  swaz  in  dem  bannen  lit  da 
z  Sevelingen,  miner  frawen  der  abtissenne  unt  dem  convente  von  Sevelingen  unde  mit 
namen  die  accer  die  min  aigen  sint  gewesen  bis  an  den  tac,  das  ich  si  gap  miner 
frawen  der  abtessenne  unde  dem  convente,  die  hie  vor  gescriben  stant,  die  der  Samer 
het  von  mir  ze  lehen  unde  Nötlin,  an  diseu  vor  genanten  acceru  Samors  und  Notlins, 
da   si   an   irret   hern  Liuprandes  frawe  hem  Hainrihes  des  ammans  muter  von  Ulme 


64  1297.     August  1. 

unt  des  alten  hern  Gewarlihes  kint,  die  uns")  auli  irren  an  den  vor  genanten  acceren, 
die  herre  Otto  am  Stege  der  amman  von  Ulme  cauft  ze  sime  libe  unde  siner  elichen 
wirtenne  unt  das  die  vor  genanten  accer  nah  ir  tode  ummer  me  ewiclichen  sun 
hiliben  dem  closter  ze 

Siegel  abgegangen.  Die  Urkunde  ist  auf  ein  kleines,  17  :  8  cm  großes  Blättchen  Pergament  geschrieben 
und  bricht  ohne  Schluß  ab,  weil  zur  Fortsetzung  kein  Raum  war.  —  Abdnick :  Ulmisches  ÜB.  1 ,  247  mit  Zeit- 
bestimmung 1297  oder  1298. 

1)  Die  Zeit  ergibt  sich  aus  der  Erwähnung  des  Ammans  Heinrich,  der  in  datierter  Urk.  zuerst  1297  Dez.  1 
erscheint,  aber  ohne  Zweifel  seit  Jakobi  des  Jahrs,  dem  Tag  der  Neuwahl  des  Ammans,  im  Amte  war.  Otto  am 
Steg  erscheint  als  Amman  zuletzt  1297  Mai  8  (Ulm.  ÜB.  1,  237)  und  ist  1298  Nov.  2  tot.  2)  Hier  scheint  das  Kloster 
gemeint,  von  dem  vermutlich  die  Urkunde  ausgegangen  ist. 


5031. 

Berthold  Roseli  von  Schmiden  Bürger  in  Esslingen  schenkt  dem  Spital  in  Esslingen  seine 

ganze  Rabe. 

Esslingen  1297.     August  1. 

Presentium  litterarum  inspectoribus  universis  Berhtoldus  dictus  Koseli  de  Smide- 
hain  civis  in  Ezzelingen  Constantiensis  dyocesis  rei  notitiam  subnotate.  O  quam  felix 
industria,  que  terrena  didicit  pro  ||  celestibus  permutare.  Cupiens  itaque  cum  domino 
dominorum  et  cum  virgine  virginum  nee  non  cum  inclita  virgine  Katherina  omnia 
raea  bona  pro  celesti  premio  permutare,  cunctas  meas  possessiones  apud  Ezze||lingen 
in  Bytun  sitas,  item  omnes  possessiones  meas  apud  Waibelingen  intra  muros  et  par- 
rochiß  constitutos,  item  sex  agrorum  iugera  apud  Smidehain  in  loco  dicto  Widach, 
agris  .  .  dicte  Klinchartin  ab  uno  ||  et  agris  .  .  dicti  Herzoge  a  secundo  latere  inter- 
sitorum,  item  duo  iugera  vinearum  apud  Korbe  in  monte  dicto  Hohrusche  vineis 
Alberti  dicti  Sigeli  ab  uno  et  vineis  .  .  dicti  Goze  a  secundo  latere  intersitarum, 
item  unum  iuger  vinearum  apud  Obernheggebach  vineis  .  .  dicte  Lerarin  ab  uno  et 
vineis  .  .  dicte  Kiverin  a  secundo  latere  intersitum  itemque  universa  bona  mea  mobilia 
et  immobilia  presentia  pariter  et  futura  in  nomine  sancte  et  individue  trinitatis  sub 
lionore  dominice  genitricis  nee  non  ob  venerationem  virginis  et  martiris  Katherine 
liospitali  pauperum  in  Ezzelingen  sana  mente  ac  robusto  corpore  per  donationem 
inter  vivos  contuli  tradidi  et  simpliciter  erogavi  cum  verborum  et  gestuum  sollemp- 
nitate  debita  et  consueta  et  nichil  iuris  facti  cause  vel  occasionis  michi  aut  aliquibus 
heredibus  meis  reservans  in  huiusmodi  erogato  ipsum  hospitale  facio  ipsa  donata  cum 
Omnibus    suis   fundis    areis    edificiis    domibus    hoiTeis    ortis    agris    pratis   plantis  vallis 


1297.     August  3.  65 

silvis  aquis  acjuarum  usibus  viis  iuviis  iuribus  iurisdictionibus  et  pertinentiis  quibus- 
cunque  iusto  titulo  et  bona  fide  perpetiin  possidere  ac  etiam  obtinere  uec  licebit 
cuiquam  liominutn  öpe  legis  vel  canonis  vel  auxilio  cuiusvis  exceptionis  vel  defensionis 
quicquam  in  contrarium  attemptare,  presertim  cum  in  genere  renuntiationes  tum  de 
iure  communi  tum  auctoritate  civilegii  Ezzelingensis  hinc  iiide  fecerim  debitas  et 
consuetas  et  cum  in  specie  voluntati  döambulatorie  renuntiaverim  super  eo.  Ceterum 
nos  Ruggerus  decanus,  Marquardus  magister  civium  in  Ezzelingen  guberuatores  hospi- 
talis  predicti  nosque  frater  Johannes  magister,  frater  Cünradus  cellerarius  totaque 
congregatio  fratrum  et  sororum  eiusdem  hospitalis  non  immerito  duximus  adverten- 
dum,  quod  liiis  esse  debemus  obnoxii,  a  quibus  noscimur  beneficia  recepisse,  omnia 
memorata  donata  ipsi  donatori  in  censuale  feudum  contulimus  eo  pacto,  ut  idem 
donator  unam  libram  cere  vigilia  festi  beate  Katherine  anno  quolibet  census  nomine 
debeat  exsolvere  incunctanter  et  quod  universa  donata  statim  ad  prenarratum  Hospi- 
tale transeant  post  obitum  donatoris.  Nichilominus  ex  mera  gratitudine  per  sollemp- 
nem  stipulationem  promittimus  firmiter  ac  districte,  quatenus  Elizabet  filiam  donatoris 
recipiamus  in  sororem  et  familiam  liospitalis  inibi  per  sue  vite  spatia  remansuram, 
quandocunque  a  donatore  vel  ab  ipsa  Elizabet  fuerimus  requisiti.  In  quorum  om- 
nium  evidentiam  presens  instrumentum  hinc  inde  confectum  sigillis  universitatis 
populi  de  Ezzelingen  et  predictorum  gubernatorum  placuit  communiri  et  virorum 
discretorum  Friderici  sculteti  dicti  de  Hallis,  Rudolfi  dicti  Hasenzagel,  Hugonis  dicti 
Nallinger,  lluperhti  et  Cünradi  fratrum  dictorum  Rupreht,  Truhliebi  dicti  do  Hallis 
et  Alberti  dicti  Gerter  iuratorum   de  Ezzelingen  testimoniis  roborari. 

Datum  Ezzlingen,  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  kalendas  Augusti,  indictione  X. 

Von  drei  Siegeln  noch  das  erste,  das  der  Stadt  EBlingen.  —  Regest:  EBlinger  ÜB.  1,  129  n.  300. 


5032. 
Ohne  Ortsamjabe.     1297.     August  3. 
Die  Priorin  von  Sirnatt  beurkundet  die  Seelgerätstiftung  des  Berthold  Roseli. 

Deutsch.     Abdruck  im  Eftlinger  ÜB.  1,  130  n.  301  nach  dem  Orig.  in  EBlingen. 


XI. 


66  1297.     August  5  und  11. 

5033. 

Graf  Albert  von  Hohenberg   erlaubt  dem  Kloster  Alpirsbach  die  Erwerbung  seines  Eigen- 
manns Walter  von  Bittelbronn. 

Rottenburg  1297.     August  5. 

Honorabilibus  viris  abbati  et  conventui  monasterii  de  Alperspach  Albertus  c[omes 
de  Hohenberch  quijcquid  ||  potest  dilectionis  et  amoris.  Dilectionis  vestre  constan- 
tiam  dux[imus  presentibus  rogandam,  ]  quatinus  ||  pueros  seu  filios  relicte  quondam 
Ottonis  de  Büttelbr[unnen  qui  nobis  titulo  projprietatis   ||   pertinere  dinoscuntur  iure 

bonorum    suorum   in  Bütelbrunnen Volumus    enim,    quod    vobis 

hoc  facere  liceat  Waltherum  filium  relicte  [memorate  nobis  titulo]  proprietatis  per- 
tinentem  libere  vobis  et  monasterio  vestro  donare,  rogantes  ut  [iam  dictum  Waltherum 
d]e  bonis  in  Bütelbrunnen,  que  quidem  bona  pater  predicti  Waltheri  possidebat,  in- 
feudare  curetis.  In  signum  vero  donationis  antedicte  presentes  litteras  vobis  damus 
sigilli  nostri  munimine  roboratas. 

Datum  Kotenburch,    anno    domini  MCC  nonagesimo  VII.,   in    die   beati  Oswaldi. 

Siegel  abgegangen.  Die  Urkunde  ist  teilweise  nicht  mehr  zu  lesen.  —  Abdruck :  Schmid,  Monum.  Hohen- 
berg. 131.  —  Regest:  Glatz,  Alpirsbach  274. 


5034. 

Bischof  Heinrich   von   Konstanz   vidimiert   die    Urkunde   seines    Vorgängers   Heim-ich   für 

Kloster  Marchthal  von  1245  Juni  22. 

Konstanz  1297.     August  11. 

Datum  per  copiam  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  septimo, 
III.  idus  Augusti,  indictione  decima.  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  u.  s.  w. 
Es  folgt  die  Bd.  4  S.  101  gedruckte  Urkunde. 

Nos  igitur  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  cum  consensu  nostri  Constan- 
tiensis capituli  predecessoris  nostri  H.  bone  memorie  litteras  presenti  cartule  insertas 
nullius  vitii  iacture  subiectas  salvis  et  integris  sigillis  munitas  auctoritate  ordinaria 
in  perpetuum  confirmamus  in  evidentiam  et  robur  firmitatis  presens  instrumentum 
tarn  nostro  quam  etiam  nostri  capituli  predicti  Constantiensis  sigillo  evidentius 
muniendo. 

Datum  Constantie  in  palatio  nostro,  anno  et  die  supra  memoratis. 


1297.    August  11.  67 

Fälschung  wie  die  vidimierte  Uikunde,  die  übrigens  zum  Jahr  123ö  gehört  (Weller  in  Württ.  V'jh.  f.  Landes- 
geschichte 1895  S.  182  Anm.  1).  Die  beiden  wohlerhaltenen  Siegel  des  Bischofs  und  des  Domkapitels  zeigen 
deutlich  die  Bd.  7,  S.  397  geschilderte  Marchthaler  Methode  der  Befestigung  alter  Siegel.  Zeit  und  Ort  des 
Datums  stimmen  mit  dem  sonst  bekannten  Itinerar  des  Bischofs  nicht  überein,  der  von  2.  Juni  12f)7  bis  Febr. 
1298  in  Böhmen  und  Österreich  weilte  (,Keg.  episc.  Constant.  30.38—3052).   —  Regest:  a.  a.  O.  3044. 


5035. 

Dietrich   von   Iiujersheim   genannt    Gänsebüttel  verkauft   dem   Kloster   Steinheim    eine   Gült 

auf  Gütern  zu  Ingersheim. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     August  11. 

Ich  Dietirich  von  Ingershein  zi  aname  Gensebütil  künde  allin  den  die  disin  brief 
ansehint,  daz  ich  verkoupht  han  zwei  phunt  geltis  minre  vrowin  ||  dir  priorin  und 
dim  convente  dir  swester  von  Stainhain  Prediar  ordins  um  ahzehindehalp  phunt 
Haller  uz  mim  vriin  eigin  und  han  daz  gisezzit  ||  uf  ein  morgin  wiugartin,  heizit  di 
clinge,  und  uf  ein  wisun,  da  get  uz  sibin  Schillinge  geltis  und  zwei  hünre,  und  uf 
anderhalbin  morgin  ||  der  heizit  Wicmannis  wingarte  obirhalp  dis  doi-fis.  Daz  gelt 
sol  ich  gen  alliu  jar  an  sante  Martins  tage,  swen  ich  des  nit  tun  und  mich  des  nit 
verrihte  mit  min  vrowin  biz  zem  wizin  sönnuntage,  so  süln  die  wingartin  die  hie 
ginant  sint  und  diu  wisi  ledic  sin  dim  closter  und  süln  sie  die  vrowin  in  ir  giwalt 
ziehin.  Diz  gut  han  ich  ufgebin  zi  Stainhain  vor  dim  venster  minre  vrowin  dir 
priorin  und  din  vrowin.  Da  bi  was  min  ohein  herre  Berhtolt  von  Schoubek  und 
herre  Abreht  sin  brüder  und  brüder  Cünrat  dir  hovimeister  und  brüder  Appli  dis 
clostirs  brüder.  Min  wirtin  vro  Demut  von  Berlichingin  hat  ez  ouch  ufgebin,  da 
was  bi  phaffe  Herbrant  von  Ingershein,  herre  Friderich  von  Gomaringin,  min  vetir 
Cünrat  der  junge  Latschier,  dir  vogit  von  Ingershain,  herre  Hainrich  von  Hessinkain. 
Min  swester  Güte  zi  Basinkain  und  ir  wirt  Cünrat  von  Bunninkain  hant  ez  ouch  uf 
gebin"),  da  bi  was  Hartman  von  Marpach,  Hüsinc  Stahilli,  Sibot,  Cünrat  dir  Zoller 
rihtar  von  Basinkain.  Min  swester  Erlint  von  Bakenanc  und  ir  wirt  Gernot  von 
Wallinzin  hant  diz  selbi  gut  ouch  uf  gebin,  da  bi  was  dir  Vürdirar,  Albreht  von 
Eppingen,  Sivrit  von  Halle,  Ulrich  dir  phystir,  Albreht  dir  Rote,  rihtar  von  Bakenanc 
ane  din  jüngistin.  Dirre  sache  bürgin  sint  min  ohein  von  Schoubek  und  Abreht 
sin  brüder,  der  hat  iewedere  gisazt  zwen  morgin  wingartin  zi  Botebor  die  haizint 
die  Schindar,  aso  daz  sie  daz  gut  uf  rihtin  jar  und  tac  swen  ez  ansprachic  wirt. 
Tünt  sie  des  nit,    so  süln  die  vier  inorgin  zi  Botebor  ledic  sin  dir  priorin  und  dim 


68  1297.    August  13. 

convente  zi  Stainhain.  Min  vetir  der  junge  Latschier  ist  oucli  bürge,  daz  er  diz 
gut  verrihtin  sol  jar  und  tac,  aso  swen  ez  anspräche  wirt  und  in  di  vrowin  mant 
mit  ir  botin  zi  hant,  so  sol  er  leistin  swa  min  vrowin  wellin  zi  Stainhain  oder  zi 
Marpach  oder  zi  Basinkain.  Wil  ich  diz  gut  ouch  verkoufin,  so  sol  iz  min  vrowin 
von  erst  bietin,  wen  si  ez  nit  kouphin,  so  sol  iz  nieman  gen  zi  kouphin  der  übir 
mich  si,  wan  die  under  mir  sin.  Des  ist  giziuc:  min  ohein  Berhtolt  von  Schoubec, 
Abreht  sin  brüder,  min  veter  der  junge  Latschier,  phaife  Herbrant  von  Ingershein, 
herre  Friderich  von  Gomaringin  und  alli  die,  vor  den  diz  gut  ist  uf  gebin  zi  Ingers- 
hain,  zi  Basinkain  und  zi  Bakinanc.  Wan  abir  ich  nit  eigins  insigils  han,  so  han 
ich  disin  brief  givestint  mit  mins  herrin  dis  marcgravin  insigil  und  mins  oheimis 
von  Schoubek  und  mins  oheimis  dis  marschalkis  von  Basinkain. 

Dirre  brief  wart  gischribin,  do  von  gotis  gibürte  was  tüsint  jar  und  zwei  hundirt 
und  niunzic  und  sibiniu,  an  dim  nahistin  tage  nah  sante  Laurentiin  tage''). 

Mit  Tinte  liniert.  Drei  beschädigte  Siegel :  1)  des  Markgrafen  Hesso  von  Baden,  abgebildet  bei  v.  Weech, 
Siegel  an  Urk.  im  Großh.  bad.  Generallandesarchiv  in  Karlsruhe  Tat.  4  n.  5.  2)  des  Marschalls  von  Besigheim, 
s.  Bd.  9,  S.  428.  3)  stark  beschädigt,  rund,  c.  45  mm.,  rechtsgeneigter  Schild  mit  Schräglinksbalken,  auf  dem 
rechten  Obereck  Topfhelm,  worauf,  wie  es  scheint,  4  durch  eine  Spange  zusammengehaltene  Fähnchen ;  Umschrift : 
.  .  .  TOLDI  •  MILITIS  •  DE  ■  S —  Regest :  Regg.  der  Markgrafen  von  Baden  642. 

a)  Die  Worte  hant  ez  ouch  uf  gebin  stehen  am  Ende  des  Satzes  hinter  Basinkain  und  sind  durch  Zeichen 
(=  -[-)  an  die  richtige  Stelle  eingewiesen,     b)  Das  Datum  steht  oben  auf  der  Rückseite  der  Urkunde. 


5036. 

Äbt  Gebzo   und  Konvent   von  Lorch   schenken   dem   Domstift  Augsburg   das   Patronatrecht 
der  Pfarrkirche  in  Gmünd  mit  der  Johanniskajpelle. 

Augsburg  1297.     August  13. 

Viris  honorandis  T.  preposito,  E.  decano  totique  capitulo  ecclesie  Augustensis 
G.")  divina  permissione  abbas  et  conventus  monasterii  ||  in  Lorch  sinceram  in  domino 
karitatem.  Cum  in  officiis  karitatis  illis  teneamur  obnoxii,  a  quibus  cognoscimus 
beneficia  re||cepisse,  dignum  quippe  est,  ut  a  qua  matre  honoris  benedictionem  acce- 
pimus  illi  reverentiam  omnimodam  inpendamus,  ||  equitate  suadente  et  iure  man- 
dante  cogimur  omnibus  intendere,  que  vestrum  respiciunt  commodum  et  honorem. 
Quapropter  diligenti  tractatu  premisso  ad  diem  statutum  omnibus  quorum  intererat 
convocatis  omnium  unanimi  accedente  consensu  ecclesiam  parochialem  in  Gamundia 
cum  capella  sancti  Johannis  et  omnibus  suis  pertinentiis,    cuius  ins  patronatus  nobis 


1297.     August  13.  69 

competit,  vobis  pia  liberalitate  concedimus  et  donamus  et  ius  in  vos  transferimus, 
quod  nobis  competere  videbatur.  In  quorum  evidentiam  presentes  vobis  damus 
nostris  sigillis  roboratas. 

Datum  et  actum  Auguste,  anno  domini  millesimo  CCLXXXXVII.,  idus  Augusti. 

Zwei  stark  abgeriebene  Siegel.  1)  spitzoval,  c.  54,36  mm.,  der  sitzende  Abt  mit  Stab  und  Buch;  Um- 
schrift: .  .  S  •  GEBZONIS  •  ABBATIS  •  DE  •  LORCHE.  2)  rund,  45  mm.,  thronende  Maria  mit  dem  Jesusl<ind, 
rechts  ein  Stern,  links  ein  zunehmender  Mond;  Umschrift:  f  •  S  •  PKIORIS  •  ET  •  C  ...  ENT  •  DE  LORCHE  ■ 
—  Abdruck  nach  späterer  Abschrift  in  Gmünd:  WUrtt.  Vierteljahrshefte  1902,  S.  262.  —  Regest:  Württ.  GescliichU- 
quellen  12,  1911,  S.  9  n.  24. 

a)  Text:  C.     Der  Abt  heisst  nach  der  folgenden  Urkunde  Gebzo. 


5037. 

Bischof  Wolfhard  von  Augsburg  inkorporiert  dem  Kloster  Lorch  eine  Pfründe  der  dortigen 
l^arrMrche,  zu  der  die  Pfarrei  Lorch  mit  der  Kapelle  in  Alfdorf  gehört. 

Augsburg  1297.     August  13. 

Ne  falsitas  veritati  preiudicet  aut  iniquitas  prevaleat  equitati,  expedit  queque 
pietatis  intuitu  canonice  gesta  scripturarum  declaratione  memo||rie  coramendari. 
Huius  rei  causa  nos  Wolfhardus  dei  gratia  Augustensis  episcopus  notum  facimus 
presentium  inspectoribus  universis,  quod  venientes  ||  ad  nostram  et  capituli  nostri 
presentiam  Gebso  divina  permissione  abbas  et  quidam  de  fratribus  ex  parte  conven- 
tus  monasterii  in  Lorch  nobis  ||  humiliter  supplicarunt,  quatenus  rei  per  eos  diutius 
affectate  paterne  pietatis  intuitu  consentiendo  unam  prebendarum  in  Lorch  eorum 
provisioni  seu  collationi  ab  antiquo  pertinentium,  eam  videlicet  cui  ius  funerandi 
seu  parrochiale  ibidem  scilicet  in  villa  Lorch  cum  capella  in  Altdorf  annexum  esse 
dinoscitur,  cum  obventionibus  seu  fructibus  suis  in  ipsorum  usus  perpetuo  convertendos 
ad  divini  cultus  ampliationem  cui  fideliter  intendebant  largiri  seu  concedere  digna- 
remur.  Nos  igitur  attendentes,  quod  iusta  petentibus  pius  non  est  denegandus  assen- 
Bus,  eorum  votis  prout  videbatur  tam  rationabilibus  et  iustis  annuere  satagentes 
deliberatione  sedula  nee  non  tractatu  diligenti  prehabitis  adhibita  etiam  sollempnitate 
iuris,'  que  in  huiusmodi  donationibus  exigitur,  de  consilio  et  consensu  dominorum 
ide  capitulo  nostro  nee  non  Johannis  dicti  Bölan  reetoris  eeelesie  in  Altdorf  ac 
voluntate  singulorum  quorum  intererat  plenius  accedente  prefatam  prebendam  cum 
Omnibus  suis  attinentiis  scilicet  iure  parrochiali  et  ecclesia  prenotata  in  Altdorf  ac 
Omnibus  obventionibus  et  fructibus  suis  quesitis  et  inquirendis  eisdem  abbati  et  con- 
ventui  immo  monasterio  in  Lorch  ibidem  mense  eorum  sine  diminutione  qualibet 
perpetuo    servitnram   sub   testimonio  presentium  in  nomine  domini  cedimus  tradimus 


70  1297.     AuguHt  19. 

et  donamus  episcopali  iure  ac  archidiaconi  nobis  salvis,  reservata  etiam  sustentatione 
debita  et  consueta  vicario  per  nos  vel  successores  nostros  ad  eorundem  abbatis  et 
conventus  presentationem  cum  sepedictam  prebendam  seu  beneficium  in  Altdorf 
vacare  contigerit  instituendo,  qui  eadem  beneficia,  que  divinis  obsequiis  more  solito 
impendendis  in  nullo  casu  defraudari  volumus,  auctoritate  a  nobis  data  favente  domino 
reget  feliciter  et  gubernet.  Testes  autem  huius  sunt:  dominus  Fridericus  de  Zolr 
prepositus,  dominus  Rüd.  de  Hurnhain  decanus,  magister  Eberhardus  custos,  magister 
Crafto  scolasticus,  magister  Wolframmus  cellerarius,  dominus  Hainricus  de  Beringen 
canonicus  ecclesie  nostre  Augustensis  et  alii  fide  digni.  Ad  huius  autem  donationis 
seu  largitionis  robur  et  debitam  firmitatem  presentes  ipsis  abbati  videlicet  et  con- 
ventui  sepedictis  tradimus  sigilli  nostri  et  capituli  nostri  munimine  fideliter  com- 
munitas. 

Datum  et  actum  Auguste,  anno  domini  millesimo  CC  nonogesimo  septimo,  in- 
dictione  X.,    epacta  XVIII.'),   in   crastino   festivitatis  beate  Hylarie  et  sociarum  eins. 

Die  Siegel,  die  an  roten,  grünen,  gelben  und  weißen  Seidefäden  hingen,  sind  abgeschnitten.  —  Unter  dem 
Text  ist  noch  freier  Raum  für  3—4  Zeilen.  —  Regest :  Monum.  Zoller.  8,  S.  25  n.  68.  —  Württ.  Geschichtsquellen 
a.  a.  0.  n.  25. 

1)  Die  Epakte  für  1297  ist  XXV;  XVIII  ist  der  Sonnenzyklus. 


5038. 
Ratzenreute  1297.    August  19. 

Ulrich  von  Königsegg  (Kiungesegge)  verkauft  (vendidi  tradidi  et  donavi)  um  seiner 
Schulden  icillen  (cum  ego  oppressus  essem  oneribus  debitorum)  an  Kloster  Salem  seine 
Höfe  hl  Ratzenreute^)  (curias  meas  sitas  in  Rawzenriuti  quas  Eber,  dictus  Bart  excolit 
iure  mihi  proprietario  pertinentes  cum  suis  pertinentiis  appendiciis  ac  iuribus  tam  cor- 
poralibus  quam  incorporalibus  universis  agris  videlicet  cultis  et  incultis  pratis  pascuis 
silvis  virgultis  et  aliis  omnibus  et  singulis  pertinentiis  ac  iuribus  tacitis  et  expressis 
quocumque  nomine  censeantur  intus  et  extra  eisdem  curiis  pertinentibus)  um  24  Mark 
Silber  Konstanzer  Gewichts,  verzichtet  auf  alle  Rechte,  besonders  iuri  quod  ehafti  dici- 
tur,  und  verspricht   Gewährschaft. 

Siegler:  Stadt  Saulgau  (Ber.  minister  ac  universitas  civitatis  in  Sulgen)  und  der 
Aussteller. 

Actum  apud  Rawzenriuti  in  strata  publica,  anno  domini  MCCXCVII.,  XIIII.  ka- 
lendas  Septembris,  indictione  IX.,  testibus:  Cünrado  de  Stubun  milite,  Jo.  dapifero 
de  Waltpurc,  C.  dicto  Moshain,  R.   dicto  Wehter,  Friderico  ministro  de  Kiungesegge, 


1297.    August  24.  71 

Ber.  dicto  Funden  niinistro  in  Sulgen,  C.  dicto  Kroel,  H.  dicto  Offenburger,  R,  de 
Hittenriuti,  Ber.  dicto  der  Wiscesuter,  Ber.  dicto  Bolsterer,  C.  et  Eber,  filiis  suis  et 
"Werhero  dicto  Stiurzel  civibus  in  Sulgen,  fratre  mercatore  in  Salem. 

Karlsruhe.     Cod.  Salem.  2,  322  n.  304.  —  Regest :  v.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  529  n.  975. 

1)  V.  Weech  a.  a.  O.  liest  Banzenriuti  =  Banzenreuthe  bad.  BA.  Überlingen.  Neue  Vergleichunp;  der  Vorlage 
erp^t  deutliches  Ranzenriuti.  Für  n  in  der  ersten  Silbe  ist  vielleicht  richtiger  u  zu  setzen ;  so  steht  in  einer 
deutschen  Übersetzung  der  Urkunde  aus  dem  14.  Jahrhundert:  RauzenrAti,  d.  i.  Ratzenreute  Gem.  HUttenreule 
OA.  Saulgau. 


5039. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     August  24. 

Der  Edle  Kraft  von  Ilohenlohe  eignet  (daraus  dedimus  —  —  iusto  proprietatis 
titulo  —  —  proprietatem  —  —  cum  pleno  rerum  dominio  transferentes)  gemeinsam 
mit  seiner  Frau  Agnes  und  mit  Zustimmung  seiner  Söhne  Konrad  und  Kraft  dem  Kom- 
thur  und  den  Brüdern  des  Deutschen  Hauses  in  Mergentheim  Güter  in  Eberbach  und  Atzen- 
rod  (bona  sive  redditus  in  villa  Eberbach  et  in  Otzenrode  sitos  octo  libras  Hallensium 
et  quinque  solidos  annuatim  solventes  et  a  nobis  feodaliter  procedentes),  die  durch 
seinen  Lehensmann  Ritter  Konrad  genannt  Reiz  Burgmann  in  Langenburg  (militem  nost- 
rum  castrensem  in  Langenberg)  gemeinsam  mit  seiner  Frau  Hedwig  und  mit  Zustimmung 
seines  Sohnes  Walter  dem  Deutschen  Hause  geschenkt  worden  sind,  verzichtet  auf  seine 
Rechte  daran  (omne  ius  et  dominium),  setzt  den  Orden  in  den  Besitz  ein  (facientes 
—  —  veros  dominos  et  legittimos  possessores)  und  beurkundet,  dass  Konrad  und 
Hedwig  mit  ihrem  Sohn  Walther  ihm  dafür  ihren  Hof  in  Regenbach  (villa  Regenbach) 
zu  Lehen  gemacht  haben. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Testes:  dominus  decanus  de  Orengeu  dictus  Reiz  frater  prefati  C.  militis,  Got- 
fridus  de  Sachsenflur  miles,  Otto  Lesche,  Theodericus  de  Elpersheim. 

Datum  anno  domini  millesimo  CCXCVII.,  in  festo  Bartholomei  apostoli. 

Kopb.  des  Deutschordenshauses  Mergentheim  aus  dem  15.  Jahrhundert,  Bl.  G3.  —  Abdruck :  Weiler,  Hohenloh. 
ÜB.  1,  417  n.  589.  —  Auszug:    Wirt.  Franken  1848  H  9. 


5040. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     August  24. 

Der  Edle   Kraft   von  Hohenlohe   eignet  gemeinsam   mit   seiner  Frau  Agnes   und   mit 
Zustimmung  seiner  Söhne  Konrad  und  Kraft  dem  Komthur  und  den  Brüdern  des  Deutschen 


72  1297.     September  1. 

Hauses  in  Mergentheim  die  Güter  in  Eberbach  (bona  sive  redditus  in  villa  Eberbach 
annuatim  octo  libras  Halleusium  minus  octo  Hallensibus  solventes  et  a  nobis  feoda- 
liter  procedentes),  die  sein  Getreuer  Gottfried  von  Stetten  (Steten)  gemeinsam  mit  seiner 
Frau  Hedwig  von  Rechenberg  dem  Deutschen  Hause  geschenkt  hat  und  beurkundet,  dass 
sie  ihm  dafür  ihre  Güter  in  Vogelsberg  und  Hitels  (bona  sua  proprietaria  sita  in  Bogels- 
perg  et  in  Hitels)   zu  Lehen  gemacht  haben. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Testes :.  Zurch  de  Gabelstein  et  Markolfus  de  Steten  frater  suus,  Luppoldus  de 
Seideneck  milites. 

Datum  anno  domini  MCCXCVIL,  in  festo  beati  Bartbolomei  apostoli. 

Kopb.  des  deutschen  Hauses  Mergentheim  aus  dem  15.  Jahrhundert,  Bl.  41.  Die  Urkunde  entspricht  im 
Wortlaut  vollständig  der  vorhergehenden.  —  Abdruck:  Weller,  Hohenloh.  ÜB.  1,  418  n.  590.  —  Auszug:  Wirt. 
Franken  1848  II  9. 


5041. 
1297.    September  1. 


Ulrich  von  Gottes  Gnaden  Graf  von  Helfenstein  gibt  dem  Kloster  Blauheuren  an  die 
Kapelle  Unser  Frauen  die  Landgarben  von  den  3  Jauchert  Acker  am  Berg  unter  Ger- 
hauser  Schloss,  genannt  in  dem  Hage,  die  Adelheid  von  Herrlingen  (Horningen)  dem 
Prior  Wernher  für  die  genannte  Kapelle  übergeben  hat. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Gabelkhover,  Miscellanea  historica,  Handschrift  der  K.  Landesbibliothek  Hist.  0.  Nro.  16,  fol.  82  b. 


5042. 

König  Adolf  befiehlt  seinen  Landvögten,  das  Kloster  Maulbronn  zu  schützen. 

Schlettstadt  1297.     September  1. 

Adolfus  dei  gratia  Eomanorum  rex  semper  Augustus  universis  sacri  Romani 
imperii  ||  fidelibus  ad  quos  presentes  littere  pervenerint  gratiam  suam  et  omne  bonum. 
Ordo  II  nobis  suggerit  rationis,  ut  eum  in  suis  membris  specialiter  honoremus,  qui 
nostris  ||  non  exigentibus  meritis  ad  hoc  regali  solio  nos  prefecit,  ut  cunctas  personas 
miserabiles  defensionis  et  tuitionis  presidio  foveamus.  Eapropter  universis  et  singulis 
advocatis  nostris  provincialibus  auctoritate  regia  mandamus  et  precipimus  per  presentes, 


1297.     September  5.  73 

quatenus  cenobium  in  Mulenbrunnen  Spirensis  dyocesis,  qiiod  cum  uiiiversis  rebus 
et  personis  in  defensionem  nostram  et  tutelam  recepimus  specialem,  non  permittant 
deineeps  indebite  molestari,  ut  fratres  ibidem  domino  famulantes  protecti  privilegio 
regie  maiestatis  contemplationis  quiete  gaudeant  inolfensa  et  pro  bono  statu  regni 
nostri  dei  clementiam  deprecentur.  8i  vero  qnisquam  ausu  temerario  personas  vel 
res  predicti  cenobii  ledere  presumi)serit,  indignationem  nostram  incurret  et  nichilo- 
minus  volumus  et  iiibemus,  ciuod  predicti  officiati  nostri  et  eorum  substituti  consilio 
et  auxilio  usque  ad  satisfactionem  condignam  assint  et  assistant  fratribus  memoratis. 

Datum  apud  Sletzstat,  kalendas  Septembris,  '  indictione  decima,  anno  domini 
millesimo  ducentesirao  nonagesimo  septimo,  regni  voro  nostri  anno  sexto. 

Zerbrochenes  Majestätssiegel.  —  Abdruck :  Besold,  Doc.  rediv.  809  =  Petrus,  Suevia  eccl.  576.  —  Re(j[est : 
Böhmer,  K.  Adolf  360. 


5043. 

Gi'af  Eberhard   von   Wirtemherg   und   seine  Gemahlin  Irinengard,    Markgraf  Rudolfs  von 

Baden  Tochter,  bekennen,   für   ihre  Ansprüche  an  das  Erbe  des  Markgrafen  Hesso  durch 

Abtretung  der  Burg  Beichenberg  befriedigt  zu  sein. 

Hochdorf  1297.     September  5. 

Datum  per  copiara  sab  sigillo  illustris  matrone  .   .  relicte  quondam  insignis  viri 

Hessonis  de  Baden  marchionis.    Nos  Eberhardus  comes  de  Wirtenberc  et  nos  Irmen- 

gardis  eiusdem  comitis  collectanea  quondam  ||  illu[s]tris  Rüdolfi  marchionis  de  Baden 

filia  notura  fieri  volumus  omnibus  ecclesie  filiis  universalis,  quod  cum  Utes  secundum 

legales  et  canonicas  sanctiones  sint  restringende  potius  quam  laxande,    nos  mediante 

ordinatione  et  ||   compositione    infrascripta")  omnibus  iuribus  actionibus  litibus  motis 

coram  quocunque  iudice  a  nobis  aut  nostris  substitutis  illustri  viro  quondam  Hessoni 

marchioni    de    Baden    suisque    heredibus    in    publica    strata    regia    bona    et    libera 

voluntate    coad||unata    manu    viro    egregio    Cünrado    marhschalko    de    Besinkain    ad 

hoc  'de  .  .  relicta   prenominati  Hessonis    et   eius    heredibus    deputato    nomine    ipsius 

.  .  relicte   ac   heredum   resignavimus   et  tenore  presentium  resignamus  ita,    ut  quoad 

bona  ipsorum  tantum  super  petitione  hereditarie  successionis  ac  etiam  dotis  a  preno- 

minatö   Itftdolfo    quondam   marchione   in   Baden   nobis   promisse   nobis  non  competat 

actio    inantea   quoquo   modo,   nisi   forte   quod  deus  avertat  sepefati  Hessonis  heredes 

sine   successoribus   penitus  demigrarint.     Acceptamus  enim  quod  castrum  Kichenberc 

cum   omnibus   iuribus   iurisdictiouibus   possessionibusque   universis  quocunque  nomine 
XI.  10 


74  1297.     September  5. 

censeantur  aquisitis  et  inquirendis  nobis  et  nostris  successoribus  pro  iiiille  marcis, 
que  pertinent  nobis  prefate  Irmengardi  in  reconpensam  hereditatis  ac  dotis  pro  rata 
bonorum  tantum  heredum  suprascripti  quondam  Hessonis  fraterculi  nostri,  et  trecentis 
ac  decem  marcis  legalis  argenti  consueti  ponderis  que  pertinent  nobis  iam  dicto  Eber- 
hardo  comiti  de  Wirtenberc  et  nostris  heredibus  ex  eo  quod  debita  pluries  dicti 
Hessonis  marchionis  heredum  in  nos  excepimus  ad  estimationem  trecentarum  decem 
marcarum,  nobis  legali  titulo  pignoris  hoc  adiecto  pacto  remanet  obligatum,  quod 
nulli  omnino  hominum  liceat  redimere  et  recolligere  castrum  Richenberc'')  cum  sibi 
pertinentibus  antedictum  nisi  memorati  quondam  Hessonis  marchionis  heredibus  cum 
pecunia  propria  et  sibi  sine  dolo  quolibet  retinendum.  Si  autem  iidem  heredes  in 
hoc  usque  ad  decem  annos  a  festo  beati  Martini  episcopi  proximo  instanti  continue 
numerandos  neglientes  extiterint,  tunc  transumpto  titulo  pignoris  incipimus  dictum 
castrum  cum  sibi  attinentibus  proprietatis  titulo  possidere  nee  ipsi  heredes  ad  recol- 
ligendum  dictum  castrum  ulterins  admittuntur.  Si  vero  contigerit  nos  aliqua  bona 
dicto  Castro  alienata  in  dampno  nostro  recolligere,  valorem  et  estimationem  huius- 
modi  dairipni  mille  et  trecentis  decem  marcis  connumerabimus  tempore  redemptionis 
castri  nobis  prenarrato  Eberharde  comiti  de  Wirtenberc  et  nostris  heredibus  persol- 
vendam  et  que  gratis  recolligerimus  gratis  ad  heredes  sepefati  Hessonis  quondam 
marchionis  recuperato  castro  redeant  et  accedant.  Nunc  demum  duximus  subiungen- 
dum,  quod  littere  et  processus  iudiciales  habiti  hucusque  in  ipso  negotio  inantea 
illustri  matrone  pluries  dicte  .  .  relicte  Hessonis  marchionis  eiusque  heredibus  non 
debent  esse  aliqualiter  preiudiciales,  nisi  forte,  quod  non  speramus,  ipsa  relicta  si 
quid  iuris  habet  in  dicto  Castro  nobis  recusaverit  libere  resignare  et  nisi  ipsi  heredes 
cum  legitimam  maioritatis  devenerunt  ad  etatem")  omnia  premissa  ratificare  noluerint''), 
tunc  omnis  supranarrata  ordinatio  tamquam  non  facta  et  processus  et  littere  iudiciales 
tamdiu  pro  non  cassatis  habeantur,  quamdiu  ipsa  relicta  iuri  suo  in  dicto  castro 
non  renuntiavit  et  ipsi  heredes  in  etate  legitima  constituti  omnia  supradicta  ren- 
nuerint  ratificare.  Ut  autem  ista  universa  et  singula  maneant  inconvulsa  presentes 
litteras  nostris  et  nobiliuni  virorum  Alberti  dicti  Humel  de  Liehtenberc  et  Cünradi 
fratris  eiusdem  de  Liehtenberc  nee  non  generosi  viri  Cünradi  marhschalki  de  Besin- 
kain,   qui  istorum  fuerant  mediatores,  sigillis  fecimus  commuuiri. 

Acta  sunt  hec  apud  Hohdorf,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo 
septimo,  proxima  feria  quinta  ante  nativitatem  beate  Marie  virginis,  fide  dignorum 
turba")  presente  nimium  copiosa. 

Das  an  erster  Stelle  zu  erwartende  Siegel  der  Markgräfin  ist  abgerissen.  Noch  fünf  Siegel  an  blauen 
Leinenfäden.  2)  Graf  Eberhards,  s.  Bd.  8,  S.  191.  3)  der  Gräfin  Irmengard,  spitzoval,  e.  38,24  mm.,  im  gegitter- 
ten Feld  ein  geneigter  Schild,  wie  es  scheint,  ebenfalls  mit  den  drei  Hirschstangen ;  Umschrift :  .  .  .  MINGAR  .  . 
COM  .  ü'  .  WIR  .  .  ,  ßC  .     4)  All)recht   Hummels    von    Lichtenberg,    schildförmig,    c.  38,82  mm.,    drei  Ballen,    2  :  1 


1297.     September   15  und   16.  75 

gestellt;   Uiiischiift    abgeritbeii.     6)  rund,  48  mm.,  im  Schild  drei  Bullen;    Umschrift:  t  ■  S  •  lANKADI  •  MILITIS 

EHENBC  d.  h.  Liehenberc.    6)  des  Konrad  von  Besigheim,  s.  Bd.  10,  S.  dSSi.  —  Abdruck :  Sattler,  Geschichte 

WUrtenberRS  unter  den  Graven,  I.Teil,  Beil.  Nr.  22.  —  Hegest:  Reg.  der  Markgr.  v.  Baden  643. 

a)  Über  der  Endsilbe  ein  überflüssiger  Abkürzungsstrich.    b)  Hier  ist  antedictum  gestrichen,    c)  Verschrieben 
etatatem.     d)  Korrigiert  aus  vnluprint.     e)  Nach  diesem  Wort  ist  presentibus  copiosa  gestrichen. 


5044. 
Ohne  Orfsangabe.     1297.     September  15. 

lütter  Friedrich  von  Gingen  (Gingen),  seine  Mutter  Liucgard  und  sein  Bruder  Eber- 
hard verkaufen  (vendidinius  seu  venditionis  titido  dedimus)  uon  necessitate  vel  utili- 
tate  suadente  sed  potius  pietatis  causa  tmd  um  ihres  Seelenheils  willen  dem  Kloster 
Adelberg  (Madelberc)  4  Eigenleute  (homines  nostros  subscriptos  videlicet  Msehtildim 
uxorem  dicti  Sigeloch  de  Beringen  cum  tribus  filiis  suis  scilicet  Hainrico  Cunrado 
Eberharde)  um  5  %  5  Schilling  Heller.  Gleichzeitig  verkauft  ihr  Schwager  (sororius) 
der  Edle  Friedrich  von  Deggingen  (Teggingen)  zwei  weitere  Eigenleute  (quia  frater  et 
soror  predictorum  filiorum  videlicet  Sigeloch  et  Maehtildis  nomine  dotis  in  personam 
Fridrici  de  Teggingen  nobilis  mariti  sororis  nostre  nomine  vie')  fuere  translati)  dem 
Kloster  um  einen  Eimer  Wein. 

Siegler:  Graf  Ulrich  von  Helfenstein  (Helphenstain),  mit  dessen  Zustimmung  der 
Verkauf  geschehen  ist. 

Testes:  dominus  Fridericus  viceplebanus  in  Siezzun,  dominus  L.  rector  ecclesie 
in  Slat,  Dietricus  de  Husen,  Cunradus  de  Aelchiugen,  Johannes  scultetus  de  Ezzlingen, 
de  conventu  vero  interfuerunt  .  .  claviger  et  sacerdos,  Cunradus  dictus  Celler  convereus. 

Datum    in  octava  nativitatis   beate  virginis,    anno  domini  MCC  nonagesimo  VII. 

Beschädigtes  Siegel,  s.  Bd.  10,  S.  U\. 

a)  So! 


5ü45. 

Schiedsrichter    entscheiden    den    Streit    des    Klosters   Sirnau    mit    Uz   genannt    Claus    und 

Genossen  um   Wiesen  im   Gehai. 

Esslingen j  im  Predigerkloster.     1297.     September  16. 


Presentium   litterarum   inspectoribus   universis  magister  Cunradus  rector  ecclesi 
in  Obernezzelingen,    magister  Cunradus  doctor  puerorum  in  Ezzelingen,  Erlwituis  d 


76  1297.     September  16. 

Bernliusen  olim  ||  rector  ecclesie  in  Talvingen  et  Cunradus  dictus  Huser  de  Ezzelingen 
Constantiensis  dyocesis  rei  notitiam  subnotate.  Hiis  scriptis  notum  et  notorium 
facinms  omni  homini  fide  digno,  ||  quod  cum  in  causa  que  inter  venerabiles  .  . 
priorissam  et  conventum  monasterii  puellarum  de  Syrmenowe  ordinis  sancti  Augustini 
regiminis  Predicatorum  predicte  dyocesis  super  pratis  ||  in  fundo  dicto  zu  dem  Gehaie 
sitis  ex  una,  Üzonem  dictum  Claus,  Giselam  et  Mehtildim  sorores  predicti  Uzonis, 
Kemonem  de  Wendeliugen  predicte  Gisele  et  Walterum  dictum  Kramer  prefate  Meh- 
tildis  maritos  ex  parte  altera  diu  foret  non  sine  gravi  scandalo  coram  diversis  iudi- 
eibus  litigatum,  tameu  eedem  partes  de  prefatis  tantummodo  pratis  et  eorundem 
pratorum  accessoriis  scilicet  super  in  ins  vocationibus,  arrestationibus  et  super  offen- 
diculis  ac  iniuriis  quibuscunque  in  nos  volentes  tamquam  in  arbitros  seu  arbitratores 
conpromittere  curaverunt  et  idem  conpromissum  certa  pena  scilicet  cautione  refusionis 
expensarum  totius  litis  periculo  vallaverunt.  Recepto  itaque  in  personas  nostras 
huiusmodi  compromisso  per  compositionem  amicabilem  disposuimus  et  presenti  pagina 
disponimus  ordinavimus  et  hiis  litteris  ordinamus,  diffinivimus  et  tenore  presentium 
irrefragabiliter  diffinimus,  quatenus  antedictum  monasterium  in  loco  predicto  duo- 
decim  diurnatas  pratorum  que  vulgo  dicuntur  Griuntwise  iuxta  fundum  dictum 
Hagewise,  item  dimidietatem  pratorum  dictorum  an  dem  agger  que  attingit  antiqua 
prata  monasterii  supradicti  itemque  prata  dicta  Sigewartes  agger  fundis  monasterii 
de  Wiler  iuxta  Neckerum  contigua  perpetim  debeat  obtinere  et  quod  omnia  prata 
residua  quondam  Ülino  dicto  Zeller  de  Ezzelingen  in  supradicto  loco  zu  dem  Gehaie 
pertinentia  Üzoni  et  suis  coheredibus  pertineant  et  permaneant  sine  quovis  obice 
contradictionis,  ita  ut  expense  litis  per  compensationem  reciprocam  defalcentur  et 
quod  omnes  iniurie  cum  offendiculis  univer'sis  de  religiosa  patientia  remittantur. 
Sane  in  omnium  premissorum  evidentiam  presens  instrumentum  hinc  inde  confectum 
sigillis  domus  Predicatorum  in  Ezzelingen  memorati  monasterii  de  Syrmenowe  et 
universitatis  populi  de  Ezzelingen  effecimus  communiri. 

Facta  est  hec  ordinatio  et  ipsius  ordinationis  pronuntiatio  in  ambitu  memorate 
domus,  anno  domini  MOCLXXXXVII.,  XVI.  kalendas  Octobris,  indictione  X.  In 
quam  revera  ordinationem  nos  predicte  partes  consensimus  et  in  ipsam  per  hanc 
subscriptionem  tam  efficaciter  consentimus,  ut  eadem  ordinatio  inter  boni  viri  arbitria 
debeat  computari  nee  umquam  ad  melioris  viri  arbitrium  reducetur. 

Eßlingen.  Orig.  Perg.  Drei  Siegel,  1)  des  Predigerklosters  in  Eßlingen,  s.  Eßlinger  ÜB.  1,  XXXII  und 
Bd.  10,  S.  505.  2)  des  Kl.  Simau,  s.  Bd.  6,  S.  26.  3)  der  Stadt  Eßlingen,  s.  Bd.  5,  S.  189.  —  Regest:  Eßlinger 
ÜB.  1,  125  n.  293  ^ 


1297.     September  17  und  28.  77 

5ü4ü. 
Eyhuch  1297.     September  17. 

Abt  Eckehard  von  Ellwanyen  eiynet  dem  Kloster  Kaisheim  den  ihm  von  Graf  Ulrich 
von  Helfenstein  verkauften  Weiler  Dietzliuswiler  (cum  dominus  Ulricus  inclytus  comes 
de  Helfenstein  oppiduni  dictum  Dietzlinswiler  solvens  in  annuis  redditibus  VIII  m.ildra 
spalte  XIIII  maldra  avene  et  tres  libras  Hallensium  cum  dimidia  —  —  vendere  de- 
crevisset    nee    idem   oppidum   in   eosdem   transferre   libere   potuisset   eo    quod   ipsius 

proprietas  a  nostris  manil)U8  dependeret ipsum  oppidum  approprietavimus 

transferentes  —  omne  ius  proprietatis  ac  dominii  cuiuscumque  quod  in  sepedicto 
oppido  suisque  pertineutiis  omnibus  prenominato  comiti  vel  suis  heredibus  nobis  aut 
nostro  monasterio  competebat),  nachdem  der  Graf  zum  Ersatz  sechs  Mansus  in  Steinen- 
kirch (sex  mansos  in  Steyninkyrche  sitos  quorum  quilibet  duo  maldra  sp.elte  solvit 
duo  maldra  avene  IUI  solidos  Hallensium  et  duos  pullos)  von  Ellwangen  zu  Lehen 
genommen  hat. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  apud  Ybach,  anno  domini  millesimo  CO  nonagesimo  septimo,  XV.  kalen- 
das  Octobris. 

München.     Orig.  Perg.     Siegel  abgegangen.  —  Regest :  Reg.  boica  4,  663. 


5047. 

Pfdff   Ulrich   der   Schiemer   von  Beutlingen   verschreibt   dem  Kloster  Marchthal   1   S    und 
6  Schillinge  ewiger  Gült,  insbesondere  zur  Ausbesserung  ihres  Münsters. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     September  28. 

Kunt  si  allen  luten,  die  disen  brief  sehent  und  hörent  lesen,  daz  pfaff  Ulrich 
der  Schiemer  von  Rüthelingen,  do  brost  ||  Hainrich  von  Marthel  dem  selben  Lirich  gab 
ze  köfenne  sin  huseli,  daz  da  stat  in  der  herro  hove  von  Martil,  niuu  umbe  ||  alite 
pfunt  lialler,  und  daz  daten  also  willecliche,  daz  dem  selben  pfaff  Ulrich  do  daz  als 
danc  nseme  was,  daz  er  des  ||  selben  dages  den  selben  herron  von  Martel  sazte  und 
ergab  sehs  Schillinge  und  aiu  pfunt  ewiges  geltes  nach  sime  tode  ze  habenne  imd 
eweclichen  ze  niezenne  und  tet  daz  beidiu  durch  got  und  durch  liebi,  und  zu  aller- 
vorderost  zu  ainer  widerlegunge  den  herron  von  Martel,  daz  si  des  vor  genantes  köfes 
des  huses  als  da  vor  geshriben  stat  etewenne  an  schaden  mohteu  uzgan  und  ir 
munster  da  mit  gebezzerod  wrde. 


78  1297.     Oktober  3. 

Disiu  dinc  beschahen  in  unsers  herren  jar,  do  man  von  siner  geburte  zalte 
tusent  jar  zwaihundert  jar  und  subeniu  und  niunzig  jar,  an  sante  Michels  abende. 
Und  daz  disiu  dinc  beidentlialp  ganz  stsete  und  an  lögen  iemer  beliben,  so  geben 
wir,  daz  ist  ich  Heinrich  der  dechan  von  Bemphelingen,  an  disen  brief  lienche  oder 
gibe  min  ynsigel  unde  dar  zu  ich  Ulrich  der  kyrcherre  von  Haigingen  henke  ouch 
dar  min  ynsigel  zu  aim  waren  Urkunde  und  zu  einer  endelichen  geziucnusse. 

Abhangend  zwei  spitzovale  Siegel :  1)  zerbrochen,  48,83  _mm.,  oben  die  Steinigung  des  Stephanus  (2  Figuren), 
unten  ein  kniender  Beter;  Umschrift:  .  .  S  •  HENRICI  •  DECANI  •  DE LINGEN.  2)  44,26  mm.,  in  drei- 
geschossigem architektonischem  Aufbau  oben  Brustljild  mit  Krone  (Gott  Vater?),  in  der  Mitte  das  Osterlamm, 
unten  kniender  Beter;  Umschrift:  .  .  S  •  VL  ■  RECTOH'.  ECCLE  ■  IN  •  HAIGINGlN. 


5048. 
Warthausen  1297.     Oktober  3. 

Triichsess  Walther  von  Warthatisen  schenkt  um  seines  Seelenheils  willen  nach  Resig- 
nation seines  Lehensmannes  Andreas  von  Lanquat  dem  Kloster  Heggbach  ein  Haus  mit 
Hofstatt  und  Garten  in  "Wahsdorf  nehst  mehreren  Eigenleuten  (domus  cum  area  et  ortw, 
qui  vulgo  dicitur  bivend,  in  Wahsdorf  site  et  horum  hominum  videlicet  Wille  dicte 
Blümenschinin,  Else  filie  eins,  Adelhaidis  filie  eius  dicte  Ketennarin  et  Irmengardis 
•filie  eius  uxore  Waltheri  dicti  Ulmar  cum  omnibus  pueris  earundem  et  Ruesoni  dicti 
Wiselar  cum  tribus  pueris  qui  sunt  filie  Velwarii  molitoris,  Jacobi  filii  domini  ple- 
bani  in  Hochdorf  et  Hainrici  dicti  Svarttlin). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Zeugen:  Waltherus  de  Tanne,  Coczo  dictus  Hagiar,  Johannes  et  Hainricus  de 
Büzenkoven,  Puggo  dictus  Shevolt. 

Datum  Warthusen  et  actum  anno  domini  MCCLXXXX  septimo,  feria  quinta 
post  Michahelis. 

Buxheim.     Orig.  Perg.     Siegel  abgegangen.  —  Regest :  Württ.  Jahrbücher  1880,  S.  216. 


1297.     OktolMT  7.  79 

60t9. 

Graf  Ulrich   cun  llelfenstein  verspricht  dem  Kloster  Kaisheim  Eviktion  des  Weilers  Erpfen- 
hausen  und  Eignung  der  Ostermühle  in  Lfingcnnii  und  verpfändet  ihn  r{  Mühlen  in  Rorgensteig, 

Kaisheini  1297.      Okiober  7. 

In  nomine  domini.  Amen.  Nos  Ulricus  dei  gratia  comes  de  Helfenstein  tenore 
presentium  recognoscimus  et  publice  ||  protestamur,  nos  viriß  religiosis  doniino  .  .  ab- 
bati  et  conventui  de  Cesarea  corporali  iuramento  prestito  firmiter  promisisse,  quod 
eis  II  villulam  Erpfenliusen  ab  omni  irapetitione  seu  impedimento  quo  inpediuntur  vel 
etiam  inpetuutur  aut  possent  in  posterum  inpediri  a  domiiio  ||  abbate  de  Lorch  et 
suo  conventu  nee  non  ab  Alberto  dicto  de  Gersteten  ac  a  quadam  relicta  .  .  dicta 
de  Durn  vel  ab  aliis  quibuscumque  iufra  epyplianiam  domini  presentis  anni  penitus 
absolvemus  et  eam  reddamus  cisdem  in  parte  qualibet  absolutam,  promittentes  sab 
eodem  prestito  sacramento,  quod  molendinum  in  Nawe  dictum  Östermül  eisdem  ap- 
propi'ietari  procurabimus  efficaciter  a  domino  .  .  episcopo  ecclesie  Augustensis  infra 
termiuum  epiphanie  domini  prenotatum.  Sub  eiusdem  quoque  promissi  tenore  con- 
fitemur  nos  ipsis  fratribus  de  Cesarea  predictis  tria  molendina  nostra  superiora  iuxta 
Rorgensteige  sita  debere  eis  tanto  esse  tempore  sine  inpedimento  quolibet  obligata, 
donec  centum  libras  Hallensium  et  IX  libras  percipiant  integraliter  de  eisdem,  ita 
ut  singulis  annis  XX  libras  percipiant  que  ipsa  molendina  annuatini  solvere  dinos- 
cuntur.  Preterea  nos  ad  lioc  ipsis  fratribus  sub  iuramenti  prehabiti  vinculo  duximus 
obligandos,  ut  si  ratione  pecorum,  que  Amlungo  de  Gersteten  abstulimus,  a  quoquam 
liominum  fuerint  inpetiti  nos  ab  eorundem  inpetitionibus  integraliter  absolvamus.  Et 
ut  hec  prescripta  orania  servemus  eisdem  firmiter  inconvulsa,  fideiussores  subscriptos 
scilicet  dominum  C.  de  Blochingen,  dominum  H.  de  Ramungen  milites,  AI.  ministrum 
nostrum  in  Giselingen,  Si.  dictum  Schönen  et  R.  dictum  Vetzer  eisdem  taliter  obli- 
gamus,  ut  si  singula  pi'emissorum  non  fuerimus  secundum  quod  promisimus  efficaciter 
prosecuti  extunc  iidem  fideiussores,  quandocunque  ab  ipsis  fratribus  commouiti  de 
hoc  fuerint,  infra  VIII  dies  in  obstagium  apud  Ulmam  vel  Giengen  se  recipient  ex- 
pensas  in  dampnum  nostrum  facturi,  donec  se  recognoverint  de  singulis  expeditos 
integraliter  atque  plene.  In  quorum  omnium  testimoniura  preseutem  litteram  sigilli 
nostri  munimiue  duximus  roborandam. 

Datum  in  Cesarea,  anno  domini  MCCXCVII.,  nonas  Octobris. 

München.     Orig.  Perg.     Siegel  abgegangen.  —  Regest:  Reg.  boica  4,  65.5. 


80  1297.     Oktober  7  und  8. 

5050. 
Orvieto  1297.     Oktober  7. 

Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  den  Kauf,  wodurch  das  Kloster  Neresheim  von 
Graf  Ludwig  von  Öttingen  für  eine  bestimmte  Summe  seine  Besitzungen  und.  Vogteirechte 
in  Kuchen,  Auernheim,  Neresheim,  Ohmenheim,  Hagenbuch  und  Breitenbuch  samt  dem 
Wald  Wecenloch  erworben  hat  (quod  nobilis  vir  Lodowicus  comes  de  Ottingen  quas- 
dam  terras  et  possessiones  census  quoque  ac  redditus  vogetheige  vulgariter  appel- 
latos  et  quicquid  iuris  in  Kochein,  in  ürenhein,  in  Nerenshein,  in  Umenhin,  in 
H[a]genboch  et  in  Breitenboch  villis  pertinebat  ad  eum  nee  non  silvam  Wecenloch 
ipsius  comitis  vobis  vendidit  pro  certa  peeunie  quantitate,  prout  in  instrumento 
publico  inde  confecto  plenius  dicitur  contineri ')). 

Datum  apud  Urbem  Veterem,  nonas  Octobris,  pontificatus  nostri  anno  tertio.  — 

Cum  a  nobis  petitur. 

Regensl)urg.  Orig.  Ital.  Perg.  Die  Bulle  fehlt.  —  Auf  dem  Umschlag  rechts  F.  R.,  links  unter  demselben 
Kostenvermerk :  ein  Häkchen  und  darunter  zwei  wagrechte  Striche  nebeneinander,  aber  keinerlei  Namen ;  oben 
in  der  Mitte  At,  einmal  schief  durchstrichen.  Auf  der  Rückseite  oben  in  der  Mitte  in  doppeltem  Viereck:  N. 
Waldini;  darunter  nach  rechtshin  schief  verlaufend  drei  Zeilen:  pro  petitoe  II  Tiir.  pro  not.  unus  Romari^  pro 
gross.  II  Rom.  et  dimid.  pro  correctione  II  Tur.  Item  pro  grossa  II  Romano  et  dimid.  Item  quia  fuit  iterum 
rescripta  II  RomaiT  et  dimid.  Item  pro  buUa  .  .  Roman,  et  XVI  dem  —  Regest:  Grupp,  ütting.  Regesten  392 
(fehlerhaft). 

1)  Diese  Urkunde  scheint  nicht  erhalten  zu  sein. 


5051. 

Würzburg  1297.     Oktober  8. 

Bischof  Mangold  von  Würzburg  erneuert  den  Cisterzienserklöstern  Ebrach,  Ueilsbronn, 
Bronnbach,  Langheim,  Bildhausen,  Schönthal  (Schöntal),  Himmelspforten  und  andern  des- 
selben Ordens  die  hergebrachte  Zoll-.,  Handels-  und  Gewerbefreiheit  in  Würzburg  (res 
suas  quocumque  nomine  censeantur  ad  civitatem  nostram  Herbipolensem  sicut  ab 
antiquo  consueverunt  facere  libere  adducant  et  in  illa  conservent  seu  de  eis  ibidem 
in  vendendo  operando  seu  alias  prout  eis  visum  fuerit  expedire  negotiando  et  fa- 
ciendo  disponant  secundum  quod  eorum  placuerit  voluntati). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  [apud]  Herbipolim,  anno  domini  MCC  nonagesimo  VII.,  VIII.  nonas") 
Octobris,  pontificatus  nostri  anno  X. 


1297.     Oktober  9  und  15.  81 

München.     Orig.  Perg.     An   blauen   und    weißen  Leinenfaden   das  bischöiliche  Siegel,   s.  Bd.  9,   S.  868.  — 
Abdruck:  Monum.  boica  38,174.  —  Regest:   Reg.  boica  4,  655. 
a)  Offenbar  verschrieben  für  idus. 


5052. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Oktober  9. 

Schultheiss  Jakob  genannt  Wirt,  Bürgermeister  (magister  civium)  Ulrich  Bletz  und 
die  Ratmannen  von  Rottweil  (Rotwil)  beurkunden,  dass  vor  ihnen  in  figura  iudicii  Hein- 
rich genannt  Smideli  und  seine  Frau  Katharina  durch  die  Hand  und  mit  Zustimmung 
Wölflins  des  Schuhmachers  (sutoris)  und  Burkhards  genannt  Smidelin  als  der  Pfleger 
(tutorum)  ihrer  Kinder  Wernher  Berthold  und  Mia  (liberorum  dictorum  Hainrici  et 
Katherine)  an  Konrad  genannt  Stainlin  Bürger  von  Rottweil  eine  Gült  von  1  ffi  Rott- 
weiler Pfennigen  (redditus  unius  libre  denariorum  Rotwilensium  percipiendos  annuatim 
nomine  census  de  domo  et  area  abbatis  monasterii  de  Petri  Domo  Constantie  sitis  in 
Rotwil)  um  14  U  und  10  Schillinge  Breisgauer  (Brisger)  Pfennige  iuxta  iura  et  con- 
suetudines  nostre  civitatis  verkauft  (vendiderunt  et  tradiderunt),  Gewährschaft  nach 
Recht  und  Gewohnheit  ihrer  Stadt  versprochen  und  die  Gült  dem  Verkäufer  cum  omni 
iure  et  dominio  übertragen  haben.  Die  Pfleger  der  Kinder  bekunden  auf  ihren  Eid, 
dass  der  Verkauf  für  diese  vorteilhaft  sei  (longe  meliorem  et  utiliorem  fore,  quam  si 
eadem  venditio  fuerit  pretermissa). 

Siegler:  Die  Stadt  Rottweil. 

Actum  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  feria  quarta  proxima  ante  festum  sancti 
Galli,  indictione  XL 

Rottweil,  Kirchenpflegarchiv,  Orig.  Perg.  Siegel  abgegangen.  —  Regest:  ZGORh.  30,  177.  —  Rottweiler 
ÜB.  1,  18  n.  64. 


5053. 

Papst  Bonifacius  VIII.  befiehlt  dem  Domdekan .,  dem  Propst  von  St.  Peter  und  dem 
Scholaster  von  St.  Thomas  in  Strassburg  die  Untersuchung  und  Entscheidung  des  Streits 
zunschen  Kloster  Hirsau  und  dem  Speirer  Domherrn  Witego  wegen  der  Kapelle  in  Pforzheim. 

Orvieto  1297.     Oktober  15. 

Bonifacius    episcopus    servus    servorum    dei    dilectis   filiis    .    .   decano    maioris   et 

preposito  sancti  Petri  ac  .  .  scolastico  sancti  Thome  Argentinensium  ecclesiarum  salutem 
XI.  11 


82 


1297.     Oktober  16. 


et  apostolicam  benedictionem.  ||  Sua  nobis  dilecti  filii  .  .  abbas  et  conventus  monasterii 
Hyrsowensiö   ordinis  sancti  Benedict!  Spirensis   diocesis   petitione  monstrarunt,    quod, 


licet  ipsi  in  capella  sancti  Martini  in 
Phor||cheim  predicte  diocesis,  quam  in 
usus  proprios  ex  privilegio  apostolice 
sedis  canonice  obtinebant  sicut  adhuc 
obtinent,  per  vicarium  perpetuum  prout 
per  idem  Privilegium  compete||bat  eisdem 
facerent  deserviri,  essetque  tunc  in  ea 
huiusmodi  perpetuus  vicarius  canonice 
institutus,  tarnen  Witegone  canonico  Spi- 
rensi  hoc  ex  malitia  supprimente  ac  sug- 
gerente  mendaciter  venerabili  fratri  nostro 
.  .  archiepiscopo  Maguntinensi,  quod  dicta 
capella  metropolitica  sibi  lege  subiecta 
tunc  vacabat  et  tanto  tempore  iam  va- 
carat,  quod  eins  collatio  erat  ad  eum  se- 
cundum  Lateranensis  statuta  concilii  legit- 
time  devoluta,  idem  archiepiscopus  vene- 
rabili fratri  nostro  .  .  episcopo  Spirensi 
suis  dedit  litteris  in  mandatis  ut  si  esset 
ita  dicto  Witegoni  eandem  capellam 
conferre  et  assignare  curaret  ipsumque 
in  possessionem  ipsius  capelle  induceret 
et  tueretur  inductum,  contradictores  per 
censuram  ecclesiasticam  compescendo.  Ex 
parte  vero  ipsorum  abbatis  et  conventus 
fuit  coram  eodem  episcopo,  ad  cuius 
fuerunt  propter  hoc  presentiam  evocati, 
excipiendo  propositum,  quod  cum  ipsi 
dictam  capellam  in  usus  proprios  ex  pri- 
vilegio apostolice  sedis  canonice  obtine- 
rent  et  in  ea  per'')  vicarium  perpetuum 
prout  per  idem  Privilegium  competebat 
eisdem  facerent  deserviri,  essetque  tunc 
in  ea  huiusmodi  perpetuus  vicarius 
canonice    institutus,    ut    superius    est   ex- 


licet  ipsi  capellam  sancti  Martini  in  Pforz- 
heim predicte  diocesis  ||  ad  ipsum  mo- 
nasterium  pleno  iure  spectantem,  in  qua 
iidem  abbas  et  conventus  faciebant  per 
vicarium  ydoneum  deserviri,  in  usus  pro- 
prios canonice  obtinerent  essentque  in 
pa||cifica  possessione  ipsius,  tamen  Wite- 
gone canonico  Spirensi  mendaciter  sug- 
gerente  venerabili  fratri  nostro  .  .  archi- 
episcopo Maguntinensi,  quod  capella  ipsa 
metropolitica  sibi  lege  subiecta  vacabat 
tantoque  tempore  iam  vacarat,  quod  eins 
collatio  erat  ad  eum  secundum  Latera- 
nensis statuta  concilii  ea  vice  legitime 
devoluta,  idem  archiepiscopus  ad  huius- 
modi falsam  suggestionem  ipsius  Wite- 
gonis  ex  arrupto  prefatam  capellam  quam- 
quam  sibi  de  vacatione  ipsius  aliquatenus 
non  constaret  prout  nee  constare  poterat, 
cum  id  non  esset  notorium  neque  verum, 
prefatis  abbate  et  conventu  non  mönitis 
nee  citatis  sed  absentibus  et  non  per 
-contumaciam  dicto  W.  de  facto  cum  de 
iure  nequiverit  contulit  pro  sue  libito 
voluntatis,  venerabili  fratre  nostro  .  . 
episcopo  Spirensi  sibi  super  hoc  execu- 
tore  per  ipsius  archiepiscopi  certi  tenoris 
litteras  deputato,  idemque  episcopus  me- 
moratum  W.  in  possessionem  corporalem 
dicte  capelle  de  facto  induxit  pretextu 
huiusmodi  litterarum  in  eorundem  ab- 
batis et  conventus  dictique  monasterii 
non  modicum  preiudicium  et  gravamen, 
propter  que  ex  parte  ipsorum  abbatis  et 
conventus  cum  ea  ad  eorum  pervenerunt*) 


1297.     Oktober  15. 


83 


notitiam,  fuit  ad  sedem  apostolicam  ap- 
pellatum. 


pressum  et  erant  coram  eo  legitime 
probare  parati,  dictus  episcopus  ad  pro- 
videndum  dicto  Witegoni  de  eadem  ca- 
pella,  que  nee  de  facto  nee  de  iure 
vaeabat  et  in  cuius  possessione  huius- 
modi  dicti  abbas  et  conventus  pacifice 
existebant,  dictarum  litterarum  pretextu 
procedere  de  iure  non  poterat  nee  de- 
bebat,  at°)  dictus  episcopus  predictos 
abbatem  et  couventum  audire  super  hoc 
indebite  denegans  predieto  Witegoni  me- 
inoratam  eapellam  de  facto,  cum  de  iure 
nequiverit,  contulit  pro  sue  libito  volun- 
tatis,  propter  quod  ipsi  abbas  et  con- 
ventus^), sentientes  ex  hoc  indebite  se 
gravari,  ad  sedem  apostolicam  appellarunt. 

Quocirea  discretioni  vestre  per  apostolica  scripta  mandamus,  quatinus  vocatis  qui 
fuerint  evocandi  et  auditis  hinc  inde  propositis  quod')  canonicum  fuerit  appellatione 
postposita  decernatis,  facientes  quod  decreveritis  per  censuram  ecclesiasticam  firmiter 
observari.  Testes  autem  qui  fuerint  nominati,  si  se  gratia  odio  vel  timore  subtraxerint, 
censura  simili  appellatione  cessante  cogatis  veritati  testimonium  perhibere,  proviso 
ne  aliquis  extra  Spirenses  et  Argentinenses  civitates  et  dioceses  auetoritate  *)  pre- 
sentium  ad  iudicium  evoeetur  nee  procedatur  in  aliquo  contra  eum.  Quod  si  non 
omnes  hiis  exequendis  potueritis  interesse,   duo  vestrum  ea  nichilominus  exequantur. 

Datum  apud  Urbem  Veterem,  idus  Oetobris,  pontificatus  nostri  anno  tertio. 

Ital.  Perg.    An  Hanfschnur  die  Bleibulle.    Auf  dem  Ital.  Perg.    An  Hanfschnur  die  Bleibulle.    Auf  dem 

Umschlag   rechts:   Bonusanus,    unter  demselben  links  Umschlag    rechts:     J.    Cotin,    links    unter  demselben 

an  Stelle  eines  ausradierten  Kostenvermerks  mit  Namen  Kostenvermerk,  vier  Punkte  nebeneinander.     Oben  in 

vier  Punkte  nebeneinander,  ebenda  auf  der  Innenseite  der  Mitte   cor,   zweimal   durchstrichen,    rechts   in   der 

des   umgeschlagenen    Stücks  kurze  Notizen    des  Kor-  Ecke   n,    ebenfalls    zweimal    durchstrichen.     Auf   dem 

rektors,    aus   einzelnen    flüchtig   geschriebenen    Buch-  Rücken  oben  in  der  Mitte:  Thomas  de  Aquamundulä. 

Stäben  bestehend,  mit  anderer  Tinte  zweimal  durch- 
strichen, ebenso  links  oben,  nicht  durchstrichen ;  oben 
in  der  Mitte :  cor.  Auf  dem  Rücken  der  Urkunde 
oben  in  der  Mitte :  Thomas  de  Aquamunda. 

a)  B:  Sua  11.  b)  Rasur  von  obtinerent  bis  per.  c)  at  auf  Rasur,  d)  Rasur  von  propter  bis  conventus. 
e)  B:  in  pervenerunt  stehen  neni  auf  Rasur,  f)  B:  quod  auf  Rasur,  g)  Rasur  von  Spirenses  bis  auctori||,  in 
B  von  extra  bis  civitates. 


84  1297.     Oktober  26. 

5054. 

Johann  des  alten  Schultheissen  Sohn  von  Herrenberg  und  seine  Frau  Irmengard  verkaufen 
an  Konrad  den  Schultheissen  genannt  von  Gültstein  ihren  Fronhof  in  Nebringen. 

Hildrizhausen  1297.     Oktober  26. 

In  dem  namen  des  vathers  und  des  suns  und  des  hailigen  geistes.  Amen.  Wan 
diu  dink,  diu  niht  gevestent  werdent  mit  brieven,  dikke  von  der  ||  lengi  der  czit  us 
der  liithe  gehuknusze  kument,  da  von  so  vergib  ich  Johans  genant  des  althen  scbult- 
haiszen  sun  ains  burgers  von  Herrenberk  und  Irmen||gart^)  min  elichiu  frowe  an 
disem  brieve  allen  den,  die  gegenwertik  oder  kAftik  sint  und  in  lesent  oder  horent 
lesen,  daz  wir  mit  gesamenther  hant  und  ||  mit  gesundem  libe  han  ze  koufenne  ge- 
geben hern  Cünrade  dem  schultliaiszen  genant  von  Gilsten  und  allen  sinen  erben 
unsern  fronhof  ze  Neberingen  und  die  fothay  mit  allem  dem  gute,  das  wir  da  hethen 
gesüht  und  ungesülit  umbe  viunf  und  hundert  phunt  Haller  mit  zolichem  gedinge, 
das  der  vor  genant  her  Cünrat  der  Haller  sol  inne  han  viunzek  phunt,  bis  das  ich 
Johans  oder  Irmengart')  min  wirthin  ob  ich  enbin  das  gut  geverthige  jar  und  dak, 
als  ich  ze  den  hailigen  gesworn  han.  Belibet  dar  über  das  gut  ane  anspräche  bis 
zu  unser  frowen  dak  der  jungern,  so  sol  der  vor  genant  her  Cünrat  geben  zwainzek 
malter  rokken  von  den  viunfzek  phunden.  Wirt  aber  das  vor  genanthe  gut  von 
mir  oder  von  Irmengart*)  miner  wirthin  geverthiget  von  nu  santhe  Marthins  dag  über 
ain  jar,  so  hat  der  vor  genant  her  Cünrat  dennoch  cyl  umbe  die  viunfzek  phunt  bis  hen 
umbe  ze  mitlehr  vasten.  Diu  zwainzek  malther  rokken  und  swas  der  Haller  ist,  die 
umbe  den  hof  kument,  die  ensol  man  nieman  gen  wan  hern  Hainrichen  genant  von 
Holtzgerringen,  der  mag  ouch  den  bürgen  di  im  geseztzeht  wrden  an  miner  stat 
umbe  das  gut  cyl  gen  swie  er  wil.  Ververt  aber  her  Hainrich  von  Holtzgerringen 
ee  das  jar  us  wirt,  swen  ich  der  vor  genant  Johans  denne  setze  an  sine  stat,  dem 
sol  man  das  gut  antwrthen  mit  der  vöutht  aime  von  Wellenhusen  hern  Hugen  oder 
hern  Albrehten.  Geschith  es  aber,  das  der  vor  genant  hof  nit  geverthiget  wirt,  als 
gelobet  wart  und  ee  vor  gescriben  ist  uf  diu  vor  genanthen  cyl,  so  ensol  her  Cünrat 
der  vor  genant  schulthais  weder  corn  noch  Haller  gen  bis  ime  das  gut  geverthiget 
wirt.  Wer  aber,  das  der  vor  genant  her  Cünrat  spreche  mit  geverden  oder  durch 
aine  verziehunge,  das  der  vor  genant  hof  nit  were  geverthiget,  als  ime  gelobet  wart, 
swas  dar  über  her  Hainrich  von  Holzgerringen  und  her  Eberhart  genant  der  Eber 
von  Gilsten  und  her  Cünrat  von  Custertingen  sagent  uf  irn  aiht,  des  sol  in  begnügen. 
Swelher  aber  der  driger  ainer  abe  get  in  dem  jar,  so  suln  die  andern  zwen  nemen 
ain    andern   uf   im    ait    an    sine    stat.     Swa   aber   ich    der    vor   genant  Johans   bedarf 


1297.     Oktober  27.  86 

dage  ze  laistenne  ze  verthigen  den  vor  genanthen  hof,  so  han  ich  fride  libes  und 
güthes  vor  dem  vor  genanthen  hern  Cünrat  von  Gilsten  und  vor  allen  sinen  frunden. 
Dis  horthen  und  sint  geziuge:  her  Wernher  der  deChan  von  Holtzgerringen,  her 
Berhtolt  der  liutpriester  von  Husen,  her  Hainrich  von  Holtzgerringen,  her  Eberhart 
genant  der  Eber  von  Gilsten,  her  Cünrat  von  Kustertingen,  her  Walther  des  Bessers'') 
sun  von  Herrenberk,  her  Eberhart  der  Eber  von  Herrenberk,  her  Albreht  der  Herter 
von  Gilsten,  herr  Hainrich  Rirthersman")  von  Altdorf,  her  Eberhart  von  Husen  und 
her  Hainrich  der  Wirt  von  Husen  und  ander '')  erberre  lüthe  gnük,  die  dis  sahen 
und  horthen.  Und  das  dis  vesthe  und  stethe  belibe,  dar  über  ist  dirre  brief  ge- 
geben, der  gevestent  ist  mit  hern  Wemhers  des  dechans  von  Holtzgerringen  ynsigel 
und  mit  hern  Cünrats  des  dechans  von  Eschelbrunnen  ynsygel  und  mit  dem  ynsygel 
der  stethe  von  Herrenberk. 

Dis  geschach  ze  Husen  vor  dem  kirchdor,  an  dem  nehsten  samstage  vor  aller 
hailigen  dage,  do  von  gotes  geburt  waren  dusent  zway  hundert  syben  imd  nyunzek  jar. 

Zwei  Exemplare,  in  der  Orthographie  stark  abweichend,  mit  je  drei  beschädigten  Siegeln,  1  und  2  spitz- 
oval, 3  rund.  1)  c.  48,30  mm.,  ein  Eselskopf,  darunter  ein  V,  im  Siegelfeld  und  auf  dem  Hals  des  Esels  Punkte; 
Umschrift :  S  •  WERNH'I  •  DECANI  •  I  •  HOLZGERRING.  2)  des  Dekans  Konrad  von  Öschelbronn,  früher  in 
Thailfingen,  s.  Bd.  9,  S.  346  f.     3)  der  Stadt  Herrenberg,  s.  Bd.  9,  S.  274.  —  Abdruck :  ZGORh.  14,  449  (nach  B). 

a)  Der  Name  ist  in  beiden  Exemplaren  nachgetragen,  und  zwar  beidemal  von  der  Hand  des  Schreibers 
von  B,  in  A  mit  hellerer  Tinte,  b)  B :  Besserers.  c)  In  B  wohl  richtiger  Ritthersman.  d)  In  gleicher  Weise  ist 
in  A  hier  unnötig  ein  Abkürzungszeichen  für  er  über  die  Endsilbe  gesetzt. 


6055. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Oktober  27. 

Bruder  Gottfried  von  Klingenfels  (Clingenvels),  Komthur  in  Rexingen  und  Rohrdorf, 
belehnt  mit  dem  zum  Haus  Rexingen  gehörigen  Zehnten  von  den  zwei  Äckern  des  Wernher 
genannt  Stokkär  in  Fulstetten  die  Witwe  Irmengard  genannt  Noppenouerin  und  ihre  Erben 
gegen  einen  jährlichen  Zins  (pro  annuo  censu  videlicet  pro  uno  modio  siliginis  quando 
siUgo  in  predictis  agris  crescit,  quando  vero  avena  ibi  crescit  dabitur  modius  avene 
pro  decima,  quid  autem  ibi  crescit  propter")  siliginem  vel  avenam,  illo  anno  dabitur 
modius  avene  pro  decima,  quando  autem  nihil  crescit  sibi  illo  anno  nihil  dabitur 
pro  decima). 

Testes:  f rater  Wigandus  scriba,  f rater  Burchardus  de  Horb,  f rater  Bertholdus 
dictus  Empfinger  cellerarius  conventuales  in  Rexingen,  Ber.  dictus  Schürer,  C.  dictus 
Prior   senior,    Albertus   carnifex   dictus  Mesner,   Waltherus   carnifex   dictus   Murarius. 


86  1297.     Oktober  30  und  31. 

Siegler:  Der  Aussteller  mit  dem  Siegel  des  Hauses  Rexingen. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  in  vigilia  beatorum  apostolorum  Simonis 
et  Jude. 

Sammelband  der  Kommende  Rexingen  von  1696,  Bl.  328''. 
a)  Wohl  verschrieben  für  preter. 


5056. 

Mergentheim  1297.     Oktober  30. 

Der  Edle  Konrad  von  Boxberg  (Bokkesberg)  verkauft  dem  Kloster  Schönthal  (Schön- 
tal) seine  Mühle  in  Schweigern  (molendinum  nostrum  situm  in  Sweigern  quod  nobis 
titulo  proprietatis  attinebat  cum  omnibus  iuribus  et  attinentiis  suis  quesitis  et  in- 
quirendis)   um  100  U  Heller,   verspricht  Gewährschaft   und  leistet  die  üblichen  Verzichte. 

Siegler:  Kraft  von  Hohenlohe  der  Oheim  (avunculi)  und  der  Graf  von  Wertheim 
Schwiegervater  des  Ausstellers  und  dieser  selbst. 

Testes:  Crafto  filius  predicti  avunculi  nostri,  frater  H.  de  Castel  commendator 
domus  Teuthonice,  Hermannus  Lesche,  Wipertus  de  Cimern,  Hiltebrandus  dictus  ßüps 
de  Grünsveld,  Bertoldus  dictus  Sützel  milites,  Hugo  dictus  Langerhunt  de  Sweine- 
burg,  C.  de  Uffingen  scultetus. 

Datum  et  actum  in  Mergentheim,  anno  domini  MCCLXXXX  septimo,  die  pre- 
cedenti  vigiliam  omnium  sanctorum. 

Kopb.  des  Kl.  Schönthal  von  1612,  Bl.  228''.  —  Regest:  Hohenloh.  ÜB.  1,  420  n.  692. 


5057. 

Schultheiss    und    Rat    von    Gmünd   sprechen    Urteil    über   ein    Wasserrecht   zugunsten   des 

Klosters  Gotteszell. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Oktober  31. 

*)"Wir  herre  Heinrich  der  schultheisse  ze  Gemunden  von  Rinderbach  unde 
der  rat  ze  der  selben  stat  tun  kunt  allen  den  die  disen  brief  ||  sehent  lesen  oder 
horent  lesen,  daz  ein  urteil  wart  gegeben  von  uns  wider  Johansen  den  Sitelich  unde 
den  Mulneren,  die  an  ||  daz  wazzer  sprachen  ob  der  Erlemulin  biz  an  die  Schindel- 
mulin  wider   der   rechtekeit   ze   der   priorin   unde   des    conventes  ||  schaden   und  be- 


1297.     November  6.  87 

swerde.  Unde  da  von  daz  selbe  wazzer  behüben  diu  priorin  und  der  convent  ze 
Gotes  Celle  mit  der  rechten  kuntschaft  und  mit  unserem  urteil.  Ze  einem  ewigem 
uikunde  dirre  urteil  geben  wir  versigelt  dison  brief  mit  der  stete  insigel  von  Ge- 
rn unden.  Die  diz  urteil  sprachen,  waren  Sifrit  der  bürge rmeister,  Sifrit  der  alte  Tum, 
Sifrit  sin  sun,  Durink  der  Vezer,  Fridrich  uf  dem  Buhel,  Cünrat  der  Schalksteter, 
Eberwin  Knur,  Eberwin  in  dem  Kirchove,  Cünrat  und  Walher  beide  Taler,  unde 
gegenwertik  derbi  waren,  da  man  daz  wazzer  zwischen  den  zwein  mulin  durch  recht 
vahen  sol,  Gezuge  dirre  vor  genanten  geschihte  sind:  bruder  Walther  der  Eiühart 
unde  bruder  Heinrich  von  Pfhorzhein  der  Predeger  ordens  schaffener  des  klosteres, 
bruder  Cünrat  des  klosteres  hovemeister  unde  Heinrich  in  des  Wolfes  mulin  unde 
yil  anderre  lüte  die  gagenwertik  waren. 

Dirre  brief  wart  gegeben  von  uns,  do  ergangen  waren  von  unseres  herren  ge- 
burte  zwelf  hundert  jär  unde  siben  unde  nünzik  jär,  an  aller  heiligen  abende. 

Beschädigtes  Siegel  der  Stadt  Gmünd,  s.  Bd.  8,  S.  414. 

a)  Vor   dem  Text   steht   ein  Zeichen  wie   ein    auf   die    seitUche  Rundung  gestelltes  C,  vielleicht  Chrismon. 


6068. 

Propst  Walther  und  Kapitel  von  St.  Johann  zu  Konstanz  beurkunden  die  Verfügung  des 
bischöflichen   Notars   Nikolaus   über    Gülten   in    Obertheuringen  und   Güter   in  Ennahofen. 

Konstanz  1297.     November  5. 

Waltherus  prepositus  et  capitulum  ecclesie  sancti  Johannis  Constantiensis  uni- 
versis  ad  quos  presentes  pervenerint  salutem  in  domino.|[  Noverint  universi,  quod 
Nicolaus  notarius  domini  nostri  .  .  episcopi  Constantiensis,  qui  de  suo  apud  superiorem 
villam  Thu||ringen  unius  marce  argenti  annui  redditus  comparatos  titulo  proprietatis 
ab  .  .  priorissa  et  conventu  monasterii  ||  de  Lewental  salva  sibi  ordinatione  eorun- 
dem  in  nostram  transtulit  ecclesiam,  per  manum  et  consensum  nostrum  eosdem  red- 
ditus Adelhaidi  et  Mechtildi  sororibus  dictis  Kochin,  quas  induxit,  quod  et  ipse 
possessiones  suas  apud  Enehoven  proprias  predicto  titulo  reservato  sibi  et  predicto 
notario  earundem  usufructu  in  nostram  ecclesiam  transtulerunt,  legavit  ad  vitam 
ipsarum  si  eidem  supervixerint  in  solidum  possidendas  eisdem  redditibus  salva  ordi- 
natione seu  testamento,  quod  in  nostra  ecclesia  in  remedium  suarum  animarum  sta- 
tuerint  de  eisdem  ad  predictam  nostram  ecclesiam  libere  reversuris.  In  cuius  rei 
testimonium  nostris  sigillis  presens  scriptum  fecimus  sigillari. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  nonas  Novembris,  indictione  XI. 


88  1297.     November  11. 

Karlsruhe.  Orig.  Perg.  Vom  Siegel  des  Propsts  Walther  von  St.  Johann  (s.  Bd.  9,  S.  376)  nur  ein  Bruch- 
stück. Das  zweite  Siegel,  spitzoval,  c.  54,34  mm.,  unter  einem  Spitzbogen  Brustbild  des  hl.  Johannes  des  Täufers 
mit  dem  Lamm  in  der  Scheibe,  darüber  auffliegende  Taube  mit  Spruchband,  rechts  und  links  ein  Stern;  Um- 
schrift: .  .  .  S  •  CAPL'I  •  ECGLIE  ....  lOHIS  •  I  •  OST  AN  .  .  .  Abbildung  in  Beyerie,  Gesch.  d.  Chorstifts  St.  Johann 
1908,  S.  67. 

5059. 

Konrad   von   Katzenstein   Kirchherr  zu  Dattenhausen   schenkt   dem  Kloster  Zimmern   einen 

Hof  zu  Weilermerkingen  zu  einem  Seelgeräte. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     November  11. 

In  dem  namen  gotes.  Amen.  Ich  Cünrat  hem  Hügs  sun  von  Katzenstain  der 
kircliherre  ist  ||  ze  Tatenhusen  tuen  kunt  allen  den  die  disen  prieph  gesehent  oder 
hoerent  lesen,  daz  ich  mit  ||  verdahtem  müete  und  mit  miner  friunde  rate  han  gegeben 
hin  ze  Zimmern  in  daz  kloester  ||  nach  mime  toede  durch  got  und  durch  miner  und 
mins  vater  miner  müeter  mins  brüeder  und  anderre  miner  geswistergid  und  auch 
aller  miner  vordem  und  nachkomen  sele  willen  den  hof  ze  Wiler  Merkingen  den  da 
büet  Cünrat  der  Rote,  der  schol  alliu  jar  gelten  ahtodhalp  malter  roggen  ahtodhalp 
malter  habern  vierzehen  Schillinge  Haller  zwen  Schillinge  für  wisat  und  vier  hüenr, 
mit  der  selben  gulte  sol  man  kaufen  alliu  jar  biz  an  den  jüngsten  tac  ze  disen 
vier  ziten  in  dem  jar,  ie  an  den  nehsten  tagen  nach  den  vier  unserre  frauwen  tagen, 
ie  ze  dem  tage  ainen  aimer  wins  und  sol  man  den  selben  win  den  frauwen  gemain- 
lich  in  das  kloester  geben  ze  tririkenne  an  den  selben  tagen  die  hie  voer  benennet 
sint,  daz  sie  miner  und  miner  voer  genanten  friunde  sele  getriulich  gedenken  gein 
got.  Da  nach  schol  man  wizzen,  daz  ich  daz  voer  genante  güet  niezen  schol  die 
wil  ich  lebe  und  schol  diu  abtissin  und  diu  samenunge  in  dem  voer  genanten  cloester 
den  voer  genanten  hof  mit  mir  schirmen  so  sie  beste  mugen.  Furbaz  sol  man  auch 
wizzen,  swanne  mir  diu  samenunge  in  dem  voer  genanten  cloester  daz  brichet,  daz 
hie  voer  gescriben  stat,  so  schol  der  voer  genante  hof  hoeren  hin  ze  Kaishain  in 
daz  cloester  und  schol  diu  selbe  samenunge  ze  Kaishain  mit  dem  güete  tun  als  hie 
voer  gescriben  stat  durch  miner  und  miner  voer  genanten  friunde  sele  willen.  Daz 
diz  veste  und  stete  belibe,  dar  über  gib  ich  dem  voer  genanten  cloester  Zimmer  disen 
prieph  mit  ir  selbes  insigel  versigelt. 

Diz  ist  geschehen,  do  von  Cristes  geburte  waren  tusent  jar  zwai  hundert  jar 
niunzik  jar  und  siben  jar,  an  sancte  Martins  tage. 

Wallerstein.  Orig.  Perg.  Abhangend  spitzovales  Siegel,  42,30  mm.,  stehende  Äbtissin  mit  Stab ;  Umschrift  l 
i  •  S  .  ABBATISSE  •  SCE  •  CRVCIS  •  IN  •  ZYMBERN. 


1297.  November  12  und  13.  89 

5060. 

Konrad   von  Wemsberg  beurkundet,   dass  mit  seinem   Willen   Wolfram  von  Kottspiel  neun 

Nutzen  eines  Zehnten  zu  Erlenbach  gekauft  hat. 

Limpurg  1297.     November  12. 

Wir  Conrat  von  Weinsperg  thün  kunt  allen  die  disen  briefe  ansehent  oder  horent 
lesen,  das  Wolfran  von  Kottspuhel  hat  gekaufet  mit  unserm  willen  und  mit  unsere 
wissende  newn  nutze  weins  und  korns  gesucht  und  ungesucht  klein  und  grosz  pfaffen 
Wolfrannes  seligen  zehenden  ze  Erlbach,  den  nun  hand  seine  künde,  und  han  im 
gelobet  und  seinen  erben,  daz  wir  den  vor  genanten  Wolf  rammen  von  Kotspuhel  und 
sein  erben  sollen  schirmen  an  dem  selben  kauf  und  an  den  nutzen  mit  allem  vleis, 
das  in  wider  dem  rechte  dar  an  kein  leyd  geschehe.  Ist  aber,  das  im  yeman  oder 
seinen  erben  kein  leyd  oder  kein  irrunge  wolte  thün,  so  sullen  wir  im  beholfen 
sein  mit  trewen  on  alle  geverde  und  auch  seinen  erben.  Und  das  dieser  kauf  und 
unser  schirm  dar  an  ganz  beleybe,  so  geben  wir  im  und  seinen  erben  diesen  brief 
besigelt  mit  unserm  insigel. 

Dieser  kauf  geschach  zu  Limpurg,  au  dem  nechsteu  tag  nach  sant  Martins  tag, 
do  man  zalt  von  gottes  geburt  tausent  und  zwey  hundert  und  neunzig  jare,  darnach 
in  dem  sybenden  jare. 

Limpurger  Registraturbuch  aus  dem  15.  Jahrhundert,  Bl.  176. 


5061. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     November  13. 

Btcrkhard  von  Nussbaum  (Nusbon)  verkauft  (vendo  trado  et  dono)  mit  Zustimmung 
seines  Bruders  Albert  und  mit  Hand  und  Willen  der  Lehensherren,  der  Ritter  Kuno,  Symon 
und  Hermann  von  Königsbach  (Künigspach)  und  Hermanns  genannt  Fese,  dem  Kloster 
Maulbronn  (Mulenbrunnen)  seinen  Zehnten  in  Zaisenhausen  (Zaizenhusen)  mit  aller  Zu- 
gehörde  um  25  E  Heller  und  stellt  sich  selbst  mit  seinem  Bruder  Albert  und  mit  Johann 
von  Stein  (Stäin)  als  Bürgen  für  Gewährschaft  auf  Jahr  und  Tag.  Sein  Lehensrecht  gibt 
er  in  die  Hand  der  Herren  von  Königsbach  auf  und  macht  ihnett  gewisse  Eigengüter  in 
Stein  (quedam  bona  apud  Stäin  sita  videlicet  unum  iuger  prati  et  viginti  iugera  ag- 
rorum  ad  aream  dicti  Brenner  pertinentia)  zu  Lehen  (iure  proprietatis  —  —  eis  a 
me  assignato  tradito  et  collato),  damit  sie  dem  Kloster  den  Zehnten  eignen. 

XI.  12 


90  1297.     November  13. 

Siegler:  Die  4  Herren  von  Königsbach,  die  ihre  Zustimmung  ausdrücklich  hindgeben. 

Datum   anno    domini  MCCXC   septimo,    feria   quarta   proxima   post  festum  beati 

Martini  episcopi. 

Ital.  Perg.     Drei    beschädigte   schildförmige    Siegel,   je    mit   zwei   gestückten    abgewendeten    Bogenpfählen ; 

Umschrift   des  ersten :    .  .  S  •  KVNO IS  •  DE  •  KVGES  ...     2)  .  .  S  •  SIMONIS  •  DE  ...  VN 8)  .  .  .  S 

.  .  M.\NNI KVNGES  ... 


5062. 

Statuten  des  Stifts  Sindelfingen. 
1297.     November  13. 

Venerabili  in  Christo  patri  ac  domino  .  .  Hainrico  dei  gratia  Constantiensi 
episcopo  Wernherus  prepositus  totumque  capitulum  ecclesie  in  Syndelvingen  de- 
bitam  reverentiam  et  honorem.  Cum  nos  ||  capitulum  predictum  propter  conmunem 
utilitatem  dicte  ecclesie  nostre  in  Syndelvingen  quedam  statuta  infra  scripta  in  pos- 
terum  valitura  iuri  consona  nee  contraria  equitati  religiosorum  ac  prudentum  virorum 
II  consilio  conmunicato  ediderimus  statuerimus  et  fecerimus,  quibus  statutis  peractis 
prefatus  dominus  noster  prepositus  suum  favorem  adhibuit  et  consensum,  supplicamus 
una  cum  predicto  domino  nostro  preposito  ||  vestre  reverentie,  quatinus  eisdem  nostris 
statutis  singulis  et  universis  consensum  benivolum  adhibentes  ipsa  de  vestre  benigni- 
tatis  gratia  dignemini  confirmare.     Quorum  statutorum  tenor  talis  est. 

Anno  domini  MCCXCVII.,  idus  Novembris.  Nos  canonici  singuli  et  universi, 
qui  representamus  totum  capitulum  in  Syndelvingen  ecclesie,  convenientes  in  ipso 
capitulo  et  conmunicato  consilio  religiosorum  aliorumque  prudentum  virorum  pro 
conmuni  utilitate  ecclesie  nostre  statuimus  infra  scripta  statuta  in  posterum  inviola- 
biliter  observari.  Statuimus  igitur,  quod  quandocumque  in  ecclesia  nostra  Syndel- 
vingen prepositus  de  novo  canonice  eligitur  et  confirmatur,  canonici  singuli  et  uni- 
versi debent  sibi  promittere  manuali  fide  obedientiam  et  reverentiam  debitam  exhibere. 
Item  statuimus,  quod  prepositus  electus  j)romittere  debet  corporali  prestito  iuramento 
statuta  ecclesie  inviolabiliter  observare  et  ipsam  ecclesiam  et  totum  capitulum  cum 
Omnibus  rebus  et  iuribus  ipsis  annexis  et  coniunctis  pro  suo  posse  per  omnia  defen- 
sare.  Item  statuimus,  quod  nullus  canonicus  recipiatur  nee  confirmetur,  nisi  prius 
iuret  statuta  nostra  et  fidelitatem  ecclesie  observare.  Item  statuimus,  quod  prepo- 
situs qui  pro  tempore  fuerit  debet  habere,  sive  sit  presens  sive  absens,  redditus 
integre  prebende  in  frumento  et  denariis  sicut  alius  canonicus  et  tertiam  partem  vini 


1297.     November  13.  91 

tantum  crescentis  in  Korntal  et  in  Walhain  quod  contingit  suam  prebendam  et  non  alias 
pro  omni  portione  ipsum  contingente.  Kesidue  vero  due  partes  vini  inter  canonicos 
conmuniter  et  equaliter  dividantur.  Item  statuimus,  quod  censuales  census  et  mor- 
tuaria  altari  beati  Martini  ecclesie  nostre  in  Syndelvingen  pertinentia  totaliter  magistro 
censuum  ibidem  presenteutur,  ut  in  usus  ipsius  ecclesie  convertantur.  Item  statuimus, 
ut  prepositus  solus  liabeat  auctoritatein  conferendi  irrequisito  capitulo  ecclesias  seu 
beneficia  curata  videlicet  in  Syndelvingen  in  Vögingen  et  in  Darmshain*).  Item  quod 
capitulum  solum  irrequisito  preposito  habeat  auctoritatem  eligendi  seu  presentandi 
vicarios  ad  ecclesias  apud  Lewenberg  et  apud  Wile  in  Glemesgowe,  que  ecclesie 
specialiter  deservivmt  capitulo  nostro.  Item  statuimus,  quod  redditus  universi  prebenda- 
rum  absentium  canonicorum  in  conmunes  usus  nostre  ecclesie  convertantur.  Item  statui- 
mus, quod  molendinum  dictum  Rietmiili  ad  conmunitatem  libere  pertineat.  Item  cum 
prepositus  qui  pro  tempore  fuerit  habeat  curiam  in  Syndelvingen  sitam  continentem  cul- 
turam  trium  aratrorem  vel  plus,  statuimus  ut  etiam  habeat  curiam  totaliter  quam  colit 
Reinhardus  de  Boltringen  et  stramen  quod  provenit  de  decima  frugum  eiusdem  ville,  ut 
ipse  prepositus  pro  ipsis  canonicis  onera  hospitalitatis  valeat  facilius  sustinere.  In 
reconpensam  vero  huiusmodi  perceptionis  straminis  tenetur  prepositus  omnes  manipulos 
decimarum  sine  omni  dampno  et  iactura  capituli  in  curiam  suam  deducere  et  in  minori 
horreo  coUocare,  quod  ad  hoc  est  cellerario  deputatum,  qui  cellerarius  collectoribus 
decimarum  earundem  et  trituratoribus  de  conmunibus  rebus  capituli  respondebit  et  in 
vectura  et  aliis  nullum  aliud  dampnum  sustinebit.  Item  statuimus,  quod  cum  unus- 
quisque  canonicorum  habeat  suam  curiam  specialem  quasi  prepositure  annexam,  salvo 
Huo  iure  nemoribus  utantur  almediis  et  pascuis  more  solito  et  consueto.  Item  statuimus 
quod  granarium  ecclesie  in  Syndelvingen  ad  conmunitatem  in  omni  parte  tam  superiori 
quam  inferiori  funditus  et  totaliter  pertineat,  ita  quod  nullus  idem  granarium  inhabitet 
neque  locum  habeat  aut  quicquam  de  eo  ordinet  vel  disponat  nisi  de  consensu  totius 
capituli.  Item  statuimus,  quod  unusquisque  cellerarius  qui  pro  tempore  fuerit 
assumptis  sibi  duobus  de  canonicis  vel  imo  ad  minus  omnes  possessiones  et  bona 
fratrum  et  anniversariorum  ac  alias  omnes  res  ad  capitulum  pertinentes  locet  con- 
ductoribus  et  aliter  ordinet  et  disponat  pro  utilitate  ecclesie  redditusque  ipsorum 
et  proventus  distribuat  prout  distribuenda  fuerint  temporibus  oportunis  et  constitutis. 
Statuimus  insuper,  ut  cum  cellerarius  fuerit  assumendus  in  ecclesia  nostra,  quod 
unus  de  canonicis  residentibus  tantum  communiter  a  preposito  et  capitulo  concor- 
diter  assumatur,  qui  in  colligendis  redditibus  et  proventibus  ipsius  ecclesie  et  distri- 
butione  ipsorum  sit  sollicitus  et  attentus,  et  quod  de  receptis  et  datis  ipsius  ecclesie 
idem  cellerarius  coram  capitulo  terminis  ad  hoc  ipsis  prefigendis  rationem  facere 
teneatur,   et   ratione   sie  facta  et  prel)endis  rite  expeditis  si  quid  residuum  inventum 


92  1297.     November  15. 

fuerit  illud  in  conmunes  usus  ecclesie  pro  conparandis  possessionibus  convertatur. 
Si  vero  in  distributione  prebendarum  ipse  prebende  ad  plenum  prout  moris  est  non 
potuerint  expediri,  illud  quod  haberi  poterit  proportionaliter  distribuatur  et  quilibet 
illa  portione  sit  contentus,  ne  possessiones  ipsius  ecclesie  aut  redditus  futuri  anni 
pr[o]  eo  quod  haberi  non  potuit  aliquatenus  alienentur. '  Item  statuimus,  quod  cellera- 
rius  qui  pro  tempore  fuerit  adiunctis  sibi  duobus  de  canonicis  vel  saltem  uno  resi- 
dentibus  habeat  auctoi-itatem  instituendi  et  destituendi  mansionarios  ipsius  ecclesie, 
prout  ipsis  et  utilitati  ecclesie  visum  fuerit  expedire.  Et  adicimus,  quod  idem  celle- 
rarius  in  reconpensam  laboris  sui  medietatem  omnium  reddituum  unius  prebende 
que  debetur  canonico  resident]  singulis  annis  quamdiu  in  officio  suo  fuerit  habeat 
et  recipiat  more  solito  et  consueto.  Item  statuimus,  quod  idem  cellerarius  potest 
institui  et  destitui  a  capitulo,  quandocumque  et  quotienscumque  ipsi  capitulo  aut 
maiori  parti  videbitur  expedire,  et  etiam  corrigi  si  excesserit  iuxta  delicti  quali- 
tatem.  Item  statuimus,  quod  prepositus  ipsi  cellerai'io  in  expediendis  et  defen- 
dendis  rebus  universis  ipsius  ecclesie  prestare  debet  sine  dolo  et  fraude  consilium 
auxilium  et  iuvamen,  quando  et  quotiens  ab  ipso  cellerario  fuerit  requisitus.  Item 
statuimus,  quod  si  aliquis  casus  questio  vel  factum  quocumque  modo  emergat, 
que  respiciant  tani  prepositum  quam  capitulum  conmuniter,  pro  quibus  necesse  sit 
expensas  et  sumptus  facere  qualescumque,  quod  huiusmodi  expense  et  sumptus  de 
conmunibus  bonis  prepositi  et  capituli  prout  rationi  consonum  fuerit  iuxta  quantitatem 
reddituum  proportionaliter  persolvantur.  Et  ut  premissa  statuta  singula  et  universa 
inviolabiliter  in  posterum  observentur,  sigilla  nostra  presentibus  duximus  appendenda. 

Zwei  runde  Siegel.  1)  58  mm.,  der  lil.  Martin  zu  Pferd,  dem  Bettler  seinen  Mantel  teilend;  Umschrift: 
t  •  S  •  WERNHE  .  .  .  POsITI  ■  ECCE  -DE  ...  .  LVINGEN.  2)  65  mm.,  der  h.  Martin  als  Bischof  mit  Stab  und 
Buch,  Brustbild;  Umschrift:  f  •  SIGILLVM  •  ECCE  •  S  •  MARTIN  .  .  .  INDELVINGEN.  -  Regest:  Reg.  episc.  Con- 
stant.  3049.  —  Die  erbetene  Bestätigung  erfolgte  erst  1303  Dezember  13  durch  die  Vertreter  des  Bischofs  Heinrich, 
Magister  Walther  den  Scholaster  und  C.  den  Propst  von  St.  Johann,  Domherrn  zu  Konstanz ;  Regest  a.  a.  0.  3344. 

a)  Vorlage  Darsmhain. 


50Ö3. 

Bischof  Mangold  von   Würzburg   verleiht   dem   durch  Brand   und  Hagelschlug   in  Not  ge- 
kommenen  Spital   in    Ulm   einen   Ablass   und   erlaubt   Almosensammeln   in   seiner  Diözese. 

Würzburg  1297.     November  15. 

Manegoldus    dei    gratia   episcopus  Herbipolensis   universis  ecclesiarum  rectoribus 
nostre  dyocesis  ad  quos  hee  litere  pervenerint  salutem   ||   in  omnium  salvatore.     Cum 


1297.     November   IG.  93 

hospitale  sancti  spiritus  in  Ulma  Constantiensis  dyocesis.  in  quo  cottidie  recipiuntur 
et  foventur  ||  pauperes  et  infirmi,  curam  agens  undique  confluentium  egenorum  et 
peregrinorum  operibus  karitatis  per  incendiuin  ||  poiiitus  sit  destructum  et  adeo 
destructum,  quod  dampnificatum  est  per  incendium  et  per  grandinem  ad  ducentas 
libras  et  ultra,  et  ad  predicta  recuperanda  propri(!  sibi  non  suppetant  facultates, 
nos  ipeum  hospitale  prosequi  volentes  speciali  gratia  et  favore  universos  vos  singu- 
los  monemus  rogamus  et  hortamur  in  domino  vobisque  in  remissionem  iniungimus 
peccatorum  districte  mandantes,  quatinus  nuntium  ipsius  hospitalis  cum  vos  presen- 
tibus  accesserit  benigne  recipientes  ipsi  locum  in  vestris  ecclesiis  tribuatis  ad  peten- 
dum  a  Christi  fidelibus  elemosinas  ad  hospitale  memoratum  et  cum  ipso  et  pro  ipso 
verbum  exhortationis  ad  populum  proponatis,  ut  per  hec  et  alia  bona  que  inspirante 
domino  feceritis  vitam  eternam  consequi  valeatis.  Nos  enim  de  omnipotentis  dei 
misericordia  et  ea  qua  licet  indigni  fungimur  auctoritate  contisi  omnibus  deo  devotis 
vere  peniteutibus  et  confessis,  qui  prefato  hospitali  manum  adhibuerint  adiutricem 
vel  alias  eidem  inpenderint  subsidia  karitatis,  quadraginta  dies  criminalium  et  aunum 
venialium  in  domino  misericorditer  relaxamus,  ratas  habentes  et  gratas  alias  ab  aliis 
episcopis  dicto  hospitali  concessas  indulgentias  vel  etiam  concedendas,  presentibus  ab- 
hinc  usque  ad  festum  beati  Andree  apostoli  et  ad  annum  deinde  tanturamodo  dura- 
turis*). 

Datum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  septimo,  XVII.  kalendas  Decemb- 
ris,  pontificatus  nostri  anno  nono. 

Ulm.     Orig.  Perg.     Siegel    des  Bischofs  Mangold   von  WUrzburg   aus   grünem  Wachs,    s.  Bd.  9,  S.  358.  — 
Abdruck:  Ulmisches  Uß.  1,  243. 
a)  Verschrieben  daturus. 


5064. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     November  16. 

Schenk  Konrad  von  Bigenbury  verkauft,  (iusto  venditionis  titulo  contuli  rationa- 
biliter  ad  emendum)  dem  Kavensburger  Bürger  U.  genannt  Wiener  dem  Altern  einen 
Hof  in  Weiler  samt  dessen  Maier  (curiam  in  Willei-  dictam  Stritenberc  cum  Bertholdo 
villico  desuper  residente  et  cum  omnibus  sibi  pertinentiis  pascuis  pratis  viis  inviis 
nemoribus  silvis  cultis  et  incultis  quocumque  nomine  censeantur  sibi  spectantibus) 
um  23  S  Konstanzer  Pfennige  und  verzichtet  auf  sein  Recht  daran  (omni  proprietati 
seu  iurisdictioni)  unter  Verpflichtung  zur  Gewährschaft. 

Siegler:  Der  Aussteller. 


94  1297.     November  17  und  19. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCLXXXXVIL,  in  die  sancti  Othmari,  indictione 
undecima,  presentibus  discretis  viris  Alberto  et  H.  pincernis,  .  .  ministro  Möselino 
de  Tetinanc,  F.  ministro  in  Eavenspurg  dicto  Holbain,  H.  Götfi-it  et  C.  dicto  Wekerlin. 

Abhängender  Rest  des  Bd.  9,  S.  102  beschriebenen  Siegels. 


6065. 

Zwiefalten  1297.     November  17. 

Ritter  (strennuus  miles)  Anselm  von  Wildenstein  und  der  Edle  Anselm  von  Justingen 
eignen  gemeinsam  um  ihres  und  ihrer  Vorfahren  Seelenheils  willen  dem  Kloster  Zwiefalten 
die  Lehen,  die  Wolf  vom  Stein  in  Emeringen  von  ihnen  innegehabt  hat  (omnibus  proprie- 
tatibus  feodi  quas  strennuus  vir  miles  Wolf  dictus  de  Lapide  in  Emeringen  de  nostra 
gratia  a  nobis  dicitur  recepisse  in  toto  vel  in  parte  communiter  aut  divisim  —  — 
conferimus  deinceps  perpetualiter  possidendas)  unter  Verzicht  auf  alle  Rechte  daran 
(omni  iure  ac  rehabitioni). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  in  Zwiveltün,  anno  domini  MCC  nonagesimo  VII.,  XV.  kalendas  Decem- 
bris,  indictione  XI. 

Reste  von  zwei  Siegeln. 

5066. 

Illingen  1297.     November  19. 

Propst  Konrad  und  Konvent  von  Ittingen  (Ittingen)  überlassen  (damus  et  presentibus 
tradimus)  nach  reiflicher  Erwägung,  me  sie  den  kanonischen  Vorschriften  entspricht,  und  zum 
Vorteil  ihres  Klosters  in  einmütigem  Entschluss  dem  Kloster  Weingarten  ihr  halbes  Recht 
an  einer  Hörigen  (Katherinam  natam  Bertoldi  de  Horwn  ancillam  nostram  coniugem 
Cünradi  sutoris  dicti  de  Öningen  servi  monasterii  in  "Wingarten  pro  parte  tantum 
dimidia  —  —  perpetuo  tenendam  et  iure  servitutis  quod  nobis  et  ecclesie  nostre 
conpetiit  in  eadem  possidendam  pro  parte  dimidia  eiusdem). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  et  actum  aput  Ittingen,  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  XIII.  kalendas 
Decenbris,  indictione  XI. 

Ital.  Perg.,  auf  der  Haarseite  beschrieben.  Abhangend  noch  ein  Bruchstück  des  ersten  Siegels  mit  stehender 
Figur  eines  Märtyrers  mit  Palme. 


1297.     November  26,  28  und  Dezember.  96 

6067. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     November  25. 

Konrad  genannt  Mülich  und  seine  Frau  Judenta  widerrufen  alle  ihre  seitherigen 
Abmachungen  und  Schenkungen  gegenüber  dem  Predigerkloster  in  Ulm  und  geben  demselben 
durch  Schenkung  unter  Lebenden  eine  Hofstatt  in  Ulm  (aream  in  qua  nunc  residet  sutor 
dictuB  de  Fröudenegge  solventem  siugulis  annis  tredecim  solidos  Ulmensis  monete), 
deren  Nutzniessung  sie  sich  jedoch  auf  Lebenszeit  vorbehalten,  mit  der  besonderen  Be- 
dingung, dass  evidens  et  probabilis  necessitas  seu  paupertas  sie  von  Erfüllung  der 
Schenkung  befreit. 

Siegler:  Das  Predigerkloster  und  die  Stadt  Ulm. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXVII.,  in  die  beate  Katherine  virginis. 

Ulm.  Vidimus  des  Abts  Ulrich  von  Wiblingen  und  des  Propsts  Johann  von  Wengen  von  1320  April  25, 
Orig.  Perg.  mit  zwei  Siegeln.  —  Abdruck:  Ulmisches  ÜB.  1,  244. 


5068. 
Esslingen  1297.     November  28. 

Konrad  der  Sohn  des  Edlen  Schwigger  von  Gundelfingen  des  Langen  verkauft  dem 
Spital  zu  Esslingen  alle  seine  Güter  in  Brie  und  verschreibt  an  ihrer  Statt  seiner  Frau 
Elisabet  von  Niefern  für  ihre  Mitgift  das  neugekaufte  Dorf  Sonderbuch  und  die  Brühl- 
voiesen  bei  der  Maisenburg. 

Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  131  n.  302. 


5069. 

1297.     Dezember. 

Johann  der  Sohn  Ritter  Eberhards  von  Schmalenstein ')  beurkundet,  dass  seine  Mutter 
weiland  Petrissa  von  Eberstein  dem  Kloster  Herrenalb  um  ihres  und  ihrer  Eltern  Seelen- 
heils tmllen  2  S  Heller  Einkünfte  in  Conweiter  (Cunenwiler)  vermacht  hat  und  weist 
cum  manu  et  consensu  seines  Vetters  (consobrini)  und  Pflegers  Heinrich  von  Rosswag 
und  Reinbots  von  Wurgental')  seines  Oheims  (avunculi)  detn  Kloster  bestimmte  Gülten 
an  (predictas  duas  libras  reddituum  in  locis  et  terminis  subscriptis  in  villa  Cunen- 
wiler  determinavi,    videlicet   ut   prefati    monachi   singulis   annis   recipiant   prescriptas 


96  1297.     Dezember  1. 

duas  libras  reddituum  in  festo  Michaelis  et  Martini  super  bonis  Enselerin  bette 
XVIIVit  Hallenses,  item  Sigewinin  et  Waldeckerin  bett  IX  Hallenses  etc.)  Diese 
Güter  resigniert  er  dem  Kloster. 

Regest  in  Gabelkhovers  Kollektaneen,  Hdschr.  d.  StA.  48«,  Bd.  3,  Bl.  1147. 

1)  Gabelkhover,  der  die  Urkunde  bei  den  Herrn  von  Schmalenstein  verzeichnet,  schreibt  hier  in  offenbarem 
Versehen  Eberstein.  Er  bringt  unmittelbar  nachher  die  Grabschrift  Johanns  von  1323.  2)  Ein  Herr  von  Niefem 
(ZGORh.  5,  213  Anm.  3). 


5070. 

Ulrich  Gwärlich   der  Junge,   Bürger   von   Ulm,   verkauft   an  Kloster  Söflingen   eine  Wiese 

zu  Fischerhausen. 

Ulm  1297.     Dezember  1. 

.  .  In  gotes  namen.  Amen.  Ich  Ulrich  Gwserlich  der  junge  ein  burger  von 
II  Ulme  vergihe  und  tun  kunt  allen  den,  die  disen  brief  ansehent,  lesent  alder  hörent  || 
lesen,  daz  ich  minen  lieben  vröwen  .  .  der  septissenne  und  dem  .  .  convent  des 
clösters  II  da  ze  Sevelingen  sant  Ciaren  ordenes  minen  wise  da  ze  Visherhusen  be 
wasen  und  be  zwi  besuchet  und  unbesüchet  ze  einem  vrigem  eigen  geben  han  und 
verköfet  umbe  zwse  und  zwaenzeg  phunde  Haller  und  sol  öch  des  selben  gutes  wer 
sin  nach  rehte,  und  vergihe  öch,  daz  ich  in  dis  ersame  man,  daz  sint  Heinrich  der 
amman,  Liuprant  der  burgermsester,  Rudolf  und  Otte  mine  brüder  und  Hainrich 
minen  sün  han  ze  bürgun  unvershsedenlich  gesezzet  viir  alle  min  erben  und  gemsen- 
lich  vür  alle  anspräche  nach  der  stet  rehte  da  ze  Ulme.  Und  über  daz  so  veijehen 
wir  Heinrich  der  amman,  Liuprant  der  burgermsester,  .  .  der  rat  und  alle  die  burger 
von  Ulme,  daz  wir  von  der  vor  geseiten  wise  nimber  kein  stiire  noch  keinen  dienst 
gevördern  siilen,  wan  si  in  unserem  banne  nit  enlit.  Diser  getaete  sint  gezüge: 
Ulrich  Gwserlich  der  alte,  Wernher  Sumerwnne,  Ulrich  Strölin,  Herman  der  Welser, 
Liuprant  von  Halle,  Otte  der  Röte,  Ulrich  der  Röte  und  vil  anderer  biderber  lüte. 
Und  daz  disü  getset  stsete  blibe,  dar  umbe  und  dar  über  so  geben  wir  disen  brief 
gestseten  mit  den  insigeln  des  ersamen  mannes  bröpst  Cünrates  in  den  Wengen  und 
mit  des  vor  geseiten  Heinriches  des  ammannes  da  ze  Ulme. 

Diz  geshach  und  diser  brief  wsert  geben  da  ze  Ulme,  nach  gotes  gebürte  zwelf 
hundert  jare  nünzeg  jare  in  dem  siibendem  jare,  an  dem  nsehstem  tage  sant  andres 
des  zweifboten  ünsers  herren  Jesu  Christi. 

Rest  des  zweiten  runden  Siegels,  kopfüber  anhängend,  mit  einem  Pfau  im  Schild ;  es  ist  das  des  Ammanns 
Heinrich  von  Ulm  genannt  von  Hall.  —  Abdruck:  Ulmisches  ÜB.  1,  245. 


1297.     Dezember   1   und  6.  97 

5071. 

König  Adolf  gibt  der  Stadt   Tettnang  Lindauer  Recht. 

Frankfurt  1297.     Dezember  1. 

Adolfus  dei  giatiu  Romanorum  rex  semper  augustus  universis  imperii  fidelibuB 
presentes  litteras  inspecturis  gratiam  suam  et  omne  bonum.  Supplicavit  nobis  vir 
nobilis  Hugo  comes  de  Montfurt,  quod  cum  opidum  suum  de  Dethenant  hactenus 
non  sit  sub  certis  iuris  et  consuetudinum  legibus  gubernatum,  nos  illud  faceremus 
sub  eisdem  legibus  de  cetero  gubernari,  quibus  opidum  nostrum  Lindawe  gubemari 
consuevit.  Nos  itaqne  eiusdem  comitis  devotis  supplicationibus  favorabiliter  inclinati 
sibi  de  liberalitate  regia  concedimus  postulata  presentium  testimonio  litterarum  nostre 
maiestatis  sigilli  robore  munitaruni. 

Datum  apud  Frankenfort,  kalendas  Decembris,  indictione  XI.,  anno  domini 
MCCLXXXXVIL,  regni  vero  nostri  anno  sexto. 

Notarielles  Vidiniiis  von  1574  Oktober  11,  darin  außer  dieser  Urkunde  noch  weiter  die  Tettnanger  Privi- 
legien K.  Albrechts  von  1304  Mai  19,  K.  Ludwigs  von  1330  November  19  und  K.  Sigmunds  von  1429  August  17 
enthalten  sind.  —  Abdruck :  Vanotti,  Gesch.  der  Grafen  von  Montfort  539.  —  Regest :  Böhmer,  Addit.  II,  K.  Adolf  4ö3. 


5072. 
Munderkingen  1297.     Dezember  5. 

Der  Edle  Albert  genannt  Schedel  beurkundet,  dass  Konrad  genannt  von  Kirchen 
(Kilchain)  seine  Lehengüter  in  Grötzingen  (possessioues  suas  universas  sitas  in  villa  et 
prope  villam  (Irezzingen  dictas  des  Velwen  gut,  quas  Cunradus  dictus  Ernst  excolit 
quasque  dictus  C.  de  Kilchain  a  me  iure  tenuit  feodali)  an  Kloster  Salem  um  8  U 
Heller  verkauft  hat  und  eignet  dieselben  auf  Bitten  des  Verkäufers  und  nach  dessen  Resig- 
nation um  seines  Seelenheils  loillen  dem  Kloster. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  et  actum  apud  Munderchingen,  anno  domiui  MCC  nonagesimo  septimo, 
nonis  Decembris,  testibus  honorabili  viro  Rftdolfo  rectore  ecclesie  in  Stüzelingen, 
Eglolfo  filio  meo,  Walgero  de  Bernhusen,  Hainrico  de  Kilchain,  Hainrico  de  Almen- 
dingen, Cunrado  dicto  Walh,  fratre  Cunrado  medio  cellerario,  fratre  C.  dicto  Biederer 

(•t  fratre  H.  de  Altmanshusen  conversis  in  Salem. 

XI.  13 


98  1297.     Dezember  20  und  21. 

Konrad   von  Kirchen   erklärt   sein  Einverständnis   unter  dem  Siegel  des  Edlen  Albert 
Schädel,  da  er  kein  eigenes  führt. 

Karlsruhe.     Orig.  Perg.     Siegel  Albert   Schädels  von  Steußlingen,    s.  Bd.  9,    S.  494.  —  Rege.st:   v.  Weech, 
Cod.  dipl.  Salem.  2,  534  n.  979. 


5073. 
Ohne  Ortsangabe.     1297.     Dezember  20. 

Konrad  von  Katzenstein  (Kazzeinstein)  eignet  dem  Kloster  Mediingen  (Medelingen) 
einen  Mansus  in  Sachsenhausen  (mansum  situm  in  Sahsenhusen,  quem  Fridericus  dictus 
Grashei  civis  in  Werda  a  me  nomine  feodi  habuit  et  possedit  vendens  —  —  quic- 
quid  in  ipso  iuris  habere  et  sui  heredes  dinoscebantur). 

Siegler:  Herr  H.  von  Höchstädt  (Hohsteten)  und  der  Aussteller. 

Testes:  frater  Sifridus  de  Hohsteten,  dominus  H.  Speto  de  Vaimingen,  H.  Mun- 
strarius  miles  de  Gundolvingen,  Rupertus  civis  in  Werda. 

Actum   et  datum  anno  domini  MCCXCVII.,  in  vigilia  Thome  apostoli. 

München.  Orig.  Perg.  Abhangend  noch  das  zweite  Siegel,  das  Konrads  von  Katzenstein,  stark  beschädigt, 
schildförmig,  mit  einer  linksschreitenden  Katze  auf  Vierberg.  —  Regest :  Reg.  boica   4,  659. 


5074. 

Rudolf  von  Klingenstein   und  seine  Söhne  und  Töchter  verkaufen  dem  Deutschordenshause 
zu  Ulm  ein  Gut  in  Themmenhausen  und  eine  Sold  in  Bermaringen. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Dezember  21. 

Wir  Rudolf  von  Clingenstein  Wernher  min  sün  und  Cünz  min  sün  und  Adel- 
heit  min  tochter  und  Margret  tun  künt  allen  den,  die  disen  brief  sehent  oder  hörend 
lesen,  das  wir  mit  gesamenter  hant  haue  gegeben  ze  kofen  das  gut  ze  Immenhusen 
und  die  seid  ze  Bermaringen  den  erbern  herren  des  Tütschen  hus  ze  Ulm  umb  niun 
pfund  Haller,  die  sie  uns  dar  umb  gaben,  und  das  gut  geben  wir  in  für  ein  fryes 
eigen  mit  allem  recht  und  geben  es  uff,  das  ich  Rudolf  und  miniu  kind  kein  recht 
noch  anspräche  niemer  dar  an  haben  noch  kain  min  erben,  und  diu  gut  gelten  alliu 
jar  zway  ymmen  roggen  und  zway  ymmen  habern  und  VII  Schilling  Haller  und 
hundert  eyer  und  sehs  hünr.  Des  ist  gezüg:  brüder  Eberhart  der  priester,  brüder 
Engelhart  von  Nyperg,  brüder  Bgen,  brüder  H.  der  Barschperger,  brüder  Markwart, 


1297.     Dezember  24  und  26.  99 

bruder  Küdger  uud  bruder  Küdolf  von  Clingenstain,  Wernher  sin  sün,  Liubrant  von 
Halle,  Ulrich  der  Rot,  Conrat  Hochpein  und  Ott  der  Rot  burger  ze  Ulm.  Das  dis 
war  und  ganz  sie,  des  geben  wir  Rudolf  von  Clingenstain  disen  brief  besigelt  mit 
unserm  insigel. 

Dis  beschach  do  man  zalt  von  gotes  geburt  zwelf  hundert  jar  und  LXXXXVÜ 
jare,  an  sant  Thomas  tag  des  heiligen  zwelf botten. 

Kopb.  des  deutschen  Hauses  zu  Ulm  aus  dem  14.  Jahrhundert,  Bl.  20.  —  Abdruck:    Ulmisches  ÜB.  1,246. 


6075. 

Hug  der   Vogt  von  AUenstaig  verpfändet  dem  Kloster  Reuthin  einen   Wald. 

Ohne  Ortsangabe.     1297.     Dezember  24. 

Ihc  Hug  de  vogt  von  Altenstaige  vergib  offenlich  an  disem  brive,  daz  ihc 
schuldik  bin  ||  der  .  .  priorinun  und  dem  convent  von  Riithi  min  pfund  Haller,  die 
siu  mir  geliuhen  ||  hant.  Dar  umbe  han  ihc  in  gesezzet  minen  walt  an  Monharter 
staige,  daz  siu  den  han  ||  uud  niezen  suln  vür  reht  aigen  und  ist  also  gerret,  daz 
ihc  in  dez  selben  waldes  sol  gen  ze  rehtem  aigen  viir  die  vor  genanten  pfenninge 
als  vil  als  mihc  zwen  erber  man  haizzent,  die  siu  dar  zu  erweint  und  sol  der  ainer 
sin  der  vogt  von  Bi^lah  üb  er  der  bi  gesin  mag.  Ist  daz  er  da  bi  nit  mak  gesin, 
so  suln  siu  ainen  andern  der  zu  nemen  an  sine  stat  und  sol  ihc  in  dez  gehorsam 
sin  ze  volle  laisten,  swen  siu  ez  an  mihc  vorderant.  Daz  disiu  rede  stete  blibe,  dar 
umbe  henke  ihc  min  insigel  an  disem  brief. 

Dirre  brief  wart  gescriben,  do  von  gottes  gebürt  warn  zwelf  hundert  jar  nilizeg 
jar  und  siiben  jar,  an  dem  hailigen  abend  ze  wihnahten. 

Ital.  Perg.  Abhangend  rundes  Siegel,  38  mm.,  geneigter  gespaltener  Schild,  mit  Querbalken  belegt,  auf 
dem  rechten  Obereck  Topflielm  mit  zwei  gegeneinander  gekehrten  halbkreisförmigen  durch  Querstäbe  gegitterten 
Schirmbretteni,  das  Siegelfeld  mit  Ranken  belegt;  Umschrift:  f  •  S  •  HVG  •  ADVOC  •  D  .  .  .  .  —  Abdruck:  Schmid, 
Monum.  Hohenberg.   132. 

B076. 

Graf  Eberhard  von  Wirtemberg  bestätigt  die  Schenkung  von  Gütern  in  Truchtel fingen  und 
Steinhiilben    durch   seinen   Vasallen    Schtoigger   von    Truchtelfingen    an    Kloster   Mariaberg. 

Wirtemberg  1297.     Dezember  26. 

Nos  Eberhardus  comes  de  Wirtenberc  universis  ac  singulis  tarn  presentillbus 
(juam  futuris  rei  notitiam  subnotate.     Noverint  igitur,  quos  nosce  fuerit  oportunum,  11 


100  1298. 

quod  nos  donationem  factam  sanctiuionialibus  monasterii  in  Berge  ordinis  sancti 
Benedict!  ||  Constantiensis  dyocesis  per  Swiggerum  quondam  nostrum  vasallum  dictum 
de  Trühtelvingen  in  bonis  et  possessionibus  ibidem  sitis  ac  etiam  in  bonis  et  posses- 
sionibus  in  Stainhulwe  sitis  sive  a  nobis  in  feodo  tenuerit  vel  etiam  proprietatis 
tytulo  possedisset,  ratam  et  gratam  tenere  volumus  et  inviolabilem  observare  in 
nuUo  volentes  donationi  seu  permissioni  facte  per  nobilem  virum  Albertum  comitem 
de  Hohenberc  socerum  nostrum  karissimum  prefatis  sanctimonialibus  derogare.  In 
cuius  rei  evidentiam  sigillum  nostrum  presentibus  duximus  apponendum. 

Datum  et  actum  in  Wirtenberc,  anno  domini  MCCLXXXp^JVIII. '),  septimo 
kalendas  Januarii,  indictione  XI. 

Abhangend  ein  Rest  des  bei  v.  Alberti  Tafel  II  n.  6  abgebildeten  Siegels.  —  Abdruck :  Schmid  Monutn. 
Hohenberg.  133. 

1)  Die  Verbesserung  des  Fehlers  im  Datum  ergibt  sich  bei  Annahme  des  Jahresanfangs  mit  Weihnachten 
aus  der  Indiktion  zusammen  mit  der  Tatsache,  daß  Graf  Albert  von  Hohenberg  in  der  Urkunde  bereits  als  socer 
d.  h.  Gegenschwiegervater  des  Grafen  Eberhard  bezeichnet  wird.  Die  Verlobung  von  Alberts  und  Eberhards 
Kindern  fand  erst  am  18.  Dezember  1291   statt. 


5077. 

1298.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Heinrich  genannt  Hezze  vermacht  (contuli  ac  legavi)  um  seines  Seelenheils  willen  dem 
Kloster  Adelberg  (Madelberc)  all  seinen  Besitz  in  Schlechtbach,  Spariviesen  und  Böhringen 
(tertiam  partem  curie  quam  redemi  ab  egregio  viro  domino  Walthero  de  Urbach 
dicto  de  Liebenstein  milite  pro  viginti  libris  Hallensis  monete  sitam  apud  oppidum 
quod  vulgariter  Minnerslecbach  appellatur  quam  tenet  Heinricus  dictus  Waige,  simi- 
liter  dimidiam  partem  cuiusdam  feodi  apud  Sparrenwisen  quod  tenet  Heinricus  dictus 
Rübar  quam  redemi  pro  XVI  libris  Hallensium  a  Cünrado  dicto  de  Durnnen  nee 
non  dimidiam  partem  cuiusdam  hübe  apud  Beringen  quam  redemi  pro  XX  libris 
Hallensium  minus  XV  solidis  quam  tenet  dictus  Sigeloch  der  lange  nee  non  Cun- 
radus  dictus  Tizenbach).  Er  behält  sich  die  Nutzniessung  auf  Lebenszeit  vor,  nach 
seinem  Tod  aber  soll  im  Kloster  sein  Jahrtag  begangen  und  im  Gebet  seiner  gedacht 
werden  (ut  recognoscant  omnes  ibidem  deo  famulantes  diem  defunctionis  mee  agere 
et  suis  orationibus  deinceps  deo  fideliter  commendare).  Propst  und  Konvent  non 
immemores  sui  beneficii  ab  ipso  nobis  facti  erklären  sich  für  verpflichtet  ihm  jährlich 
den  dritten  Teil  der  Einkünfte  von  einer  Kelter,  einer  Wiese  und  einem  Weinberg  in 
Schlechtbach   zu   liefern.      Etwa   notwendige    Veränderungen    an    den   Gütern    können    durch 


1298.  101 

den  Prälaten    mit  Zustimmung  Heinrichs   vorgenommen    werden,    den  Schaden    oder  Nutzen 
davon  hat  Heinrich  mitzutragen  oder  zu  gemessen. 

Siegler:  Propst  und  Konvent  von  Adelberg. 

Acta  sunt  autem  hec  anno  doraini  MCC  nonagesimo  octavo. 

Siegel  des  Propsts  von  Adelberg,  s.  Bd.  10,  S.  235. 


5078. 
Ohne  Orts-  und  Zeitangabe.     (1298)'). 

Elisabet  die  Wittve  weiland  Ritter  Friedrichs  genannt  Herter  von  Dusslingen  (Tusse- 
lingen),  tamquam  coram  competenti  iudice  confessa,  beurkundet  den  Verkauf  (ob  in- 
tolerabilem  uecessitatem  —  —  —  vendidi  absolute  mittens  —  —  in  possessionem 
—  —  corporalem  adhibitis  verborum  et  gestuum  sollempnitatibus  debitis  et  con- 
suetis)  aller  ihrer  Besitzungen  in  Pfrondorf  (onines  possessiones  meas  in  Phlundorf  prope 
Lustenowe  sitas  michi  ex  dote  seu  donatione  propter  nuptias  aut  alio  quovis  titulo 
pertinentes  cum  earundem  possessionum  curiis  mansibus  decimis  censibus  fundis  areis 
domibus  horreis  agris  pratis  ortis  pascuis  silvis  aquis  aquaruni  usibus  viis  et  inviis 
immo  cum  omni  dominio  vero  et  utili  ac  earundem  rerum  iuribus  iurisdictionibus 
et  pertinentiis  quibuscunque)  an  Kloster  Bebenhausen  gegen  eine  bestimmte  ihr  ausbezahlte 
Geldsumme,  wozu  Pfalzgraf  Gottfried  von  Tübingen  und  ihre  Söhne  Herter  und  Herter 
ihre  Zustimmung  geben.  Sie  verspricht  Gewährschaft,  wofür  sich  mit  ihr  Kirchrektor 
Diether  von  Waiblingen  und  Ritter  Diemo  genannt  Herter  die  Oheime  (patrui)  ihrer 
Söhne  und  diese  selbst  verpflichten.     Auch  leistet  sie  die  üblichen  Verzichte. 

Siegler:  Da  die  Ausstellerin  kein  eigenes  Siegel  hat,  Pfalzgraf  Gottfried  von  Tübingen 
(quo  presentibus  utor  cum  proprio  cai'eam),  ferner  Dekan  Berthold  (Ber.)  von  Tübingen, 
Kirchrektor  Diether  von  Waiblingen,  7'hesaurar  H.  vom  Stift  St.  Johann  zu  Konstanz  und 
■  Ritter  Diemo  genannt  Herter. 

Pfalzgraf  Gottfried  und  die  beiden  Söhne  der  Ausstellerin  bekunden  ausdrücklich 
ihre  Zustimmung. 

Siegel  1)  des  Pfalzgrafen  GoUfried  s.  Bd.  8,  S.  226.  2)  des  Dekan.s  Berlhold  von  Tübingen,  spitzoval 
44,28  mm.,  über  einem  KleeblaUbogen  Maria  mit  dem  Jesuskind,  unten  knieender  Beter;  Umschrift:  f  •  S  • 
B  •  DECANI  •  IN  •  TVINGIN.  3)  S.  Bd.  10,  S.  211.  4)  des  Thesauras  H.  von  St.  Johann,  spitzoval,  c.  48,31  mra., 
Johannes  der  Täufer,  neben  ihm  eine  fünfblättrige  Rose ;  Umschrift :  f  •  S  •  H  •  CVSToRIS  •  EGGE  •  SGI  •  lOHIS  • 
OST  AN.  —  Abdnick :  ZGORli.  14,  360.  —  Die  Urkunde  ist  nicht  fertig,  es  ist  unter  dem  Text  noch  etw?a  für 
sechs  Zeilen  Raum. 

1)  Die  Datierung  folgt  in  Ermangelung  weiterer  Anhaltspunkte  dem  Ghronicon  Bebenhusanum.  Vergl. 
Cnisius,  Annal.  Suev.  3,  3,  14,  S.  186  und  Württ.  Jahrbb.  1855,  S.  184. 


102  1298. 

6079. 
Aichelberg  1298.     Ohne  Tagesangabe. 

Die  Brüder  Diepold  und  Ulrich  Grafen  von  Aichelberg  eignen  dem  Heilig geistspital 
in  Biberach  den  Wasacherhof,  den  es  von  den  Herren  von  Essendorf  gekauft  hat  (pro- 
prietatem  curie  dicte  Wasachherhofe,  a  qua  proventus  procedentes  sunt  XIIII  maltre 
frumenti  et  XIIII  solidi  Hallensium "),  cum  Omnibus  suis  pertinentiis  quod  vulgo  z  e 
wasen  oder  ze  zvie  nuncupatur  vendite  et  date  hospitali  sancti  spiritus  in  Biberach 
a  domino  Walkuno  et  Helwico  dicto  Ego  fratribus  de  Essendorf  nee  non  ab  Omni- 
bus heredibus  eorundem,  qui  omnes  de  Essendorf  curiam  eandem  a  nobis  in  feodum 
rettinebant  proprietatem  prefatam  curie  iam  dicte  dedimus  donavimus  et  presentibus 
resignavimus  hospitali  sancti  spiritus  prelibato  in  remedium  animarum  nostrarum 
et  salutem. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  Aichilberc,  anno  domini  MCCLXXXX  octavo. 

Abhangend  an  zweiter  Stelle  Bruchstück  vom  Siegel  des  Grafen  Ulrich  von  Aichelberg,  s.  Bd.  10,  S.  414.  — 
Regest:  Würlt.  Vierteljahrshefte  1897,  S.  46  n.  17. 

a)  Der  ganze  Relativsatz  ist  (iber  der  Zeile  nachgetragen. 


5080. 

1298.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Abt    Gebzo   von   Lorch   (ecclesie   Lauracensis)   vidimiert   dem   Kloster  Gotteszell   die 
Bulle  des  Papsts  Bonifazius  VIII  vom,  29.  März  1297. 
Siegler:  Der  Aussteller  und  Kloster  Gotteszell. 
Datum  anno  domini  millesimo  CC  nonagesimo  octavo. 

Siegel  1)  des  Abts  von  Lorch,   s.  o.  S.  69.     2)  des  Klosters  Gotteszell,   s.  Bd.  8,  S.  196. 


6081. 

1298. 

Der  Edle  Konrad  von  Strahlenberg  freit  dem  Kloster  Maulbronn  die  Güter,  die  von 
ihm  Lehen  waren  und  jetzt  im  Besitz  des  Klosters  sind'). 

Gabelkhover  Kollektaneen,  Hdschr.  d,  StA.  48«,  Bd.  1,  Bl.  286  b. 

1)  Zu  Unteröwisheim  ?    Möglicherweise  ist  das  Datum  falsch  und  die  Urkunde  von  1296  Oktober  10  (Bd.  10, 
S.  B38)  gemeint. 


1298.  103 

5082. 

Graf  Burkhard  von  Hohenberg  gibt  dem  Kloster  Reuthin  das   Weiderecht  auf  Wildberger 
Feld  und  erlaubt  ihm  die  Annahme  von  Schenkungen  mit  der  Bedingung,  dass  es  liegende 

Guter  in  Jahresfrist  verkaufen  muss. 

1298.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Allen  den  sol  kunt  sin,  die  disen  brief  sehent  alder  hörent  lesen,  daz  wir  grave 
Burchart  von  Ho||henberk  den  vrowan  ze  Rüthi  bi  Wilperk,  die  da  sint  in  Bredier 
Orden,  die  vrihait  und  daz  reht  ||  han  gegeben,  daz  allez  ir  vih  ciain  und  groz,  daz 
siu  ze  Rüthi  hant  gewintert,  sol  ze  waide  ||  gan  uf  Wilperger  velt  und  swa  der 
burger  vih  gat  mit  allem  reht,  und  wellen  ohc,  daz  kain  vih  ez  si  der  burger  alder 
ander  lüte  under  ir  vih  ze  waid  gang.  Wir  verjehen  ohc  an  disem  selben  brieve, 
daz  unser  wille  guter  ist  und  in  wol  gunnen  suln,  swer  den  vor  genanten  vrowan 
dur  got  üzzit  git  ez  si  luzzel  alder  vil,  wan  also  verre  swer  in  git  ligend  gut,  daz 
suln  siu  verkoffen  irn  ainer  jarsvrist.  Und  daz  disiu  red  stet  blib,  dar  umb  haben 
wir  disen  brief  gevestenat  mit  unserm  insigel.  Dez  ist  gezüg:  her  Menloch  von 
Thethelingen,  sin  sun  Johannes,  her  Volmar  von  Haiterbach,  sin  brüder  her  Berhtolt 
und  Peter  der  scriber  und  ander  erber  lüte. 

Diz  geschähe  do  von  gottez  gebürt  warn  zwelf  hundert  jar  nünzeg  jar  und  aht  jar. 

Siegel  abgegangen.  —  Abdruck :  Schmid,  Monum.  Hohenberg.  13G. 


5083. 
1298. 

Ulrich  von  Erstatt')  verzichtet  auf  alle  Ansprüche  an  die  Güter  in  Denkingen,  die 
Kloster  Rottenmünster  von  Feter  Crelle  dem  Langen  und  Berthold  von  Balgheim  gekauft 
hat.     Dafür  soll  ihm  das  Kloster  einen  ewigen  Jahrtag  halten. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Dokb.  des  Kl.  KoUenmünster  Bl.  161 '>. 

1)  ?  Ehrstätt  bad.  BA.  Sinsheim  oder  Erstellen  üem.  Pappelau  OA.  Blaubeuren.  Ehrenstellen  bad.  BA.  Staufen 
heißt  nach  Kiieger  1,  474  alt  Ori-  und  Öristetten. 


104  1298. 


5084. 


Gräfin  Agnes  von  Vaihingen  verkauft  an  Mechthild  von  Ingersheim  und  ihren  Sohn  Konrad 

eine  Korngült  zu  Ensingen. 

1298.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

In  gottes  namen.  Amen.  Ich  Agnes  diu  grevin  von  Vähinge  tun  kunt  allen 
den,  die  disen  brief  lesent  oder  hörent  lesen,  ||  daz  ich  Mehthilt  Cönrats  seligen  von 
Ingershein  wirtinne  und  irm  kinde  Cünceli  han  verköft  viunf  malter  rokken  ewiges  || 
geltes  Vähinger  messes  uf  minem  hove  zu  Ensingen,  also  daz  Mehthilt  oder  ir  sun 
Cunrat  oder  ir  gewisser  botte  daz  selbe  körn  ||  nemen  und  enpfhahen  suln  an  unserre 
vröwen  tage  der  jungem  in  dem  selben  hove  zu  Ensinge,  umme  zwelf  pfunt  Haller, 
der  ich  vergihe,  daz  ich  sie  enpfangen  habe,  also  öch  daz  sie  der  vor  genamten 
viunf  malter  roggen  gelt  mugen  bi  ir  leben  oder  nah  ir  tode  geben  oder  sezzen 
svem  si  wellen.  Ich  tun  öch  kunt,  das  dirre  kouf  geschehen  ist  mit  miner  kinde 
Cünrats  Heinrichs  der  graven  von  Vähingen  und  Adelhait  von  Tuingen  wissen  und 
willen. 

Dirre  kouf  geschach,  do  von  gottes  geburte  waren  tusent  zvai  hundert  jare 
und  ähte  und  nünzek  jare.  Ist  aber  daz  ich  den  hof  verkoufen  oder  durh  got  geben 
wil,  so  solen  si  des  geltes  warten  uf  der  nuwen  wisen,  und  wellent  sie  das  selbe 
gelt  verkoufen  oder  durh  ir  sele  geben,  so  sol  man  mir  daz  gelt  umme  als  vil 
Pfenninge  geben,  als  ich  dar  umme  enpfienk.  Daz  öch  dirre  kouf  stete  si,  so  han 
wir  grave  Eberhart  von  Thuingen  und  Cunrat  und  Hainrich  graven  von  Vaihingen 
unser  insigel  an  disen  brief  geleit.  Hie  bi  sint  gewesen  und  sint  geziige:  brüder 
Hainrich  von  Durlach  und  brüder  Dragbot  Prediger  ordens  von  Phorzhein  und 
Berhtolt  Soteli  ain  burgär  von  Vaihingen. 

Die  drei  bekannten  Siegel  an  leinenen  Litzen,  zerbrochen,  eingenäht.  —  Auf  der  Rückseite  Aufschrift  von 
1322 :  sabbato  ante  Nicolai  oblatum  est  hoc  instrumentum  in  contumaciam  partis  ree  in  modum  probandi  primo 
anno  domini  MCCCXXII.  Die  Gült  war  1322  und  1323  zwischen  dem  Priester  Konrad  von  Ingersheim  und  seiner 
Mutter  Mechthild  einerseits  und  dem  Bauern  Berthold  Zimmermann  von  Ensingen  strittig.  Sie  wurde  1340  für 
die  Frühmesse  in  Horrheim  erworben  und  gehörte  nach  einer  Dorsalnotiz  aus  dem  16.  Jahrhundert  später  der 
dortigen  St.  Annapfründe. 


1'29H.     Januar  2.  106 

5085. 

1298.     Ohne  Orts-  und  Tagesangabe. 

Priorin  und  Konvent  von  Heiligkreuz  (Sirnau)  bekennen,   dass  sie  der  Laienschwester 
Adelheid  von  Altbach  ein  Leibgeding  von  18  Siniri  Roggen  schuldig  sind. 
Deutsch.     EßUnKer  ÜB.  1,  131  n.  303  nach  dem  Orifi;.  in  Eßlingen. 


5086. 
Schenk   Konrad  von   Bienburg   verkauft  dem  Kloster  Weingarten  einen  Acker  zu  Althach. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Januar. 

In  gottes  namen.  Amen.  Ich  Cünrat  der  sh^nke  von  Bigenburc  ger  ze  wiessen  11 
alle  die  diesen  brief  lesent,  daz  ich  den  6rbgren  herron  dem  .  .  abbet  und  der  || 
samnunge  von  Wingarten  han  aigellich  ze  k6ffenne  geben  den  akker  zem  ||  Alpach 
umbe  ain  phunt  ph^nninge  gewönlicher  munse  ewich  ze  besizzenne  für  ain  reht  aigen 
als  ich  und  mine  vorderne  ien  unz  an  dieze  zit  besezzen  han,  und  vergiehe,  daz  ich 
und  alle  min  6rben  d6s  selben  akkers  und  der  aigenshaft  r^delich  wem  siilin  wesen. 
Diz  sint  geziige:  herre  Alber  von  Spilberc  und  der  von  Ybach  herren  d^s  vor 
genanten  klösters,  Hainrich  der  Shacher,  H.  der  Engel,  Bri'ine  min  amman  und  ander 
erb§r  liute.     Und  fiir  künftigen  kriec  han  ich  min  insigel  an  diesen  brief  geh^nket. 

Diz  geshach,  do  von  g6ttes  geburtlichem  tage  warent  tusent  jar  zvai  hundert 
jar  und  aht  und  nünzec  jar,  in  dem  manode  der  Gönner  ist  genant. 

Das  Siegel,  das  an  weißleinener  Litze  hing,  ist  verloren. 


5087. 

Ulrich  von  Königsegg  verkauft  an  Kloster  Weingarten  seinen  Besitz  in  Uaggenmoos. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Januar  2. 

Wan    menslich    gehugede    kranch   ist   unde    die    lüte    schiere   vergessent   swas  si 

under  aiii||ander  werbent,  so  lerent  uns  die  wisen  maister,  das  wir  verschriben  allez 

daz  wir  ||  under   ainander   mit  werken  vurbringent.     Da  von  so  tun  ich  Ulrich  von 
XI.  14 


106  1298.     Januar  3. 

Ki!ingez||egge  ze  wissende  allen  den  die  disen  brief  sehent  lesent  oder  hörent  lesen, 
das  ich  den  erbseren  herren  dem  apt  unde  der  samenunge  dez  gotzhuzes  ze  Wingarten 
han  gegeben  ze  köfende  nach  rehtem  köfe  umbe  aine  unde  sehzech  marke  lötigez 
silberz  min  rehtez  aigen  ze  Habchmöze  an  aekern  an  wisen  an  wasser  an  holze  an 
wasen  unde  an  zwie  mit  allem  dem  daz  dar  zu  höret  gebwens  unde  regebuwens,  wie 
ez  si  genant,  mit  allem  dem  rehte  alse  ez  mine  vordem  unde  min  vatter  herre 
Ulrich  aigenlich  an  mich  hat  braht.  Ich  vergihe  öch  an  disem  brieve,  daz  ich  daz 
vor  genante  silber  han  bewent  in  minen  nuz.  Ich  verzihe  mich  vur  mich  unde  alle 
mine  erben  allez  dez  rehtez  svie  ez  si  genant,  daz  ich  oder  mine  erben  msehten 
gehan  an  dem  vor  genantem  gute  ze  Habchmöze,  unde  binde  mich  unde  öch  mine 
erben,  daz  wir  dez  selben  gütez  sulen  werer  sin  nach  reht  an  allen  stetten,  sva  daz 
götzhuz  ze  Wingarten  angesprochen  wirt,  ez  sie  an  weltlichem  oder  gaistlichem 
gerillte.     Dar  über  gibe  in  disen  brief  ze  Urkunde  gezaichent  mit  minem  waren  insigel. 

Dize  geschach,  dö  man  zalte  von  götz  gebiirte  zwelf  hundert  jar  unde  sehte  unde 
nünzek  jar,  an  dem  nsehsten  dunrstage  vor  dem  zwelften  tage. 

An  weißleinener  Litze  stark  abgeriebenes  Siegel,  s.  Bd.  8,  S.  203. 


6088. 

Heinrich  von  Eberstein  freit   dem  Kloster  Bebenhausen   alle   schon   erworbenen   oder  noch 
zu  erwerbenden  Güter  im  Zehnten  von  Oberkirch. 

Pfalzgrafenweiler  1298.     Januar  3. 

H.  dominus  de  Eberstein  universis  Christi  fidelibus  presentem  paginam  inspecturis 
salutem  et  subnotatis  fidem  plenius  adhibere.  Quidquid  religiosis  deo  iugiter  famu- 
lantibus  pie  inpenditur,  expers  celestis  premii  nullatenus  reperitur.  Hinc  est  quod 
nosce  volumus  universos  tam  posteros  quam  presentes,  nos  ob  honorem  dei  gloriose 
virginis  Marie  salutemque  animarum  tam  nostri  quam  parentum  nostrorum  religiosis 
viris  nobis  in  Christo  dilectis  abbati  et  conventui  monasterii  in  Bebenhusen  Cisterciensis 
ordinis  dyocesis  Constantiensis  presentibus  et  futuris  contulisse  et  presentibus  gratuite 
conferre,  ut  quidquid  donationis  legationis  emptionis  seu  quovis  alio  titulo  a  quibus- 
cunque  nostris  seu  a  nobis  infeodatis  de  possessionibus  seu  feodis  infra  terminos  et 
limites  decimarum  Oberkilch  nostro  dominio  pertinentibus  ipsis  obvenerint  ac  in 
posterum  obvenerit,   id  nostra  donatione  libertatis  possideant  pleno  iure,  nichil  iuris 


1298.     Jauuar  7  und  8.  107 

nobis  aut  nostris  heredibus  (juibuscumque  seu  successoribus  reservantes,  quo  mediante 

nostra   donatio    posset   aliqualiter   irritari.     In   cuius  testimoniura  presentem  cedidam 

dedimus  prenotato  monasterio  sigilli  nostri  robore  communitani. 

Actum    et   datum    apud   castrum    Wyler,    anno   domini    MCCXCVIIL,    III.  nonas 

Januarii. 

Neuere  Abschrift  einer  notariell  beglaubigten  undatierten  Kopie. 


5089. 

Heinnch    Lup   von    Herreriberg   verkauft    an   Kloster  lieuthin   eine  Gült   vom  Fronhuf  zu 

Sulz  und  von  einer   Wiese. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Januar  7. 

Allen  den  sol  kunt  sin,  die  disen  brief  sehent  alder  hören  lesen,  daz  ihc  Hain- 
rihc  Lüp  II  von  Herrenberg  den  vrowan  von  Riithi  bi  Wilperk,  die  da  sint  in  Bredier 
orden,  mit  ||  mins  Herren  hant  grave  Burchartez  von  Hohenberg  und  mit  aller  miner 
erban  wizzent  ||  und  willen  vünfzehen  Schillinge  Tiiwinger,  die  mir  alliu  jar  wrden 
von  dem  vronhove  ze  Sulz  ze  rehtem  gelte  und  süben  schillige  Tuwinger  von  der 
Ripoltinun  wis  han  verkofet  vür  ain  stet  gelt.  Und  daz  dirre  vor  genant  kof  war 
und  stet  blib  an  disen  gegenwertigen  brief  mins  vor  genanten  Herren  grave  Burchartes 
und  der  stete  insigel  von  Wilperk  Henk  ihc  an  disen  brief  ze  ainer  bezüknust  dez 
kofez,  der  da  vor  gescriben  stat. 

Dirre  brief  wart  gescriben,  do  von  gottez  gebürt  warn  zwelf  hundert  jar  ni'inzeg 
jar  und  aht  jar,  an  dem  nehsten  zistag  nah  dem  oberasten  tag.  Dez  sint  geziig: 
her  Hainrich  der  capelan  von  Rüthi,  Her  Ber.  von  Pforzhain,  Lfip  burger  von  Wil- 
perk und  ander  erber  löt. 

Ital.  Perg.  Siegel  1)  des  Grafen  Burkhard  von  Hohenbergr,  s.  Bd.  7,  S.  331.  2)  rund,  48  mm.,  der  Hohen- 
bergische  geteilte  Schild;  Umschrift:  -f  •  S  •  CIVIV  •  IN  •  WILBERC.  —  Abdruck:  Slonum.  Hohenberg.  18*. 


5090. 

Konstanz  1298.     Januar  8. 

Die  Magister  Domscholaster  Walther  und  Propst  Konrad  von  8t.  Johann  zu  Konstanz 
vices    gereutes    —   —    H.   dei    gratia   Constantiensis    episcopi    in    absentia   constituti 


108  1298.     Januar  9  uud   10. 

beurkunden,  dass  in  ihrer  Gegemmrt  am  8.  Januar  (l'eria  quarta  proxima  post  festuin 
epiplianie  domini)  der  Kirchrektor  Burkhard  von  Gornhofen  (Gailenhoven)  bekannt  hat 
von  Abt  und  Konvent  von  Weissenau  20  Mark  Silber  Konstanzer  Gewichts  empfangen  zu 
haben.  Dafür  hat  er  vor  ihnen  auf  alle  Rechte  an  die  Besitzungen  des  Klosters  in  Torken- 
weiler (in  possessionibus  apud  Dornkwiler  ipsarumque  pertinentiis  universis  nee  non 
in  pratis  que  vulgaliter  dicuntur  Rucpruöle  et  Wagenbrüle ')  ac  in  usufructu  utilitate 
et  proventibus  ac  redditibus  possessionum  et  pratorum  predictorum)  verzichtet.  Die 
Urkunden,  die  er  darüber  von  selten  des  Klosters  etwa  noch  in  Händen  hat,  werden  für 
kraftlos  erklärt. 

Siegler:  Die  Aussteller  mit  dem  bischöflichen  Siegel. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCXCVIII.,  die  predicta,  indictione  XI. 

Siegel  des  Bischofs  Heinrich  von  Konstanz,  s.  Bd.  10,  S.  16G.  —  Regest:  Reg.  episc.  Constant.  3051. 
a)  Über  der  Zeile  nachgetragen. 


6091. 
Rom  1298.     Januar  9. 

Papst  Bonifazius  VIII.  bestätigt  dem  Komthur  und  den  Brüdern  des  Deutschen 
Ordens  in  Heilbronn  die  Erwerbung  des  Patronatrechts  in  Kürnbach  von  Diether  von 
Stemenfels  (quod  nobilis  vir  Dietherus  de  Sternenfels  gerens  ad  domum  vestram  spe- 
cialis devotionis  effectum  ius  patronatus.  quod  tum  habebat  in  ecclesia  de  Quirem- 
bacli  Spirensis  diocesis  vobis  et  domui  vestre  pia  et  provida  liberalitate  donavit 
prout  in  patentibus  literis  inde  confectis  ipsius  nobilis  sigillo  munitis  plenius  dicitur 
contineri) '). 

Datum  Roma  apud  sanctum  Petrum,  V.  idus  Januarii,  pontificatus  nostri  anno 
tertio. 

Abschrift  einer  Abschrift  des  im  Bauernkrieg  verloren  gegangenen  Originals  aus  dem  Jahr  1553. 
1)  Urkunde  von  1297  Juni  24,  s.  o.  S.  59. 


5092. 

Weittgarteti  1298.     Januar  10. 

Propst  und  Konvent  von  Schussenried^)  vertauschen  Eigenleute  mit  dem  Kloster  Wein- 
garten (Chünradus  dictus  "Wesscher  et  Willibirgis  uxor  ....  'jeorundem  .  .  dicta 
Pötschin    cum    pueris    suis    et  C.  privigno  suo,    qui   sunt  novem  in  numero   iure  pro- 


1298.     Januar   13.  109 

prietatis  ac  servitutis  monasterio  [in  VVJingartuu  pertineutos,  nos  in  recompensam 
—  —  Elizabet  uxoreni  Berclitoldi  dicti  Pischof  cum  pueriH  eorundem  qui  sunt  Sep- 
tem  in  immero  tradidimus  loco  prescriptorum). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

I)atum  in  Wingartun,  anno  domini  MCCLXXXXVIII.,  Pauli  primi  he[remite]*). 

Siegel  abgegangen. 

1)  Der  Name,   der   durch   die    Beschädigung   des  Pergaments   bis   auf   den  Anfangsbuchstaben    ausgefallen 
ist,  ergibt  sich  aus  einer  gleichzeitigen  Dorsalnotiz. 

a)  Die  Urkunde  ist  durch  Mäuse  und  Feuchtigkeit  stark  beschädig^. 


5093. 

Fapst  Bonifazius   VIII.  bestätigt  dem  Kl.  Neresheim  seine  Besitzungen  und  seine  Ordens- 
privilegien. 

Rom  1298.     Januar   18. 

Bonifacius  episcopus  servus  servorum  dei  dilectis  filiis  .  .  abbati  nionasterii 
sanctorura  Uodalrici  et  Aufre  de  Nernshein  eiusque  fratribus  tarn  presentibus  quam 
futuris  religiosam  vitam  professis  in  perpetuum.  ||  Keligiosam  vitam  eligentibus 
apostolicum  convenit  adesse  presidium,  ne  forte  cuiuslibet  temeritatis  incursus  aut 
eo8  a  proposito  revocet  aut  robtir  quod  absit  sacre  religionis  infringat.  Eapropter, 
dilecti  in  domino  filii,  vestris  iustis  ||  postulationibus  clementer  annuimus  et  mona- 
sterium  sanctorum  Uodalrici  et  Aufre  de  Nernshein  Augustensis  diocesis,  in  quo 
divino  estis  obsequio  mancipati,  sub  beati  Petri  et  nostra  protectione  suscipimus  et 
presentis  scripti  ||  privilegio  communimus.  In  primis  siquidem  statuentes,  ut  ordo 
monasticus,  qui  secundum  deum  et  beati  Benedicti  regulam  in  eodem  monasterio 
institutus  esse  dinoscitur,  perpetuis  ibidem  temporibus  inviolabiliter  observetur.  Pre- 
terea  quascunque  possessiones  quecunque  bona  idem  monasterium  impresentiarum 
iuste  ac  canonice  possidet  aut  in  futurum  concessione  pontificum  largitione  regum  vel 
principum  oblatione  fidelium  seu  aliis  iustis  modis  prestante  domino  poterit  adipisci 
firma  vobis  vestrisque  successoribus  et  illibata  permaneant.  In  quibus  hec  propriis 
duximus  exprimenda  vocabulis:  locum  ipsum  in  quo  prefatum  monasterium  situm 
est  cum  Omnibus  pertinentiis  suis,  in  prefata  diocesi  Augustensi  ecclesias  sancte 
Marie  in  Nerenshein  et  in  Ebenoet  cum  omnibus  iuribus  ac  pertinentiis  suis,  quas 
quidera  in  proprios  usus  habetis,  item  ius  patronatus,  quod  habetis  in  .  .  de  Ummen- 
hein,    in  .  .  de    Cliuechon    maiore,    in  .   .  de   Chuechen    minore,    in   .   .  de    Urenhfin. 


110  1298.    Januar  13. 

in  .  .  de  Baltranishoven  et  in  .  .  de  Zurtten  ecclesiis,  item  oppidum  de  Nernsliein 
cum  pertinentÜR  suis,  item  Ummenheiu,  Ebenoet,  Clmechen  maiorem  et  Chuechen 
minorem,  Urenhein,  Baltramshoven  et  Zurtten  villas  predictas  cum  iuribus  et  perti- 
nentiis  suis.  Item  omnia  iura,  que  habetis  in  Elchingen,  scilicet  in  hertschaft  et 
in  fluerzreht  cum  omnibus  pertinentiis  suis.  Item  quicquid  iuris  habetis  in  Dos- 
singen, in  Holenstaine,  in  Dehlingen,  in  Merchingen  maiore  et  in  Merchingen  minore, 
in  Ruffingen,  in  Buren,  in  Affalterwanch,  in  Hohensol,  in  Braitenbuech,  in  Sisenwiler, 
in  Hubolzwiler,  in  Nioseze,  in  Harthusen,  in  Branzolfshusen,  in  Hagenbuech,  in 
Dieprehstezbuech,  in  Nithein,  in  Hagen,  in  Leurn,  in  Stetehein,  in  Zurtten,  in  Natten, 
in  Haedorf,  in  Gebsteten,  in  Zoschingen,  in  Steinbrunnen,  in  Husen,  in  Flien,  in 
Knobershusen,  in  Nanshusen,  in  Maedelingen,  in  Sailhein,  in  Husen  iuxta  Dilingen, 
in  Dilingen,  in  Lindach,  in  Schabrage,  in  Witeslingen,  in  Merezlingen,  in  Mittelhein, 
in  Medingen,  in  Koepphingeu,  in  Tuemingen,  in  Kesselhof,  in  Ahmerdingen,  in  Forren, 
in  Buechbrunnen,  in  Tisschingen,  in  Hohenstat,  in  Igenhusen,  in  Ederhein,  in  Müllen, 
in  Balghein,  in  Zizewingen,  in  Osterwiler,  in  Vessenhein,  in  Wengenhusen,  in  Mun- 
zingen,  in  Froenitingen,  in  Sehtenhusen,  in  Bopphingen,  in  Mittelhoven,  in  Wtzingen, 
in  Wiler,  in  Hauenhoven,  in  Grazwanch,  in  Rimshart,  in  Shnuttenbach,  in  Burkholz, 
in  Oberndorf,  in  Kezze  maiore  et  Kezze  minore  villis.  Item  de  Berchholz,  de  Wechel- 
loche,  de  Nithaimerbuech,  de  Wakraine  et  de  in  Flien  silvas  cum  pertinentiis  suis. 
Item  ins  piscandi  seu  piscarias,  quod  et  quas  habetis  in  fluminibus  de  Egewan,  de 
Witezlingen,  de  Zurtten,  de  Baltramshoven,  de  Frenze  et  de  Üfhusen.  Item  in  dio- 
cesi  Herbipolensi  ius  quod  habetis  in  villa  de  Saveshein  cum  terris  pratis  vineis 
neraoribus  usuagiis  et  pascuis  in  bosco  et  piano  in  aquis  et  molendinis  in  viis  et 
semitis  cum  omnibus  aliis  libertatibus  et  immunitatibus  suis.  Sane  novalium  ii.  s.  w. 
wie  die  andern  grossen  Benediktinerprivilegien,  z.  B.  Urbans  IV.  für  Zwiefalten  von  1263 
April   '22,  s.  Bd.  6,  S.  112. 

(Rundzeichen^).)  Ego  Bonifacius  catholice  ecclesie  episcopus  subscripsi.  (Mono- 
gramm für  Bene  valete.) 

■j-  Ego  Gerardus  Sabinensis  episcopus  subscripsi.  -j-  Ego  frater  Matheus  Portuensis 
et  sancte  Rufine  episcopus  subscripsi.  -j-  Ego  frater  Thomas  tituli  sancte  Cecilie 
presbiter  cardinalis  subscripsi.  -f  Ego  Johannes  tituli  sanctorum  Marcellini  et  Petri 
presbiter  cardinalis  subscripsi.  -f  Ego  Nicholaus  tituli  sancti  Laurentii  in  Damaso 
presbiter  cardinalis  subscripsi.  j-  Ego  frater  Robertus  tituli  sancte  Pudentiane  pres- 
biter cardinalis  subscripsi.  f  Ego  Matheus  sancte  Marie  in  porticu  diaconus  cardi- 
nalis subscripsi.  -f  Ego  Neapoleo  sancti  Adriani  diaconus  cardinalis  subscripsi. 
j-  Ego  Guielelmus  sancti  Nicholai  in  carcere  TuUiano  diaconus  cardinalis  subscripsi. 
■f  Ego  Franciscus  sancte  Lucie  in  silice  diaconus  cardinalis  subscripsi. 


1298.     Januar  17.  111 

Datum  Home  apud  sanctum  Petrum,  per  manum  magistri  Riccianli  de  Senis 
säncte  Romane  ecclesie  vicecancellarii,  idus  Januarii,  indictione  XI.,  incarnationis 
dominice  anno  MCCLXXXXVIII.,  pontificatuH  vero  do/aii  Bonifacii  papc  VTII. 
anno  tertio. 

H^eiisburg.  Ürig.  Ital.  Perg-  Bulle  abKe^iangen.  Weder  auf  noch  unter  dem  Umschlag  ein  Kanzleiver- 
merk. Am  linken  Rand  in  der  Höhe  der  Unterschrift  des  Papstes  der  Kostenvermerk:  V,  darüber  drei  wag- 
rechte Striche  übereinander,  darunter  M.  de  AdrT  Oben  links  p.  coe.  or.  s.  BeiT  P.  Gen.  (d.  h.  Privilegium  com- 
mune ordinis  sancti  Benedict!  mit  dem  Namen  des  Schreibers).  In  der  Mitte  oben  ascultetur,  zweimal  schief 
durchstrichen,  daneben  aud'  post  dati^  Im  rechten  Obereck  zwei  N  übereinander,  je  zweimal  schief  durchstrichen, 
daneben  links  ein  kleines  a,  unter  diesem :  P.  Geii.  Auf  der  Rückseite  oben  in  der  Mitte  Petrus  de  Asisio, 
darunter  von  anderer  Hand  cü  m. 

1)  Mit  f  Domine  deus  in  adiutorium  meum  intende. 


5094. 

König  Adolf  beurkundet,   dass  Konrad  von   Weinsberg  dem  Reich  seinen  Besitz  in  Tiifer- 
roth   und  Dewangen  überlassen  hat  und  übergibt   ihm  dafür  den  Besitz  des  Reichs  in  den 

Dörfern   Reihen  und  Biberach. 

Oppenheim  1298.     Januar  17. 

Nos  Adolphus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  ad  universorum 
notitiam  tenore  presentium  volumus  pervenire,  quod  nos  iusta  et  rationabili  de  causa 
ad  hoc  nostram  maiestatem  inducente  rogavimus  et  induximus  nobilem  virum  Con- 
radum  de  Winsperg  fidelem  nostrum  dilectum,  quod  ipse  nostris  precibus  inclinatus 
omnia  bona  sua  iura  possessiones  redditus  et  proventus  ac  ius  patronatus  cum  Omni- 
bus suis  pertinentiis  et  iuribus  que  habuit  et  hactenus  titulo  proprietatis  possidebat 
in  villa  et  in  ecclesia  dicta  Afrenrot  nee  non  etiam  ad  hoc  decimam  laycalem  quam 
habuit  in  villa  dicta  Denewagen  nobis  et  imperio  dedit  tradidit  donavit  et  libere 
resignavit  et  iegittime  cessit  eisdem  ideoque  nos  eiusdem  Conradi  de  Winsperg  puram 
fidelitatem  benignius  intuentes  sibi  suisque  heredibus  et  successoribus  universis  in 
reconpensam  supradictorum  bonorum  et  iurium  nobis  et  imperio  per  eum  ut  predi- 
citur  traditorum  omnia  bona  iura  possessiones  redditus  et  proventus  cum  universis 
et  singulis  suis  iuribus  et  pertinentiis  cultis  et  incultis  quesitis  et  inquirendis  in  villis 
dictis  Rihen  et  in  Byberach  et  in  eorum  marchia  vel  extra  sitis,  que  hactenus  ad 
nos   et  imperium  spectabant  auctoritate  regia  dedimus  tradidiraus  donavimus  et  pre-. 


112  1298.     Januar  18. 

sentibus  legittime  donamus  tradimus  et  assignamus  habenda  tenenda  utenda  et  titulo 
proprietatis  perpetuo  possidenda  et  in  ipsum  Conradum  suosque  heredee  et  successores 
libere  transferimus  pleno  iure  ac  eisdem  nostro  et  imperii  nomine  renunctiamus  et 
totaliter  ab  eis  recessimus  et  recedimus  pure  simpliciter  et  in  totuin  omni  iure  modo 
et  forma  quibus  melius  valere  potest,  nil  iuris  nobis  et  imperio  in  eisdem  penitus 
reservando  dolo  et  fraude  in  Omnibus  circumscriptis,  decernentes  exnunc  prout  ex- 
tunc  irritum  et  inane  et  pro  non  facto,  si  quid  imposterum  per  nos  vel  alium  seu 
alios  contra  premissa  aut  quo[d]libet  premissorum  factum  vel  attemptatum  fuerit 
scienter  vel  ignoranter  publice  vel  occulte  in  iudicio  vel  extra  iudicium  quoquomodo. 
In  quorum  omnium  testimonium  et  debitam  firmitatem  presentes  litteras  nostre  maie- 
statis  sigillo  fecimus  communiri. 

Datum    in  Oppenheim,    anno    domini    millesimo    ducentesimo  nonagesimo  octavo, 
indictione  XII.,  XVI.  kalendas  Februarii,  regni  vero  nostri  anno  sexto. 

Öhringen.     Vidimus  und  Bestätigung  K.  Karis  IV.  von  1348  prima  nonas  Januarii,  Orig.  Perg.  —  Abdruck : 
Böhmer-Ficker,  Acta  imperii  524.  —  Regest :  Böhmer,  Addit.  IL,  K.  .4dolf  464. 


5095. 

König  Adolf  bestätigt  dem  Edlen  Konrad  von  Weinsberg  alle  seine  alten  Privilegien,  freit 

ihn  und   seine  Erben  von  Landgerichten  und  seine  Untertanen  von  fremden   Gerichten  und 

verpfändet  ihm  1500  %  von  den  Reichseinkünften  in  Heilbronn,  Hall,   Wimpfen,  Mosbach, 

Sinsheim  und  sonst  innerhalb  der  Landvogtei  Schwaben. 

Oppenheim  1298.     Januar  18.  . 

Adolfus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  universis  sacri  Romani  [imperii] 
fidelibus  gratiam  suam  et  omne  bonum.  Ad  hoc  in  solio  regie  dignitatis  constituti 
sumus  divi||nitus,  ut  cunctis  subiectis  et  fidelibus  imperii  ad  augmentum  honoris  et 
comodi  sui  regalis  munificentie  benivolentiam  prebeamus,  tunc  quoque  salubriter  et 
iuste  presidere  nos  credimus,  ||  dum  quod  iustum  est  et  honestum  devote  postulanti- 
bus  elargimur  et  eosdem  in  suis  iuribus  favorabiliter  conservamus.  Ulis  tarnen 
ampliorem  gratiam  ac  maioris  gratie  plenitudinem  dig||num  ducimus  impertiri,  qui 
a  nostris  et  sacri  imperii  servitiis  nullis  adversitatum  turbinibus  avelluntur.  Hinc 
est,  quod  nos  benignius  attendentes  preclara  devotionis  obsequia,  que  nobilis  vir 
Conradus   de  Winsperg  fidelis  noster  dilectus   suique  progenitores  et  antecessores  ab 


1298.     Januar  18.  113 

nntiquo  tempore  pre  ceteiüs  Romano  exhibuerunt  imperio  tarn  fideliter  quam  devote 
et  qualiter  adhuc  istis  temj)oribu8  idem  Conradus  pro  nobis  et  imperio  non  desinit 
üxponere  res  et  personam,  idcirco  ipsum  non  immerito  amplexantes  uluis  gratie 
libertatis*)  et  beneficentie  specialis  ad  eius  votivam  instantiani  omnia  privilegia 
donationes  feoda  libertates  iura  gratias  et  obligationes  sibi  ac  suis  antecessoribus  a 
divis  imperatoribus  et  regibus  Romanorum  prerogative  memorie  douata  concessa  et 
concessas  approbamus  innovamus  ratificamus  et  presentis  scripti  patrocinio  confir- 
mamus.  Ad  hoc  etiam  nos  ex  plenitudine  regie  potestatis  eundem  Conradum  de 
Winsperg  et  oranes  suos  heredes  ac  successores  imperpetuum  duximus  specialiter 
libertaudos  ita  quod  exnunc  litteris  presentibus  legittime  statuimus  decemimus  et 
ordinamus,  quod  iidem  Conradus  de  Winsperg  suique  heredes  et  successores  in  ali- 
quibus  iudiciis  secularibus  aut  provincialibus  vel  coram  aliquibus  iudicibus  in  eisdem 
iudiciis  presidentibus  cuiuscunque  sint  vel  fuerint  dignitatis  auctoritatis  preeminentie 
vel  potestatis  et  quocuuque  nomine  censeantur  ubicunque  constitutis  de  cetero  parere 
aut  super  quocunque  facto  causa  vel  negotio  respondere  minime  teneantur  aliquibus 
personis  cuiuscunque  Status  vel  condicionis  existant,  nisi  voluntarie  non  choacti  nee 
citati  in  aliqua  speciali  causa  ad  tempus  ibidem  se  offerant  responsuros.  Concedimus 
etiam  prefatis  Conrado  suisque  heredibus  et  successoribus  pleuariam  potestatem,  quod 
ipsi  vel  eorum  alter  non  obstante  dicta  sua  libertate  valeant  et  possiut  convenire 
ad  iudicia  et  iudices  predictos  et  pretacta  omnes  et  singulos  eis  iniuriam  aut  violen- 
tiam  facientes  quando  et  quotiens  ipsis  videbitur  expedire,  et  per  hoc  nolumus  nee 
intendimus  eis  in  dicta  sua  libertate  aliquod  imposterum  preiudiciura  generari,  sed 
semper  volumus  ipsam  nostram  gratiam  et  libertatem  in  suo  robore  permanere,  prout 
superius  est  expressum.  Mandamus  tamen  et  volumus,  ut  sepe  dicti  Conradus  sui 
heredes  et  successores  solumodo  in  curia  regali  aut  imperiali  coram  nostris  vel  suc- 
cessorum  nostrorum  in  imperio  vicariis  aut  iudicibus  ibidem  auctoritate  nostra  pro 
tribunali  presidentibus  iuri  pareant  ac  per  se  vel  eorum  legittimum  procuratorera 
exhibeant  et  faciant  omnibus  ipsos  impetentibus  iustitie  complementum.  Super  hoc 
ad  humiles  ipsius  Conradi  de  Winsperg  preces  statuimus  per  presentes,  quod  dein- 
ceps  omnes  et  singuli  sui  burgenses  castrenses  cives  et  opidani  et  suorum  heredum 
in  castris  opidis  et  villis  ipsorum  nunc  et  in  futuro  commorantes  ab  aliquibus  per- 
sonis aut  iudicibus  secularibus  extra  iudicium  suum  ad  iudicia '')  extranea  provincialia 
compelli  non  possint  quoquomodo,  quamdiu  ipsi  parati  sunt  coram  ipsorum  dominis 
aut  eorum  advocatis  vel  scuitetis  stare  iuri  et  querelantibus  facere  quod  dictaverit 
ordo  iuris.  Et  si  vero,  quod  absit,  contra  premissa  vel  aliquid  premissorum  ex  qua- 
cumque  causa  et  quacumque  auctoritate  aliquid  imposterum  factum  vel  attemptatuni 

fuerit    scienter  vel   ignoranter   publice  vel  occulte  in  iudicio  vel  extra  iudicium,   hoc 
XI.  16 


114  1298.     Januar  18. 

de  nostra  auctoritate  i-egia  ipso  facto  decemimus  irritmn  et  inane  et  legittime  repu- 
tabimuH  pro  non  facto.  Insuper  tenore  presentium  recognoscimus  et  ad  universorum 
notitiam  volumus  pervenire,  quod  iios  antedicto  Conrado  de  Wiusperg  in  quindecim 
milibus  librarum  Halleusium  bonorum  et  legalium  existimus  obligati,  quas  in  uostris 
et  imperii  legittimis  necessitatibus  pro  nobis  exposuit  excepit  et  in  se  recepit,  prout 
idem  Conradus  publice  probavit  rationabili  computatione  ac  legittinao  et  laudabili 
testimonio  coram  nobis.  Et  quia  paratam  peccuniam  non  habemus  ad  jireseus  nos 
eidem  Conrado  et  suis  heredibus  pro  dicta  peccunie  summa  dedimus  deputavimus 
assignavimus  et  presentibus  assignamus  mille  et  quingentas  libras  Hallensium  bonorum 
singulis  annis  in  festo  beati  Martini  de  omnibus  sturis  iuribus  redditibus  proventibus 
et  obventionibus  procedentibus  de  civitatibus  et  opidis  nostris  et  imperii  in  Heilig- 
brunnen in  Hallis  in  Wimpina  in  Mosebacli  in  Sünnesliein  et  aliis  villis  nostris  et 
imperii  ibidem  in  provincia  et  advocatia  existentibus  per  eum  et  suos  heredes  tenen- 
das  colligendas  recipiendas  et  sine  impedimento  ac  contradictione  cuiuslibet  in  usus 
suos  proprios  libere  convertendas  tamdiu,  quousque  prefato  Conrado  de  Winsperg 
vel  suis  heredibus  de  supra  dicta  peccunie  summa  videlicet  de  quindecim  milibus 
librarum  Hallensium  per  nos  aut  nostros  in  imperio  successores  integi'aliter  fuerit 
satisfactum,  et  de  perceptis  medio  tempore  in  sortem  principalem  minime  compu- 
tandis,  superflua  tamen  parte  dictarum  sturarum  iurium  reddituum  proventuum  et 
obventionum  de  dictis  civitatibus  opidis  et  villis  pro^edentium,  quam  nobis  et  im- 
perio specialiter  reservamus,  dumtaxat  excepta.  Nulli  ergo  omnino  hominum  liceat 
hanc  nostre  confirmationis  approbationis  gratie  ac  libertatis  nee  non  donationis  seu 
assignationis  paginam  infringere  vel  ei  in  ausu  temerario  contraire,  quod  si  facere 
presumpserit,  gravem  nostre  maiestatis  offensam  se  noverit  incurrisse.  In  quorum 
omnium,  premissorum  testimonium  et  evidentiam  pleniorem  hoc  presens  scriptum 
exinde  fieri  mandavimus  et  sigilli  liostre  maiestatis  appensione  muniri. 

Datum  in  Oppenheim,  XV.  kalendas  Februarii,  anno  domini  millesimo  ducente- 
simo  nonagesimo  octavo,  indictione  XL,  regni  vero  nostri  anno  sexto. 

Öhringen.  Orig.  Perg.  An  roter  geflochtener  Seidenschnur  das  beschädigte  Majestätssiegel.  —  Aljdruck : 
Hanselraann,  Weiter  erläuterte  Landeshoheit  des  Hauses  Hohenlohe,  1757,  Beil.  S.  133.  —  Regest:  Böhmer, 
K.  Adolf  891. 

a)  Ob  verschrieben  für  liberalitatis?     b)  Vorlage  iudicicia. 


1298.  Januar  24  und  25.  115 

5096. 

liixchof  Man(/ol(l  von   Wilrzlji(r(j   vereinigt   die   Juhrtcuje   der  Weihe   der  Johanniterkirche 

in  Hall   und  ihrer  drei  Altäre  auf  den  Sonntatj  nach  Trinitatis  und  setzt  die  Kirchtceike 

von   Gottwollshausen  auf  den  dritten  Sonntag  nach  Pfingsten  fest. 

Wto'zburg  1298.     Januar  24. 

Manegoldus  dei  grutia  episcopus  Herbipoleusis  inspectoribus  presentiuni  recog- 
noscimus  publice  ||  universis,  quod  nos  ad  petitioneui  religiosorum  virorum  .  .  con- 
mendatoris  et  fratruni  hospitalis  ||  domus  in  Hallis  nostre  dyocesis  anniversaria 
dedicationuni  ecclesie  sue  in  Hallis  et  ||  trium  altarium  in  ea  existentiuni,  que  hucus- 
que  divisim  non  sine  difficultate  modica  dictorum  fratrum  celebrabantur,  cum  Omni- 
bus indulgentiis  suis  counimus  et  in  octavam  sancte  trinitatis  in  hiis  scriptis  trans- 
ferimus  statuentes  annis  singulis  illas  in  ipsa  octava  simul  inantea  celebrandas, 
oninibusque  Cbristiani  nominis  professoribus  vere  penitentibus  et  confessis,  qui  ad 
dictas  dedicationes  sie  counitas  contluxerint  annuatim  propitiationis  veniam  petituri, 
nos  de  omnipotentis  dei  misericordia  et  beatorum  apostolorum  eins  Petri  et  Pauli 
nee  non  iDretiosorum  niartirum  Kyliani  sociorumque  eins  meritis  et  auctoritate  con- 
fisi  XL  dierum  criminaliuni  et  anmim  venialium  addentes  indulgentias  et  misericorditer 
in  domino  relaxantes,  quas  siquidem  indulgentias  ob  reverentiam  dictarum  dedicationum 
per  octo  dies  continuos  annuatim  volumus  perdurare.  Preterea  ad  eorundem  fratrum 
suplicationera  anniversaria  dedicationum  parrocliialis  ecclesie  in  Gotboltshusen  nostre 
dyocesis  et  unius  altaris  in  illa  existentis  similiter  cum  suis  indulgentiis  counimus  et 
in  tertium  diem  dominicum  post  festum  pentecostes  transferimus  in  illa  die  singulis 
annis  inantea  celebrandas.  In  quorum  premissorum  testimonium  hoc  scriptum  nostro 
sigillo  fecimus  roborari. 

Datum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  VIll..  in  die  beati  Thymothei 
apostoli,  pontificatus  nostri  anno  X. 

An  riitPii  nnil  lilauen  Leineiifiiden  das  zerltrocIiPiie  Bischofssiegel,  s. B(1.9,  S.368.  —  Hegest:  Wirt. Franken 0,80. 


5097. 
Der  Komthur  Johann   von  Opfingen   und  die  Brüder  des  Deutschen  Hauses  zu  Altshamen 
nehmen   von  Heinrich  •  und  Adelheid  von  Lichten feld  7  Mark  Silber   auf  und  verschreiben 
dafür  als  I^eibgeding  Gülten  in  Luditsiceiler  und  Ebersbach  im  Betrag  von  einer  Mark  Silber. 

Ohne  Ortsangabe.      129>^.     J/nni'n-  25. 

Ich    bruder  Heinrich  von  Opphingen    des   ordeus  sancte  Marien  des  Thiizeu  hus 
von  Jerusalem    comendür   zu   ||   Alshuson   vorjihe    und    alle    die    bruder   von  Alshusen 


116  1298.     Januar  25. 

mit  mir  allen  den  die  disen  brief  ane  sehent  oder  horent  ||  lesen,  daz  wir  mit 
gemeinem  rate  umbe  den  nütz  unsers  huses  haben  ingenömen  siben  marc  lötiges 
silllbers  von  unserme  lieben  vründe  dem  ritter  Heinrichen  von  Lietenvelt  und  von 
siner  wirtin  vröwen  Adelheite.  Wir  haben  ouch  inan  zwein  dar  umbe  gegeben  ein 
marc  geltes  zu  eime  rehten  lipgedinge  und  umbe  die  marc  geltes  han  wir  sie  gewiset 
uffe  unser  gut  zu  Lüthartzwiler,  do  der  Asspachere  uffe  sas,  und  uffe  daz  güthelin 
bi  dem  vallethor  zu  Ebersbach,  daz  wir  umbe  Ulrichen  von  Stuben  köftent  und  ouch 
dri  Schillinge  phenninge  sol  man  in  geben  alle  jar  user  deme  gütelin  zu  Ebersbach, 
daz  uns  von  Kün  und  von  Resschin  von  Küti  wart  umbe  ein  ros,  da  mitte  ist  die 
marc  geltes  ervollet.  Dise  zwei  vor  genante  guter  und  dise  dri  Schillinge  user  dem 
drietten  sullent  sie  niessen  und  lian  von  unseren  wegen  die  wile  si  lebent,  und  swe- 
deres  under  in  zwein  vor  stirbet,  so  sol  es  daz  ander  niessen  und  han  üntz  an  sinen 
thot  und  sol  danne  uns  und  unsem  orden  wäder  ane  vallen.  Daz  dis  stete  und  war 
'belibe  von  uns  und  von  unser  nachkämen,  so  henken  wir  unsers  huses  ingesigel  an 
diesen  brief  zu  einem  Urkunde.  Dis  sint  gezuge :  bruder  C.  von  Blümenvelt  luprister 
zu  Alshuse  und  bruder  Eberhart  von  Kiltzharten  ouch  ein  prister,  bruder  Johannes 
Eeinbot,  bruder  Eichart  der  Rage,  bruder  Hiltebolt  von  Rudelingen,  lierre  Johannes 
von  Rinkenburc  der  ritter.  Eberhart  von  Bossen  und  Friderich  der  schuler  von  Als- 
husen  und  ander  erber  lüte  gnüge. 

Dis  geschach  in  dem  Jenner  an  sancte  Faules  bekerde  thac,  do  von  gotes  geburte 
was  zwelf  hundert  jar  und  ahthe  und  nünzic. 

Beschädigtes  Siegel,  rund,  35  mm.,  links  Maria  mit  dem  Jesuskind  sitzend,  rechts  vor  ihr  kniend  ein  Beter ; 
Umschrift:  f  •  S  .  .  .  RM  (d.  h.  fratrum).  THEVTHVNICOR  •  IN  •  ALSHVSEN. 


5098. 

Heinrich  Kajyelan,    Bü7'ger  von  Heilbronn,   verschreibt   seiner  Frau  Irmentrud  von  Ehren- 
berg 40  Mark  auf  Gütern  zu  Burkhardswiesen,  Kirsenbach,  Dahenfeld  und  Odheim. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Januar  25. 

Es  sollent  alle  die  wissen,  die  diesen  brief  ansehent  oder  horent  lesen,  das  ich 
Heinrich  Capelan  ein  burger  von  Heilbronnen  vergihe,  das  ich  mit  freiem  mute  han 
gegeben  vran  Irmendrude  von  Erenberg  miner  ehelichen  vrowen  vierzig  marke  uffe 
zween  morgen  Weingarten  zu  Burkarteswiesen  unde  zue  Kirsenbach  uf  ein  gut  sech- 
zehen  schillinger  und  vier  Haller  und  ein  acker  zue  Dahenvelt  und  dar  zue  do  han 
ich    ir    geben    und    gemachet    minen    hof    zue  Oedeheim    mit    allem    dem    das  dar  zu 


1298.     Januar  28.  117 

gehört,  es  sey  gros  oder  klein  gesuecht  oder  ungesucht  also,  swenne  ich  nit  enljin, 
das  sie  da  mit  schaffen  soll,  das  sie  dunket  das  ihr  aller  beste  fuget,  unde  alle  die- 
weil  unde  ich  lebe,  gelanget  mich  denne  daz  selbe  gut  zu  verkaufen  bas  den  andere 
gut,  daran  soll  sie  mich  nicht  irren  noch  ensoU  mich  dar  an  mit  nichten  wenden. 
Des  seind  gezeugen:  herr  Heinrich  der  landvogt,  herr  Brusse  der  Schultheis,  Hein- 
rich von  Gemunden,  Conrad  Wichmar,  Heinrich  Wichmar,  Harmut  Lenibelin,  Heinrich 
Lembelin  sein  brueder,  herr  Albrecht  Gottegalle,  Gebwin  unde  herr  Hainrich  Wibech, 
die  richter  und  burger  seind  zue  Hailbrunnen,  und  ander  erbar  lute  gnuge. 

Unde  das  dis  war  und  stete  belibe,  das  thet  die  statt  zu  Hailprunnen,  versiegelt 
disen  brief  zue  einem  warn  urkundo,  do  man  zahlt  von  gottes  geburt  tausent  zwey 
hundert  neunzig  und  acht  jähr,  an  sant  Pauls  tag. 

Kopb.  des  St.  Glaiaklosters  in  Heilbronn  aus  dem  18.  Jahrhundert,  Bl.  36.  —  Regest:  Heilbronner  ÜB.  I,23n.ö0. 


5099. 

Ritter  Wolf  vom   Stain   verkauft   den   Kirchensatz  zu   Emeringcn   an   Kloster   Zwiefalten. 
Ohne  Orts-  und  Zeitangabe.     (Vor  1298  Januar  28). 

In  gottes  namen.  Amen.  Ich  herre  Wolf  ain  ritter  genant  von  dem  Staine 
tun  kunt  ||  und  vergihe  offenlich  an  disem  brieve  allen  den,  die  in  lesent  sehent 
oder  hörent  ||  lesen,  daz  ich  den  kirchensaz  zu  dem  dorfe  ze  Emeringen  mit  anderem 
gute,  daz  och  ||  da  gelegen  ist,  ze  kofende  geben  han  dem  erbairen  herren  .  .  abbet 
.  .  Eberhart  und  dem  convente  gemainlich  von  Zwiveltün  umbe  fiuf  und  trizzeg 
marke  silbers  mit  selchim  gedingede,  swenne  es  der  vor  genante  .  .  abbet  .  .  Eber, 
und  der  convente  ze  verte  bringent  mit  dem  lehenherren,  daz  ich  und  miniu  kint 
den  vor  genanten  kirchensaz")  mit  dem  vor  benenten  gute*)  uf  geben  sulen  dem 
vor  benemten  herren  .  .  abbet  .  .  Eber,  und  dem  convente  von  Zwiveltün.  Ich  vergihe 
och  an  disem  brieve,  ob  daz  geschith,  daz  diu  vor  benemte  kirclie  ledig  wirt,  e  si 
daz  ze  verte  bringen  mit  dem  lehenherren,  daz  ich  noch  miniu  kint  mit  der  vor 
benemten  kirchen  niht  sulen  tun,  wan  daz  mit  dez  vor  benemten  lierreu  willen 
geschult  .  .  abbet  .  .  Eberhartes  aide  sines  nachkomenden  und  mit  dez  conventes 
willen  gemainlich  von  Zwiveltün. 

Unausgefertigtes  Original;  unter  dem  Text  noch  Raum  für  etwa  8  Zeilen.  —  Von  Sulger,  Annal.  Zwiefalt. 
3,  1,  3  S.  250  in  das  Jahr  1295  gesetzt.  Da  der  eigentliche  Abschluß  des  Verkaufs  erst  1298  Jan.  28  erfolgte, 
(vgl.  Sulger  3,  1,  4,  S.  254)  nehmen  wir  obige  Datierung  an. 

a— a)  Auf  Rasur. 


118  1298.  Januar  28. 


5100. 


Ritter  Wolf  vom  Stam   verkauft    an   Kloster  Zwiefalten    all   seinen  Besitz   zu  Emeringen 
mit  dem  Kirchensatz,  behält  sich  aber  das   Vogtrecht  vor. 

Zwiefalten  1298.     Januar  28. 


In  gottes  namen.  Amen.  Allen  den  die  disen  brief  sehent  lesent  oder  horent 
lesen,  tun  ich  herre  Wolf  von  dem  Stain  an  ritter  ain  wares  Urkunde  aller  der 
dinge,  ||  der  an  disem  brieve  hie  nachgeschriben  stat.  Ich  vergihe  aigenlich,  das 
ich  den  erbferen  herron  .  .  abbet  Eberhart  dem  convente  und  ir  gotteshuse  ze  Zwiveltün 
ze  kophen||de  gegeben  han  umme  hundert  marke  silbers  Esselinger  gewäges  ewec- 
lich  ze  besizzende  alles  das  ich  an  dem  dorfe  ze  Emeringen  hete  mit  dem  kirchen- 
sazze  der  kir||chen  ze  Emeringen  mit  akkern  mit  wisen  mit  holze  mit  velde  und 
mit  dem  laien  zehenden  den  ich  och  da  hete  mit  allem  dem  rehte,  so  ich  zu  den 
lüten  hete,  die  an  die  kirchen  hörent,  und  mit  der  ehafti  und  mit  allem  dem 
rehte  so  ich  da  hete,  allaine  an  die  fogtai,  die  ich  da  haben  sol  von  in  über 
das  vor  benemte  gut  und  über  alles  das,  das  si  iemmer  da  gewinnent  ze  dem 
vor  benemten  dorfe,  da  sol  ich  und  min  erben  das  fogtreht  nemen,  das  hie  nach 
geschriben  stat:  von  ieglichem  hove  aht  viertail  habern  und  ain  vasnaht  hün,  von 
ieglicher  hübe  vier  viertail  habern  und  ain  vasnaht  hün,  von  ainer  halber  hübe  zwai 
viertail  habern  und  ain  vasnaht  hün,  und  von  ainer  selde  ain  vasnaht  hün,  und  fur- 
bas  kainen  nuz  nie  weder  von  lüten  noch  von  dem  gute.  Wair  aber  das  ich  furbas 
gut  oder  lüte  schadegeti  oder  kain  min  erbe,  das  sol  ich  oder  min  e[r]ben  wider 
tun  in  zwain  manoden  swenne  wir  sin  ermant  werden  nach  gnaden  oder  nach  kunt- 
schaft.  Tätin  wir  des  niht,  so  suln  wir  vallen  von  der  fogtaie.  Wir  ensun  och  ich 
noch  kain  min  erbe  die  vor  genanten  fogtaie  weder  verkophen  noch  versezzen  noch 
kaine  wise  tun,  das  wider  der  samenunge  und  dem  gotteshuse  sie.  Tat  aber  ich 
oder  kain  min  [erbe]  iht  anders  mit  der  fogtaie,  denne  hie  vor  geschriben  stat,  so 
hete  ich  noch  kain  min  erbe  noch  der,  dem  wir  si  gäbin,  kain  reht  zu  der  selbun 
fogtaie.  Wir  sun  och  da  nemen  ich  und  min  erben  alle  die  fräveli  halbe,  si  sien 
ciain  oder  groz,  die  da  geschehent.  Ich  vergihe  och,  das  ich  des  silbers  gänzlich 
gewert  bin.  Und  das  der  vor  genant  kof  gän[z]lich  und  luterlich  dem  gotteshuse 
ze  Zwiveltün  an  allen  kriek  beliben  muge,  so  hat  herre  Egelolf  von  Stüzelingen  an 
frie  uf  gegeben  in  mine  haut,  swas  er  rehtes  hete  an  den  kirchensazze  ze  Emeringen 
und  han  ich  den  kirchensazze  mit  aller  der  vor  genanten  ehafti  an  das  gotteshüs 
braht,  als  hie  vor  geschriben  stat.  Das  och  alles  das,  das  an- disem  brieve  geschriben 
stat,    dem    gotteshuse    stäte    belibe,    so  verzihe  ich  für  mich  und  für  min  erben  aller 


1298.     Januar  28.  119 

der  dinge,  da  mit  der  vor  genante  kof  bekrenket  möhte  werden,  und  ze  ainer  waren 
sicherhait  alles  des  hie  vor  geschriben  stat,  so  henche  ich  min  insigel  an  disen  brief. 
Ich  Egelolf  von  Stftzelingen  der  vor  genante  vergihe  aigenlich  an  disem  brieve,  das 
ich  in  hern  Wolfes  haut  von  dem  Stain,  der  da  vor  benemte  ist,  frilich  uf  gegeben 
han  alles  das  reht,  das  ich  au  dem  kirchensazze  hete  ze  Emeringen,  und  ich  für 
mich  und  für  allen  mine  erben  gänzlich  verzigen  han  alles  des  rehtes  und  aller  der 
anspräche,  so  ich  an  dem  vor  genanten  kirchensazze  ie  gewan.  Ich  vergihe  och 
gezöge  mit  dem  vor  benemten  hern  Wolfe  von  dem  Stain,  die  hie  bi  waren,  da  dis 
geschach:  herre  Hainricli  von  Velbach,  Hainrich  sines  brüder  sun,  Berhtolt  und 
Cftnrat  die  zwene  gebruder  von  dem  Staine,  Hainrich  von  Kirchaiii,  Ulrich  von 
Bächingen,  Hainrich  Birchihart,  Burchart  der  Ganter,  Hainrich  Sälzeli  und  ander 
biderbe  lüte.  Und  ze  ainer  ganzer  sicherhait  der  selben  verzihenuste  so  henche  ich 
der  vor  benemte  Egelolf  von  Stüzelingen  min  insigel  an  disen  brief. 

Dirre  brief  wart  geschriben  in  dem  vor  benemten  closter  ze  Zwiveltün,  do  man 
zalt  von  gottes  gebürte  zwelf  hundert  jar,  nünzek  jar  und  aht  jar,  am  ahtoden  tage 
sant  Agnesen. 

Zwei  Siegel:  1)  schildförmig,  48,37  mm.,  drei  gestürzte  Wolfsangeln;  Umschrift:  *  S  •  WOLFRAMI  •  DE  • 
LAPIDE  •   2)  nmd,  lö  mm.,  im  Schild  rechter  Dombalken ;   Umschrift :    t  •  S  •  EGLOLFI  •  DE  STHVZELINGGEX. 


'-^■ 


5101. 

Abt  Eberhard   und  Konvent  von  Zwief alten  nehmen  den  Ritter   Wolf  vom  Stein  zinii    l'nf/t 

über  ihre  Güter  in  Emeringen. 

Zwiefalien  1298.     Januar  28. 

Wir  Eberhart  von  gottez  genaden  abt  ze  Zwiveltün  und  dii  sajineuunge  geimain- 
lich  dez  gottezhtis  ze  Zwivelti\n  künden  ||  und  verjehen  und  erkennen  unz  an  diesem 
brlve  daz  wir  hern  Wolfen  vom  Stain  den  ritter  dienzman  grave  Eberhartez  von 
Wir||tenberch  über  als  daz  gut,  daz  wir  haiben  z^  Eienmeringen  oder  noch  giewinnen, 
ze  vogt  genümen  haben  und  sin  erben  mit  solcher  ||  giedingde:  er  sol  niemen  ze 
vogtrehte  von  igezlichem  höve  ahte  viertael  habern  und  ain  vaznaht  hün  und  von 
igezlicher  ganzer  hi'ibe  vier  viertal  habern  und  ain  vaznaht  htm  und  von  iegezlicher 
halber  hübe  ziewa  viertal  habern  und  ain  vaznaht  hün  und  von  iWler  selde  ain  vaz- 
naht hün  und  sol  fürbaz  kain  nüz  niemen  noch  liütte  noch  gut  fiirbaz  niezen  oder 
schaidegfln  •  und   sol    beidi'i    Hütte   und  gut  schirmen  so  vierre  als  er  mack   mit  allen 


120  1298.    Februar  1. 

dingen.  Weer  aber,  daz  er  fürbaz  gut  oder  liütte  schäidegtti  er  ader  kain  sin  erben, 
wan  als  daz  vogtreht  ist,  so  sol  er  und  sin  erben  wider  tliün  in  zf^wan  manöden, 
swenu  erz  wirt  g^mant  von  ünz  ader  von  der  ssemenunge  nach  gienaden  ader  nach 
kuntschefte.  Theitin  si  dez  niht,  so  sol  er  und  sin  erben  vallen  von  der  selben 
vogtse  und  sülen  numme  vogt  sin.  Er  sol  noch  enmack  noch  kain  sin  erben  als  ßi 
sunderlich  bedinget  sint,  di  vor  gienantten  vogttse  verkwffen  noch  verseizen  noch 
von  in  dikain  wise  enpherwmden  noch  kainer  slaht  dinch  mit  ir  thün,  daz  wider 
ünz  ader  wider  der  ssemenunge  si.  Wolt  aber  er  ader  kain  sin  erben  iht  anderz 
thün  mit  der  selben  vogtse,  denne  mit  wortten  beischaiden  ist,  so  heit  er  noch  kain 
sin  erben  kain  reht  zo  der  selben  vogttae  noch  dem  siz  gieben.  Swaz  och  v^rafelin 
da  gieschit  grüz  oder  klain,  die  sol  er  niemen  halbe  und  wir  halbe,  swederz  ampt- 
man  z^  gierihte  siezit.  Daz  diz  als  veist  und  steit  belibe,  so  gieben  wir  disen  brief 
dem  vor  gienantten  hern  Wolfe  vom  Staine  biinsigelten  und  b^veistent  mit  unserm 
insigel  und  och  mit  der  ssemenunge  insigel.  Dez  ist  g^ziuch  her  Cünrat  der  priol 
von  Göingen,  her  Eberhart  von  Hermzdorf  und  her  Swigger  von  Wildenowe  erbser 
priester  von  Zwiveltün  und  her  Hainrich  her  Wolfz  brüder,  her  Bertholt  sinz  brüder 
sün,  Cünrat  von  Tathüsen,  Berthol  von  Esenhaen  sin  brüder  und  ander  vil  biderb 
liütte,  den  billich  ist  ze  glühende. 

Dirre  brief  wart  gegeben  ze  Zwiveltün,  do  man  zalt  von  gotez  geburte  zwelf 
hundert  jar,  niunzech  jar  und  ahte  jar,   am  ahten  tage  san  Agnesen. 

Siegel  abgegangen. 


5102. 

Graf  Ulrich   von  Helfenstein    verzichtet   dem  Kloster   Kaisheim  gegenüber    auf  die  Vogtei 

über  ein  Gut  in  Oberweiler. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Februar  1. 

"Wir  graf  Ulrich  von  Helfenstain  thun  kund  allen  denen,  die  disen  brief  sehent 
oder  hörent  lesen,  dasz  wir  uns  haben  verzigen  der  vogtei  zu  Oberwiler  an  dem  gut, 
das  herr  Burkhart  von  Giengen  der  ritter  den  herrn  von  Kaisheim  zu  einem  seel- 
geret  hat  gegeben.  Disz  dinges  sind  gezeugen:  Ulrich  von  Scharnsteten,  Ulrich  von 
Hofsteten,  Rudolf  von  Nallingen  ritter. 

Datum  in  vigilia  purificationis  sancte  Marie,  anno  domini  MCCXCVIII. 

Donaueschingen.  [Oswald  Gabelkhovers]  Gesch.  der  Grafen  von  Helfenstein,  Handschr.  d.  16.  Jahrhunderts, 
fol.  512. 


1298.      Februar  14  und  22.  121 

5103. 
Wörth  129H.     Februar  14. 

Gerlach  Herr  von  Brettberg  (dominus  de  ßruberg)  verkauft  mit  Zustimmiimj  seiner 
Gemahlin  Luckardis,  seines  Bruders  Arrosius  und  seines  Sohnes  Eberhard  an  den  Komthtir 
und  die  Brüder  des  Deutschen  Hauses  in  Meryentheim  sein  Dorf  Schmachtenbery  (villani 
nostram  dictam  Hmachtinberg  titulo  proprietatis  ex  successione  patema  ad  nos  devo- 
lutam  cum  omuibus  attinentiis  pratis  pascuis  silvis  terris  cultis  et  incultis  iurisdictione 
ac  aliis,  quocunque  nomine  censeantur,  decima  homagio  et  hominibus  nostris  ibidem 
manentibus  dumtaxat  exceptis)  und  verspricht  Gewährschaft  unter  Stellung  von  Bürgen 
(frater  noster  Arroys,  filius  noster  Ebirhardus  predicti,  Kudolfiis  dictus  Cisechin, 
Senandus,  Wilhelmus  dictus  Ulner,  Dieterus  Rufus  de  Heidebach  milites  et  Bertoldus 
advocatus  in  Werde),  die  zum  Einlager  in  Miltenberg  (oppidum  Mildenberg)  verpflichtet 
sind,   tamdiu  super  nos  fideiussorie   commesturi    donec   per  nos  defectus — restauretur. 

Siegler:  Der  Aussteller  (sigilla  nostra). 

Datum  in  Werde,  anno  domini  MCCLXXXX  octavo,  XVI.  kalendas  Martii,  pre- 
sentibus  domino  Arrosio,  domicello  Ebirhardo,  Willehelmo  dicto  Ulner,  Senando, 
Dietero  Kufo  de  Heidebach,  Rudolfo,  plebano  in  Werde,  Bertoldo  advocato  ibidem, 
Eigelone  de  Rolbach. 

München.  Orig.  Perg.,  bei  Urkunden  des  Erzstifts  Mainz.  Vier  Siegel,  davon  das  1.  und  3.  stark  beschä- 
digt. 1)  rund,  62  mm.,  der  Siegelinhaber  auf  rechtssprengendem  Roß,  in  der  Rechten  das  Schwert,  am  linken 
Arm  den  viermal  geteilten  Schild,  auf  dem  Topfhelm  einen  breiten  Wulst  oder  Kissen,  wie  es  scheint  oben  in 
eine  Spitze  ausladend ;  Umschrift :  .  .  SIGIL  ....  RLACI  .  .  .  BRVB  ...  2)  spitxoval,  48,32  mm.,  stehende  Dame 
mit  breiter  Haube,  auf  der  rechten  Schulter  ein  Eichhörnchen  ;  Umschrift :  f  •  S  •  LVGARD  ...  DE  •  BRVBERC. 
3)  i\ind,  68  mm.,  auf  linkssprengendem  Hengst  der  Siegelinhaber,  in  der  Rechten  das  Schwert,  am  linken  .\rm 
den  viermal  geteilten  Schild,  Helmzier  unkenntlich,  am  Kopf  des  Pferdes  ein  Federbusch ;  Umschrift :  .  .  GIL  .... 

ROYS'  •  DOMIN 4)  rund,  38  mm.,  viermal  geteilter  Schild ;  Umschrift :  t  •  S  •  EBERHARD!  ■  D  •  BRVBERG.  - 

Abdruck :  Gudenus  4,  979.  —  Regest :  Reg.  boica  4,  663. 


5104. 

Würzburg  1298.     Februar  22. 

Bischof  Mangold    von    Würzburg    beurkundet,    dass    Sefrid    von    Sindringen    den    von 

Würzburg   zu  Lehen   gehenden   dritten  Teil   des  Zehnten  in  Emsbach  aus  Not  an  Kloster 

Schönthal  verkauft  (cum  Sefridus  de  Sinderingen  tertiam  partem  decime  in  Ernspach 

anuis   singulis   (juatuor   libras   et  duos   solidos  Hallensium  solventem,  quam  siquidem 

tertiam  partem  nobilis  vir  Conradus  de  Winsperg  a  nobis  et  ecclesia  nostra  et  deinde 
-M.  lü 


122  1298.      März. 

ipse  Hefridus  immediate  ab  ipso  nobili  in  feodum  tenuerant,  urgente  necessitate 

de  consensu  ipsius  nobilis  vendiderit)  und  der  Würzburger  Kirche  zum  Ersatz  5  S 
Heller  Einkünfte  in  Sindrim/en  (in  villa  Sinderingen)  übergeben  hat  (nobis  et  ecclesie 
nostre  ac  ipsi  nobili  tradiderit  et  donarit).  Er  eignet,  da  der  Tausch  der  Würzburger 
Kirche  zum  Vorteil  ist  und  der  Zehnte  dadurch  für  fromme  Zwecke  wiedergewonnen  wird 

(ad  usum  pium  immo  divinum  reverti),  den  Zehnten  dem  Kloster  (donamus cum 

pleno  rerum  dominio  transferentes)  und  belehnt  mit  den  Einkünften  in  Sindringen  den 
Edlen  Konrad  von   Weinsberg. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  VIII.,  VIII.  kalendas  Martii, 
pontificatus  nostri  anno   decimo. 

Kopb.  des  Kl.  Schönthal  von  1612,  Bl.  440. 


5105. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     März. 

Bischof  Friedrich  von  Speier  beurkundet,  dass  sein  Oheim  (avunculus)  der  edle  Herr 
Graf  Heinrich  von  Eber  stein  ihm  das  Dorf  Oberöwisheim  zu  Lehen  gemacht  hat  (villam 
in  Obernöwensheim  zu  der  N'iwenburg  ad  eum  iure  proprietatis  libere  pertinentem 
nobis  nomine  nostre  ecclesie  resignavit  et  ius  eiusdem  ville  in  nos  et  ecclesiam 
nostram  irrevocabiliter  transtulit  —  —  et  nos  eandem  villam  sibi  et  lieredibus  suis 
consensu  nostri  capituli  accedente  contulimus  tytulo  feodali)  und  gibt,  da  auf  solche 
Weise  für  Schadloshaltung  seiner  Kirche  gesorgt  ist,  die  Erlaubnis,  dass  der  Graf  das 
Dorf  Loffenau,  das  er  bisher  von  Speier  zu  Lehen  gehabt  hat,  als  Eigentum  (cum  ius 
et  proprietatem  dicte  ville  Loffenöwe  nobis  et  ecclesie  nostre  competentes  transtu- 
lerimus  in  eundem)  verkaufe.  Er  bestätigt  auch  den  Verkauf  von  Loffenau  durch  den 
Grafen  an  Kloster  Herrenalb,  presertim  cum  ipsa  venditio  non  sit  facta  in  nostre 
ecclesie  preiudicium  et  iacturam. 

Domdekan  Wernher  und  das  Domkapitel  geben  ihre  Zustimmung. 

Siegler:   Der  Aussteller  und  das  Domkapitel. 

Datum  et  actum  anno  domini  MCC  nonagesimo  octavo,  mense  Martio. 

Ital.  Perg.  Nur  noch  das  zweite  Siegel,  ganz  zerbröckelt,  eingenäht.  Ein  Duplikat  in  Karlsruhe.  —  Ab- 
druck: ZGORli.  12,  217.  —  Der  Abdruck  eines  deutschen  Textes  bei  Krieg  v.  Hochfelden,  Gesch.  d.  Gr.  von 
Eberstein  18.%  S.  366,  geht  trotz  der  Angabe  über  Besiegelung  nicht  auf  ein  Original  zurück,  sondern  gibt  eine 
spätere  deutsche  Übersetzung. 


1298.     März  7  und  8.  123 

5106. 
St.  Blasien  1298.     März  7. 

Prior,  Propst  und  Meisterin  des  Fruuenkl osters  Berau  (lierowe)  verkaufen  (vendi- 
dimus — transtuliinus)  mit  Zustimmung  des  Abts  und  des  Konvents  von  St.'  Blasien  im 
Schwarztcald ,  denen  ihr  Kloster  unmittelbar  unterworfen  ist  (quibus  immediate  subiectum 
esse  dinoscitur  iiionasterium  preuotatum)  an  Kloster  Behenhausen  von  Not  gedrängt 
alle  ihre  Besitzungen  in  Echterdingen  (oinnes  possessiones  nostras  apud  ^chtertingen 
ubilibet  constitutas  cum  universis  earundem  possessionuin  fundis  areis  domibus  horreis 
septis  pratis  agris  pascuis  silvis  viis  inviis  iuribus  iui'isdicionibus  et  pertinentiis  qui- 
buBCumque,  ob  urgentem  necessitatem  nobis  et  ipsi  monasterio  ex  causis  licitis  et 
legittimis  imminentem)  um  16  %  guter  Heller  und  verzichten  auf  alle  Rechtsmittel. 

Siegler:  Der  Abt  von  St.  Blasien  (sigillo  —  —  quo  et  conventus  eiusdem  mona- 
sterii  utitur),  der  mit  seinem  Konvent  seine  Zustimmung  ausdrücklich  kundgibt. 

Actum  et  scriptum  Ezzelingen,  sigillatum  et  datum  in  monasterio  saucti  Blasii 
memorato,  anno  domini  MCCXC  octavo,  nonas  Martii. 

Abliangend  beschädigtes  Siegel,  spitzoval,  c.  G0,38  mm.,  sitzender  Abt  mit  Stab  und  Buch ;  Umschrift : 
ERTOLDI S  •  MON  •  SCI  •  BLA -  Abdmck:  ZGORh.  14,  V)l. 


5107. 
Ohne  Ortsangabe.     1298.     März  8. 

Der  Edle  Konrad  von  Weinsberg  erlaubt  seinem  Lehensmann  Sefried  von  Sindringen 
auf  dessen  Bitte,  dass  er  pressus  gravi  onere  debitorum  dem  Kloster  Schönthal  den  dritten 
Teil  des  Zehnten  zu  Ernsbach  verkaufe,  da  der  von  Sefried  angebotene  Ersatz  mit  Ein- 
künften im  Betrag  von  5  %  Heller  in  Sindringen  für  ihn  vorteilhaft  ist,  und  überträgt 
dem  Kloster  all  sein  liecht  an  den  verkauften  Zehnten  (transferentes  in  sepedictos  abba- 
tem  et  conventum  manus  nostre  translatione  vocis  renuntiatione  et  pura  confessione 
omne  ius  libertatem  et  quasi  possessionem  qua  predictam  decimam  nos  et  sepedictus 
S.  possedimus  tenuimus  usi  fuimus)  unter  Vei-zicht  auf  alle  Rechtsmittel. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  millesimo  CC  nonagesimo  VIII.,  VIII.  idus  Martii. 
Kopb.  des  Kl.  Schönthal  von  1512,  Bl.  4.'»''. 


124  1298.     März  9  und   13. 

5108. 
Munderkingen  1298.     März  9. 

Rudolf  von  Emerkingen  (Anemerkingen)  verkauft  (vendidi  —  —  transfundens  omne 
ius  et  dominium)  dem  Propst  Heinrich  und  Konvent  von  Marchthal  mit  Zustimmung 
seiner  Frau  Petrissa,  seiner  Brüder  Hermanns  des  Kirchrektors  in  Zell  (Celle),  Walthers 
des  Ritters  und  von  dessen  Kindern  seinen  Zehnten  in  campo  Vogelsgehai ')  dicto,  den 
er  von  seinem  Vater  ererbt  hat  (que  in  meam  iurisdictionem  devoluta  est  ex  paterna 
hereditate)  um  12  %  Heller  und  verzichtet  auf  alle  Einsprachen  und  Ansprüche,  ivie  auch 
Eberhard  genannt  Cuoni  auf  sein  vermeintliches  Recht  verzichtet  hat  (omni  iure  insuper 
quod  Eberhardus  dictus  Cuoni  in  prenominata  decima  se  habere  asseruit,  quod  quasi 
nullum  fuit,  per  predictum  Eber,  resignato  et  per  manus  extensionem  precise  renuntiato). 

Siegler:  Der  Aussteller,  seine  Brüder  Hermann  und  Walther ,  der  Edle  Albert  von 
Steusslingen  und  die  Stadt  Munderkingen. 

Actum  et  datum  in  Mundrichingen,  anno  domini  nonagesimo  octavo,  VII.  idus 
Martii,  indictione  undecima.  Testes:  Albertus  de  Stuzzelingen  nobilis  et  Egilolfus 
filius  suus.  Wolframmus  miles  de  Bernhusen,  .  .  advocatus  de  Fri dingen,  Ruggerus 
de  Lihetenstein  rector  ecclesie  in  Anegestingen,  Bern,  de  Damiat,  ßudigerus  de 
Damiat,  Dietherus  de  Ingirhingen,  Bartholomeus,  Her.  Sinnicman,   C.  Virrer. 

Regensburg.  Orig.  Perg.  Von  6  Siegeln  nur  noch  das  beschädigte  erste,  Rudolfs  von  Emerkingen  (s.  Bd.  10, 
S.  524)  und  Reste  des  vierten  vorhanden,  eingenäht. 

1)  Die  Urkunde  war  im  alten  Klosterrepertorium,  nach  der  Dorsalnotiz  aus  dem  18.  Jahrhundert,  bei  Unter- 
wachingen eingeteilt,  woraus  sich  die  Lage  dieser  Örtlichkeit  ergibt. 


5109. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     März  13. 

Der  Edle  Konrad  von  Boxberg  (Bockesberg)  beurkundet  einen  Gütertausch  mit  dem. 
Komthur  und  den  Brüdern  des  Deutschen  Hauses  in  Mergentheim,  bei  dem  er  diesen  Güter 
in  Schwabhausen  (in  Swabehusen  bona  in  quibus  resident  Cunradus  faber  et  dictus 
Türtel  Cunradus  Koch  ad  nos  ex  paterna  successione  et  iure  hereditario  spectantia) 
überlassen  (dedimus  tradidimus  et  in  hiis  scriptis  tradimus  atque  damus)  und  dafür 
von  ihnen  einen  Hof  in  Schilling  statt  (curiam  suam  in  Schillingestat)  erhalten  hat,  sicut 
in  instrumento  ab  ipsis  nobis  desuper  dato  et  tradito  plenius  continetur.  Er  ver- 
spricht Gewährschaft  und  stellt  als  Bürgen  dafür  den  edlen  Mann  Graf  Rudolf  von 
Wertheim,   Ritter  Konrad  genannt  Clinchart   und   seinen  Schultheiss  Konrad   in   Uiffingen 


1298.     März  21.  12B 

(Uftiugen)  mit  Verpfiichtung  zum  Einlage}'  in  Mergentheim  (opidum  Mergentheijii  non 
exituri  intrabunt  more  fideiussorio  tamdiu  inil)i  comesturi  donec  predicta  omnia  fuerint 
per  no8  iutegraliter  adimpleta). 

Siegler:   Graf  Rudolf  von    Wertheim  und  der  Aussteller. 

Datum  et  actum  anno  domini  AICCLXXXXYIIL,  in  crastino  (iregorii   pape. 

Abäclirift  des  DeutschordenisarchivHrs  Breitenbacli  aus  dem  18.  Jahrhundert. 


5110. 

König  Adolf  bestätigt  dem  Kloster  Adelbery  die  Schenkung,  die  ihm  weiland  Graf  Ludmg 
von  Spitzenherg  mit  dem   Patronatrecht  in  [Gross-] Süssen  gemacht  hat. 

Ulm  1298.     März  21. 

Adolfus  dei  gratia  Romanorum  rcx  semper  augustus  universis  sacri  Komani 
inperii  fidelibus  pi'esentes  ||  litteras  inspecturis  gratiam  8uam  et  omne  bonum. 
Regalis  excellentie  dignitas  tunc  vere  laudis  titulis  sublimatur  et  emillnenti  decore 
prefulget,  cum  fidelium  suorum  devotionem  clementer  adtendit  et  eis  confirmat  que 
a  suis  antecessoribus  ||  et  aliie  Christi  fidelibus  sibi  sunt  collata  ac  religiosis  mona- 
steriis  et  ecclesiis  de  sua  liberalitate  de  novo  beneficia  elargitur.  Cum  igitur  nobilis 
vir  quondam  Jjudewicus  comes  de  Spizenberc  consentiente  quondam  Eberhardo  filio 
suo  honorabilibus  ac  religiosis  viris  .  .  preposito  et  conventui  de  Madelberch  in 
remedium  anime  sue  et  suorum  remissionem  peccatorum  ius  patronatus  ecclesie  par- 
rochialis  in  Siezzen  quod  ad  ipsum  spectabat  contulerit  pleno  iure,  nos  predictorum 
prepositi  et  conventus  nostram  clementiam  inplorantium  devotis  supplicationibus  favora- 
biliter  inclinati  dictum  collationem  utpote  rite  factam  et  provide  de  plenitudine 
potestatis  regie  innovamus  i-atiticamus  confirmamus  ac  eisdem  preposito  et  conventui 
et  ipsorum  monasterio  ius  patronatus  ecclesie  supradicte  ac  omne  ius  si  quod  nobis*) 
et  imperio  in  ecclesia  memorata  conpetiit  seu  conpetere  videbatur,  damus  et  dona- 
mus  in  ipsos  eorumque  monasterium  liberalitate  regia  transferendo  dantes  lias  litteras 
sigillo  nostre  maiestatis  signatas  in  testimonium  premissorum. 

Datum  in  Ulma,  XII.  kalendas  Aprilis,  indictione  undecima,  anno  domini  MCC 
nonagesimo  VIII.,  regni  vero  nostri  anno  VI. 

All  roten  und  gelben  Seidefäden  das  MajestiitssieRol.  —  Kejfest :  Böhmer,  K.  .Adolf  39(5. 
a)  Nach  nobis  ist  et  in  perio  (so!)  gestrichen. 


126  1298.     März  23. 


511], 


Propst  Konrad   und  Konvent  des   Wengenklosters  beurkunden  vom  Kloster  Urspring  gegen 
Güter   in   Hausen    solche   in    Grimmelfingen    eingetauscht   zu   haben,    die   sie   dem  Konrad 

Kummerlin  von  Einsingen  zu  Lehen  geben. 

Im   Wengenkloster  1298.     März  23. 

In  gotis  namen.  Amen.  Wir  Cünrad  von  gotis  ordenunge  ein  probest*)  unde 
aller  der  conventhe  der  herrun  in  dem  ||  closter  sancti  Michels  in  der  Wengun  bij 
Ulme  santi  Augustines  ordens,  die  man  haiset  cörherren  older  reguläres,  verjehen^  || 
gimainlichen  und  tuen  kunt  allen  den  die  dizen  brief  sehent  lezent  oder  horent  lezen. 
daz  wir  frilichen  unde  mit  gutem  ||  willen  haben  gitaun  einen  wehsei  gein  den 
erbaren  fröwen  .  .  der  maisterinun  unde  der  samenunge  dez  closters  zi  Urspringen 
bij  Schalkelingen  also,  daz  wir  in  und  irem  closter  haben  gigeben  unser  gut,  swaz 
wir  hetun  zi  Husen,  mit  allem  dem  rehte  als  wirs  und  unser  gnantes  closter  hetun 
vogtbsers,  unde  dar  umbe  older  da  wider  haunt  sie  uns  und  unserem  gnanten  closter 
gigeben  williclichen  ir  gut  swas  sie  hetun  zi  Grimolvingen  mit  allem  dem  reht  als 
sies  und  ir  vor  gnantes  closter  hetun  aigenlichen  unvogthebsers.  Und  daz  selbe  nu 
unser  gut  zi  Grimolvingen  haben  wir  geliuhen  Cünraten  Kummerlin  von  Ensingen 
zi  sinem  libe  also  daz  er  unserem  closter  zi  santi  Michel  sol  geben  jarlich  fiunf  ymin 
winteriges  kornes  fiunf  ymin  sumeriges,  ziwelph  shillinge''),  zwai  hüner  und  ein 
vasenaht  hün  und  swenne  er  da  vone  vert  lebend  oder  tote,  so  sol  er  viunf  shillinge 
zi  wegelose  geben  und  ist  ouch  daz  gut  ledic  unserem  vor  gnanten  closter  aune 
allen  criec.  Dez  ist  giciuch:  Liuprand  Arlapuz,  Ul.  Copprel,  C.  sin  brüder,  brüder 
Albreht  von  Urspringen  und  vil  ander  biderber  lute.  Daz  aber  diz  war  und  stseti 
bilibe,  so  geben  wir  den  vor  gnanten  fröwen  und  irem  closter  zi  Urspringen  dizen 
brief  verinsigelt  mit  unserem  insigel. 

Diz  bishach  in  unserem  gnanten  closter  zi  santi  Michel,  do  nauch  gotis  giburte 
waz  ziwelph  hundert  jar  niunzich  jar  in  dem  ahtoden  jar,  an  dem  sunnuntage  so 
man  singet  ludica  me. 

Siegel  zerbröckelt,  eingenäht.  —  Abdruck:  ZGORh.  23,  61.   —  Ulmisches  ÜB.  1,250. 

a)  Das  e  in  der  letzten  Silbe  über  der  Zeile,  ebenso  nachher  in  conventhe,  Augustines,  regelmäßig  bei  sie 
und  mehrfach  sonst,     b)  Hier  folgt  eine  Lücke  für  ein  Wort. 


1298.     März  27  und  April.  127 

5112. 
Rom  1298.     März  27. 

Papst  Bonifazius  VIT  f.  bestätigt  dem  Komthur  und  den  Brüdern  vom  Deutscheu 
Hause  in  Mergentheim  das  Patrouatrecht  der  Kirche  in  Bödigheim,  das  ihnen  der  Edle 
Gotfried  von  Schlüsselberg  geschenkt  hat  (quod  nobilis  vir  Gotfridus  de  Sluzzolberg 
gerens  ad  doinuni  vestram  specialis  devotionis  affectum  ius  patronatus  quod  tunc 
habebat  in  ecclesia  de  Bectenkeiu  Maguntine  diocesis  vobis  et  domui  vestre  pia  et 
provida  libcralitate  donavit,  prout  in  patentibus  litteris  indc  confectis  ipsius  nobilis 
sigillo  munitis  plenius  dicitur  contineri). 

Datum  Kome  apud  sanctum  Petruni,  VI.  kalendas  Aprilis,  pontificatus  nostri 
anno  quarto.  —    Cum  a  nobis  petitur. 

München.  Orig.  Ital.  Perg.,  bei  Urkunden  des  Erzstifts  Mainz.  An  roten  und  gelben  Seidefäden  die 
Bleibulle.  Auf  dem  Umschlag  rechts:  P.  Reat,  links  unter  demselben  J.  laur.,  darüber  Kostenvermerk,  vier  wag- 
rechte Striche  nebeneinander,  oben  in  der  Mitte  cor.,  zweimal  durchstrichen,  in  der  rechten  Ecke  N,  ebenfalls 
zweimal   durchstrichen.     .\\\i  dem  Rücken  oben  in  der  Mitte :   Ths   de  Aquamunda.  —  Abdruck :   Gudenus  4,  978. 


5113. 
Ohne  Ortsangabe.     1298.     April. 

Heinrich  von  Gottes  Gnaden  Graf  von  Eberstein  freit  dem  Kloster  Herrenalb  seinen 
von  Eichelbach  nach  Mtiggensturm  verlegten  Hof  (dum  nos  villam  nostram  in  Eichelbach 
in  Muggensturn  transferri  iussissemus,  abbas  et  conventus  monachorum  in  Alba 
curiam  suara  in  predicta  villa  Eichelbach  sitam  suo  monasterio  attinentem  ad  nostram 
Petitionen!  et  instantiam  in  predictam  villam  Muggensturn  transtulerunt,  unde  omnem 
libertatem  et  immunitatem  ius  et  utilitatem  quam  in  prescripta  curia  tunc  in  Eichel- 
bach sita  habuerunt  —  —  exnunc  ac  deinceps  in  predicta  etiam  villa  et  marchia 
Muggensturn  habebunt). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCCXCVIII.,  mense  Aprili. 

Karlsruhe.    Orig.  Ital.  Perg.    Siegel  des  Gr.  Heinrich  von  Eberstein,  s.  Bd.  9,  S.  266.  —  Auszug :  ZGORIi.  %  466. 


I 


128  1298.     April  2. 


5114. 


Kloster  Löwenthal  und  Burkhard   von  Hohenfels  übergeben  ihren  Streit  wegen  der  Kirche 
in  Ailingen   dem   Fleban   Symon   und    Chorherrn   Konrad   Pfefferhart   von  St.  Stephan   in 

Konstanz  zu  schiedsrichterlicher  Entscheidung, 

Konstanz  1298.     April  2. 

Universis  Christi  fidelibus  presentes  litteras  inspecturis  .  .  priorissa  totusque 
conventus  monasterii  in  Löwental  nee  non  Bartholoraeus  ||  de  Sumeröwe  sacerdos 
presentatus  ab  ipsis  ad  ecclesiam  Aylingen  ac  Burkardus  de  Hohenvels  ac  Chünradus  11 
dictus  Rüber  a  prefato  Bur.  ad  eandem  ecclesiam  Aylingen  presentatus  subscriptorum 
notitiam  cum  sincera  ||  in  domino  caritate.  Noverint  omnes  et  singuli  quos  nosce 
fuerit  opportunum,  quod  nos  pro  nobis  et  nostris  successoribus  seu  heredibus  com- 
muni  consensu  et  voluntate  expressa  de  omni  iure  nobis  competente  communiter  vel 
divisim  tarn  in  iure  patronatus  quam  in  ecclesia  Aylingen  antedicta  et  expensis  ac 
Interesse  nobis  hinc  inde  competentibus  occasione  litis  inter  nos  super  dictis  iure 
patronatus  et  ecclesia  diutius  ventilate  communi  consensu  et  expressa  voluntate  com- 
jjromisimus  et  liberaliter  compromittimus  per  presentes  in  discretos  viros  Symonem 
plebanum  et  Conradum  dictum  Pfefferhart  canonicum  ecclesie  sancti  Stephani  Con- 
stantiensis  et  in  ipsos  consentimus  tamquam  in  arbitros  compromissarios  arbitratores 
et  amicabiles  compositores  volentes  in  se  arbitrium  seu  compromissum  suscipere 
prenotatum,  dantes  eisdem  plenam  et  liberam  potestatem  eandem  causam  servato 
iuris  ordine  et  non  servato  diebus  feriatis  et  non  feriatis  partibus  presentibus  vel 
absentibus  prout  eisdem  visum  fuerit  amicabiliter  decidendi  et  finiendi  per  formam 
iuris  vel  amicabilis  complanationis,  ita  tarnen  quod  dicti  arbitri  seu  amicabiles 
compositores  sedendo  stando  omni  hora  et  omni  loco  possint  dictam  causam  per 
suam  sententiam  vel  ordinationem  semel  aut  pluries  in  scriptis  vel  sine  scriptis 
terminare  et  ipsam  ordinationem  seu  pronuntiationem  interpretari  corrigere  et 
declarare  quotienscunque  eisdem  opus  fuerit  faciendum,  promittentes  adinvicem 
per  stipulationem  sollempnem  pro  nobis  et  nostris  successoribus  seu  heredibus  fide 
data  nomine  sacramenti  et  sub  periculo  cause  ipsorum  ordinationem  et  decisionem 
absque  dolo  et  fraude  firmiter  observare  et  in  nullo  contravenire  de  iure  vel  de 
facto  verbo  vel  opere  per  nos  vel  per  interpositas  personas  quodque  nullum  Privi- 
legium impetrabimus  aut  rescriptum  vel  exceptionem  opponemus  et  quod  non 
utemur  aliquo  iuris  beneficio  quod  vitiat  vel  vitiare  posset  compromissum  seu  arbi- 
trium sepedictum  sive  ex  personis  arbitrorum  vel  compromittentium  seu  ex  rebus 
et    iuribus    de    quibus    compromissum    est,    renuntiantes  ,expresse    beneficio    omnium 


1298.     April  12.  12'.) 

j)redictoruiii    et   (luibuslibet   aliis   beneficiis    iuris   generalibus   et   sp'ecialibus   nee   non 

c'onsuetudinariis   pretextu    quorum   predicta  possent  in  totuui  vel  in  aliqua  sui  parte 

impugnari    irritai'i   vel    alicjuatenus   violari.     Ut   autera   hec   omnia   et  singula  supra- 

dicta   in    suo    robore   perpetuo  perseverent,  nos  .  .  priorissa  et  conventus  monasterii 

prefati    nee    non    Bartholomeus    et   Bur.  de    Hohenvelse    predicti    sigilla   nostra   cum 

sigillis  venerabilis  patris  ac  doinini  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopi  et  arbitronun 

predictorum    in    premissorum    evidentiam    dicto    eomproraisso    duximus    appendenda, 

quibus   sigillis   et   ego  C.  dictus  Küber   sigillum    proprium   non   Habens   utor  et  con- 

tentus  sum  in  hac  parte.     Nos  vero  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  et  arbitri 

predicti  ad  petitionem   dietarum   partium  et  in  evidentiam  nostri  consensus  ac  testi- 

monium  predictorum  sigilla  nostra  presenti  cedule  duximus  appendenda. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCLXXXXVIIL,  IUI.  nonas  Aprilis,  indictione 

undeeima*). 

Siegel  abgegangen.     Die  Urkunde  ist  durch  Feuchtigkeit  teilweise  schwer  zu  lesen. 
a)  Tagesdatum  und  Indiktion  scheinen  später  mit  hellerer  Tinte  hinzugefügt  zu  sein. 


5115. 

Die  Pfieyer   der  Siechen   vor   dem  Tor  zu  Reutlingen   verkaufen   an  Bruder  Heinrich   deti 
Riher,  Bruder  Konrad  Fhauwelin  und  dessen  Schwester  Lugard  eine  Wiese  als  Leihgeding. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     April  12. 

In  gottis  namen.  Amen.  Ich  Walther  von  Haigingen,  Hainrich  der  Frone- 
maier  unde  Burcart,  die  phleger  ||  sint  der  sieichon  lüte  zi  Rütlingen  vor  dem  dor, 
tagen  kunt  allen  den  lüten,  die  disen  brief  seh||ent  oder  hörent  lesen,  daz  wir  liabin 
mit  gemainem  rate  zi  küfende  gigebin  brüder  Hainrich  ||  dem  Riber,  bruder  Cünrat 
Phauwelin  und  Li'igarde  siner  swester  umbe  ahte  phunt  Haller  die  wise  zi  Raboldes- 
ofen,  also,  swenne  diu  seibin  driu  dot  sint,  so  sol  diu  selbe  wise  wider  vallen  an 
die  sieichen  dez  husez  zi  Rütlingen.  Wir  brüder  Hainrich  der  Riber  brüder  Cünrat 
Phauweli  und  Li'igart  min  swester  habin  ouch  gidingot,  das  man  nach  unserre  drin 
dode  daz  gelt,  dar  umbe  man  die  vor  genanton  wise  verlihen  mag,  den  siechen  h'iten 
gen  sol  umbe  kerne  durch  got  und  ouch  durch  unsen-e  sele  willen.  Ez  ist  ouch 
gidingot  also,  ist  daz  daz  diu  selbe  wise  abe  gat  von  dihainen  dingen,  so  sün  sie 
als  vil  geltes  han,  als  man  umbe  ahte  phunt  giküfen  mag,  uf  unseren  hof  ze  Sigen- 
husen.     Diz  dinges  ist  gezüig  bi-üder  Swiger,  herre  Walther  von  Haigingen,  Hainrih 

XI.  ■  17 


130  1298.     April   14  und   lü. 

der  Froneraaier  unde  ander  biderbe  lüte.    Daz  aber  diz  stsete  und  sicher  bilibe,  dez 
henket  diu  gemainde  von  Rutlingen  ir  insigel  an  disen  brief  z  aim  offenen  urkünde. 
Diz    ding   bischach,    do    man  von   gottes   giburte   zalt   zwelf  liundert  jar  nikizig 
jar  und  in  dem  ahtoden  jar,  an  dem  nsehesten  samsdage  nah  dem  osterdage. 

Reutlingen,  Armeniiflegearcliiv.     Orig.  Perg.     Abhängend  Brnclistück  des  Stadtsiegels. 


511(). 

Ohm  OyUanyahe.      1298.     April  14. 

Abt  Seifried  von  Koniburg  beurkundet,  dass  Konrad  genannt  Huselein  voti  Bretzingen 
mit  seiner  Zustimmung  an  Heinrich  genannt  Bart  Güter  (partem  suam  agri  sui  quem 
idem  Conradus  cum  Seifrido  de  Hesenthal  sororio  suo  habuit  sito  apud  viam  que 
dicitur  sant  Gilgen  stege  et  pratum  suum  quod  vulgariter  dicitur  Michelbacher  awe) 
verkauft  hat,  unter  Wahrung  des  Zinses  für  das  Kloster,  nämlich  jährlich  eittes  Herbsthuhns. 

Testes  venditionis:  Conradus  de  Steinbach  apud  pontem,  Conradus  dictus  Lengers- 
heim,  Albelinus  et  Conradus  dictus  (!)  filius  suus,  Conradus  Weckenrieder,  Conradus 
Merbot  de  Michelnbach. 

Datum  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  octavo,  proxima  feria 
secunda  post  dominicam  qua  cantatur  Quasi  modo  geniti. 

Kopl). 'des  Kl.  Komburg  von  1572,  Bl.  B.  —  Regest:  Wirt.  Franken  6,  281. 


5117. 

Abt   Walchun   und  Konvent  von  Schönthal  verkaufen    an  Kloster  Zimmern    ihre   Weinberge 

in  In  gel  fingen  und   Criesbach. 

Kaisheim  1298.     April  16. 

In  nomine  domini.  Amen.  Nos  frater  Walchüuus  abbas  et  conventus  Speciose 
Vallis  Cisterciensis  ordinis  ||  Herbipolensis  dyocesis  notum  fieri  volumus  presentium 
inspectoribus  universis  quod*)  nos  de  communi  cousilio  et  consensu  matura  ||  delibe- 
ratione  prehabita  omnes  vineas  nostras  in  tei^minis  Ingelvingen  sitas,  que  ad  viginti 
iugera  se  extendunt,  ||  item  viueas  nostras  in  Chriegspah  sitas  ad  quatuor  iugera 
se  extendentes  venerabili  domine  Agneti  abbatisse  et  conventui  in  Cimberii  sancte 
crucis    predicti  Cisterciensis    ordinis  Augustensis    dyocesis    pro   trecentis  viginti  libris 


1298.     April  23.  131 

Hullensium  rite  vi  ratioiiabiliter  vemlidinius  tradidiiiuis  et  ar^ni^iiuviuius  ciiiu  (jimiibus 
ipsarum  iuribus  et  pertinentiis  iusto  proprietatis  titulo  perpetuo  possidendas  tenendaai 
et  utendas  cum  pleno  et  utili  doniinio  ))ro  ipsoruni  libitu  voluntatis,  ita  ut  ex  pacto 
perpetuo  loco  predictarura  CCCXX  librarum  Hallensium  nobis  singulis  annis  triginta 
duas  libras  Hallensium  infra  dominicara  Invocavit  et  festum  beate  Walpurgis  aHsig- 
nent  integraliter  atque  plene,  alioquin.  eosdem  denarios  in  dampnum  ipsarum  debemus 
recipere  ad  usuram  et  ijjse  predicte  domina  abbatissa  et  conventus  de  omni  dampno 
et  interesse,  quod  ex  contractu  huiusmodi  usurarum  incurrerinms,  tenentur  nos  et 
nostram  ecclesiam  indempnes  per  omnia  conservare.  Nos  etiam  versa  vice  predictin 
dominabus  promittiraus  et  presentibus  nos  artamus,  (juod  torcular  nostrum  per  nu- 
de  nostra  peccunia  singulis  annis  bene  expeditum  pro  eliquando  vino  ipsarum  jjro 
portione  consueta  concedemus  et  in  eodem  torculari  scilicet  in  Ingelvingen  a  tempore, 
quo  vinum  ipsarum  eliquari  ceperit,  aliquod  vinum  alium  non  eliquabitur  donec  vinum 
ipsarum  totaliter  fuerit  eliquatum.  Similiter  domum  et  horreum  nostrum  pro  vasis 
ipsarum  reponendis  et  equis  pro  vino  ipsarum  transvehendo  stabulandis  annis  singulis 
aput  Ingelvingen  sine  difficultate  qualil)et  concedemus.  Et  in  horum  omnium  robur 
et  evidens  testimonium  presentem  litteram  ipsis  dedimus  sigillorum  venerabilis  patris 
nostri  domini  Heinrici  abbatis  de  Cesarea  ac  nostri  mmiimine  roboratam. 

Datum    et   actum    in  Cesarea,    anno    domini   MCCXCVIll.,    XVI.  kalendas    Maii. 

Öhringen.  Oiifr.  Perg.  Zwei  spitzovale  Siegel,  1)  iSßl  mm.,  der  stehende  Abt  mit  Stab  und  Buch; 
Umschrift :  i  •  SIGILLVM  •  ABB.MIS  •  DE  ■  CESAREA.  2)  des  Abts  von  Schönthal,  s.  Bd.  7,  S.  120.  -  Unvoll- 
ständiger Abdruck  :  Wibel  2,  126. 

a)  Von  hier  an  andere  Tinte,  aber  dieselbe  Hand. 


5118. 

Ritter  Liuhciij  tun  Lnsfiinit   und  seine  Fntu  cerkaufen  an  Kloster  Bebenhausen  eine  Giilt 

zu   l'frondorf. 

Ohne  Ortsunijabe.      1298.     April   :'■!. 

Ich  Ludewig  von  Lustenowe  ain  ritter  und  mit  mir  min  elichi'i  wirtin  des  Koten 
Hchulthaizsen  tohter  ||  von  Hen-enberg  verjehen  an  disem  brieve  vrilich  und  mit 
gesundem  libe  fi'ir  uns  und  für  alle  unser  ||  erben  und  tun  kunt  allen  den  die  disen 
briet'  lesent  sehent  alder  horent  lesen,  das  wir  haben  ||  gegeben  ze  kfiijfenne  den 
eft'berren  gäislichen  lüten  dem  .  .  abbet  und  dem  convent  von  IJebinhusen  des  ordens  von 
Citels  Costenkzer  bistiimes  zehin  malter  roggen  geltes  Tüwinger  messes,  diu  man  in 


132  1298.     April  25. 

ewiclichen  gen  sol  us  unserin  hove  ze  Phrundorf  von  den  ersten  nützzen,  die  da 
gevallent,  und  haben  das  getan  mit  worten  werken  und  geberden,  die  zu  äinem 
redelichen  unde  rehten  koife  horent,  und  sin  oich  von  in  gewert  des  gutes,  des  uns 
dar  umme  gelobet  wart.  Were  aber,  das  an  den  niitzzen  des  vor  genanten  hoves 
brüst  alder  gebreste  wrde,  das  die  vor  genanten  gäislichen  lute  des  geltes  nit  gewert 
möhten  werden,  alder  ob  si  an  dem  selben  gelte  von  iemanne  in  dehaine  wise 
geirret  wrden  ald  in  enphrommet  wrde,  das  si  des  geltes  nit  volleclichen  wrden 
gewert,  so  haben  wir  in  zu  ui'stat  und  zu  ewiger  werschaft  gesetzzet  alle  unser  lant- 
garbe,  die  wir  uf  dem  üsterberge  haben  an  wine  an  körne  an  zinsen,  alle  unser 
nützze  und  zinse,  swie  si  gehässen  sint,  die  wir  haben  ze  Stäingebosse  und  zu  Phrun- 
dorf, die  in  eweclich  haft  sullen  sin  umme  allen  den  gebresten  und  den  schaden, 
den  si  an  dem  vor  genanten  gelte  in  dehaine  wise  nement,  als  da  vor  geschriben 
stat,  und  verzihen  für  uns  unser  erben  und  alle  unser  naichkomen  alles  des  trostes 
und  der  helfe,  die  wir  von  gäslichem  oder  weltlichem  geriht  da  wider  haben  mohten, 
und  won  wir  des  nit  getün  mohtin  noch  solten  an  unser  rehten  herschaft  willen,  in 
der  graveschaft  und  gebiet  öch  diu  selben  gut  gelegin  sint,  dar  umbe  so  geben  wir 
in  disen  brief  besigelt  mit  unsers  edelen  herren  graven  Götzen  von  Tüwingen  insigel, 
under  dem  ich  der  vor  genamte  Lixdewig  und  min  elich  wirtin  in  allem  dem  rehte 
und  craft  verjehen,  als  ob  wir  unsem  äigenn  insigel  daran  gehenket  heiten,  wan  ("»ich 
unsern  insigel  uiBme  diu  vor  genanten  gut  ane  unserre  herschaft  insigel  kaine  craft 
heten.  Wir  grave  Götze  von  Tüwingen  haben  unser  insigel  durch  Ludewiges  von 
Lustenöwe  des  ritters  und  siner  elichen  wirten  bet  an  disen  brief  gehenket  ze  ainer 
ewigen  gezugnüste  aller  der  dinge,  diu  dar  an  geschriben  staut,  zu  den  öch  wir 
allen  unsern  willen  günst  und  haut  haben  gegeben. 

Dirre  brief  wart  gegeben,  do  man  zalt  von  gottes  geburt  tusent  jar  zvai  hun- 
dert unde  nünzeg  in  dem  ahtoden  jar,   au  sant  Georigen  dag. 

Siegel  des  Grafen  Gottfried  von  Tübingen,  s.  Bd.  8,  S.  226.  —  Abdruck :  ZÜORh.  14,  453. 


5119. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     April  25. 

Der  Edle  Kraft  von  Hohenlohe  verkauft  gemeinsam  mit  seiner  Gemahlin  Agnes  von 
Wirtemberg  und  seinen  Söhnen  Konrad  und  Kraft  zur  Bezahlung  einer  Schuld  von  530  U 
Heller  samt  Unkosten  des  Einlagers  dem  Deutschordenshans  Mergentheim  Güter  in  Rieden- 
heim,  Tiefenthal,  Insingen  V7id  Bolzhausen  um  577  U  Heller. 


1298.     April  25  uml  28.  133 

Abdruck  im  Hohenloh.  LB.  1,  422  n.  69+  nach  dem  Original  im  St.\.  .An  «weiter  Stelle  häng:t  das  Siegel 
der  Grälin  Agnes,  rund,  45  mm.,  das  Osterlaram ;  Umschrift :  f  ■  S  •  AGNETIS  •  C.OMETISSE  •  DE  •  liOHEN'LOCH. 
Es  ist  abgebildet  bei  Albrecht,  die  Hohenloh.  Siegel  des  Mittelalters  (Arch.  f.  Mnhenloh.  Gesch.  1,  1867)  S.  122 
Nr.  9  und  bei  Fr.  K.  Fürst  zu  Hohenlohe-Waldenlnirg,  Sphragist.     Aphorismen  N'r.  130. 


6120. 
Mmilbronn  1298.     April  25. 

Ahl  Kunrad  von  Muulhronn  vidimiert  anno  domini  MCCXC  octavo,  in  die  beati 
Marci  ewangeliste  (für  das  Autjustinerinnenkloster  in  Esslingen)  das  Steuerprivileg  des 
Fapsts  Bonifazitis  VfJI  von  1297  Juli  18  (XV.  kalendas  Augusti,  pontificatus  nostri 
anno  tertio). 

Datum  apud  Mulenbrnnnen,  anno  ac  die  prenotatis. 

Siegel  abgegangen.  Hegest  der  päpstlichen  Bulle:  Potthast  24551  unter  Juli  23.  ~  EßUnger  ÜB.  1,  129 
n.  297  (nach  dem  Orig.  in  Eßlingen). 


5121. 

Graf  Eberhard   der   Scheerer   von    Tübingen   verkauft   sein   Vogtreckt   in   Dettenhaiisen   an 

Kloster  Bebenhausen. 

Vaihingen  1298.     April  28. 

No8  Eberhardu«  comes  de  Tinvingen  dictus  Schaerer  publiee  recognoscinius  in 
hiis  scriptis,  quod  acce||dente  consensu  omnium  quorum  intererat  ins  advocaticium 
ac  redditus  Servitutes  ac  omne  ius  quod  nobis  ac  nostris  prode||cessoribus  in 
oppido  Tetenhusen  sito  in  nemore  nostro  dicto  8cliaienbi\ch  et  incolis  eius  seu 
colonis  fiiudorum  ad  ipsum  op||piduni  spectantium  ratione  predicte  advocatie  tenui- 
raus  seu  possedimus  de  iure  vel  consuetudine  cum  eisdem  libertatibus  iuribus  per- 
tinentiis  ac  condicionibus  universis  et  singulis,  cum  quibus  nos  et  nostri  memorati 
predecessores  premissa  tenuimus  seu  possedimus,  religiosis  viris  .  .  abbati  et  con- 
ventul  monasterii  in  Bebenhusen  ordinis  Cisterciensis  dyocesis  Constantiensis  pro 
octoginta  libris  deuariorum  monete  Hallensis,  quas  nos  integre  percepisse  et  in 
evidentes  nostros  usus  convertisse  presentibus  profitemur,  vendidimus  et  in  ipsum 
monasterium  transtulimus  absolute  interposita  verborum  et  gestuum  sollempnitate 
debita  et  consueta  nichil  etiam  iuris  dominii  vel  utilitatis  nobis  aut  nostris  heredibus 
seu  successoribus  reservantes  in  premissis  venditis.  Protestamur  presentibus  ipsi 
oppido  Tetenhusen   seu   incolis   eius  vel    colonis   omnia   iura  seu  libertates  quas  hac- 


134  1298.    April  28. 

tenus  ratione  pi'edicti  iuris  advocaticii  seu  servitutis  eidein  annexe  in  secationibus 
seu  usibus  lignoruin  in  predicto  nemore  nostro  Schaienbüch  in  pascuis  etiam  ac  aliis 
usibus  quibuscunque  consuetis  sibi  fore  salvas  et  de  eisdem  dicto  monasterio  et 
oppido  colonis  et  incolis  prefatis  conservandis  seu  salvandis  nos  et  nostros  successores 
({uoscunque  warandos  legittimos  secundum  bonam  terre  consuetudinem  constituimus 
et  presentibus  obligamus.  Unde  non  inmerito  pro  nobis  et  nostris  heredibus  seu 
successoribus  prenotatis  renuntiamus  presentibus  omni  cause  questioni  seu  occasioni 
litteris  quoque  seu  privilegiis  a  sede  apostolica  inpetratis  vel  inpetrandis  beneficio 
restitutionis  in  integrum  exceptioni  deceptionis  ultra  dimidiam  partem  iusti  pretii 
et  generaliter  omni  defensioni  legum  et  canonum  quibus  mediantibus  de  iure  facto 
vel  consuetudine  predictum  monasterium  de  Bebenhusen  dictum  etiam  oppidum 
Tetenhusen  et  ipsius  incole  vel  coloni  in  premissis  venditis  seu  eisdem  annexis  liber- 
tatibus  et  usibus  possent  aliquatenus  prepediri.  In  quorum  robur  indeficiens  presentes 
conscribi  fecimus  et  sigillorum  nostri  ac  dilectorum  levirorum  nostrorum  comitum 
illustrium  Cünradi  et  Hainrici  fratrum  de  Vaihingen  munimine  roborari.  Nos  vero 
Cünradus  Hainricus  comites  prenotati  in  evidentiam  omnium  premissorum  nostra 
sigilla  ad  instantiam  dilecti  nostri  sororii  Eberhardi  comitis  supradicti  duximus  pre- 
sentibus apponenda.  Nos  quoque  Adelhaidis  de  Vaihingen  comitissa  nobilis  viri 
Eberhardi  comitis  de  Tuwingen  nostri  thori  legittimi  consortis  karissimi  presentibus 
confitemur  et  protestamur  nichil  iuris  unquam  nobis  ex  donatione  propter  nuptias 
dote  vel  alias  in  advocaticio  iure  oppidi  Tetenhusen  predicti  vel  redditibus  seu  ser- 
vitutibus  eidem  annexis  conpetiisse  vel  in  posterum  posse  conpetere.  Quare  de  Omni- 
bus premissis  consentientes  in  hiis  scriptis  renuntiamus  cum  sollempnitate  debita  et 
consueta  omni  exceptioni  seu  questioni  que  nobis  circa  premissa  aut  nostris  suc- 
cessoribus conpetere  posset  de  iure  vel  consuetudine  qualicunque,  unde  et  predictorum 
Eber,  consortis  nostri  Cünradi  et  Hainrici  fratrum  nostrorum  de  Vaihingen  comitum 
sigilla  quibus  presentibus  utimur  hiis  scriptis  ad  nostram  instantiam  sunt  appensa. 
Testes  horum  sunt  Bertoldus  viceplebanus  de  Wihingen,  Cünradus  miles  de  Wildenowe, 
Ülricus  nobilis  de  Staine,  Dietmarus  quondam  scultetus  in  Vaihingen,  Ber.  dictus 
uf  dem  Markte,  Anshelmus  de  Tamme,  Cünradus  Faber  de  Nusdorf  et  quam  plures 
alii  fide  digni. 

Actum    et  datum  in  Vaihingen,    anno  domini  MCCXCVUL,  IUI.  kalendas  Maii, 

indictione  XL 

Drei  Siegel,  1)  Graf  Eberhards  von  Tübingen,  s.  Bd.  9,  S.  169.  2)  Gr.  Konrads  von  Vaihingen,  s.  Bd.  8, 
S.  68.  3)  rund,  40  mm.,  im  Schild  gekrönter  Löwe  auf  Dreiberg ;  Umschrift :  f  •  S  •  HENRICI  •  COMITIS  .  .  . 
RICI  •  DE  •  VEIHING:  -  Abdruck:  Schmid,  Pfalzgrafen,  ÜB.  68.  -  Regest:  ZGORh.  14,  454. 


1298.     April  28.  135 

6122. 

Abt  Gottfried  und  Konreut  von  Hirsau   gehen   ihre  Zustimmiiny  zu  dem  Kauf  der   Vogtei 
über  ihre  Güter  und  Leute  in  Dettenhausen  durch  Kloster  Behenhaiiseu. 

Hirsau  [1298.     Nach  April  28/. 

Nos  Gotefridus  ilivina  permissione  abbas  totusque  conventus  et  capitiilum  inoiia- 
sterii  Hirsaugeusis  ordinis  sancti  ||  Benedict!  Spireusis  dyocesis  ad  luiiversorum  cupi- 
inus  notitiam  pervenire  quod  cum  nobilis  vir  Eberhardus  comes  de  ||  Tuwingen 
dictuB  Scherer  cum  suis  progenitoribus  ex  tempore  cuius  non  extat  memoria  ius 
advocaticiura  in  oppido  Tettenhusen  ||  nostro  iam  dicto  monasterio  proprietatis  titulo 
pertinente  habuerit  ac  eiusdem  iuris  occasione  quasdam  Servitutes  in  fundis  infra 
terminos  ipsius  oppidi  coustitutis  ac  eins  incolis  seu  colonis  nostris  optinuerit,  cum- 
que  idem  advocatus  nonnunquam  sicut  et  eins  predecessores  supra  inetas  consuete 
servitutis  de  eodem  oppido  seu  nostris  colonis  antedictis  plura  exegerit  et  extorserit, 
per  que  ius  nostrum  seu  utilitas  attenuabatur,  nos  utilitati  prefati  nostri  monasterii 
nostroru'nique  colonorum  prefatorum  quieti  soUicite  intendentes  prehabito  niaturo 
consilio  et  tractatu  super  huiusmodi  necessario  et  consueto  presentibus  recognoscimus 
de  nostro  consensu  unanimi  et  voluntate  libera  processisse,  quod  viri  religiosi  abbas 
et  conventus  monasterii  in  Bebenlmsen  ordinis  Cisterciensis  Constantiensis  dyocesis 
ideni  ius  advocaticium  ac  Servitutes,  quas  idem  comes  et  eins  progenitores  iam  dicti 
in  terminis  seu  fundis  dicti  oppidi  Tettenhusen  ac  eins  incolis  seu  colonis  nostris 
[)retactis  hactenus  quomodolibet  tenuerunt  vel  vendicaverunt  sibi  de  iure  vel  consue- 
tudine  qualicunque,  ab  eodem  comite  pro  certa  ([uautitate  pecunie  comparaverunt 
et  quod  nostri  villici  seu  coloni  memorati  oppidi  prefatis  abbati  et  conventui  in 
Bebenhusen  oCto  libras  denariorum  Hallensium  in  recompensam  pretii  quod  in  emp- 
tione  sive  redemptione  huiusmodi  exspenderunt,  quatuor  videlicet  libras  in  festo  beati 
Georgii  et  tottidem  in  die  sancti  Michahelis,  viginti  etiam  pullos  in  autumpno  et 
totidem  in  carnisprivio  annis  singulis,  prout  in  se  suosque  successores  voluntarie 
susceperunt  quicunque  pro  tempore  fuerint,  persolvere  sine  exceptione  qualibet  tenean- 
tur,  ita  quod  predicti  abbas  et  conventus  in  Bebenhusen  supradictos  nostros  villicos 
aut  colonos  ad  aliquas  ulteriores  Servitutes  cogere  aut  compellere  non  presumant. 
Ut  igitur  sepedicti  abbas  et  conventus  monasterii  in  Bebenhusen  predictos  reditus 
et  Servitutes  quibus  contenti  esse  debent  ut  diximus  ad  quorum  solutionem  annuam 
se  dicti  nostri  coloni  cum  suis  posteris  legitime  obligarunt  sub  hiis  scriptis  de  nostro 
consensu  expresso  iuste  et  licite  recipere  debeant.  ac  valeant  et  ne  quis  eosdem  reli- 
giosos   ex    parte   nostri    monasterii   prenotati  in  premissis  universis  et  singulis  ])ossit 


13G  1298.     April  30. 

aut  debeat  prepedire,  renuncciamus  presentibus  et  cum  sollempnitate  debita  renunccia- 
vimus  omni  iuri  privilegio  et  exceptioni,  quibus  mediantibus  quicquam  de  facto  iure 
vel  consuetudine  posset  a  quoquam  in  contrarium  attemptari.  Unde  et  ad  instantiam 
dictorum  noötrorum  colonorum  et  in  robur  omnium  premissorum  nostra  sigilla  duxi- 
mus  presentibus  apponenda.  Specialiter  etiam  protestamur,  quod  per  nostrum  con- 
sensum  premissum  nichil  nobis  preiudicare  poterit  in  perceptione  reddituum  nobis 
de  eisdem  colonis  vel  oppido  debitorum,  etiamsi  religiosi  de  Bebenhusen  predicti 
sibi  aut  bonis  suis  quemcimque  instituere  decreverint  advocatum. 

Acta  sunt  hec  et  data  in  Hirsaugia  presentibus  nobis*)  et  Liupoldo  cellerario 
medio  in  Bebenhusen,  fratre  Waltliero  et  fratre  Eberhardo  de  Wile  monachis  eius- 
dem  loci,  presente  etiam  Friderico  priore  tunc  nostro  et  Cünrado  cellerario  nostro 
iiec  non  Alberto  preposito  nostro  in  Gilsten  et  Cünrado  capellano  nostro  de  Hohen- 
hen  et  Cünrado  de  Steten  et  Bertoldo  custode  sancti  Aurelii  de  Horwe,  Hugone 
cantore  et  Heinrico  custode  monachis  nostris,  presente  etiam  Marquardo  notario 
nostro,  Bertoldo  quoque  nostro  villico  et  H.  fratre  eins  presentibus  et  aliis  pluribus 

fide  dignis. 

Ital.  Perg.  Siegel  1)  des  Abts  Gottfried  von  Hirsau  s.  Bd.  10,  S.  387.  2)  des  Konvents  von  Hirsau, 
s.  Bd.  6,  S.  346.  —  Abdruck :  Schmid,  Pfalzgrafen  von  Tübingen,  ÜB.  70.  —  ZGORh.  14,  455. 

a)  Von  hier  an  andere  Hand  und  Tinte,  mit  der  vor  nobis  auch  domino  Gotefrido  a  geschrieben,  aber 
wieder  gestrichen  ist.     Keine  der  beiden  Schriften  ist  mit  der  des  vorhergehenden  Stücks  identisch. 


5123. 

Die  Grafen  Hartmann  von  Brandenburg  und  Otto  von  Neuhaus  übergehen  der  Äbtissin 
Irmengard  und  dem  Konvent  zu  Heggbach  das  Eigentum  der  Güter  in  Sulmingen,  die 
der   vor   ihnen   damit   belehnte  Heinrich   genannt    Hartmann   von  Stdmingen   um    50  Mark 

Silber  dem  Kloster  verkauft  hat. 

Brandenburg  1298.     April  30. 

In  dem  namen  des  herren.  Amen.  Das  die  milte  ordenung  umb  vergesslich 
menschlich  gedächt  und  umb  hell  vergenglichkeit  der  zit  in  ir  sterk  abnehmen,  so 
ist  diss  gewiss  mit  schrift  und  gezügnüss  hilf  zu  ewigen.  Zu  Massen  sie  allen  und 
besunder  gegenwirtigen  und  künftigen  alle  anseher  diser  gegenwirtiger,  das  wir  ich 
Hartman  gräf  von  Brandenburg  und  ich  Ott  gräf  von  dem  Nüwen  Hus  gemainlich 
nach    ufgebung    aller    guter    und    besitzing   mit    aller   zugehörde    mit   wälden   hölzern 


1298.     April  30.  137 

wisen  waiden  wegen  wüstinen  wasser  wassergäng  und  anders  allem  anhangenden,  das 
zu  tütsch  ist  gehaissen  /ü  wasen  und  zu  zwi,  gebuwez  und  ungebuwez  und  rechtes, 
das  zu  tiitsch  ist  gehaissen  ehaft,  Hainrich  genannt  Hartman  von  Sulmingen  daselbs 
ligent  verkouffent  den  erwirdigen  in  Christo  Irmengard  äbtissin  der  hailigen  nunn  und 
convent  zu  Heggbach  ordens  von  Citele  von  demselben  für  fünfzig  mark  silbers 
luters  und  gütz  im  hsln  geben  und  damit  von  uns  was  belebet,  von  demselben  Hain- 
rich von  Sulmingen  vorgenant  uns  gemacht  aigen  der  guter  besitzung  mit  aller  siner 
zftgehörde  gewouheiten  und  rechten,  das  zu  tütsch  haisset  ehaft,  hAn  geben  und  geben 
und  durch  diss  gegenwirtig  ufgebung  den  erwirdigen  in  Christo  fröw  Irmengart 
äbtissin  der  hailigen  nunn  und  dem  convent  zu  Heggbach  vorgenant  Costenzer  bistöm 
aller  guter  gelegen  zft  Sulmingen  eigentlich  und  fridiklich  zu  besitzen  mit  allem  rechte, 
das  Hainrich  von  Sulmingen  hat  besessen  in  ain  arzeni  und  hail  unser  sei,  und  ouch 
aller  gebing  derselben  aigenschaft  aller  guter  und  besitzing  vorgenant  mit  diser 
Schrift  genwirtigen  wir  uns  für  alle  gevärde  pene  nach  der  ordenung  des  rechten 
verknipfet,  als  es  gewonlich  ist  dörfern  und  land  äne  argelist.  In  dem  allem  in 
warem  friem  willen  so  verlougeu  wir  alles  rechten  hilf  lehens  rätz  Verbindung  aller 
gaistlichen  und  weltlichen  list  und  alle  ander  frävel  haben  ussgenommen  durch  welich 
die  oder  ettlichs  darunder  die  geschehen  sind  und  geschriben  in  dem  vor  verlassen 
mügen  durch  uns  aber  einen  oder  vil  mer  sie  sin  mit  welcherlai  wis,  nü  oder  in 
kiinftigen  ziten  etlicher  mslss  gelestert.  In  des  dings  gezügnüss  hän  geben  disen 
gegenwirtigen  den  erwirdigen  frftwen  Irmengart  äbtissin  der  heiligen  uunneu  und 
convent  zu  Heggbach  dick  vorgenant  mit  unsern  insigeln,  min  Hartmans  und  min 
Otten  gräven  zu  Brandenburg  und  im  Nüwen  Hus,  mit  Warnungen  gesterket.  Des 
sind  gezügen:  herr  genant  Gryss  ain  priester  und  ain  münch  zu  Rot,  Conrad  genant 
Gütwill,  Conrad  von  Herbigeshofen,  Eberhart  und  genant  Gerstunacker  desselben 
sün,  Herman  von  Süglingen,  Bernhard  von  Rieden,  Hainrich  Keiner,  Märklin  von 
i!<iderhaiii  und  ander  gar  vil  gläplicher. 

Geben    und   geschehen   zu  Brandenburg   anno    domiiii   MCCLXXXXVIII   uf   den 
äbent  der  sftligen  Philippi  und  Jacobi  apostoli. 

Kirchheim  u.  T.    Gräflich  Esterhazysche  Rentamtsregistralur.    Übeiset/.niitr  auf  Penrament  aus  dem  16.  Jahr- 
hundert.' .Das  Pergament  ist  durch  Hitze  teilweise  eingesclirumpfl. 


XI.  18 


138  1298.     April  30,  Mai  1   und  (J. 

5124. 

Bottweil  1298.     April  30. 

Schidtheiss,  Bürgermeister  und  Richter  von  Eotttceil  heurkunrhn,  dass  ihr  Mitbürger 
Eng  Rintflaischer  den  Siechen  im  Feld  zu  Rottiveil  eine  Wiese  bei  ihrem  Haus  zur  Haltung 
zweier  Milchkühe  geschenkt  hat. 

Deutsch.     Rottweiler  ÜB.  1,  18  n.  56  nach  dem  Original  in  Rottweil. 


5125. 

Der  Kleriker    Graf  Heinrich   von   Vaihingen  überlässt  seinem  Bruder  Konrad  seinen  Teil 
am  Fatronatrecht  der  Kirche  in  Kleinsachsenheim. 

Ohne  Ortsangabe.      1298.     Mai  1. 

Nos  Heinricus  clericus  comes  de  Veihingen  ad  notitiam  omnium  tarn  presentium 
quam  futurorum  cupiraus  pervenire,  quod  nos  fratri  nostro  Conrado  comiti  de  Vei- 
hingen omnem  iurisdictionem  quam  habuimus  in  iure  patronatus  ecclesie  in  8achsen- 
heim  Minori  et  omne  ins  quod  ad  nos  iure  hereditario  et  proprietario  spectare 
dinoscebatur  in  iure  patronatus  predicte  ecclesie  viva  voce  sana  mente  et  bona  volun- 
tate  ac  optima  deliberatione  fraude  postposita  et  dolo  quolibet  remoto  et  abiecto 
dedimus  et  presentibus  assignamus.  Ut  autem  liec  donatio  et  assignatio  per  nos 
prefatum  Heinricum  firma  permaneat  et  sit  illesa,  nos  prelibatus  Heinricus  predicto 
fratri  nostro  Conrado  comiti  de  Veihingen  presentes  litteras  dedimus  caractere  sigilli 
nostri  roboratas. 

Actum  et  datum  anno  ab  incarnatione  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo 
octavo,  in  festo  beatorum  apostolorum  Philippi  et  Jacobi. 

Kopb.  d.  Klosters  Rechentshofen  aus  dem  15.  Jahrhundert,  Bl.  1.  —  Auszug:  ZGORh.  4,  448. 


5126. 

Kloster  Ottobeiiren  tauscht  Güter  mit  Kloster  Roth. 

Memmingen  1298.     Mai  6. 

Universis    presentem    paginam    inspecturis    Conradus    dei    gratia    abbas    totusque 
conventus    monasterii    Ottenburensis    fidem    adhibere    credulam    infrascriptis.      Cum 


1298.     Mai  6.  139 

lioininum  etas  iii  centri  Bui  puncto  sie  sedulu  se  retorqueat  revolutione,  quod  e  futuri 
temporis  successione  oblivio  preteritorum  suprepit,  expedit  ut  acta  digna  memoria 
Bcripture  amniiniciüo  permaneant  incorrupta.  l'ateat  ergo  universis  et  singulin  pre- 
Bentem  paginam  inspecturis,  quod  nos  unaninii  consensu  animo  predeliberato  ac 
saniori  ducti  consilio  cambitmdo  permutavinius  bonum  quoddam  quod  nos  contingebat 
in  Berchain  dictum  in  der  Kammer  honorandis  in  Christo  dominis  .  .  abbati  et 
cenobio  in  Rotha  ordinis  Premonstratensis  Constantiensis  diocesis  pro  bonis  quibus- 
dam  dictis  zum  Verzlisgi-aben  nobis  magis  apte  locatis  et  fructuosioris  provisionis. 
Ut  autem  predicti  boui  plena  et  libera  deincej^s  gaudeant  possessione,  präsentes 
nostrorum   sigillorum  nmiiimiue  roboratas  eis  dedimus  in  testimonium  super  eo. 

Datum  Maemmingeu,  anno  domini  MCCLXXXXVIIL,  IL  nonas  Maii. 

Stadelhofev,  Hist.  collegii  Rothensis  1,  138. 


5127. 

Der    Offizial    der   Konstamer   Kurie   heurktindet    die   Schenkung   eines    Harnes    und   eines 
Weinbergs  und  Gartens  in  Ravensburg  an  das  Kloster  Weissenau. 

Konstanz  1298.     Mai  6. 

Officialis  curie  Constantiensis  etc.  Constitutus  coram  nobis  Cünradus  sacerdos 
dictus  Häteler  incuratus  ecclesie  sancte  Kristine  ||  apud  Raveuspurg  confessus  est 
se  donasse  et  de  novo  donavit  dilectis  in  Christo  .  .  abbati  et  conventui  monasterii  || 
Augie  Minoris  ordinis  Premonstratensis  domum  unam  lapideam  sitam  in  Ravenspurg 
cum  pertinentiis  suis,  ||  quam  contingit  ab  uno  latere  domus  .  .  dicti  Heller  ab  alio 
latere  domus  Balneatoris,  et  vineam  dictam  in  der  Bannegge  et  ortum  situm  an  der 
Egge  cum  actione  quadraginta  octo  librarum  et  dimidie,  pro  quibus  Hainricus  dictus 
Paier,  Fridericus  dictus  Diemüter  et  Nicolaus  frater  suus  luwere  debent  dictam  domum 
a  Kawerschinis  in  Ravenspurg  adhibita  in  predicta  donatione  qualibet  verborum  ac 
gestuum  sollempnitate  debita  et  consueta.  Postea  vero  predicti  abbas  et  conventus 
donationi  domus  et  orti  supradictorum  et  donationi  actionis  quadraginta  octo  lib- 
rarum et  dimidie  prefatarum  renuntiaverunt  reservata  sibi  et  suo  monasterio  dona- 
tione vinee  dicte  an  der  Bannegge  supradicte  cum  suis  pertinentiis  universis  et 
retenta,  quam  etiam  donationem  quoad  ipsam  vineam  et  quoad  ea  que  pertinent 
eidem    predictus    incuratus    ecclesie    sancte    Kristine    apud  Ravenspurg   innovavit  eis- 


140  1298.     Mai  7. 

dem  .  .  abbati  et  conventui  iiicommutabiliter  inter  vivos  adhibitis  in  hiis  debitis 
sollempnitatibus  et  consuetis.  In  cuius  facti  evidentiam  sigillum  nostrum  presen- 
tibus  est  appensum. 

Datum    Constantie,    anno    domini    MCCXC    octavo,    II.    nonas    Maii,    indictione 
undecima. 

Ital.  Peig.     Abhängendes  Siegel  des  Konstanzer  OfKzials  s.  Bd.  8,  S.  418. 


5128. 

Herzog   Albrecht   von    Oesterreich   verspricht   dem    Grafen   Eberhard  von   Wirtemberg   die 
Burg  Berns  und  das  Städtlein  Neuwaiblingen  zurückzugehen,  icenn  er  König  werde. 

Bei  Strasshurg  1298.     Mai  7. 

Wir  Albrecht  von  gottes  gnaden  herzog  zue  Österreich  und  ze  StejT,  [herre  von 
Chrain]")  von  der  Windischen  March  und  von  Portenowe  verjehen  und  ton  khont 
allen  luten  [den  ez  füget]'')  ze  wizzen,  daz  wir  loben  mit  guten  triwen  unserm  lieben 
oheim  greffen  Eberharten  von  Württenberg,  ob  wir  von  gottes  gnaden  Komischer 
kunig  werden,  daz  wir  im  wider  lazzen  sulen  und  wellen  die  purch  ze  Kams  und 
daz  stättelein  daz  Neu  Weibelingen,  daz  der  könich  von  Rom  inne  het.  Wer  aber, 
daz  wir  in  thädinch  chemen")  mit  dem  kunig,  in  der  taydinch  sullen  wir  in  nemen 
also  daz  in  der  kunig  umbe  die  vor  genanten  purch  und  statt  gemeines  rechtes 
geweren  soll.  Daz  ouch  daz  stet  beleihe,  des  geben  wir  dieszen  brieff  besigelt  mit 
unserm  insigel. 

Der  brieff  ist  gegeben  bey  Straszburg,  nach  Christes  geburt  zwelffhundert  jar 
in  dem  achte  und  neunzigisten  jar,  an  der  mutichen  nach  sant  Walburgen  tag. 

Abschrift,  beglaubigt  von  Niclaus  Zerzer,  Oberösterreichischem  Regiments-Secretarius  und  not.  publ.  zu 
Innsbruck  27.  Oktober  1637.  Das  damals  nach  Innsbruck  verschleppte  Original  ist  verschollen.  —  Einen  Auszug 
nach  Gabelkhover  (Cod.  hist.  Fol.  22  S.  822  f.  der  K.  Landesbibhothek  zu  Stuttgart  gibt  Stalin,  Wirt.  Gesch.  3,  90 
Anm.  3.     Darnach  Regest :  Böhmer,  Addit.  secundum  S.  XXXVIII. 

a)  Vorlage :  Steyr,  Kerrendten,  darauf  größere  Lücke ;  der  beglaubigende  Notar  gibt  an,  das  Original  sei 
hier  und  im  folgenden  schadhaft.  Die  Ergänzung  nach  Lichnowsky,  1,  CCLXXXIX,  Nr.  IX.  b)  In  der  Vorlage 
Lücke.  Ergänzt  nach  der  Urkunde  K.  Albrechts  von  1298  Nov.  19  s.  u.  c)  Vorlage:  myddinch  und  undeutliche 
Korrektur  des  folgenden  Worts ;  die  richtige  Lesung  ergibt  sich  aus  dem  oben  erwähnten  Auszug  Gabelkhovers. 
Auch  im  folgenden  stand  Mydinch,  ist  aber  vom  Notar  wie  oben  korrigiert. 


1298.     Mai  8.  141 


5129. 


Graf  Rudolf  der  Scheerer  von  Tübhujen  freit  des  Stifts  Sindclfimjeu  Höfe  in  Sindelfingen 
und  dessen  Riethmühle  von  allen  Diensten  und  Abgaben. 

IVeilderstadt  1298.     Mai  s. 

In  gotes  nameu.  Amen.  Wier  grave  Rudolf  der  Scheirer  von  Duwingea  dfln 
kunt  allen  den,  die  diseu  brief  ansehent  ader  hörent  lesen,  daz  ||  wier  durch  got 
und  unib  unser  sei  heil  in  sant  Martins  ere  und  um  solich  liebi,  alz  uns  die  chor- 
heren  von  Syndolvingen  hant  getan,  ier  pfrönde  höfe  ||  ze  Syndolvingen  und  ander 
zwen  höfe,  der  nemet  man  einen  dez  Hafeners  hof  und  den  anderen  Kün  hof,  und 
ein  mülin  heiset  Rietmuliii  ||  und  allez  daz  zil  den  höfen  höret  inwendik  dez  zehen- 
den ader  uswendik,  swa  ez  lit,  gesüht  ader  ungesftht  mit  gutem  rat  han  fri  gelan 
vor  allem  dienst  und  vor  aller  betd  und  vor  allem  reth,  daz  wier  heiten  zu  dem 
selben  gut,  und  geben  in  ein  steit  friheit  über  die  vor  genantden  gut  mit  allem 
frigen  reth,  als  ein  ieclich  reth  fri  gut  daz  von  alter  fri  ist  gewesen  sol  sin  und 
geben  hier  über  gezüge  her  Friderich  de  Leteni  von  Nippenburch,  hern  Eberharden 
von  Stöffelen  zwen  ritder,  Albrehten  den  Hemelinc  von  Cuppingeu,  Bertholden  und 
Gerlachen  sin  sün,  Bertholden,  Ansheln,  Alberethen  von  Calwe,  Burcarden  von  Syn- 
dolvingen, Gerlachen  den  shultheisen,  Cünraden  Drutman,  Luzen  Ubelaker  und  Cün- 
raden  den  Behein  burger')  von  AVile  und  geben  den  vor  genantden  gezugen  unser 
genozschaft  zu  einer  gezugnüst  in  dir  sach.  Und  ze  merre  festenunge  so  geben  wier 
disen  brief  mit  unserm  insigel  und  mit  dez  abbetes  von  Hyrsawe  und  mit  der  steidte 
insigel  von  Wile  fersigeltt.  Wier  der  abbet  von  Hyrsawe  und  wier  die  vor  genantden 
bürger  von  Wile  fergehen  disen  brief  mit  unserm  insigel  sin  fersigelt. 

Dierr  brief  war  gegeben  ze  Wile  in  der  jar  zal  von  gotdes  gebi'irtde  dusunt  jar 
zwe  hundert  jar  ehtdu  und  nunzek  jar  man  zalt,  an  dem  hahtoden  dage  nach  sant 
Walburg  dag. 

t)  Reitersiegel  Graf  Rudolfs  von  Tübingen,  s.  Bd.  9,  S.  276.    2)  Siegel  des  .\l)ts  von  Hirsau  s.  Bd.  10,  S.  387. 
Das  dritte  Siegel  abgegangen.  —  .\bdruck :  Schmid,  Pfalzgrafen,  ÜB.  S.  84. 
a)  Vorlage  bürgen. 


142  1298.  Mai  10  und  12. 

5130. 

Herzog   Albrecht   von    Oesterreich   verschreibt   dem  Grafen  Eberhard   von   Wirtemberg   für 
seine  ihm  zu  leistenden  Dienste  1200  Mark  Silber. 

Im  Lager  bei  Strassburg  1298.     Mai  10. 

Nos  Albertus  dei  gratia  dux  Austrie  et  Stirie  dominus  Camiole  Marchie  ac 
Portusnahonis  ||  promittimus  tenore  presentium  spectabili  viro  Eberhardo  comiti 
de  Wirtinberg  avunculo  nostro  ||  karissimo  pro  exhibendis  nobis  per  ipsum  obsequiis 
et  prestandis  auxiliis  mille  ducentas  marcas  argenti  ||  legalis  ponderis  nos  daturos, 
quingentis  marcis  in  festo  nativitatis  beate  Marie  virginis  venture  proxime  et  sep- 
tingentis  marcis  in  purificatione  sancte  Marie  sequenti  finaliter  persolvendis,  consti- 
tuentes  fideiussores  et  debitores  usque  ad  presentiam  et  adventum  predicti  Eber,  pro 
eadem  summa  argenti  venerabilem  dominum  H.  Constantiensem  episcopum  spectabiles 
viros  Burcliardum  de  Hoenberch  et  Hugonem  de  Werdinberg  comites  avunculos 
nostros  dilectos  harum  testimonio  litterarum. 

Datum  in  castris  apud  Argentinam,  VI.  idus  Maii,  anno  domini  MCC  nona- 
gesimo  octavo. 

Bruchstück  des  Siegels.  —  Abdiuck :  Heß,  Mon.  Guelf.  268.  —  Regest :  Böhmer,  Reichssachen  232  und 
Addit.  II  Hz.  Albrecht  S.  495.  -  Lichnowsky  2,  CCVI  n.  96. 


5131. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Mai  12. 

Abt  Wilhelm  und  Konvent  von  Weissenburg  Benediktinerordens  beurkunden,  dass 
Markgraf  Friedrich  von  Baden  ihrem  Kloster  seine  Stadt  Kuppenheim  übertragen  (civi- 
tatem  sive  oppidum  in  Cupenheim  ad  eum  iure  proprietatis  pertinentem  nobis  — 
resignavit  et  —  —  transtulit)  und  von  ihnen  zu  Lehen  genommen  hat.  Sie  geben  des- 
halb, weil  dadurch  ihr  Kloster  schadlos  gehalten  ist,  ihre  Zustimmung  zum  Verkauf  des 
Dorfes  Maisch,  das  ihnen  gehört  hat  und  Lehen  des  Markgrafen  ist,  und  bestätigen  diesen 
Verkauf  durch  den  Markgrafen  an  Kloster  Herrenalb. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Actum  anno  domini  MCCXCVIII.,  feria  IL  ante  ascensionem  domini. 

Meichsner,  Decisionum  diversar.  causar.  in  camera  imperiali  iudicatar.  t.  IV  p.  569  mit  Jahr  1398.  —  Regest: 
Reg.  d.  Markgr.  v.  Baden  644. 


1298.  Mai  15  und  17.  143 

5132. 

Die  Schenken  Konrad   und  Burkhard   von  Schenkenzeil   verkaufen   an    Hug   von  Thalheini, 
Vogt  zu  Sulz,  alle  ihre  Rechte  zu  Hinterröthenherg. 

Sulz  1298.     Mai  15. 

Ich  Cüurat  der  schenke  unde  Burcart  min  l)rflder  her  Eberhartes  schenkten 
selif^en  süne  tun  kunt  ||  allen  den  die  disen  brief  sehent  alder  hftrent  lesen,  das  wir 
Hugen  von  Talhain  voget  ze  Sülze  ||  und  allen  sinen  erben  haben  gegeben  ze  koufende 
rehte  und  redelicheu  und  für  aigen  ellü  du  ||  reht,  du  wir  haten  in  deme  dorfe  ze 
Rötenberc,  das  da  lit  obe  der  staige  ze  Keinehartesowe,  l)oidü  lüte  und  gut  und  <la 
zu  aine  vrowen  dii  sizzet  ze  Schönenberc.  Ich  vor  genanter  Hug  der  voget  spricht' 
das,  das  mir  der  vor  genante  Cünrat  unde  Burcart  gebrtidere  das  vor  genante  gut 
verstau  sun  an  allen  den  steten,  so  es  ansprechic  wirt,  nach  rehte  unde  ouch  minen 
erben.  Ich  vor  genanter  Cünrat  unde  Burcart  gebrudere  sprechen,  das  es  war  si 
und  ouch  vor  biderben  liiten  gelobet  haben  ze  stünde.  Hie  bi  was  her  Gelfrat 
kilcherre  ze  Sülze,  her  Burcart  Salzvas,  Johannes  von  Rüti,  Hainrich  der  maier  von 
Wassenecke,  Cünrat  von  Altdorf,  her  Herman  der  lütpriester  von  Sülze  genant  Lüder, 
her  Herman  lütpriester  von  Emphiugen,  Jacob  der  scriber,  Albreht  und  Herman 
gebrädere  von  Mezsteten,  Friderich  der  Güte  der  junge,  Wemher  Fulhal)er,  Berhtolt 
Ungeriht,  Cünrat  Tüsseli,  Hainrich  Ungeriht,  Hainrich  der  Swager,  Hainricli  von 
Rüsier  unde  andere  hite  gnüge.  Das  dis  war  si  unde  ouch  von  uns  vor  genanten 
gebrüderen  stete  belibe,  dar  umbe  henke  ich  Cünrat,  wan  ich  der  elter  bin  und 
ouch  Burcart  noch  nit  ingesigeles  hat  min  brüder,  min  ingesigele  an  disen  brief  ze 
aime  Urkunde  der  warhait. 

Dirre  brief  wart  gegeben,  do  man  zalte  von  gotes  gebürte  tusent  zwai  hundert 
unde  nünzic  jar  und  in  deme  ahtode  jare,  an  der  ufferte  tage,  ze  Sülze  vor  des  schult- 
haissen  huse. 

Rundes  Siegel,  38  mm.,  im  geteilten  Scliild  oben  ein  wachsender  Adler,  unten  ein  erhöhter  Sparren:  l'ni- 
schrift:  f  •  S  •  C  •  PINCERXE  •  DE  •  SCHEmKENZELL.  -  Regest:  Crusius,  Annal.  Suev.  3,  3,  14,  S.  18G. 


5133. 

Esslingen  1298.     Mai  17. 

Aht   und  Konvent   von  Kaisheim    übernehmen  die   Versehung  der  Kapelle,  die  Meister 
Trutwin   der  Arzt   in   Esslingen   neben    dem  ihnen  im  .fahr  129 H  geschenkten   Haus  erbaut 


144  1298.     Mai   20  und  27. 

hat,  und  bekennen,  dass  im  Fall  ihrer  Nachlässigkeit  der  Aht  von  Salem  das  Recht  haben 
soll,  einen  tauglichen  Priester  dafür  anzustellen. 

Abdruck :    v.  Weech,    Cod.  dipl.  Sal.  2,  539  n.  984   nach    dem    Orig.  in    Karlsruhe    (mit    April  IG).     Damach 
Regest:  Eßlinger  ÜB.  1,  132  n.  304. 


5134. 

Saulgau  1298.     Mai  20. 

Äbtissin  und  Konvent  von  Heiligkreuzthal  verkaufen  Güter  in  Friedingen  als  Leib- 
geding  an  die  Pfarrer  Berthold  von  Saulgau,  Ul.  von  Einzwängen  und  C.  von  Andelfingen 
für  Lebenszeit  der  drei  Klosterfrauen  Anna,  Hailwig  und  Clara,  der  Töchter  weiland 
Herrn  H.  von  Neufrach. 

Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  45  n.  156. 


5135. 

Peter  von  Entringen  verkauft   an  Anselm  von  Hailfingen   seinen  Teil  der  Burg  Entringen. 

Entringen  1298.     Mai  27. 

In  gotes  namen.  Amen.  Allen  den  sol  künt  sin  die  disen  brief  sehent  alder 
horent  ||  lesen,  das  ich  Peter  von  Entringen  ve[r]gihe  ains  köufes  gein  Ashalme  von  || 
Halvingen  swas  ich  an  der  bürge  han  ze  Entringen  und  alliu  diu  reht  ||  diu  da  zuo 
horent,  diu  han  ich  im  gegeben  in  allem  reht  as  ichs  han  und  min  vater  het, 
ume  zvk^aizg  und  hundert  pfunde  Haller  und  han  das  gut  ufgegeben  Hug  von  Hal- 
vingen und  Hainrich  von  Kemchingen,  die  haut  ouch  lehen  von  dem  von  Zolre, 
das  selbtetig  guot  sol  ich  vertgan  swie  im  nuzze  und  gut  ist  dem  vor  genanten 
Anshalme  und  sol  im  das  vertgan  swiene  er  michs  manat  an  golt  und  ane  silber 
und  han  im  des  gesworn  zen  haieligan.  Das  dirre  kouf  stete  belibe,  des  gib  ich 
mine  brieve  und  min  insigel  und  Anshaln  von  Halvingen  sin  insigel  und  her  Wolfran 
von  Altunstaieg  sin  insigel  und  Hüg  von  Halvingen  sin  insigel.  Dis  koufes  ist 
geziug:  her  Hainrich  von  Mügenegge,  Hainrich  von  Remchingen,  Peter  von  Halvingen, 
Hainz  und  Kraft  sin  sune,  Hainrich  von  Erlhain,  Erice  Goltstain,  Hannes  diu  Krot, 
Lutwin  Ulrich  des  kneht  von  Altunstaieg,  pfafe  Volmar  der  kilchere  von  Entringen 
und  ander  biderb  lut. 


1298.     Juni  1.  146 

Dirre  kouf  beschac  ze  Entringen.  Dirre  brief  wart  gegeben  do  von  gotes 
geburt  waren  zwelf  hundert  jare  niu/ig  jare  und  aht  jare.  an  dem  cinsttag  in  der 
])fiiigst  wochun. 

Drei  Siegel.  1)  Feters  von  Entringen,  s.  o.  ö.  'M.  2)  Anselms  von  Hailfingen,  scliildförmig,  c.  4*2,%  mm., 
mit  vier  Unken  Spitzen  gespalten ;  Umschrift  fast  ganz  unleserlich.  3)  Hugos  von  Hailtingen,  s.  Bd.  tO,  S.  246. 
—  Abdruck:  ZüORIi.  1  i,  4ö«. 


5136. 

Urkunde  über  mehrere  Jahr  zeit  Stiftungen  im  Kloster  Adelberg. 
Adelberg  1298.     Juni  1. 

In  nomine  domini.  Amen.  Ea  que  fiunt  in  tempore  ne  simul  cum  tempore  per- 
transeant,  expedit  ea  scripturarum  ac  testium  ||  subsidiis  adiuvari.  Cuius  rei  causa 
noverint  universi  tarn  presentes  quam  futuri,  ad  quorum  notitiam  littere  presentes 
pervonerint,  ||  quod  dominus  de  Gerstetin  duas  libras  Hallensium,  domina  de  R6sen- 
stAn  I  libram  et  V  solidos  Hallensium,  domina  de  Horninggen  unam  libram  Hallen- 
sium, II  item  soror  domini  prepositi  H.  in  Madelberch  partem  vinee,  quod  vulgaliter 
dicitur  kn  morgen,  situm  in  monte  Synche  dictum  am  8tige  iuxta  Scliörndorf  ex  pie 
devotionis  aflfectu,  quem  erga  conventum  ecclesie  Madelbergensis  specialiter  habent. 
pro  remedio  animarum  suarum  bona  memorata  solvenda  in  pitantiam  dominorum 
supradictorum  annuatim  utenda  tenenda  perpetim  libere  contulerunt.  Loca  igitur  in 
quibus  census  predictos  valeant  domini  memorati  omni  occasione  remota  habere 
annuatim  duximus  specialiter  nominare:  in  Bertenanch  H.  dictus  Rex  X  solidos  Hal- 
lensium, Size  Slierbach  unam  libram  Hallensium  et  HI  solidos,  item  Albertus  Epis- 
copus  XIX  solidos,  item  Kiigerus  dictus  Wagener  XIII  solidos,  item  in  civitate 
Schorndorf  de  predio  dictum  Mütelin  situm  iuxta  fluvium  Rames  I  libram  Hallensium. 
Ut  autem  testamentum  iam  dictum  valeat  inviolabiliter  permanere,  presentes  litteras 
exinde  confectas  sigillorum  venerabilium  dominorum  de  Ursperch,  Roggenburch,  Madel- 
berch prepositorum  duxit  conventus  prefatus  in  Madelberc  munim[in]e  roborandas. 

Datum  et  actum  in  ecclesia  Madelbergensi,  anno  domini  MCC  nonagesimo  VIII., 
in  die  sancte  trinitatis. 

Siegel  abgegangen. 


XI.  ,9 


146  1298.     Juni  3  und  7. 

5137. 
Ohne  Ortsangabe.     1298.     Juni  3. 

Der  Edle  Kraft  von  Klingenfels  (Clingenvels)  und  seine  Gemahlin  Herburgis  verkaufen 
(vendidimus)  an  Äbtissin  und  Konvent  von  Gnadenthal  (Gnadental  iuxta  Hallis)  einen 
Hof  in  Eckartshausen  (curiam  nostram  sitam  in  Oggershusen  quam  colit  Heinricus 
dictus  Brochsiler  cum  omnibus  suis  attinentiis  cultis  et  incultis  quesitis  et  inquesitis) 
um  50  S  Heller  und  versprechen  Gewährschaft. 

Testes:  dominus  "Wernherus  rector  parrochie  in  Hallis,  Wolframus  miles,  Hein- 
ricus de  Tullauwe,  Cünradus  Veldener,  Trutwinus,  Walterus  Kolman  cives  in  Hallis, 
frater  Dietricus  et  frater  Cünradus  ordinis  Cysterciensis,  Sifridus  de  Michelvelt,  Hein- 
ricus dictus  de  Rote  in  Michelvelt,  Walterus  dictus  Weizze  de  Otterbach  et  Jacobus 
famulus  prefati  Craftonis  de  Clingenvels. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  Vni.,   proxima  tertia  feria  post  octavam 

penthecostes. 

Öhringen.  Orig.  Perg.  Beschädigtes  Siegel,  schildförmig,  c.  55,50  mm.,  im  Schildeshaupt  rechtsschreitender 
leopardierter  Löwe,  unten  zehnmal  geteilt ;  Umschrift :  . . . .  FTON'IS  -DE  ... .  INGEN  VELSE.  —  Abdruck :  Wibel  2,  127. 


5138. 
Bebenhausen  1298.     Juni  7. 

Der  Kirchrektor  Wernher  von  Plieningen  vertauscht  zum  Nutzen  seiner  Kirche  eine 
dieser  gehörige  Wiese  gegen  eine  andere  von  Ritter  Wolfram  dem  Jüngern  von  Bernhausen 
(quod  ecclesie  mee  de  Blieningen  predicte  condicionem  cupere  faciens")  meliorem 
pratum  dictum  diu  Made  cum  strennuo  viro  Wolframo  de  Beruhusen  milite  iuniore 
de  consensu  venerabilium  .  .  abbatis  et  conventus  monasterii  de  Bebenhuseii  —  ad 
quos  ins  patronatus  ecclesie  memorate  dinoscitur  pertinere,  pro  certo  fundo  sive  prato 
in  loco  dicto  Kainbrunne  iuxta  silvam  dictam  Brunnehalde  doti  ecclesie  mee  predicte 
assito  permutavi.  Nee  obstare  poterit  si  forsitan  antedictus  fundus  dictus  diu  Made 
per  supradictum  militem  vel  eins  heredes  aut  per  colonos  quoslibet  vel  etiam  inqui- 
linos  efficiatur  utilior  quovis  modo,  presertim  cum  ipse  fundus  dictus  diu  Made  non 
posset  permutationis  tempore    conferri   ad   maiorem    utilitatem    ecclesie    ac  honorem). 

Siegler:  Der  Abt  von  Bebenhausen  und  der  Aussteller. 


1298.     Juni  8.  147 

Abt  und  Konvent  von  Bebenhausen  geben  ihre  Zustimmumj  ausdrücklich  kund. 
Datum  Bebenhusen,  anno  domini  MCCLXXXXVIII.,  VII.  idus  Junii,  indictioue  XI. 

All  erster  Stelle  beschädigtes  Sieg;el  des  Abts  von  Bebenhauseii,  s.  Bd.  6,  S.  25ü.  An  zweiter  ein  Riind- 
Kiegel,  iJü  mm.,  St.  Martin  zu  Pferd,  dem  Bettler  seinen  Mantel  teilend;  Unischrift:  f  •  S  •  WEKNHEKI  •  FLEB  .  .  . 
BLIENIGE.  -  Abdruck:  ZGORh.  14,  1ö7. 

a)  So! 


513Ü. 

Augsbunj  1298.     Juni  8. 

Bruder  Heinrich  Bischof  von  Rodosto ')  (Redestonensis)  verleiht  allen  wahrhaft  Buss- 
fertigen und  Beichtenden,  die  die  Kapelle  der  hl.  Blasius,  Sebastian  und  Katharina  an 
Sonntagen,  an  den  vier  Marientagen,  den  Aposteltagen,  dem  Tag  der  Weihe  der  Kapelle, 
fei'ner  an  Weihnachten,  Ostern,  Himmelfahrt  und  Pfingsten,  an  den  Tagen  ihrer  Patrone 
und  in  den  Oktaven  aller  dieser  Feste  besuchen,  und  den  Sondersiechen  (fratribus  ibidem 
leprosis)  Almosen  geben,  einen  Ahlass  von  40  Tagen  für  Tod-  und  von  einem  Jahr  für 
lässliche  Sünden,  unter  Voraussetzung  der  Zustimmung  des  Diözesanbischofs  und  mit  unbe- 
grenzter (iüUigkeit. 

Datum  Auguste,  anno  domini  millesimo  CCLXXXXVHL,  VI.  idus  Junii. 

Ulm.  Orig.  Perg.  Bruchstück  des  spitzovalen  Siegels  aus  mit  Mennig  gemischtem  Wachs;  der  sitzende 
Bischof,  in  der  Linken  den  Stab,  die  Rechte  segnend  erhoben ;  von  der  Umschrift  erhalten ;  f  •  S  •  FRIS  •  HEI  .... 
ONEN  •  ECCLIE  •  EPI.  -  Abdruck:  Ulmisches  ÜB.  1,  251. 

1)  Nach  Eübel,  Hierarchia  cathol.  Med.  .\evi  1,  443  n.  sufTraganeus  archiepiscoporum  Coloniensium  12i)H— 1312. 


5140. 
Konstanz  1298.     Juni  8. 

Propst  K.,  Dekan  Rudolf  und  das  ganze  Kapitel  der  Konstanzer  Kirche  tauschen 
(permutamus  —  et  tradimus)  zum  gegenseitigen  Nutzen  mit  dem  Kloster  Weingarten  einige 
Eigenleute  (Mehthildim  filiaiii  Cilnonis  de  Wille  nobis  iure  proprietatis  pertinentem 
cum  sua  posteritate  pro  Adelhaidi  filia  quondam  dicti  Trumpler  iure  proprietatis  per- 
tinentem cum  sua  posteritate  predictis  .   .  abbati  et  conventui  monasterii  supradicti). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCXCVIIL,  VI.  idus  Junii,  indictione  XI. 

Siegel  abgegangen. 


148  1298.     Juni   15. 

5141. 

Konrad  von  Schifferstadt  Komthiir  und  die  Brüder  von  Altshausen  verkaufen  an  Heinrich 
Brucher  ein  Gut  zu  Mieterkingen  als  Leibgeding. 

Ohne   Ortsangabe.     1298.     Juni  15. 

Ich  bruder  Cünrat  von  Schifferstat  bruder  des  spitales  sancte  Marien  des  Thuzen- 
huses  commendur  ||  zu  Alshusen  und  alle  die  bruder  des  selben  huses  tliün  künt 
allen  den  die  disen  gegenwärtigen  brief  ||  ane  sehent  oder  horent  lesen,  das  Heinrich 
der  Brücher  hat  kouft  umbe  uns  das  gut  zu  Müter||chingen,  do  Heinrich  Büze  uffe 
sas,  umbe  aht  naarc  silbers  und  ein  halbe  zu  eime  lipgedinge  vünf  liben,  ieme  selben 
und  vier  kinden  Albrelit  Benzen  Cünzen  und  Ulrich,  und  alle  die  wile  das  der  vünf 
libe  einer  lebet,  so  sullent  sie  daz  vor  genante  gut  nissen  einer  nach  dem  andern, 
und  swenne  die  vünf  libe  niht  ensint,  so  sol  das  vor  genante  gut  uns  und  unserme 
huse  ledic  sin.  Das  dis  stete  blibe  von  uns  und  von  unsern  nachkümen,  so  henken 
wir  unsers  huses  ingesigel  an  diesen  brief  zu  eime  warn  Urkunde.  Dis  sint  gezuge, 
die  es  sahent  und  hortent:  der  herre  bruder  Cünrat  von  Blümenvelt  luprister  von 
Alshusen,  bruder  Eberhart  von  Stekebrünnen,  bruder  Arnolt  von  Langenstein,  bruder 
Hiltebolt  von  Rudelingen,  Ulrich  der  Nüber  von  Sulgen,  Rüdeger  von  Hagenöwe, 
meiger  Ulrich  der  Rüde,   meiger  Heinrich  von  Hagenöwe  und  ander  erber  lüte  gnuge. 

Dis  geschach,  do  nach  gotes  gebürte  was  thüsent  jar  und  drü  hundert  jar  ane 
zwei  [j]ar,  an  sancte  Vites  thage. 

Beschädigtes  Siegel  der  Kommende  Altshausen,  s.  o.  S.  HG. 


5142. 

Heinrich  der  Brucher   kauft   von   dem  Komthur   und  den  Brüdern  zu  Altshausen  für  sich 
und  seine  vier  Söhne  als  Leibgeding  ein  Gut  zu  Mieterkingen. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Juni  15. 

Ich  Heinrich  der  Brucher  thün  künt  allen  den,  die  disen  brief  ane  sehent  oder 
horent  lesen,  daz  ich  ||  han  kouft  umbe  den  conmendur  und  die  bruder  des  Thüzen- 
huses  zu  Althusen  daz  gut  zu  Mütter||chingen,  do  Heinrich  Büze  uffe  sas,  umbe 
nündehalbe  marc  silbers  zu  eime  rehten  lipgedinge  ||  vünf  liben,  mir  selben  und  vier 
kinden  Albreht  Benzen  Cunzen  und  Ulrich,  und  süUent  daz  vor  genante  gut  niessen 
einer  nach  dem  ander  alle  die  wile,    daz  under  uns  einer    lebet,    und  swen  wir  \ünf 


1298.     Juui  18.  149 

libe  iiilit  ensint,  alse  wir  do  vor  genant  sin,  so  sol  liaz  vor  genante  gut  ledic  sin 
dem  vor  genanten  conmendör  und  den  brudem  des  vor  genanten  huses  zu  Alshusen. 
Das*)  dis  stete  und  war  belibe,  so  henken  wir  vröwe  Adelheit  appetissen  zu  Böchöwe 
durch  die  bette  des  vor  genanten  conmendürs  und  der  bröder  von  Alshusen  und  ouch 
durch  die  bete  des  vor  genanten  H.  Bruchers  und  siner  kinde  unser  ingesigel  an 
diesen  brief  ze  einem  warn  Urkunde.  Dis  sint  gezuge,  die  es  sahent  und  hortent: 
Ulrich  der  Nüber,  Cünze  Kröwel,  Heinrich  Bockelin,  Ulrich  und  Heinrich  die  Heren, 
Rudeger  von  Hagenöwen,  meiger  Ulrich  der  Rüde  und  Heinrich  von  Hagenöwe  und 
ander  erber  lüte  gnuge. 

Dis  geschach,  do  nach  gotes  geburte  was  thüsent  jar  und  drii  hundert  jar  ane 
zwei  jar,  an  sanete  Vites  thage. 

An  braun-  und  weißer  Leinensclinur  spitzovaies  Siegel,  50,80  mm.,  sitzende  Heilige,  in  der  Linken  die 
Märtyrerpalnie,  in  der  Rechten  einen  unkenntlichen  Gegenstand  haltend ;  Umschrift :  f  •  S  •  AÜELHAIDIS  • 
ABBE  •  BVCHAVGENSIS. 

a)  Von  hier  an  andere  Hand  und  Tinte. 


6143. 

Ravensburg  1298.     Juni  18. 

Amman  Friedrich,  Ratmannen  und  ganze  Gemeinde  von  Ravensburg  beurktmden,  dass 
am  18.  Juni  (feria  quarta  proxima  ante  festum  beati  Johaunis  Baptiste)  vor  ihnen  der 
Kirchherr  (rector  ecclesie)  Burkhard  von  Gornhofen  (Gailenhoven)  bekannt  hat,  von  Abt 
und  Konvent  von  Weissettau  20  Mark  Silber  Konstanzer  Gewichts  empfangen  zu  haben. 
Dafür  hat  er  vor  ihnen  stipulatione  soUempni  interposita  zugunsten  des  Klosters  auf  all 
sein  Recht  an  die  Besitzungen  Torkenweiler  (in  possessionibus  dictis  Dorenkwiler  ipsa- 
rumque  pertinentiis  universis  nee  non  in  pratis  que  vulgariter  dicuntur  Ruprül  et 
Wagenprül  nee  non  in  usufructu  utilitate  et  proventibus  ac  redditibus  ipsarum  pos- 
sessionum  et  pratorum  predictorum)  verzichtet  und  alle  Briefe,  die  er  darüber  vom 
Kloster  hat,  für  nichtig  und  kraftlos  erklärt. 

Siegler:  Die  Aussteller  (sigillo  nostre  civitatis). 

Datum  in  Ravenspurch,  anno  domini  MCCLXXXX  octavo,  die  pi-edicta,  indic- 
tione  XI. 

Siegel  der  Stadt  Ravensburg,  s.  Bd.  7,  S.  117. 


150  1298.     Juni  30. 

5144. 

Sirnau  1298.     Juni  30. 

Friorin  und  Konvent  von  Sirnau  beurkunden,  dass  der  Pleban  Ludwig  von  Owen 
(honesta  persona  L.  plebanus  dictus  in  Owen)  ihnen  30  E  Heller  übergeben  hat,  wofür 
sie  ihn  jährlich  auf  15.  Juli  (in  festo  beate  Reginsindis  virginis)  3  E  Heller  bezahlen 
sollen.  Nach  seinem  Tod  ist  dieser  Zins  an  Johann  den  Bruderssohn  des  Plebans  zu  ent- 
richten. Nach  beider  Tod  geht  Kapital  und  Zins  (peccunia  prenotata  atque  redditus 
pretacti  exinde  provenientes)  in  das  Eigentum  des  Klosters  über  ex  donatione  libera 
earundem  (seil,  personarum),  eo  etiam  iure  quod  fulgariter  dicitur  libgedinge.  Dafür 
werden  die  Geber  der  guten  Werke  und  Gebete  der  Schwestern  teilhaftig  (nos  quoque 
ipsas  participes  fecimus  et  esse  volumus  bonorum  omnium,  que  per  sorores  nostri 
conventus  et  in  nostro  monasterio  dominus  fieri  dederit,  et  pro  ipsis  orationes  funde- 
mus  sicut  pro  sororibus  nostri  ordinis  facere  consuevimus). 

Siegler:  Die  Aussteller  und  der  Pleban  L.  von  Owen. 

Actum  et  datum  apud  Syrmenov,  anno  domini  MCCLXXXXVIII.,  I.  kalendas  Julii. 

Eßlingen.  Orig.  Perg.  Zwei  spitzovale  Siegel,  1)  des  Klosters  Sirnau  s.  Bd.  6,  S.  26.  2)  30,45  mm.,  eine 
ausgerissene  Pflanze  mit  7  Blättern,  auf  dem  obersten  Paar  je  ein  Vogel;  Umschrift:  f  •  S  •  LIVD'ICI  •  PLEBANI  • 
DE  •  OWN  .»♦..  —  Regest:  Eßlinger  ÜB.  1,  132  n.  305. 


5145. 

König  Adolf  verpfändet  dem  Kloster  St.  Gallen  Gericht  und  Vogtei  des  Reichs  über  Kloster 
und  Stadt  St.  Gallen,  über  Wangen  und  Altstätten. 

Im  Lager  bei  Heppenheim  1298.     Juni  30. 

Nos  Adolfus  dei  gratia  ßomanorum  rex  semper  augustus  recognoscimus  et  pre|| 
sentibus  profitemur  quod  venerabili  Wilhelmo  de  genere  comitum  de  Monte  Forti  || 
abbati  monasterii  Sancti  Galli  Constanciensis  dyocesis  et  in  persona  sua  eidem  mona- 
sterio in  II  trecentis  marcis  argenti  sumus  nostro  et  imperii  nomine  ex  causis  infra 
scriptis  debitores  et  legittime  obligati.  Nam  cum  nobili  viro  Heinrico  de  Ffrouwem- 
berg  fideli  nostro  dilecto  propter  grata  sua  servitia  presentia  et  futura,  ad  que 
facienda  idem  se  nobis  et  imperio  obligavit,  centuin  et  quinquaginta  marcas  argenti, 
cumque  ex  eadem  causa  strennuo  viro  Gerwico  dicto  Güssen  de  Gussemberg  fideli 
nostro  dilecto  quinquaginta  marcas  argenti  pro  uno  dextrario  comparando  promiseri- 
mus  nos  daturos,  nos  dictis  Heinrico  et  Gerwico  prefatum  abbatem  principem  nostrum 


1298.     Juni  30.  151 

dilectuiu  pro  huiiana  picuiiie  supradicte  ad  ducentus  marcas  asceudente  delegavimu» 
debitorem  et  constituimus  solutorem  accedente  eonindeni  hinc  et  inde  unanimi  voluii- 
tate,  sie  igitur  ex  hac  causa  in  ducentis  marcis  tenemur  abbati  et  suo  raonasterio 
meinoratis.  Preterea  cum  idem  abbas  nobis  duos  dextrarios  et  quedam  arma  pro  cen- 
tum  marcis  argenti  vendiderit,  trecente  marce  argenti  in  summa  resultant,  in  quibus 
dicto  abbati  et  suo  monasterio  nostro  et  imperii  nomine  dinoBcimur  obliguti.  Pro 
qua  quidem  pecunia  eidem  abbati  et  suo  monasterio  iudicium  et  ius  advocaticium 
antiq[u]um  nobis  et  imperio  quoad  ipsum  monasterium  et  civitatem  Sancti  Galli  nee 
non  quoad  opida  in  Wangen  et  Altsteten  homines  res  bona  et  possessiones  ipsiuts 
monasterii  in  quolibet  suo  territorio  et  districtu  pertinens  cum  redditibus  et  obven- 
tiouibus  universis  ad  idem  iudicium  et  ius  advocaticium  ab  olim  spectantibus  et  annexis 
eisdem  pignori  obligavimus,  proventibus  eorundem  quos  dicto  abbati  et  suo  monas- 
terio donamus  in  sortem  minime  computandis,  tamdiu  tenendum  et  titulo  pignoris 
pacifice  possidendum,  quoüsque  dicte  trecente  marce  argenti  dicto  abbati  vel  suis 
successoribus  et  ipsi  monasterio  plenarie  fuerint  persolute.  Verumtamen  quia  quos- 
dam  certos  redditus  dicti  iudicii  et  iuris  advocaticii  strennuo  viro  Walthero  villico 
de  Altsteten  pro  quadam  summa  pecunie  dicimur  obligasse,  promisimus  nos  facturos 
quod  dictus  Waltherus  villicus  renuntiabit  et  cedet  obligationi  huiusmodi  sibi  facte, 
quod  si  non  fecerimus  et  ipsum  abbatem  data  pecunia  cessionem  huiusmodi  contigerit 
ordinäre,  eam  pecuniam  quam  idem  ob  causam  huiusmodi  dederit  premissis  trecentis 
marcis  argenti  ipsi  abbati  ut  premittitur  debitis  sub  omnibus  pactis  et  condicionibus 
obligationis  pignoraticie  supradicte  volumus  cumulari  adici  et  annecti.  Ceterum  dicto 
abbati  et  suis  successoribus  duraute  obligatione  pignoris  supradicti  damus  auctori- 
tatem  et  liberam  potestatem  ponendi  et  statueudi  iudicem  qui  presideat  iudicio  supra- 
dicto  cui  iudici  taliter  statuendo  exnunc  damus  auctoritatem  exercendi  merum  et 
mixtum  iraperium,  hoc  est  animadverteudi  in  facinorosos  et  mittendi  in  possessionem 
ac  alia  exercendi  que  ad  huiusmodi  spectant  iurisdictionem  et  iudicium  ab  antiquo 
cum  siraplici  cohertione,  sicut  huiusmodi  auctoritas  a  pro  tempore  presidentibus  imperio 
per  iudices  huic  iudicio  presidentes  consuevit  exigi  et  concedi,  presentium  testiraonio 
litterarum  nostre  maiestatis  sigilli  secretorum  robore  munitarum. 

Datum  in  castris  apud  Heppenhein,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nona- 
gesimo  octavo,  indictione  undecima,  iL  kalendas  Julii,  regni  vero  nostri  anno  septimo. 

St.  Gallen.  Orig.  Perg.,  abweichend  von  der  gewöhnlichen  Form  der  Königsurkunden  mehr  hoch  als  breit 
(c.  21  :  32  cm).  An  grünen  Leinenfäden  ein  Re.st  des  Siegels,  eingenitht.  —  Abdruck :  Kopp,  Urkk.  z.  Gesch.  d. 
eidgenöss.  Bünde  1,  48  n.  30.  —  Wartmann.  FB.  d.  Abtei  St.  Gallen  3,  297.  —  Regest:  Bühmer,  K.  Adolf  .<»9. 


152  1298.     Juli   1   und  5. 

6146. 

König  Adolf  verspricht  dem  Burkhard  von  Erbach  für  seine  Dienste  100  Mark  Silber  und 

verpfändet  ihm  dafür  Einkünfte  in  Sulmetingen, 

Im  Lager  bei  Wiesoppenheim  1298.     Juli  1. 

Nos  Adolfus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  ad  universorum  notitiam 
volumus  pervenire,  quod  strenuo  viro  Burchardo  de  Elrebach  fideli  nostro  dilecto 
propter  grata  servitia  sua  que  nobis  impendit  ad  presens  et  impendere  poterit  in 
futurum  centum  marcas  argenti  promittimus  nos  daturos,  obligantes  eidem  pro  pecunia 
huiusmodi  in  opido  nostro  Sulmatingen  annue  decem  marcarum  redditus  tamdiu  colli- 
gendos  percipiendos  et  habendes  de  bonis  imperii,  quousque  sibi  vel  suis  heredibus 
feodorum  capacibus  per  nos  vel  nostros  successores  in  imperio  prefate  centum  marce 
integraliter  persolvantur,  quibus  solutis  ipsas  convertent  in  predia  a  nobis  et  imperio 
feodali  titulo  perpetuo  possidenda,  presentium  testimonio  litterarum  nostre  maiestatis 
sigilli  robore  cZignatarum. 

Datum  in  castris  apud  Oppenheim,  kalendas  Julii,  indictione  XI.,  anno  domini 
millesimo  ducentesimo  nonagesimo  octavo,  regni  vero  nostri  anno  septimo. 

Böhmer-Ficker,  Acta  imperii  selecta  1,  388  n.  525  nach  Abschrift  Chr.  Fr.  Stalins,  deren  Vorlage,  ein  Vidimus 
der  Stadt  Ulm  von  1447,  nicht  nachgewiesen  werden  konnte.  —  Regest  nach  derselben  Quelle :  Böhmer,  K.  Adolf  400. 


5147. 
Baindt  1298.     Juli  5. 

Schicester  Bertha  die  Äbtissin  und  der  Konvent  von  Baindt  (Biunde)  beurkunden  dem 
Rudolf  genannt  Klein  von  Riebgarten  (Eüdolfo  dicto  Clanen  de  Rübugarton)  und  seiner 
Frau  Gertrud  eine  Gült  von  4  Scheffel  Spelt  Ravensburger  Mess  jährlich  auf  Martini 
schuldig  zu  sein,  wofür  sie  elf  S  Konstanzer  Pfennige  erhalten  haben.  Nach  dem  Tod 
der  beiden  erlischt  jede  Verpflichtung  des  Klosters  zu  tveiteren  Zahlungen. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Actum  aput  Biunde,  anno  domini  MCCIXVIII.*),  in  crastino  beati  Ödalrici  epis- 
copi,  presentibus  Bur.  plebano  sancti  Johannis  ecclesie  parrochialis  in  Biunde,  fratre  H. 
mercatore,  fratre  Her.  quondam  mercatore  conversis  in  Biunde. 

Wolfegg.     Orig.  Perg.     Abhängendes    Siegel    s.  Bd.  9,    S.  218.  —  Regest:    DiözASchwab.  1891,    S.  7  n.  143. 

a)  So! 


I20R.     .luli    10  und  :J0.  163 

5148. 
Bopfirnjen   VJQ8.     Juli   10. 

Bertholil  yenannt  Üfchircher  Bürger  in  Bopfingen  verkauft  (vendidi  et  vendo  tradidi 
et  trailo)  f/emeiitsam  mit  seiner  Frau  Mechfhild  und  mit  Zustimmuny  seiner  Söhne  Konrad, 
Berthold  und  Heinrich  an  Kloster  Kirchheim  (Chirchein)  Cisterzienserordens  eine  Wiese 
an   der   Sechta   (pratmii    situm   apud   tluvium   dictum  Sehtan   quod  iniclii   proprietatis 

titulo  attinebat quod  circiter  tria  iugera  sive  tagwerc  plus  vel  minus  cou- 

tinet)  um  HO  U  Heller  dapsilis  monete,  vcrzichfcf  <iiif  alle  Un-hfi'  dnrnu  und  rcrs-iirichf 
Gewährschaft  secundum  consuetudinem  terre. 

Siegler:  Stadt  Bopfingcn,   quia  sigilhun  propriuui  uutenticum  non  habeo, 

Testes:  dominus  Cliuuradus  decanus  in  Bo2)hingen,  dominus  Chunradus  plebanus 
in  Walthusen,  dominus  Waltherus  de  Bophingen  miles  et  minister  civitatis  eiusdem, 
Gotfridus  civis  in  Bophingen,  Sifridus  dictus  ^inchurn. 

Datum  et  actum  in  Bopliingen.  anno  domini  MCCXCVllL.  VJ.  idus  Julii. 

Wallerstein.     Orig.  Perg.     Siegel  abgegangen. 


5149. 

König  Albrecht  bestätigt  dem  Bischof  von  Konstanz  die  Encei'htaig  der  Burg  Summerau, 

Vogtei  Langnau  und  Burg  Baumgarten. 

Frankfurt  1298.     Juli  SO. 

Albertus   dei    gratia   Bomanorum   rex    semper    augustus    universis   sacri    imperii 

Romani  fidelibus  ad  quos  presentes  pervenerint  gratiani  ||  suam  cum  notitia  subscrip- 

toruni.      Ktsi  regalis  benignitas   ad  universos  imperii  Romani    subiectos  consueverit  || 

eftectuö  extendere  gratiosos,    debet  tarnen  singulai'ibus    et  precipuis  illorum  respicere 

merito  muneribus  gratiarum  et  favoris  prerogativa  ||  specialis  peramplius  commendare, 

(|ui   tractu   temporis   longioris   obsequia  devota  continuarunt  imperio  et  sincere  fidei 

studiis  evidentius  adheserunt.    Eapropter  cum  venerabilis  quondam  Ebirhardus  Constan- 

tiensis  episcopus  castrum  in  Sumerowe  advocatiam  in  Langenowe  et  castrum  dictum 

Böngarten  cum  suis  pertinentiis  universis  a  quibusdam  niinisterialibus  imperii,  ad  quos 

eadem  castra  et  bona  jiropiüetatis  titulo  sicut  audivimus  pertinebant,  nomine  Constan- 

tiensis  ecclesie   conparaverit,   ex  quo  nobis    et  imperio  ius  competere  posset  et  com- 

petebat  aliquale,  cumque  venerabilis  Hainricus  nunc  Constantiensis  ecclesie  episcopus 

memorate  princeps  et  secretarius  noster  dilectus  dictum  ius  sibi  et  ecclesie  sue  predicte 
XI.  20 


154  1298.     Juli  30  und  August 


o"- 


per  serenitatis  nostre  beneficentiam  devote  petiverit  condonari,  nos  ipsius  Hainrici 
episcopi  meritoria  et  accepta  que  per  devotionis  et  fidei  sue  constantiam  non  sine 
gravibus  laborum  et  sumptuum  fatigationibus  nobis  et  imperio  dudum  fecit  obsequia 
et  exhibere  poterit  in  posterum  gratiora,  precibus  inclinati  ius  in  castris  et  advocatia 
ac  bonis  prefatis  nobis  et  imperio  competens  ex  quacun({ue  ratione  vel  causa  seu  titulo 
qualicunque  in  eundem  H.  episcopum  et  Constantiensem  ecclesiam  de  consensu  prin- 
cipum  nostrorum  et  imperii  quorum  creditur  aut  dinoscitur  interesse  exnunc  inantea 
donatione  perpetua  et  dono  transferimus  liberali  contractum  emptionis  factum  de 
castris  et  bonis  huiusmodi  per  supradictum  olim  episcopum  Eberhardum  sicut  premi- 
simus  ratum  habentes  et  auctoritate  regia  de  certa  scientia  huius  scripti  patrocinio  con- 
firmantes.    In  cuius  rei  testimonium  presens  scriptum  nostro  sigillo  iussimus  communiri. 

Datum  Frankenfurt,  111.  kalendas  Augusti,  anno  domini  MCC  nonagesimo  octavo, 
indictione  XL,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Karlsruhe.  Orig.  Perg.  An  Pergamentstreifen  das  Majestätssiegel.  —  Regest :  Mone,  Anzeiger  f.  Kunde 
der  deutschen  Vorzeit  1837,  S.  372.  =  Böhmer  Addit.  I,  XX  (mit  Juli  201)  —  Reg.  episc.  Constant.  3066. 


5150. 

Ohie   Ortsangabe.     1298.     August. 

Albert  von  Beinchingen,  Proi)st  des  Dreifaltigkeitsstifts  zu  Speier  schenkt  (conferimus 
donatione  inter  vivos)  um  seines  Seelenheils  willen  und  aus  Verehrung  der  Jungfratt 
Maria  dem  Kloster  Herrenalb  dreizehn  Malter  dreierlei  Frucht  von  einer  Hube  in  Wilfer- 
dingen,  die  tveiland  seiner  Schwester  Adela  von  Elchesheim  als  Heiratsgut  gehörte  (redditus 
tredecim  maldrorum  siligiuis  spelte  et  avene  annui  census  super  huba  sita  in  Wülvir- 
/fingen  perpetuo  possidendflHi;  quam  nunc  colit  dictus  Slote,  quam  inquam  hubam 
comparavimus  ab  Rudingero  et  Künnigunde  sorore  sua  natis  condam  sororis  nostre 
Adele  dicte  de  Elgesheim,  quam  hubam  Bertholdus  senior  et  Cünradus  advocatus  bone 
memorie  et  Swenningerus  de  Remichingen  fratres  nostri  predicte  Adele  sorori  nostr« 
ad  onus  matrimonii  sustentandum  cum  suo  legitimo  marito  Sifrido  dicto  de  Elgesheim 
contulerunt  et  donaverunt,  singulis  annis  solvend«  in  nativitate  Marie  virginis).  Er 
verzichtet  auf  alle  Ansprüche  und  bestimmt  noch,  dass  von  dem  Ertrag  der  Gült  sein 
Bruder  Heinrich.,  Mönch  in  Herrenalb,  mit  Kleidung  versehen  um'de  und  sie  erst  nach  dessen 
Tod  in  usus  claustri  verwendet  werden  darf. 

Siegler:  Der  Aussteller,   das  geistliche  Gericht  in  Speier  und  der  Abt  von  Herrenalb. 

Druck  in  ZGORh.  2,  465  nach  dem  Orig.  Perg.  in  Karlsruhe  mit  3  Siegeln. 


1298.     August   1.  155 

5151. 
0/iiie  'OftsiuKjabf.      129H.     Aiujust. 

l'ioji.sf  AUitii  (1)11  h'riiii/iiiiijni  (^iiatiune  de  IJeiiiichiugen)  rom  iJirijaltnjIn'ilsstift  zu 
Speier  schenkt  donatione  inter  vivos  «fem  Kloster  Herrenalb  zwei  l'fimd  Heller  jährlicher 
Einkünfte  von  dem  Hof  dicti  Hachelinger  in  Grünwettersbach  ((in'inenwctcrspach)  mit 
der  besonderen  Bedingung,  dass  die  Gült  auf  Maria  Geburt  alljährlich  durch  den  Bauern 
des  Hofs  zu  bezahlen  ist  und  wenn  der  Termin  versäumt  wird,  alsbald  am  Tag  darauf 
[der  Hof]  in  den  Besitz  des  Klosters  übergeht  (quod  quocumque  anno  in  festo  nativi- 
tatis  beate  virginis  predictam  curiani  colens  censuin  sive  redditus  duaruni  libraruni 
solvere  neglexerit,  extunc  in  crastino  ad  ius  et  i)ropi-ietatem  predicti  claustri  omni 
contradictione  postposita  perpetuo  devolvetur).  Kr  verzichtet  auf  alle  Einsprache, 
bestimmt  aber,  dass  der  jeweilige  Abt  des  Klosters  seinen  Bruder  H.,  der  dort  Mönch 
ist,  vom  Ertrag  der  Gült  mit  Kleidung  versehen  und  erst  mich  dessen  Tod  das  Kloster 
selbst  in  den   Gemiss  eintreten  soll. 

Siegler:  Der  Aussteller,  die  Richter  von  Speier  und  der  Alt  von  Herrenalb. 

Datum  et  actum  anno  domiiii  MCCXCVIII.,  mense  Augusto. 

Ksu'lsmhe.    Orig.  Ital.  Perg.    Siegel  1)  des  Propsls  Albert  vom  DreifaltigkeiU?stift  zu  Speier,  s.  Bd.  10,  S.  223.. 
2)  der  Spcirer  Richter,  s.  Bd.  9,  S.  151.     .3)  des  Abts  von  Herrenaib,  s.  IM.  <l,  S.  151.  —  .Viiszug:  ZGORli.  2,  «Xi. 


5152. 

Äbtissin   Hildegund    und   Konvent    von   Gnadenthal    beurkunden    die  Stiftung  Heinrichs   und 

Hedwigs  von  Eisingen. 

Ohne  Ortsangabe.     12'Jl->.      August   1. 

ich  swester  Hilteguut  du  ubbtissin  von  Gnadental  und  alle  du  saraeiuinge  ver- 
jehen  mit  disem  briefe  allen  den  ||  die  in  sehen,  daz  uns  her  Heinrich  von  Isigen 
unsers  hovemannes  Cünrade,s  stiefater  und  sin  wirtin  ver  ||  Hedewig  mit  gesamenter  hant 
geben  hant  uf  ir  eigime  gute  zwene  Schillinge  geltes  die  wile  si  leben,  und  alle  ir 
eins  II  stirbet,  so  soll  daz  ander  vier  Schillinge  geben,  und  swenne  sie  beidu  ensin, 
so  sol  ez  dem  closter  gelten  ahte  Schillinge  und  ein  vasenaht  hün  immer  ewekliche. 
und  swolhera  ir  erben  'man  daz  gut  immer  mer  ze  rehte  lihen  sol  nach  ir  beider 
tode,  die  sulen  dem  closter  daz  selbe  \(ii  genante  gelt  ahte  Schillinge  geben  und 
ein  vasenaht  hiin,  und  sulen  ze  haubetrehte  sitzen.  Des  sint  gezuge  unser  brudere 
vome  closter  brüder  Cunrat  und  brüder  Gerlach  und  auch  brftder  Cänrat  und  Cönrat 


156  1298.     August   1,    12  und   llj. 

des  vor  genanten  Heinriches  sun  und  sin  stiefsun  her  Cünrat  unser  hoveman  und 
vern  Hedewige  brüder  her  Herman  und  sin  sun  Cun;ze  Gerwer  und  her  Heinrich  der 
smit  von  Retershein  und  her  Cünrat  der  Milte.  Und  daz  dirre  brief  kraft  habe,  so 
han  wir  in  versigelt  mit  unser  selbes  insigel. 

Dirre  brief  wart  geben  in  dem  jare,  do  tusent  und  zwei  hundert  und  achte  und 
nunzik  jar  von  unsers  herren  geburte  waren,  an  sante  Peters  tage  in  der  ernde. 

Öhringen.  Orig.  Perg.  Siegel  abgegangen.  Auf  dem  Rücken  gleichzeitig :  De  bonis  in  Isingen.  —  Au.szug : 
Wibel  2,  180. 


5153. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     August  12. 

Graf  Urich  von  Berg  genannt  von  Schelklingen  beurkundet,  dass  sein  Getreuer  Heinrich 
von  Neufrach  ihm  seine  Burg  Zusdorf  mit  dem  dazu  gehörigen  Hof  und  dem  Patronatrecht  der 
Kirche  zu  Lehen  aufgetragen  hat,  und  belehnt  auf  seine  Bitten  damit  die  Brüder  Ludwig 
und  Mangold  von  Hornstein,  die  Heinrich  zu  seinen  Erben  eingesetzt  hat. 

Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  46  n.  1.57. 


5154. 

Hechingen.     1298.     August  13. 

Graf  Friedrich  von  Zollern  (Zolre),  Schtciegersohn  des  edlen  Mannes  weiland  Grafen 
Alberts  von  Hohenberg,  tutor  legittimus  seiner  jüngeren  Brüder  Friedrich  und  Friedrich, 
bestätigt  dem  Kloster  Bebenhausen  inspecta  vendentis  et  nostra  utilitate  communi.  den 
von  seinem  Vater  tceiland  Grafen  Friedrich  von  Zollern  vollzogenen  Verkauf  des  Fronhofs 
mit  dem  Patronatrecht  in  Entringen  und  aller  seiner  Güter  in  Breitenholz  (ob  urgentem 
debitorum  necessitatem  sibi  et  nobis  liberis  suis  iam  dictis  communiter  incumbentem 
curiam  suam  dictam  fronhof  apud  Antringen  iuxta  cimiterium  ecclesie  ibidem  sitam, 
quam  nunc  incolit  "Waltherus  dictus  Waltsche,  cui  etiam  curie  ins  patronatus  seu  pre- 
sentandi  eiusdem  ecclesie  annexum  fore  dinoscitur,  nee  non  oraues  possessiones  suas 
apud  Braitenholz  ubilibet  constitutas  cum  Omnibus  earumdem  curie  et  possessionum 
iuribus  iurisdictionibus  et  pertinentiis  quibuscumque  immo  cum  omni  iure  et  dominio 
vero  et  utili),  dessen  Kaufpreis  mit  450  U  Heller  bezahlt  ist,  verzichtet  auf  alle  Ansprüche, 
überträgt  (transferimus)  alles  Recht  auf  das  Kloster  und  verspricht  Gewährschaft,  wofür 
er  sich,  seine  Erben  und  seinen   ganzen  Besitz    einsetzt  (reddimus  presentibus  obligatas). 


1298.     August   IB  und   lü.  167 

bieylvr :  Der  O/iciin  (patruus)  (Ich  AiL^-sIrl/crs  Dompropsl  Frifilridi  um  Aiiyxhiirfi 
tmd  der  Aussteller. 

Actum  et  dutuni  m  Haecliingen.  presiiitibus  Walgero  milite  de  Bisiugen,  Hiltt*- 
boldo  nobili  de  Werstain,  Wernhero  notario  profati  cornitis  do  Zolre  rectore  ecclesie 
in  Gossolvingen.  Cünrado  dicto  Walh  sculteto  in  Haechingeu,  Alberto  fratre  suo. 
.  .  dicto  Zohende,  Burkardo  dicto  Sezzenakker.  anno  domini  MCC'XOVIII..  idus 
Augusti,  indictione  XL 

Monum.  Zoller.  1,  107  nach  dem  Uriginal  im  K.  Preuß.  Flausarcliiv  in  CharloUenbiirg. 


B16B. 
Ohne  Ortsangabe.     1298.     August  16. 

Schwester  Gerla,  Äbtissin,  und  der  ganze  Konvent  von  Lichtenstern  (Clara  Stella) 
beurkunden  den  Tausch  von  Gütern  in  Affaltrach,  den  sie  mit  dem  Komthur  und  den 
Brüdern  des  Johanniter spitals  in  Hall  und  in  Affaltrach  gemacht  haben  (bona  subscripta 
sita  in  Affaltrach,  videlicet  bona  bey  deme  steege  versus  "Wiirispach  que  colit  et 
tenet  Burkhardus  et  curiam  sitam  retro  coemiterium  que  dicitur  Wolzen  hof  cum 
prato  sito  sub  monte  qui  dicitur  der  Hundesberg  sibi  attinenti,  pro  bonis  sitis  in 
superiore  parte  ville  versus  Wyler  que  dicuntur  der  Sarsen  guet  et  pro  uno  prato 
sito  supra  villam  uff  dem  mühlgraben). 

Actum  et  datum  anno  domini  MCCLXXXXYIIL,  XVII.  kalendas  Septembris. 
Testes:  frater  Heinricus  de  Hallis  sacerdos,  f rater  Cunradus  de  Krutheim  plebanus 
in  Affaltrach,  frater  Cunradus  de  Eschenawe  fratres  hospitalis  jjredicti,  frater  Heinricus, 
frater  Cunradus  et  frater  Adelhelmus  fratres  nostri  ordinis,  Rudegerus  de  Eschenowe, 
Albertus  advocatus  in  Affaltrach  et  Sichelingus  de  Eschenowe  milites.  Heinricus  faber, 
Syfridus  faber,  Cunradus  Albus,  Waltherus  Bernhart,  Gottebolt  Munge. 

Kopb.  der  Johanniterkom.  Hall-Aflaltracli  von  1Ö85,  Bl.  113'*. 


5156. 

Der  Komthur  und  die  Brüder  des  Johanniterspitals  zu  Hall  und  Affaltrach  tauschen  Güter 

zu  Affaltrach  mit  Kloster  Lichtenstern. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Angiixf   Kl. 

Wir  bruder  Eberhart  zu  Büle  der  commendiure  und  ander  die  bruder  des  spitals 


168  1298.     August  16  und  18. 

sancti  Johannis  zu  Halle  uud  ze  Affaltrach  tun  kuiit  allen  den  die  disen  brief  ansehent 
oder  horent  lesen,  das  wir  mit  gemeynem  rate  han  gegeben  zu  widerwechsel  und  auch 
geben  an  disem  brieffe  den  frawen  zu  dem  Liechtensterne  eine  wisen  liget  obe  dem 
dorf  zu  Affaltrach  an  dem  mulgraben  und  ein  gut  das  da  heiset  der  Süwsin  gut 
das  da  liget  oben  im  dorf  gein  Wyler  vor  recht  fryes  eygen  umbe  das  gut  das  da 
liget  zum  ende  des  selben  dorffs  by  dem  stege  gein  Wilrispach  da  Burkart  uff 
sasz  und  umb  das  gut  das  da  liget  by  dem  kirchoff  das  da  heiset  Wolsen  gut,  da 
höret  in  ein  wise  liget  vor  den  bergen,  eigenliche  und  frylich  zu  haben  ewiglich. 
Und  zu  eyner  stetunge  so  geben  wir  inen  disen  brieft'  versigelt  mit  unsers  husz 
insigel  zu  Halle. 

Dirre  brief  ist  geben  nach  unsers  herren  geburte  tuset  zwey  hundert  und  acht 
und  nuntzig  jare,  zu  mitteme  Ängsten.  Des  sint  gezugen  bruder  Heinrich  von 
Salle,  bruder  Conrat  von  Crutheim  der  pferrer  von  Affaltrach,  bruder  Conrat  von 
Eschenawe  unsers  ordens  brudere,  "bruder  Heinrich  und  bruder  Conrat  und  bruder 
Adelhelm  von  Liechtenstern,  her  Rudiger  von  Eschenawe  und  her  Sichelinc  sin  sun 
zwen  ritter,  her  Albrecht  der  vogte  von  Affaltrach  ein  ritter,  Heinrich  der  smydt, 
Sifrit  der  Schmidt,  Conrat  Alber,  Walther  Bernhart,  Gotebolt  Munge  und  ander  erber 
lute  gnüg. 

Kopb.  des  Kl.  Lichtenstern  um  1500,  Bl.  Gl. 


5157. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     August  IH. 

Abt  Sifried  von  Komburg  überträgt  (contulimus in  perpetuum  possidendum) 

dem  Konrad  genannt  Storer,  seiner  Frau  Mechthüd  und  ihren  Erben  einen  Weinberg  und 
andere  Güter  in  Nagelsberg  (vineam  sitam  in  Nagelsberg  in  monte  qui  dicitur  Spieen, 
medietatem  torcularis  et  pomerium  ibidem  in  Nagelsberg  situm). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Actum  et  datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  VIIL,  in  crastino  octave  beati 
Laurentii. 

Öhringen.  Orig.  Perg.  Abhängendes  Siegel  des  Abts  Sifried  von  Komburg,  s.  Bd.  10,  S.  27.  —  Abdruck : 
Wibel  2,  127. 


1298.     August  21   uud  23.  159 

5158. 

Mengen  1298.     August  21. 

Ritter  Eberhard  von  Rosna  (Koseuöwe)  eignet  mit  Zustimmung  aller  Beteiligten  dem 
Kloster  Salem  die  Güter  in  Jettkofeti  die  Eggehard  von  Ostrack  von  ihm  zu  Lehen  gehabt 
hat  (possessionibus  in  Utkoven,  quas  Egghardus  de  Ostrach  a  me  tenuit  iure  feodi 
quasque  excolit  Hainricus  dictus  Sti'irme  extendeutes  se  ad  culturam  trium  bouin  vel 
pauk)  amplius)  und  verppichtet  sich  und  seine  Erben  zur  Gewährschaft. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Actum  in  Mengen  in  orto  Hainrici  de  Swarzach  civis  ibidem,  anno  doniini 
MCCXC  octavo,  in  crastino  beati  Bernhardi  abbatis,  testibus  Kftdolfo  de  Kischach 
milite,  Hainrico  de  Swarzach  prenotato,  Berhtoldo  de  liandöwe,  Wern.  cementario, 
Cünrado  dicto  Löcheier  sutore  et  Hainrico  de  Bürron  civibus  in  Mengen,  maiore 
cellerario,  Alberto  pistore,  Dietrico  de  Nüfron  monachis  in  Salem. 

Hegensburg.  Orig.  Perg.  Siegel  rund,  4.S  mm.,  der  Scliild  mit  Widder,  in  den  drei  Ecken  des  .Schild:» 
je  eine  Rose;  Umschrift:  f  •  S  •  EBEHHAHUI  •  DE  •  ROSEXOWE.  —  Regest:  v.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  645 
n.  990  nach  Cod.  Sal.  IV  in  Karl.srahe. 


5159. 

Ohne  Orfsangabe.     1298.     August  23. 

Ritter  Burkhard  von  Tobel  eignet  (proprietatem  —  —  libere  donavi)  dem  Kloster 
Weingarten  das  Gut  in  Buggenhausen,  das  seine  Lehensleute  die  Brüder  Heinrich  und 
Friedrich  von  Winterbach  dem  Kloster  verkauft  haben  (quod  Hainricus  et  Fridericus 
germani  dicti  de  Wintterbach  mei  feodales  bonum  in  Bucchenhüsen  situm  ipsis  com- 
petens  iure  beneficii  feodalis  michi  vero  proprietatis  cum  omnibus  suis  appendiciis 
areis  curtibus  agris  pratis  vallibus  virgultis  viis  inviis  et  si  qua  sunt  alia  eidem  bouo 
pertinentia  mea  super  hoc  obtenta  permissione  et  licentia  .  .  abbati  et  conventui 
monasterii  de  Wingarten  pro  decem  libris  denariorum  Kavenspurgensis  monete  dederunt 
ad  emendum). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Die  Brüder  von  Winterbach  bekennen  ihre  Übereinstimmung,  verzichten  auf  alle  Rechts- 
mittel und  bestätigen  den  Empfang  der  Kaufsumme. 

Datum  anno  domini  milesimo  CC  nonagesimo  Vlll.,  in  vigilia  Bartholomei, 
indictione  XH'). 

An  weißleinener  Litze  das  beschädigte  schildförmige  Siegel  Burkhards  von  Tobel  mit  zwei  gekreuzten  Leitern. 
1)  Vielmehr  XI. 


160  1298.     August  26   uud  September  G. 

5160. 
Langenstein  1298.     Aiiyiist  26. 

Bitter  Ulrich  von  Bodman  (Bodemen)  beurkundet,  dass  sein  Eigenmann  Eggehard 
von  Ostrach  (Eggehardus  de  Ostrah,  qui  mihi  proprietatis  titulo  pertinere  dinoscitur) 
detn  Kloster  Salem  alle  seine  unbeweglichen  Güter  mit  der  Abmachung  verkauft  hat,  dass 
die  Einkünfte  davon  geschätzt  werden  und  das  Kloster  für  jede  Mark  Einkünfte  14  Mark 
Silber  Konstanzer  Geivichts  bezahle;  er  bestätigt  den  Verkauf  auf  Bitten  Eggehards  (nee 
tarnen  huiusmodi  contractus  sine  meo  consensu  utpote  veri  domini  ipsius  Eggehardi 
posset  legitime  consumari)  und  überträgt  (transtuli  et  transfero  per  presentes)  dem 
Kloster  sein  Recht  an  die  Eigengüter  Eggehards  zu  Jettkofen  (quicquid  mihi  ratione 
dominii  iuris  competiit  in  possessionibus,  quäs  quidem  Eggehardus  proprietatis  titulo 
sibi  pertinentes  habet  in  Ütinkoven  ad  culturam  duorum  boum  se  extendentes)  soioie 
nach  vorausgegangener  Auflassung  auch  die  Güter  in  Kalkreute  (possessionum  quas  habet 
in  Galgrüti  ad  unius  tantum  bovis  culturam  se  extendentes),  die  Eggehard  von  ihm 
und  seinem  Oheim  (strenuo  viro  et  patruele)  Ritter  Johann  von  Bodman  zu  Lehen  gehabt 
hat,  wozu  Ritter  Johann  seine  Zustimmung  gibt. 

Siegler:  Der  Austeller  und  sein  Oheim  Johann  von  Bodman. 

Acta  sunt  hec  in  Salem,  anno  domini  MCCXCVIII.,  in  die  beati  Läurentii,  pre- 
sentibus  Rüd.  de  Sulzburg,  Hainrico  dicto  Gremiich  militibus  et  Rüd.  ministro  de 
Sancto  Monte.  Datum  vero  in  Langenstain,  eodem  anno,  VII.  kalendas  Septembris, 
presentibus  Hermanne  de  Sulzberg  milite,  Rud.  de  Rosenberg  genero  eiusdem,  Johanne 
filio  meo,  Wern.   de  Riethusen  ac  Bur.  dicto  Bodenzaphe. 

Ritter  Johann    von    Bodman    bekundet   seine    Zustimmung    und   hängt   sein  Siegel   an. 
'     Ego  vero  Eggehardus  prelibatus  prescripta  queque  et  singula  me  agente  et  quanto 
potui    diligentius    procurante    profiteor    fore    gesta,    sed    quia    sigillum    proprium    non 
habeo,   sigillo   domini  mei  Ülrici  de  Bödmen  prelibati  hac  vice  sum  contentus. 

Regensburg.  Oiig.  Perg.  Zwei  runde  Siegel,  eingenäht.  —  Regest :  v.  Weecli,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  546 
n.  992  nach  Cod.  Sal.  II  in  Karlsruhe. 


5161. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     September  6. 

Ritter   Eberhard   von  Jimgingen    eignet    dem   Kloster    Heiligkreiizthal    einen  Acker   in 
Langenenslingen. 

Deutsch.     Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  LB.  1,  50  n.  162  mit  Jahr  1299.. 


12{»,s.     St'ptt'mber   13  uikI    1!I.  161 

0102. 
Köiiiij  AIhnrht  rerleiht  der  Stadt   Wnldxnc.   Hfn-enHhuryer  Hecht. 

Ilnl:hlrrli(  II     l'J'Js,       Srji/niilnr     l:i. 

Albertus  dci  «rratia  Homunoruin  i«'x  scniptM-  aiigustus  iiniversis  sacri  iniperii 
KoiiiHui  lidolibus  piesentes  litteias  inspecturis  ||  gratiam  snam  et  onine  boiimn.  Dignuni 
iudicat  nostra  sevenitas  et  decernit,  quod  fidelium  nostrorum  coniniodis  tauto  gi-atiosius 
intendamus  (iuaii||to  iidem  sacrosancto  Romano  iinpt'rio  rt  uohis  iniperii  atquc 
rei  publice  curaiu  gerentibus  tidelius  coniunguntur.  Cum  «'uim  sul)ditorum  coiu-|| 
modum  et  conimoditatis  augmentum  nostra  procurat  serenitas,  dilatationeni  honoris 
regii  et  dignitatis  iniperii  promovemus.  Quapropter  ad  universitatis  vestre  notitiam 
tenore  presentium  cupimus  pei-venire,  quod  nos  nobilium  virorum  fratrum  dt-  W.ilsf 
dilectorum  iiostrornin  lidelium  precibns  favorabiliter  inelinati  prudeiitibus  viri>  .  . 
sculteto  consulibus  t't  universis  civibus  oi)i)idi  de  Waise,  quorum  dcvota  fidelitas  ot 
Hdelis  devotio  erga  nos  et  Konianum  iinporiuni  fervere  dinoscitur,  oinnes  libertates 
gratias  et  iura  ab  inclite  recordationis  ini])eratoribus  et  legibus  Komanorum  nostris 
predecessoribus  civibus  de  Kavenspurch  Hdelibus  nostris  et  eorum  oppido  traditas 
et  concessas  ipsis  civibus  et  oppido  in  Waise  <le  lil)eralitate  regia  duxinius  perpetuo 
concedeudas,  ut  eisdeni  libere  et  quiete  gaudeant  et  fruantur,  sicut  dicti  cives  de 
Ravenspurcli  gratiis  perfruuntur  huiusinoili  »t  liactenus  sunt  gavisi.  In  cuius  n-i 
testiinoniuiu  presens  scriptum  exinde  conscribi  et  niaiestatis  nostre  sigillo  iussimus 
comniuiiiri. 

Datum  aputl  Holtzkirgen,  idns  Septembris.  indictione  XL,  anno  doniini  millesiino 
ducentesimo  nonagesimo  oetavo,  regni  vero  nostri  ainio  primo. 

Walilsee.  Ori«.  Peig.  Siegel  abKeKaiiRen.  —  Aluhuck:  \Viiikelniaiiii.  At-la  im)),  iiieil.  25<i.  —  Resesl : 
Böliiiier.  Ad.lil.  II.  K.  AllirPiht  (JKi. 


5163. 
Könnj  Albrecht  bestätigt  dem  Kloster  Ktnuburtj  alle  seine  Priri/effien. 

Hiifhcnhuni    l-J'.ls.      Septnithcr    ]'.». 

Albertus    dei    gratia    J^uiianoruni    rcx    semper    augustus    universis    sacri    iniperii 

Romaiii  tidelibus  presentes  litteras  inspecturis   gratiam  suam  et  oiiiiie  bonuni.     Licet 

regalis  nostre  cleinentie  benignitas  ad  qnoslibet  qnos  Romanum  ambit  imperinm  sue 
XI.  ..,, 


162  1298.     September   19,   20  und  21. 

defensionis  et  niagnificentie  dexteram  pi'otendere  teneatur,  tainen  illorum  qui  divinis 
iugiter  vaeantes  obsequiis  deo  pro  nostra  nostrorumque  fidelium  salute  supplicant  inces- 
santer  dispendiis  precavere  et  commodis  intendere  nos  delectat.  Sane  religiosorum 
virorum  abbatis  et  conventus  ecclesie  sancti  Nicolai  in  Camberg,  quos  afi'ectibus  sinceris 
prosequimur,  devotis  et  liumilibus  supplicationibus  inclinati  universa  privilegia  iura 
libertates  et  gratias  a  divis  imperatoribus  et  regibus  Homanis  nostris  predecessoribus 
eis  rite  et  rationabiliter  concessa  et  concessas  approbamus  innovamus  ratificamus  et 
presentis  scripti  patrocinio  confirmamus.  Kulli  ergo  hominum  liceat  lianc  nostre 
approbationis  innnovationis  ratificationis  et  confirniationis  paginam  infringere  aut  ei 
in  aliquo  ausu  temerario  contraire  sicut  gravem  nostre  indignationis  offensam  voluerit 
evitare.  In  cuins  rei  testimonium  presens  scriptum  exinde  conscribi  et  maiestatis 
nostre  sigillo  iussimus  communiri. 

Datum  aput  Rotenburg,  XIII.  kalendas  Octobris,  indictione  XII.,')  anno  domini 
millesimo  ducentesimo  nonagesimo  octavo,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Kop]).  des  Kl.  Kombuig  von  1457,  Bl.  13.  —  Regest :  Böhmer,  K.  Albieclit  49. 

1)  Demnach  scheint  die  Urkunde  erst  nach  dem  :24.  Septemljer  ausgestellt  zu  sein. 


51G4. 
Weingarten  1298.     September  20. 

Johann  von  Irrenbery  (Irrenberch)  verkauft  (venditione  legali  —  —  transtulisse) 
an  Kloster  Weingarten  einige  Eiyenleute  (antiquam  .  .  edituam  in  Berge,  Wiibirgim 
filiam  snam.  Hainricum  dictum  Wirt  et  fratrem  suuni  iure  proprietario  mihi  perti- 
nentes).  Der  Edle  Konrad  V07i  Wartenberg  bestätigt  a/uf  seine  Bitte  diesen  Verkauf,  der 
mit  seinem  Willen  geschehen  ist,  und  macht  ihn  auch  für  seine  Erben  verbindlich. 

Siegler:  Konrad  von   Wartenberg. 

Datum  et  actum  aput  Wingarteu,  anno  domini  ]\ICC1jXXXXVIII.,  XII.  kalendas 
Octobris,  indictione  XI. 

Abhangend  ein  schildförmiges  Siegel  mit  aufgerichtetem   Löwen ;  Umschrift  abgebrochen. 


5165. 

König  Albrecht  bestätigt  der  Stadt  Hall  das  von  König  Ricdolf  ihr  verliehene  Privilegium 

de  non  evocando. 

Rothenburg  1298.     September  21. 
Albertus  dei  gratia  Eomauoruin  rex  seinper  augustus  nniversis  et  singulis  sacri  ßo- 
mani  imperii  fidelibus  ||  ad  quos  presentes  pervenerint  gratiam  suam  et  omne  bonum.  In 


*i 


12nH.     September  21    und  24.  163 

nostie  iiiaifstatis  itr«*si'ntiii  lonstitiiti  i»rii||(I*'iiters  viri  rives  ilf  llallis  tiiK-les  iiostri 
dilecti  quoddam  i)rivilejij:iuiii  ipsis  per  dive  recordationis  Rudolfuin  quon||dan)  regeui 
Romanorum  «^eiiitorem  et  jiredecessorem  nostruin  üoncessum  et  trnditum  iiol)i8  exhi- 
buerunt  humiliter  supplicantes  ut  idem  ipsis  privilej^ium  indulgere  innovare  et  con- 
firmare  de  benifiiiitate  regia  dignaremur.  Ciiius  (piidem  privilegii  tenor  ])er  oninia 
talis  est:   l{iidolfiis  imw.     Es  folgt  der  ßd.  7  S.  417  (jedruckte   Text. 

No8  dictoriuii  civiuin  propter  sue  tidelitatis  obseqiiia  (piibus  nobis  et  imperio 
astringuntur  gratiost;  })rec'il)us  aiimientes  prenotatum  Privilegium  et  contentas  gratias 
in  eodem  ipsis  concedimus  aj)probamu8  innovamus  et  scripti  liuius  i>atrocinio  contir- 
mamus,  nolentes  ut  aliquis  liauc  nostre  eontirmationis  paginam  sicut  indignationem 
nostram  evitare  voluerit  ausu  tenierario  violax'e  presumat.  In  cuius  rei  testimonium 
has  litteras  maiestatis  nosti'e  sigillo  fccinius  communiri. 

Datum  apud  Kotemburcli,  XL  kalendas  Octobris,  anno  domini  MCCLXXXXVIII.. 
indictione  XII.,*)  regni  vero  nostri  anno  prinio. 

An  roten  und  gelben  SeidenfiUieii  das  Majestätssie^el.  —  Hecesl :  Böhmer,  K.  Allirndit  öt. 

1)  Wie  bei  Sei)tt>nil)er  lit. 

öl  0(1. 
Kl  reit  heim   12'.>S.     SepteiiiOer   '24. 

Die  Grafen  Diepold  inid  Ulrich  von  Aiehelbery  (^'f^chelberc)  eignen  dem  Berthold 
genannt  Schach  von  Biberach  ihre  Hechte  auf  Gidern  in  Wasach,  mit  Ausnahme  derer,  die  dem 
Spital  in  Biherach  gehören  (in  omnibus  bonis  iitpote  mansis  nee  non  agi'is  cultis  et 
incultis  ac  nniversaliter  in  omnibus  aliis  in  Wasach  sitis,  solum  illis  que  ad  hospitale 
sancti  spiritus  in  ]?ibracli  pertinere  dinoscuntur  exemtis,  a  Hehvigo  de  Essendoi-f 
Berhtoldo  dicto  Schach  de  Bibrach  prius  nominato  veuditis  ac  actenus  ad  nos  habito 
respectu  ab  eodem  Hehvigo  iure  feodario  possessis  ipsi  Berhtoldo  antedicto  (juicquid 
iuris  habuimus  donamus  —  —  proprietatis  tytnlo  possidenda). 

Siegler:   Die  Aussteller. 

Testes:  .  .  minister  in  Bibrach  sepe  tacto  dictus  (i neter,  Cunradus  dictus  Schillier, 
Hainricus  dictus  de  Menbrehzwiler,  . .  dictus  Sahs,  Li'idewicus  deMenbrehzwiler,  Hainricus 
dictus  Schach,  Cunradus  dictus  Schach,  Wernherus  dictus  Schach,  Hainricus  dictus  Maister. 

Datum  Kirchain,  ex  procuratioue  discreti  viri  .  .  rectoria  ecclesie  in  Scldierbach. 
anno  domini  MCCXCVIU.,  proxima  feria  quarta  post  festum  sancti  Mauritii. 

Allhangend  2  Siegel,  1)  des  (!i-afen  Ulrich,  s.  Bd.  10,  S.  415.  2)  des  Grafen  Diepold,  s.  Bd.  7,  S.  liö.  -- 
.Abdruck:  Dir.zASchwab.  18H9.  S.  70.  —  Res^st :  Wiall.  Vierteljahrshefte  1897,  S.  46. 


164  1298.     September  28  und   2!).      * 

51(57. 
Ritter  Burkhard  ron  Tohel  überträi/f  dein   Kloster  We'ttKjarten  dos   Gut  Vunkeiihove. 

Weingarten  1298.     Septemher  28. 

Universis  presentium  inspectoribus  Burchardus  miles  senioi-  de  Tol)el  et  Hur. 
filius  suus  iunior  salutem  ||  cum  uotitia  subscriptorum.  Petitionern  honorandi  viri 
H.  dicti  Blässinch  recepimus  contineutem,  quod  pre(|dium  dictum  Vunkeiihove  iure 
proprietatis  iiobis  pertiuens,  quod  idem  H.  apud  nos  propria  pecunia  comparavit,  in 
mo||nasterium  honorabilium  dominorum  .  .  al)batiH  vt  conventus  in  Wingarten  per 
donationem  transferre  dignaremur.  Cuius  precibus  inclinati  prefatum  predium  cum 
Omnibus  iuribus  suis  et  appendiciis  quibuscunque  donatione  libera  njauu  choadnnata 
in  monasterium  transtulimus  memoratuni,  renuntiantes  pro  iiobis  nostrisque  heredibus 
universis  omnibus  iuribus  et  actionibus,  que  uobis  in  suprascripto  bono  sive  possessione 
conpetebant  aut  etiam  in  futuro  conpetere  viderentur.  üt  autem  nostra  donatio 
libera  maneat  firma  et  illesa,  presentem  cartam  memoratis'dominis  nostris  .  .  abbati 
et  conventui  in   Wingarten  sigilli  nostri  munimine  tradidimus  communitam. 

Datum  et  actum  apud  Wingarten,  anno  domini  ^ICCLXXXXYIIL,  1111.  kalendas 
Oktobris,  indictioue  XI.') 

All  Haiif.schnur  spitznvales  Siegel,  c.  iJ4,"25  inni.,  zwei  gekreuzte  Leitern;  l'ni.-icliiift :  f  •  S  •  H  .  .  .  (-HARDI  • 
MILITIS  •  U  .  .  .  BEL.     (Kleinerer  Stempel   als  nlien  S.  159). 
1)  Nacii   der  indictio   Roniana. 


5168. 

Graf  Ulrich  von  Helfenstein  gewährt  dem  Kloster  Bebenhausen  Freiheit  roiii  DurchgangszoU 

für  Wein   in   Geislingen. 

Geislingen   1298.     September  29. 

Xos  Ulricus  dei  gratia  comes  de  Helfenstein  tenore  ])resentium  publice  profitemur, 
quod  nos  monasterio  ac  fratribus  in  Bebenhusen  Cisterciensis  diöcesis  donavimus  et 
donando  perpetuo  remisimus  causa  divine  retributionis  nee  non  ob  ipsorum  fratrum 
amicitiam  seu  gratiam  specialem  tlieloneum  quod  in  strata  nostra  Giselingen  de  trans- 
vectura  vini  ipsorum  nobis  ex  antiquo  iure  seu  debito  solvi  vel  dari  deberetur.  Et 
ut  hec  donatio  seu  donationis  gratia  robur  et  firmitatem  obtineat,  presentem  chartam 
memoratis  fratribus  dedimus  sigilli  nostri  munimine  roboratam. 


1298.     Septoiiiber  29.,  30.   und  (>kt<)l).r    1.  HiT) 

J)at;i   «ii.sliiijfrii.    iiiiiio    doniitii    MC'C'XCN  11 1..     in    dw    bcati    Michaeli»   archanjjreli. 

.Ahscliritt  von  .Viulteas  HiitU-l.     Dariiacli  KC^Iruckt  im  Ulmiüclien  Uti.  l,iX>%.  —  .\lirinii'k   rmcli   ilcin  <>ri:;iii»l: 
Crusius,  Annal.  Suev.  !),  3,  14  S.  IHÜ.  —  Besohl,  Doc.  rediv.  !Wf>=  Petm«,  Supv.  eccl.  i:K 


51()9. 
Waldsee   1:^'J8.     Sepfeinhrr  HO. 

Kberhurd  von  Junghujen  beurkundet  für  seine,  Ansprüche  auf  die  Güter  des  Klosters 
Baindt   in  Kuniinhuz  (cum    ego   in   causam   traxerim  venerabiles    in  Christo  .   .  abba- 

tissam  et  conventum  monasterii  in  Biiuule super  possessionibus  dictis  Ki'uiuuhu/ 

michi  ac  raeis  liberis  easdem  asserens  ex  parte  domini  Wolfgandi  quondam  de  Walchsee 
iure  hereditario  pertinere)  von  Äbtissin  und  Konvent  H  g  Komtamer  Pfennige  erholten 
zu  haben  und  überträgt  sein  Recht  (dictam  iurisdictionem  sicpia  in  dictis  possessionibus 
mihi  ac  .  .  uxori  mee  seu  liberis  nostris  pertinebat  —  —  —  tradidi  et  donavi) 
dem  Kloster. 

Siegler:   Der  Aussteller. 

Actum  a])ut  Walclisec,  anno  domini  MCCiX\'lll.,")  in  crastino  Michaheli.s,  prc^en- 
tibus  (lomino  Ülrico  milite  de  Walchsee,  domino  .  .  de  Krilx'irh,  domino  Hainrico 
preposito  de  AValchsee,  Manigoldo  ministro  ibidem. 

Wolfepfj.     Orifr.  Perg.     Siegel    Eherliards    von  Jungingen,    s.  Bd.  7,  S.  177.  —  Hegest:    Diöz.ASchwab.  1S91, 

s.  7  II.  \n. 

■.\\  .So! 


5170. 

Ohur   (h-lsung(.il,e.      7V.''S'.      Oktal, n-    1. 

Heinrich  von   Gottes  Gnaden  Markgraf  von  Burgau  eignet  (aipproprietavimus 

transferent«s omue  ins  proprietatis  possessionis  ac  dominii)  dem  Kloster  Kaisheim 

2  Hüben  in  Illingen,  die  Adelheid  von  Asselfingen  demselben  geben  will  (cum  Adelheidis 
dicta  de  .\slabingen  uxor  Ulrici  dicti  Fulhin  duas  hübas  sitas  in  Ellingen  quaium 
una  vulgo  dicitur  des  Kurtzen  hübe,  alteram  vero  .  .  dictus  Sneiter  incolit  —  — 
vendere  vel  legai-e  in  anime  sue    remedium  decrevisset).  nachdem  deren  Trager  Albert 


1Ü6  129H.     Oktober   1   und  (1. 

(jenannt  von  Sonthe.'tin  (qui  nomine  ipsius  Adelheidis  ipsas  tenebat  a  nobis  titulo  feodali 
existens  baiulus  bone  fidei  earundeni)  sie  ihm  aufyelassm  hat. 

Sief/Ier:  Der  Aussteller. 

Datum  et  actum  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  Vlll.,  kalendas 
Octobris. 

München.     OiiR.  Perp;.     Siegel  abgegsin}>en. 


5171. 

Abt  Sifried  von  Komhiircj  beurkundet  den  Erbvertrag  der  Töchter  Hugos  [von  Nagelsherg] 

mit  vier  Schivesterti  [von  Künzelsau]^). 

Ohne   Ortsangabe.     1298.      Oktober  6. 

Nos  Sifridus  dei  gi'utia  abbais  monasterii  in  Kanberg  ordinis  sancti  Benedicti 
Herbipolensis  dyocesis  recognoscimus  tenore  presentium  litterarum  et  ad  notitiam  || 
omnium  presens  scriptum  intuentium  cupimus  pervenire,  quod  lOlizabet  et  Jutha 
sorores  tilie  Hugonis  bone  memorie  bona  ipsarum  videlicet  partem  castri  ||  Xagilsberg 
vineas  pomeria  prata  agros  et  generaliter  omnia  bona,  que  Hugo  predictus  quesita 
et  inquisita  culta  et  inculta  a  nobis  et  a  nostro  monasterio  ||  habuit  iure  feodali, 
commiserunt  Sifrido  filio  Ereuvridi  de  Velliberg  sub  fidei  commissaria  tenenda  et 
quod  prefata  Elizabet  et  Jutha  sorores  Mehthildis  (lerdrudis  Adelheidis  et  Elizabet 
inter  se  mutuo  legaverunt  omnia  bona  ipsarum  quesita  et  inquisita  culta  et  inculta 
hoc  modo,  ut  quecunque  predictarum  domicellarum  sive  dominarum  moriatur,  quod 
bona  illius  domine  que  moritur  ad  dominas  predictas  superstites  devolvantur.  Et 
ista  predicta  sunt  acta  nostro  et  Sifridi  de  Velleberg  predicti  consensu  et  voluntate 
benivole  accedente.  Testes  huius  ordinationis  sive  donationis  sunt :  Zuricho  de  Gabeln- 
stein, Volchardus  et  Volchardus  de  Velleberg,  Lupoldus  de  Velleberg,  frater  Burchardus, 
frater  Wernherus  de  Libesberg  de  domo  hospitalariorum  in  Hallis,  Heinricus  dictus 
Lecher  civis  in  Hallis  et  alii  quam  plures  fide  digni.  Et  in  testimonium  predictorum 
nostrum  sigillum  et  sigillum  predicti  Sifridi  filii  Erenvridi  de  Velleberg  presentibus 
sunt  appensa. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXVIH.,  K.  nonas  Octobris. 

Ohi-ingeii.  Orig.  Perg.  Zwei  abhängende  Siegel,  1)  des  Abts  von  Komburg,  s.  Bd.  10,  S.  27:  Umschrift: 
i  •  S  •  SIFRIDI  •  ABBATIS  ■  DE  •  KAMBERK.      2)   nnid,    32   mm.,    im    Schild   ein   Flügel    und   rechtes    Obereck : 

irift:  i  •  S  •  SIFRIDI  •  DE  •  VELLEBERG.  - 

1)  Vergl.  dazu  OABeschr.  Künzelsau  S.  723. 


1298.     Oktol.fT   17.  167 

6172. 

Alii   Frirdiiili   lind  h'oiinnf   roii  Aiiiorhach  orneumi  die  Konfrateniitüt  mit  dmn 

Kloster  Ko»il)iirff. 

Ohne  Ortsangabi:      12'J^.      Oktobir    /;. 

In  nomine  saucte  et  individue  triiiitatis.  Amen.  Fridericus  miseratione  divina 
abbas  totusque  couventus  monasterii  Amorbacensis  ordinis  sancti  Benedicti  Herhi- 
polensis  diocesis  omnibus  tani  presentibus  quam  posteris  abl)atibu8  qui  pro  tempore 
in  Camberg  fuerint  successive  ac  universis  eiusdem  ecclesie  confratribus  qtii  nunc  sunt 
vel  fuerint  in  futurum  orationum  munus  in  caritatis  vinculo  nolidatum.  Licet  ad 
omnes  fideles  Christi  hortemur  per  apostoluni  observare  in  domino  caritatera,  eis 
tamen  specialius  astringimur  et  tenemur  obnixius,  qui  familiari  vicissitudine  mutun 
se  nobis  compensationis  vinculo  astrinxerunt.  Hac  igitur  consideratione  nos  deside- 
rantes  venerabilibus  in  Christo  domino  abbati  predicte  ecclesie  in  Camberg  ac  uni- 
versis sue  ecclesie  confratribus  nee  non  et  omnibus  eorum  successoribus  confraterni- 
tatem  inter  nostram  et  ipsorum  ecclesias  hactenus  habitam  innovare  litteris  presentibus 
eam  ad  indicium  firmissime  amicitie  in  nostro  capitulo  unanimiter  et  concorditer  ex 
puro  cordis  desiderio  taliter  duximus  ordinandam,  ut  si  quis  de  ipsorum  ecclesia 
ad  nostram  aut  de  nostra  forsitan  ad  eorum  devenerit  ecclesiam  quamdiu  affectaverit 
ibidem  quietem  ducere  caritativam  refectionem  et  comodum  sicut  filius  ecclesie  plenarie 
recipiat  in  prebenda.  Ceterum  cum  (juis  de  eorum  ecclesia  migraverit  ad  dominum, 
eidem  exhibebimus  idem  omnino  quod  ecclesie  nostre  filio  in  officio  defunctorum,  in 
simili  casii  reciproco  devotionis  obsequio  nostris  cupientes  mortuis  respondere.  Preterea 
si  de  utralibet  quod  absit  ecclesia  de  confratribus  quis  sui  abbatis  ingratitudinem 
inciderit  in  altera  tamdiu  caritative  fovebitur  quodum  sui  patris  et  domini  favorem 
et  gratiam  i)er  filialem  reverentiam  plenius  assequatur.  Ut  autem  hec  confraternitas 
Hrma  et  stabilis  perseveret  inter  nos  sicut  eam  oretenus  in  capitulo  denuo  firmavimus 
sie  ad  perpetuam  memoriam  eam  conscribi  fecimus  et  sigillorum  nostrorum  muni- 
mine  dedimus  communitam. 

Datum  et  actum  anno  domini  millesimo  dueentesimo  nonagesimo  octavo,  sedecima 
kalendas  Novembris. 

Kopt).  des  Kl.  Komlmrf,'  von  1457,  Bl.  83. 


1G8  1298.  Oktober  20  und  2(J. 

5173. 

Ulrich  von  Eichsfetten  verzichtet  zugunsten  des  Klosters  Rottenmünster  auf  seine 

Ansprüche  an  ein  (hit  zu  Denkingen. 
Freiburg  1298.     Oktober  20. 

Allen  die  disen  brief  selient  oder  li6rent  lesen,  kiinde  ich  her  Ulrich  von  PJistat, 
das  ich  alle  die  an||sprache  und  die  sache  die  ich  hatte  oder  han  mohte  wider 
die  ereberen  frowen  .  .  die  aptischinne  ||  und  den  convent  des  closters  ze  Kotenmünster 
von  des  gutes  wegen,  das  si  köften  umbe  Peter  Grellen  ||  den  Langen  und  umbe 
Berhtolden  von  Balgehein,  das  lit  ze  Denkingen,  durh  der  vor  genanten  der  apti- 
schinne und  des  conventes  bette  luterliche  und  willecliche  han  vam  gelazen  vir  mich 
und  vür  alle  mine  erben  und  han  mich  verzigen  vur  mich  und  vür  alle  mine  erben 
alles  rehtes  und  aller  anspräche,  die  ich  dar  umbe  an  si  oder  an  das  selbe  gut 
hatte  von  dekeinen  Sachen,  und  hant  Ach  die  selben  du  aptischinne  und  der  convent 
durh  got  und  durh  mine  bette  mir  gelobit  willecliche,  das  si  und  alle  ix'e  nach- 
komenden  min  und  mines  vatter  seligen  jargezit  iemerme  began  sun  mit  ganzen 
dienisten  als  in  irem  closter  sitte  und  gewanlich  ist  ane  alle  geverde.  Har  über  ze 
einem  Urkunde  und  das  dis  stete  belibe,  han  ich  min  ingesigel  an  disen  brief 
gehenket.  Hie  bi  waren  dise  gezüge:  brüder  Gottebolt  von  Blümenberg  des  ordins 
von  sante  Johannese,  her  Johannes  SneAvili  ein  ritter,  her  Burkart  der  Turner  von 
Friburg,  Walthere  preco  von  Costenze  und  ander  erber  lüte  gnüge. 

Dirre  brief  wart  gegeben  ze  Friburg,  in  dem  jare  do  man  zalte  von  gottis 
gebürte  z^velf  hundirt  nünzig  und  aht  jar,  in  dem  selben  ahtoden  jare,  an  dem 
nehisten  mentage  nach  sante  Gallen  tage. 

Abhängend  rundes  Siegel  von  dunkelgiünem  Wachs,  34  min.,  Schild  mit  Lilie;  Umschrift:  -;■  •  VL  •  N'OBILIS  • 
DE  •  EISTAT  (d.  h.  Eichstetten  ])ad.  BA.  Emmendingen.  Vergl.  Kindler  v.  Knohloch,  Oberbad.  Geschlechterbuch  1, 
289  f.     V.  Alberti  1,  S.  175  bringt  die  vorliegende  Urkunde  samt  Wappen  irrtümlicherweise  unter   Erstat). 


5174. 

Esslingen  1298.      Oktober  26. 

Fridericus  scultetus  in  Esselingen  et  Hugo  patrueles  dicti  de  Hohenhaim  Con- 
stantiensis  diocesis  bona  sua  in  Winterbach  vendunt  gen  Kirchen  ins  closter.  Testes 
discreti  viri  capitaneus  lludolfus  dictus  Hasenzagel,  Hugo  dictus  Nellinger,  Rupertus 
Cunradus  et  Rudiger  fratres  dicti  Ruprecht,  Truilieb  dictus  de  Hallis,  Albertus  dictus 
Gerter,  Walther  dictus  de  Rinderbach  et  dictus  Ramser. 

Datum  Esselingen,  anno  domini  MCCXCVIH.,  VH.  kalendas  Xovembris. 

(ndielkhover,  Collectanen,  Handschr.  des  StA.  48=.  II,  Bl.  S6-<.  —  DaiJiach  liegest:  Eßlinger  ÜB.  1,  133  n.  3l)7. 


12\)H.      Oktober  2(5.  Ki!» 

r.iTr). 

Die  Ritter  Hildchraiid    und   (iottfried    von  Scinsheiin    und    iliir  Srhwegturn    ijeben  ihre  %u- 

stihDuun;/  zur  tbertrayung  der  Friedhofkapelle  in  Aferf/entfifiui   und  ihres  Altars  und  der 

Geheine  ihres   Vrc/rossrafers  in  die  dortif/e   l*f(irrkirche. 

Au/>    l-^ÜS.      Ohfohn-  JC. 

Xos  Hiltebrandiis  et  (iotfridus  fratres  uiilites  de  Samvensheim  nos  (iiioque  Klizabet 

relicta    (luondam    .    .    iiiilitis    de    Espenveit    nee    iion    M('r|j<>fardi8    Lezschinne    sorores 

eorundem    harum    recognoscimus    serie  litteraruni,    quod  cuiii   Heinrieiis    de    H6tingen 

hone  memorie  dilectus  noster   proavus  ||   partem  aliquant   renun  suariim  tenipüraliuiu 

viris  religiosis  hospitalariis  domus  sancti  Johannis  in  Mergentheim  contulisbet,   iit   .   . 

eonniendator  et  fratres  ibidem  ||  altai'e  in  caj)})ella  cymmiterii  sui  constructiim  priore 

niissa  diei  cuiuslibet  ofHciari  perpetim  procurarent,  considerantes  quod  cum  non  suluni 

in  ijjsa  ]iarrochiali  ecclesia  Mergentheim   largiente  domino  divina  laudabiliter  instau- 

rentur  ofücia  vei'uni  etiam  propter  dicte  capelle  sanctitudinein  Christi  üdeles  qui  in  ea 

conveniunt  minus  comode  missarum  sollempniis  valeant  interes.se,  nobis  placuit  singulis 

nostrisque  heredibus  et  fautoribus  consultum  videbatur  et  utile  ut  idem  altare  destructum 

cappella  funditus  eversa  in  prefatam  ecclesiam  cum  exhumatione  dicti  nostri  proavi  dignis 

obsequiis  transfen-etur,  cui  translationi  consensum  nostrum  a(lliil)uimus  et  presentibus 

adhibemus    ita    tarnen    quod  predicti  .   .  conmendator   et  fratres  hospitalarii    qui    pro 

tempore    fuerint    altare    in    eadem    ecclesia   constructum    nee  non    ad  honorem    sancte 

crucis  sancti  Nycolai  et  sancti  Martini  dedicatum  priore  missa  cuiuslibet  diei  sonantf 

campana  ut  prius  consuevit  fieri   officiar/   perpetuo    debeant   et   procurent  et  nichilo- 

minus  elemosinam  annis  singulis  ad  unius  maldri  et  dimidii  valorem  siliginis  in  dicti 

cari    nostri    proavi    aimiversario    scilicet    feria  VI.    post    omniuni    sanctorum    festum 

tenebuntur  pauperibus  perpetualiter  erogare  et  eins  memoriam  cum  vigiliis  de  vespere 

et  cum  missis  de  mane   et  candelis    honestis    tideliter   adimplere,    quo    peracto    oft'icio 

.   .  conmendator    ibidem    pytantiam    sive    cons«lationis    beneficium    fratribus    tenebitur 

anipliare    et   insuper   sepedicti    .   .    conmendator   et   fratres    coram    dicto    altari    supru 

sepulcrum  nostri  proavi  lumen  quod  die  noctuque  ardeat  debeant    sine  termino  pro- 

curare,  promittentes  ante  omnia    et    sine  omni    captione    doli    nos    ad    ea    i)resentibus 

obliganms,  quod,  si  ])refatam  domum  seu  fratres  prelibatos  successive  per  <piempiam 

hominum    seculari   ])otentia  dumtaxat  exempta  vel  per  heredes  nostros  ex  hac  trans- 

latione  iniuriose  fatigari   contingerit  aut  eam   vel   eos   impedimentum    aliquod    contin- 

gerit  sustinere,  nos  eosdem  fratres  et  domum   ab  impedimento  Imiusmodi  iuris  auxilio 

relevabimus  et  bona  Hde  eximere  tenebimur  nuUi  posterorum  nostrorum  contra   prt- 
XI.  2a 


170  1298.     Oktober  20. 

scriptam  translationeni  veuiendi  causandi  seu  litigandi  sci'upnluiu  reliiitjueiites.  Ad 
quorum  igitur  prosecutionem  omnium  premissorum  sigilla  iiostra  una  cum  appensioiie 
sigilli  viri  nobilis  domiiii  Kraftonis  de  Hohinloch  huic  irrevocabiliter  publico  apponi 
fecimus  instrumento,  testibus  inferius  subnotatis  presentibus  Cunrado  videlicet  de 
Tetelbach,  Cunrado  dicto  Übel,  Haiurico  dicto  Strez  militibus,  Heinrico  de  Bruekeberg, 
Heinrico  de  Hasefürte,  Cunrado  dicto  ünrüge,  Gotzone  dicti  Gotfridi  de  Sauwenslieiin 
filio,  Erkengero  quoque  filio  .  .  monachi  de  Stokenecke,  item  Martino  Bertoldo  et 
Heinrico  fratre  suo  dicto  Lesche  militibus  de  Mergentheim  nee  non  Kudigero  Divite, 
Arnoldo  Grenario,  Heinrico  de  Kiudervelt  et  Bertoldo  Scheuber  et  quam  pluribus 
aliis  presentibus  tarn  clericis  quam  laicis  fide  dignis.  Et  nos  Krafto  de  Hohinloch 
ad  petitionem  dictorum  Hilt.  et  Got.  ac  sororum  eorundem  predictarum  El.  et  Mer. 
sigillum    nostrum    presentibus  recognoscimus  appendisse. 

Acta  sunt  hec  Augia,   anno  domini  MCCLXXXXVHI.,   die  dominica  ante  festum 

apostolorum  Symonis  et  lüde. 

Drei  Siegel.  1)  Ivrafts  von  Hohenlohe  s.  Bd.  (i,  S.  241.  2)  nind,  48  mm.,  siebenmal  gespaltener  Schild: 
Umschrift :  f  •  S  •  HILTEBRANDI  •  DE  •  SAVWENSHEIM.  3)  rund,  47  mm.,  geneigter  siebenmal  gespaltener 
Schild,  auf  dem  linken  Obereck  ein  Topfhelm  mit  zwei  je  mit  sieben  Pfauenfedern  besteckten  Büi^'elhörnern ; 
Umschrift:  S  •  GOTFHIDI  •  DE  ■  SAVENSHEIM.  -  Rejre.st:  Hohenloh.  ÜB.  1,  430  n.  598. 


5176. 

Kempten  1298.     Oktober  26. 

Abt  Konrad  und  Konvent  V07i  Kempten  bestätigen  von  Abt  Wilhelm  von  St.  Galleu 
die  ihnen  laut  Vertrag  geschuldeten  100  Mark  Silber  durch  Vermittelung  des  Ammans 
von  Ravensburg  und  des  von  Kempten  empfangen  zu  haben  (presertim  cum  discreti  viri  .  . 
minister  in  Ravenspurc  et  Albertus  minister  Campidonensis,  qui  nostro  et  nostri  monasterii 
nomine    dictam    peccuniam    receperunt,    nobis  eam  noscantur  integraliter    assignasse). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  Campidone,  anno  domini  MCCXCVHL,  \'il.  kalendas  Novembris,  in- 
dictione  XI. '). 

St.  Gallen.     Orig.  Perg.     Siegel  abgegangen. 

1)  Nach  der  indictin  roniana. 


1298.     ^iovember  2.  .171 

5177. 
Ohne  Ortsangabe.     1298.     Xovember. 

Zeisolf  von  (rronihach  ((irunhach)  schenkt  (contuli  —  —  donatione  inter  vivos 
—  —  cum  omni  iure  et  utilitate)  mit  Ztistimmwuj  seines  Herrn,  des  Ritters  Gerhard 
von  Ubstatt  (Ubestat)  und  seiner  Söhne  Dietrich  und  Schwigger  dem  Kloster  Herrenalb 
Weinberge  in  Grombach  (vineas  subscriptas  in  marchia  (irunbach  sitas  ex  quibus 
Cunradus  dictus  Brant  liabet  diniidiuni  iuger  uf  der  steige  versus  Heidolfeshein, 
item  Adelheit  Friderichin  dimidium  inger  ibidem,  item  Drutmannus  II  iugera  minus 
uno  quartali,  de  hiis  datur  ([uarta  pars  sine  dampno.  Item  ibidem  under  dem  wege 
I'/ii  iuger  der  Müsin  mit,  hoc  dedit  Ebelinus  scultetus  nomine  ypothece  sive  under- 
phant.  De  quibus  omnibus  idein  Ebelinus  et  sui  lieredes  dabunt  singulis  annis  XXX 
solidos  Hallensium  in  festo  Martini  iure  hereditario  nomine  census,  (juod  si  neglexerint 
diem  Martini  sequenti  die  dabunt  XXX  solidos  Hallensium  nomine  pene  et  deinceps 
post  XIIII  dies  secundum  consuetudinem  dicte  ville  (ilrunbacli  tantumdem). 

In  cuius  rei  evidentiam  et  robur  quia  proprio  careo  sigillo  predicti  domini  mei 
Gerhardi  in  ])resenti  littera  usus  fui,  (pio  nos  Dietliericus  et  Swickerus  ])redicti  sumus 
contenti. 

Datum  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  octavo,  mense  Novembri. 
Testes:  Emehardus  scultetus,  (ierungus  et  Anshelmus  iurati,  Emehardus  dictus  Monachus, 

Karlsruhe.     Orifr-   Ital.  Per<r.     Siegel  al)S'effangen.   —  Auszug :  ZGORh.  2,  ¥i7. 


5178. 

Die  Edlen  Rupert,  Vater  und  Sohn,  von  Dum  schenken  dem  Kloster  Amorbach  eine 
Hofstatt  in  Forchtenherg  und  freien  diese  von  allen   Lasten. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Xovember  2. 

Fidelis  est  literarum  custodia,  que  rerum  seriem  eloqiiitur  evidenter  et  emergen- 
tibus  calumpniis  firma  ||  obviat  veritate.  Xos  igitur  domiims  Rupertus  et  Rupertus 
filius  noster  nobiles  de  Durne  pre||sentis  carte  indicio  patere  volumus  universis,  quod 
ob  honorabilium  ac  in  Christo  dilectoruin  vi||rorum  domini  .  .  abliatis  et  conventus 
monasterii  Amorbacensis  nobis  quam  plurimuin  impensa  merita  gratiosa  et  ob  ani- 
marum  nostrarum  salutis  perpetue  incrementum  ipsis  ac  monasterio  eorum  aream 
quandam  in  opido  nostro  Forthynberg  ibidem  nunc  ex  una  parte  estuario  adiacentem, 
quam  olim  Heinricus    dictus  Fryderün  possedit,    de  consensu  .   .   iudicum    singulorum 


172  1298.     Kovember  2. 

et  omnium  ({ui  de  iure  vel  facto  debent  vel  possunt  consensum  presentibus  adhibere, 
donavimus  et  in  hiis  scriptis  donamus  sine  quolibet  iure  vel  onere  excubiarum 
exactionum  vel  quarumlibet  servitutum  que  in  dicto  opido  tain  ex  iure  quam  ex 
consuetudine  requirentur,  immo  proprietatis  nee  non  oranimode  libertatis  pro  suis 
utilitatibus  edificandam  et  vere  donationis  titulo  perpetuo  possidendara.  Cuius  dona- 
tionis  testes  sunt:  Eberwinus  plebanus  in  Fortinberg,  Conradus  dictus  de  Sjnderingyn, 
Gerungus  carnifex,  Conradus  dictus  Wirt  et  .  .  dictus  Burgere  cives  ibidem  cum  aliis 
fide  dignis.  In  cuius  facti  perpetuam  firmitatem  prefatis  domino  .  .  abbati  et  con- 
ventui  hanc  literam  dedimus  sigilli  nostri  munimine  roboratam. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  octavo,  IUI.  nonas  IS'ovembris. 

Amorbcich.     Urig.  Peig.     Bruclistück  des  Siegels.   —  Abdruck:    üropj),   Aetas  mille    annorum  inonasterii  in 
Amorbach  1736,  S.  203. 


5179. 

König  Alhrecht  verleiht  dei-  Stadt   V/m  olle  FreHieitcu  der  Stadt  Esslingen. 

i'lin   1:^98.      Xoreiiil>er  2. 

Albertus  dei  gratia  Ilomanorum  rex  semper  augustus  universis  sacri  Romani 
imperii  tidelibus  ||  presentes  litteras  inspecturis  imperpetuum.  Considerantes  quod 
maiestatem  decet  regiam  ad  eorum  vo||ta  perficienda,  qui  Romano  imperio  tanquam 
membra  capiti  coniunguntur,  fideliter  inclinari  eorumque  iustis  ||  petitionibus  tam 
benign nm  tamque  favorabilem  prebere  consensum,  qnod  ex  specialis  gratie  prerogativa 
cognoscant  specialius  se  dilectos.  Noverit  igitur  presens  etas  et  successura  posteritas, 
(juod  nos  attendentes  dilectos  nostros  cives  in  Ulma  eam  fidem  semper  Romano 
imperio  observasse,  quod  dilectionis  specialis  a  serenitate  regia  mereautur  signa 
specialia  reportai-e,  ipsorumque  devotis  snpplicationibus  inclinati  iura  ipsis  concediraus 
omnia  et  presentis  scripti  munimine  confirmamus,  que  dilectis  civibus  nostris  in 
Ezzelingen  a  divis  imperatoribus  et  regibus  inclite  recordationis  nostris  antecessoribus 
sunt  indulta  tradita  et  concessa,  statuentes  sanctione  regia  et  volentes  ut  nulla 
cuiuscunque  condicionis  persona  alta  vel  humilis  ecclesiastica  vel  secularis  hanc  nostram 
concessionem  et  conürmationem  audeat  infringere  vel  ei  ausu  temerario  contraire. 
Quod  qui  facere  i)resumpserit  gravem  nostre  maiestatis  indignationem  se  noverit 
incurrisse.  In  cuius  rei  testimonium  presens  scriptum  nostre  maiestatis  sigillo  duxi- 
mus  roborandum. 


1298.     JS'ovember  2   imd  (5.  178 

Signum  domiui  (Monogramm)  Alberti  Roraanorum  regis  invictissimi. 

Datum  in  Ulma,  IUI.  nonas  Novembris,  anno  domini  MCC  nonagesimo  octavo, 
indictione  XU.,   regni  vero  nostri  anno  primo. 

An  «ifrünen  Seidefitden  das  MajestätssieRel.  —  Abilnick :  Ulmisclies  VK.  1,  254.  —  Regest:  Blilimer, 
K.  Albrecht  (i7.  -  Kßlinger  ÜB.  1,  \m  n.  .SOS. 


5180. 

König  Albrecht  bestätigt  die   Übertragung  der  Ffandschaft  des  Eicheimers  in   Ulm 

an   Ulrich  Roth. 

Uhu  1298.     November  2. 

Nos  Albertus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  publice  profitentes 
scire  cupimus  universos,  quod  cum  honesta  matrona  Hedwigis  relicta  quondam  Ottonis 
ministri  Ulmensis  Obligationen!  factam  ipsi  Ottoni  per  memorie  recolende  dominum 
Rudolfum  Romauorum  regem  predecessorem  et  genitorem  nostrum  de  urna  in  Tlma 
(![ue  dicitur  iclieimer  pro  viginti  marcis  argenti,  sicut  in  instrumento  regio  super 
eo  tradito  expressius  continetur,  in  Ulricum  dictum  Roth  eo  iure,  quo  ipsa  obliga- 
tionem  eandem  tenuit,  et  in  hseredes  ipsius  duxerit  transferendam,  nos  transactionera 
eandem  ratam  habentes  et  gratam  eidem  consensum  nostrum  benevolum  impertimur 
harum  litterarum  testimonio  sigilli   maiestatis  nostre  robore  munitarum. 

Datum  Ulme,  anno  [domini  MCCXCYIII.,  IV.  nonas  Novembris,  regni  nostri  anno  I.]. 

Ulm.  Abschrift  des  Prälaten  Schmidt  im  Sammelband  6403 — öö84,  nach  einer  Abschrift.  Er  schreibt  oben 
über  die  Absciirift:  1298,  Ulmae  4  Non.  Nov.  Regni  nostri  a.  1.,  und  gibt  unten  das  Datum:  Datum  Ulmae  anno  etc. 
ut  supra.  —  Abdruck:  Ulmisches  ÜB.  I,  255  (die  dort  als  verglichen  erwähnte  Urk.  K.  Karls  IV.  von  1348  Jan.  27 
ist  kein  Vidimus,  sondern  die  wörtlich  übereinstimmende  Bestätigung  derselben  Übertragimg,  gednukt  im  Uliaisclien 
ÜB.  2,  1,  314  i>.  310). 


5181. 

Die  Stellvertreter  des  Bischofs  Heinrich  von  Konstanz  beauftragen  den  Propst  von  Denkendorf 

und  den  Dekan  von  Kirchheim,  dem  Kloster  Bebenhausen  zur  Erlangung  der  Erbschaft  des 

verstorbenen  Pfarrers  von  Oberesslingen  behilflich  zu  sein. 

Konstanz  1298.     November  6. 

Magistri  Waltherus    scolastictis    maioris    et  Cunradus    prepositus   sancti  Johannis 
ecclesiarum    Constantiensium    gereutes    vices    venerabilis    in  Cliristo    patris    ac  domini 


174  1298.      November  G   und  8. 

H.  dei  gratia  episcopi  Constantiensis  in  absentia  constituti  dilectis  in  Christo  .  . 
preposito  in  Deukendorf  ordinis  sancti  sepulclu-i  et  .  .  decano  in  Kircliain  saluteni 
et  in  domino  karitatem.  Actiones  et  iura,  que  de  iure  scripto  et  consuetudine 
laudabili  hactenus  approbata  ordinariis  locorum  in  bonis  competunt  decedentium 
clericorum  ab  intestato,  nos  auctoritate  et  expresso  consensu  dicti  doniini  nostri  epis- 
copi religiosis  viris  .  .  abbati  et  conventui  raonasterii  in  üebenhusen  ordinis  Cjster- 
ciensis  in  universis  rebus  seu  bonis  quondam  magistri  Cünradi  rectoris  ecclesie  in 
Oberezzelingen,  specialiter  autem  in  curia  dicta  Winzun  iuxta  Bütelsbach  sita,  in  qua 
tantmn  usufructus  sive  usus  ad  eum  dum  viveret,  ad  ipsum  autem  monasterium 
dominium  pertinebat  et  adhuc  sicut  per  litteras  suas  patet  pertinet  pleno  iure,  nichi- 
lominus  quoque  in  domo  sua  infra  muros  ville  Ezzelingen  sita  in  qua  ad  eum  habitatio 
sola  ad  illos  autem  spectabat  et  adhuc  spectat  proprietas,  prout  dicti  .  .  ablias  et 
conventus  per  testes  vel  instrumenta  docere  intendunt^  recepta  ab  eisdem  certa 
pecunie  summa  cessimus  vice  eiusdem  domini  nostri  episcopi  et  integre  cedimus  in 
hiis  scriptis  mandantes  vobis  firmiter  et  districte  quatenus  detentores  seu  invasores 
earundem  rerum  quoscunque  ad  liberam  restitutionem  illarum  eisdem  .  .  abbati  et 
conventui  faciendam  plenarie  vice  nostra  ecclesiastica  censura  cogatis,  subductis  tan- 
tummodo  eisdem  rebus  seu  bonis,  que  Ulricus  de  Rehberg  auctoritate  sua  invasit  et  teme- 
ritate  propria  apprehendit.  super  quibus  nobis  iura  contra  illum  et  actiones  in  poste- 
rum  volumus  esse  salvas,  exhumantes  nichilominus  seu  exhumari  iubentes  corpus  illius 
defuncti,  si  facta  vobis  fuerit  plena  hdes,  quod  idem  quondam  magister  C.  in  vita 
sepeliri  elegerit  ajDud  monasterium  Bebenhusen  prefatum,  illudque  ibidem  cougrue 
sepeliri  faciatis,  contradictores  et  rebelies  ad  id  censura  simili  si  oportuerit  com- 
pellentes.    In  premissis  autem  omnibus  et  singulis  exequendis  alter  alterum  non  expectet. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCXCVIIL,  Ylll.ydus  Novembris,  indictioneXII. 

Nach  der  Urkunde  von  12i)9  April  (i  an  die  Pfarrer  von  Obereßlingen  und  Waldstetten.  —  Abdruck:  ZüORli.  14, 
459.  —  Eßlinger  ÜB.  1,  4.S  n.  14«".  —  ReRcst :  KeR.  epi.sc.  Constant.  :W77. 


5182. 

Graf  Albrecht  von  Hohenhery  belehnt  Heinrich  den  Diirin;/  mit  einem  Haus  in  liottenburg 

und  einem   Gut  in  Bidtl. 

Ohne   Ortsangabe.     129H.     November  8. 

Wir  graf  Albreht  von  Hohemberg  tun  kuiit  ollen  den  [die]")   disen  brief  ansehend 
oder   hörend    lesen,    daz  wir    Hainrich    dem  Düringen    amraan    Hainrich    dez    ammans 


129H.     November  8  und   16.  175 

«uu  von  Kotemburg  ain  hus,  duz  dez  von  Kingingen  waz,  und  daz  gut  zu  Biihel, 
daz  der  vor  genant  Hainrich  köft  umb  den  von  Ringingen,  geluhen  haben  ze  rehtem 
leben  in  allem  dem  rehten  alz  er  ez  von  unserm  vater  ze  lehen  hett.  Wir  haben  im 
öcli  zu  rehtem  lehen  gelühen  daz  er  an  stiir  und  an  waht  in  der  statt  ze  Eotemburar 
sitzen  soll.  Wir  verlihen  im  öch,  daz  sin  hofstatt  da  er  ufif  sitzet  und  daz  vor  genant 
hus  doch  sol  sin'')  allez  daz  hie  vor  geschriben  ist,  daz  sol  sinen  erben  von  uns 
stiir  [tri]'')  beliben  alz  Ach  im.  Dez  dinges  sind  gezügen:  her  Bertolt  von  Eüti,°) 
her  Chünrat  der  Lamp  von  Witingen,  Ulrich  von  Wähingen,  Hainrich  von  Wäliingen, 
Peter  von  Totingen,  Rennhart  von  Rüti")  und  sin  bruder  Peter.  Dar  über  haben 
wir  ze  einem  urkimd  unser  insigel  an  disen  brief  gehenkt. 

Der  brief  wart*)  gegeben  do  man  zalt  nach  unsers  lieren  gottez  gebürt  zwelf 
hundert  jar  und  in  dem  Aht  und  nunzisten")  jar.  an  dem  nehsten  samstag  vor  sant 
Martins  tag. 

Fehlerhafte  Abschrift  aus  dem  15.  Jahrh.   —  Abdruck :  Monuin.  Hohenherg  135. 

a)  Fehlt  in  der  Vorlage,     b)  So !     c)  Vorlage :  Rum.     d)  Vorlage :  wirt.     e)  Vorlage :  zwaynczisten. 


5183. 

Der  Deutschmeister   und   der  Johanniterprior   für    Oberdeutschland    bestellen   Schiedsrichter 
aus  ihren  Orden  zur  Erledigimg  ihrer  Streitigkeiten  über  Rechte  und  Besitz  zu  Mergentheim, 

Hornegg  und  Hornberg. 

Nürnberg  1298.     November  Ki. 

Cum  iiitt^r  nos  fratrem  Sifridum  de  Fühtewangen  preceptorem  ordinis  sancte 
Marie  Theutunicorum  per  Alemaniam  ex  una  et  fratrem  Helwicum  de  Randesacker 
priorem  ||  ordinis  hospitalis  sancti  Johannis  Jerosolimitani  Alemanie  superioris  ex 
parte  altera  nee  non  fratres  et  horaines  ordinis  utriusque  in  terminis  Mergenthem 
Hornegge  et  Hornberg  ||  super  diversis  articulis  rebus  et  iuribus  exorta  fuisset 
materia  questionis  et  aliquanidiu  disceptatum  inter  partes,  atteudentes  religiosos 
debere  in  concordia  confo||veri  honorando  et  religioso  viro  fratre  Gotfrido  de  Hohen- 
loch  summo  magistro  dicti  ordinis  Theutunicorum  presente  et  consensum  expressum 
prebente  de  consilio  fratris  Hermanni  dicti  Lesch  provincialis  per  Franconiam,  fratris 
Wernheri  de  Luternberg  commendatoris  in  Marburg,  fratris  Engelhardi  pincerne  de 
Limpurg  commendatoris  in  Hornegge  et  fratris  1'heodrici  commendatoris  in  Cobelenz 
ordinis    Theutunicorum,    fratris    Heinrici    de    Bibelriet    commendatoris    in    Heinbach, 


170  1298.     November   16. 

fratris  Hugonis  de  Werdenberg  commendatoris  in  Bübinkoven  et  in  W^diswiler, 
fratris  Waltheri  pincerne  de  Limpurg  commendatoris  in  Hemmendorf  et  fratris  Her- 
nianni  de  Westvalia  commendatoris  in  Columbaria  ordinis  liospitalariorum  et  aliorum 
plurimorum  eorundem  ordinum  commendatorum  et  fratrum  apud  nos  existentium  fide 
dignorura  in  religiöses  viros  fratrem  Burkardum  de  Tannenberg  commendatorem  in 
Münrichstat  et  fratrem  Johannem  de  Herbipoli  commendatorem  Spirensem  ex  parte 
fratrum  Theutunicorum,  fratrem  Gotfridum  de  Clingenvels  commendatorem  in  Bech- 
singen  et  fratrem  Paulum  de  Hohenstat  commendatorem  in  Rotenburg  ex  parte  dicti 
hospitalis  sancti  Johannis  tanquam  in  arbitros  arbitratores  et  amicabiles  compositores 
conipromisimus  fide  data  et  compromittimus  per  presentes,  ita  sane  ut  dicti  arbitri 
plenam  et  liberam  potestatem  liabeant  super  premissis  articulis  rebus  et  iuribus  et 
quolibet  eorum  pronuntiandi  diffiniendi  vel  etiam  componendi  die  feriato  vel  non 
feriato  staudo  vel  sedendo  nobis  presentibus  vel  absentibus  omnibus  exceptionibus 
altercationibus  privilegiis  et  indulgentiis  procul  motis  per  quos  arbitrium  eorum  pro- 
nuntiatio  vel  statutum  in  parte  vel  in  toto  impediri  posset  vel  etiam  anullari.  Placuit 
etiam  nobis  quod  predicti  arbitri  seu  compromissarii  in  die  beati  Andree  apostoli 
nunc  proxime  venienti  in  civitate  Spirensi  se  recipient  per  quindenam  inibi  moraturi 
ad  terminandum  predicta  vel  etiam  componendum  et  si  prelibati  ai'bitri  quod  absit 
infra  terminum  statutum  non  componerent  possunt  et  debent  ibi  vel  alibi  inswmul 
commanere  pro  testibus  audiendis  inquisitionibus  faciendis  et  aliis  ordinandis  ad  ipsum 
negotium  necessariis  per  quindenam  proxime  subsequentem,  termino  ([uo  transacto 
ad  civitatem  Spirensem  prefatam  redibunt  inde  non  recessui'i  donec  predicta  omnia 
concorditer  terminentur,  et  si  infra  triduum  post  predictam  ipiindenam  ultinumi 
numerandum  ipsi  arbitri  non  concordarent,  nos  frater  Sifridus  de  Fühtewangen  et 
frater  Helwicus  de  Randesacker  supradicti  in  opido  Wimpinensi  ad  monitionem  eorun- 
dem arbitrorum  nos  recipiemus  familiam  tantam  et  talem  habituri  ibidem  sicut  ipsi 
arbitri  decreverint  et  eis  visum  fuerit  expedire,  demorabimur  etiam  tamdiu  in  loco 
eodem,  donec  omnia  inter  nos  usque  ad  hec  tempora  exorta  eorundem  arbitrorum 
sententia  terminentur.  Ad  omnia  et  singula  supradicta  nos  obligamus  et  compro- 
missum  presens  sub  penis  vallamus  quascunque  et  qualescunque  iidem  arbitri  duxerint 
apponendas,  quod  eorum  relinquiinus  potestati.  Et  si  unum  sepedictorum  arbitrorum 
cedere  vel  decedere  ex  cpiacunque  causa  inevitabili  contingeret  quod  absit,  superstites 
partis  adverse  de  ordine  cedentis  vel  decedentis  fratrem  eligent  quem  voluerint  ad 
complendum  numerum  arbitrorum  pretaxatum  liabentem  potestatem  per  omnia  ut 
predicti.  Et  ut  omnia  sine  impedimento  procedant,  ipsos  arbitros  nunc  electos  vel 
in  futurum  eligendos  ab  obedientia  nostra  exnunc  absolvinms  in  omnibus  et  singulis 
hiis  (pie  poHsent  predicta  negotia  impedire  vel  eorum  diffinitionem  ali([ualiter  retardare, 


1298.     ^'ovember  IG.  177 

iu  quibus  uullain  potestatem  nobis  penitus  reservamus.  In  quorum  premissorum  testi- 
monium  presens  scriptum  eximle  confectum  sigilloruin  nostroruni  niuiiimine  duximus 
roborandum. 

Datum  apud  Nürenberg,  anno  domini  MCCLXXXXVIII.,  die  dominico  post 
festum  beati  Martini  episcopi  tempoi'e  hyemali. 

Zwei  leicht  l)escliildifi;te  Rundsiegel  mit  lotein  iuif  gelbem  Wachs.  1)  iJö  mm,  Brustbild  der  Maiia  mit  dem 
.Jesuskind,  in  der  Hechten  einen  Lilienstengel ;  [Jmschrift :  i  •  .S  .  .  .  PRIORIS  •  ALLEMANNIE.  2)  ;58  mm,  Johannes 
der  Täufer  barfuß  im  härenen  Gewand,  in  der  ausgestreckten  Linken  die  Scheibe  mit  dem  Lamm,  liarüber  ein 
Kreuz,  rechts  und  links  im  Siegelfeld  Blumenranken ;  Umschrift  (^deren  letzte  drei  Buchstaben  im  Siegelfeld 
unter  einander  stehen) :  |  ■  S  •  PRIORAT  •  DOM  ■  HOSPITAL  •  FRM  ■  SVPw  lORIS  ■  ALElfANIE.  -  Regest :  Hohenloh. 
ÜB.  1,  534  n.  728,  24. 


5184. 

Albrecht    der   Aiiiinait    von    Kempten    bestätigt    für    sich    und    den    Amman    Friedrich    von 

Ravensburg   den  Empfang   von  100  Mark  Silber,    die   ihnen  Abt   Wilhelm    von  St.   Gallen 

von  des  Abts  Konrad  von  Kempten  wegen  schuldig  war. 

Lindau  1298.     November  IG. 

Ich  Albreht  der  amman  von  Chempthun  tun  kunt  unde  vergihe  an  disem  briefe 
allen,  die  in  selient  oder  horent  ||  lesen,  daz  min  herre  abbet  Willehelme  von  gottes 
genaden  ze  Sante  Gallen  mir  und  Fridericlie  dem  amman  von  ||  Ravenspurch,  got 
helfe  der  sele,  schuldig  waz  hundert  marke  silbers  Lindoware  gewages  von  unsers 
lierren  ||  wegen  abbet  Cünrates  wegen  von  gottes  genaden  dez  gotteshuzes  ze  Chemp- 
thun. ])az  ich  Albreht  der  vor  genante  amman  von  Chempthun  und  Friderich  der 
vor  genante  amman  von  Ravenspurch  der  vor  genanten  hundert  marke  silbers  ge- 
weret  sigint,  dez  vergehint  war  an  disem  briefe  und  daz  ez  w^are  sige  umbe  daz,  daz 
wir  von  unserem  abbet  Willehelme  gewert  sigint  der  dikke  genenten  hundert  marke, 
so  gibe  ich  Albreht  der  amman  von  Chempthun  unserem  herren  abbet  Willehelme 
ze  Sante  Gallen  disen  brief   besigelten  mit   minem  insigel    ze    ainem  waren    Urkunde. 

Dise  brief  wart  gegeben  ze  Ijindowe,  in  dem  jare  do  man  zalte  von  gottes 
geburte  zwelf  hundert  und  ninzech  jare  imd  in  dem  ahtoden  jare,  an  sante  Othmares 
tage,  indictione  XII. 

St.  Gallen.   Orig.  Perg.    Siegel  eingenäht.   —   Ajidrnck:  Wartmaim,   ÜB.  der  Abtei  St.  (Jalleh  3,  298  n.  1107. 


XL  23 


178  1298.  November  17  und  19. 

5185. 

Ohne  Ortsangabe.     129H.     November  17. 

Graf  Heinrich  von  Veringen  und  Wolflin  sein  Sohn  eignen  dem  Kloster  Heiligkreuzthal 
auf  Bitten  Konrad  Schiltung s  des  Ammans  von  Scheer  einen  Hof  in  Friedingen. 
Deutsch.  Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  47  u.  158. 


5186. 

Herzog  Hermann   von    Tech   bekennt,    dass   die  Schenkung   von    Gütern    in    Kirchheim    und 
Wangen   durch    Diether,   Wolfram   Keners    Sohn,    an   das    Kloster   Kirchheim    mit   seinem 

Willen  geschehen  ist. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     November  19. 

Wir  herzog  Herman  von  Tecke  verjehen  und  tüien  kunt  an  disem  brieve  allen 
den  die  in  sehent  lesent  ||  oder  horent  lesen,  daz  daz  gut,  daz  hie  nach  geschriben 
stat,  sehs  und  drizic  juchhart  segger  ze  Kirchain  xmd  ||  zwaier  manne  mat  wiso,  die 
an  dem  bach  gen  Wangen  ligent,  die  Diether  Wolframes  steligen  dez  Keners  sun  || 
unser  dienstman  der  .  .  priorinne  und  dem  convente  und  dem  closter  ze  Kirchain 
zu  sinen  swestern  hat  geben,  daz  daz  mit  unserr  hant  und  mit  unserm  willen  und 
gunste  gishehen  ist,  und  geben  in  dez  disen  brief  ze  ainem  Urkunde  mit  unserm 
insigel  versigelt. 

Dirre  brief  wart  geben  in  dem  jar  do  man  zalt  von  gottes  geburte  zwelf  hundert 
jar  niunzic  jar  und  in  dem  ahtoden  jar,  an  saut  Elsebeten  tage. 

Siegelrest.  —  Regest:  Württ.  Jahrbb.  184«  S.  IS«. 


5187. 

König  Albrecht  verspricht  den   Grafen  Eberhard  von  Wirtemherg  bei  allem  Recht  in  seiner 
Herrschaft  und  an  seinen  Gütern  in  Esslingen  und  anderen  Reichsstädten  bleiben  zu  lassen. 

Nürnberg  1298.     November  19. 

Wir  Albreht  van  gotes  genaden  Romischer  chunich  ze  allen  ziten  ein  merer 
des  II  reiches  verjehen  und  tun  chunt  allen  leuten,  den  ez  füget  ze  wizzen,  das  wir  || 
unsern  liben  ohem  graven  Eberharten  van  Wirtenberch  lazzen  und  furl)az  lazzen  ||  wellen 


November  19  und  21.  179 

bei  allen  dem  reht  in  siner  herschaft  und  an  sinem  guet,  swa  ez  gelegen  ist,  bei 
l<]zzlingen  oder  bei  andern  des  riches  steten,  als  ez  sin  vorderen  und  sin  vater  her 
praht  habent  und  wellen  im  gemains  rehtz  gunnen  ob  imman  auz  den  steten  gegen 
im  ze  sprechen  hat.  Dar  zu  sulen  wir  im  über  dis  sache  der  fursten  gunst  und 
willen  gewinnen.  Daz  aucli  daz  stet  beleib,  des  geben  wir  disen  prief  versigelt  mit 
unserm  insigel. 

Der  i)rif  ist  gegeben  ze  Xurnberch,  nach  Christes  gepürt  zwelf  hundei't  jar  in 
dem  aht  und  neuntzigestem  jar,   an  sand  Elspeten  tag,  unsers  riches  des  ersten  jares. 

Das  Siegel,  das  an  grünen  und  roten  Seidefäden  liing,  fehlt.  —  Abdmck:  Sattler,  Geschichte  Wirtenbergs 
unter  den  Graven,  Bd.  1,  Beil.  Nr.  24.  —  Regest:  Senkeiiberg,  Selecta  iuris  et  hist.  2,  247.  —  Bnlimer,  K.  Albrecht  77. 
—   Lichnowsky  2,  n.  130.   —  Eßlinger  ÜB.  1,   133  n.  :J()t). 


5188. 

König    Albrecht    gibt    dem    Grafen    Eberhard    von   Wirtemberg    die    Burg    lienis    und    das 

Städtchen  Neuwaiblingen  zurück. 

Nürnberg  129^.     Xovember  19. 

Wir  Albreht  von  gotes  genaden  Römischer  chünch  ze  allen  ziten  ein  merser  des 
riches  verjehen  ||  inid  tun  chunt  allen  lüten,  den  ez  vüget  ze  wizzen,  daz  wir  unserm 
lieben  öheim  graven  Eberhart  ||  von  AVirtenberch  haben  wider  gelazzen  di  burch  ze 
Kams  und  daz  sta^tel  daz  Niuwe  Waibe||lingen  haizzet,  daz  chünch  Adolf  unser  vorvar 
inne  het.  Daz  aber  daz  stsete  belibe,  des  geben  wir  disen  bi-ief  besigelt  mit  unserm  insigel. 
-  Der  brief  ist  gegeben  ze  Nürnbercli,  nach  Christes  geburt  zwelf  hundert  jar  in 
dem  aht  und  neunzigistem  jare,   an  sant  Elspeten  tage,   unseres  riches  des  ersten  jares. 

Das  Siegel,  das  an  grünen  und  roten  Seidefäden  hing,  ist  abgegangen.  —  Abdruck:  Sattler,  Gesch.  Wirten- 
bergs unter  den   Graven  Bd.  1,  Beil.  Nr.  23.  —  Regest:  Böhmer,  K.  Albrecht  70.  —  Lichnowsky  2,   n.  135. 


5189. 

König  Wenzel  von  Böhmen  gibt  als  Kurfürst  seinen  Willen  zu  diesen  königlichen  Verleihungen. 

Nürnberg  1298.     November  21. 

Wir  Wenzeslaus  von  gottes  gnaden  kung  ze  Behaim  herzöge  ze  Kracgowe  und  || 
Zudmir  und  margrave  ze  Merheren  verjehen  und  tuon  kunt  allen  luten,   den  ez  fuget 


180  1298.     November  21. 

ze  II  wizzen,  daz  wir  unseru  willen  und  unsern  gunst  mit  andern  forsten,  die  zuo 
der  kur  des  ||  Romichen  riches  liorent,  han  gegeben  und  getan  dar  zu,  daz  unser 
herre  der  Romische  kung  Albreth  von  gottes  gnaden  dem  ahbern  herren  sinem  und 
unserm  lieben  öheime  graveu  Eberharte  von  Wirtenberg  hat  gelazen  und  vurbaz 
lazzen  wil  bi  allem  dem  rehte  in  siner  herschaft  und  an  sinem  guote,  swa  ez  gelegen 
ist,  bi  Ezzelingen  oder  bi  andern  des  riches  steten,  als  ez  sine  vordem  und  sin  vatter 
her  braht  liabent,  und  im  wil  gemeines  rehtes  gunnen,  obe  ieman  uz  den  steten 
gegen  im  ze  sprechen  hat.  Ez  ist  ouch  unser  wille,  daz  der  vor  genante  unser 
herre  der  Romische  kung  dem  selben  graven  Eberharte  von  Wirtenberg  hat  wider 
gelazen  die  bürg  ze  Rams  und  daz  stettelin  daz  Niuwen  Waibelingen  haizet,  die  der 
Romische  kung  Adolf  sin  vorvar  inne  hete.  Dirre  rede  aller  vurjehen  wir  alse  sie 
geschriben  stat  an  den  briefen,  die  der  vor  geschriben  unser  herre  der  Romische 
kung  Albreht  dar  über  gegeben  hat.  Daz  aber  daz  stete  blibe,  des  geben  wir  disen 
brief  besigelt  mit  unserm  insigel. 

Der  brief  ist  gegeben  ze  Nürenberg,  nach  Cristes  geburte  zwelf  hiindert  jar  in 
dem  aht  und  nuzigestem  jare,    an    dem  nehesten  fridage  nach  sancte  Elsebeten  dage. 

Das  Siegel,  das  an  grünen  und  roten  Seidefäden  liing,    ist  abgegangen.  —  Abdruck :  Sattler  a.  a.  O.  Nr.  26. 

Gleichlmäenden  Willebrief  stellt  aus  Rudolf  von  Gottes  Gnaden  Pfalzgraf  am  Rhein, 
Herzog  zu  Baiern.  —  Datum  ivie  oben. 

ki\  grünen  und  roten  Seidefäden  das  beschädigte  Reitersiegel  des  Ausstellers.  —  Hegest :  Koch-Wille, 
Reg.  d.  Pfalzgr.  am  Rhein  1415. 

Ebenso  Otto  von  Gottes  Gnaden  Markgraf  von  Brandenburg  mit  dem  pfile  geuant. 
Datum  wie  oben. 

Besiegelung  wie  ol)en,  Siegel  fehlt. 

Ebenso  Hermann  von  Gottes  Gnaden  Markgraf  von  Brandenburg.  —  Dattmi  ivie  oben. 

Besiegelung  wie  oben ;  Brachstück  des  Siegels,  worauf  oben  ein  Adler,  unten  ein  Pfau. 

Ebenso    Boemunt    Erzbischof   von    Trier    (Triele)  oberste    kanzeler    dez    hailigen 

Romischen  riches  durch  welsche  lant.  —  Datum  wie  oben. 

Besiegelung  wie  oben ;  Reste  des  Siegels. 

Ebenso    Gerhard    Erzbischof  von    Mainz    (Menze)  oberster    kanzeler    dez    hailigen 

Romischen  riches  zu  Düchem  lande.  —  Dirre  brief  ist  geben  zu  Hailbrunne,  nach 
Christes  geburte  drizehen  hundert  jare,  an  dem  nehesten  fritage  vor  sante  Gregorien 
tage  (1300  März   11). 

Besiegelung  wie  oben.     Bruchstücke  des  Siegels. 


1298.     November  28  und  29.  181 

5190. 

Ehingen  1298.     November  28. 

Graf  Ulrich  von  Berg  oder  von  Schelklingen  (de  Berge  sive  de  Schtelklingen)  be- 
urkundet, dass  Eberhard  genannt  Wintholz  und,  Konrad  sein  Sohn  gewisse  Lehengüter  an 
der  Schmiech  (possessiones  suas  infrascriptas  videlicet  clivim  cum  silva  et  fundo  dictam 
Rietlialde  et'  agros  cultos  sive  incultos  eidem  contiguos  usque  ad  tiuvium  dictum 
Smiehe  sitos  et  agruin  unum  a  superiori  parte  dicte  clivi  contiguum,  item  clivim 
sive  silvam  cum  fundo  dictam  Landolzcelle  et  agros  cultos  sive  incultos  eidem  con- 
tiguos usque  ad  agros  sive  possessiones  .  .  dictorum  Hiltpolt  et  .  .  villici  de  Sundernach 
se  protendentes,  quas  a  nobis  in  feodum  possidebant)  tun  6  S  8  Schill.  Heller  an 
Kloster  Salem  verkauft  haben  und  überträgt  sie  diesem  auf  ihre  Bitten  mit  Eigentumsrecht 
(predictas  possessiones  —  —  transtulimus  et  transferimus  —  —  iure  proprietatis 
perpetuo  possidendas)   unter   Verzicht  auf  alle  Ansprüche. 

Siegler:  Der  Aussteller^  dessen  Siegel  die  Verkäufer.,  die  kein  eigenes  haben,  mitgebrauchen. 

Datum  et  actum  apud  Ehingen  in  domo  .  .  ministri,  anno  domini  MCCXCVIIL, 
1111.  kalendas  Decembris,  indictione  XII.,  presentibus  C.  dicto  Za?he  ministro,  Bur. 
et  H.  tiliis  suis,  H.  notario  nostro,  .  .  dicto  Ül.  quondam  ministro,  .  .  dicto  Ruhe 
ministro    nostro.    Eber.  AA^intholz    iuniore,    C.    dicto  Walh,  Kraft    dicto    Balzholz,    H. 

dicto  Vesunherre. 

Karlsruhe.  Orig.  Perg.  Zerbrochenes  Siegel  des  Grafen  Ulrich  von  Schelklingen,  s.  B.  6  S.  400.  —  Regest: 
V.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  547  n.  994. 


5191. 

Der  Edle  Konrad  von  Strahlenberg  eignet  dem  Kloster  Maulbronn  seine   Güter  in 

Unteröwisheim. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     November  29. 

Noverint  universi  presentium  inspectores,  quod  nos  Cunradus  nobilis  de  Stralen-|| 
berg  ob  favorem  gloriose  virginis  Marie  et  in  remedium  animarura  nostre  et  proge- 
nito||rum  nostrorum  monasterio  in  Mulenbrunnen  ordinis  Cysterciensis  Spix'ensis 
dyocesis  manumit||timus  omnia  bona  que  usque  ad  hec  tempora  particulariter  .  . 
abbas  et  conventus  eiusdem  monasterii  conquisiverunt  et  quocunque  titulo  hactenus 
possederunt  apud  villam    Euwensheim  inferiorem,    ita    quod    si    qua    ex    eisdem   bonis 


182  1298.     November  29  und  Dezember   10. 

sunt  vel  fuerunt  feodalia  deinceps  retineant  et  possideant  iure  proprietatis,  quam 
Proprietäten!  eis  conferimus  in  hiis  scriptis.  In  cuius  rei  testimonium  sigillum 
nostrum  conlitemur  nos  ex  certa  scientia  presentibus  appendisse. 

Datum  anno  domini  MCCXCVIIL,  in  vigilia  beati  Andrea  apostoli. 

Karlsruhe.    Orijr.  Per«;.    Beschädigtes  Siegel  Konrads  von  Strahlenberg,  s.  Bd.  8  S.  :$8i. 


5192. 

König  Albrecht  bestätigt  dem  Kloster  Löwenthal  den  Besitz  aller  Güter,  die  es  von 
Beichsdienstniannen  erworben  hat^  und  erlaubt  ihm  iveitere  zu  eriverhen. 

Nürnberg  1298.     Dezember  10. 

Albertus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  universis  sacri  Romani 
imperii  fidelibus  presentes  ||  litteras  inspecturis  gratiam  suam  et  onine  bonum.  Eas 
que  per  habitum  religionis  deo  devotis  suis  orationibus  cu||piunt  famulari  sub  nostre 
maiestatis  et  sacri  impeiüi  umbraculo  tenemur  manutenere  et  earum  i)romotionibus  || 
intendere  ex  affectu.  Igitur  religiosis  dominabus  devotis  nostris  dilectis  priorisse  et 
conventui  monasterii  in  Lewental  Constantiensis  dyocesis  ordinis  fratrum  Predicatorum 
ipsarumque  in  evum  successoribiis  ac  ipsi  monasterio  in  Ijewental  tarn  pro  iiobis 
quam  pro  nostris  successoribus  scriptis  presentibus  lianc  libertatem  ad  instar  divorum 
imperatorum  et  regum  predecessorum  nostrorum  concedimus  ac  etiam  auctoi'itate 
regia  indulgemus,  ut  omnes  possessiones  seu  predia  in  ([uibuscumque  locis  consistant 
seu  quibuscumque  nominibus  censeantur  per  quoscumque  vel  (juemcumque  ex  nostris 
et  sacri  Romani  imperii  ministerialibus  dictis  })riorisse  et  conventui  monasterii  in 
Lewental  ac  earum  monasterio  donatas  seu  venditas  nuUo  de  hoc  a  nobis  vel  a  nostris 
predecessoribus  consensu  habito,  easdem  possessiones  seu  predia  i'etinere  valeant  et 
de  ipsis  disponendi  habeant  plenam  facultatem  pi'o  sue  libito  voluntatis  et  quicquid 
de  ipsis  possessionibus  seu  prediis  cum  ipsis  in  contractibus  (iuil)uscumque  actum  est 
ratiticamus  et  auctoritate  regia  approbamus  et  eisdem  consensum  nostrum  benivolum 
impertimur.  Indulgemus  etiam  eisdem  priorisse  et  conventui  ac  suo  monasterio 
predicto  et  hanc  eis  auctoritate  regia  plenam  concedimus  libertatem,  ut  quecumque 
possessiones  seu  predia  ipsis  ac  suo  monasterio  per  quemcumque  nostrorum  et  sacri 
imperii  ministerialium  vendite  fuerint  de  cetero  vel  donate  easdem  possessiones  seu 
predia  possint  et  debeant  perpetualiter  retinere  ac  etiam  possidere.    Et  ad  perpetuam 


1298.     Dezember  lU  iiiul   13.  183 

firmitatem    omnium    premissorum    präsentes    litteras    ipsis    damus   sigilli    nostri  minii- 
mine  roboratas. 

Datum    apud    Nurmberch,    IUI.  idiis    Decembris,    indictione    XII.,    anno    domini 
millesimo  ducentesimo  nonagesimo  octavo,   regni  vero  nostri  anno  primo. 

Siegel  abffeKansen.   —  Rejrest:  Böhmer.   K.  Allirecht  99. 


5193. 

König   Albrecht    bestätigt   seinem  Bruder  Albert   Grafen  von   Löivenstein  alle   Verleihungen 

seitens  ihres   Vaters  des  Königs  Rudolf. 

Nürnberg  1298.     Dezember  13. 

Albertus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustu«  universis  sacri  Romani 
imperii  fidelibus  presentes  litteras  inspecturis  gratiam  suam  et  omne  bonum.  Licet 
ad  omnes  fideles  uostros  quos  Romanum  ambit  imperium  benevolentiam  et  clementiam 
regiam  expandere  debeamus,  tarnen  dignum  iudicat  nostra  serenitas  et  congruum 
arbitratur,  quod  ratione  suadentft  personas  illas  quas  nobis  sanguinis  unit  affectio 
gratiosiori  affectu  pre  ceteris  prosequamur.  Hinc  est  quod  constare  cupimus  uni- 
versis, quod  nos  ad  personam  nobilis  viri  Alberti  comitis  de  Lewenstein  germani 
nostri  charissimi  ramos  nostri  favoris  et  gratie  latius  expandentes  omnes  libertates 
donationes  concessiones  et  gratias  per  inclite  recordationis  illustrissimum  dominum 
Rudolfum  Romanorum  regem  predecessorem  et  genitorem  nostrum  charissimum  de 
consensu  principum  imperii  sibi  concessas  et  factas  ratas  habemus  et  gratas  ipsas 
et  omnia  ipsius  feoda  cum  iuribus  ad  dominium  in  Lewenstein  jjertinentibus  in 
Omnibus  et  singulis  suis  articulis  approbantes  innovantes  confirmantes  et  de  novo  ex 
liberalitate  regia  concedentes  ac  presentis  scripti  patrocinio  munientes.  Nulli  ergo 
imperii  fidelium  liceat  eundem  comitem  Albertum  germanum  nostrum  contra  dicte 
approbationis  innovationis  confirmationis  et  concessionis  nostre  tenorem  molestare 
aut  aliqualiter  perturbare,  alioquin  indignationem  maiestatis  nostre  incurret  graviter 
et  offensam. 

Datum  apud  JS'urmberg,  idus  Decembris,  anno  domini  millesimo  ducentesimo 
nonagesimo  octavo,  indictione  XXL,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Schöpfliii  Hist.  Zaringo-Badensis  5,  312  ex  tabulario  electorali  palatino.  —  Regest:  Böhmer,  K.  Albreclit  1(X). 
—  Lichnowsky  2,  n.  1,51. 


184  1298.     Dezember  17  und  18. 

5194. 
König  Albrecht   bestätigt   dem  Kloster  Kaisheim  die  Freiheiten   seines  Hauses   in  Giengen. 

Nürnberg  129<^.     Dezember  17. 

Albertus  dei  gratia  Romanoruni  rex  semper  augustus  universis  sacri  Romani 
imperii  ||  fidelibus  gratiam  suam  et  omne  bonum.  l^ensat  nostra  serenitas  quod 
serenat  serenitatem  ||  regiam  vota  religiosarum  personarum  sereno  vultu  respicere 
ac  eorum  votiva  precamina  ||  pio  favore  et  exauditione  gratuita  prevenire.  Quapropter 
constare  cupimus  omnibus  quos  nosse  fuerit  oportunum,  quod  nos  honorabilium  et 
religiosorum  virorum  Heinrici  abbatis  et  conventus  de  Cesarea  ordinis  Cysterciensis 
Augustensis  dyocesis  devotorum  nostrorum  dilectorum,  <[Uorum  ordinem  divina  emu- 
latione  complectiinur  et  ulnis  gratie  amplexamur,  piis  supplicationibus  favorabiliter 
annuentes  libertates  ipsis  concessas  et  gratias  factas  per  prudentes  viros  ministrum 
consules  et  scabinos  oppidi  in  Gyengen  de  domo  ibidem  sita  quam  nunc  tenent  et 
possident  cum  suis  attinentiis,  prout  in  ipsorum  civium  litteris  expressius  est  expressum, 
ratas  habemus  et  gratas  easque  memoratis  abbati  et  conventui  suo  ex  benignitate 
regia  de  novo  concedimus  et  donamus,  volentes  ipsas  in  suo  robore  in  omnibus  suis 
articulis  et  condicioni])us  inviolabiliter  permanere  presentium  testimonio  litterarum 
sigilli  nostri  munimine  signatarum. 

Datum  apud  ^Jürenberch,  anno  domini  niillesimo  ducentesimo  nonagesimo  octavo, 
XVI.  kalendas  Januaini,  indictione  XII.,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

München.  Orig.  Perg.  Das  Majestätssiegel,  das  an  roten  und  gell)en  Seidefäden  liing,  ist  abgeschnitten.  — 
Abdruck:  Böhmer-Ficker,  Acta  imperii  inedita  .532  nach  Kai.sheimer  Kopl).  in  München.  —  Regest:  Böhmer. 
K.  Albrecht  (HIS. 


6195. 

Graf  Konrad  von   Vaihingen  schenkt  mit  den  Seinen  dem  Kloster  Rechentshofen  den 

Kirchensatz  in  Kleinsachsenheim. 

Ohne  Ortsangabe.      129^.     Dezember  IH. 

Allen  den  die  disen  brief  ansehent  oder  horent  lesen,  ger  ich  graf  Cünrad  von 
VAhingen  kunt  sin  und  gewissen,  ||  das  min  frowe  min  müter  diu  gravin  Agnes  von 
VAhingen  und  ich,  min  swester  Adelhait  graf  Eberhartes  frowe  ||  von  Twingen  und 
min  sun  Cünrad  der  junge  grafe  von  ViUiingen  mit  gesamentem  rat  mit  friem  willen 
und   mit    ||    gemain    verhengguii    iriit    gesundem    libe    und    mit   versinnetun    trjihtung 


1298.      Dezember   18  und  29.  185 

luterlich  durch  got  und  durli  unserii  fordern  sei  und  durh  unseru  selbes  luid  unser 
nahkonient  sei  haben  gegeben  und  geophert  dem  closter  der  frowen  ze  Rechenshoven, 
da  wir  liaben  unser  begrebede,  den  kirchschaze  ze  Saehsenhein  zem  Minnren  zu 
einem  ewigem  almüsen  als  uns  unsers  bihtares  brüder  Berhtoldes  des  Goltmannes 
von  Phorzeheim  lere  und  wis  geraten  hat,  und  allermaist  swa  unsern  fordern  sei 
gerät  an  dem  kain  daile  gesuraet  si  ader  vergessen  ader  ob  ^\■ir  gen  dem  selben 
goteshus  ader  kain  unser  forder  ie  missedet,  das  unser  herre  got  und  die  selben 
closter  frowen  gnadeclich  das  verkiesen  wellen,  und  maiii  und  wellen  an  dem  selben 
almüsen,  das  der  selbe  kirhsazze  dem  selben  closter  eweclichen  und  ganzelichen 
volge  mit  allem  sinem  reht  gesucht  und  ungesücht  und  swie  kirchsazzes  reht  haiset 
und  haisen  sol.  Dar  über  ich  graf  Heinrich  von  VAhingen  und  kirchherre  ze  Sachsen- 
heim dün  kunt  und  vergihe,  das  ich  minen  gunst  und  minen  frien  willen  und  swas 
ich  rehtes  hete  an  dem  selben  kirchsazze  minem  brüder  ganzelich  han  gegeben  stete 
ze  liaben  utkI  feste  swas  da  for  gesriben  ist.  Das  aber  dis  almüsen  und  diu  gab 
des  kirchsazze  ewig  kraft  habe  und  stetin,  so  han  ich  der  vor  genant  graf  Cünrat 
von  Yi'ihingen  min  insigel  an  disem  brief  gegeben  und  han  oucii  erworben,  das  der 
abbet  von  Mulnbrunnen,  der  brobest  von  allen  heiligen  ze  Spire'),  Heiniich  min 
brüder  der  kircherre  von  Sachsenhein  und  der  declian  von  Haselach  ir  insigel  hant 
gegeben  an  diseii  brief. 

Dis  geschah,  clo  man  zalt  von  gotes  geburte  dusent  jar  swai  hundert  jar  niunzig 
jar  und  alit  jar  an  dem  durnstag  nach  Lucie.  Und  des  selben  dages  so  sol  man 
singen  alliu  jar  ain  sei  messe  vor  die  herschapht  singen  von  Vaihingen. 

Ital.  Perg.  Das  1.  und  4.  Siegel  abfiegangeii.  2)  des  Abts  von  Maulbronn,  s.  B.  7  S.  15i(.  .3)  des  Propsts 
.\lbert  vom  Dreifaltigkeitsstift  zu  Speier,  s.  Bd.  10  S.  223.  5)  des  Dekans  Walter  von  Flohenhaslach,  s.  Bd.  9 
S.  117  (der  Vogel  hat  stark  gekrümmten  Schnaliel  und  dürfte  als  F'alke  zu  bezeichnen  sein).  —  Auszug:  ZGORh.  -t,  448. 

1)  In  Wirklichkeit  siegelt  nicht  dieser,  sondern  der  Pro]ist  des  Dreifaltigkeitsstifts,  in  dessen  .Archidiakonat 
Kleinsachsenlieini  lag. 


5196. 
Fetershauseti  129S.     Dezember  2d. 

Abt  Diethelm  und  Konvent  von  Petershausen  (de  Petri  Domo)  gestatten  aus  Liebe 
zu  der  Äbtissin  .  .  mid  dem  Konvent  von  Baindt  und  verfügen  in  Übereinstimmung  mit 
denselben,  dass  die  Kinder  des  Baindter  Eigenmannes   Ger.  Mors^)  von  Arnach  (Ger.  dicti 

XI.  24 


186  1298  Dezember  29  und  1299. 

Mors  de  Arna)   und   seiner  Frau   Guta,  der  Tochter  des  Maiers  Her.   dicti  von  (Jinlins, 
die  dem  Kloster  Fetershausen  gehört,  beiden  Klöstern  zu  gleichen  Teilen  eigen  sein  sollen. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum    in    Petii    Domo,    anno    domini    MCCXCIX.,    IV.  kalendas    Januarii,    in- 

dictione   XII. 

Wolfegs.     Kopb.  des  Kl.  Baindt,  S.  157.  -  Hegest:  Diöz.A.  Schwab.  1»)!  S.  B  n.  148  (unter  1299). 

1)  Die  Überschrift  der  Urkunde  im  Kopl).  und  darnach  das  Regest  des  Diöz.A.  fassen  diesen  Namen  als 
eine  Übersetzung  des  deutschen  Namens :  Tod  (Thodt),  zugleich  unter  Deutung  des  Ger.  als  Gebhard,  doch  kennt 
das  Ravensburger  Bürger-Aufnahniebuch  von  1437—1549  (Eben,  Ravensburg  I  S.  524)  den  ähnlichen  Namen  Mursch. 


5197. 

Die  Brüder  Albrecht  und   Volkart  von   Ow   stiften  in  Kloster  Kirchherg  die  Jahrzeit  ihres 

Bruders  Hermann. 

1:^99.      Ohne  Orts-  und   'Tagesangabe. 

Wir  ritder  Albreht  und  Volkart  sin  brüder  von  ()\ve  vergehen  an  disem  briefe, 
das  wir  haben  ||  gegeben  den  frowen  ze  Kilberc  und  deme  gotzliuse  dur  got  und  dur 
unsers  brüder  seligen  ||  sele  willen  hem  Hermans  zwä  phunt  geltes  Haller  von  sineme 
aigenne  gut  ze  knem  sele  ||  gerate  und  ze  i'inem  jargezit,  des  lit  ze  Eangadingen 
drizzek  Schillinge  die  git  mau  von  dez  Tonnerz  mfilin  und  von  Blezez  gut  ze  Hur- 
ningen  zenhen  Schillinge,  und  swenne  das  vor  genante  gut  unsers  bnider  seligen 
kint  hern  Hermans  wen  wider  kofen,  so  su  denne  den  vor  genanten  l'rowen  fünf 
phunt  gegent,  so  suln  sii  in  zenhen  Schillinge  ledik  lan,  und  so  st'i  aber  fiinf  jiliunt 
gegent,  so  suln  sü  in  aber  zehen  Schillinge  geltes  ledik  lan,  und  dis  sol  alles  geschehn  ze 
fier  ziln,  und  suln  denne  die  frowan  die  selben  phennge  an  ain  gut  legen,  da  mit  man 
sin  jargezit  begange  iemer  nie  an  dem  ahtoden  tage  vor  sancte  Gerien  tage.  Das 
dis  war  sige  und  ümmer  me  stete  belibe.  dar  um  henket  die  vor  genanten  ritter  ir 
bäder  insigel  an  disen  brief. 

Dis  geschach,  do  man  zalte  von  gottes  gebürte  ninii'i  und  ni'tzek  und  zwelf 
hundert  jar. 

Abhangend  Bruchstück  des  2.  Siegels. 


i:J99.  187 

5198. 

Esslingen:     12  i)  9. 

Bischof  Heinrich  von  Konstanz  erlaubt  den  Mönchen  in  Kloster  Kniebis,  Beichte  zu  hören. 
Datum  Es/elingen,  MCCLXXXXIX. 

Exceipti\    Crusiaim,    Handschrift    der  Universitiitsbibl.  Tübingen,    sign.  Mb.  'Mi'.),  S.  072  aus  Horber  Annalen. 


5199. 

Adelheid  die  Mesnerin   stiftet    ein  ewiges  Licht    in  der  Kapelle    des  Marchthaler   Hofs   zu 

lieutlingen. 

1299.      Ohne   Orts-  und  Tagesangabe. 

In  dem  namen  gottez.  Amen.  Ich  Adelhait  gesprochen  diu  Meseuairin  künde 
allen  den  die  disen  brieph  lesent  ||  und  horent  lesen,  daz  ich  aiii  phunt  gulte 
iargelichz  han  ergeben  miner  vrown  sancte  Mariun  und  alle  gottez  haligun  ||  und 
den  herron  von  Marchthel,  die  dinent  sint  ze  der  capelle  ze  Riutelingen,  mit  ur- 
schadunge  und  gedinge  daz  die  selben  ||  herren  mittem  dem  phunde  kophent  öle  an 
ain  lieht  jargelichez  und  daz  brennint  statechelich  vor  dem  altar  in  dem  chore  der 
vorgesprochen  capelle  in  heren  miner  vrown  sancte  Mariun  und  aller  hailigun  und 
zaineni  selgeraite  miner  sele  und  och  miner  vordero  und  aller  miner  l'i-uode.  Dez 
selbez  phundez  gant  zehen  Schillinge  uzer  ainer  wize  da  ze  Eningen  und  ist  ursaze 
ain  huz  Wer.  gehaizen  der  hüber  von  Eningen,  daz  ist  in  der  stat  ze  Riuthelingen, 
die  ander  zehen  Schillinge  di  git  Geben  von  Phullingen  und  zewo  nunna  sine  thotra, 
die  gant  uzer  zewain  wizon  und  uzer  ainem  garten,  der  zinz  aller  vallet  ze  [sajntez") 
Johannes  miz  dez  dophaerez.  Dar  nach  han  ich  Adelhait  die  vor  gesprochen  vrowe 
gedinget  und  [hat]")  mir  der  brobest  uiul  die  herren  vestekeliche  gelobent.  daz  si 
daz  lieht  ewechliche  brennint  und  daz  nimmer  [us]")  gange  noch  von  dem  brobste 
noch  von  dem  pheleger  der  da  ze  der  chapelle  ist  der  herro  ze  Riutelingen''),  und 
swer  daz  abe  brichet  ader  änderet  ader  daz  lieht  nit  enziundet  staitecliche  an 
gevairde,  daz  daz  got  vordere,  der  uiht  ungerochen  lat,  vodere")  an  sine  sele  und 
an  sinen  lip  an  dem  jungestem  tage  und  an  alle  di  ez  wizen  ader  wizzent  sint  und 
ez  niht  wendent.  Daz  diz  dinch  in  der  wise  alz  hie  gescriben  stat  ganze  staite 
[und]^)  unveweiret  belibe,  so  henchet  der  brobest  von  Marchtel  sine  insig  an 
disen  brieph. 


188  1299. 

L)iz  beschacli  and  wart  gegeben  von  gotte/  gebiuthelichem  tage  tliuzent  jare  zewai 
liundert  jare    nüzege   jare    und    niün  jare.     Diz    sint    geziuge    ersanie  l'ite,    die  da  bi 

warent  ... 

Abhängend  Siegelrest. 

a)  Loch  im  Pergament. 

b)  Die  Stelle  lautet  in  der  Vorlage :  noch  von  dem  der  (übergeschrieben  ;  von)  pheleger  der  da  ze  der  cliapelle 
di  (übergeschrieben :  ist)  der  herro  ze  Riutelingen. 

c)  So! 


5200. 
1299. 

Berthohl  von  Aixheim  verzichtet  mit  seinem  Sohn  gegenüber  dem  Kloster  Eotfenmünster 
gegen  Bezahlung  von  1  Mark  Silber  auf  alle  wirklichen  oder  vermeintlichen  Ansprüche 
an  des  Nordwins  hicupos  und  an  den  aker  so  ligt  im  Bursental,  an  die  wis  so  ligt 
zur  hofstätten  bey  Täfern,  an  die  wis  zu  Aixheim  im  nideren  doi-f  bei  dem  steg, 
item  an  die  hofstat  zu  Aixheim  darauf  Albrecht  von  Wildenstain  wohnet. 

Siegler:  Die  Stadt  Rottweil. 

Dokb.  des  Kl.  Rottenmünster  S.  1. 


5201. 

Schultheiss  Engellih    von  Schorndorf  und   seine    Frau  Elisabeth    stiften    und    begaben    eine 

Kapelle  in  Schorndorf. 

Schorndorf  1299.      Ohne   Tagesangabe. 

In  nomine  domini.  Amen.  Ea  que  in  tempore  geriintur  ne  propter  oblivionem 
hominum  que  labilis  est  cum  tempore  dilabantur,  convenit  scripture  testimonio  sigillis 
et  testibus  perennari.  ||  Noverint  igitur  universi  presentes  litteras  inspecturi,  quod 
ego  Engellinus  scultetus  in  Schorndorf  et  uxor  mea  Elizabet  legittima  de  scitu  et 
expressa  voluntate  et  libera  per||missione  illustris  domini  nostri  Eberhardi  comitis 
de  Wirtenberg  capellam  sitam  et  constructam  infra  muros*  opidi  in  Schorndorf  cum 
Omnibus  possessionibus  nostris  infra  scriptis  preci||pue  in  remedium  et  salutem  anime 
domini  nostri  supradicti  et  in  remedium  animarum  nostrarum  dotavimus,  ita  quod 
tempore  vite  nostre  unum  sacerdotem  in  expensis  nostris  habebimus  sine  preiudicio 
ecclesie    parrochialis    et    sibi    procurabimus    necessaria   jjrout    nobis    nostre    subpetunt 


1299.  189 

facnltates.  Xobis  auteui  ambobus  decedentibus  iiulices  iurati  in  Scliorndorf  ad  iiie- 
moratam  capellam  sacerdotem  de  consilio  et  voluntate  sepefati  domini  nostii  presentare 
debent  et,  si  talis  presentatus  propter  mores  distortos  vel  propter  aliam  causam 
iustam  eis  non  placuerit  vel  non  expediat,  ipsum  quandocumque  volueriiit  possunt 
absque  contradictione  cuiuslibet  removere.  Insuper  volumus  si  redditus  infra  scrip- 
tarum  possessiouum  se  exteiidere  possunt  ad  summam  quadraginta')  librarum  Hallensium, 
in  ipsa  capella  duo  sacerdotes  ydonei  promoveantur,  quorura  uterque  missam  debeat 
cottidie  celel)rare.  Taxatio  autem  predictorum  reddituum  sit  in  lionorando  domino  .  . 
preposito  in  Madelberg,  qui  tunc  temporis  fuerit,  et  in  ipsis  iudicibus  iuratis  in 
Schorndorf  sive  conpletum  numerum  iui'atorum  habeant  sive  non.  Sunt  autem  liee 
possessiones  nostre:  tria  iugera  vinearum  sita  an  dem  lindern  Sindichen.  Item  in 
Winterbach  iuxta  viam  que  dicitur  hertweg  duo  iugera  vinearum,  (jue  aliquando 
fuerunt  .  .  dicti  (lul,  item  ibidem  iuxta  hertweg  duo  iugera  vinearum.  Item  duo 
iugera  et  dimidium  vinearum  in  Hebsach.  Item  apud  Schorndorf  in  Ramsperge 
unum  iuger  et  dimidium  vinearum.  Item  in  übernschornbach  de  vinea  sita  .in  monte 
(licto  Olberge  et  de  prato  ibidem  vinee  eoniuncto  una  urna  vini  census  annui.  Item 
viginti  (Uio  iugera  agrorum  sitorum  in  campo  supra  civitatem  versus  quercum.  Item 
ibidem  in  campo  dicto  Azelunrütin  et  in  campo  versus  Wiler  viginti  iugera  agrorum. 
Item  ibidem  in  campo  iuxta  clivum  qui  ducit  ad  Madelberg  et  in  campo  iuxta  Winterbach 
viginti  iugera  agrorum.  Item  ibidem  decem  iugera  pratorum  in  termino  dicto  Eams- 
bach.  Item  ibidem  dimidietatem  annui  census  de  estuario  sito  extra  muros.  Item 
ibidem  (juinqiie  solidos  Hallensium  annui  census  de  domo  .  .  dicti  Schorndorfer. 
Item  ibidem  quinque  solidos  annui  census  de  domo  .  .  dicti  Brsendelin.  Item  sex 
solidos  annui  census  de  domo  .  .  dicti  Junchart.  Item  ibidem  decem  solidos  annui  census 
de  tribus  iugeribus  agrorum  et  duabus  particulis  pratorum  sitis  in  termino  dicto  Aichibach. 
Item  ibidem  domus  et  area  cum  omni  structura  et  duo  orti.  Item  in  Winterbach  triginta 
Hallenses  annui  census  de  bonis  Mserkelini  dicti  Notkouf.  Has  universas  possessiones 
dominus  noster  de  Wii'tenberg  sepefatus  et  tota  communitas  civium  in  Schorndorf  de 
ipsius  voluntate  domini  nostri  absque  omni  stiura  et  absque  omni  exactione  ac  Servitute 
et  contributione  liberas  penitus  proclamarunt.  In  huius  rei  testimonium  presentes 
littere  sigillo  memorati  domini  comitis  et  domini  .  .  prepositi  in  Madelberg  ac 
sigillo  universitatis  civium  in  Schorndorf  sunt  munite. 

Datum  Schorndorf,  anno  domini  MCCLXXXX  nono,   indictione  XII. 

An  prünen  und  rosa  Seidefäden  noch  das  1.  und  3.  Siegel.  1)  des  Grafen  Eberhard  von  Wlrtemberg, 
s.  Bd.  S  S.  101.    3)  der  Stadt  Schorndorf,  s.  Bd.  10  S.  258;   Umschrift:    t  •  SIGILLVM  •  CIVIVM  •  IX  •  SHORXDORF. 

a)   Die  er.ste  Silbe  ist  teilweise  ausradiert,  offenbar  um  daraus  oclo  zu   machen. 


190  1299. 

5202. 
1299.     Ohne  Orts-  und  Tcujesumjabe. 

Der  Edle  Berthold  der  Ältere  von  Trauchburg  (Druhburc)  Landrichter  (iudex  pro- 
vincialis  autoritate  regia  constitutus)  schenkt  mit  Zustimmunfj  seiner  Söhne  Heinrich  und 
Berthold  dem  Kloster  Weingarten  ob  reverentiam  dominici  sanguinis  all  sein  Becht  an 
der  Kirche  zem  Hellengers  (omne  ius  proprietatis  sive  advocaticii  quod  in  ecclesia 
zem  Hellengers  dote  et  aliis  attinentiis  eius  uuiversis  mihi  competiit  vel  competerc 
videbatur)  und  verzichtet  auf  alle  Einsprachen. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Testes:  dominus  Jacobus  prior  monasterii  prescripti,  magister  Rüdolfus  notarius 
de  Missen,  magister  K.  scriba  de  Isenina,  C.  minister  civitatis  Ravenspurc,  Rüdolfus 
dictus  (lalraif,  H.  dictus  Engel  civis  in  Altdorf. 

Datum  et  actum  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  indictione  XII. 

An  brauner  leinener  Litze  bescliädi}rtes  Siegel,  s.  Bd.  H,  S.  17. 


5203. 
Weingarten  1299.     Ohne  Tagesangabe. 

Schenk  Heinrich  ron  Tttendorf  (Uttendorf)  verkauft  (vendidi)  det)i  Kloster  Weingarten 
einen  Eigenmann  (Hainricuni  fUium  H.  dicti  de  Bunde  possidentem  feodum  dictum 
Shüssellehen)  um  4   ff  Pfennige. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Aftüerunt  huic  contractui  dominus  H.  scriba  de  Capelle,  dominus  Manstokkus 
miles,  C.   Rlthusen  minister  de  Tanne,   Fridericus  dictus  Züzel  civis  in  Altdorf. 

Datum  Wingarten,  anno  dominice  incarnationis  MCCLXXXXVHn.,  indictione  XII. 

Brnchstück  des  Bd.  10,   S.  471   beschriebenen   Siegels  des  jüngeren   Schenken  Heinrich  von   Ittendorf. 


5204. 

Abt  G.  von  Fremontre   und   das    Generalkapitel   seines    Ordens    bitten    um   Gaben   für   das 

geplünderte  Kloster   Weissenau. 

1299. 

Uuiversis  ('hristi  fidelibus  ad  quos  presentes  littere  pervenerint  G.  dei   patientia 
Premonstratensis    abbas   et    abl)atuni    eiusdeiii    ordinis    capitulum    generale    salutem  et 


1299.  191 

orationes  in  domino  ||  salutares.  Qiioniaiii  ut  ait  apostolus")  onines  stabinius  ante 
tribunal  Christi  receptiiri  prout  in  corpore  gesserimus  sive  bonum  fuerit  sive  malum, 
oportet  nos  diem  messionis  extreme  misericordie  operibus  ||  prevenire  atque  eternorum 
intuitu  Seminare  in  terris,  quod  reddente  domino  cum  mnltiplicato  fructu  recolligere 
debeamus  in  celis,  tirmam  speni  fiduciamque  tenentes  quoniam  qui  parce  seminat 
parce  et  ||  irietet  et  qui  seminat  in  benedictionibus  de  benedictionibus  et  metet  vitam 
eternam.  Cum  igitur  ecclesia  apostolorum  Petri  et  Pauli  Augie  Minoris,  quam  in 
tanta  bellorum  rabie  devastavit  armorum  crudelitas,  ornamentum  cuius  absorbuit 
hostilis  impietas,  quod  vix  adiciet  ut  resurgat,  nisi  dominus  mediantibus  elemosinis 
Cliristi  fidelium  eidem  maiium  misericorditer  porrexerit  adiutricem,  in  merore  suo  vestris 
et  aliorum  Cliristi  tideliuni  elemosinis  expectat  adiuvari,  universitatem  ergo  vestram 
monemus  rogamus  attentius  et  in  domino  propensius  exhortamur,  quatenus  de  bonis 
a  deo  voV)is  collatis  pias  elemosinas  et  grata  subsidia  eidem  ecclesie  karitatis  intuitu 
misericorditer  erogetis.  Nos  autem  devotioni  vestre  vicissitudinem  nostram  quam  pos- 
sumus  rependentes  omnibus  qui  dicte  ecclesie  et  maxime  confratribus  eiusdem  ecclesie 
suas  elemosinas  duxerint  transmittendas  seu  ibidem  fraternitatem  recepturis  pai'ticipa- 
tionem  orationum  et  omnium  bonorum  spiritualium,  que  in  toto  ordine  nostro  fiuut  et 
deinceps  fient,  benigna  concedimus  karitate  optantes  ut  eundem  fructum  consequantur 
ex  illis,  quem  nobis  ipsis  desideramus  retribui  qui  in  illis  transigimus  dies  nostros. 
Datum  in  capitulo  generali,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  nono. 

Von  2G  an  leinenen  Schnüren  befestigten  Siej^eln  sind  18  in  Resten,  eingeniilit  in  Leder  nnd  zerl)röcl<elt 
erhalten. 

a)  Nacli  Römer  14,  10.  Die  ganze  .4renga  ist  identisch  mit  der  in  päpstlichen  Ablaßbriefen  üblichen  Formel 
Vol.  /.  R.  Bd.  5.  420  und  4-2!l ;  (i,  405. 


5205. 

Straif  der  Kirchherr  und  Konrad  Straif  sein  Vater  der  Kirchenvogt  von  Metzingen  beurkunden 
die  Kundschaft  ehrbarer  Leute,   dass  der  Tausch  zioeier  Wiesen  ihrer  Kirche  vorteilhaft  sei. 

Metzingen  1299.      Ohne   Tagesangabe. 

Ich  Straif  der  kilcldierre  ze  Mezingen  unde  Ciinrat  Straif  min  vater  dirre 
kilchun  voget  tüeien  kunt  allen  ||  den  disen  brief  ansehent  unde  hörent  lesen, 
daz  wir  unde  unser  veter  Ernst  von  Stöpheln  haben  gewihsselt  ||  ain  wisun  diu 
lit  ze  "Wangen  diu  an  unser  gotzhus  höret  umme  ain  wisun  diu  lit  im  dem  gründe, 
diu  da  II  haisset  der  Weberinun  wise,  diu  unser  rieht  aigen  was  unde  unsers  vetern 
Ernst,  unde  dar  tiber  haben  wir  genomen  erber  liite  das  sint  dise:  Eber,  von 
Helmsdorf,   Albrieht  von  (linningen.   Alber.  von    Trohtelvingen,    Her.    der  Ginninger, 


192  1'299.     Januar. 

Cüniat  der  Rorer,  Cüöo  der  suter,  Wernher  der  Gerüste,  Hainrich  der  voget, 
Eber,  der  Wiehter,  Eber,  (iutuu  sun  unde  GAzo  des  rihters  sun,  die  namen  nferi 
ir  ait,  das  es  der  kilchun  besser  wer  getan  denne  vermitten.  Unde  disen  brief  liaben 
wir  gesigelt  zu  ainer  vestenunge  dirre  getate  mit  unseren  aigenen  insigeln  unde  mit 
unsers  vetern  Ernst  insigel. 

Dirre  brief  wart  gegeben  unde  geschriben  in  der  zit.  do  di'iuzehen  hundert  jar 
ains  jars  minr  warn  von  unsers  herren  gotes  geburte,   in   dem  dorf  ze  Mezingen. 

Siegel  1)  des  Kirchherrn  Straif  von  Metzingen,  stark  beschädigt,  rund,  stehende  gekrönte  in  der  Recliten 
eine  Lanze  haltende  Figur,  links  wie  es  scheint  ein  knieender  Beter.  2)  Konrad  Straifs.  s.  Bd.  9  S.  408.  :}")  Ernsts 
von  Stoffeln,  s.  Bd.  10  S.  516. 


5206. 

Ernst   von    Stoffeln    und   Konrad   Straif  tauschen   Wiesen    in   Metzingen    mit   der   dortifjen 

Ffarrkirche. 

Metzingen  129'J.      Ohne   Tagesangabe. 

Ich  Ernst  von  Stöphehi  und  Cünrat  Straif  tüien  kunt  allen  den  disen  biief  an- 
seh||ent  unde  hörent  lesen,  daz  wir  ain  wehssel  haben  getan  mit  der  wisun  ze  Wangen,  || 
diu  da  höret  an  die  kilchun  ze  Mezingen,  nmme  die  wisun  diu  da  lit  in  dem  gründe, 
II  diu  da  haizet  der  Weberinun  wise,  diu  unser  rieht  aigen  was,  unde  ist  daz  diu 
wise  ze  Wangen  von  dem  kilchherren  aide  von  ainem  andern  abgat,  so  sol  man  diu 
wisun  in  dem  gründe  au  iern  wisun  stat  zu  ainem  ursaz  gen  gem  gotzhuse  Zwiveltün. 
Unde  disen  brief  haben  wir  gesigelt  mit  unseren  aigenen  insigeln  zu  ainer  merrun 
vestenunge  dii-re  getate. 

Dirre  brief  wart  gegeben  in  der  zit,  do  driuzehen  hundert  jar  ains  jars  minr 
warn  von  unsers  herren  gotes  geburte,  in  dem  doi'f  ze   Mezingen. 

Zwei  Siegel.     \)  Konrad  Straifs,  s.  Hd.il  S.  41)8.     2)   Ernsts  von   Siörteln,  s.  Bd.  10  .S.  öKi. 


5207. 

Ohne   Ortsangatie.      1299.      .Januar. 

Friedrich  (IT.)  von  Gottes  Gnaden  Markgraf  von  Baden  entscheidet  den  Streit 
zwischen  dem  Kloster  Herrenallj  und  den  Bauern  in  Rotenfels  super  cui-ia  liberii  mona- 
chorum  in  Winkel  in  der  Weise,  dass  das  Kloster  künftig  nur  2  Bauern  auf  dem  Hof 
haben   soll,   die.   nni   allen    Lasten   frei  sin'l,    dazu   I'ferde    und   Ifiiider    sorirl    für  2   l'fliige 


1299.     Januar   1.  193 

erforderlich  sind  und  weiter  so  viel  Tiere,  als  sie  mit  dem  Heu,  das  auf  dem  Hof  erwächst, 
nähren  können.  Die  Bauern  geben  von  ihren  eigenen  Schweinen  keine  deheme,  nur  von 
denen,  die  sie  zur  Zeit  der  Eichelmast  einstellen  oder  kaufen,  und  zwar  in  derselben  Höhe, 
tcie  sie  den  anderen  Bauern  in  Rotenfels  angesetzt  ist.  Wenn  das  Kloster  den  Hof  selbst 
bebaut  und  mit  Mönchen  oder  Laienbrüdern  besetzt,  sollen  diese  mit  ihren  Tieren  dieselbe 
Freiheit  haben,  tvie  auf  andern  Grangien  hergebracht  ist. 

Siegler:  Der  Aussteller  und  der  Abt  von  Herrenalb. 

Datum  et  actum  anno  domini  MCCXCVIIII.,  mense  Januario. 

Druck  in  ZGORli.  2,  408  »ach  dem  Orig.  Perg.  in  Kai-lsnilie  mit  2  Siegeln. 


5208. 
Herzog  Hermann  von  Teck  bestätigt  dem  Kloster  Kirchheim  einen  Güterkauf  zu  Kirchheim. 

Kirchheim  1299.     Januar  1. 

Wir  herzog  Herman  von  Tecke  vei'jelien  an  disem  brieve  und  tüien  kunt  allen 
den  die  in  selient  lesent  oder  ||  horent  lesen,  daz  disiu  gut,  diu  hie  nach  geschriben 
stant,  vierzehen  juchhart  aggers  die  hindan  uf  Hungerberge  ligent,  ||  zw  juchhart 
aggers  die  uf  der  Rietegerdrun,  ligent,  siben  juchhart  aggers  uf  Hungerberge  die  uf 
die  llüti  ziehent,  ||  vier  juchhart  aggers  die  von  Tetinger  wege  ziehent  uf  Juchern, 
sehs  juchhart  aggers  die  ob  dem  Eergbrunne  ligent,  ain  juclihart  aggers  hinder  dem 
closter,  ain  juchliart  aggers  liinder  Zeggerlins  huse,  vier  juchhai"t  aggers  zwischan 
den  wegen  gen  Etelingen  und  sehs  juchhart  aggers  die  under  den  boumen  gen 
Lintdorf  ligent  und  zwaier  manne  mat  wiso  an  dem  bach  in  der  Gissenowe  Rufen 
Singen  gitailit,  diu  Cünrat  Hoppherebe  und  sin  sun  Diepolt  unser  burger  von  Kirchain 
mit  ir  erben  willen  der  .  .  priorinne  und  dem  convent  und  ir  closter  ze  Kirchain 
ze  koufenne  liant  geben  umbe  hundert  phunde  und  eht  und  zwainzic  phunde  Haller, 
daz  daz  alles  mit  unserr  haut  und  mit  unserm  willen  und  gunste  gischehen  ist,  und 
geben  in  des  ze  ainem  Urkunde  disen  brief  mit  unserm  insigel  versigelt,  daz  diz 
alles  ganz  und  stete  und  an   allen  zwifel  belibe. 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Kirchain  in  dem  jar,  do  man  zalt  von  gottes  geburte 
zwelf  hundert  jar  niunzic  jar  und  in  dem  niunden  jar,  an  dem  ewihe  tage. 

Siegelbnich stück,  s.  Bd.  8,  S.  445. 


XL  25 


194  1299.  Januar  2. 

5209. 

Nürnberg  1299.     Januar  2. 

Graf  Ludwig  von  Oettingen,  der  zu  den  Vollstreckern  der  Anordnung  König  Rudolfs 
von  1283  Juni  1  über  die  Erbschaft  seiner  Söhne^)  gehört,  ernennt  an  Stelle  seiner  ver- 
storbenen drei  Genossen  die  Grafen  Burkhard  von  Hohenberg,  Eberhard  von  Wirtemberg 
und  Otto  von  Strassberg  zu  seinen  Mitschiedsrichtern  für  die  Bestimmung  des  auf  Rudolfs 
Enkel  Johann  fallenden  Anteils  (Nos  igitur  ex  potestate  nobis  prout  in  superioribus 
est  expresum  tradita  et  concessa  sjjectabiles  viros  Burcliardum  de  Hohemberch,  Eber- 
iiardum  de  Wirtenberch  et  Ottonem  de  Strazperch  cornites  quos  inter  consanguineos 
illustrium  Eudolfi  Friderici  Lupoid!  Alberti  et  Heinrici  ducum  Austrie  et  Stirie, 
Serenissimi  domini  Alberti  Romanoruin  regis  filiorum  nee  non  illustris  Johannis  nati  me- 
morati  domini  Rudolfi  memorie  recolende  fratris  eiusdem  domini  Alberti  nunc  Homanorum 
regis  excellentissimi  magis  utiles  invenimus  et  communes,  in  mortuorum  loco  vide- 
licet  nobilium  virorum  Friderici  burgravii  be  Nuremberch  Alberti  de  Hohemberch 
et  Heinrici  de  Furstenberch  comitum  pie  recordationis  bona  fide  et  sub  debito 
iuramenti  elegimus  et  eosdeni  presentes  et  in  se  huiusmodi  suscipientes  moderaminis 
seu  taxationis  arbitrium  eligimus  et  recipimus  per  presentes,  ita  videlicet  ut  in  nostra 
et  ipsorum  resideat  Providentia  taxatione  atque  moderamine,  quantum  per  memoratos 
duces  Austrie  et  Stirie  supradicto  domino  Johanni  sub  pena  pretaxata  in  numerata 
pecunia  dandum  sit  aut  etiam  exsolvendum). 

Testes:  honorabilis  dominus  Chunradns  abbas  monasterii  Campidonensis,  dominus 
Eberhardus  cancellarius  vice  venerabilis  domini  Gerhardi  sancte  Maguntine  sedis 
archiepiscopi  sacri  imperii  per  Germaniam  archicancellarii,  spectabiles  viri  Rudolfus 
comes  de  Werdenberch,  Egeno  comes  de  Friburgo,  Johannes  de  Liechtemberch,  Otto 
de  Ochsenstein,  Anshelmus  de  Rapoltstein,  nee  non  strennui  viri  Marquardus  de 
Schellemberch,  Hermannus  marschalcus  de  Landenberch,  Hartmannus  de  Baldecke, 
Heinricus  Waltherus  de  Ramswach,  Dietegeno  de  Chastele. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  et  actum  apud  jSuremberch,  IHI.  nonas  Januarii,  anno  domini  MCC 
nonagesimo  nono,  indictione  XII. 

Et  nos  Burchardus  de  Hohemberch,  Eberhardus  de  Wirtemberch  et  Otto  de 
Strazperch  cornites  supradicti  prefate  electioni  et  receptioni  per  nobilem  virum 
Ludwicum  comitem  de  Ötingen  de  nobis  facte  consentientes  in  nos  huiusmodi  taxa- 
tionis   seu    moderaminis    arbitrium    et    potestatem    recepimus    libere    et    expresse    et 


1299.     Januar  2  und  3.  195 

sigilla  nostni  presentibus   appendi  fecinius  in  testimouiuni  et  evidentiam  premissorum. 
Datum  loco  anno  die  et  indictione  proxime  prenotatis. 

Wallerstein.  Beglaubigte  neuere  Abschrift  nach  dem  einen  der  beiden  Originale  im  K.  K.  Geh.  Hausarchiv 
in  Wien.  Das  Duplikat  hat  nach  Lichnowsky  das  Datum:  nonis  Januarii.  —  Abdruck:  Lichnowsky,  Gesch.  d. 
Hauses  Habsburg  2,  1837,  S.  CCXCIV.  —  Regest:  Grupp,  Oetting.  Regesten  403. 

1)  Vgl.  Böhmer-Redlich   17H!).     Die  Urkunde  ist  hier  wörtlich  eingerückt. 


5210. 
Meister   und   Konvent    des   Spitals   und   Schidtheiss    Rat    und   Bürc/erschaft    von  Wimpfen 
beurkunden  die   testamentarische   Verfüfjunfj    des  Bürgers  Gttmpert   über   ein   Viertel  seines 

Hofs  in  Kochert/iürn. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Januar  3. 

Nos  magister  Walterus  totusque  conventus  hospitalis  Wimpinensis  ordinis  sancti 
Spiritus  nee  non  .  .  scultetus  ||  consules  et  universi  cives  Wimpinenses  notum  esse 
volumus  presentium  inspectoribus  universis  tarn  presentibus  ||  quam  futuris,  quod 
constitutus  coram  nobis  Gumpertus  civis  Wimpinensis  compos  sui  nientis  et  corporis 
recogll novit  et  publice  confessus  [est]  se  contulisse  et  dedisse  spontanea  voluntate 
quartana  partem  curie  sue  in  Kochindurne  cum  omnibus  pertinentiis  pi-o  illa  parte, 
quocunque  nomine  censeantur,  Elisabete  legittime  Cünradi  dicti  Parcefal")  civis  Wimpi- 
nensis et  suis  pueris  seu  liberis  utriusque  sexus  cum  omni  integritate  iuris  hereditarie 
post  mortem  suam  in  perpetuum  possidendam.  Quam  quidem  curiam  Willehelmus 
pictor  frater  suus  et  pater  Elisabet  predicte  sibi  vendidit  in  hunc  modum  videlicet, 
ut  ipsa  Elisabet  sepedicta  et  sui  pueri  ipsum  Gumpertum  succederent  partem  quartam 
dicte  curie  hereditando,  dum  ingrederetur  ergastulum  carnis  universe. 

Acta  sunt  viris  lionorandis  presentibus  in  testimonium  super  his  vocatis  videlicet: 
Henrico  de  Guntebuer  prespitero,  Ulrico^  Gozzoni  de  Harthein,  Johanni  de  Romers- 
hein,  Johanni  de  Spira,  Waltero  de  Gardach,  Johanni  de  Cronenberg  fratribus  eiusdem 
hospitalis,  Henrico  sculteto,  Tromaro,  Hermanno  dicto  Lobelin  et  Willelielmo  pictore 
fratribus,  Cunrado  dicto  Parcefal'),  Hugoni  iuniori,  Henrico  dicto  Schosario,  Hartlibo  de 
(jardach,  Eberhardo  quondam  Volperti  filio,  llicholfo  dicto  Horant  iuratis  civibus  Wimpi- 
nensibus.  In  cuius  rei  testimonium  et  premissorum  firmamentum  sigillum  magistri  predicti 
Walteri  et  conventus  una  cum  sigillo  civitatis  Wimpinensis  presentibus  est  appensum. 

Datum  anno  domini  MCCXC  nono,  sabbato  post  circumcisionem  domini. 

München.  Orig.  Ital.  Perg.  Von  ehemals,  wie  es  scheint,  3  Siegeln  nur  noch  das  2.  erhalten,  spitzoval,  52, 36  mm.,  ein 
Patriarchenkreuz,  dessen  sämtliche  Enden  in  Lilien  ausgehen ;  Umschrift :  f  •  S  •  HOSPITALIS  •  SCI  •  SPIRIT'  •  I  -WINPINA. 
a)  Vorlage  pcefal  mit  Strich  durch  p,  wie  bei  partem. 


196  1299.  Januar  9. 

5211. 

König  Albrecht  nimmt  das  Kloster  Denkendorf  in  seinen  Schutz  und  erneuert  seine 

Privilegien. 

Nürnberg  129V.     Januar  9. 

Albertus  dei  gratia  Konianorum  rex  semper  augustus  uuiversis  saciü  Eomani 
imperii  fidelibus  in  perpetuum.  Dum  divorum  imperatorum  et  regum  Koraanoruiu 
illustrium  inclite  recordationis  predecessorum  iiostrorum  pia  gesta  mente  revolvimus 
ac  interne  considerationis  oculis  })erspicimus  diligenter,  ut  eorum  iustis  exemplis 
nostra  coaptemus  vestigia,  in  voto  gerimus  atque  desiderio  pleniori  sperantes  quod 
ex  eo,  quod  ecclesias  et  ecclesiasticas  personas  divino  cultui  deputatas  pleniori  pre 
ceteris  gratia  confovemus,  concessa  nobis  a  supremo  rege  regeute  et  gubernante 
omnia  salus  et  gi^atia  debeat  ampliari.  Noscat  igitur  presens  etas  et  futuri  temporis 
successura  posteritas,  quod  nos  exempla  eorundem  nostrorum  predecessorum  quantum 
is  annuerit  qui  dat  omnibus  affluenter  sequi  in  via  largitatis  clementie  et  rectitudinis 
cupientes  lionorandam  cunctis  ecclesiam  dominici  sepulcliri  in  Denkendorf  ordinis 
sancti  Augustini  Constantiensis  djocesis  a  divis  Friderico  et  Friderico  Eomanorum 
imperatoribus  et  inclite  recordationis  Heinrico  Konianorum  rege  nostris  antecessoribus 
raultis  donatam  libertatibus  et  lionorum  titulis  insignitam  amplexautes  quemadmodum 
iidem  nostri  antecessores  ulnis  gratie  et  beneficentie  spiritualis  ipsam  in  nostram,  et 
sacri  imperii  tuitionem  et  protectionem  recipimus  specialem  cum  personis  liominibus 
et  rebus  omnibus  attinentibus  ecclesie  supradicte,  approbantes  insuper  innovantes  et 
confirmantes  omnia  omnino  iura  donationes  libertates  et  gratias  a  predictis  Friderico 
et  Friderico  imperatoribus  et  Henrico  Romauorum  rege  nee  non  et  ab  aliis  divis 
imperatoribus  et  regibus  Komanorum  illustribus  ipsi  ecclesie  traditas  et  concessas 
prout  rite  et  provide  sunt  tradite  et  concesse  et  quas  eadem  ecclesia  habet  et  habuit 
ab  antiquo,  mandantes  nihilominus  omnibus  et  singulis  regio  hoc  edicto  ne  quis 
imperii  fidelium  dictam  ecclesiam  vel  personas  deo  famulantes  ibidem  presumat  ali- 
qualiter  molestare  aut  iura  ipsius  infringere  seu  libertates  concessas  quomodolibet 
violare.  Nulli  ergo  omnino  hominum,  cuiuscunque  condicionis  Status  seu  preeminentie 
fuerit,  liceat  hanc  nostre  maiestatis  approbationis  innovationis  et  confirmationis  paginam 
infringere  vel  ei  ausu  temerario  contraire.  Quod  qui  facere  presumpserit  gravem 
nostre  indignationis  ofiensam  se'noverit  incurrisse.  In  testimonium  premissorum  presens 
scriptum  sigillo  maiestatis  nostre  regle  iussimus  communiri. 

Signum  domini  Alberti  Komanorum  yegia  invictissimi.      (Monogramm)"). 


1298.     Januar  9  und   10.  197 

Datum  apud  Nuerenberg,  V.  idus  Januarii,  anno  domini  niillesinio  ducentesimo 
nonagesimo  nono,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Nach  Besold,  Doc.  lediv.  1,  4G9  =  Petrus,  Suevia  eccl.  2G5.  —  Hegest:  Böhmer,  K.  Albrecht  ICJ.  —  Lich- 
nowsky  2,  n.  166. 

a)  In  der  Vorlage  am  Schluß  unter  dem  Datum  nachgebildet. 


5212. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Januar  10. 

Der  Rat  und  die  Bürgerschaft  von  Wiirzhurg  (Heinricus  AA'eibeler,  Fritzo  Gyr, 
Sifridus  de  Kebestog,  Johannes  Hane,  Eckehardus  Frezzer,  Marquardus  de  Beierruthe, 
Merkelinus,  de  Wigenheim  ceterique  consules  ac  universitas  civitatis  Herbipolensis) 
bekennen  die  Klöster  Ebrach,  Heilsbronn,  Bronnbach,  Langheini,  Schönthal  (Schonental) 
und  Himmelpforten  Zisterzienserordens  entgegen  ihren  Privilegien  zur  Beisteuer  für  eine 
Kontribution  gezwungen,  aber  nimmehr  ihnen  vollen  Ersatz  geleistet  zu  haben  (licet  perversorum 
suggestionibus  stimulati  conati  fuerimus  —  —  —  ad  contributionem  seu  collectam 
nobiscum  faciendam  minus  rationabiliter  coartare  res  eorundem  arrestando  vinum  et 
bladum  ipsorum  impediendo  ac  ipsos  prohibendo  vinum  et  bladum  ac  alia  eorum 
bona  inducere  inducta  vendere  pro  sue  libito  voluntatis,  de  predictorum  tamen 
religiosorum  libertatibus  iuribus  consuetudinibus  postmodum  plenius  informati  timentes 
nedum  divinam  verum  etiam  temporalem  offendere  maiestatem  dictis  religiosis  resti- 
tutionem  fecimus  taliter  ablatorum).  Sie  erkennen  zugleich  die  alten  Privilegien  der  Zoll- 
und  Handelsfreiheit  dieser  Klöster  in  ihrer  Stadt  an,  widerrufen  alle  Verordnungen,  die 
diesen  Privilegien  im  Wege  stehen  und  versprechen  dergleichen  auch  künftig  nicht  zu  erlassen. 
Für  den  Fall  eines  Bruchs  dieses  Versprechens  sollen  die  Bürger  Eckehardus  Lebarte  senior, 
Engelhardus")  Lebarte,  Fritzo  Gyr,  Johannes  Hane,  Heinricus  Zan,  Heinricus  de  Baben- 
berg,  Sifridus  de  Kebestog,  Cunradus  de  Inferno,  Herbordus  de  Nicht,  Heinricus  l'etri, 
Heinricus  Virnekorn,  Wolvelinus  Brunlini,  Heinricus  Weibeier,  Engellinus  de  Heppchn- 
heim,  Engelhardus  de  Rotenburg,  Bertoldus  de  Abiete,  Conradus  de  Rebestog,  Conradus 
de  Ysenburg,  Ortliebus  Buzkorber,  Gotfridus  de  Meiningen,  Heinricus  de  Novo  Cellario, 
Johannes  de  Ariele  et  Conradus  Weibeier,  die  eben  erst  aus  dem  durch  den  Bischof 
von  Eichstätt  im  Auftrag  des  p>äpstlichen  Stuhls  über  sie  verhängten  Bann  gelöst  sind, 
ihm  alsbald  wieder  verfallen  sein.  Einzelne  Personen,  die  den  Klöstern  in  Ausübung  ihrer 
Rechte  hinderlich  sind,  soll  die  Stadt  nicht  hausen  noch  hegen  (talem  vel  tales  non  tene- 
bimus  vel  fovebimus),  sondern  dem  bischöflichen   Gericht  überliefern. 

Siegler:  Die  Stadt  Würzburg. 


198  1299.     Januar  10,   12  und   13. 

Datum  et  actum  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  sabato  post  epiphaniam 
eiusdem,  testibus  honorabili  viro  Heinrico  de  Wechniar  preposito  maiori,  Wernhero 
de  Tanneberg  cantore,  Andrea  de  Gundelvingen  Onolspacensi  ac  Orengowensi  preposito 
archidiaconis,  Wolframo  scolastico  preposito  jSIovi  Monasterii  canonicis  Herbipolensibus, 
Johanne,  Heinrico  de  Katzenstein  notariis  domini  episcopi  canonicis  Novi  Monasterii, 
fratre  Bertoldo  de  Gebezstein  donius  Theutunice. 

München.  Orig.  Perg.  Beschädigtes  Siegel  der  Stadt  Würzburg,  rund,  &i  mm.,  der  Würzburger  Dom, 
umgeben  von  gezinnter  Mauer,  in  der  Portalöffnung  Brustbild  des  hl.  Kilian  mit  Stab  und  Mitra ;  Umschrift : 
t . . .  LLVM  •  CIVITATIS  •  H  . . .  IPOLENSIS.  —  Abdruck :  Monum.  boica  38,  209.  —  Regest:  Reg.  boica  4,  681  (doppelt). 

a)  Nach  der  Urkunde  von   1297  Januar  23 :  Eckehardus  iunior. 


5213. 
Salem  1299.     Januar  12. 

Der  Edle  Schtoigyer  von  Degf/enhaiisen  (Teggenhusen)  eignet  alle  seine  Besitzungen 
in  Jettkofen  (in  villa  Ütkoven),  die  Eggehard  von  Ostrach  von  ihm  zu  Lehen  gehabt 
hat  und  Heinrich  genannt  Hartman  baut,  dem  Kloster  Salem,  wofür  ihm  Eggehard 
25  Schilling  Konstanzer  Pfennige  bezahlt  hat,  und  verpflichtet  sich  und  seine  Erben  zur 
Gewährschaft. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Actum  et  datum  in  Salem,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  II.  idus  Januarii, 
indictione  XII. 

Regensburg.  Orig.  Perg.  Das  runde  Siegel  Schwiggers  von  Deggenhausen,  abgebildet  bei  v.  Weecli,  Cod. 
dipl.  Salem.  2,  Taf.  n.  117.  —  Regest:  v.  Weech,  a.  a.  O.  2,  54«  n.  !WG  nach  Cod.  Sal.  IV  in  Karlsruhe. 


5214. 

König  Albrecht  gebietet  den  Städten  Esslingen,  Reutlingen  und  Ulm,  das  Kloster  Bebenhausen 

nicht  wider  seine  Freiheiten   mit   Steuer,    Bede,   Zoll  und   anderen  Auflagen   zu   belästigen 

und  bestätigt  alle  Verträge  der  genannten  Städte  mit  dem  Kloster. 

Nürnberg  1299.     Januar  13. 

Albertus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  prudentibus  viris  .  .  scultetis, 
.  .  consulibus  et  universis  civibus  in  Ezzelingen,  ||  Rutelingen  et  in  Ulma  dilectis 
suis   fidelibus    gratiam    suam    et    omne    bonum.      Cupientes    regie    benignitatis    affectu 


1299.     Januar  13.  199 

honorabiles  viros  ||  .  .  abbatem  et  conventum  monasterii  in  Bebenhusen  ordinis  Cister- 
ciensis  Constantiensis  dyocesis  devotos  nostros  dilectos,  quos  ad  imitationem  recolen||de 
memorie  progenitorum  nostrorum  eiusdem  loci  f  undatornm  et  ibidem  requiescentium  divina 
emulatione  complectimur  et  ulnis  gratie  amplexamur,  favore  prosequi  gratioso,  fidelitati 
vestre  firmiter  precipiendo  committimus  et  mandamus  vobis  nichilominus  districtius 
iniungentes,  quatenus  memoratos  abbatem  et  conventum  contra  iura  libertates  et 
privilegia  ipsis  a  divis  imperatoribus  et  regibus  llomanorum  illustribus  nostris  ante- 
cessoribus  tradita  et  per  nos  presentium  testimonio  confirmata  in  stura  precaria 
theloneo  seu  quo  vis  exactionis  vel  servitutis  genere  in  rebus  suis  et  aliis  quibuscumque 
növis  statutis  gravare  vel  molestare  deinceps  nullatenus  presumatis,  sed  eos  tanquam 
concives  vestros  et  devotos  nostros  et  imperii  frumenta  vina  et  alias  res  suas  quas- 
cumque  vestra  municipia  seu  villas  introducere  educere  ibidem  deponere  vendere 
et  conservare  ac  etiam  necessaria  comparare  sine  impedimento  et  reclamatione  quorum- 
libet  libere  permittatis  pro  sue  desiderio  voluntatis,  eisdem  nichilominus  conventiones 
pacta  et  indulta  per  vos  ipsis  sub  instrumentis  vestris  publicis  concessa  ratificamus 
presentibus  et  volumus  inviolabiliter  observari.  Alioquin  qui  secus  facere  presump- 
serint,  gravem  nostre  maiestatis  indignationem  se  noverint  incurrisse.  In  cuius  re. 
testimonium  et  evidentiam  pleniorem  presens  scriptum  sigillo  regio  fecimus  communirii 

Datum  in  Nuremberg,  idus  Januarii,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono, 
indictione  XII.,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

München,  Universitätsbibliothek.  Oiig.  Perg.  Au  roten  und  grünen  Seidefäden  das  Siegel  des  Ausstellers, 
am  rechten  Rande  abgebrochen.  —  AbiU-uck:  Besold,  Doc.  rediv.  1,  390.  —  Regest:  Böliraer,  K.  Albrecht  111. 


5215. 

Abt  Friedrich  und  Konvent  von  Neresheim  vertauschen  Güter  ihres  Klosters  in  Fremdingen 

gegen  elhvangische  Güter  in  Kuchen. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Januar  13. 

Nos  Friderichus  divina  vocatione  abbas  totusque  conventus  monasterii  ||  in 
Nernshein  singulorum  notitie  presentibus  declaranius,  quod  nos  cum  ||  bonis  nostris 
sitis  in  Vrömtingen  perspecta  utilitate  monasterio  nostro  ex  ||  hoc  surgente  permuta- 
tionem  fecimus  cum  Hermanno  dicto  Hover  de  Haheltingen  pro  bonis  suis  sitis  in 
Chüchen  que  idem  Her.  a  domino  abbate  ecclesie  Elwacensis  feodali  tytulo  possidebat, 
ita  dumtaxat  ut  eadem  bona  in  Chüchen  de  consensu  et  voluntate  domini  abbatis  et 
conventus    ecclesie    in   Ehvangen    in    nos    nostrumque    monasterium   pleno    iure    trans- 


200  1299.     Januar   13  und   15. 

ferantur  proprietatis  tytulo,  volentes  etiani  ut  bona  in  Vrömtingen  in  dominum 
abbatem  et  monasteriuni  in  Elwangen  proprietatis  tytulo  transeant  pleno  iure,  que 
prefatus  Her.  ab  ipso  domino  abbate  et  ecclesia  in  Elwangen  feodali  tytulo  possidebit. 
In  huius  rei  testimonium  sepedicto  Her.  presentem  dedimus  litteram  sigillo  nostro 
consignatam. 

Datum  anno  doinini  MCCXCVIIII.,  in  octava  epiphanye  domini. 

A])hangend  spitzovales  Siegel,  c.  62,  39  mm.,  stehender  Abt  mit  Stab  und  Buch  ;  Umschrift :...  FREDERICI  • 
ABBIS  •  DE  •  XERNSHEI  .  .  . 


52 1(?. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Januar  13. 

Abt-Ekkehard  roii  VAlwangen  bestätigt  die  Abmachimg  zwischen  Hermann  genannt 
Hover  von  Hochaltingen  und  Abt  und  Konvent  von  Neresheim,  wornach  jener  dem  Kloster 
die  von  Ellwangen  zu  Lehen  gehenden  Güter  in  Kuchen  gegen  die  Neresheimischen  Güter 
in  Fremdingen  überlässt  (cum  Hermannus  dictus  Hover  de  Haheltingen  fecisset  permu- 
tationem  bonorum  suorum,  que  sita  sunt  in  villa  Cucheim,  que  a  nobis  et  monasterio 
nostro  tenebat  titulo  feodali,  cum  domino  abbate  et  conventu  monasterii  de  Neresliain 
pro  bonis  ipsorum  sitis  in  villa  Vroemtingen),  eignet  die  Güter  in  Kuchen  dem  Kloster 
Neresheim  und  gibt  die  Güter  in  Fremdingen  dem  Hermann  Hover  zu  Lehen. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  nono,  idus  Januarii. 

Regensburg.     Kopb.  des  Kl.  Neresheim,  das  sogen.  Grüne  Dokumentenbuch,  aus  dem  15.  Jahrb.,  Bl.  DS*». 


5217. 
Heiligenberg  1299.     Januar  15. 

Graf  Hugo  von  Werdenberg  und  von  Heiligenberg  beurkundet,  dass  Heinrich  der  Sohn 
iceiland  Bitter  Heinrichs  von  Neufrach  (Nüfron)  alle  seine  Lehengüter  in  Haberstenweiler 
(Habrestwiler)  dem  Kloster  Salem  um  H5  Mark  Silber  Konstanzer  Gewichts  verkauft  und 
ihm  mit  Gütern  in  Zussdorf  Ersatz  geleistet  hat  (curia  dicta  in  der  Htirwi  sita  in 
Zusdorf  quam  excolit  Bur.  dictus  üwer,  curia  dicta  in  der  Hürwi  quam  colit  Cünradus 
dictus  Boke,  curia  Hermanni  dicti  Burrer  et  curia  Johannis  dicti  Bok  sitis  il)idem 
iure  sibi  proprietario  pertinentibus)  und  überträgt  (transtulimus  et  transferimus)  dem 
Kloster  die  Güter  in  Haberstenweiler  zu  Eigentum  unter   Verzicht  auf  edle  Ansprüche. 

Siegler:   Der  Aussteller. 


1299.     Januar   15,   19  und  22.  201 

Actum  in  Sancto  Monte,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  XVIII.  kalendas 
Februarii,  testibus  viris  strennuis  dominis  Johanne  de  Bödmen,  Hainrico  de  Sigeberg, 
Ortolfo  de  Hasenwiler  militibus,  Jacobo  de  Dornburron,  fratre  Dietrico  de  Nüfron 
monacho  in  Salem. 

Heinrich  von  Neufrach  bekundet  seine  Übereinstimmung ,  verzichtet  auf  Einsprache 
und  hängt  sein  Siegel  an. 

Karlsruhe.  (Jrig.  Perg.  Zwei  runde  Siegel  aus  mit  Eisenoxyd  gemischtem  Wachs.  1)  35  mm.,  im  Siegelfeld 
linksgewendeter  Helm  mit  Kleinod  (?  Flug,  ?  Schirmbrett  mit  S  Federn  bestockt),  links  davon  die  Kirchenfahne,  rechts 
ein  Schild  mit  Dornbalken;  Umschrift:  f  ■  S  •  HVGONIS  •  COMTIS  .  DE  •  WERDEIBERCH.  2)  41  mm.,  dreimal 
geteilter  Schild;  Umschrift:  f  •  S  •  HAINRICJ  ■  DE  •  NVFRON.  -  Regest:  v.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  551  n.  999. 


5218. 
Nürnberg  1299.     Januar  19. 
König  Albrecht  befreit  die  Stadt  Rottweil  von  fremden  Gerichten. 

Abdinick  im  Rottweiler  Uß.  1,  19  n.  67  nach  dem  Orig.  Perg.  in  Rottweil. 

5219. 
Ertingen  1299.     Januar  22. 

Graf  Konrad  von  Landau  (C.  de  Landowe)  überträgt  (tradidi  et  trado  et  in  ipsos 
transfero)  für  sich,  seine  Erben  und  Nachkommen  dem  Komthur  und  den  Brüdern  des 
Deutschen  Hauses  zu  Altshausen  (Alshusen)  um  16  Mark  Silber  seine  Vogtei  auf  den 
Gütern  in  Ertingen  und  Hegheim,  die  ihnen  von  tveiland  Konrad  von  Hegheim  übertragen 
worden  sind  (advocatiam  que  mihi  competiit  in  possessionibus  quas  iidem  .  .  conmen- 
dator  et  fratres  habebant  et  possidebant  apud  Ertingen  et  Hegehain  in  ipsos  translatas 
per  quondam  Cünradum  de  Hegehain  cum  omni  iure  ac  omnibus  pertinentiis  advocatie 
predicte  iuribusque  eiusdem  et  appendiciis  tarn  corporalibus  quam  incorporalibus 
quibuscunque  et  quocunque  nomine  censeantur).  Er  bestätigt  den  Empfang  der  Kauf- 
summe, die  er  zur  Erleichterung  seiner  Schuldenlast  (in  exonerationem  debitorum  per 
nie  contractorum,  quibus  in  usuris  et  obstagiis  dampna  gravia  accreverunt)  zu  ver- 
tuenden verspricht,  leistet  vollkommenen  Verzicht  und  setzt  noch  ausserdem  seine  ganze  Habe 
zum  Pfand  für  Erfüllung  des  Vertrags  (ad  observatiouem  singiüorum  et  omnium  pre- 
missorum  me  meosque  heredes  scriptis  presentibus  per  stipuhitionem  sollempnem 
Obligo  sub  expressa  rerum  meorum   omnium  ypotheca).     • 

Siegler:  Der  Aussteller. 

XI.  2(> 


202  1299.     Januar  22,  23  und  26. 

Datum  et  actum  apud  Ertiugen,  auno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  in  die 
beati  Vincentii  martiris,  testibus  honorandis  viris  Egenone  conmendatore  et  fratre 
Hiltboldo  doraus  in  Alshusen,  Hainrico  vicario  in  Ertingen,  Rüdolfo  de  Hittenrüti, 
Ludwico  dicto  Grul,  Li'itrammo  de  Ertingen,  Walkone  et  Eer.  dictis  Murzel  fratribus, 
C.  Ortlieb,  H.  Giitjar,  C.  Lüben,  C.  Dietolf,  C.  Scliihting,  C.  Krügeli,  H.  fratre  suo, 
H.  dicto  Lutze,  fratre  C.  medio  cellerario,  fratre  Alber.  pistore  monachis  in  Salem, 
fratre  Gerungo  et  fratre  Wetzelone  mercatore  conversis  ibidem. 

Regensburg.  Orig.  Perg.  Siegel  eingeniiht.  —  Regest:  v.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  553  n.  1002  nach  Cod. 
Salem.  II,  327  in  Karlsruhe.   —  Holienzoll.  Mitth.  4,  13. 


5220. 
Ertingen  1299.     Januar  23.     Konstanz.     Januar  26. 

Komthur  Egno  und  die  Brüder  des  Deutschordenshauses  zu  Altshausen  (Alshusen) 
verkaufen  um  ihrer  Schulden  willen  (cum   donius    nostra  —  oppressa    foret  gravibus  et 

intolerabilibus  oneribus  debitorum vendidimus transtulinms  et  presen- 

tibus  transferimus)  an  Abt  und  Konvent  von,  Salem  als  die  Meistbietenden  ihre  Besitzungen 
in  Ertingen  und  Hegheim  (possessiones  nosträs  sitas  in  Ertingen  et  in  Heghain  cum 
advocatia  earundem  et  cum  ipsarum  pertinentiis  et  iuribus  tarn  corporalibus  quam 
incorporalibus  universis)  um  90  Mark  Silber  Konstanzer  Gewichts,  bestätigen  den  Empfang 
dieser  Summe,  die  sie  zur  Schuld entilgwig  (in  exonerationem  debitorum  —  quibus  in 
usuris  et  in  obstagiis  dampna  intolerabilia  accreverunt)  verwendet  haben,  versprechen 
Gewährschaft  tinter  Verpfändung  aller  Besitzungen  ihres  Hauses  und  verzichten  auf  alle 
Einsprachen. 

Siegler:  Bischof  Heinrich  von  Konstanz  und  die  Aussteller  (sigillum  nostre  domus, 
quo  uti  in  singulis  causis  negotiis  et  contractibus  consuevimus). 

Actum  apud  Ertingen,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  X.  kalendas  Februarii, 
testibus  fratre  Hylteboldo  de  Alshusen,  Rüdolfo  de  Hyttenn'iti,  Ludewico  dicto  Grül, 
Lütrammo  de  Ertingen,  Berhtoldo  et  Walkone  dictis  Murcel,  Cünrado  dicto  Ortliep, 
Hainrico  dicto  Gütjar,  Cunrado  dicto  Schihting,  Alberto  pistore,  Cünrado  medio 
cellerario,  Dietrico  de  Nüfron  fratribus  monachis  in  Salem,  Gerungo  et  Wezelone 
conversis  ibidem. 

Consummatum  vero  apud  Constantiam,  anno  predicto,  VH.  kalendas  Februarii, 
presentibus  Hainrico  cellerario  maiore,  Dietrico  de  Bermetingen,  Johanne  de  Solodoro 
monachis  in  Salem. 


1299.  Januar  23  und  26.  —  Januar  25.  203 

Bischof  Heinrich    von  Konstanz    bestätigt    die  AbmuchiDiy    und   hängt   sein  Siegel   an. 

Regeiisbiirg.  Orig.  Perg.  Siegel  des  Bischofs  Heinrich  von  Konstanz  und  des  Deutschordenshauses  Alts- 
hausen, dieses  zerbrochen,  beide  eingenäht.  Ebenda  eine  undatierte,  offenbar  gleichzeitige  Bestätigung  des  com- 
mendator  provincialis  fratruni  Theutoniconim  ordinis  hospitalis  sancte  Marie  Jherosolimitane,  von  ihm  besiegelt, 
ebenfalls  Orig.  Perg.,  Siegel,  anscheinend  zerbrochen,  eingenäht.  —  Von  dieser  zweiten  Urkunde  Regest :  v.  Weech, 
Cod.  dipl.  Salem.  2,  551   n.  1000  nach  Cod.  Salem.  II  in  Karlsruhe.     Vgl.  Reg.  episc.  Constant  3090. 


5221. 
Rom  1299.     Zwischen  Januar  25  und  Juni  15^). 

Bruder  Egidius  der  Patriarch  von  Grado  (Gradensis),  Bruder  Heinrich  Erzbischof 
von  Zadar  (Jadrensis),  die  Bischöfe  Roderich  von  Mondonneto  (Mindoniensis),  Thomas 
von  Coron  (Coronensis),  Bruder  Maiirus  von  Amelia,  Bruder  Jakob  von  Chalcedon  (Cal- 
cedonie),  Bruder  Monaldus  von  Civita  Castellana,  Bruder  Nikolaus  von  Cajrri  (Capritan.), 
Bruder  Nikolaus  von  Tortiboli  (Turtibulensis)  und  Johann  von  Olenus  (Olenensis)  ver- 
leihen allen  wahrhaft  Bussfertigen  und  Beichtenden,  die  die  Kirche  des  hl.  Blasius  in 
Bopfngen  (Bophyngen)  am  Tag  ihres  Patrons,  an  Geburt^  Auferstehung  und  Himmelfahrt 
Christi,  an  Pfingsten,  den  vier  Marien  festen,  den  A2)0steltagen,  Allerheiligen,  den  Tagen 
der  hl.  Nikolaus,  Martin,  Georg  ttnd  Pantaleon,  Katharina,  Margareta,  Cäcilia,  Agatha 
und  Lucia,  am  'Tag  der  Kirchweihe  und  den  jeweils  atif  diese  Feste  folgenden  8  Tagen 
besuchen  oder  für  Bau,  Lichter,  Schmuck  und  andere  Bedürfnisse  der  Kirche  Handreichung 
tun,  oder  ihr  bei  guter  Gesundheit  oder  auf  dem  Sterbelager  von  ihrem  Besitz  etwas 
vermachen,  jeder  je  einen  Ablass  von  40  Tagen,  unter  Voraussetzung  der  Zustimmung  des 
Diözesanbischofs. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  Rome,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  nono,  pontificatus 
domini  Bonifacii  pape  VIII.   anno  quinto. 

Ital.  Perg.  An  braunen  und  weißen  Leinenfäden  Bruchstücke  von  9  Siegeln  aus  rotem  Wachs,  das  zweite 
ist  ganz  abgegangen. 

1)  Für  die  Datienmg  ist  der  Anfang  des  B.  Pontifikatsjahrs  des  Papsts  Bonifazius  VIII.,  25.  Jan.  1299,  und 
der  Todestag  des  Erzbischofs  Heinrich  von  Zadar,  der  15.  ,Juni  1299  (Eubel,  Hierarchia  catliol.  1,  292)  massgebend. 


204  1999.     Januar  28. 

5222. 
Ohne  Ortsangabe.      1299.     Januar  28. 

Schwester  Gerdrudis  Äbtissin  von  Gutenzell  (Gütencelle)  vnd  der  Konvent  daselbst 
verkaufen  (vendidimus  et  vendimus  ac  vendendo  tradidimus  proprietatis  titulo  —  — 
possidenda)  dem  Kloster  Kaisheim  eine  öde  Hofstatt  in  Lindenau  (quandam  aream 
desertam  in  Lyndinawe  sitam  cum  agris  quibusdam  ibidem  que  ad  nos  proprietatis 
titulo  pertinebat)  um  eine  bestimmte  Summe  Geldes. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  et  actum  anno  domini  millesimo  CC  nonagesimo  nono,  V.  kalendas  Februarii. 

München.  Oiig.  Perg.  Beschädigtes  spitzovales  Siegel,  43,  28  mm.,  oben  Bnistbild  der  Maria  mit  Jesus- 
kind, darüber  abwärtsschwebend  2  Engel,  unten  knieender  Beter ;  Umschrift :  .  .  .  ABBATIS  .  .  .  DE  ■  CELLA  • 
DEL  —  Regest:  Reg.  boica  4,  681. 


6223. 
Ohne  Ortsangabe.      1299.     Januar  28. 

Der  Offzial  der  Würzburger  Kurte  beurkundet  die  Abmachung  zwischen  Abt  und 
Konvent  von  Schönthal  und  dem  Würzburger  Bürger  Engelhard  von  Rothenburg  (Rotenburg) 
über  das  Erbe  von  dessen  verstorbener  Frau  Adelheid:  Engelhard  hat  vor  dem  Offizial 
freiwillig  auf  alle  Rechte  an  die  Güter  verzichtet.  Der  Abt  hat  mit  Zustimmung  seines 
Konvents  dem  Engelhard  den  lebenslänglichen  Genuss  von  2  Jauchert  Weinbergen  in  Graz 
(vineti  siti  in  Graz  iuxta  vinetum  Wolfelini  Walkiine  civis  Herbipolensis)  eingeräumt 
mit  der  Bedingung,  dass,  tvenn  Engelhard  vor  dem  1.  Mai  (ante  festum  sancte  Walpurgis) 
stirbt,  der  Ertrag  des  darauffolgenden  Herbstes  dem  Kloster  gehört;  dagegen  kann  er, 
wenn  er  nach  diesem  Tag  stirbt,  den  betreffenden  Jahresertrag  vermachen,  wem  er  nu'U. 
Trifft  er  keine  solche  Bestimmung,  so  tritt  das  Kloster  alsbald  in  den  Genuss  ein.  Solange 
Engelhard  im  Genuss  des  Weinbergs  steht,  hat  er  auch  für  dessen  Bau  zu  sorgen  (colet 
dictum  vinetum  culturis  debitis  et  consuetis).  Beide  T'eile  versprechen  die  Verabredung 
einzuhalten. 

Siegler:  Der  Aussteller  (sigillum  officialatus  curie  Herbipolensis). 

Datum  et  actum  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  quarta  feria  ante  ptirifica- 
tionem  beate  virginis. 

Siegel  abgegangen. 


1299.     Januar  30.  205 

5224. 

Würzhurg  1299.     Januar  30. 

Der  Offizial  von  Würzhurg  entscheidet  mit  dem  dortigen  Bürger  Engelhard  von  Rothen- 
burg als  von  den  Parteien  erwählte  Schiedsrichter^  deren  Entscheidung  von  den  Streitenden 
bei  50  U  Heller  Strafe  (eadem  pars  relique  parti  nostrum  arbitrium  —  —  servanti 
prefatara  penam  videlicet  quinquaginta  libras  Hallensium  persolvet)  anzunehmen  ist,  den 
Streit  zioischen  Abt  und  Konvent  von  Schönthal  einerseits  und  den  Schwestern  Elisabeth 
und  Jutta  nebst  der  letzteren  Sohn  dem  Kleriker  Thomas  andererseits  um  das  Erbe 
weiland  Adelheids  der  Erau  Engelhards  von  Rothenburg  (super  tertia  parte  curie  dicte 
zum  Seiler  in  Herbipoli  et  super  undecim  iugeribus  vineti  in  Grasz  et  in  marchia 
Heitingesvelt  et  controversiis  seu  litibus  que  inter  iam  dictas  partes  suspicabantur 
seu  timebantur  posse  verisimiliter  suboriri,  ex  eo  quod  iam  dicte  mulieres  et  Thomas 
predictus  et  eorum  heredes  asserebant,  quod  Adelheidi  quondam  uxori  legitime 
Engelhardi  de  Rotenburg  civis  Herbipolensis  que  soror  ipsarum  mulierum  seu  germana 
fuerat,  in  predictis  bonis  que  ad  ipsarn  tytulo  proprietatis  spectabant  succedere 
hereditario  iure  deberent,  prefatis  abbate  et  conventu  respondentibus  et  affirmantibus, 
quod  ipsi  seu  eorum  monasterium  prelibate  Adelheidi  succedere  deberent  utpote 
heredes  propinquiores  et  legitinii  in  bonis  prescriptis,  eo  quod  Eckehardus  et  Hein- 
ricus  fratres  carnales  ülii  legitimi  et  heredes  sepedicte  Adelheidis  premortue  ipsorum 
ac  monasterii  in  Schöntal  commonachi  existerent).  Das  Kloster  soll  den  beiden  Frauen 
20  ff  Heller  bezahlen  und  kommt  dafür  in  den  Besitz  der  strittigen  Güter.  Die  beiden 
Frauen  und  der  Kleriker  Thomas  beurkunden  ihre  Zustimtnung,  nehmen  die  Entscheidung 
an  und  bekennen  die  20  U  erhalten  zu  haben.    Sie  verzichten  denigemäss  auf  alle  Ansprüche. 

Siegler:  Der  Offizial. 

Datum  et  actum  in  predicta  curia  zum  Seiler,  anno  doniini  MCC  nonagesimo 
nono,  sexta  feria  ante  purificationem  beate  virginis,  presentibus  fratre  Milone,  fratre 
Wolfmaro  monachis  predicti  monasterii,  Conrado  notario  domini  prepositi  Novi 
Monasterii,  Gotzone  et  Eckehardo  de  Meiningen  civibus  Herbipolensibus. 

Kopl).  des  Kl.  Schönthal  von  1512,  Bl.  2B0. 

5225. 

Ravensburg  1299.     Januar  30. 

Truchsess  Johann  von  Waldburg  (Walchpurch)  eignet  dem  Kloster  Baindt  zu  Ehren 
der  Jimgfrau  Maria  (proprietatem  —  —  michi  pertinentem  ob  honorem  et  laudes 
beate  virginis  dei  genitricis  Marie  cuius  laudibus  dictus  conventus  continue  invigilat. 


206  1299.     Januar  30. 

prefatis  de  Eiunde  tradidi  ac  donavi)  den  Wald  H^zmanz  bei  Einthürnen  (Ondurnun), 
dm  Heinrich  genannt  Büze  von  ihm  zu  Lehen  getragen  und  nun  um  seines  Seelenheils 
willen  dem  Kloster  in  der  Weise  vermacht  hat  (legavit),  das  er  sich  die  Nutzniessung  für 
seine  Lehenszeit  vorbehalten  hat. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Actum  apud  Rawnspurch,  anno  domini  MCCLIXVIIIL"),  III.  kalendas  Februarii, 
testibus  Cünrado  iuniore  de  Teggeuhusen,  domino  Ulrico  milite  dicto  Wildeman, 
Ber.  ministro  de  Marchdorf,  H.  dicto  Mosuhain,  Eberhardo  fratre  suo,  Friderico 
dicto  Holbain,  H.  dicto  Buzen,  H.  dicto  Hafunar  et  aliis  viris  pluribus  fide  dignis 
qui  reticentur  propter  prolixitatem. 

Wolfegg.  Orig.  Perg.  Siegel  des  Truchsessen  Johann  von  Waldburg,  s.  Bd.  10,  S.  4(j.  —  Regest :  DiözASchwab. 
1891,  S.  7  n.  14Ö. 

a)  So! 


5226. 
Nürnberg  1299.     Januar  30. 

König  Albrecht  stellt  dem  Grafen  Emich  von  Nassau  (Nassowe)  und  seiner  Gemahlin 
Anna  für  die  500  Mark  Silber  Nürnberger  Gewichts^  die  er  ihnen  schuldet,  als  Bürgen 
den  Grafen  Ludwig  von  Oettingen,  den  Grafen  Eberhard  von  Wirtemberg,  Konrad  von 
Weinsberg,  den  von  Schellenherg  und  Heinrich  den  Küchenmeister  von  Nordenberg  (nobiles 
viri  Ludewicus  comes  de  üttingen  per  se  aut  per  tres  milites,  Eberhardus  comes  de 
Wirtenberch  per  se  aut  per  .  .  tilium  suum,  Cunradus  de  Weinsperch  per  se  aut 
per  tres  milites,  .  .  dictus  de  Schellenberch  per  se  ipsum  aut  per  filium  suum  cum 
uno  milite  et  Heinricus  magister  coquine  de  Norttenberch  per  se  aut  per  duos  milites), 
die  zum  Einlager  in  Nürnberg  verpflichtet  sind,  wenn  die  Gläubiger  oder  Burggraf  Johann 
von  Nürnberg  sie  dazu  mahnen. 

Datum  in  Nurenberch,  III.  kalendas  Februarii,  anno  domini  millesimo  CG  nona- 
gesimo  nono,  indictione  VII.'),  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Monum.  Zoller.  2,  257  n.  425  nach  einer  gleichzeitigen,  von  Gräfin  Anna  von  Nassau,  Schwester  des  Burggr. 
Johann  von  Nürnberg,  besiegelten  Kopie  in  München.  —  Ältere  Dnicke :  Falkenstein,  Nordgauische  Altertümer 
4,  98.  —  Oetter,  Gesch.  d.  Burggrafen  v.  Nürnberg  3,  157.  —  Regest:  Böhmer,  K.  Albrecht  122.  —  Reg.  boica  4, 
683.  —  Lichnowsky  2,  n.  173. 

a)  Schreibfehler  für  XII. 


1299.     Februar  5  und  6.  207 

5227. 
Ulrich  von  Königsegg  eignet  dem  Kloster   Weingarten  seinen  Hof  I'Jgg. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Februar  5. 

Allen  den  die  disen  brief  sehend  alder  hören  lesen,  den  künde  ich  Ulrich  voa 
Kunggsek  und  vergihe  oftenlich  an  disem  brief,  das  ich  die  aigenschaft  des  hoves  ze 
Eegge  die  von  alter  an  mich  unde  an  mine  vordem  horte,  den  Hainrich  der  Heller 
von  Altorf  umbe  mich  kouft,  han  gegeben  dem  gotzhus  von  Wingarten  frylich  und 
lediglich,  das  du  selb  eigenschaft  ^.ymmer  me  das  gotzhus  sol  anhören,  und  verzihe 
mich  und  für  all  min  erben  aller  der  aigenschaft  unde  alles  des  rechten  unde  aller 
der  ehafti,  der  ich  aide  mine  erben  an  dem  selben  hove  haton  alder  hon  mochten, 
und  vergihe  ouch,  das  ich  des  vor  genanten  gotzhuses  recht  wer  sol  sin  für  mich 
und  für  all  min  erben  umb  die  selben  aigenschaft  des  vor  genanten  hoves  an  allen 
den  stetten  da  siu  bedürfend.  Diss  sind  gezuge:  der  von  Justingin  der  junge  min 
öheim,  herre  C.  von  Stubon  der  ritter,  herre  Fridrich  von  Richenbach  der  ritter,  der 
Bonritter,  der  Wechter,  Fridrich  der  amman  von  Kungsegge,  Jo.  der  Heller,  H.  von 
Hoszkilch  und  lut  gnüg,  die  hie  nit  stond  geschriben.  Und  das  diss  alles  sicher 
und  stat  blibe,  so  gib  ich  dem  vor  genanten  gotzhuse  von  Wingarten  disen  brief 
besigelt   mit  minem  insigel  zu  ainem  urkund  aller  diser  vor  geschribnen  ding. 

Der  brief  wart  gen  in  dem  jare,  do  man  zalt  von  gottes  geburt  zwelf  hundert 
jar  und  nun  und  nuntzig  jar,  an  dem  nesten  donstag  nach  unser  frowen  tag  ze  der 
liechtmess,  indictione  XII. 

Kopb.  des  Kl.  Weingarten  aus  dem  15.  Jahrli.,  sign.  Kustoreibuch,  Bl.  72. 


5228. 

Konstanz  1299.     Februar  6. 

Bischof  Heinrich  von  Konstanz  befiehlt  allen  Geistlichen  seiner  Diözese  den  Schutz  des 
Klosters  Heiligkreuzthal  auf  Grund  der  Bidle  Gregors  IX.  von  1238  März  4,  deren 
Wortlaut  in  der  Urkunde  aufgenommen  ist. 

Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  4«  n.  159.    Die  inserierte  Bulle  steht  Bd.  8,  S.  414. 


208  J299.  Februar  9. 

5229. 

Der    Edle    Konrad    von    Boxberg    verkauft    an    den    Landkomthnr    in    Franken    und    das 
Detttschordenshaus  in  Mergentheim   alle   seine    Güter    in  Uif fingen,   Schillingstatt,    Schwab- 
hausen, Neunstetten,  Egglingen  und  Bobstatt. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Februar  9. 

In  nomine  domini.  Amen.  Cum  humana  memoria  labilis  sit  et  cadiica,  convenit 
ea  que  in  humanis  actibus  perpetue  sunt  memoria  commendanda  scripturarum  testi- 
monio  perennari,  ne  ignorantie  mater  oblivio  ex  processu  temporis  labi  faciat  ab 
humana  memoria  que  geruntur.  Nos  igitur  Cunradus  nobilis  de  Bockesberg  recog- 
noscimus  presenti  scripto  ad  notitiam  tarn  presentium  quam  futurorum  transmittentes, 
quod  viris  religiosis  et  honestis  fratri  Hermanno  dicto  Lesche  pi'ovinciali  Franchonie 
commendatori  domus  sancte  Marie  Theuthonicorum  in  Mergentheim  ceterisque  eiusdem 
domus  fratribus  infra  notata  bona  ad  nos  iure  proprietatis  spectantia  in  diversi 
generis  annona  Hallensibus  pullis  anseribus  caseis  aliisque  pensionibus  redditus  triginta 
librarum  et  octo  solidoruin  Hallensium  minus  IUI  Hallenses  annuatim  summarie 
solventia  cum  eorum  usufructibus  obventionibus  et  attinentiis  omnibus,  iudiciis  vide- 
licet  pascuis  pratis  virgultis  silvis  nemoribus  aquis  aquarum  decui'sibus  viis  inviis 
aliisque,  que  in  eisdem  bonis  singulis  et  universis  quesitis  et  inquirendis  nobis  com- 
petebant  iuribus,  provinciali  et  fratribus  memoratis  pro  trecentis  libris  Hallensium  et 
quatuor  libris  minus  XL  Hallensibus  venditionis  tytulo  de  verbo  et  consensu  expresso 
nobilis  viri  Krafthonis  de  Hohenloch  cari  avunculi  nostri,  quem  successorem  sive 
hereditarium  possessorem  post  obitum  nostrum  omnium  bonorum  nostrorum  condiciona- 
biliter  si  absque  liberis  veris  et  legitirais  inori  nos  contingeret  fecimus  et  substituimus, 
tradidimus  dedimus  et  in  hiis  scriptis  donatione  libera  tradimus  atque  damus  iure 
meri  propra  perpetuo  possidenda.  ümnia  quoque  iura  cum  rerum  dominio,  que  nobis 
in  eisdem  competebant  bonis  aut  que  iam  dicto  nostro  avunculo  Krafthoni  de  Hohen- 
loch ratione  hereditarie  successionis  ut  predicitur  competere  poterant,  in  provincialem 
et  fratres  sepedictos  translatione  libera  transferimus  ipsosque  in  eorundem  bonorum 
singulorum  et  universorum  vacuam  et  quietam  possessionem  misimus  et  mittimus  in 
hiis  scriptis  a  nobis  nostroque  avunculo  predicto  et  ab  omnibus  suis  lieredibus  omne 
ins  quod  in  ipsis  nobis  competebat  bonis  in  hiis  presentibus  pure  et  liberaliter  ab- 
dicantes  excepto  iudicio  quod  ad  nos  spectare  dinoscitur  in  quibusdam  subsignatis 
villis.  In  bonis  autem  memoratis  provinciali  et  fratribus  venditis  et  donatis  que  sita 
sunt  villis  in  eisdem  in  quibus  iudicium  habe/;/mus  nullam  iudiciariam  potestatem 
habebimus    de  eetero    exercend^',    sed    a    (lualibet   nostra    iurisdictione    enmt   lil)era  et 


1299.      Februar  9.  209 

exempta  promittentes  insuper  et  in  hiis  nos  litteris  firmiter  obligantes  menioratis 
provinciali  et  fratribus  de  predictorum  bonorum  proprietate  iuxta  niorem  et  ius  terre 
plenam  warandiam  nos  factiiros.  Quam  siquidem  a  comniendatore  vel  fratribus  re(i[ui- 
siti  non  fecei'imus,  extunc  nobiles  viri  dominus  ßudolfus  comes  de  Wertlieim  «ocer 
noster  dilectus  et  Conradus  lilius  prefati  avimculi  uostri  Krafthonis  de  Hohenlocli, 
Fridericus  de  Vlache  et  Cunradus  dictus  Clinchart  railites,  quos  super  eadem  facienda 
warandia  tideiussores  dedimus  atque  damus,  a  supranotatis  provinciali  vel  fratribus 
moniti  infra  quatuordecim  dies  post  amnionitionem  proxime  nunierandos  civitatem 
Herbipolensem  intrabunt  per  se  vel  duo  ^eivi  nobiles  cum  quatuor  equis  vice  et 
nomine  predictorum  uobilium  videlicet  comitis  Rudolti  de  Wertheim  et  Cuiiradi  de 
Holienloch  cum  predictis  duobus  militibus  tamdiu  se  ibidem  in  obstagio  recepturi,  donec 
warandia  huiusmodi  fuerit  pleue  facta.  Notandum  preterea  quod  si  unuui  vel  plures 
predictorum  tideiussorum  ante  wai'andiam  et  renuntiationem  non  factas  cedere  vel 
decedere  contingerit,  alium  loco  cedentis  vel  decedentis  infra  mensem  a  tempore  eins 
([ui  cessit  vel  decessit  proxime  numerandum  substituere  tenebimur,  quem  ipsi  commen- 
dator  et  fratres  duxerint  acceptandum,  aliter  cnim  fideiussores  superstites  in  obstagio 
se  recipient  per  omnia  ut  est  dictum,  donec  eadem  substitutio  compleatur.  Sane 
sciendum  quod  antedictam  summam  trecentarum  et  IUI  librarum  Hallensium  minus 
XL  Plallensibus  sepenominatos  provincialem  et  fratres  nobis  in  pecunia  numerata 
dedisse  et  assignasse  recognoscimus  et  constantius  profitemur,  renuntiantes  precise 
in  hiis  scriptis  exceptioni  non  numerale  non  habite  et  non  solute  j)ecunie  et  breviter 
omni  auxilio  iuris  canonici  vel  civilis.  Hec  autem  sunt  bona  nominatim  specificata 
«pie  commendatori  et  fratribus  sive  doniui  in  Mergetheim  predictis  in  proprium  ut 
predicitur  recognoscimus  nos  dedisse:  In  villa  Uftingen  Cunradus  dictus  Kosenpüscli 
solvit  unum  maldrum  siliginis  unum  maldrum  avene  X  uncias')  cum  dimidia  uncia 
Hallensium  YI  pullos  estivales  quatuor  caseos.  Item  dictus  Tobekatze  duas  libras 
Hallensium.  Item  Cunradus  scultetus  solvit  novem  solidos  Hallensium  minus  duobus 
Hallensibus.  Idem  de  quibusdam  bonis  unum  maldrum  siliginis  unum  maldrum  avene 
et  decem  solidos  Hallensium,  Idem  de  curia  sua  quinque  solidos  Hallensium.  Item 
domina  dicta  Zebengerin  unum  maldrum  siliginis  duo  maldra  avene  octo  uncias 
Hallensium  sex  pullos  estivales.  et  quatuor  caseos.  Item  domina  dicta  Ulrichin  solvit 
dimidium  maldrum  siliginis  quinquaginta  Hallenses  duos  pullos  et  quatuor  caseos. 
item  dictus  Wizze  solvit  (juator  uncias  Hallensium  et  duos  pullos.  Item  dictus 
Lutwin  solvit  dimidium  maldrum  siliginis  quinquaginta  Hallenses  duos  pullos  et 
im  caseos.  Item  fabrissa  solvit  XL  Hallenses  et  duos  t)ullos.  Item  bona  iuvenis 
Heroldi  solvunt  I  maldrum  siliginis  et  dimidium  maldrum  avene  quatuor  uncias  Hallen- 
sium sex  pullos  et  dimidiam  aucam.  Item  domina  dicta  Langin  solvit  dimidium 
XI.  27 


210  1299.     Februar  9. 

maldrum  siligiuis  dimidium  maldrum  aveue  quatuor  uncias  Hallensium  «ex  pullos  et 
I  aucain.  Item  in  villa  8cliilingestat  dictus  Hoveman  solvit  de  curia  sua  noveni 
maldra  siliginis  novem  maldra  avene  duos  iiiedios  sumeriaos  olei  sive  pajjaveris 
unum  solidum  denariorum  pro  wisunga  et  decem  pullos  estivales.  Item  bona  dicti 
Jungerman  solvunt  unum  maldrum  siliginis  unum  maldrum  avene  XVI  uncias  Hallen- 
sium unum  pullum  carniprivialem  et  unam  aucam.  Item  Cunradus  dictus  Hobach 
solvit  VII  maldra  siliginis  et  sex  maldra  avene.  Item  Sifridus  Mere  decem  uncias 
Hallensium.  Item  pueri  Heroldi  de  Steten  solvunt  unum  maldrum  siliginis  unum 
maldrum  avene  XVIII  solidos  Hallensium  XII  pullos  et  unam  aucam.  Item  bona 
dicti  Vrunt  solvunt  decem  solidos  Hallensium  et  duos  pullos  estivales.  Item  faber 
solvit  1111  uncias  Hallensium.  Item  Irmengardis  dicta  Gözin  solvit  quatuor  uncias 
Hallensium.  Item  in  villa  Swabehusen  Hermannus  filius  Vugelerinne  solvit  XVI 
uncias  Hallensium  et  sex  pullos.  Item  in  villa  Nuwesteten  Ebelinus  solvit  septem 
maldra  siliginis  duo  maldra  avene  sex  pullos  unam  aucam  et  dimidium  sumerinum 
olei  sive  papaveris.  Item  Schellin  solvit  quinque  solidos  et  IUI  pullos.  Item  in 
villa  Eppelingen  Sifridus  Isenluit  solvit  quinque  maldra  siliginis  unum  maldrum  ti'itici 
sex  maldra  avene  sex  pullos  duas  aucas  duas  urnas  vini  vel  octo  solidos  Hallensium. 
Item  in  villa  Bogstat  domina  dicta  Höngerin  solvit  unum  maldrum  siliginis  XVI 
uncias  Hallensium  decem  pullos  et  unam  aucam.  Item  Heini'icus  dictus  Henne  et 
Heinricus  filius  Volperti  solvunt  unum  maldrum  siliginis  decem  solidos  Hallensium 
quinque  pnllos  et  unam  aucam.  Item  Heinricus  dictus  Hellerman  solvit  decem  solidos 
Hallensium  et  quinque  pullos.  Item  Woltze  et  Heinricus  dictus  Drigel  solvunt  quinque 
solidos  Hallensium  et  duos  pullos.  Item  Hedewig  dicta  Eitterolfin  et  Cunradus  dictus 
Torliaupt  solvunt  quinque  solidos  Hallensium  et  duos  pullos.  In  quorum  omnium 
et  singulorum  que  premissa  sunt  testimonium  et  robur  inconvulsum  nos  Cunradus 
nobilis  de  Bockesberg  predictus  presens  scriptum  cum  appensionibus  sigillorum  nostri 
et  predicti  comitis  de  Wertheim  soceri  nostri  fecimus  communiri.  Testes  sunt 
fideiussores  predicti,  frater  Reinhardus  commendator  domus  Theutonice  Herbipolensis, 
frater  Heinricus  dapifer  vicecommendator  in  Mergentlieim,  frater  Eberswinus,  frater 
Hermannus  de  Meiningeu,  .  .  notarius  predicti  comitis  de  Wertheim,  Cunradus  scul- 
tetus  noster  de  Uf fingen  et  alii  quam  plures  fide  digni  ad  hoc  vocati  testes  et  rogati. 
Acta  sunt  hec  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  in  octava  purificationis  beate 
Marie  virginis  gloriose.  Nos  quoque  Kraftho  nobilis  de  Hohenloch  predictus  vendi- 
tionem  de  iam  dictis  bonis  provinciali  et  fratribus  prefatis  et  supra  notatis  factam 
de  nostro  verbo  et  consensu  expresso  diciraus  processisse,  in  singulis  etiam  clausulis 
et  articulis  de  nobis  supra  in  specie  vel  in  genere  mentionem  facientibus  pure  et 
expresse    consentientes    recognoscimus    omiiia    et    singula    que    de    nobis    dicta    sunt 


129i).     Februar  9  und    10.  211 

veraciter  ita  esse.    In  (juorum  ouiuium  tostiinoniuni  evidens  lias  literas  cum  a])))ensione 
nostri  sigilli  duxinius  muniendas. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  et  die  prenotatis. 

Al)schrift  des  Deutschonlensarchivars  Breitenbach  aus  dem  IS.  Jalirli.  Damit  ist  verglichen  eine  Absciirift 
im  Kiiph.  des  Deutschordenshauses  Mergentheim  vun  1.Ö55,  Bl.  10  til".  und  eine  deutsche  Übersetzung  ebenda 
Bl.  127  ff.     Keiner  der  Texte  ist  ganz  korrekt.  —  Regest:  Weller,  Hohenloh.  ÜB.  1,  432  n.  («1. 

1)  Im  Kopb.  ist  hierzu  die  Randbemerkung  von  gleichzeitiger  Hand  jremacht:  thut  vermeg  des  Zinsbuchs 
26  d.  V-'  Heller  und  also   1   untz  2^l->  d. 

5230. 
Rurenshurg  1299.     Februar  10. 

Ulrich  von  Königsegy  (Küngesegge)  verkauft  um  seiner  Schulden  willen  (urgeutibus 
me  debitis  et  ere  me  alieno  premente)  dem  Kloster  Weissenau  mit  Zustimmung  seiner 
Freunde^  besonders  Attselms  von  Justingen  und  des  Ritters  Johann  von  Bodman  (Bödmen), 
seinen  Weinberg  bei  Ravensburg  (vineam  meani  prope  ßavenspurg  sitam  vulgariter 
dictam  der  wingart  an  der  Egge  que  olim  iure  proprietatis  pertinuit  monasterio 
antedicto)  um  64  Mark  Silber  Konstanzer  Gewichts  und  erlangt  dazu  die  Zustimmung 
des  Lehensherrn  Grafen  Hugos  von  Werdenberg  und  ileiligenberg  (cum  dicta  vinea  fuerit 
feodalis  seu  feodum  a  nobili  viro  Hugone  comite  de  Werdenberch  et  Sancti  Montis 
derivans  feodaliter  seu  descendens  ab  eo  et  ita  ego  tamquam  feodatarius  seu  vasallus 
memorati  domini  Hugonis  in  premissa  vinea  tantum  utile  dominium  haberem  directo 
domino  eiusdem  vinee  apud  predictum  dominum  Hugonem  residente),  nachdem  er 
diesem  als  Ersatz  sein  Vogtrecht  in  Wald  (cum  iure  advocaticio  meo  quod  habui  et 
tenui  in  villa  dicta  Walde)  zu  Lehen  aufgetragen  hat.  Ulrich  bekennt  die  Kaufsumme 
empfangen  zu  haben,  verspricht  Geivährschaft  und  leistet  die  üblichen   Verzichte. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  et  actum  apud  Eavenspurg  in  domo  Her.  dicti  Regnolt,  sub  anno  domini 
MCCXCVilll.,  im.  idus  Februarii,  indictione  XIL,  testibus:  fratre  H.  priore,  fratre 
Johanne  de  Ijietdenfelt,  fratre  R.  de  Eggarskilcli,  fratre  H.  de  Merspurch  cano- 
nicis,  fratre  C.  dicto  Brunner  converso,  Anshelmo  de  Justingen,  Johanne  de  Bödmen 
milite,  C.  de  Stubun  milite,  Ulrico  et  Eber,  de  Mölibrunne,  C.  ministro  de  Ravens- 
purg  dicto  Humpis,  C.  dicto  Wolveger,  Her.  dicto  Regnolt,  Joh.  filio  suo,  Ber.  de 
Laimowe,  Ber.  dicto  Zinsmaister,  Ber.  filio  suo,  C.  dicto  Setelli,  Johanne  dicto 
Bischof,  Ny.  dicto  Gotfrit,  H.  dicto  .  .  .*)  C.  dicto  .  .  .')  Cunrado  dicto  8pilman  et 
quam  pluribus  aliis  fide  dignis  qui  reticentur  propter  prulixitatem. 

Au  Leinenfiiden  Siegel  Ulrichs  von  Königsegg,  s.  Bd.  8,  S.  203. 

■A)  Durch  Flecken  unleserlich. 


212  1299.       Februar   11    und    12. 

5231. 
Buchhorii  1299.     Februar  11. 

Graf  Hugo  von  Werde,nberg  und  ReiUgenberg  beurkundet  den  Verkauf  eines  Weinbergs 
bei  Ravensburg  durch  seinen  Lehensmann  (feodatarius  seu  vasallus)  Ulrich  von  Königsegg 
an  Kloster  Weissenau  und  überträgt  dem  Kloster  das  Eigentumsrecht,  nachdem  er  mit  dem 
Vogtrecht  in  Wald  Ersatz  erhalten  hat. 

Siegler:  Der  Aussteller  und   Ulrich  von  Königsegg  (Kiiigesegge). 

Datum  et  actum  apud  opidum  dictum  Büchoru,  anno  domini  MCCXCVIIIL.  III. 
idus  Februarii,  indictione  XII.,  testibus  ad  hoc  specialiter  vocatis  et  rogatis  fratre 
H.  priore  monasterii  Augie  Minoris  dicto  de  Phaffikoven,  fratre  H.  de  Merspurg 
canouicis,  Johanne  de  Rüdibercli,  Hainrico  dicto  Müriz  militibus,  Eber,  de  Möli- 
brunnen,  H.  dicto  Müriz,  Ülrico  tilio  suo,  Jacobo  dicto  Dorenbürron  et  Cünrado 
dicto  8pilman  et  quam  pluribus  aliis  fide  dignis  qui  reticentur  propter  prolixitatem. 

An  braunen  Leinenfiklen  ilas  erste  Siegel,  rund,  35  nun.,  im  Siegelfeld  ein  Toiifhelm,  link.s  gewendet,  mit 
langem  federnbestecktem  Schirmbrett,  links  vom  Helm  die  Kirchenfahne  (ohne  Schild),  rechts  ein  Schild  mit  dem 
Dornschrägbalken ;  Umschrift :  f  S  •  HVGONIS  •  COMTIS  •  DE  •  WERDENBERCH.  Abgebildet  bei  von  Weech, 
Cod.  dipl.  Salem.  2,  Nr.  191..  2)  An  weißen  Leinenfäden  das  .Siegel  Ulrichs  von  Königsegg,  s.  B.  8,  S.  203.  —  Die 
Urkunde  folgt  im  Wortlaut  der  vorhergehenden  Ulrichs  von  Königsegg,  ist  auch  von  derselljen   Hand  geschrieben. 


5232. 

Abt   Konrad    von    Maulbronn,    Ritter    Reinbot    von    Neipperg    und   Heinrich    von    Neipperg 
genannt  von  Lauffen    entscheiden   als  Schiedsrichter   den   Streit    um    das  Erbe    des  Reinbot 

genannt  Jeger  von  Neipperg. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Februar  12. 

><'os  frater  Cunradus  abbas  de  Mu]enl)runnen,  Reinboto  miles  de  Nyperg  et 
Heinricus  de  Xiperg  dictus  de  Lofen  arbitratores  seu  ainicabiles  compositores  electi 
communiter  a  partibus  in  causa  quam  .  .  prior  ||  et  .  .  conventus  fratrum  Predi- 
catorum  domus  in  Winpina  moverunt  seu  movent  (lerdrudi  relicte  quondam  Rein- 
botonis  dicti  Jeger  de  Niperg  super  quarta  parte  unius  domus  seu  aree  site  in 
Xiperg,  super  quarta  parte  unius  iugeris  ||  prati  et  super  dimidio  iugere  prati  in 
Zimerin  sitis  ac  super  uno  iugere  et  dimidio  iugere  vineti  sitis  iuxta  lacum  et  super 
duabus  quartis  partibus  duarum  vinearum  ibidem  sitarum  nee  non  et  super  dimidia 
parte  agrorum  in  villa  Swegern  sitorum   ||   ac  super  aliis  quibuscumque  cognitis  iure 


1299.     Februar   12.  21B 

et  volimtatibus  partium  saua  etiara  deliberatioue  arbitrando  proimntiainus  et  pronuntiando 
arbitramur  in  liiis  scriptis  sub  periculo  cause  et  sub  pena  quinquaginta  librarum  Hallensiuni 
in  corapromisso  expressis,  quod  videlicet  predicta  relicta  bona  prescripta  debet  pro  tem- 
pore vite  sue  possidere  pacifice  libere  et  quiete  adiectis  condicionibus  subnotatis,  videlicet 
quod  sepedicta  relicta  fratri  Cunrado  de  Niperg  ordinis  Predicatorum  domus  predicte 
viginti  quinque  solidos  Hallensium  in  festo  beati  Joliannis  Baptiste  et  vigiuti  quinque 
solidos  in  epiphania  domini  quamdiu  idem  frater  C.  vixerit  tenetur  annuatim  fideliter 
presentare  nomine  pensionis  et  unam  libram  cere  prefatis  Predicatoribus  antedicta 
relicta  in  anniversario  mariti  eins  singulis  annis  presentabit.  Sane  prefato  fratre  C.  viam 
miiverse  carnis  ingresso  relicta  predicta  a  decem  solidis  Hallensium  predicte  pecunie  fratri 
C.  presentande  erit  penitus  absoluta,  ita  quod  dictis  Predicatoribus  duas  libras  Hallensium 
dumtaxat,  unam  scilicet  libram  in  die  anniversarii  mariti  ipsius  reliquam  vero  libram 
in  festo  beati  Johannis  Baptiste  prenotato  pro  annua  consolatione  conventus  fratrum 
Predicatoi'uni  predictorum  sine  contradictione  qualibet  assignabit  pro  tempore  vite 
sue.  Cum  vero  eadem  relicta  de  medio  fuerit  evocata  sepedictis  fratribus  bona 
superius  annotata  cedent  et  cedere  debent  fi-aude  et  dolo  penitus  circumscriptis. 
ßecognoscimus  etiam  et  arbitrando  pronuntiamus  et  pronuntiando  arbitramur  quod 
prefate  partes  non  per  interpositas  personas  sed  per  se  in  nos  tamquam  in  veros 
arbitros  et  compositores  compromiserunt  sub  penis  antedictis,  (juod  ratum  habeant 
utrobique  quod  per  nos  fuerit  et  est  pronuntiatum  seu  etiam  arbitratum.  Alioquin 
pars  nostro  arbitrio  arbitrationi  seu  pronuntiationi  contraveniens  nobis  arbitris  jjreno- 
tatis  quinquaginta  libras  Hallensium  persolvere  tenetur  nomine  penarum  prescriptaruni. 
In  cuius  rei  testimonium  et  evidentiam  firmiorem  nos  prefatus  frater  C.  abbas  de 
Mulenbrunnen  et  lieinboto  niiles  de  Niperg  prenotatus")  una  cum  sigillis  predictorum 
virorum  religiosorum  prioris  et  .  .  conventus  Predicatorum  in  Winpina  presentibus 
duximus  apponenda.  Ego  vero  H.  de  Niperg  dictus  de  Lofen  antedictus  cum  pi'oprio 
sigillo  caream  sigillis  predictorum  domini  .  .  abbatis  de  Mulenbrunnen  et  Reibotonis 
militis  sepedicti  sum  contentus.  Nos  quoque  frater  .  .  prior  et  .  .  conventus  Predi- 
catorum domus  Winpinensis  nostra  sigilla  presentibus  duximus  apponenda  in  testi- 
monium similiter  omniuni  premissorum. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  feria  quinta  proxima  ante  festum 
beati  [Vajlentini. 

Itrtl.  Perg.     Siegel  abgegangen.     Die  Urkunde  ist  am  unteren  Hand  Ijesicliildigt. 

a)  Fehlt:  sigilla  nostra. 


214  1299.     Februar   13  und   14. 

5233. 
Ochsenhausen  1299.     Febrnur  13. 

Bischof  Wolfhard  von  Äitf/sburg  beurkundet,  dass  Bitter  Walcho  von  Essendorf 
(Essindorf)  mit  Willen  seiner  Frau  Adelheid  und  aller  seiner  Erben  freiwillig  dem  Kloster 
Ochsenhausen  (Ohsinhusin)  2  S  Gülten  in  Mittelbuch  (in  villa  dicta  Mittilbücli  super 
duabus  curiis  et  uno  mansu  quod  vulgo  S(^lda  vocatur)  um  seines  Seelenheils  willen 
geschenkt  und  ausdrücklich  bekannt  hat,  dass  er  von  diesen  Gütern  jährlich  nur  1  Malter 
annone  als  Vogtrecht  zu  beziehen  habe.  Der  Bischof  bestätigt  auf  Bitten  des  Stifters 
diese  Schenkung. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Acta  sunt  hec  in  Ohsinhusin.  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  idus  Februarii, 
XII.  indictione. 

Ital.  Per^.     Briuhstück  des  bischöflichen  Siepjels. 


5234. 

Herzog  Hermann  von   Teck  räumt  dem   Grafen  Eberhard    von   Wirtemberg   seinen   Teil    an 
Grafmberg,  Nürtingen,  Ebersbach,  Plochingen  und  Beichenbach  wieder  ein. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Februar  14. 

Wir  herzog  Hernian  von  Tegge  verjehen  und  tun  kunt  aücn  den  disen  brief 
sehent  oder  hörent  lesen,  daz  ||  wir  unserm  öham  graven  Eberhai't  von  Wirtenberg 
ledklich  wider  lazen  und  haben  wider  gelazen  unsern  ||  tail  an  den  guten,  si  sin 
lehen  aigen  oder  vogtai,  du  liie  nach  gescriben  stant:  den  Berg  und  swaz  dar  zi'i 
hört,  Nüwer||tingen  und  swaz  dar  zu  hört,  Eberspach  und  swaz  dar  zft  hört,  Bh)chingen 
und  swaz  dar  zu  hört  und  Richenbach,  daz  sin  vatter  und  sin  J)rüder  und  er  da 
hetten  und  swaz  dar  zu  hört,  ane  daz  gut  daz  unser  vatter  uns  da  liat  gelazen,  und 
verzihen  uf  du  selben  gut  uiul  verschriben  uns  aller  der  rehte,  die  wir  dar  uf  er- 
kobert  und  gewunnen  hetten  vor  gerihte  mit  urtail  oder  mit  brieven,  daz  wir  noch  deliain 
imser  erbe  nach  den  vor  genanten  guten  nümmer  süln  gesprechen  vor  gerihte  oder 
an  gerihte.  Wir  verzihen  och  uf  unsern  vor  genanten  öham  graven  Eberhart  von 
Wirtenberg  alle  ander  vorderunge  und  ansprach,  die  wir  uf  in  uiul  uf  sinu  gut 
erkobert  hetten  vor  gerihte  und  lazen  in  der  ledig,  also  daz  er  uns  an  den  guten 
zu  Stetten    und    zu  Kumoltshusen    niht  vurbaz    söl    irren,    wan    als    sie  sin   .   .   bn'ider 


1299.     Februar   14,  März   7,   10  und   13.  215 

an  in  braht.  Dirre  vor  geschribenen  red  haben  wir  gesvorn  uf  den  hailigen,  daz 
wir  sie  «taete  lazen  und  wellen  öcli  daz  sie  unser  erben  staete  haben  und  geben  dar 
über  unsern  brief  gesigelt  mit  unserni  insigel  ze  ainem  Urkunde. 

Daz  geschach  an  sant  Valentins  tage,  do  man  zalte  von  gottes  gebi'irte  zwelf 
liundert  jar  nünzig  jar  und  in  dem  nünden  jar. 

Siegel  abgegangen.  —  Alidmck :  Sattler,  Gesell.  Württembergs  unter  den  Graven   1,  Beil.  26. 


5235. 
Ulm  1299.     März  7. 

Bischof  Sifried  von  Chur  verleiht  allen  wahrhaft  bussfertUjen  und  beichtenden  Be- 
wuchern der  Katharinenkapelle  in  Ulm  (capellam  beate  Katherine  extra  mufos  Ulmenses), 
die  dort  divinum  officium  hören  und  den  Kranken  Almosen  spenden,  einen  Ablass  von 
40  Tagen,  unter  Voraussetzung  der  Zustimmung  des  Diözesanhischofs  und  Beschränkung 
der   Gültigkeit  des  Ablasshriefs  auf  3  Jahre. 

Datum  apud  Ulmam,  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  nono^ 
nonas  Martii. 

Ulm.  Orig.  Hill.  Peig.  .\bliangend  beschädigtes  spitzovales  Siegel,  c.  54,  37  mm.,  ein  stehender  Möneli, 
mit  beiden  Händen  vor  der  Brust  einen  unkenntlichen  Gegenstand  haltend ;  Umschrift  fast  ganz  abgebrochen.  — 
Abdnick:  Ulmisehes  ÜB.  1.  258. 


5236. 

Esslingen  1299.     März  10. 

Die  Beginen  Gertrud  und  Emsa  von  Fellbach  schenken  dem  Kloster  Sirnau  ihre  Äcker 
genannt  Kegelbrett  bei  Fellbach  und  behalten  die  Nutzmessung  auf  Lebenszeit. 

Regest  im  Eßhnger  ÜB.  1.  1.%  n.  311. 


5237. 

Horb  1299.      März  IH. 

Schultheiss  Hugo  in  Horb,  Heinrich  der  Maier  (villicus),  Wulther  der  Sohn  weiland 
Sifrids  und  Albert  genannt  Daukolf  der  Jüngere  entscheiden  als  erwählte  Schiedsrichter 
den  Streit  zuüschen  Burkhard  genannt  Noppeier  Bürger  in   Horb,   und  der  l'riorin  und  dem 


21 G  1299.     März   13. 

Konvent  von  Kirchberg  wegen  eines  Hofs  in  Baisingen  (curia  sita  in  Eössingen  quam 
colit  Burkardus  villicus):  Burkhard  Noppeier  lässt  den  Hof  auf  in  die  Hand  der 
Klosterfrauen  und  verzichtet  auf  alle   Rechte  daran. 

Acta  sunt  hec  Horwe  ante  domum  Hugonis  Leimelin,  anno  domiiii  MCCLXXXXIX., 
sexta  feria  proxima  post  dominicam  Invocavit.  In  cuius  rei  testimonium  nos  cives 
nostrum  sigillum   duximus  presentibus  litteris  appendendum. 

Kopl).  des  Kl.  Kiichberg  aus  dem   15.  Jalirli.,   Bd.  1.   Bl.  (il''. 


5238. 
Mengen  1299.     März  13. 

Anselm  der  Ältere  von  Justingen  und  sein  Sohn  Anselni  übertragen  dem  Burkhard 
Huter  (dictus  Hüter)  Bürger  in  Mengen  aus  Liebe  zu  seinen  Mitbürgern  (burgensium  in 
Mengen  suorum  conciviuni)  und  zu  ihm  das  Eigentumsrecht  der  Rentersiviese  (pratum 
quod  vulgo  dicitur  Kenterswise)  und  eines  an  sie  angrenzenden  Stückes  Land  über 
der  Mühle  des  Otto  (supra  molendinuni  Otthonis),  die  er  seither  von  ihnen  zu  Jjehen 
getragen  hat. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  et  actum  in  Mengen,  anno  domini  MCCXCVllil.,  ILI.  idus  Martii,  indic- 
tione  XII. ,  coram  domino  Eber,  milite  de  Rosenowe,  doraino  Berhtoldo  milite  de 
J]berharzwiler,  Berhtoldo  et  Cünrado  dictis  Löclieler,  Her.  dicto  Huntübel  seniore  et 
Waltero  filio,  Ebelino  de  Diengen,  Cünrado  dicto  Rallen,  Waltero  dicto  Huntübel 
seniore,  Hainrico  villico  trans  Ache  in  villa,  C.  molitore,  C.  dicto  Marstecke  et  Burge- 
lino  dicto  Hüter  suo  consobrino  astantibus  aliis  plurimis  fide  dignis. 

Regensburg.  Orig.  Perg.  Siegel:  1)  .\nselms  d.  .A.  von  .lustingen,  s.  Bd.  8,  S.  255.  2)  Anselms  d.  J.  gen.  von 
Wildenstein,  s.  Bd.  9,  S.  6.  —  Regest:  v.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  555  n.  1()()5  nach  Cod.  Sal.  2,  n.  342  in 
Karlsruhe  (unvollständig;    insbesondere    die  Zengenreihe    ist  mit   Hcrniamio    dicto  llunti'iljel    seniore  abgebrochen). 


5239. 

König  Albrecht  befehlt  seinen  lieben   Getreuen   Ulrich  und  Marquard  von  Schellenberg  das 
Kloster   Weissenau  in  seinem  Besitzungen  in  Eisenbach  und  Amtzell  zu  schützen. 

Ravensburg  1299.     März  13. 

Albertus  dei  gratia  Romanorum    rex    semper    augustus    strennuis  viris  Ulrico    et 
Marquardo  ||  fratribus  de  Scliellenberch  dilectis  fidelibus  suis  gratiam  suam  et  omne 


1299.     März   13.  217 

bonum.  Cum  regalis  ||  dignitas  omnium  religionum  genera  sub  dextera  sue  protec- 
tionis  manutenere  debeat  et  ||  specialiter  defensare,  honorabiles  et  religiosos  viros  .  . 
abbatem  et  conventum  Augie  Minoris  ordinis  Premonstratensis  devotos  nostros  dilectos 
tanto  debemus  perfectius  nostro  communire  presidio,  quanto  magis  eorum  inbecillitas 
noscitur  iudigere.  Eapropter  fidelitati  vestre  firmiter  et  districte  precipiendo  com- 
inittimus  et  mandamus  precise  volentes,  quatenus  predictos  .  .  abbatem  et  conventum 
in  bonis  suis  in  Isenbach  et  in  Annencelle  contra  iniuriosos  insultus  quorumlibet 
manutenere  et  tueri  ac  in  omiiibus  iuribus  suis  defendere  sagaciter  studeatis. 

Datum  apud  Kavenspurcli.  III.  idus  Martii,  indictione  duodecima,  anno  domini 
MCC  nonagesimo  nono,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

An  grünen  und  roten  Seidefäden  das  Majestätssiegel.  —  Regest:  Böhmer,  K.  Albreclit  150. 

5240. 
König  Albrecht  bestätigt  dem  Kloster   Weissenau  das  eingerückte  l'ririlegiitin   König 

Friedrichs  II.  von  1218  Dezember  11. 
Ravensburg  1299.     März  13. 

Albertus  dei  gratia  Romanorum  lex  semper  augustus  universis  sacri  imperii 
Romani  fidelibus  presentes  litteras  inpecturis  gratiam  suam  et  ome  bonum.  ||  Regalis 
dignitatis  sublimitas  tunc  vere  laudum  preconiis  gloriosius  sublimatur,  dum  ea  qua 
per  inclitos  dive  memorie  imperatores  et  reges  Romanorum  suos  predecessores  11 
sunt  tradita  et  indulta  pio  alTectu  ex  liberalitate  regia  innovat  et  confirmat.  Sane 
nuper  veniens  ad  nostre  maiestatis  presentiam  religiosus  vir  .  .  abbas  Augie  Minoris  11 
Premonstratensis  ordinis  devotus  noster  dilectus  nobis  humiliter  suplicavit.  quod  nos 
Privilegium  quoddam  suo  cenobio  ab  inclito  quondam  Friderico  Romanorum  rege 
nostro  predecessore  traditum  et  concessum  et  per  clare  recordationis  dominum  Ru- 
dolfuni  regem  Romanorum  genitorem  nostrum  karissimum  confirmatum  dignaremur 
ex  benignitate  regia  confirmare.  Cuius  tenorem  vidimus  et  audivimus  in  hec  verba: 
Fridericus  usw.      Es  folgt  die  Bd.  3,  S.  72  gedruckte   Urkunde. 

Nos  auteni  dicti  .  .  abbatis  devotis  precibus  favorabiliter  inclinati  predictum 
Privilegium  de  verbo  ad  verbum  sicut  superius  est  expressum  innovamus  confirmamus 
et  presentis  scripti  patrocinio  communimus.  In  cuius  rei  testimt)nium  presens  scriptum 
maiestatis  nostre  sigillo  fecimus  roborari. 

Datum  apud  Ravenspurch,  III.  idus  Martii,  indictione  duodecima,  anno  domini 
millesimo  ducentesimo  nonagesimo  nono,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Das  an  grünen  und  roten  Seidefäden  befestigte  Siegel  aus  dunkelgrünem  Wachs  ist  abgelöst  und  liegt  bei 
der  Urkunde.   —  Abdruck:   Lünig,  Reichsarchiv  18,  752.   —  Regest:  Böhmer,  K.  Albreclit   149. 

XI.  28 


218  1299.  März  16  und  17. 

5241. 

Köh'kj   Albrecht  verleiht  der  Stadt  Ravensburg  auch  die  neuen  Freiheiten,  die  er   Ulm 

gegeben  hat. 

Konstanz  1299.     März   l(i. 

Albertus  dei  gratia  Komanorum  rex  semper  augustus  uriiversis  sacri  Romani 
imperii  fidelibus  ||  presentes  litteras  inspecturis  gratiam  suam  et  omne  bonum.  In 
regle  maiestatis  specula  divino  ||  munere  constituti  libenter  ad  fidelium  subditorum  utilitates 
et  commoda  procuranda  nostre  benignitatis  ||  inclinamus  intuitum,  ut  ceteri  ex  eo 
devotionis  et  fidei  ad  nos  et  Komanum  imperium  suscipiant  incrementum.  Noverint 
igitur  tarn  presentis  etatis  hoinines  quam  fnture,  quod  nos  grate  devotionis  obsequia 
providorum  virorum  civium  de  Kavenspurch  dilectorum  fidelium  nostrorum  benignius 
intuentes  ipsis  presentibus  et  futuris  ac  eorum  civitati  omnia  iura  libertates  gratias 
et  honestas  consuetudines,  quas  civitati  nostre  et  imj)erii  de  Ulma  de  novo  sub  sigilli 
nostri  impressione  concessimus,  de  regali  dementia  concedimus  et  donamus  habendas 
inantea  et  perpetuo  possidendas.  In  cuius  concessionis  et  donationis  nostre  evidens 
testimonium  et  memoriam  sempiternam  presens  scriptum  exinde  conscribi  et  maiestatis 
nostre  sigillo  iussimus  communiri. 

Datum  apud  Constantiam,  XVII.  kalendas  Aprilis,  indictione  XII.,  anno  domini 
MCC  nonagesimo  nono,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

An  grünen  und  gelben  Seidefäden  das  beschädigte  Majestätssiegel.  —  Abdruck:  Liinig,  Heichsaichiv  14,  212.  — 
Moser,  Reichsstättisclies  Handbuch,  2,  468.  —  Regest:  Lichnowsky  2,  Nr.  104.   —  Böhmer,  K.  Albreclit  151. 


5242. 

Konstanz  1299.     März  17. 

König  Albrecht  bestätigt  dem  Kloster  Weingarten  den  wörtlich  eingerückten  Schirmbrief 
Kaiser  Friedrichs  1.  von  1155  September  23. 

Abdruck  Bd.  2,  S.  431  ;  Text  A  1).   —  Regest:  Böhmer,  K.  Albrecht   153. 


1299.     März   18.  219 

6243. 

Könia  Albrcrht    (jestätiyt   der  Stadt  Buchhotn  ihre  Rechte   und,  verleiht  ihr  das  Hecht  ven 

Uberlinc/en  und  einen   Wochenmarkt. 

Konstanz  1299.      März  ]H. 

Albertus  dei  gratia  Romanorum  rex  semper  augustus  universis  sacri  liomani  imperii 
fidelibus  gratiam  suam  et  omne  bonum.  Dignum  iudicat  nostra  ||  serenitas  iit  illorum 
vota  gratiosius  admittamus  et  eorum  desideriis  beuignius  occurramus,  qui  sacri  imperii 
Romani  principibus  divine  recordationis  imperatori||bus  et  regibus  tidelius  adheserunt 
nee  ab  eorum  servitiis  se  aliqiiatenus  averterunt.  Cum  itaque  dilectos  fideles  nostros 
et  imperii  cives  de  Buchorn  tales  ||  fuisse  et  nunc  esse  fide  cognoverimus  occulata 
eademque  experimentis  certioribus  sint  probata,  nos  eosdem  prosequentes  attectu 
gratie  specialis  iura  et  libertates  eisdem  tradimus  et  traditas  huius  nostri  decreti 
munimine  confirmamus.  Damus  itaque  dictis  civibus  pro  munere  gratie  specialis 
et  statuimus,  quod  nullus  iudex  publicus  nee  dux  neque  comes  aut  quilibet  ex  iudi- 
ciaria  potestate  ipsos  super  possessionibns  iuri  forensi  ipsorum  civitatis  subiacentibus 
et  alüs  eausis  secularibus  quibuscunque  nisi  coram  suo  iudice  poterit  aliquatenus 
eonvenire.  Preterea  proscriptio  ducis  eomitis  vel  alterius  iudicis  ratione  iudicii  euius- 
cumque  ipsorum  civium  intrare  non  debet  vel  attingere  eivitatem.  Item  si  aliquis 
homo  advocaticius  in  ipsorum  eivitate  est  residens,  advocato  de  sua  persona  aliquod 
servitium  facere  non  tenetur.  Si  autem  idem  homo  advocaticius  viam  earnis  ingressus 
fuerit  universe,  eeclesie  ad  quam  speetare  videtur  quicquid  iuris  eadem  ecclesia  in 
hiis,  qui  sunt  eiusdem  eondieionis,  habere  videtur  dabitur  sine  dolo.  Quicunque  etiam 
aliquod  ad  forum  pex'tinens  predium  eiusdem  civitatis  ratione  emptionis  vel  hereditatis 
per  spatium  unius  anni  et  unius  diei  in  quieta  tenet  possessione,  ita  quod  si  infra 
terminum  predictum  secundum  iuris  formam  non  contradicitur  reclamando,  illo  non 
reclamante  in  provincia  existente  de  cetero  id  ])redium  pacifice  possidebit.  Xullus 
etiam  miles  nee  monachus  predium  aliquod  in  eivitate  predietorum  civium  iure 
hereditario  acquirei-e  poterit  nee  teuere,  et  si  aliquod  predium  alieni  cenobio  vel  alüs 
personis  religiosis  dabitur  propter  deum,  infra  terminum  unius  anni  vendere  tenentur. 
Quod  si  facere  neglexerint,  extunc  proprietas  eiusdem  predii  ad  heredes  tradentis 
suecedet  libere  et  (juiete.  Quicumque  etiam  puer  cum  rebus  propriis  a  suis  parentibus 
separatus  sine  carnali  berede  de  hac  luee  emigrabit,  eadem  hereditas  in  patrem  vel 
matrem  eiusdem  cadet  evidenter.  Si  autem  ibi  parentes  esse  non  videntur,  tune  in 
proximum  heredem,  sive  ille  sit  ex  parte  patris  vel  matris,  de  iure  cadet  hereditas 
antedieta.     Volumus  insuper,  quod  universi    et  singuli    in  ipsorum    oppido  residentes 


220  1299.     März   18. 

tarn  in  precariis  quam  in  aliis  servitiis  cum  ipsis  civibus  laborem  portare  communiter 
teneantur.  Addimus  etiam  eisdem  civibus  de  gratia  speciali  liberaliter  concedentes 
omnes  gratias  libertates  et  iura  universa  et  singula  quibus  gaudent  dilecti  fideles 
nostri  cives  de  Überlingen,  et  (juod  millus  extraneus  civem  aliquem  eiusdem  civitatis 
inpignorare  debeat  ex  causa  miuistri  dicte  civitatis  aliqua  exigente.  Et  si  libertates 
dictorum  civium  de  Überlingen  in  aliquo  articulo  contrarii  fuerint  alicui  articulo 
libertatis  predicte,  que  superius  est  expressa,  in  contrarietate  huiusmodi  predicti 
cives  de  Buchorn  quantum  ad  illum  articulum  in  quo  contrarietas  fuerit  suas  liber- 
tates per  nos  ipsis  traditas,  prout  expresse  sunt  superius,  observabunt.  Insuper  eisdem 
civibus  forum  septimanale  videlicet  feria  quarta  de  liberalitate  regia  duximus  conce- 
dendum,  volentes  quod  omnes  qui  ad  dictum  forum  conHuxerint  et  abinde  ad  propria 
redierint  plena  pace  gaudeant  et  forensium  iurium  libertate.  Demum  indulgemus  et 
concedimus  civibus  prenotatis,  ut  nullius  civis  aut  hominis  civitatem  Biichorn  inhabi- 
tantis  occasione  obligationis  facte  nobili  viro  Hugoni  comiti  de  Werdemberg  avunculo 
et  fideli  nostro  dilecto  per  inclite  recordationis  dominum  Jludolfum  Romanorum 
regem  illustrem  genitorem  et  predecessorem  karissimum  pignora  capi  debeant  aliquo- 
modo  vel  teneri,  mandantes  universis  ac  singulis  nostre  gratie  sub  obtentu  firmiter  et 
districte,  quatenus  nullus  alicuius  civis  aut  hominis  de  ßüchorn  pretextu  debitorum 
vel  inimicitiarum  competentium  sibi  in  comitem  supradictum  pignora  capiat  aut 
teneat  quoquo  modo.  Predicta  omnia  et  singula  ob  favorem  civitatis  et  civium  de 
Buchorn  confirmamus  et  roboramus  perpetuo  duratura.  Nulli  ei-go  omnino  hominum 
liceat  haue  paginam  nostre  confirmationis  et  innovationis  infringere  aut  ei  in  aliquo  ausu 
temerario  contraire.  Quod  qui  facere  presumjiserit,  gravem  nostre  maiestatis  oifensam 
se  noverit  incurrisse.  In  [cuius]  rei  testimonium  presens  scrijjtum  exinde  conscribi 
et  maiestatis  sigillo  iussimus  communiri. 

Datum  in  Constantia,  XV.  kalendas  Aprilis,  [indictione]  XII.,  anno  dömini  mille- 
simo  ducentesimo  nonagesimo  nono,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Von  der  Besiegelung  nur  nocli  die  rot-gelb-grün-blauen  Seidefäden  vorlianden.  Die  Ui'kunde  ist  stellenweise 
beschädigt.  —  Abdnick:  Lünig,  Reichsaichiv  1,%  308  mit  falschem  Datum:  Ajjiil  l(i.  —  Auszug:  .1.  .1.  Jfnser, 
Reichsstätt.  Handbuch  I,  1732,  263.  —  Gengier,  Deutsche  Stadtrechte  1Hö2,  142.  —  Ders.,  Cod.  im.  nnmicip.  1, 
1863,  432».  —  Regest:  Böhmer,  K.  .\lbrecht  154. 


1299.     März  21,  23  und  25.  221 

■      5244. 
Im  Lateran  1209.     März  21. 

PajJst  Boiiifaziiif!  VITI.  beauftragt  den  Scholaster  des  Allerheilü/enKtifts  in  Speier, 
dem   Kloster  Maulbronn  zur  Wieder erlanguncj  entfremdeter  Güter  behilflich  zu  sein. 

Datum  Laterani,  XII.  kalendas  Aprilis,  pontificatus  nostri  anno  quinto.  —  Ad 
audientiam  nostram. 

Vidimus  der  Speirer  dichter  von  130S)  A()iil  23. 


5246. 

Truchsess  Walther   von   Warthansen   verkauft   an    die  Herzoge   Rudolf  und  Friedrich  ro7i 
Oesterreich  die  Stadt  Sauig  au  und  die  Vogtei  diesseits  des  Buchaiier  Sees. 

Zürich  1299.     März  23. 

Ego  Walherus  dapifer  de  Warthausen  tenore  presentium  profiteor  et  publice 
recognosco,  me  oppidum  de  Soulgen  et  advocatiam  ex  ista  parte  lacus  de  Bocliowe 
cum  omni  iure,  quo  hactenus  dictum  oppidum  et  advocatiam  tenui  et  possedi,  illustiibus 
dominis  Rudolpho  et  Friderico  fratribus  ducibus  Austrie  et  Stirie  et  eorum  colieredibus 
pro  duobus  millibus  marcarum  argenti  Constantiensis  ponderis  vendidisse  et  eadem 
ad  manus  Serenissimi  domini  mei  domini  Alberti  regis  Romanorum  nomine  dictorum 
ducum  Austrie  resignasse,  promittens  bona  fide  dictis  priucipibus  Austrie  et  eorum 
coheredibus  de  dictis  oppido  et  advocatia  certam  et  securam  exhibere  guarandiam 
secundum  terre  consuetudinem  hactenus  observatam.  In  cuius  rei  testimonium  sigillum 
meum  duxi  presentibus  apponendum. 

Datum  in   Turego,   decimo  calendas  Aprilis,    anno  domini  millesirao  ducentesimo 

nonagesimo  nono. 

M.  V.  Pappenheim,  Chionik  d.  Truclis.  v.  Waldbuig  1,  S.  47. 


5246. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     März  25. 

Fleban  Eberwin  in  Forchtenberg  (Fortinberg)  schenkt  im  Vertrauen  auf  künftige 
Vergeltung  quasi  j)er  inspirationem  divinitus  infiammatus  dem  Kloster  Amorbach  sein 
Haus  in  Forchtenberg  (domum   quam  inhabito  cum    areis  adiacentibus  spectantibus  ad 


222  1299.     März  25  und  28. 

eandem  quam  apud  .  .  heredes  quondam  Sifridi  pellificis  de  Fortinberg  rationabiliter 
cum  propria  pecunia  comparavi,  donavi  —  —  cum  omni  iure  quod  miclii  competiit 
in  eadem  proprietatis  titulo  perpetuo  possidendani  ac  in  ipsorum  usus  utiles  et 
necessarios  per  donationem  venditionem  seu  locationem  ad  personas  alias  transferendam, 
salvis  iuribus  opidi  Fortinberg  de  domo  prehabita  exigendis). 

Siegler:  Die  Edlen  Kraft  t^on  Hohenlohe  (Hohynloch)  und  die  beiden  Rupert  von 
Dum  (senioris  et  iunioris')  dominorum  Ruperti  et  Ruperti  de  Durne),  die  als  Vögte 
der  Stadt  ihre  Zustimmung  geben  (qui  in  eodcm  opido  iure  advocaticio  dominantur). 
Die  beiden  Herrn  von  Dum  bekennen,  nur  ein  Siegel  (sigillum   unicum)  zu  haben. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  VlII.  kalendas  Aprilis. 

Amorbach.  Oiig.  Ital.  Perjj;.  Siegel  aligegangen.  —  Abdinick :  Gropp,  Aetas  mille  annorum  inonasterii  in 
.\moibacli  1736,  S.  204.  —  Wibel  2,  131.  —  Rege.st:  Weller,  Hohenloli.  ÜB.  1.  433  n.  604. 

1)  Die  beiden  Worte  sind  durch  deutliche  Interpunktion  von  Hohynloch  getrennt  und  dem  folgenden  zu- 
geteilt.    Danach  ist  Weller  a.  a.  O.,  der  Gropp  folgt,  zu  korrigieren. 


5247. 

Graf  Ludwig  von  Oettingen  eignet  dem  Kloster  Kirchheim  2  Höfe  in  Kirchheim. 

Wallerstein  1299.     März  2H. 

In  nomine  domini.  Amen.  Mos  Ludewicus  dei  gratia  comes  de  üetingen  notum 
fieri  volumus  pre||sentium  inspectoril)us  universis,  quod  cum  felicis  recordationis 
karissimus  pater  noster  quondam  comes  de  ()etin||gen  venerabilibus  et  in  Christo 
dilectis  domine  .  .  abbatisse  et  conventui  sanctimonialium  in  Kyrchein  Cisterciensis 
or||dinis  Augustensis  dyocesis  ac  monasterio  earundem,  cuius  ipse  pater  noster  fundator 
exstitit  primitivus,  duas  curias,  unam  earum  in  superiori  Kyrchein  sitam  scilicet  curiam 
villicalem  et  alteram  in  iuferiori  Kyrchein,  que  ambe  in  annuis  redditibus  ad  XX 
libras  Hallensium  reddituum  dominorum  se  extendunt,  pro  ducentis  libris  Hallensium 
cum  universis  iuribus  suis  et  pertinentiis  rite  et  rationabiliter  vendidisset  proprietatis 
tytulo  perpetualiter  possidendas,  hoc  salvo  dumtaxat  ut  earundem  curiarum  reemptio 
sive  requisitio  pro  eadem  summa  pecunie  sibi  et  suis  heredibus  libere  remaneret, 
nos  in  remedium  anime  Marie  karissime  quondam  nostre  coniugis  viam  universe 
carnis  nuper  ingresse  et  apud  idem  monasterium  terre  matris  gremio  commendate  ac 
prefati  karissimi  patris  nostri  et  omnium  progenitorum  nostrorum  duas  curias  preli- 
batas,  quarum  reemptio  et  requisitio  nobis  ac  nostris  heredibus  ut  prediximus  compe- 
tebat,  domine  .  .  abbatisse  de  Kyrcheii}  et  conventui  menioratis  ac  monasterio  earundem 


1299.     März  28  uud  April.  223 

accedente  pleno  consensu  filiorum  nostrorum  exnunc  tradimus  ac  tradidimus  dedinnis 
atque  daraus  cum  universis  iuribus  suis  et  pertinentiis  agris  pratis  pascuis  hortis 
aquis  silvis  viis  et  inviis  terris  cultis  et  incultis  quesitis  et  inquirendis  proprietatis 
titulo  perpetuo  possidendas  renuntiantes  simpliciter  et  precise  exnunc  omni  iuri 
reemptionis  requisitionis  proprietatis  possessionis  ac  dominii  cuiuscunque,  (]uod  in 
predictis  curiis  et  eorum  pertinentiis  ac  iuribus  omnibus  nobis  vel  nostris  lieredibus 
competebat  aut  competere  poterat  quovis  modo,  renuntiantes  nichilominus  omni  actioni 
rei  et  legi,  per  quam  vel  per*  que  presens  hec  nostra  donatio  confirmatio  seu  renun- 
tiatio  inpediri  quoquo  modo  poterat  vel  etiam  inpugnari.  Et  in  horum  omnium 
prescriptorum  testimonium  et  notitiam  pleniorem  'presentem  litteram  prenotatis 
domine  .   .  abbatisse  et  conventui  dedimus  sigilli  nostri  munimine  roboratam. 

Datum  et  actum  apud  Walrstein,  anno  doniini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo 

nono,   V.  kalendas  Aprilits. 

Wallerstein.     Orif;;.  Perg.     Siegel,  s.  Bd.  G,  S.  119.     A\if  der  Rückseite  des  Siegels  ein  Eindruck  von  einem 
Sclimuekstück  (Gemme)  mit  dem  Kopf  einer  alten  Frau  in  Haube  und  Schleier. 


5248. 

Ohne   Ortsangabe.      1299.     April.  ' 

Der  Freie  Rudolf  von  Rosswag  (libere  condicionis  homo)  bestätigt  den  durch  Ritter 
Gerhard  von  Ubstatt  und  seine  Söhne  geschehenen  Verkauf  eines  Zehnten  in  Bruchsaler 
Mark  an  Kloster  Herrenalb,  nachdem  ihm  Ersatz  mit  Gütern  in  Untergronibach  geleistet 
worden  ist  (quod  tertiam  partem  decime  utriusque  frumenti  in  marchia  Eruclisellensi 
habebamus  ab  illustri  domino  nostro  Eberliardo  comit/  de  Katzenelnbogen  tytulo 
feodali,  quam  inquam  partem  decime  (lerhardus  miles  de  Ubestat  et  filii  sui  Dietricus 
Swickerus    et  Gerliardus    ex  consequenti    etiam  a  nobis   habebant    tytulo    feodali,    qui 

predictam  decimam   .   .  abbati  et  conventui  de  Alba pro  ducentis  viginti  libi'is 

Hallensium  vendiderunt  et  in  reconpensam  —  —  novem  iugera  prati  que  dicuntur 
l)rü\vel  in  Niderngrünbach  et  sex  iugera  vinearum  ob  der  staige,  item  curiam  Zeisolfi 
quondara  antiqui  sculteti  ibidem  et  duo  iugera  prati  et  unum  iuger  vinearum  ad 
manus  nostras  resignaverunt,  recipientes  iterato  eadem  a  nobis  tytulo  feodali  et 
debitum  nobis  fidelitatis  homagiuin  prestiterant  sicut  prius),  übertrügt  dem  Kloster  den 
Zehnten  und  verzichtet  auf  alle  Ansprüche.  Eberhard  von  Gottes  Gnaden  Graf  von  Katzen- 
elnbogen, der  Rudolf  von  Rosswag  seinen  Getreuen  nennt,  bestätigt  Verkauf  und  Tausch, 
eignet  den  Zehnten  dem  Kloster  und  verzichtet  auf  Einsprache. 


224  1299.     April  3. 

Siegler:  Graf  Eberhard  von  Katzenelnhogen,  der  Aussteller,  Gerhard  von  Ubstatt 
und  dessen  Söhne. 

Datum  anno  domini  MCOXC Villi.,  mense  Aprili. 

Ital.  Perg.  Zwei  weitere  OrigR.  in  St.  Paul.  Siegel  1)  rund,  tiö  mm.,  im  Schild  ein  aufgerichteter  Löwe,  das 
Siegelfeld  mit  Ranken  verziert;  Umschrift:  f  •  S  •  EBIRHARDI  •  COMITIS  •  DE  •  KATZENELINBOGE.  2)  Rudolfs 
von  Roßwag,  s.  Bd.  8,  S.  326.  3)  des  Ritters  Gerhard  von  Ubstatt,  s.  Bd.  8,  S.  202.  4)  schildförmig,  36,  28  mm., 
drei  gestürzte  Sparren  übereinander;  Umschrift:  f  •  S  •  ÜIETRICI  •  DE  •  VIBE  ...  AT.  5)  32,  28  mm.,  wie  4); 
Umschrift ,  im  linken  Obereck  beginnend :  f  •  S  •  SVIGG  ...  DE  •  \VB  .  .  .  TAT.  6)  stark  beschädigt ;  Bild 
wie  5.  —  Abdruck :  Gerbert,  Hist.  Nigre  Silve  3,  240  (nennt  als  Lehensherrn  Gr.  Wilhelm  von  Katzenelnbogen). 
—  ZGORh.  2,  469  (auf  Grund  des  Vidimus  einer  dritten  Ausfertigung,  die  als  I^ehenslierrn  den  Grafen  Diether 
von  Katzenelnijogen  nennt,  Orig.  Perg.  in   Karlsruhe). 


5249. 

Bischof  Mangold  von  Würzburg  inkorporiert  dem  Kloster  Amorbach  die  Kirche  in  Roigheim. 

Würzburg  1299.     Ajml  3. 

Manegoldus  dei  gratia  episcopus  Herbipolensis  viris  religiosis  in  Christo  dilectis  .  . 
abbati  et  .  .  conventui  monasterii  in  Amorbach  ||  ordinis  sancti  Benedicti  nostre 
dyocesis  salutem  et  sinceram  in  domino  karitatem.  Religiosam  vitam  gerentibus 
congrua  nos  ||  oportet  consideratione  prospicere,  ne  cuiusdam  necessitatis  occasio  aut 
desides  faciat  aut  robur  quod  absit  religionis  ||  infringat.  Eapropter  nos  provide 
considerantes,  quod  mense  vestre  redditus  et  proventus  propter  diversarum  gwerrarum 
discrimina  et  pacem  terre  communem  hactenus  perturbatam  sunt  plurimum  diminuti, 
propter  quod  divinorum  obsequiis  ut  consuevistis-  intendere  non  potestis,  ex  affectu 
sincero  vobis  subsidium  postuUintibus  prout  presentis  teniporis  status  patitul-  decre- 
vimus  inpendendum,  ut  in  monasterio  vestro  predicto  per  vos  divinorum  obsequia 
liberius  valeant  exerceri,  parrochialem  ecclesiam  in  Rohenkeim  nostre  dyocesis  cuius 
ins  patronatus  ad  vos  ab  antiquo  dinoscitur  pertinere  cum  omnibus  iuribus  et  perti- 
nentiis  suis  vobis  de  consensu  expresso  honorabilium  virorum  .  .  prepositi  .  .  decani 
et  capituli  ecclesie  nostre  pleno  proprietatis  et  possessionis  iure  pro  sustentatione 
communis  mense  vestre  donamus  et  tradimus  in  hiis  scriptis,  eandem  ecclesiam  de 
eorundem  .  .  prepositi  .  .  decani  et  capituli  conniventia  cum  omnibus  suis  iuribus 
pertinentiis  et  libertatibus  in  vos  et  monasterium  vestrum  predictum  cum  pleno 
rerum  dominio  transferentes.  Ita  tamen  quod  cura  animarum  eiusdem  ecclesie 
minime  negligatur  quodque  ipsa  ecclesia  perpetuum  habeat  vicarium,  cui  tantum  de 
ipsius    proventibus   relinquatur,    quod  sedi    apostolice    eiusque    legatis  et  episcopo  ac 


1299.     April  3.  225 

archidyacono  loci  qui  pro  tempore  fuerint  de  suis  valeawt  iuribus  respondere.  Ut 
autem  hec  nostra  donatio  cum  predictorum  .  .  prepositi  decani  et  capituli  consensu 
facta  omnibus  patefiat  et  robur  obtineat  firmitatis  nee  ulla  super  ea  in  posterum 
questio  vel  dubietatis  scrupulus  oriatur,  presentem  paginara  exinde  conscribi  iussimus 
et  sigillorum  nostri  et  prefatorum  .  .  prepositi  .  .  decani  et  capituli  appensionibus 
fecimus  communiri.  Nos  quoque  Heinricus  prepositus  Arnoldus  decanus  et  capitulum 
supra  dicti  premissa  omnia  de  nostro  consensu  recognoscimus  esse  facta  sigillum 
nostrum  in  eorundem  evidentiam  presentibus  appendentes. 

Datum  et  actum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  III.  nonas  Aprilis, 
pontificatus  nostri  anno  XI. 

An  roten  und  gelben  Seidefäden  Bruchstücke  der  Siegel  des  Bischofs  und  des  Domkapitels  von  Würzburg.  — 
Als  1687  das  Kloster  seinen  Besitz  in  Roigheim  mit  dem  Patronatrecht  an  Württemberg  verkaufte,  wurde  die 
Urkunde  mit  anderen  übergeben. 

a)  Vorlage :  Ronikey. 


5250. 

Eberhard  der  Alte  von  Lupfen  Graf  zu  Stuhlingen  verzichtet  auf  sein  Recht  an  den  Hof 

des  Klosters  Rottenmünster  zu  Dautmergen. 

Rottenmünster  1299.     April  3. 

Allen  den  die  disen  brief  gesehent  oder  gehörent,  tun  wir  her  Eberhart  der 
alte  von  Luphen  grave  ze  Stülingen  ||  kunt,  daz  wir  den  erbaeren  vrowen  .  .  der 
abtissinne  unde  der  samenunge  von  Rotenmiinster  grawes  ordens  umbe  den  ||  sunder- 
lichen  gunst,  den  wir  ze  in  umbe  ir  tugentlich  leben  haben,  maier  Cünen  hof  ze 
Tutmeringen,  den  in  her  ||  Hainrich  selige  unser  vatter  gab  unde  wir  in  ie  sit 
besasicent  unde  entsascent,  daz  selbe  reht  ze  besetzzenne  und  ze  entsetzzenne  uf  geben 
haben  ledig  unde  Isere  luterlich  ainvalteclich  unde  ane  alle  geva^rde,  also  daz  siu  unde 
alle  ir  nachkomen  den  selben  hof  hinnen  für  iemer  mere  besetzzen  unde  entsetzzen 
sülnt  unde  der  mit  tun  unde  schaffen  sülnt  swaz  siu  waenent  daz  in  wol  kome  unde 
nützze  si  unde  daz  wir  noch  denhain  unser  erbe  hinnenhin  denhain  reht  der  zu  haben 
sülnt  sus  noch  so,  unde  verzihen  uns  der  umbe  alles  rehtes  unde  schirmes  gaistliches 
unde  weltliches  gerihtes.  Hunderlingen  aber  so  haben  wir  gedinget,  daz  Burcart  unde 
Hainrich  die  Maier  von  Tutmeringen,  die  nu  den  selben  hof  buwent  und  in  von  den 
vor  genanten  vrowen  ze  rehtem  lehen  enphangen  hant,  der  ufte  sitzzen  sulnt  untz 
an  iren  tot  alle  die  wile  siu  jsergeliches  iren  zins  verrihtent,  swenne  siu  aber  er- 
sterbent  oder  wsere  daz   ain  zins    den   anderen   erlüffe   oder   daz   siu   den   selben   hof 

XI.  29 


226  1299.     April  3  und  6. 

hinnen  ze  sante  Walpurg  dag  deme  na^hesten  der  nu  kumet  niht  bezimmeretin  als 
er  durch  rehte  sol  bezimbert  sin,  so  sol  in  dirre  hof  ledig  sin  danne  und  Isere  unde 
sülnt  in  besetzzen  mit  sweme  siu  went  unde  sol  enhain  ir  erbe  dehain  rehte  me 
der  zu  haben.  Unde  daz  diz  war  si  unde  stsete  belibe,  der  umbe  han  wir  unser 
ingesigel  an  disen  brief  gehenket  ze  aime  urkünde. 

Der  wart  gegeben  ze  Rotenmunster  von  der  samenunge  an  deme  vritdage  nach 
mittervasten,  in  deme  jar  do  man  von  gottes  geburtte  zalte  zweihundert  jar  unde 
nime  unde  niinzig  jar.  , 

Siegel  s.  Bd.  9,  S.  369. 


5251. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April.  6. 

Der  Propst  von  Denkendorf  und  der  Dekan  von  Kirchheim  executores  seu  iudices 
auctoritate  ordinaria  deputati  gebieten  (discretioni  vestre  iniungimus  per  virtutem 
sancte  obedientie  firmiter  et  districte)  auf  Grund  des  von  den  Vertretern  des  Bischofs 
Heinrich  von  Konstanz  erhaltenen  wörtlich  inserierten  Auftrags^)  dem  Pfarrer  (plebano 
seu  viceplebano)  von  OberessUngen,  dass  er  den  K.,  den  Diener  des  verstorbenen  Magister 
K.  Pfarrers  in  OberessUngen,  und  dem  Pfarrer  von  Waldstetten  (plebano  seu  viceplebano 
in  Walhstetten),  dass  er  den  Friedrich  von  Winzingen  ermahne,  die  aus  der  Erbschaft 
des  Magisters  K.  stammenden  Güter  ^)  bis  zum  22.  April  (usque  ad  feriam  quartam  post 
dominicam  pasche  proximam)  dem  Kloster  Bebenhausen  zurückzugeben  oder  sich  vor  dem 
Propst  und  Dekan  oder  einem  von  beiden  am  28.  April  (feria  tertia  post  dominicam 
Quasimodo  proxima)  in  der  Dionysiuskirche  in  Esslingen  zu  verantworten  (suam  inno- 
centiam  si  poterunt  ostensuri). 

Datum  VIII.  ydus  Aprilis,  anno  domini  MCCXCVIIIL,  indictione  XII.  lieddite 
litteras. 

Ital.  Perg.     Siegel  abgegangen.  —  Abdruck:  ZGORh.  14,  459.  —  Hegest:  Eßlinger  ÜB.  1,  44  n.  148"'. 

1)  s.  die  Urkunde  von  1298  Nov.  6,  oben  S.  173. 

2)  In  der  eben  zitierten  Urkunde  näher  bezeichnet. 


1299.     April   7.  227 

5252. 

Die  Abmachungen  zwischen  dem  Dekan  Hermann  von  Göjipingen  und  dem  Kloster  Adelbenj 
über  das  Leibgeding  des  Ersteren  werden  von  den  beiden  Teilen  beurkundet. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April  7. 

Noverint  universi  presentes  litteras  inspecturi,  quod  Hermannus  decanus  de 
Geppingen  vineam  sitam  apud  Schorndorf  dictam  Frowenberg  ||  ad  quatuor  iugera 
estimatain  iure  proprietatis  pertinentem  honorabilibus  viris  .  .  preposito  et  conventui 
monasterii  de  Adelberg  ordinis  Premonstratensis  ||  a  dictis  .  .  preposito  et  conventu 
comparavit  pro  certa  pecunie  quantitate  videlicet  pro  quadraginta  octo  libris  monete 
Hallensis.  Item  apud  Wernherum  ||  eiusdem  vinee  colonum  ius  suuin  quod  vulgaliter 
dicitur  lehenschaft  eiusdem  vinee  scilicet  comparavit  pro  sedecim  libris  dicte 
monete  cum  omni  iure  quod  ad  vineam  pertinebat  eandem  et  pro  tempore  vite  sue 
ipsam  vineam  possidebit  et  tenebit  cum  omni  utilitate  et  fructu  et  de  ea  disponet 
eamque  locabit  si  voluerit  pro  sue  beneplacito  voluntatis.  Et  nicliilominus  annis 
singulis  .  .  prepositus  et  conventus  memorati  vinum  quod  sibi  crescet  in  vinea  ante- 
dicta  suis  vecturis  et  expensis  sibi  usque  ad  monasterium  Adelberg  ducent  et  duci 
procurabunt.  Post  mortem  vero  Her.  decani  supradicti  ad  ipsos  .  .  prepositum  et 
conventum  eorumque  monasterium  dicta  vinea  libere  revertetur  et  pleno  iure  et  ipsi  .  , 
prepositus  et  conventus  ipsius  Her.  anniversarium  annis  singulis  celebrabunt.  Preterea 
una  urna  vini  mensure  Ezzelingensis  annis  singulis  et  perpetuo  percipienda  de  vinea 
dicti  Grellen  sita  apud  Schorndorf  in  monte  dicto  Ramsberg  cuius  urne  redditus  pro 
predicto  Grellen  iuxta  modum  suprascriptum  idem  Her.  pro  decem  libris  comparavit, 
post  mortem  suam  ad  .  .  prepositum  et  conventum  antedictos  ipsorumque  monaste- 
rium devolvetur,  quam  hoc  modo  ipsis  pro  sue  anime  remedio  deputavit  et  legavit. 
Insuper  quamdiu  ipse  Her.  vixerit,  illam  urnam  anno  quolibet  sibi  ducent  usque  ad 
monasterium  Adelberg  suis  expensis  pariter  et  vecturis.  Nos  Hainricus  pi'epositus 
totusque  conventus  monasterii  de  Adelberg  premissa  onmia  et  singula  recognoscimus 
et  etiam  profitemur,  renuntiamus  quoque  exceptioni  non  numerate  pecunie,  sed  con- 
fitemur  nobis  ipsam  pecuniam  integraliter  persolutam  et  in  usus  monasterii  nostri 
xjonversam  et  renuntiamus  beneficio  restitutionis  in  integrum  et  generaliter  omni 
exceptioni  iuris  et  facti,  per  que  posset  contractus  huiusmodi  infirmari  vel  predicta 
aliqualiter  violari.  In  testimonium  itaque  omnium  premissorum  ac  evidentiam  atque 
robur  sigillis  nostris  .  .  prepositi  videlicet  et  conventus  monasterii  de  Adelberg  una 
cum  sigillo  Her.  decani  sepesepius  nominati  presentes  littere  sunt  mimite.    Ego  Her. 


228  1299.     April  7  und  8. 

decanus   de   (leppingen    antedictus   premissa   confiteor   et  meum   sigillum   iuxta   quod 
predictum  est  presentibus  appendendum  decrevi. 

Actum  et  datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  VII.  idus  Aprilis. 

Noch  das  zweite  Siegel,  beschädigt,  s.  Bd.  10,  S.  235. 


5253. 

Albrecht  von   Bernau    bekennt^  dem  Kloster  Herbrecht'mgen  jährlich  von  seinen  Gütern    in 

Bernau  ein  Malter  Ro(/gen  schuldig  zu  sein. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April  8. 

In  dem  namen  gotes.  Amen.  Ich  Albreht  von  Bernav  tun  kunt  und  verjeh  an  disem 
brief  allan  den,  die  in  sehent  odei-  horent  lesen,  die  iez  lebent  oder  her  nauch 
kumphtig  werdent,  ||  das  ich  sol  gen  und  auch  alle  min  herben  oder  swer  das  gut 
ze  Bernav  inne  haut  eweclich  immer  mere  alliu  jar  ain  malter  roggen  Gienger  messes 
von  allem  dem  gute,  ||  das  zu  Bernav  höret  dem  gotzhuse  sancte  Dyonisius  ze 
Herbrehtingen,  das  sol  man  geben  jergelichs  an  sancte  Michels  tag.  Und  ist  aber 
das,  das  das  vor  genante  malter  ||  roggen  ie  des  jars  nit  gegeben  wirt  uf  das  zil 
als  hie  vor  geshriben  staut  von  mir  oder  von  minan  herben  oder  von  den  die  das 
vor  genant  gut  danne  inne  haunt,  so  sol  des  gotzhus  H.*)  probst  oder  geistlicher 
phleger  einen  boten  senden  her  zu  mir  oder  zu  den  die  denne  das  gut  inne  haunt, 
dem  sol  ich  danne  das  malter  rokgen  geben,  also  sun  auch  tun  alle  die,  die  nauch 
mir  das  gut  ze  Bernav  niessende  sint.  Tun  ich  des  nit  oder  ander  min  nauchkomen, 
die  das  gut  inne  haunt,  so  haun  ich  und  auch  sie  frist  das  koren  ze  gebenne  bis  uf 
sancte  Mertins  tag  und  danne  aller  nehste  ie  kumet.  Gib  ich  aber  und  auch  alle 
die,  die  das  gut  niessent,  niht  daz  koren  uf  sancte  Mertins  tag,  so  sol  des  vor  genanten 
gotzhuses  probst  oder  geishlicher  phleger  mir  sinen  boten  senden  und  auch  allan 
den  die  nauch  mir  das  gut  besizzende  sint,  und  w^irt  der  selbe  bot  des  korens  danne 
nit  gewert,  so  sol  der  selbe  bot,  er  si  ritende  oder  gende,  ze  Giengen  varen  in  die 
stat  hin  z  eim  erberen  wirte  der  vailes  haut  und  sol  da  leisten  bis  ich  oder  alle  die, 
die  nauch  mir  Bernaw  erbende  sint,  das  malter  roggen  dem  gotzhus  ze  Herbrehtingen 
gegeben  oder  den  die  da  danne  phleger  sint  und  auch  bis  der  bot  von  dem  wirte 
ze  Giengen  derlösit  wirt  ane  allen  sinen  shaden.  Ich  verjeh  auch  mere,  das  ich  dem 
vor  genanten  gotzhus  und  auch  allan  sinan  phlegeren  aller  der  aiuung  shuldig  bin 
immer  mere,  ob  ich  sie  vershulde  mit  rehte,  diu  da  ze  Herbrehtingen  mit  rehte  gesezzet 
wirt,  also    sint   auch   alle  die,    die  Bernav   nauch  mime  thode   inne  haunt,   sie  werde 


1299.     April  8.  229 

vershuldet  von  knehten  oder  von  vili  oder  swie  siu  mit  rehte  vershuldet  wirdet. 
Das  diz  also  war  si  und  stete  belib  immer  mere,  des  ist  geziug:  prüder  Ulrich  von 
Khamloch  ein  komentur  ze  Giengen,  Cunrat  der  singer,  Cünrat  Lewe  und  sin  prüder 
der  jung  Lewe,  Albreht  Shope  und  Dureng  sin  prüder  purger  ze  Giengen,  Hainrich 
der  Bekke,  Bezze  der  Loffeler,  .  .  der  Klokker  burger  ze  Herbrehtingen  und  ander 
biderbe  lute  die  da  bi  waren  und  es  sahen  und  horten.  Z  einer  stetekeit  und  veste- 
nunge  aller  dirre  sachhe  und  hie  vor  geshriben  staut  so  haun  ich  Albreht  von  Bernaw 
mit  der  gunst  aller  miner  kinde  disen  brief  dem  vor  genantem  gotzhus  ze  Herbreh- 
tingen verinsigelt  gegeben  mit  der  stet  insigel  ze  Giengen,  dar  under  ich  und  allen 
min  erben  der  vor  geshribenen  sachhe  mit  williger  gunste  verjehende  sian. 

Do  diz  geshach  und  diser  brief  geshriben  wart,  do  was  von  Kristes  geburte 
thusent  jar  zwei  hundert  jar  niunzig  jar  und  geshach  da  nauch  in  dem  niundem  jar, 
an  der  nehsten  mitchhen  vor  dem  balmentag. 

Siegel  abgegangen. 

a)  H.  ist  nachträglich  eingefügt :  deshalb  die  folgenden  4  Worte  auf  Rasur. 


6254. 
Weingarten  1299.     April  8. 

H.  genannt  Wildenman  verkauft  an  Kloster  Weingarten  um  6  Mark  und  3  fertones 
Silber  Ravensburger  Gewicht  seinen  Hof  in  Richlisreute  (in  sublevationem  debitorimi 
meorum,  in  que  incidi  per  choemtionem  castri  Vildeneck,  curiam  meam  in  Richilisruti 
titulo  proprietatis  michi  pertinentem  ab  omni  exactione  ab  omni  exquisita  impetitione 
absolutam  —  —  dedi  ad  emendum)  und  verspricht  sub  ypoteca  rerum  mearum  für 
sich  und  seine  Erben  Gewährschaft.  Ritter  B.  genannt  vom  Stein  als  Pfleger  der  Mitgift 
seiner  Schwester  (dotis  sive  sponsalium  sororis  mee  uxoris  memorati  H.  tutor  deputatus 
gibt  seine  Zustimmung,  da  der  Kauf  vorteilhaft  ist,  und  hängt  sein  Siegel  an.  H.  Wilden- 
mann verzichtet  für  sich  und  seine  Erben  auf  alle  Einsprache.  Ad  que  verificanda  presens 
scriptum  est')  mea  conscientia  conceptum  et  confectum  et  proprio  sigillo  roboratum. 

Datum  et  factum  apud  M^'ingarten,  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  VI.  idus 
Aprilis.  Testes  H.  plebanus  de  Berngartruti,  Her.  de  Biberse,  Y.  Wildenman,  F.  Scucel, 
H.  dictus  Accent. 

An  Hanfschnüren  zwei  beschädigte  Siegel.  Das  erste  rund,  das  des  Ritters  B.  vom  Stein,  mit  drei  ge- 
stürzten Wolfsangeln  im  Schild.  2)  schildförmig,  c.  38,  .35  mm.,  zwei  Schrägleisten ;  Umschrift,  im  rechten  Obereck 
beginnend :  |  ■  SIGIL  .  .  .  EINR  •  •  •  OMITI  •  VIR!  d.  h.  indomiti  viri. 

a)  Ursprünglich  e,  woran  später  aus  Missverständnis  ein  x  gesetzt  wurde. 


230  1299.     April  9,   12  und   13. 

5256. 
Kloster  Buchau  1299.     April  9. 

Äbtissin  und  Konvent  von  Buchau  (monasterii  Büchaugiensis)  überlassen  die  Be- 
sitzungen in  Ertingen  und  Hegheim  (possessiones  universas  quondam  Cünradi  dicti  de 
Hegehain  sitas  in  Ertingen  et  in  Hegehain),  die  der  Komthur  und  die  Brüder  des 
Deutschordenshauses  von  Altshausen  seither  gegen  einen  Jahreszins  von  1  U  Pfeffer  von 
ihnen  innegehabt  und  nunmehr  an  Kloster  Salem  verkauft  haben,  diesem  Kloster  gegen  den 
gleichen  auf  Martini  zu  entrichtenden  Zins  iure  feodi  censualis  —  —  possidendas  et 
in  quemcunque  locum  vel  in  quascunque  personas  sub  onere  census  iam  dicti  volue- 
rint  transferendas. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Actum  et  datum  in  monasterio  nostro  predicto  anno  domini  MCCXC  nono,  V. 
idus  Aprilis,  testibus  Hainrico  dicto  Greter  monacho  in  Salem  et  fratre  Hainrico 
dicto  Veser  converso  eiusdem  monasterii,  Sigebotto  canonico  memorati  nostri  monasterii 
Büchaugiensis  et  Cunrado  [rectore]  ecclesie  in  Canza. 

Regensburg.  Orig.  Perg.  Zwei  Siegel,  eingenäht.  —  Regest:  v.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  559  n.  1010 
nach  Cod.  Salem,  in  Karlsnihe. 


5256. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April  12. 

Kraft  von  Hohenlohe  beurkundet,  dass  durch  ihn  die  Deutschordensbrüder  in  Mergentheim 
mit  den  dortigen  Johannitern  und  den  Bürgern  wegen  der  gemeinen  Hölzer  verglichen 
worden  sind. 

Deutsch.  Gedruckt  nach  einer  Abschrift  des  Deutschordensarchivars  Breitenbach  aus  dem  18.  Jahrh.  mit 
dem  falschen  Datum  1259  April  6,  Bd.  6,  S.  296.    Neuerdings  nach  dem  Original:  Weller,  Hohenloh.  ÜB.  1,  434  n.  606. 


5257. 

Bitter  Otto  von  Berg  verkauft  dem  Komthur  zu   Ulm  einen  Hof  in  Ellingen. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April  13. 

In    dem   namen    gotes.     Amen.     Ich   Otte    von  Berge   ein    ritter   tun    kunt   und 
verich   an  disem   brief    allan   den,    die    in    sehent    oder  horent  ||  lesen,    das    ich    mit 


1299.     April   13  und   14.  231 

williger  gunste  Hedwig  miner  wirtenne  und  auch  alier  miner  erben  minen  hof,  der 
da  lit  ze  Ellingen  und  den  da  maiger  ||  Ulrich  bwend  ist.  han  ze  kaufenne  gegeben 
dem  komentur  ze  Ulme  für  ain  rehtes  aigen  also  das  ich  gewer  sol  sin  uf  ||  den 
selben  hof  nauch  landes  reht  ob  er  iender  anspreche  wrde,  das  ich  in  im  vertegen 
sol  als  hie  vor  geshriben  stet.  Dar  über  so  han  ich  im  gesezzet  dri  bürgen,  hern 
Dyemar  von  Kaltenpurgk  einen  ritter,  Otten  von  Eselspurgk  und  Hainrichen  von 
Horningen.  Ob  ich  im  das  nit  leiste  nauch  des  landes  reht  als  hie  vor  mit  besheidnan 
Worten  benenet  ist,  so  sol  der  vor  genante  komentur  dar  nauch  über  ainen  manot 
der  bürgen  ainen  manen,  und  swenne  der  geleistet  ainen  manot,  so  sol  er  die  andern 
zwene  manen  und  sun  sie  danne  alle  dri  laistende  sin,  bis  ich  im  alles  das  gevertegen, 
das  hie  vor  an  disem  briefe  geshriben  staut.  Und  wer  auch  daS;  das  der  vor  genanten 
bürgen  ainer  nit  enwere,  so  sol  ich  im  in  einem  manot  ainen  anderen  derstaten 
ainen  alse  shidlichen  als  iener  gewesen  ist,  und  tun  ich  des  nit,  so  sol  der 
bürgen  ainer  invaren  und  sol  der  leisten  bis  ich  im  ainen  andern  derstat,  in 
allem  dem  rehte  als  hie  vor  geshriben  staut.  Das  diz  also  war  sie  und  auch  stete 
belibe  ane  allen  krieg,  des  ist  geziugk  der  komenthur  ze  Giengen  und  herre  Cunrat 
Trutwin  ain  priester,  Cunrat  Lewe  und  der  junge  Lewe  sin  prüder,  Albreht  Sliope 
und  Durengk  sin  prüder  und  auch  ander  biderbe  lute,  die  da  bi  waren  und  es  sahen 
und  horten.  Z  einer  stetekeit  und  vestenunge  aller  dirre  sachhe  und  hie  vor  ge- 
shriben staut  so  han  ich  dem  vor  genantem  komenthure  und  auch  allan  sinen  prüderen 
ze  Ulme  disen  brief  verinsigelt  gegeben  mit  mim  eigem  insigel. 

Do  diz  geshach  und  diser  brief  geshriben  wart,  do  was  von  Kristes  geburte 
thusent  jar  zwei  hundert  jar  niunzg  jar  und  geshach  da  nauch  in  dem  niundem  jar, 
an  dem  nehsten  mantag  nauch  dem  palmentag. 

Ulm.  Orig.  Perg.  Rundes  Siegel,  38  mm.,  Schild  mit  Widderhom;  Umschrift:  f  •  S  •  OTTONIS  •  DE  • 
BERG.  —  Abdnick:  Ulmisches  ÜB.  1,  259. 


5258. 

Steckborn  1299.     April  14. 

Ulrich  der  Maier  von  Wangen  verzichtet  gegenüber  dem  Abt  Wilhelm  von  St.  Gallen 
auf  sein  halbes  Recht  au  einen  Eigenmann  in  Wangen  (medietatem  iuris  mihi  in  Johanne 
dicto  in  dem  Hove  de  Wangen  competentis),  das  er  von  dem  Kloster  zu  Lehen  hatte. 

Siegler:   Der  Aussteller. 

Datum  Stekboron,  anno  doniini  MCCXCIX.,  XVIII.  kalendas  Maii,  indictione  XXL 

Wartmann,  ÜB.  der  Abtei  St.  Gallen  3,  302  n.  1113  nach  dem  Orig.  Perg.  in  St.  Gallen. 


232  1299.     April  20  und  21. 

5259. 

Anselm  von  Justingen  beurkundet  die  schiedsrichterliche  Entscheidung  verschiedener 

Streitigkeiten  mit  Kloster  Z wie  falten. 

Justingen  1299.     April  20. 

Wir  her  Anshaln  von  Justingen  vergehin  offenbaer  an  disem  gegenwartigen  || 
brief,  daz  Avir  unser  liehenschaft  und  unser  ehaftin,  die  wir  heiten  zo  dem  gote  ze 
Emeringen,  ||  daz  her  Wolf  vom  Stein  heit  an  ackern  au  wisen  an  holze  an  velde 
und  geimseinlich  swaz  ||  dar  zo  durch  reht  gehöret,  uns  verzihen  mit  disem  brief  und 
ganzlich  uf  geiben  dem  erssemen  closter  ze  Zwiveltün  unz  zei  anem  seil  geraiht  und 
ünserr  vordem  umb  daz,  ob  wir  ez  ie  geschadegetin  mit  kainer  slahte  sache.  Mit 
Worten  ist  och  beschaiden,  daz  wir  mit  dem  vor  geinantten  closter  Zwiveltün  sün 
gemain  hän  erschaze  välle  beseizen  und  entsezen  dar  über  wir  vogt  sigen  ze  Justingen 
ze  Ingesteten.  Man  sol  och  wissen,  als  mit  Worten  bedinget  ist,  daz  .  .  der  abbte 
und  diu  samenunge  dez  selben  closterz  uns  und  useren  erben  aigenlich  geiben  han 
den  berch  und  die  halden,  diu  geimanlich  genemmet  ist  diu  Langhalde.  Dez  sint 
gezüge  und  schaitlütte  gewesen:  her  Swigger  der  Lange,  her  Cünrat,  her  Berhtol 
gebrüder  und  eirbar  ritter,  die  von  Gundelvingen  sind  genant,  und  gnuch  anderr 
erbar  liite  den  billich  ist  ze  glühende. 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Justingen,  do  man  zalt  von  güttez  geburtte  tusen  jar 
zwai  hundert  jar  nüwnzich  jar  und  nüwn  jar,  an  dem  majntag  in  der  osterwochen. 
Und  daz  diz  veste  und  steit  belibe  vor  allen  unsern  nach  kümenden,  so  geiben  wir 
der  vor  genantte  her  Anshaln  von  Justingen  dem  vor  genantten  .  .  abbte  und  der 
samenunge  ze  Zwiveltün  disen  bi-ief  beinsigelten  mit  nnserm  insigel. 

Bmchstück  des  Siegels,  s.  Bd.  8,  S.  255. 


5260. 
Bebenhausen  1299.     April  21. 

Graf  Rudolf  von  Tübingen  genannt  Schserer  bestätigt  den  durch  seinen  Bruder  Graf 
Eberhard  vorgenommenen  Verkauf  von  Rechten  in  Dettenhausen  (orane  ius  seu  iurisdictionem 
que  sibi  competiit  vel  competere  potuit  in  oppido  Tetenhusen  et  eius  pertinentiis 
quibuscunque)  an  Kloster  Bebenhausen  und  überträgt  diesem  auch  sein  eigenes  Recht  hieran. 

Siegler:  Der  Aussteller. 


1299.     April  21   und  22.  233 

Acta' sunt  hec  presentibus  Craftone  de  Cuppingen  canonico  in  Sindelvingen,  C. 
de  Wildenowe  milite.  H.  de  Nufron,  Hurgero  notario  nostro,  Friderico  de  Brande, 
Eur.  de  Lustenowe,  .  .  dicto  Besserer  de  Herrenberc. 

Datum  in  Bebenhusen,  anno  domini  MCCXCIX.,  XI.  kalendas  Maii,  indictione  XII. 

Siegel  des  (irafen  Rudolf  von  Tübingen,  s.  Bd.  9,  S.  270.  —  Abdruck:  ZGORh.  14,   UM). 


5261. 

Graf  Albert   von   Hohenberg  beurkundet   die  Stiftung   eines  Altars  und   einer  Messpfründe 
in  der  Kirche  in   Weildorf,  deren  Besetzung  dem   Abt  von  Alpirsbach  zustehen  soll. 

Haigerloch  1299.     April  22. 

Nos  Albertus  comes  de  Hohenberch  scire  volumus  omnes  tarn  posteros  quam 
presentes  has  litteras  intuentes,  ||  quod  Berhtoldus  de  Welelingen  miles  et  Cunradus 
frater  suus  nostri  ministeriales  ob  laudem  et  honorem  di||vine  magestatis  altare  in 
ecclesia  sancti  Petri  apud  Wildorf  construxerunt  seu  construi  procuraverunt  ||  ac 
dictum  altare  pro  salute  animarum  suarum  nee  non  ob  remedium  animarum  omnium 
suorum  pi'ogenitorum  suis  possessionibus  dotaverunt  ita,  \\i  per  easdem  possessiones 
sacerdos  eidem  altari  specialiter  deputatus  sollempnia  missarum  perpetuo  amministret, 
nee  tamen  ex  hoc  dicte  ecclesie  in  Wildorf  parrochiali  aliquod  debet  preiudicium 
generari.  Statutum  est  etiam  circa  premissa  ut,  quamdiu  prefatus  Cunradus  de  Wele- 
lingen rector  ecclesie  prenotate  in  Wildorf  in  hac  vita  fuerit,  institutio  sacerdotis 
dictum  altare  officiantis  ad  ipsum  et  nullum  alium  debeat  pertinere.  Postquam  vero 
idem  Cunradus  viam  universe  carnis  fuerit  ingressus  prefata  institutio  sacerdotis 
sepedicti  altaris  ad  monasterium  Alperspach  perpetuo  pertinebit  ita,  ut  quandocumque 
dictum  altare  sacerdote  caruerit,  abbas  dicti  monasterii  in  Alperspach  qui  pro  tempore 
fuerit  sacerdotem  ad  ipsum  altare  instituet  seu  instituere  debet  quemcumque  ad  hoc 
duxerit  eligendum.  -Premissa  igitur  omnia  rata  habere  volumus  et  grata  ac  eisdem 
nostrum  consensum  et  voluntatem  attribuimus  per  presentes.  In  eorundem  etiam 
evidentiani  et  firmitatem  perpetuam  sigillum  nostrum  presentibus  duximus  appendendum. 

Datum  apud  Haigerloch,  anno  domini  MCCLXXXX Villi.,  X.  kalendas  Maii. 

An  braunen  Leinentäden  das  stark  abgeriebene  Siegel,  an  der  Urk.  von  1 2f)!)  Aug.  23  beschrieben.  —  .Vbdruck : 
Schmid,  Jlonum.  Hohenberg.  136. 


XI.  30 


234  1299.     April  22  und  23. 

5262. 
Waldsee  1299.     April  22. 

Eberhard  von  Jungingen  (Jungingin)  verkauft  (iure  proprietatis iuste  vendi- 

tionis  tytulo  tradidi  ac  donavi)  dem  Kloster  Baindt  als  Meistbietenden  mit  Zustimmung 
seiner  Frau  Adelheid,  von  der  dieser  Besitz  herrührt,  alle  seine  Güter  in  Künliuz  um 
4  U  Konstanzer  Pfennige  und  verzichtet  auf  alle  FAnsprachen. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Acta  sunt  hec  aput  Walchsee,  anno  domini  millesimo  CCICIX."),  XI.  kalendas 
Mali,  indictione  XII.,  testibus  domino  Eberhardo  plebano  in  Celle,  Manigoldo  ministro 
in  Walchsee,  Petro  servo  domini  de  Jungingen,  fratre  Hainrico  mercatore  de  Biunde. 

Adelheid  gibt  ihre  Zustimmung  kund  und  hängt  ihr  Siegel  an. 

Wolfegg.  Orig.  Ital.  Perg.  An  Leinenfäden  2  schildförmige  Siegel.  1)  Eberhards  von  Jungingen,  s.  B.  7, 
S.  177.  2)  37,  30  mm.,  geöffnete  aufrecht  gestellte  Schere ;  Umschrift :  f  •  S  •  ADILHEIDIS  •  IN  •  IVNGINGIN.  — 
Regest:  Diöz.A.Schwah.  1891,  S.  8  n.  146. 

a)  So! 


5263. 

Abt  Ulrich   tmd  Konvent  von  Heidenheim   erneuern   die  Konfraternität  ihres  Klosters   mit 

Komburg. 

Kloster  Heidenheim  1299.     April  23. 

In  nomine  domini.  Amen.  Ülricus  dei  miseratione  abbas  totusque  conventus 
monasterii  in  Heidenheym  omnibus  hanc  paginam  inspecturis  in  posterum*).  Quia 
per  temporis  et  hominum  malitiam  id  quod  rationabiliter  agitur  sepe  patitur  reci- 
divam,  nisi  scripturarum  testimonio  posteritatis  memorie  commendatur,  ideo  tenore 
presentium  universitati  fidelium  duximus  intimandum,  quod  nos  venerabilibus  abbati 
in  Camberg  et  conventui  propter  honestatem  ipsorum  multimodam  totis  cupientes 
affectibus  couniri,  ut  ad  contractum  unionis  huiusmodi  via  possit  efficaciter  inveniri, 
fraternitatem  et  caritatem  mutuam  communi  consilio  deliberavimus  renovandam,  que 
inter  nostram  et  ipsorum  ecclesias  viguit  ab  antiquo.  Statuimus  igitur  ut,  si  penuriam 
habuerint  et  in  temporalibus  habundaverimus,  quotquot  et  quamdiu  poterimus  in 
ecclesia  nostra  de  confratribus  reservemus  et  frater  qui  causa  deductionis  in  levitatem 
exierit  vel  certo  proprio  vitio  deiectus  fuerit  ad  nos  veniens  chorum  capitulum  et 
refectorium  frequentabit,  quoadusque  gratiam  domini  sui  recuperet  et  sie  letus  ad 
propria  revertatur  et  excommunicatus  ab  uno  ab  altero  absolvatur,  et  ut  prescriptum 


1299.     April  23  und  26.  235 

est  reservabitur  nisi  sit  excessus  eiiormis  vel  irregularitas  et  pro  suis  excessibus 
unanimi  consensu  fratrum  et  consilio  sit  eiectus  et  hunc  per  litteras  ipsorum  et 
certum  nuntium  intellexerimus  non  servandum.  Tunc  tarnen  pro  ipso  scribemus 
petitorias  litteras  si  forte  adipiscende  gratie  sibi  locus  pateat  aliquis  et  facultas. 
Mortuis  ipsorum  fratribus  que  et  nostris  per  omnia  faciemus.  Et  in  hiis  omnibus 
que  prescripsimus  reciprocam  ab  ipsis  vicissitudinem  accipiemus.  Ut  autem  omnia 
rata  permaneant  et  ordine  quo  prescripsimus  inconvulsa  presentem  paginam  sigillis 
nostris  ipsis  dedimus  roboratam. 

Actum  anno  domini  MCCXCIX.,   IX.  kalendas  Maii,  in  capitulo  nostro  Heidenhin. 

Kopb.   des  Kl.  KomburK  von   1457,  Bl.  84. 
a)  So! 


5264.  , 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April  23. 

Rupert  von  Dum  und  sein  Sohn  Rupert  genehmigen  auf  Bitte  ihres  Getreuen  Albert 
des  Altern ,  von  Aschhausen  den  Verkauf  eines  lehnbaren  Guts  in  Westernhaiisen  (bona  que 
colit  Heinricus  dictus  Bucheimer  de  Westernhusen)  an  Kloster  Schönthal,  übertragen 
diesem  das  Eigentumsrecht  (omne  ius  et  dominium  quod  nobis  —  — ■  competebat)  und 
verzichten  auf  alle  Ansprüche.  Zum  Ersatz  hat  Albert  ihnen  Güter  in  Merchingen  über- 
geben, (bona  quedam  in  Merchingen  sita  que  colit  Conradus  dictus  Liite  solventia 
annuatim  libram  et  maldrum  siliginis),  die  er  von  ihnen  als  Mannlehen  nimmt  (pro 
homagio  recepit  titulo  feodali). 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  in  die  sancti  Georgii  martiris. 

Kopb.  des  Kl.  Schöntlwl  von  1512,  Bl.  360  ^  —  Ausztig:  Wirt.  Franken  1,  26. 


5265. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     April  25. 

Kraft  von  Heiniberg  (Heineberg)  und  seine  Frau  Petrissa  vermachen  (legavimus 
tradidimus  et  assignavimus)  dem  Abt  und  Konvent  in  Komburg  (Kanberg)  Gülten  in 
Rappoldshofen  (sexaginta  libras  Hallensium  in  bonis  suis  in  Rapolshoven  que  solvunt 
annuatim  sex  libras  Hallensium  et  quatuor  Hallenses  preter  sex  solidos),  behalten 
aber  die  lebenslängliche  Nutzniessung. 


23(5  1299.     April  25  und  27. 

Testes:  Heinricus  dictus  Ummasze,  Heinricus  de  Tullauwe,  Cunradus  dictus  Vel- 
dener,  Heinricus  dictus  Lechere,  Heinricus  dictus  Sulmeister,  Egeno  Lettenher,  Ulricus 
de  Geilenkirchen,  Cunradus  monetarius  dictus  an  den  Staflfelen,  Cunradus  filius  monetarii 
iuxta    valvam,    Hermannus  Butinger,  Heinricus  de  Utindorf,    Heinricus  dictus  Schele. 

Siegler:  Die  Stadt  Hall. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  in  die  beati  Marci  ewangeliste. 

Abhängendes  beschädigtes  Siegel,    schildförmig,  c.  60,  55  mm.,  zwei  Pfennige  übereinander,   auf  dem  obern 

ein  Kreuz,    auf   dem   untern    ein   Handschuh,    in    den   Ecken    des  Siegelfelds  Gleven ;    Umschrift :  f VNIVE 

....  IVM  •  IN  •  HALLIS.  —  Auszug:  Wirt.  Franken  6,  2,  282. 


5266. 

Bruder  Helwig  von  Bander  sacker,  Prior  des  Johanniterordens  in  Oberdeutschland,  verzichtet 
auf  alle  Atisprüche   an  Graf  Eberhard   von   Wirtemberg   und    die   Seinen   aus  Anlass   der 

Schädigung  der  Ordensburg  Lohrbach. 

Mergentheim  1299.     April  27. 

Xos  frater  Helwicus  de  Randersacker  prior  domorum  hospitalis  sancti  Johannis 
Jerosolimitani  ||  superioris  Alemannie  harum  tenore  litterarum  recognoscimus  publice 
protestandum,  quod  ||  omni  actioni,  que  nobis  competit  vel  competere  posset  contra 
nobilem  virum  dominum  Eberhardum  ||  comitem  de  Wirtenberg  et  suos  occasione 
dampnorum  nobis  et  ordini  in  castro  Lorbach  cum  suis  attinentiis  illatorum  renun- 
tiavimus  et  renuntiamus  in  hiis  scriptis,  promittentes,  quod  nee  eundem  dominum 
Eberhardum  comitem  aut  suos  in  hac  parte  complices  conveniemus  in  iudicio  eccle- 
siastico  vel  seculari  super  dampnis  eisdem,  quorum  dampnorum  refusionem  providentie 
ac  donationi  committimus  domini  comitis  supradicti,  recognoscimus  etiam  sub  sigillo 
honorandi  viri  domini  .  .  decani  ecclesie  sancti  Gwidonis  Spirensis  una  cum  strennuo 
viro  Cunrado  milite  de  Altdorf  eadem  hie  scripsisse.  In  cnius  rei  testimonium  lumc 
cartam  exinde  conscriptam  sigillo  nostro  fecimus  communiri. 

Datum  Mergenthein,  anno  MCCLXXXXIX.,  feria  secunda  post  dominicam  Quasi- 
modogeniti. 

Siegel  mit  roter  Siegelplatte  auf  gelbem  Wachs,  s.  Bd.  ,9,  S.  283.  —  Abdruck :  Sattler,  Gesch.  Württ.  unter 
den  Graven  1,  Beil.  27.  —  Senckenberg,  Selecta  iur.  et  bist.  2,  270. 


1299.      April  29.  237 

5267. 

Graf  Hermann  von  Sulz,    Hofrichter   König  Albrechts,    beurkundet  die  Abmachung   icegen 

schiedsgerichtlicher  Schlichtung  des  Streits  zwischen  Herzog  Hermann  von  Teck  und  seinen 

Neffen,  sowie  wegen  vorläufig  iingetrennter   Verwalfting  des  Besitzes  der  letzteren. 

Hagenau  1299.     April  29. 

Ich  grave  Herman  von  Siilze  der  hofrihter  mines  Herren  dez  Romschen  küniges 
Albrethes  tiün  kunt  daz  solich  missehelle  als  ist  gewesen  zwishain  dem  herzogen 
Hermanne  von  Tecke  an  ||  ainem  teile  und  dem  herzogen  Symon  von  Tecke  Cünraten 
Ludewigen  und  Friderichen  sinen  brudern  an  dem  andern  taile  umbe  solche  gälte 
und  schaden,  die  der  herzöge  Herman  von  Tecke  ||  von  der  vor  genanten  brüder 
und  von  ir  vater  wegen  hate,  daz  haut  sie  beidenthalp  mütewillecliche  gelaizen  an 
mich  graven  Hermanne  von  Sülze,  an  Heinrichen  Stainbizen  von  ||  Ezzelingen,  au 
Marquart  den  burgermaister  von  Ezzelingen  und  sol  ietweder  taile  ainen  sinen  diener 
dar  zu  geben  und  suln  die  vier  Heinrich  Stainbize,  Marquart  der  burgermaister  imd 
die  zwien,  die  zu  in  werdent  geben,  ervarn  die  gülte  und  den  schaden  als  vor  ge- 
schriben  ist,  und  swaz  die  vier  man  oder  der  mere  teil  under  in  dar  umbe  ervarnt 
und  haizent,  dez  suln  sie  beidenthalp  gehorsan  sin.  Ist  aber  daz,  daz  sie  zerhellent 
und  weder  alle  vier  noch  der  mere  teil  über  ain  koment,  so  sol  ich  grave  Herman 
von  Sülze  dar  zu  komen  und  an  swelhen  dingen  die  vier  oder  der  mere  teil  under  in 
niht  sint  über  ain  komen  swaz  denne  wir  viumf  oder  under  uns  viunfen  der  mere 
teil  dar  umbe  ervarnt  und  haizent,  dez  suln  beidiu  teile  gehorsan  sin  und  suln  ouch 
dem  herzogen  Hermanne  von  Tecke  und  sinen  bürgen  da  von  helfen  beidiu  von 
gülte  und  von  schaden.  Ez  ist  ouch  geteidingete,  daz  da  diu  vor  genanten  kint 
oder  ir  bürgen  haft  sint  umbe  hobgüte  oder  umbe  schaden  vur  den  herzogen  Hermanne 
von  Tecke,  swa  daz  ist,  da  sol  in  der  herzöge  Herman  von  Tecke  von  helfen,  als  die  viumf 
man  oder  der  mere  teile  under  in  sprechent  oder  haizent.  Und  haut  dar  umbe  die  vorschri- 
benne  kint  gesezzet  ze  rehtem  phande  dem  herzogen  Hermanne  von  Tecke  die  bürg  ze 
Gütenberg  und  die  halben  bürg  ze  Tecke  und  dar  zu  sol  er  warten  uf  diu  kint  und  uf  allez 
ir  gute,  daz  sie  in  und  alle  sin  bürgen  ledegen  und  lösen  ane  schaden  und  swenne  daz 
geschitte,  so  sol  in  herzöge  Herman  von  Tecke  ir  bürge  wider  antwurten.  Und  hate  herzöge 
Herman  von  Tecke  den  vor  genanten  kinden  dar  umbe  ze  bürgen  gesezzet  graven  Gozzen 
von  Thuwingen  und  graven  Cünraten  von  Landowe.  Die  vor  genanten  kint  hant  ouch 
gelopt  und  verjehen,  daz  sie  biz  zant  Martins  tage,  der  nu  nahste  kumet,  und  dännan 
aber  viumf  jar  bi  anander  suln  sin,  daz  siu  ir  liute  und  ir  gute  nit  tailen  suln  und  suln 
ouch  ir  liute  und  ir  gute  ainem  oder  zwein,  die  der  kinde  diener  sin,  enphelhen  nach 
dez  herzogen  Hermans  rate  von  Tecke  und  graven  Gozen  von  Thuwingen,  und  suln  die 


238  1299.     April  29  und  Mai. 

selben  phleger  von  der  kinde  gute  uud  von  ir  gülte  gelten  der  kinde  schulde,  swa 
ez  aller  nötest  ist.  Die  phleger  suln  euch  wider  rechenen  herzogen  Hermanne  von 
Tecke  und  graven  Gozen  von  Thuwingen  und  den  kinden  zwierunt  in  ieclichem  jar, 
ze  ainem  mal  umbe  sant  Martins  naht  und  zu  dem  andern  mal  umbe  sant  Gerigen 
tag,  und  swenne  denne  herzogen  Hermanne  von  Tecke  und  graven  Gozen  von  Thu- 
wingen dunket,  daz  die  j)hleger  den  kinden  niht  rehte  tiün,  so  suln  diu  kint  us  ir 
diener  ander  phleger  nemen  nach  dez  herzogen  Hermans  rate  von  Tecke  und  nach 
graven  Gozen  rate  von  Thuwingen.  Und  daz  allez,  daz  hie  vor  geschriben  stat,  kunt  si 
und  State  belibe,  so  han  ich  grave  Herman  von  Sülze  der  hofrihter  dez  gerihtes  insigel, 
wan  ez  vor  gerihte  verjehen  wart,  an  disen  brief  gehenket  und  herzöge  Herman  von 
Tecke  sin  insigel  von  sinen  wegen  und  herzöge  Symon  von  Tecke  mit  siner  brüder  willen 
von  sinen  und  siner  brüder  wegen  sin  insigel  ouch  dar  zu  an  diesen  brief  gehenket. 
Dirre  brief  wart  geben  ze  Hagenowe,  an  der  nahsten  mittewochen  vor  santWalbui^ge 
tage,  do  man  zalt  von  gotes  gebiurt  zwelf  hundert  jar  niunzig  jar  und  in  dem  niunden  jar. 

Nur  noch  Reste  des  zweiten  und  dritten  Siegels  vorhanden.  —  Regest:  Württ.  Jahrbücher  1846,  S.  139.  — 
Eßhnger  ÜB.  1,  135  n.  312. 


5268. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai. 

Ritter  Gerhard  von  Ubstatt  (Ubestat)  und  seine  Söhne  Dietrich,  Rudolf,  Schwigger  und 
Gerhard  verkaufen  (profitemur  nos  vendidisse)  an  Kloster  Herrenalb  ein  Drittel  des 
Kornzehnten  in  der  Mark  Bruchsal  (tertiam  partem  decime  utriusque  frumenti  in 
Omnibus  tferminis  et  marchia  Bruchsellensi  preter  Forst,  Nithart  et  Büchelnowe)  um 
515  U  Heller,  übertragen  es  (resignamus  et  assignamus)  cum  manu  et  consensu  des 
Lehensherrn  Rudolf  von  Rosswag  auf  das  Kloster  und  verzichten  auf  alle  Rechte  und 
Ansprüche.  Zum  Ersatz  machen  sie  dem  Lehensherrn  9  Morgen  Wiesen  in  Niedergrombach 
und  andere  Güter  (novem  iugera  prati  in  Niderngrünbach,  que  dicuntur  Bruwel,  et 
sex  iugera  vinearum  ob  der  steige,  item  curiam  Zeisolli  quondam  antiqui  sculteti  ibidem 
et  duo  iugera  prati  et  unum  iuger  vinearum)  zu  Lehen. 

Rudolf  von  Rosswag  bekennt,  genügend  entschädigt  'zu  sein,  überträgt  (conferimus) 
dem  Kloster  doi  Zehnten  und  verzichtet  auf  alle  Rechte  daran. 

Siegler:  Rudolf  von  Rosswag  und  die  Aussteller. 

Datum  anno  domini  millesimo  ducentesimo  nonagesimo  nono,  mense  Maio. 

St.  Paul.  Orig.  Ital.  Perg.  ü  beschädigte  Siegel.  1)  Rudolfs  von  Roßwag,  s.  Bd.  8,  S.  326.  2)  Gerhards 
von  Ubstatt,  s.  Bd.  8,  S.  262.  In  Form  und  Größe  entsprechen  dem  Siegel  des  Vaters  die  der  drei  Söhne 
3)  Dietrich,  5)  Schwigger,  6)  Gerhard.  Das  4)  Rudolfs  ist  rund,  c.  32  mm.,  alle  haben  das  Wappenbild :  drei  Sparren 
übereinander.  —  Abdruck:  Gerbert:  Hist.  Nigrae  Silvae  3,  241. 


1299.     Mai.  239 

5269. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai. 

Bischof  Friedrich  von  Speier  bestätigt  auf  Bitten  seiner  Getreuen  des  Ritters  Gerhard 
von  Ubstatt  und  seiner  Söhne  den  zwischen  ihnen  und  dem  Kloster  Herrenalb  abgeschlossenen 
Verkauf  des  Drittels  vom  Kornzehnten  in  Bruchsaler  Mark  (cum  dilecti  nobis  Gerhardus 
miles  de  Ubestat  et  filii  sui  tertiana  partem  deciine  utriusque  frumenti  in  marchia 
Bruchsellensi  alienare  decrevissent  nostrum  super  hoc  consensum  humiliter  requirebant 
et  quia  vos  et  domum  vestram  speciali  favore  prosequimur  animus  noster  gratiose 
est  inclinatus  ut  ad  vos  ipsa  decima  transferatur.  Quapropter  ob  reverentiam.virginis 
gloriose  et  ad  petitionem  predictorum  fideliuna  nostrorum  de  Ubestat  considerantes 
etiam  pium  esse  et  coram  summo  deo  acceptum  ut  iura  spiritualia  de  manu  laycörum 
bono  modo  ei'ipiantur  et  ad  personas  ecclesiasticas  auctoritate  pontificali  per  modum 
canonicum  transferantur  —  —  confirmamus). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  mense  Maio. 

Nach  dem  Vidimus  des  Speirer  Gerichts  von  1351  November  8. 


5270. 
Weingarten  1299.     Mai. 

Schenk  Heinrich  von  Ittendorf  (Uttendorf)  verkauft  dem  Abt  Hermann  und  Konvent 
von  Weingarten  eine  Hörige  (Annam  de  Wolgarzwiller  dictam  Shaiderin  que  mihi  iure 
proprietatis  dinoscitur  pertinere)  um  2  %  Konstanzer  Pfennige,  verspricht  Gewährschaft 
und  leistet  die  üblichen  Verzichte. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Testes:  dominus  H.  de  Cappella;  minister  dictus  Hüsse,  H.  dictus  Shöne,  Nycolaus 
dictus  Göttefrit,  H.  de  Hiissekilche. 

Datum  Wingarten,  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  indictione  XII.,  mense  Maio, 
primo  anno  regni  serenissimi  domini  Alberti  regis  ßomanorum. 

Das  Siegel,  das  an  weißleinener  Litze  hing,  ist  verloren. 


240  1299.     Mai  1. 

5271. 
Kirchheim  1299.     Mai  1. 

Herzog  Hermann  von  Teck  verkauft  (vendidimus  ti^adidimus  donavimus)  um  seiner 
Schulden  ivillen  (cum  nos  oppressi  essemus  oneribus  debitorum  nee  ab  illis  nisi  per 
distractionem  rerum  nostrarum  possemus  aliqualiter  liberari)  an  Kloder  Salem  als 
Meistbietenden  alle  seine  Besitzungen  in  Steinbach  (possessiones  —  in  Stainbach  omnes 
et  singulas  nobis  pertinentes  cum  iure  patronatus  ecclesie  in  Stainbach  ipsis  posses- 
sionibus  annexo  et  curia  dicta  Vritaghove  et  hominibus  subnotatis  iure  nobis  proprie- 
tario  pei'tinentibus,  videlicet  H.  dicto  Gerloch,  Diemüt  et  Judela  sororibus  ipsius 
Gerloch  fratruele  eorundem  et  Cünrado  villico  curie  dicte  Vritaghove  supradicte  ac 
hominibus  universis  iure  nobis  advocaticio  et  ecclesie  in  Kilchain  iure  proprietario 
pertinentibus  et  tempore  dicto  in  Stainbach  residentibus,  ac  aliis  attinentiis  universis 
agris  videlicet  cultis  et  incultis  pratis  pascuis  silvis  virgultis  nemoribus  uno  dicto 
Snait  altero  dicto  Birkach  et  aliis  si  qua  nobis  specialiter  ibidem  pertinebant  ac 
aliis  ibidem  ville  seu  oppido  in  Stainbach  attinentibus  viis  inviis  aquis  aqueductibus 
agris  sitis  prope  Blochingen  in  ulteriori  parte  tiuvii  dicti  Vilse  et  citra  et  pratis 
ibidem  et  in  ulteriore  parte  dicti  tiuvii  sitis  cum  paludibus  dictis  Altahe  iam  vel  in 
posterum  in  eisdem  pratis  existentibus  que  navigio  attiugi  nou  possunt  et  nobis 
pertinentibus  que  quidem  prata  et  agros  homines  ville  in  Blochingen  a  nobis  tenuerunt 
et  coluerunt  ac  aliis  iuribus  universis  bannis  iurisdictionibus  iure  quod  dicitur  ehafti 
ac  aliis  intus  et  extra  tacitis  et  expressis,  eisdem  possessionibus  in  Steinbach  et  curie 
prenotate  pertinentibus)  um  1800  Mark  Silber,  tvovon  er  1000  Mark  bereits  empfangest 
hat,  800  auf  Johannis  Baptiste  fällig  sind.  Er  leistet  die  üblichen  Verzichte,  verspricht 
Gewährschaft  und  behält  sich  die  Fischenz  in  der  Fils  (piscinas  in  tiuvio  dicto  Vilse) 
ausdrücklich  vor. 

Siegler :  Der  Aussteller,  dessen  Siegel  sein  Sohn  Ludwig,  der  kein  eigenes  hat,  mitgebraucht. 

Actum  in  Kilchain,  anno  domini  MCCXCIX.,  kalendas  Maii,  indictione  XII., 
testibus  nobili  viro  Cunrado  comite  de  Landöwe,  honorabili  viro  magistro  Ul.  notario 
canonico  sancti  Mauritii  Augustensis,  viris  strennuis  Marquardo  de  Lichtnegge,  Wolf- 
rammo  dicto  Hohschlizze  militibus,  Marquardo  capitaneo  et  H.  Stainbiz,  Rüperto  et 
Eüdgero  Rüperto  fratribus,  AValthero  de  Rind[er]bach  civibus  in  Ezzelingen  ac  nobili 
viro  Cünrado  duce  iuniore  de  Tekke,  Marquardo  dicto  Keener,  Eber,  de  Schambach, 
Diepoldo  de  Kilchain,  fratre  Dietrico  de  Bermatingen,  C.  medio  cellerai-io,  Dietrico 
de  Niufron  monachis  in  Salem,  fratre  Ber.  provisore  domus  in  Ezzelingen. 

V.  Weech,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  559  n.  1012  nach  Cod.  Salem.  II  in  Karlsruhe. 


1299.  Mai  2  und  5.  241 

5272. 

Wernher  von  Raderach  eignet  dem  Kloster  Weingarten  einen  Hof  in  Ällmishofen. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai  2. 

Allen  den  die  disen  brief  sehent  alder  hörent  lesen,  den  künde  ich  Wernher 
von  II  Kaderay  unde  vergihe  offenlich  an  disem  brieve,  daz  ich  die  aigenschaft,  die 
ich  hate  an  ||  dem  hove  ze  Alwishoven  den  Cünrat  unde  Hainrich  von  Macalmshoven 
haut  in  ge||walt  unde  gewer  unde  den  ir  vater  Cünrat  der  amman  von  Macalmshoven 
kouft  umbe  dem  Ruhen,  han  gegeben  .  .  dem  abt  unde  dem  convent  des  gothuses 
von  Wingarten  mit  allem  dem  daz  der  zu  höret  es  si  aker  aide  wise  holz  aide  velt, 
es  si  gesuchet  aide  ungesüchet  gebuwen  aide  ungebuwen,  unde  mit  aller  der  ehafti  unde 
mit  allem  dem  recht  daz  zu  dem  selben  hove  höret  aide  von  alter  hörte,  unde  verzihe  mich 
für  mich  unde  für  alle  mine  erben  alles  des  retlies  unde  aller  der  aigenschaft  unde  aller 
der  ehafti,  der  ich  aide  mine  erben  an  dem  selben  gute  baten  41de  han  mothen,  unde 
sol  der  selben  gift  für  mich  unde  min  erben  des  vor  genanten  gotzhuses  von  Win- 
garten recht  wer  sin  an  allen  steten  swa  si  sin  bedurfent.  Unde  daz  dis  alles  sicher 
unde  stete  belibe,  so  gibe  ich  dem  .  .  abt  unde  dem  convent  des  vor  genanten  gotz- 
huses von  Wingarten  disen  brief  besigelt  mit  minem  insigel  ze  ainem  waren  Urkunde 
aller  diser  vor  gescribene  dinge.  Dis  sint  geziuge:  her  Burchart  von  Tobel  an  ritter, 
Bur.  sin  sun,  C.  der  Wolfegger,  Ber.  von  Laymö,  Ber.  der  weber  in  der  Gassun, 
der  Hüber,  Arnolt  von  Metenbüch  sun,  H.  von  Hüssekilch  unde  ander  lüte  vil. 

Dis  geschach  in  dem  jare,  do  man  zalt  von  gotes  geburt  zwelf  hundert  nüniu 
unde  nünizic  jar,  an  dem  samstage  nach  sant  Walpurc  tac,  indictione  XU. 

Abhängendes  Siegel,  s.  Bd.  10,  S.  308. 


5273. 
Ohne  Orfsangabe.     1299.     Mai  5. 

Der  Abt  Bruder  Konrad  und  der  Konvent  von  Maulbronn  (Mulenbrunne)  beurkunden,  dass 
ihnen  die  Ehegatten  Dyezo  und  Hedivig  von  Neipperg  (Nyperg)  aus  Liebe  zu  ihrem  Kloster 
(ob  favoris  affectum,  quo  domum  nostram  amplectuntur  gratia  speciali)  und  um  ihres.,  ihrer 
Vorfahren,  Verwandten  und  Wohltäter  Seelenheils  willen  alle  ihre  beweglichen  und  unbeiveg- 
lichen  Güter  vermacht  haben.  Sie  versprechen  dafür,  die  Ehegatten  in  ihrem  Besitz  lebens- 
länglich nicht  zu  irren,  auch  wenn  eines  von  ihnen  stirbt,  den  andern  Teil  im  Genuss  zu  lassen. 

Siegler:  Der  Abt  von  Maidbronn,  dessen  Siegel  der  Konvent  mitgebraucht. 

Datum  anno  domini  MCCXCIX.,  feria  tertia  proxima  post  festum  beatorum  Phy- 
lippi  et  Jacobi  apostolorum. 

Ital.  Perg.     Abhängendes  Siegel,  s.  Bd.  7,  S.  159. 

XI.  31 


242  1299.     Mai   10  und  15. 

5274. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai  10. 

Graf  Ulrich  von  Berg  und  seine  Söhne  Ulrich  und  Heinrich  eignen  um  ihres  und 
ihrer  Eltern  Seelenheils  tvillen  dem  Kloster  PfulUngen  alle  Güter  in  Mittelstadt,  die  es 
auf  irgend  eine  Weise  erworben  hat  und  versprechen  auch  künftige  Erwerbungen  dort  dem 
Kloster  zu  eignen  (possessiones  in  Mütelstat  quarum  ins  proprietatis  ad  nos  pertinere 
dinoscitur  quasque  a  personis  quibuscunque  hactenus  emerunt  —  —  vel  eis  intuitu 
divino  gratis  oblate  fuerint,  que  a  nobis  quibuscumque  tytulo  feodi  sunt  concesse, 
—  —  libera  donatione  contulimus  cum  omni  iure  et  omnibus  attinentiis  proprietatis 
tytulo  perpetuo  possidendas,  ita  quod  in  eisdem  suis  possessionibus  pro  libitu  suo 
instituere  restituere  construere  destruere  census  augere  aut  minuere  valeant  et  omnibus 
iuribus  uti  debeant  possessionibus  in  eisdem  sicut  proprietas  libere  possidetur.  Si 
autem  deinceps  aliquas  possessiones  sitas  in  Mütelstat  predictus  conventus  in  Pfullingen 
comparaverit  aut  ad  eum  a  personis  quibuscumque  propter  deum  fuerint  devolute, 
harum  cum  proprietate  ipsi  conventui  in  Pfullingen  ad  arbitrium  religiosi  viri  domini 
Alberti  comitis  de  Chirchberch  gardiani  fratrum  Minorum  in  Ezzelingen  nostri  avunculi 
dilecti  nee  non  nostri  Ülrici  comitis  de  Berge  iunioris  prius  dicti  debemus  in  omnibus 
suis  iuribus  complacere).     Sie  verzichten  auf  alle  Rechte  und  Rechtstnittel. 

Siegler:  Graf  Ulrich  der  Ältere  von  Berg. 

Testes:  nobilis  vir  Swiggerus  de  Gundelvingen,  Johannes  de  Muswanch  milites, 
Cunradus  de  Bach,  Götfridus  de  Wihsel,  Ludwicus  de  Griesingen,  Gerwicus  dictus 
Halder,  Cunradus  dictus  de  Wihsel,  Götfridus  frater  eius  dilecti  nostri  fideles. 

Acta  sunt  hec  anno  MCCXCVIIII.,  VI.  idus  Maii. 

Zwei  Exemplare.     An  beiden  das  Siegel  des  Grafen  Ulrich  von  Berg,  s.  Bd.  6,  S.  400. 


5275. 

Stockach  1299.     Mai  15. 

Graf  Eberhard  von  Neuenbürg   eignet  Konrad  und  Berthold  den  Lochelairen   einen 
Hof  in  Völlkofen. 

Deutsch.     Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  48  n.  100. 


1299.  Mai  17  und  18.  243 

5276. 

Küzli  von  Pfäffingen  verkauft  zivei  Wiesen  an  Kloster  Kreuzungen. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai  17. 

Allen  den  sol  kunt  sin  die  disen  brief  sehent  alder  horent  lesen,  das  ich  Kiizeli 
von  Phelingen  und  min  huswirt||enne  Adelhaiet  mit  niiner  brüder  Häinrihs  und 
Luzzen  günst  und  mit  ir  gutem  willen  zwaier  manne  ||  mat  und  an  wenig  me,  ze 
den  Winggel  aiens  und  ains  das  da  haieset  ze  den  Liissen,  für  ain  frie  algen  ||  ver- 
küfet  hab  und  gegeben  minem  herren  dem  abte  von  Cruzzelingen  und  sinem  convent 
ze  Costenze  umme  zwelf  phunt  und  zehen  Schilling  Haller  für  ain  fri  aigen  ze  haben 
ze  besezzen  und  ze  besizzene  imme  me  an  irrunge  und  an  ansprach  aller  unser  erben 
die  nu  sint  alder  immer  me  werdent.  Ich  hab  ouch  ze  werschaft  mine  vor  genemten 
brüder  ze  bürgen  geben  ume  das  selbe  gut,  ze  werschaft  ze  vertganne  jar  und  tag 
nach  des  landes  gewonhait  und  as  man  ain  frie  aiegen  ze  rehte  vertgan  sol. 

Dirre  kouf  geschach  an  dem  sunnuntag  Cantate  domino,  uf  dem  vor  genemten 
guot.  Da  bi  was  her  Hainrich  der  liupriester  ab  Wrmelingerberg,  Wemher  der 
phafe  von  Jesingen,  der  Blak  von  Phefingen,  Abreht  ab  dem  Berge,.  Cunrat  der  Boner, 
Rudolf  Tritenweg,  Eberhart  Inhart,  Abreht  Kummerli,  Rotnagger  der  brotbegge. 

Dis  geschach,  do  von  gotes  geburt  waren  zwelf  hundert  jar  niuzig  und  niun  jar, 
an  dem  vor  geschriben  sunnuntag.  Und  das  dirre  kouf  stete  belibe  und  stete  sie, 
des  henkke  ich  Cuonrat  Ludwig  und  Hainrich  wir  vor  genemten  brüder  unser  insigel 
und  der  burger  von  Rotenburg  insigel  an  disen  brief  zuo  ainer  küntschaft  und  ze 
ainer  geziugnuste  der  warhaiet,  diu  an  disem  brieve  gesriben  stat. 

Frauenfeld.  Orig.  Perg.  Abhangend  1)  rundes  Siegel,  40mm.,  Vehkreuz  im  gitterartig  damaszierten  Schild; 
Umschrift :  t-S-H-C-ET-L-  FRM  •  DE  •  PHÄFFINGEN.  2)  Bruchstücke,  eingenäht.  —  Auszug :  Regg.  der 
Schweizer.  Eidgenossenschaft.     Kreuzungen  Nr.  114. 


5277. 

Tübingen  1299.     Mai  18. 

Mechthild  genannt  Fraischlichin  kauft,  um  für  irdische  Habe  himmlische  Güter  zu 
erwerben,  dem  Kloster  Bebenhausen  Gülten  [in  Tübingen  und  Bernhausen]  (de  pretio  meis 
laboribus  conquisito  comparavi  redditus  infrascriptos,  videlicet  unius  libre  denariorum 
Hallensium  de  vinea  Alberti  villici  filiastri  Dietrici  dicti  Fuhs  aput  Hasenbuhel  sita, 
redditus  etiam  unius  libre  de  molendino  et  domo  Bene  dicte  Spiserin,  redditus  quoque 


244  1299.     Mai   18. 

decem  et  Septem  solidorum  de  vinea  Hainrici  dicti  Elssezer  sita  in  Ursrain,  redditus 
insuper  decem  solidorum  de  vinea  sita  iuxta  torcular  dictum  Clutterliartes  kelterre 
ac  de  'pomerio  et  agris  eidem  vinee  contiguis  nee  non  de  agro  in  Snarrenberg  sito, 
redditus  etiam  quindecim  solidorum  sex  quoque  pullorum  in  autumpno  et  sex  in 
carnisprivio  debitorum  de  pomerio  dicte  Walkerin  et  duobus  hortis  eidem  contiguis 
nee  non  redditus  decem  solidorum  de  prato  quondam  Ülrici  fabri  de  Bernhusen  ibidem 
versus  Ahtertingen  sito  annis  singulis  debitos),  behält  sich  aber  die  Nutzniessung  auf 
Lebenszeit  für  sich  und  ihren  Sohn  Albert,  falls  dieser  sie  überlebt,  ror.  Nach  beider 
Tod  fallen  die  Gülten  an  das  Kloster. 

Siegler:   Dekan  Berthold  von  Tübingen   und  Heinrich  incuratus  ecclesie  in  Sülchen. 

Datum  in  Tuwingen,  anno  domini  MOCXCIX.,  XV.  kalendas  Junii,  indictione  XII. 

Abhangend  zwei  spitzovale  Siegel,  1)  des  Dekans  Bertliold  von  Tübingen,  s.  Bd.  9,  S.  346.  2)  c.  50,  33  mn»., 
der  hl.  Martin  zu  Pferd  mit  einem  Bettler;  Umschrift:  f  •  S  •  HAINRICI  •  IN'C .  .  .  TI  •  IN  •  SVLCHIN.  —  Abdruck: 
ZGORh.  15,  85. 


5278. 

Graf  Albrecht  von  Hohenberg  verschreibt  dem  Grafen  Ulrich,  Eberhards  Sohn,  von  Wirtem- 
berg  als  Zugeid  die  Burg  zu  Helmsheim,  dazu  Gondelsheim  und  Bonartshausen. 

Speier  1299.     Mai  18. 

Wir  grave  Albreht  von  Hohenberch  tun  kunt  allen  den,  die  disen  brief  [sejhent 
alder  horent  lesen,  daz  wir  unser  ||  gut  die  burch  ze  Helmetsliain.  den  walt  ze 
Helmetshain,  Gundolfhein  und  Bonhartshusen  und  alles  daz  daz  ||  unser  feter  her 
Berhtolt  von  Mulhusen  inne  hete  von  unseren  fater  graven  Albrehten  seligen,  ez  si 
lüte  II  alder  gut  gesuchte  und  ungesuchte,  versetzt  haben  ze  ainem  rehten  zugelte 
Ulrichen  graven  Eberharts  sun  von  Wirtenberch  uf  rehte  rechenunge,  swez  wir  im 
noch  schuldik  sien,  mit  der  beschaidenhait,  daz  wir  und  unser  brüder  der  vor  genanten 
burch  und  der  gut  sulent  wer  sin  nach  rehte.  Und  das  daz  graven  Eber,  von 
Wirtenberch  und  sinem  sun  Ulrichen  unserem  swager  steite  belibe,  dez  geben  wir 
im  disen  brief  besigelt  mit  unserem  insigel,  daz  dar  an  hanget. 

Dirre  brief  wart  geben  ze  Spire,  do  man  zalte  von  gotes  geburte  tusent  zwei 
hundert  und  niun  und  niunzik  jar,  an  dem  meintage  nach  sant  Pancratientage. 

Siegel  rund,  88  mm.,  geteilter  Schild ;  Umschrift :  f  •  S  ■  SECRETVM  •  MEVM  .  »  .  —  Abdruck :  Sattler 
Gesch.  Wirtembergs  unter  den  Graven  1,  Beil.  Nr.  28.  —  Schmid,  Monum.  Hohenberg.  137. 


i299.     Mai  21   und  Mai  25.  245 

B279. 

Graf  Ulrich  von  Helfenstein  gibt  seine  Zustimmung  dazu,  dass  Otto  von  Berg  dem 
Deutschordenshaus  zu   Ulm  seinen  Hof  in  Ellingen  verkauft. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai  21. 

Wir  der  edel  graf  Ulrich  von  Helfenstain  düen  kunt  sunder  dem  komentur  und 
den  II  herren  des  Düschen  hüsse  von  Ulme  und  allen  vurbas,  die  disen  brief  hören 
sehent  oder  ||  lesent,  daz  wir  Otten  dem  erberen-  ritter  unserem  diener  die  aigenschaft, 
di  II  wir  haben  aigenliche  gegeben  in  sin  haut  und  in  sin  gewalt  ze  tunne  gen  in 
und  gen  iedem  man,  und  swas  der  selb  vor  genant  ritter  Otto  von  Berge  mit  dem 
hove  ze  Ellingen  tut,  daz  ist  unser  wille  und  gunst.  Das  disiu  rede  stet  und  ganz 
belibe,  des  geben  wir  disen  brief  versigelt  mit  unserem  insigel. 

Dirre  brief  wart  gegeben,  do  von  unsers  herren  geburt  waren  dusent  jar  und 
zwai  hundert  jar  in  dem  nun  und  niunzegostem  jar  dar  nach,  an  dem  nehsten 
dunrstag  vor  dem  ufertdag. 

Ulm.     Orig.  Perg.    Abhangend  beschädigtes  Siegel,  s.  Bd.  10,  S.  341.  —  Abdruck:  Ulmisches  ÜB.  1,  260. 


5280. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Mai  25. 

Abt  Sifried  von  Komburg  beurkundet,  dass  Johann  von  Nagelsberg  an  Albert  von 
Künzelsau  und  seine  Erben  einen  dem  Kloster  lehenbaren  Weinberg  in  Nagelsberg  (vineam 
sitam  apud  torcular  Nagelsberg  que  vulgariter  dicitur  Tumonis  vinea)  um  9  %  und 
5  Schilling  Heller  verkauft  hat  und  belehnt  damit  den  Käufer  in  demselben  Recht,  ivie  ihn 
der  Verkäufer  innegehabt  hat. 

Testes :  magister  Petrus  plebanus  in  Kuntzelsauwe,  C.  dictus  Kuno  de  Küntzelsauwe 
et  Cunradus  filius  suus,  Heinricus  dictus  Prohirmme,  Hartmannus  de  Stoken. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  in  die  sancti  ürbani. 

Kopb.  der  Johanniterkommende  Hall-Affaltrach  von  1685,  Bl.  80.  —  Regest:  Wirt.  Franken  9,  80. 


246  1299.     Juni  3. 

5281. 

Der  Freie  Wernher  von  Zimmern  verkauft  den  Johannitern  in  Kottweil  einen  Hof  mit  dem 

Kirchensatz  zu  I singen. 

Rottweil  1299.     Juni  3. 

Allen  dien  die  disen  brief  gesehent  oder  gehörent  thun  ich  Wernher  von  Zymbern 
ain  fryge  kunt,  dasz  ich  verkauft  han,  und  vergyhe  dasz  ich  verkauft  habe  minen 
aigen  hof  zue  Ysingen  den  mayer  Albrecht  buwet,  da  der  kürchensatze  zue  Ysingen 
einhöret,  lute  unde  gute  mit  allem  rechte  und  mit  aller  zugehörde  by  wasen  und 
by  zwinge  fundene  und  unfundene  es  sy  an  velden  oder  an  holze  an  wasser  an  waide 
an  wege  an  strasze  mit  allen  nutzen  unde  gewalt,  als  ich  und  mine  vordem  den 
selben  hof  [innenjgehept  unde  genoszen  hant,  den  erbarn  unde  gaistlichen  mannen 
brüder  Conrad  von  Egentshaim  dem  commendure  und  den  brüdern  von  sanct  Johannes 
haus  ze  Rotwil  umb  sibenzig  mark  silbers  Rottwiler  gewages,  und  vergyhe,  dasz  ich 
des  selben  silbers  von  in  gewert  bin  genzlich  und  gerlich  unde  mir  ouch  ze  nutze 
komen  ist,  und  han  in  Sonderlingen  ane  allen  kouf  durch  got  und  durch  miner  und 
niiner  vordem  sele  gegeben  mutwilliglich  unde  unzwungenlich  den  vor  genanten 
kürchsatze  zue  Usingen  die  lut  und  die  valle  und  was  rechtes  dar  zu  höret,  luterlich 
und  ainvalteclich  den  hofe  mit  dem  kürchensatze  ze  haben  ze  nieszen  und  ze  besitzen 
für  recht  aigen  und  vor  allem  zinse  sture  unde  "dienste  ledig  und  läre,  und  han  in 
den  selben  hof  unde  den  kürchensatze  zu  Usingen  ufgeben  mit  allem  rechte  aigenschaft 
und  gewaltsame,  die  ich  dar  an  hette  oder  haben  möchte  sus  oder  so,  und  hon 
gelobt  by  minen  guten  treuwen  für  mich  und  für  mine  erben,  das  ich  sy  und  ir 
nachkommen  disz  hofs  und  kürchensatzes  ze  Usingen  weren  soll  für  recht  aigen 
gegen  aller  mengiUch  nach  rechte,  Sonderlingen  der  vil  genanten  välle  die  an  die 
kirchen  zue  Usingen  hörent,  die  ich  in  gegeben  han  unde  gibe  mit  disem  briefe,  bin 
ich  und  min  erben  allaine  wer  unde  soll  sy  in  versten  mit  gegen  Bertholt  von  Luphen 
minem  öheme  dem  kürchher  von  Fützen  die  wile  dere  die  selben  kürchen  ze  Usingen 
nüszet  unde  sie  beseszen  hat.  Ich  han  mich  ouch  gegen  in  Verzügen  alles  furzoges  also  das 
ich  nimer  furgeziehen  soll  vor  gerichte  oder  der  ane,  das  mir  der  vor  genante  hof  unver- 
golten  sy  oder  mir  das  silber  ungewegen  sy  oder  in  minen  nutze  nicht  komen  sy  oder 
das  ich  an  disem  kouf  icht  betrogen  sy  über  halb  oder  mit  dhainer  gevärde,  unde  alles 
rechtes  und  schirmes  gaistliches  und  weltliches  gerichtes  gemains  und  sonders,  aller  gewün- 
hait  aller  gesetze  und  aller  briefe  des  bapstes  und  anderer  herrn,  damit  ich  disen  kouf 
widerziehen  oder  dehain  ding  geirren  oder  wider  werfen  möchte,  das  hie  vor  geschriben 
stat.  Und  dasz  diz  war  sy  und  stet  blybe,  dar  umbe  hon  icli  min  ingesigel  an  disen  brief 


1299.     Juni  3  und  5.  247 

gehenket  zue  ainem  Urkunde  und  dar  zue  so  ist  durch  mine  bette  und  mit  minem  willen 
mit  minem  ingesigel  der  stat  insigel  von  Rotwil  an  disen  brief  gehenket  ze  ainer 
zeugnusze.  Wir  Jacob  der  Würt  der  schulthaisze,  Ulrich  Bletz  der  burgermaister 
und  die  richtere  von  Rotwil  verjehent,  dasz  alle  die  ding*)  die  da  vor  geschriben 
stand  vor  uns  beschehen  und  bejatzet  sint,  unde  hant  dar  umbe  durch  junker  Wernhers 
betten  von  Zimern  unsers  burgers  und  mit  sinem  willen  mit  sinem  ingesigel  unser 
stette  ingesigel  an  dise  briefe  gehenket  zue  ainer  gezeugnusze. 

Der  warde  gegeben  ze  Rotwil,  an  der  nehesten  mitwochen  vor  pfingsten,  da 
auch  die  kaufe  geschah  in  der  vor  genanten  brüder  hus,  in  dem  jare  do  man  von 
gottes  geburte  zalte  zwelf  hundert  jare  und  neune  und  nunzig  jare.  Und  warent 
dar  an:  herr  Hainrich  der  alt  herzöge  von  Urselingen,  Hainrich  von  Luphen  der 
junge,  bruder  Bethold  der  prior,  bruder  Burkhard  an  der  Waldstrasse,  bruder 
Johannes  Hagge  von  Oberndorf,  bruder  Bethold  der  Spangol,  bruder  Bethold  der 
Furste,  bruder  Alber  von  Wehingen,  bruder  Bethold  von  Telcoven,  bruder  Johannes 
von  Straszpm-g,  bruder  Abrecht  Spörli,  bruder  Abrecht  Trotze,  Jacob  der  Würt  der 
schulthaisz  von  Rotwil,  Conrat  an  der  Waltstrasse,  Conrat  von  Giselingen,  Dieterich 
Hagenbach,  Conrat  von  Riethain  und  andere  biderber  lüte  gnug. 

Abschrift  des  16.  Jahrh.  auf  Papier. 

a)  Vorlage :  vergeltent,  dasz  alles  dasz  ding. 


5282. 

Irmengard   die  Witwe  Walters   des   Maiers   Bürgers  in  Horb  vermacht   ihren  Töchtern  in 
das  Kloster  Kirchberg  bestimmte  Einkünfte  in  Baisingen,  Thailfingen  und  Altingen. 

Horb  1299.     Juni  5. 

Ego  Irmingardis  relicta  quondam  Waltheri  Villici  civis  in  Horwe  profiteor  publice 
presentibus  litteris  et  protestor,  quod  ego  coram  schulteto  et  consulibus  civitatis  in 
Horwe  in  manifesto  iudicio  pure  simpliciter  propter  deum  in  remedium  anime  mee 
Waltheri  quondam  mariti  mei  iam  predicti  ac  omnium  antecessorum  meorum  donavi 
filiabus  meis  nunc  in  monasterio  Kirchperg  existentibus  vel  in  posterum  futuris  ac 
conventui  monasterii  eiusdem  hos  redditus  hie  subscriptos  cum  meorum  heredum 
beneplacito  et  consensu  et  per  sententias  iudiciarias  sententiatum  fuit  coram  predictis 
schulteto  et  consulibus,  quod  viva  et  sana  possem  meam  hereditatem  donare  filiabus 
meis  meis  heredibus  nolentibus  et  invitis.  Donavi  enim  eisdem  redditus  annuos 
videlicet  decem  maltra  siliginis  quinque  maltra  tritici  imum  modium  pise  Xl/i  solidos 


248  1299.     Juni  5  und  6. 

Tiiwingensium  denariorum  quinquaginta  ova  unam  aucam  et  duos  pullos  in  bonis 
meis  sitis  in  Bössingen  que  colit  dictus  Vögelin.  Item  dedi  eisdem  filiabus  meis  et 
conventui  supradicto  redditus  qui  solvunt  annuatim  septem  modios  siliginis  tres 
modios  avene  sexaginta  ova  duos  solides  Tüwingensiuin  denariorum  duos  pullos  et 
unam  aucam  in  bonis  meis  sitis  in  eadem  villa  Bössingen  que  colit  dictus  Stähelin. 
Item  donavi  eisdem  redditus  qui  solvunt  annuatim  novem  maltra  siliginis  et  tritici 
per  duos  annos  et  in  tertio  anno  octavum  dimidium  maltra  eiusdem  annone  tres  modios 
pise  quinquaginta  ova  et  unam  aucam  ex  curia  sitä  in  Taulfingen  quam  colit  villicus 
dictus  maiger  Hainrich  Haime.  Item  ex  eadem  curia  dedi  eisdem  sex  maltra  siliginis 
annuatim  in  parte  dominorum  in  Rexingen.  Item  in  Altiugen  ex  curia  quam  colit 
dictus  Gemich  sex  maltra  siliginis.  Tali  tamen  apposita  condicione  quod  filie  mee 
predicte  utantur  predictis  bonis  pro  temporibus  vite  sue  ad  procurationem  specialem 
in  emendationem  vestium  suarum  et  aliarum  rerum  eis  necessariarum  et  post  obitum 
earundem  predicta  bona  serviant  conventui  et  monasterio  supradicto.  Item  statuo 
ut  cum  predictis  bonis  anniversarium  quondam  Waltheri  mariti  mei  et  meum  annis 
singulis  peragatur.  Item  statuo  ne  predicta  bona  vendantur  vel  obligentur  nee  per 
modum  precarie  ad  tempus  vendantur  nee  quocumque  modo  a  monasterio  Kilchperg 
alienentur  sed  eidem  perpetuo  servient  et  ministrent.  Testes  liuius  facti  sunt  isti: 
frater  Cftnradus  prior  Rotwilensis,  frater  Philippus,  frater  Hainricus  dictus  Hudeme, 
frater  Volmarus  de  Isenburg  ordinis  Predicatorum,  dominus  Cünradus  plebanus  in 
Ergestingen,  magister  Hugo  de  Nüwnegge,  Hugo  schultetus  dictus  Leimelin,  Hainricus 
villicus,  Waltherus  filius  quondam  Sifridi,  Hainricus  dictus  Gebhart,  Wernherus  de 
Althain,  Berchtoldus  de  Ergastingen  senior  et  iunior,  Eberhardus  Welker,  Waltherus 
et  Hainricus  fratres  dicti  de  Thalaham,  Berchtoldus  villicus  de  Svendorf,  Sifridus  et 
Albertus  fratres  dicti  Dankolf,  Berchtoldus  Dankolf,  Cünradus  dictus  Schorpe,  Hainricus 
dictus  Bürtzing  cives  in  Horwe  et  quam  plures  alii  fide  digni.  In  cuius  rei  testi- 
monium  petivi  has  litteras  roborari  sigillis  nobilis  domine  Elizabett  comitisse  de 
Eberstain  ac  civium  in  Horwe. 

Datum  et  actum  in  Horwe,   anno  domini  MOCLXXXXIX.,   sexta   feria  proxima 
ante  festum  penthecostes. 

Kopb.  des  Kl.  Kirchberg  aus  dem  15.  Jahrh.,  Bd.  1,  Bl.  65.  —  Regest:  Hohenzoll.  Mitth.  11,  79  (lies  96). 


5283. 
Langenenslingen  1299.     Juni  6. 
Graf  Eberhard  von  Landau  verkauft  an  Kloster  Heiligkreuzthal  zwei  Hörige. 

Deutsch.     Abdruck  im  Heiligkreuzthaler  ÜB.  1,  49  n.  161. 


1299.  Juni  7  und  8.  249 

5284. 

Berthold  von  Lupfen,   Kirchherr  von  Isingen,  verschreibt  den  Johannitern  in  Rottweil 
12  Malter  Kernen  als  Vogtrecht  von  seiner  Kirche. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Vor  Juni  7. 

Allen  den  die  disen  brief  gesehent  oder  geliörent  lesen  tliun  wir  Berchtolt  von 
Lupplien  der  kilch[er]  von  Usingen  kunt,  dass  wir  verhenget  han  willeclich  und 
unbezwungelicli  dur  Wernhern  bet  von  Zimbern  herrn  Wernhern  seligen  von  Zimbern 
unsers  öhaimen  son,  dass  bruder  Conrat  von  Egenshaim  der  comendure  des  huses 
zue  Rotwil  von  sante  Johannes  orden  und  ander  des  huses  brüder  und  ir  nachkommen 
niessen  sun  und  nemmen  ze  rechtem  vogtrecht  an  alle  symonie,  diewil  wir  leben  und 
die  vor  genante  kilcli  ist  in  unserm  gwalt,  zwelf  malter  kerne  Rotwiler  mesz  vorusz 
ab  allen  unsern  widemen,  die  da  hoi-ent  an  den  alter  zue  Usingen,  inen  zu  niessene 
und  ze  behabenne  fritlich  an  alle  ansprach  und  verzihen  uns  und  haben  uns  verzigen 
mit  disem  brief  alles  des  rechten  und  aller  der  anspräche,  so  wir  möchten  han  an 
das  vor  genante  vogtrecht,  und  globen  an  guten  truwen  sie  niemer  dar  an  als  vor 
geschriben  stat  zu  ierren  noch  ze  beschweren  noch  anzusprechenne  weder  mit  gaist- 
lichem  oder  mit  weltlichem  gerichte.  Und  dasz  disz  alles  inen  war  und  stete  belibe, 
so  haben  wir  disen  brief  besigelt  mit  unserm  insigel. 

Disz  geschach,  do  man  zalt  von  gottes  geburt  zwelf  hundert  und  neun  und 
neunzig  jar,  vor  der  pfingstwochen,   und  waren  hier  an  vil  gezeuge. 

Abschrift  des  16.  Jahrii.  auf  Papier. 


5285. 

König  Albrecht  bestätigt  dem  Kloster  Schönthal  die  ihm  von  König  Heinrich   VII, 

verliehene  Abgabenfreiheit. 

Oppenheim  1299.     Juni  8. 

Albertus    dei    gratia    Romanorum    rex    semper    augustus    omnibus    imperpetuum. 

Totiens  regle   celsitudinis  sceptrum  extollitur  altius  et  ipsius  status  a  domino  [a]  quo 

datur  omnis  potestas  ||  felicius  gubernatur,  quotiens  loca  divino  cultui  dedita  benigna 

consideratione    reguntur  et   ad   ipsorum    libertates    servandas    et   facultates    augendas 

gratiosa   protectio   princii)is   invenitur.     Noverit   igitur  ||  presens    etas   et  successura 

postei'itas,  quod  nos  Privilegium  clare  recordationis  Heinrici  Romanorum  regis  prede- 
XI.  .  32 


250  1299.     Juni  8  und  10. 

cessoris  nostri  nobis  exhibitum  vidimus  et  inspeximus  sub  hac  forma  con||scriptum. 
In  nomine  u.  s.  w. 

Es  folgt  die  Bd.  3  S.  198  unter  1226  September  7  gedruckte  Urkunde. 

Nos  igitur  eorum  devotis  supplicationibus  favorabiliter  inclinati  predictum  Privi- 
legium et  omnia  in  ipso  contenta  ad  instar  dive  recordationis  domini  ßudolfi  Koma- 
norum  regis  predecessoris  et  genitoris  nostri  karissimi  de  benignitate  regia  confirmamus 
innovamus  et  presentis  scripti  patrocinio  communimus.  Hoc  tamen  articulo  declarationis 
adiecto,  ut  de  illis  tantum  bonis,  que  prius  quam  ad  manus  fratrum  devenirent 
supradictorum  alicuius  servitii  seu  precarie  [onere  gravata  non  erant,  nulla  servitia 
seu  precarie]')  penitus  exigantur  aliis  oneratis  cum  suo  onere  transeuntibus  ad  eosdem. 
Kulli  ergo  omnino  hominum  liceat  hanc  nostre  confirmationis  et  innovationis  paginam 
infringere  aut  ei  in  aliquo  ausu  temerario  contraire.  Quod  qui  facere  presumpserit 
gravem  nostre  maiestatis  oifensam  se  noverit  incurrisse.  In  cuius  rei  testimonium 
präsentem  litteram  maiestatis  nostre  sigillo  iussimus  communiri. 

Datum  apud  Oppenheim,  VI.  idus  Junii,  indictione  XII.,  anno  domini  MCC 
nonagesimo  nono,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

Das  an  roten  und  j>;elben  Seidefäden  befestigft  gewesene  Siegel  fehlt.  —  Abdnick :  Böhmer-Ficker,  Acta 
imperii  543.  —  Regest:  Böhmer,  K.  Albrecht  185. 

a)  Die  Worte  sind  im  Orig.  ausgefallen ;  sie  sind  ergänzt  nach  der  Urkunde  K.  Rudolfs  von  1274  Nov.  29, 
Bd.  7,  S.  aS7. 


ßl286. 

Amman,    Rat    und   Bürgerschaft  hi  Bopfingen    beurkunden    einen  Verkauf  von  Wiesen    und. 

Ackern  an  Kloster  Kirchheim. 

Ohne   Ortsangabe.     1299.     Juni  10. 

In  nomine  domini.  Amen.  Nos  Waltherus  minister  in  Bopfingen  miles  consules 
et  communitas  civium  ibidem  notum  fieri  volumus  presentium  ||  inspectoribus  universis 
quod  Gotfridus  dictus  Zysze  concivis  noster  in  nostra  presentia  constitutus  coadunata 
manu  .  .  uxoris  sue  et  filiorum  suorum  pratum  quoddam  ||  situm  in  Unkental  circiter 
duo  iugera  continens  et  agrum  quendam  tria  iugera  cum  dimidio  continentem  ac 
pratum  quoddam  continens  unum  iuger  sita  ||  in  Mseistersttal  venerabilibus  et  in 
Christo  dilectis  domine  .  .  abbatisse  et  conventui  de  Kyrchein  Cisterciensis  ordinis 
Augustensis  dyocesis  pro  XXIIII  libris  Hallensium,  quas  etiam  receptas  in  usus  suos 
utiles  expendit,  rite  et  rationabiliter  vendidit  atque  vendit  cum  universis  suis  iuribus 
et  pertinentiis  perpetuo  possidenda.     Et  quia  dicte  possessiones   de  manu  domini  .   . 


1299.     Juni   10.  251 

abbatis  ecclesie  Elwacensis  feodali  titiüo  dejjendebant,  idem  Gotfridus  se  ad  hoc 
astrinxit  et  firmiter  obligavit  ut,  si  infra  carnisprivium  non  procuraverit  aut  ipse 
vel  sui  lieredes  aproprietari  bona  prefata  omnia  a  domino  .  .  abbate  Elwacensi  domine 
abbatisse  et  conventui  prelibatis  datis  eis  super  hoc  firmis  et  validis  instrumentis, 
extunc,  quandocumque  infra  nativitatem  domini  et  dictum  terminum  carnisprivii 
presentis  anni  prefatis  .  .  domine  .  .  abbatisse  et  conventui  prenotatas  XXIIII  libras 
perceptas  ab  eis  restituerit  in  pecunia  numerata,  bona  seu  possessiones  universas 
prescriptas  libere  rehabebit.  Elapso  autem  carnisprivio  prenotato  ad  aproprietandum 
predictis  doniinabus  et  earum  monasterio  possessiones  omnes  prescriptas  erit  simpli- 
citer  obligatus  et  extunc,  si  aproprietare  neglexerit  aut  nequiverit  ipsa  bona  quem- 
admodum  est  predictum,  quandocumque  ab  ipsis  dominabus  vel  earum  certo  nuntio 
de  hoc  commonitus  fuerit,  ab  ipso  monitionis  die  infra  VIII  dies  in  civitate  Bopfingen 
tam  ipse  Gotfridus  quam  Cünradus  suus  privignus  extra  domos  proprias  in  obstagio 
se  recipient  expensas  in  dampnum  ipsorum  proprium  facturi  tamdiu,  donec  apro- 
prietata  plene  fuerint  bona  seu  possessiones  prefate  dominabus  sepedictis  a  domino  .  . 
abbate  Elwacensi  secundum  quod  superius  est  expressum,  datis  eis  scilicet  firmis  et 
validis  instrumentis  ipsius  domini  abbatis  suique  conventus  sigillorum  munimine 
roboratis.  Si  vero  aproprietatione  predicta  nondum  eftectui  mancipata  alterum 
predictorum  Gotfridum  videlicet  vel  Cünradum  mori  contigerit,  alter  superstes  alium 
equipoUentem  sibi  assumet  expensas  facturum  modo  simili,  donec  aproprietatio  memo- 
rata  secundum  formam  prescriptam  plene  fuerit  expedita  Gotfrido  id  ipsum  vel  suis 
heredibus  procurante.  Et  in  horum  omnium  robur  et  evidens  testimonium  presentem 
litteram  ad  petitionem  Gotfridi  prefati  sigilli  nostri  munimine  roboratam  dedimus 
domine  .   .   abbatisse  et  conventui  supradictis. 

Datum    et   actum    anno    domini   millesimo    CG    nonagesimo  IX.,    IUI.  idus  Junii. 

Wallerstein.     Orig.  Perg.     Abhangend  das  Siegel  der  Stadt  Bopfingen,  s.  Bd.  9,  S.  435. 


5287. 

Bopfingen  1299.     Juni  10. 

Ritter  Walther  der  Amman  in  Bopfingen^  Rat  und  Bürgerschaft  daselbst,  beurkunden, 
dass  vor  ihnen  ihr  Mitbürger  Gottfried  genannt  Zysze  gemeinsam  mit  seiner  Frau  Adelheid 
und  mit  Zustimmung  seiner  Söhne  dem  Kloster  Kirchheim  Cisterzienser  Ordens  die  Erlbach- 
tciese  (pratum  quoddam  dictum  Erlbach  quod  sibi  iusto  proprietatis  titulo  attinebat 
situm    inter   fluvium  Sehtan    et  vivarium    domini   .   .  incliti    comitis    de    Oetingen)  um 


252  1299.     Juni   10  und  11. 

62  U  Heller  dapsilis  monete  verkauft  (vendidit  —  —  transferens  —  —  possidendum 
perpetualiter)  und  auf  alle  Ansprüche  verzichtet,  auch  Geivährschaft  secundum  terre 
consuetudinem  et  iuris  civilis  debitam  rationem^)  versprochen  hat. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  in  Bopfingen  anno  domini  millesimo  CC  nonagesimo  IX.,  IUI.  idus  Junii. 

Wallerstein.     2  Origg.  Perg.     Siegel  abgegangen. 

a)  Duplikat :  secundum  quod  civilis  dictaverit  ordo  iuris. 


5288. 

Esslingen  1299.     Juni  11. 

Die  Meister  (magistri  seu  provisores)  des  Spitals  in  Esslingen  beurkunden,  dass 
der  Laie  Heinrich  genannt  in  dem  Hove  zu  Vaihingen  und  seine  Frau  Mechthild  dem 
Spital  ihre  Güter  überlassen  haben  und  verschreiben  ihnen  dafür  ein  Jahrgeld. 

Regest  im  Eßlinger  ÜB.  1,  135  n.  313. 


5289. 

Abt  Friedrich   und  Konvent  von  Kloster  Stein   und  Ulrich  von  Neunegg  zu  Glatt  einigen 

sich  wegen  des  Klosterhofs  in  Ifflingen. 

Konstanz  1299.     Juni  11. 

Omnibus  Christi  fidelibus  presentem  litteram  inspecturis  Fridericus  divina  per- 
missione  abbas  totusque  conventus  monasterii  in  Staine  ordinis  sancti  Benedicti 
Constantiensis  dyocesis  ||  ac  Ülricus  de  Niwenegge  residens  in  Glatte*)  subscriptorum 
notitiam  cum  sincera  in  domino  caritate.  Noverint  universi  es  singuli  quos  nosse  fuerit 
oportunum,  quod  ||  orta  inter  nos  diutina  questione  super  curia  in  Ufeningen  et  suis  perti- 
nentiis  tandem  conmuni  consensu  fuimus  complanati  quod  facta  copia  instrumenti  sub- 
scripti  et  II  presenti  cedule  annotati  cuius  tenor  dinoscitur  esse  talis:  Wernherus  divina 
permissione  Constantiensis  dyocesis  abbas  in  Staine  omnibus  presens  scriptum  intuen- 
tibus  notitiam  subscriptorum.  Litteras  antecessoris  nostri  vidimus  non  cancellatas 
non  abolitas  nee  in  aliqua  sui  parte  vitiatas  in  hec   verba:  Quoniam  ea  usw. 

Es  folgt  die  nach  dieser  Vorlage  in  Bd.  4  S.  115  gedruckte  Urkunde  von  1245 
November  4. 

Nos  videntes    rem    monasterii   nostri   utiliter   per  hoc  esse   gestam  factum  ante- 


1299.     Juni   11   und   13.  '  253 

cessoris  nostri  de  communi  et  unanimi  conventus  nostri  voluntate  et  consilio  appro- 
bamus.  In  linius  rei  testimonium  presentem  cedulam  sigilli  nostri  munimine  et 
conventus  duximus  roborandam.  Acta  sunt  hec  in  claustro  Staine,  anno  domini  MCC 
quinquagesimo  quinto. 

Nos  Fridericus  abbas  predictus  nomine  monasterii  nostri  eundem  Ulricum  de  predicta 
curia  et  suis  pertinentiis  omni  eo  iure  quo  predecessores  sui  tenuerant  iuxta  formam 
instrumenti  predicti  investivimus  et  tenore  presentium  investimus  recepto  ab  eo 
iuramento  fidelitatis  more  debito  et  consueto,  hoc  tamen  adiecto,  quod  nos  abbas 
et  conventus  deinceps  de  portione  frumentali  dumtaxat  nos  contigente  et  quartali 
reverendo  in  Christo  patri  ac  domino  nostro  .  .  dei  gratia  Constantiensi  episcopo 
solvere  debemus  quartam  et  ego  Ülricus  de  Niwenegge  similiter  de  portione  quartali 
me  contingente  de  fructibus  quartalibus  percipiendis  de  curia  prenotata  deinceps 
exsolvere  debeo  domino  nostro  .  .  episcopo  prenotato.  In  cuius  rei  testimonium 
presentem  litteram  sigillorum  venerabilis  patris  ac  domini  nostri  H.  dei  gratia  Con- 
stantiensis  episcopi  et  nostrorum  muniminibus  petivimus  et  fecimus  communiri.  Nos 
magistri  Walt,  scolasticus  et  C.  prepositus  nee  non  canonici  maioris  et  sancti  Johannis 
ecclesiarum  Constantiensium  gereutes  vices  predicti  domini  nostri  episcopi  ad  petitionem 
partium  predictarum  sigillum  episcopale  presentibus  duximus  appendendum. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  feria  quinta  post  festum 
pentecostes  proxima,  indictione  duodecima. 

Ital.  Perg.     Siegel   des   Bischofs  Heinrich   von  Konstanz,    s.  Bd.  10,  S.  166.     Für   weitere    Siegel    sind  nicht 
einmal  Einschnitte  im  Pergament  vorhanden.  —  Regest:  Hohenzoll.  Mitth.  11,  79  (lies  95).  —  Regg.  episc.  Constant.  3114. 
a)  e  übergeschrieben. 


5290. 

Priorin  und  Konvent  von  Löwenthal  überlassen  dem  Kloster  Petershausen  eine  Hörige,  die 
sich  mit  einem  Eigenmann  dieses  Klosters  verheiratet  hat. 

Löwenthal  1299.     Juni  13. 

Omnibus  presentium  inspectoribus  .  .  priorissa  et  conventus  sanctimonialium 
monasterii  in  Leontal  dyocesis  Constantiensis  ||  subscriptorum  notitiam  et  sinceram 
in  domino  caritatem.  Cum  Hainricus  de  Altmanswiller  servus  monasterii  ||  de  Petri 
Domo  se  cum  Mehtildi  filia  quondam  Cünradi  molitoris  que  nobis  ancillari  iure 
pertinebat  matrimo||nialiter  copulasset  et  propter  hoc  disceptationis  materia  inter 
nostrum   monasterium   et  predictum   monasterium   de  Petri  Domo  suboriri  timeretur, 


254  '  1299.     Juni  13  und   15. 

nos  receptis  tribus  libris  denariorum  Constantiensium  ab  ipso  monasterio  de  Petri  Domo 
et  eisdem  in  maiores  nostri  monasterii  utilitates  totaliter  conversis  prefatam  Mehtildim 
et  eiusdem  filiam  unicam  Elizabetam  nomine,  quam  ante  predictum  matrimonium  per 
alium  virum  habebat,  sepedicto  monasterio  de  Petri  Domo  de  scitu  et  consensu 
honorabilis  in  Christo  .  .  prioris  fratrum  Predicatorum  domus  in  Constantia  rite  et 
legittime  vendidimus  et  easdem  corporaliter  transtulimus  cum  omni  earundem  peculio 
in  id  ipsum,  servata  circa  hoc  omni  sollempnitate  iuris  et  consuetudinis  que  in  talibus 
servari  est  debita  et  consueta,  in  evidentiam  omnium  premissorum  presentes  dicto 
monasterio  tradentes  sigillorum  nostri  monasterii  quo  communiter  utimur  et  dicti 
prioris  robore  communitas. 

Datum    Leontal,    anno    domini    MCC    nonogesimo    nono,    idus    Junii,    indictione 
duodecima. 

Karlsruhe.  Orig.  Perg.  Stark  abgeriebene  und  beschädigte  Siegel,  1)  des  Konvents  von  Löwenthal,  s.  Bd.  10, 
S.  633.     3)  des  Predigerpriors  von  Konstanz,  s.  Bd.  8,  S.  437. 


5291. 
Konrad  von  Pf äf fingen  verkauft  eine  Wiese  an  Kloster  Kreuzungen. 

lesingen  1299.     Juni  15. 

Ich  Cünrat  von  Phäffingen  tun  kunt  allen  den  die  disen  gegenwärtigen  brief  || 
sehent  alder  hörent  lesen,  daz  ich  mit  Hainriches  und  Ludewiges  miner  brüder  ||  willen 
und  gunste  mine  wise  an  dem  marktwege  gen  lesingen  bi  der  Helbe||linginun 
lehenwisen  han  gegeben  ze  köfenne  .  .  dem  abbet  und  dem  convente  von  Criizelingen 
an  des  selben  gotzhusez  stat  für  ain  ledig  aigen  umbe  drizeg  Schillinge  Haller,  der 
ich  öch  von  in  gewert  bin,  und  son  wir  die  vor  genanten  gebrüder  alle  drie  des 
vor  genanten  gotzhusez  weren  sin,  daz  wir  in  die  vor  genanten  wise  vertigen  für 
ain  friez  und  ain  ledig  aigen,  alz  sitte  und  gewonlich  ist,  des  vergehen  wir  alle  drie 
gemainlich  an  disem  briefe.  Und  daz  diz  wäre  si,  dar  umb  geben  wir  die  vor  ge- 
nanten drie  gebrüder  unser  gemain  insigel  an  disen  brief. 

Dis  geschach  ze  lesingen  uf  der  vor  genanten  wise,  und  wart  dierre  brief  geben, 
da  ze  gegen  waren:  her  Hainrich  der  lApriester  ab  Wurmelinger  berge,  her  Wernher 
der  mietphaffe  von  lesingen,  Albreht  ab  dem  Berge,  .  .  der  marschalk  von  lesingen 
und  .  .  dii  vor  genante  Helbelingin  ain  wittewe  und  ander  erbäre  lüte  genüge,  die 
ez  sahen  und  horten.  Dar  zu  bat  ich  der  vor  genante  Cünrat  die  burger  von  Koten- 
burch,  daz  si  öch  ir  stat  insigel  gäben   an  disen  brief   z  ainer  Urkunde  der  warhait. 


1299.     Juni  15  und   16.  255 

Wir  die  vor  genanten  burger  geben  ünserr  stat  insigel  an  disen  brief  z  ainem  urkiinde 
durch  des  vor  genanten  Cunrates  bette. 

Diere   brief   wart   geben   in   dem  jare,    do   man   zalte   von   gottes    gebürte   zwelf 
hundert  jar  niinii  und  nünzeg  jar,  an  dem  nähsten  mäntage  nach  uzgänter  phingestwochen. 

Frauenleld.     Orig.  Perg.     Siegel    1)    der   Herren   von    PfäfHngen,    s.  o.  S.  243,    1299  Mai  17.     2)    der   Stadt 
Rottenburg,  s.  Bd.  8,  S.  319.  —  Auszug:  Regg.  der  Schweizer.  Eidgenossenschaft.     Kreuzungen  Nr.  115. 


5292. 

Der  Offizial   der  Würzburger   Kurie   entscheidet   den   Streit   des    Klosters  Frauenthal  und 
Eberhards  von   Ellrichshausen   tvegen   der    Güter   und    Einkünfte   des  Klosters   in  Neusess 

und  Igersheim. 

Würzburg  1299.     Jnni  16. 

In  nomine  domini.  Amen.  Coram  nobis  .  .  officiali  curie  Herbipolensis  comparuit 
procurator  .  .  abbatisse  et  conventus  dominarum  in  Vrowental  ordinis  ||  Cysterciensis 
contra  Eberhardum  de  Elricheshusen  libellum  offerens  infra  scriptum: 

Coram  vobis  domino  .  .  officiali  curie  Herbipolensis  ||  proponit  in  iure  frater 
Conradus  procurator  .  .  abbatisse  et  conventus  dominarum  monasterii  in  Frauwental 
ordinis  Cysterciensis  nomine  earundem  dictique  monasterii  ||  contra  Eberhardum  de 
Elricheshusen,  quod  ipse  contra  iustitiam  occupavit  et  detinet  occupatos  mansos  seu 
redditus  infra  scriptos  cum  suis  pertinentiis  spectantes  iure  dominii  vel  quasi  ad 
monasterium  prelibatum  et  siti  sunt  in  Nusezze  et  in  Igersheim:  Bertoldus  Hovelich 
solvit  LX  denarios  quatuor  caseos  tres  pullos  unum  scilicet  carnisprivialem  et  duos 
estivales.  Item  Wolzo  Rubesame  unum  maltrum  siliginis  LX  denarios  quatuor  caseos 
et  similiter  tres  pullos.  Item  G.  filius  Merkelini  LX  denarios  quatuor  caseos  et 
similiter  tres  pullos.  Item  .  .  dicta  Richgart  XXX  denarios  duos  caseos  unum  pullum 
carnisprivialem  et  unum  estivalem.  Item  heredes  seu  pueri  Sikelmanni  tan  tum  ut 
Riggardis.  Item  Heinricus  Gickel  octo  solidos  Hallensium  quatuor  caseos  unum  pullum 
carnisprivialem  et  duos  estivales.  Item  Conradus  Reizer  octo  denarios  duos  pullos. 
Item  Conradus  Merze  VII  denarios.  Item  Conradus  Langraann  sex  denarios.  Item 
Sifridus  de  Harthusen  LX  denarios  IUI  caseos  unum  pullum  carnisprivialem  duos 
estivales.  Item  Irmengart  relicta  quondam  Ludewici  quatuor  solidos  Hallensium 
duos  caseos  unum  pullum  carnisprivialem  II  estivales.  Item  Erenbi'eht  IUI  solidos 
Hallensium  et  unum  pullum  carnisprivialem.  Predicta  omnia  si  necesse  fuerit  oculo 
demonstrantur.    Quare   petit   dictus  procurator  nomine  quo  supra,  quatenus  prefatum 


256  1299.     Juni   16, 

Eberhardum  ad  restitutionem  dictorum  bonorum  cum  fructibus  perceptis  ad  X  libras 
Hallensium  estimatis  senteütialiter  compellatis.  Hec  dicit  salvo  iure  addendi  minu- 
6ndi  etc.  Petit  etiam  expensas  in  lite  factas  et  faciendas  astringens  se  ad  ea  tantum 
que  sibi  sufficiunt. 

Lite  itaque  super  huiusmodi  petitione  legittime  contestata  prestitoque  a  partibus 
liinc  inde  calumpnie  iuramento  factis  positionibus  et  responsionibus  subsecutis  testibus 
ab  utraque  parte  productis  et  eorum  attestationibus  publicatis  exhibitis  etiam  multis 
et  diversis  exceptionibus  replicationibus  et  rationibus  hinc  et  inde  et  tandem  concluso 
negotio  partibus  prefiximus  terminum  ad  diffinitivam  sententiam  audiendam,  cumque 
in  assignato  termino  procuratores  partium  essent  in  nostra  presentia  constituti,  nos 
visis  auditis  et  intellectis  attestationibus  rationibus  et  iuribus  partis  utriusque  et  super 
hiis  deliberatione  prehabita  cum  peritis,  quia  nobis  constitit  quod  .  .  abbatissa  et 
conventus  dominarum  in  Vrowental  ac  earum  procurator  intentionem  suam  plene 
probaverunt,  predictum  Eberhardum  ad  restituendum  dictis  dominabus  bona  sive 
redditus  in  libello  contentos  nee  non  ad  solvendum  eis  octo  libras  Hallensium  pro 
expensis  in  lite  factis,  quas  dictus  procurator  iuramento  suo  taxatione  nostra  premissa 
docuit  se  fecisse,  condempnamus  per  diffinitivam  sententiam  in  hiis  scriptis  sigillo 
curie  Herbipolensis  in  testimonium  roboratis. 

Lata  est  hec  sententia  anno  domini  MCC  nonagesimo  Villi.'),  feria  tertia  post 
octavam  penthecostes,  presentibus  domino  Andrea  de  Gundolvingen  archidiacono, 
domino  Hermanno  de  Liebesperg,  domino  Wolframo  de  Lynach,  domino  Alberto 
de  Wilnowe  canonicis  ecclesie  Herbipolensis,  domino  .  .  abbate  de  Brunnebach,  magistro 
Conrado  de  Fuhtewang,  magistro  Alberto  de  Bopphingen,  magistro  Gotschalko  ad- 
vocatis,  Heinrico  de  sancta  Katharina,  Gotfrido  tabellione,  Conrado  de  Crutheim  ac 
aliis  quam  pluribus  fide  dignis  ad  hoc  vocatis  testibus  et  rogatis. 

Abhängendes  Siegel  des  Würzburger  Hofs,  s.  Bd.  9,  S.  299.  —  Auszug  dieser  Urkunde  und  der  folgenden 
Stücke  bei  Bessert,  Urkk.  des  Kl.  Frauenthal,  in  Württ.  Vierteljahrsh.  1889,  S.  226  ff.  Darnach  im  Hohenloh. 
ÜB.  1,  425  n.  595;  beide  mit  Zeitangabe  1298. 

1)  An  dieser  Zahl  ist  mit  anderer  Tinte  und  wie  es  scheint,  von  anderer  Hand  eine  (bei  genauer  Unter- 
suchung deutlich  erkennbare)  Korrektur  vorgenommen  worden,  die  aus  VIIH  durch  Ansetzen  eines  abwärts  gehenden 
Hakens  an  die  dritte  I  eine  VIII  zu  machen  bezweckte,  veranlasst  wohl  durch  das  Datum  des  nachfolgenden 
Verhörs  der  Zeugen  des  Beklagten.  Allein  da  die  Replik  des  Klosters  zeitlich  nach  diesem  Zeugenverhör  von 
1298  Febr.  21  anzusetzen  ist  und  dort  ein  Termin  auf  Freitag  nach  Kyliani  =:  Juli  11  bestimmt  ist,  so  kann  das 
Urteil  nicht  mehr  im  Juni  1298,  muss  vielmehr  im  Juni  1299  gesprochen  sein. 

Verhör  der  Zeugen  des  Klosters. 

Officialis  curie  Herbipolensis.  Datum  per  copiam.  Intendunt  probare  .  .  abbatissa 
et  conventus  dominarum  ||  in  Frauwental  contra  Eberhardum  de  Elricheshusen,  quod 


1299.     Juni   16.  257 

bona  sita  in  Nusezze  et  in  Jegersheim  de  quibus  [questio]  ||  est  spectant  ad  dictum 
monasterium.  Item  quod  dicta  bona  Peti'issam  de  Markolsheim  sororem  monasterii 
predicti  ||  pro  parte  portionis  hereditatis  mateme  contingebant.  Item  quod  tantumdem 
bonorum  equivalentiuni  Fridericum  de  Elricheshusen  fratrem  dicte  P.  ratione  matris 
pro  parte  sua  in  dictis  villis  similiter  contingentem  ipse  Fridericus  vendidit.  Item 
quod  dicta  Petrissa  assignavit  dicto  Friderico  usufructum  dictorum  bonorum  sub  ea 
condicione,  quod  ipso  Friderico  sine  heredibus  decedente  bona  petita  ad  dictam 
Petrissam  seu  ad  dictum  monasterium  libere  devolverentur.  Item  quod  dictus  Fride- 
i'icus  promisit  restituere  dicta  bona  monasterio  predicto  et  Petrisse  si  sine  heredibus 
decederet.  Item  quod  hoc  fecit  de  consensu  domini  H.  de  Brunecke.  Item  quod 
Eberhardus  reus  bona  predicta  contra  iustitiam  abstulit  dominabus  et  monasterio 
predicto  et  fructus  de  ipsis  percepit.  Item  quod  de  hiis  est  publica  vox  et  fama. 
Astringunt  se  ad  ea  tautum  que  sibi  sufficiunt.  Queratur  a  quolibet  teste,  unde  sciat 
quod  bona  de  quibus  questio  est  spectant  ad  monasterium  et  quomodo  ad  ipsum 
monasterium  pervenerint,  si  viderint  et  audiverint  quod  donata  fuerint  monasterio, 
quibus  presentibus  in  quo  loco  et  quamdiu  est  et  quo  tempore  anni.  Item  super 
secundo  articulo  queratur,  unde  sciant  quod  dicta  bona  contingebant  ad  Petrissam 
pro  parte  portionis  hereditatis,  si  interfuerint  divisioni  hereditatis  que  facta  fuit 
inter  ipsam  contingente-S'.  Item  que  fuerint  bona  que  vendidit  si  interfuerint  venditioni 
et  cui  vendiderit  et  quamdiu  est.  Item  super  IUI.  articulo  queratur,  si  interfuerint 
huic  condicioni  et  si  viderint  vel  audiverint  et  quibus  presentibus  facta  fuerit  condicio 
et  si  ipse  F.  eandem  condicionem  revocaverit  vel  non.  Item  queratur.  quomodo 
dicta  bona  ad  Eberhardum  devenerint,  si  Fridericus  dederit  sibi  vel  si  in  iudicio 
seculari  obtinuerit,  et  si  dicunt,  queratur  unde  sciant.  Item  super  V.  articulo  queratur 
unde  sciant,  quod  Fridericus  promisit  dicta  bona  restituere  monasterio  et  Petrisse  si  dece- 
deret sine  heredibus,  si  hiis  interfuerint  et  viderint  et  quibus  presentibus  et  quamdiu 
est  quod  factum  fuit  et  unde  sciant,  quod  de  consensu  domini  H.  de  Bruneck  factum 
fuerit.  Item  queratur,  cuius  condicionis  sint  testes  et  cui  attineant,  si  deliberaverint 
et  de  aliis  circamstantiis  secundum  quod  videbitur  expedire. 

Otto  de  Nusezze  testis  iuratus  rogatus  de  primo  articulo,  qui  est  quod  bona 
sita  in  Nusezze  et  in  Jegersheim  de  quibus  questio  est  spectent  ad  dictum  monaste- 
rium, dicit  secundum  quod  sonat  et  hoc  ex  relatione  domine  Petrisse  et  aliorum 
didicit.  Kequisitus  de  secundo  articulo,  qui  est  quod  dicta  bona  Petrissam  de  Markols- 
heim sororem  monasterii  predicti  pro  parte  portionis  hereditatis  materne  contingebant, 
dicit  sicut  sonat  et  addit,  quod  bona  non  fuissent  divisa,  et  hoc  ideo  seit,  quia  novit 
patrem  et  matrem  domine  Petrisse  et  avum  et  avam  ipsius  a  quibus  bona  processerunt. 
Requisitus  de  tertio  articulo,  qui  est  quod  tantumdem  bonorum  equivalentium  Fridericum 

IX.  33 


258  1299.     Juni   16. 

de  Elricheshusen  fratrem  dicte  Petrisse  ratione  matris  pro  parte  sua  in  dictis  villis 
similiter  contingentem  ipse  Fridericus  vendiderit,  dicit  sicut  sonat.  Requisitus  unde 
sciat,  dicit  quod  quibusdam  emptionibus  et  venditionibus  interfuit,  quibusdam  non. 
Requisitus  quibus  emptionibus  interfuisset  et  quibus  non,  dicit  quod  Ludewicus  dictus 
Busch  emit  redditus  in  Cimmern  X  solidorum  Hallensium  et  unius  pulli  carnisprivialis 
cui  emptioni  ipse  testis  interfuit.  Item  dicit  quod  Wolzzo  de  Nusezze  emit  ibidem 
scilicet  in  Niusezze  dimidium  mansum  solventem  X  solidos  Hallensium  IUI  caseos  et 
III  pullos,  cui  emptioni  non  interfuit,  sed  tarnen  seit  quia  ipse  emptor  secum  sedet 
in  villa.  Item  dicit  quod  miles  dictus  Sutzel  emit  in  Jegersheim  redditus  IUI  un- 
ciarum  denariorum  unius  maltri  siliginis  et  IUI  pullorum  cui  emptioni  interfuit.  Item 
dicit  quod  Sivridus  filius  Arnoldi  emit  redditus  XVIII  denariorum  et  unius  pulli  in 
Jegersheim  cui  emptioni  interfuit.  Item  dicit  quod  Rudegerus  Snurre  emit  in  Jegers- 
heim redditus  XX  denariorum  et  unius  pulli,  cui  emptioni  non  interfuit.  Item  dicit 
quod  Wisse  de  Marckoldesheim  emit  agrum  in  marcliia  Goltbach  pro  tribus  libris 
cum  dimidia  Hallensium,  cui  emptioni  non  interfuit.  Item  dicit  quod  Petrissa  Svellerin 
emit  agrum  in  eadem  marchia  pro  libra  cum  dimidia,  cui  emptioni  non  interfuit. 
Item  dicit  quod  H.  Kircher  emit  vineam  in  marcliia  Jegersheim  pro  X  unciis  dena- 
riorum, cui  non  interfuit.  Dicit  etiam  quod  bona  vendita  fere  tantum  valeant  quantum 
residua.  Requisitus  de  quarto  articulo,  qui  est  quod  dicta  Petrissa  assignavit  dicto 
Friderico  usufructum  dictorum  bonorum  sub  ea  condicione,  quod  ipso  Friderico  sine 
heredibus  decedente  bona  petita  ad  dictam  Petrissam  seu  ad  dictum  monasterium 
libere  devolverentur,  dicit  sicut  sonat.  Requisitus,  unde  sciat,  dicit  quod  vidit  et 
interfuit  cum  actum  fuit  in  villa  Marckolsheim  in  curia  claustri  que  prius  fuit  domine 
Petrisse  et  quod  vix  obtinuisset  aput  dominam  abbatissam  dictam  de  Stophen.  Re- 
quisitus de  V.  articulo  qui  est  quod  fecit  de  consensu  domini  H.  de  Brunecke,  dicit 
quod  sie,  quia  ipse  dominus  de  Brunecke  petivisset  pro  famulo  predicto.  Requisitus 
de  sexto  articulo,  qui  est  quod  dictus  Fridericus  promisit  restituere  dicta  bona  mona- 
sterio  predicto  et  Petrisse  si  sine  heredibus  decederet,  dicit  sicut  sonat,  dicit  etiam  quod 
non  audivisset  quod  ipse  Fridericus  premortuus  unquam  revocasset  illam  condicionera. 
Dicit  etiam  quod  nemo  vivit  ut  credat  qui  interfuisset  condicioni  nisi  ipse  et  domina 
Petrissa.  Dicit  etiam  quod  tunc  fuisset  colonus  curie  predicte  in  Marckolsheim  et  quod  sint 
XXV  anni  quod  factum  fuit.  Dicit  etiam  quod  nesciat  qualiter  bona  predicta  venerint 
ad  ipsum  reum,  sed  dicit  quod  detineat  contra  iustitiam.  Liber  est  ut  asserit,  non  est  etc. 
Dictus  Winter  de  Jegersheim  testis  iuratus  rogatus  dicit,  quod  ex  relatione 
patris  sui  audivit  quod  predicta  bona  magis  de  iure  spectent  ad  dictum  monasterium 
quam  ad  ipsum  reum,  sed  nescit  specificare  unde  hoc  sit.  Aliud  nichil  sibi  constat, 
proprius  est  domini  K.  de  Hohenloch,  non  est  etc. 


1299.     Juni   16.  259 

Götze  de  Nusezze  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  dicto  Winter,  sed  quod 
audivit  ab  ijjso  reo,  quod  frater  suus  premortuus  commiserit  sibi  quando  ivit  Misnam 
cum  domino  H.  de  Brunecke  ut  preesset  eis  usque  ipse  veniret,  sed  cum  redivit 
resumpsit  bona  sua  et  postea  nulli  commisit  et  dixit:  si  deinceps  me  contingeret 
transfretare  nulli  ego  committerem  bona  mea.     Liber  est,  non  est  etc. 

Ecclesiasticus  de  Jegersheim  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  predicto  G., 
sed  addit  quod  interfuit  cum  F.  premortuus  commisit  ipsi  Eber,  bona  predicta  cum 
ivit  Misnam.     Proprius  est  domini  de  Brunecke,  non  est  etc. 

Bertoldus  de  Nusezze  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  Gotzoni,  sed  audivit 
ab  aliis  quam  a  reo.     Liber  est,  non  est  etc. 

C.  vinitor  dominarura  de  Gnadental  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  primo 
teste  in  condicione  et  hoc  audivit  ab  ipsa  domina  Petrissa.  Aliud  nichil  sibi  constat, 
attinet  sancto  Kyliano,  non  est  etc. 

Domina  Petrissa  a  qua  processerunt  bona  testis  iuratus  rogatus  de  primo  articulo 
et  secundo  et  quarto  dicit  sicut  sonat,  quia  per  se  fecit,  sed  de  aliis  articulis  con- 
cordat cum  primo  teste  et  hoc  seit  ex  relatione  primi  testis. 

Elizabet  de  Altheim  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  primo  teste  de  con- 
dicione et  hoc  seit  ex  relatione  ipsius  primi  testis. 

Hedewigis  de  Gattenhoven  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  dicta  Elizabet 
et  hoc  seit  ex  relatione  domine  Petrisse  et  aliorum. 

H.  de  Jegersheim  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  noverit  patrem  et  matrem 
domine  Petrisse  a  quibus  bona  de  quibus  questio  est  processei'unt  et  ideo  dicit  quod 
maiori  iure  pertineant  ad  dictum  monasterium  et  dictam  Petrissam  quam  aliquem 
alium.  De  aliis  articulis  dicit  sicut  sonant  et  ex  relatione  aliorum  seit.  Dicit  etiam 
quod  reus  per  potentiam  intromiserit  se  de  bonis  et  violenter  ea  detineat  cum  nullum 
ins  habuerit  nee  adhuc  habeat  in  eisdem.  Proprius  est  domini  K.  de  Hohenloch, 
non  est  etc. 

Abhängendes  Siegel  des  Offizials.     Auf  der  Rückseite  gleichzeitige  Aufschrift:  Testes  actricum. 

Verhör  der  Zeugen  Eberhards  von  Ellrichshaiisen. 

Ohne  Ortsangabe.     1298.     Februar  21. 

Officialis  curie  Herbip olensis.  Datum  per  copiam.  Coram  vobis  domino  .  .  officiali 
curie  Herbipolensis  in  causa,  quam  .  .  procurator  ||  .  .  abbatisse  et  sanctimonialium  cenobii 
in  Frauwental  nomine  earundem  movet  Eberharde  de  Elricheshusen,  idem  Eberhardus  || 
super  falsitate  quam  proposuit  et  proponit  contra  testes  productos  ex  parte  dictarum 
.  .  abbatisse  et  sanctimonialium  probai'e  intendit,  quod  ||  frater  suus  Fridericus  quondam 


260  1299.     Juni   16. 

de  Elricheshusen  bona  sita  in  Igersheim  et  in  Nuseze  pro  quibus  contenditiir  donavit 
et  tradidit  Eberharde  predicto.  Item  quod  idem  Fridericus  fuit  in  possessione  ipsorum 
bonorum  pacifica  et  quieta.  Item  quod  idem  Eber,  se  intromisit  de  eisdem  bonis 
ij)S0  Friderico  fratre  suo  adhuc  vivente  sciente  et  consentiente  et  mandante.  Item 
probare  intendit  idem  Eber,  quod  dictus  Fridericus  non  usufructuarius  sed  proprie- 
tarius  sive  dominus  fuit  bonorum  predicto rum.  Item  quod  utebatur  ipsis  bonis  dum 
vixit  tamquam  propriis.  Item  quod  de  eisdem  bonis  et  ad  ea  pertinentes  agros  prata 
et  redditus  distraxit  vendidit  et  alienavit  pro  voluntate  sua.  Item  quod  in  hoc  nee 
per  dominam  Petrissam  aut  ipsas  dominas  de  Frauwental  vel  alium  quemquam  pro- 
hibitus  fuit.  Item  quod  alienationes  facte  per  Fridericum  predictum  et  venditiones 
de  bonis  que  debebant  contingere  eum  pro  sua  portione  hereditaria,  ut  asserit  pars 
actricum,  super  quibus  etiam  alienationibus  et  venditionibus  testes  earum  deposuerunt, 
facte  sunt  citra  proxime  transactos  tres  vel  quatuor  quinque  aut  sex  seu  ad  maius 
octo  annos.  Protestatur  nichilominus  prenominatus  Eber,  inter  eum  et  partem  ad- 
versam  super  rebus  seu  bonis  supradictis  exceptionem  de  re  finita,  quam  si  necesse 
fuerit  se  ofFert  loco  et  tempore  probaturum.  Item  quod  domina  abbatissa  predicta 
pro  se  et  sororibus  promisit  data  fide  stare  diffinitioni  domini  de  Brunecke.  Item 
quod  Eber,  hoc  similiter  data  fide  promisit.  Item  quod  dominus  de  Brunecke  super 
eo  pronuntiavit  sive  diffinivit.  Item  quod  hanc  pronuntiationem  sive  diffinitionem 
neutra  partium  contradixit. 

Queratur  super  primo  articulo,  si  ius  donandi  habuerit,  unde  habuerit  ius  donandi 
et  si  pura  sua  fuerit  proprietas  et  solida  bona  et  in  solidum  sua  fuerint.  Item  super 
secundo  articulo  queratur,  si  suo  nomine  solo  possederit  vel  soror  partem  habuerit 
prioris  matrimonii.  Item  super  tertio  articulo  queratur,  si  tanquam  ilie  cui  res 
committitur  conservanda  vel  tanquam  proprietarius  aut  donatarius  cui  donatur.  Super 
quarto,  si  soror  Friderici  habuerit  aliquid  iuris  in  bonis  vel  competebat.  Super 
quinto  queratur,  qualiter  reputabant  ipsum  Eber,  recepisse  et  si  presentes  fuerint 
tempore  receptionis  bonorum.  Super  sexto  queratur,  si  iure  potuerit  alienare.  Super 
septimo  queratur,  si  sciverint  domine  alienationes.  Item  queratur  quomodo  sciant, 
visu  vel  auditu,  item  de  loco,   quibus  presentibus. 

Heinricus  dictus  Kirchener  testis  iuratus  rogatus  de  primo  articulo  intentionis, 
videlicet  si  Fridericus  quondam  frater  Eberhardi  rei  donaverit  et  tradiderit  Eberhardo 
predicto  bona  sita  in  Igersheim  et  in  Nuseze,  de  quibus  questio  est,  dicit  quod  sie. 
Eogatus  unde  sciat  dicit  quod  presens  fuit  quando  Fridericus  premortuus  voluit  et 
debuit  ire  ad  terram  Misenensem,  tunc  donavit  et  tradidit  ipsi  Eberhardo  dicta  bona 
sub  tali  condicione,  quandocunque  rediret  quod  restitueret  ei  ipsa  bona  donatione 
huiusmodi  penitus  revocata.     Dicit  etiam  testis,  quod  cum  dictus  Fridericus  reversus 


1299.     Juni   16.  261 

esset  de  terra  Misenensi  non  repetiit  dicta  bona  sed  dictus  Eberliardus  tenuit  eadem 
bona  usque  ad  mortem  fratris  sui  tamquam  proprietarius  sive  dominus  eorundem 
bonorum.  Rogatus,  ubi  donatio  bonorum  facta  fuerit,  dicit  quod  in  Igersheim  in  curia 
dicti  Weisen.  Rogatus,  quamdiu  sit,  dicit  quod  sit  oblitus.  Rogatus  de  die  et  de 
mense  et  de  tempore  anni  dicit  quod  fuerit  in  yeme  una  die  circa  sero.  De  aliis  non 
est  memor.  Presentes  ibi  fuisse  nominat  .  .  dictum  Weisen,  .  .  dictum  Luene  de  Nu- 
sezze,  Bertoldum  de  Reno  et  alios  quam  plures  quos  nominare  nescit.  Item  rogatus, 
si  Fridericus  habuerit  ius  donandi  dicta  bona  et  unde  habuerit  ius  donandi  et  si  sua 
in  solidum  fuerint,  dicit  quod  credat  sie,  quia  ex  successione  materna  ad  ipsum 
eadem  bona  pervenerint.  Dicit  etiam  se  ab  aliis  audivisse  quod  soror  Friderici 
monialis  nuUam  partem  habuerit  in  dictis  bonis  quia  alia  bona  equivalentia  fuerunt 
ei  ad  claustrum  tradita  et  donata.  Item  rogatus,  si  Eberhardus  distraxerit  vendi- 
derit  et  alienaverit  agros  prata  et  redditus  ad  dicta  bona  pertinentes  dicit  quod  non. 
Item  rogatus,  si  alique  aligenationes  et  venditiones  facte  fuerint  per  Fridericum  pre- 
mortuum,  dicit  quod  sie,  quia  presens  fuit  quando  vendidit  partem  bonorum  pro 
XVIII  libris  Hallensium  avunculo  suo  dicto  Sucel  et  filiis  suis  ac  aliis  hominibus  in 
eisdem  bonis  residentibus  et  istam  venditionem  dicit  factam  fuisse  citra  IUI  annos 
vel  sex  proxime  transactos.  Rogatus  si  per  dominam  Petrissam  aut  ipsas  dominas 
de  Frauwental  vel  alium  quemquam  proliibitus  fuerit  vendere,  dicit  quod  non. 
Rogatus  dicit  quod  venditio  bonorum  facta  fuerit  pro  parte  in  Igersheim  et 
pro  parte  in  Mergentheim.  Domino  de  Brunecke  attinet,  propter  cuius  partici- 
pationem  excommunicationis  vinculo  est  ligatus.  Negat  se  instructum  nee  subor- 
natum  etc. 

Conradus  dictus  Luene  testis  iuratus  rogatus  per  omnes  articulos  intentionis 
dicit  se  presentem  fuisse  quando  Fridericus  donavit  et  tradidit  fratri  suo  dicta  bona 
sine  omni  condicione,  quia  non  putavit  se  de  terra  Misenensi  rediturum.  Dicit  etiam 
testis  quod  reverso  Friderico  nichil  intellexit  de  receptione  vel  de  restitutione 
bonorum,  sed  vidit  Eberhardum  in  quieta  possessione  eorundem  bonorum  usque  ad 
mortem  fratris  sui.  Rogatus  de  tempore  de  die  de  hora  diei  de  loco  et  de  presentibus 
concordat  plane  cum  primo  teste  preter  hoc,  quod  dicit  donationem  factam  circa 
festum  beati  Jacobi.  Item  rogatus  dicit  se  interfuisse  quod  Fridericus  vendi[di]t 
partem  dictorum  bonorum  pro  Septem  libris  Hallensium  et  quod  nuUus  ipsum  in 
venditione  huiusmodi  impedivit  et  quod  viginti  anni  ab  illo  tempore  sint  transacti. 
Dicit  etiam  quod  postea  vendidit  partem  bonorum  et  hoc  relatione  aliorum  didicit. 
In  aliis  concordat  cum  teste  primo,  non  est  excommunicatus  nee  instructus,  nulli 
dicit  se  attinere. 

Conradus    dictus  Weise   testis    iuratus   rogatus    dicit   se    donationi   interfuisse  et 


262  1299.     Juni   16. 

addit,  quod  Fridericus  postquam  reversus  fuit  de  terra  Misenensi  utebatur  dictis  bonis 
sicut  hoc  etiam  dicit  se  vidisse.  Rogatus  de  die  de  loco  de  presentibus  de  hora 
diei  concordat  cum  primis  testibus  preter  hoc  quod  donatio  facta  fuit  ante  hiemen 
nee  horam  diei  in  memoria  retinuit.  De  aliis  articulis  rogatus  dicit  de  relatione 
sibi  constare.     Domino  de  Brunecke  attinet,  non  est  instructus  etc. 

Eckehardus  testis  iuratus  rogatus  dicit,  quod  donationi  predicte  interfuit  et 
narrat  per  omnia  sicut  secundus  testis,  preter  hoc  quod  post  reversionem  Friderici 
nescit  quid  actum  fuerit  inter  fratres,  nescit  etiam  quamdiu  sit  et  qua  die  et  hora 
diei  fuerit,  sed  de  presentibus  et  de  loco  concordat  cum  testibus  antedictis.  De 
alienatione  seu  venditione  facta  per  Fridericum  dicit  sibi  constare  de  relatione  veridica 
aliorum.     Non  est  instructus,  dominis  de  domo  Theuthonica  attinet. 

Bertoldus  de  Reno  testis  iuratus  rogatus  dicit  et  concordat  per  omnia  de  visu 
et  auditu  cum  Eckehardo  proximo-  teste.  Istos  testes  iudex  absolvit  ab  excommuni- 
catione  donec  deposuerunt. 

Dictus  Crumelin  miles  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  una  dierum  venit  ad 
dominum  Got.  de  Brunecke  et  invenit  dominam  .  .  abbatissam  de  Frauwental  et 
Eber,  de  Elricheshusen  apud  eum  contendentes  mutuo  de  possessione  de  quibus  questio 
est  et  quelibet  partium  dixit  se  esse  in  possessione  dictorum  bonorum.  Tandem 
promiserunt  stare  sententie  quatuor  militum  quorum  ipse  testis  uuus  fuit,  alios  non 
nominavit.  Qui  milites  diffiniendo  pronuntiaverunt  quod  vicinia  que  vulgariter  kunt- 
schaft  dicitur  requiri  deberet  super  eo  et  quam  partem  ilhi  vicinia  diceret  esse  in 
possessione  quod  illa  pai'S  gaudere  deberet  de  ea,  quousque  alia  pars  evinceret  ab  ea, 
et  tres  viri  de  consensu  partium  fuerunt  deputati  ad  predictum  ius  videlicet  kuntschaf 
perscrutandum,  quos  ipse  testis  non  noscit,  qui  dixerunt  quod  in  dicta  kuntscaht 
percepissent  quod  ipse  Eber,  fuisset  in  possessione.  Diffinitioni  super  eo  facte  testis 
non  interfuit,  nescit  etiam  si  dominus  de  Brunecke  fuerit  quatuor  unus  nee  ne  aut 
si  in  ipsum  solum  fuerit  compromissum.  Dicit  etiam  quod  de  proprietate  nichil  ibi 
tactum  fuit.  Rogatus,  ubi  hec  facta  fuerint,  dicit  quod  in  opido  Auwe  in  stupa  pre- 
positi.  Rogatus  de  tempore  dicit  quod  sit  minus  quam  octoginta  annis,  hoc  sciat 
pro  certo,  aliud  nichil  dicit  sibi  constare.     Non  est  excommunicatus  etc. 

Dominus  Gotfridus  de  Brunecke,  cui  partes  iuramentum  voluntarie  remiserunt, 
dicit  per  omnia  sicut  sonant  articuli  intentionis,  excepto  eo  quod  dicitur  quod  fide 
data  partes  promiserint  stare  arbitrio,  quia  nescit  si  fidem  super  eo  dederint,  et 
addit  quod  cum  predicti  tres  qui  electi  fuerunt  super  kuntschaf  scrutanda  sibi 
retulissent  quod  Eber,  esset  in  possessione  dictorum  bonorum,  ipse  pronuntiavit  dictum 
Eber,  debere  gaudere  de  ea  quousque  alia  pars  evinceret  ab  eo,  et  si  domine  aliquid 
haberent    proponere     contra    ipsum,     quod    hoc    facerent    ubicunque    ipsis    placeret. 


1299.     Juni   16.  263 

llogatus  ubi  hoc  pronuntiaverit  dicit  quod  in  opido  Auwe  predicto.  Non  est  excom- 
municatus. 

Ludewicus  de  Cregelingen  miles  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  vidit  et  audivit, 
quod  quidam  inonachus  ex  parte  dominarura  de  Frauwental  concordavit  in  Heinricum 
militem  de  Cregelingen  et  Eber,  in  Heinricum  militem  de  Markolsheim  et  ambe 
partes  communiter  consenserunt  in  dominum  G.  de  Brunecke  et  militem  dictum 
Crumelin  testem  supradictum  promittentes  stare  arbitrio  seu  diffinitioni  dictorum 
quatuor  super  possessione  dictorum  bonorum,  qui  quatuor  diffinierunt  quod  kunt- 
schaft  deberet  requiri  super  eo,  ut  testis  dictus  Crumelin  deponit.  Item  dicit,  quod 
ipse  testis  deputatus  fuit  de  consensu  partium  cum  Andrea  de  Markolsheim  et  Theodrico 
dicto  Vocke  ut  irent  ad  villam  Igersheim  et  experirent,  quod  kuntschaft  dicitur,  super 
dicta  possessione.  Qui  cum  venissent  ad  villam  Igersheim,  XII  rustici  iurati  dixerunt 
quod  Eber,  esset  in  possessione  dictorum  bonorum  et  hoc  ipsi  tres  domino  de  Brunecke 
retulerunt,  qui  pronuntiavit  prout  superius  in  dicto  suo  apparet.     Non  est  etc. 

Rapoto  de  Igersheim  testis  iuratus  rogatus  dicit  sibi  nichil  constare  de  omnibus 
articulis  intentionis,  nisi  quod  una  die  venit  cum  domino  H.  de  Brunecke  ad  villam 
Erlach  et  invenit  ibi  dominam  .  .  abbatissam  de  Frauwental  et  Eberhardum  apud 
dominum  G.  de  Brunecke  et  dixit  dominus  H.  de  Brunecke  ad  patruum  suum:  patrue, 
bene  videas  si  possis  concordare  dominam  abbatissam  et  Eber.  Qui  respondit  quod 
nollet  se  intromittere,  tandem  precibus  ductus  dixit,  quod  utraque  partium  unum 
pro  se  eligeret,  ipse  vellet  ad  hoc  laborare  ut  reconciliarentur  secundum  iustitiam 
vel  amorem  super  possessione  predicta.  Tunc  Eber,  nominavit  illum  de  Tanne  vel 
dictum  Rizzel,  quem  de  hiis  posset  habere,  et  domina  abbatissa  dominum  H.  de 
Cregelingen,  et  dominus  de  Brunecke  prefixit  eis  locum  placiti  in  Frauwental,  sed 
quomodo  ibi  placitassent  ignorat  et  dicit  quod  postea  veuerunt  quidam  milites  ad 
villam  Igersheim  missi  a  domino  G.  de  Brunecke  volentes  experiri,  que  partium  esset 
in  possessione  dictorum  bonorum,  et  illi  dederunt  possessionem  Eber.  Aliud  nichil 
constat  sibi. 

Wolzo  de  Nuseze  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  ipse  testis  emit  hereditatem 
dimidii  mansus  apud  fratrem  suum  et  ius  hereditatis  sive  feodi  recepit  tam  a  dominabus 
in  Frauwental  quam  a  Friderico  fratre  Eber,  nunc  mortuo  et  postea  emit  proprie- 
tatem  a  Friderico  nullo  contradicente.  Rogatus  quomodo  bona  pervenerint  ad  Eber, 
dicit  quod  videbatur  sibi  possibile  quod  ei  succederet  cum  fuisset  frater  suus.  Addit 
etiam  quod  ordinatum  fuit  inter  predictum  Fridericum  nunc  defunctum  et  dominam 
Petrissam,  quod  si  ipse  Fridericus  intraret  aliquem  habitum  quod  tunc  bona  debe- 
rent  sibi  cedere,  sed  si  ita  moreretur  sine  heredibus  quod  tunc  bona  deberent  cedere 
claustro    in  Frauwental.     Aliud    nichil    sibi    constat    de    omnibus    articulis  intentionis. 


264  1299.     Juni  16. 

Rudegerus  dictus  Snurre  de  Igersheiin  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  emerit 
redditus  XX  denarioriim  apud  Fridericum  premortuiim  nullo  contradicente.  Aliud 
nichil  sibi  constat. 

Sifridus  filius  Arnoldi  de  Igersheim  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  emerit  apiid 
Fridericum  premortuum  redditus  III  solidorum  denariorum  et  unum  pullum  nullo 
contradicente.  De  aliis  concordat  cum  Wolzone  teste  predicto  per  omnia.  Isti  IUI 
testes  dicunt,  quod  oporteat  eos  participare  domino  H.  de  Brunecke  excommunicato, 
alias  non  sunt  vitiosi. 

Theodricus  Vocke  testis  iuratus  rogatus  dicit,  quod  Ulricus*)  de  Cregelingen  et 
Andreas  de  Markolsheim  nunc  defunctus  una  cum  ipso  teste  inquisitionem  fecerunt 
super  possessione  bonorum  de  quibus  questio  est,  quia  tam  actrices  quam  reus  dicebant 
se  possidere.  Tandem  a  rusticis  tam  in  Igersheim  quam  in  Nuseze  veraciter  intel- 
lexerunt,  quod  Eber,  reus  esset  in  possessione  et  ipsi  domino  de  Brunecke  Got.  dictam 
inquisitionem  retulerunt,  qui  una  cum  ipsis  testibus  pronuntiavit  ipsum  reum  in  pos- 
sessione et  debere  gaudere  de  illa,  quousque  evinceretur  ab  eo.  Dicit  etiam,  quod 
rustici  predicti  sibi  dixerunt,  quod  Fridericus  de  Elricheshusen  Eber,  fratri  suo  dederit 
bona  de  quibus  questio  est  in  potestatem  suam  sed  nescit  quo  iure.  De  aliis  nichil 
constat  sibi  nisi  ex  relatione.  Excommunicatus  fuit,  sed  examinator  auctoritate  sibi 
commissa  ipsum  absolvit  et  postea  retrusit. 

Heinricus  de  Markolsheim  miles  testis  iuratus  rogatus  dicit,  quod  lis  et  questio 
vertebatur  inter  actrices  et  reum  super  possessione  bonorum  de  quibus  questio  est, 
cum  utraque  pars  dicebat  se  esse  in  possessione,  tandem  partes  compromiserunt  super 
dicta  possessione  in  sententiam  domini  Got.  de  Brunecke,  dicti  Crumelin  militis  et 
ipsius  testis,  qui  unanimiter  diffiniendo  pronuntiaverunt  super  dicta  possessionis 
questione,  quod  illa  pars  deberet  gaudere  possessione,  quam  rustici  sive  kuntschaft 
dicerent  fuisse  in  possessione  tempore  mote  litis  et  ad  hoc  deputati  fuerant  testes 
prenominati  videlicet  L.  de  Cregelingen,  An.  de  Markolsheim,  Th.  Vocke,  sed  secunde 
sententie  non  interfuit.  Rogatus  ubi  ista  facta  fuissent,  dicit  quod  in  Baldolsheim. 
De  proprietate  et  de  iure  utriusque  partis  aliud  nichil  sibi  constat.  Excommunicatus 
fuit,  sed  examinator   ipsum    absolvit  auctoritate  sibi  commissa  et  iterum  retrusit. 

Istis  attestationibus  publicatis  anno  domini  MCC  nonagesimo  VIII.,  feria  sexta 
ante  dominicam  Invocavit,  ad  excipiendum  contra  eas  feriam  tertiam  post  dominicam 
Reminiscere  proximam  pro  termino  assignamus. 

Abhangend   beschädigtes    Siegel   des    Offizials.     Auf   der   Rückseite :   Testes    super  exceptione  rei,    ijue  est 
quod  testes  monasterii  falsum  dixerint  et  quod  res  finita  fuerit  per  sententiam. 
a)  Vielmehr  Ludewicus.. 


1299.     Juni  1(5.  265 

Replik  des  Klosters. 
Ofticialis  curie  Herbipolensis.  Datum  per  copiam.  Coram  vobis  domino  .  . 
officiali  curie  Herbipolensis  ex  parte  dominai'um  monasterii  in  Frauwental  replicando  || 
proponitur  contra  exceptiones  per  Eberhardum  de  Elricheshusen  propositas  et  primo 
ad  hoc  quod  dicit  excipiens,  quod  Petrissam  nulla  portio  hereditatis  contingat  ||  nisi 
actualis  divisio  sit  facta,  in  hoc  male  et  contra  iura  allegat  et  quod  idem  dictum 
sit  contra  iura  probatur:  Codicis  de  iure  dotium  lege  ante  divisionem  et  Digestorum ")  || 
familie  herciscunde  per  totum**),  et  per  se  patet  sine  allegatione.  Ad  hoc  autem, 
quod  dicit  excipiens,  quod  Fridericus  quondam  frater  Petrisse  donaverit  ipsi  reo  bona 
de  quibus  agitur  et  ex  hoc  intendit  quedam  concludere  ut  in  exceptionibus  sequitur, 
videlicet  quod  reus  per  lianc  donationem  iustum  titulum  et  ius  iure  habeat  et  etiam 
quod  testes  falsum  dicant,  respondetur  quod  si  donatio  facta  esset  et  probata  reum 
non  relevat,  quia  dictus  Fridericus  portionem  hereditatis  Petrissam  contingentem  alii 
donare  non  potuit,  quia  pro  non  dato  habetur  etc.,  et  quod  dicta  portio  ipsam  Petris- 
sam contingat  sufficienter  est  probatum  per  testes,  qui  de  falsitate  per  determinationem 
loci  et  temporis  ut  iuris  est  non  arguuntur,  prout  dicit  glossa  ordinaria  de  proba- 
tionibus:  licet").  Item  quia  etsi  petita  bona  non  essent  portio  hereditaria,  quia  tamen 
probatum  est  quod  dicta  Petrissa  dicta  bona  commisit  ipsi  Friderico  sub  ea  condicione, 
quod  si  ipse  sine  liberis  legittimis  decederet  ad  ipsam  bona  eadem  devolverentur 
seu  ad  dictum  monasterium,  et,  cum  condicio  nunc  exstet,  patet  quod  ipse  Fridericus 
dicta  bona  alienare  vel  donare  non  potuit.  Licet  confiteatur  reus  quod  plures  res 
dicte  hereditatis  ipse  Fridericus  vendiderit,  per  quam  confessionem  testes  actricum 
iuvantur  et  eedem  res  alienate  in  suam  hereditariam  portionem  merito  inputantur. 
Ad  ultimum  quod  dicitur  quod  non  solum  fuit  usufructuarius  sed  proprietarius  et 
quod  de  eisdem  hereditariis  rebus  vendidit  et  distraxit  pro  voluntate  sua,  dicitur 
quod  ad  hoc  supra  responsum  est,  videlicet  quod  eedem  res  vendite  et  distracte  in 
portionem  ipsius  F.  hereditariam  debent  merito  inputari  et  quod  ultra  debitam  por- 
tionem distraxit  restituet  et  idcirco  quod  pro  se  allegat  contra  se  recipiat.  XIX 
distinctio:  Si  Romanorum  ^).  Sic  etiam  probatum  est  per  hanc  confessionem,  quod 
Fridericus  habuit  portionem  hereditatis  predicte  et  ultra.  Ad  falsitatem  autem  testium 
probandam,  quam  pluries  obicit,  dicitur  quod  non  est  admittendus  cum  proponatur 
sine  determinatione  loci  et  temporis  ut  supra  dictum  est.  Preterea  quod  testes  dicunt 
de  XXV  annis  non  respicit  venditiouem  dicti  Friderici  sed  illura  articulum  intentionis 
qui  sie  incipit:  item  quod  dicta  Petrissa  assignavit  dicto  Friderico  usufructum  dic- 
torum  bonorum  sub  ea  condicione  etc.,  et  lioc  apparet  cuilibet  intuenti.  Et  idcirco 
petitur    ut    non    obstantibus    premissis    exceptionibus    per    iura    reprobatis   reum   ad 

restitutionem  petitorum  sententialiter  condempnetis. 

XI.  .S4 


266  1299.     Juni   16  und  20. 

Ad  dupplicandum    parti  rei    feriam  sextam  post    festum  beati  Kyliani")  pro  ter- 

mino  assignamus. 

a)  Vorlage :  ff.     Über  diese  Abkürzung  für  digesta  vgl.  Kämmerer,  Über  die  Sigle  ff.     Rostock  18.34. 

b)  Corpus  iuris  civilis  I.  16  C.  de  iure  dotium  6,  12  und  D.  10,  2  familiae  erciscundae. 

c)  Glosse  zu  Corp.  iur.  civ.  1.  22  C.  de  probationibus  4,  19:  licet  actor  dielt  se  iion  posse  probare,  onus 
tarnen  probationis  non  refunditur  in  reum  etc. 

d)  Corp.  iur.  can.  c.  1   Dist.  19  des  decretum  Gratiani. 

e)  Vgl.  dazu  die  .\nm.  1,  S.  266. 

Aufzeichnungen  des  Offzials  über  sein   Urteil  und  seine  Gründe  dafür. 

Quia  nobis  constitit  quod  abbatissa  et  conventus  in  Froental  ordinis  Cisterciensis 
intentionem  suam  plene  probaverunt,  ipsum  Eburhardum  de  Alricheshusen  ad  restitu- 
tionem  predictorum  bonorum  ipsi  monasterio  faciendam  per  diffinitivam  sententiam 
condempnamus  salva  ipsis  petitione  expensarum. 

Item  prima  causa  que  me  movit  ad  sententiam  proferendam :  quia  ipse  Ebur. 
confessus  fuit,  quod  ista  bona  processissent  a  matre  Friderici  et  Petrisse  et  quod 
successissent  in  illi«  matri. 

Item  secunda  causa,  quod  cum  ab  utraque  parte  testes  essent  producti,  VI  remanse- 
runt  concordes  pro  intentione  actricum  quod  donatio  quam  dicunt  Fridericum  fecisse  non 
fuerit  pura  sed  condicionalis  et  ideo  adveniente  condicione  cessat,  dummodo  sit  possibile. 

Item  tertia  causa  fuit,  quod  III  testes,  qui  videbantur  dicere  de  donatione  Fride- 
rici ipse  E.  nuda  fuit")  nee  aliqua  causa  subiciebatur  quare  donatio  facta  fuerit,  non 
est  verisimile  quod  frater  det  fratri  bona  sua  et  careat  precipue  pauper. 

Diese    Bemerkungen    stehen   auf  der   Rückseite    des  Zeugenverhörs   imd    sind   offenbar  vom    Oftizial   selbst 
geschrieben,  jedenfalls  von  anderer  Hand  als  die  Urkunden  selbst. 
a)  So! 


5293. 

Konstanz   1299.     Juni  20. 

Bischof  Heinrich  von  Konstanz  vidimiert  und  bestätigt  dem  Kloster  Adelberg  die 
Urkunde  Graf  Ludwigs  von  Spitzenberg  über  das  Fatronatrecht  der  Kirche  in  Süssen  von 
1267  Januar  4'). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCXC  nono,  XII.  kalendas  Julii,  indictione  XII. 

Abhängendes  Siegel,  s.  Bd.  10,  S.  166.  —  Regest:  Regg.  episc.  Constant.  3116. 

1)  Gedruckt  Bd.  6,  S.  288. 


1299.     Juni  20.  267 

5294. 
Bischof  Heinrich   von  Konstanz   inkorporiert   seinem  Domkapitel   die  Kirche  zu  Cannstatt. 

Kastei  1299.  Juni  20. 
Hainricus  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  universis  Christi  fidelibus  presentes 
litteras  inspecturis  subscriptorum  notitiam  cum  salute.  Quamvis  ex  conmissi  nobis 
regiminis  officio  promotionem  et  utilitatem  omnium  ecclesiaium  nostre  diocesis 
affectemus,  capitulum  tarnen  ecclesie  nostre  catliedralis,  quod  tanquam  membrum  suo 
corpori  nobis  est  speciali  vinculo  copulatum,  et  promotionem  ac  utilitatem  eiusdem 
prosequi  debemus  singulari  gratia  et  favore  pre  ceteris  speciali  ipsumque  prerogativa 
amplecti  gratie  specialis.  Cum  itaque  ius  patronatus  ecclesie  in  Kannstat  nostre 
diocesis  dicto  capitulo  ecclesie  nostre  Constantiensis  pertineat  inmediate  et  dinoscatur 
cum  suis  pertinentiis  sine  quovis  dubio  pertinere,  nos  iugi  meditatione  intendentes 
augmentationi  reddituum  prebendarum  canonicorum  ipsius  ecclesie  nostre  Constan- 
tiensis et  eiusdem  capituli  augere  redditus,  ut  liberius  et  conmodius  ac  desiderabilius 
per  augmentum  prebendarum  canonicorum  et  confratrum  divina  in  ipsa  ecclesia  nostra 
Constantiensi  celebrent  officia  et  horas  affectent  canonicas  libentius  Interesse,  ad 
petitionem  instantem  dicti  capituli  ecclesiam  predictam  in  Kannstat,  in  qua  ut  pre- 
missum  est  ius  obtinent  patronatus,  deliberatione  preliabita  diligenti  et  tractatu 
sollempni  premisso  ipsius  ecclesie  nostre  Constantiensis  mense  camere  et  usibus  per- 
petuis  pro  nobis  nostrisque  successoribus  quicunque  fuerint  et  pro  nostro  episcopatu 
Constantiensi  realiter  in  perpetuum  presentibus  inconmutabiliter  et  irrevocabiliter 
deputamus  annectimus  et  applicamus,  ita  quod  vacante  ecclesia  predicta  ipsum  capi- 
tulum nobis  presentet  ad  eandem  perpetuum  vicarium  per  nos  de  cura  animarum 
ipsius  ecclesie  deputandum ")  et  redditibus  congruis,  de  quibus  iura  episcopalia  per- 
solvere,  hospitalitatem  sibi  conpetentem  teuere  et  congruam  sustentationem  valeat 
obtinere,  ab  ipso  capitulo  investiendum  tamquam  perpetuum  vicarium  ecclesie  prenotate, 
aliis  redditibus  et  obventionibus  universis  ipsius  ecclesie  —  proventibus  vicarie  perpetue 
duntaxat  exceptis  —  mense  usibus  et  camere  perpetuis  capituli  memorati  ecclesie  nostre 
Constantiensis  debitis  et  cedentibus  et  perpetuo  applicandis  ac  recipiendis  et  perci- 
piendis  ab  ipso  capitulo  sine  cuiusvis  contradictionis  obice  et  inpedimenti,  quos  etiam 
redditus  universos,  ut  est  premissum,  vicarii  perpetui  sustentatione  congrua  duntaxat 
excepta,  dicti  capituli  ecclesie  nostre  Constantiensis  usibus  et  camere  tam  pro  nobis 
quam  pro  nostris  successoribus  et  pro  nostro  episcopatu  Constantiensi  realiter  in 
perpetuum  scriptis  presentibus  annectimus  et  irrevocabiliter  applicamus,  retentis  tamen 
nobis  nostrisque  successoribus  in  perpetuum  et  speeialiter  reservatis  iuribus  ei)is- 
copalibus  in  ecclesia  prenotata.  In  omnibus  itaque  et  singulis  supradictis  per  nos 
recognoscimus    et    confitemur    adhibitam    fore  verborum    ac    gestuum    sollempnitatem 


268  1299.     Juni  20  und  21. 

debitam  et  cousuetam.  Et  ut  ea  que  premissa  sunt  aut  quodlibet  eorundem  sub 
stabilitate  et  firmitate  inconmutabili  perseverent,  renuntiamus  circa  ipsa  et  quodlibet 
eorundem  tarn  pro  nobis  quam  pro  nostris  successoribus  nostroque  episcopatu  Con- 
stantiensi  realiter  in  perpetuum  beneficio  restitutionis  in  integrum  principaliter  vel 
etiam  incidenter,  litteris  a  sede  apostolica  vel  aliunde  inpetratis  et  in  posterum 
inpetrandis,  auxilio  defensionis  non  adhibite  sollempnitatis,  Omnibus  constitutionibus 
et  statutis  tarn  editis  quam  edendis,  omni  auxilio  legum  et  canonum  exceptionibus 
impuwgnationibus  actionibus  et  defensionibus  ([uibuscumque  et  generaliter  omni  suf- 
fragio  tarn  in  specie  quam  in  genere,  quo  mediante  premissa  vel  ipsorum  quodcunque 
ullo  unquam  possent  tempore  violari.  Et  in  evidentiam  ac  fidem  incommutabilem 
singulorum  et  omnium  premissorum  presens  instrumentum  supradicto  capitulo  ecclesie 
nostre  tradimus  sigilli  nostri  robore  communitum. 

Datum  et  actum  in  kastro  nostro  Kasteln,    anno  domini  MCC  nonagesimo  nono, 
XII.  kalendas  Julii,  indictione  duodeeima. 

Karlsruhe.     Kopb.  d.  Konstanzer  Domkapitels,  sign.  n.  506  fol.  26».  —  Regest:  Reg.  episc.  Goustant.  Hll.ö. 
a)  Verschrieben:  deputandis. 


5295. 

Ritter  Konrad  Lesch   von   Uissigheim   und   seine  Frau  Alheid   von   Bachenstein   überlassen 
dem  Deutschordenshaiis  zu  Meryentheim  ihren  Hof  in  Bolzhausen  als  Unterpfand  für 

versessene  Gült. 

Ohne  Ortsangabe.  1299.  Juni  21. 
Ich  Cunrad  Lesch  eyn  ritter  geheiszen  zu  üssickem  und  Alheit  von  Bachenstein 
sin  wirtin  bekennen  offenlich  an  diesem  brief  und  thun  kunt  allen  den,  die  in  lesen 
sehend  oder  horent,  daz  wir  den  erbern  geistlichen  luten  bruder  Herman  Leschen 
unserm  lieben  oheim  lantconiethur  der  bruder  des  Tutschen  huses  sanct  Marien  zu 
Franken  und  comethur  von  Mergentheim  und  andern  bruder  des  selben  huses  von 
Mergentheim  verkaufen  und  verkauft  haben  vor  etlichen  jaren  usz  unserm  hof  zu 
Boltzhusen  sechs  und  zwentzig  malter  korngulte  zu  rechem  eygen  jerlichs  ewiclich  zu 
enpfahen  und  in  zu  gelten,  als  an  andern  brief en  die  wir  in  dar  über  gegeben  haben 
genzlichen  geschriben  stet.  Wan  aber  wir  von  kommer  und  not,  die  uns  von  groszer 
schuld  wegen  swerlich  ufflag,  den  vor  genanten  lantcomethur  und  brudern  die  gulte 
der  sechs  und  zwenzig  malter  koms  etlich  jar  versaszen  und  versessen  haben,  daz  in 
ir  gulte  nicht  geviel,  daz  es  gerechent  und  geachtet  wart  uf  achtzik  malter  korns 
on  zwy  malter,  dar  umb  sie  uns  beclagten  und  ansprachen  vor  geistlichem  gerichte 
und  uns  in  die  baut  des  swersten  bands  brochten,  so  sin  wir  nu  solichs  krieges  und  misse- 
hellung,  die    zwischen    uns  von    beder    syt  vor    etlicher  zyt    bis    her    gewert    hat,    zu 


1299.     Juni  21   und  22.  269 

ganzer  und  fruntlicher  sune  und  Verrichtung  kummen.  also  daz  wir  bede  eymuticlich 
mit  gesamenter  hant  für  uns  und  für  alle  unser  erben  den  vor  genanten  lantcomethur 
und  brudern  ufgeben  und  in  antworten  den  selben  hof  zu  Bolzhusen  mit  allem  recht, 
also  wir  in  bisher  an  diesz  zyt  vor  recht  eygen  besessen  han,  zu  setzen  und  zu  ent- 
setzen lediclich  und  geruelich  als  ander  ir  fries  eygen,  und  verziehen  uns  alles  des 
rechten  des  uns  ader  unsern  erben  dar  an  gevugte  ader  gevugen  mochten  mit  hande 
und  mit  halmen  nach  des  landes  gewonheit  also  lang,  bis  daz  den  vor  genanten  lant- 
comethur und  bruder«  die  achtzig  malter  korns  an  zwy  malter  über  ir  rechten  gult 
der  sech  und  zwentzig  malter  genzlich  und  gar  ingenemen  und  dar  nach  für  basz 
mer  den  selben  hof  mit  allem  recht  als  lang  sollen  inne  haben  und  besitzen, 
bisz  daz  wir  den  selben  lantcomethur  und  brudern  für  die  vor  genanten  sechs 
und  zwentzig  malter  korngulte,  die  in  ewiclich  gefallen  solle,  sollen  steitunge 
und  gewiszheit  thun,  die  sie  genamen  und  gewert  mügen  sin.  Dar  nach  so  sol  der 
selb  hof  lediclich  wieder  an  uns  und  an  unser  erben  gefalle  als  da  vor,  die  weile  aber  des 
nit  geschieht  nach  gescheen  ist,  so  sollen  die  vor  genanten  lantcomethur  und  bruder 
den  hof  inne  haben  und  waz  nutz  über  ir  gulte  der  sechs  und  zwentzig  malter 
und  über  alle  kost  die  wietder  uf  den  hof  gen  mag  wie  die  genant  were  jerliches 
gevellet,  den  selben  nutz  sol  man  uns  zu  Wickersheim  ader  zu  Phutzege  antworten 
an  geverde.  Daz  diese  vor  genante  dink  alle  und  igliches  sunderlich  ganz  und  un- 
zubrochen  blyben,  so  haben  wir  gebeten  unsern  herren  hern  Gräften  den  edeln  man 
von  Hohenloch,  den  erbern  herren  meister  Burchart  von  Tierberg  richter  und  official 
von  Wirzpurg,  daz  sie  ir  beder  ingesigel  zu  eyner  gezugnisze  gehenkt  han  an  diesen 
brief.  Der  ding  sin  gezug  her  Cunrat  und  her  Graft  des  vor  genanten  unsers  herren 
süne  von  Hohenloch,  her  Wipprecht  von  Zymern  eyn  ritter,  Arnolt  Grener,  Hertwig 
Scheuber  schultheisz  von  Mergentheim  und  Heinrich  Zolner  von  Mergentheim  und 
ander  erber  lute  gnug,  die  daz  sahen  und  horten. 

Geben  nach  Christi  geburt  dusent  zwy  hundert  jar  in  dem  nun  und  nuntzigisten 
jar,   an  dem  nehsten  sontag  vor  sant  Johans  tag  des  Teuffers. 

Kopb.  des  Deutschordenshauses  Mergentheim  aus  dem  15.  Jahrh.,  Bl.  86''.  —  Auszug:  Wirt.  Franken  1848, 
2,  10.  -  Regest:  Weller,  Hohenloh.  ÜB.  1,  435  n.  608. 


5296. 

Elisahet  die  Tochter  des  Ffatzgrafen  Konrad  von  Tübingen  und  Witwe  Ottos  von  Eberstein 

verzichtet  auf  eine  Gült,  die  sie  und   ihre  Vorfahren   seither   von   der  Kirche  in  Oberkirch 

oder  Poltringen  bezogen  haben,  und  freit  die  Kirche  von  allen  Dienstbarkeiten. 

Esslingen  1299.     Juni  22. 
Presentium  litterarum  inspectoribus  universis  Elizabet  Gönradi  quondam  palatini  de 


270  1299.     Juni  22  und  23. 

Tiiwingen  filia  ||  nobilis  viri  quondam  Ottonis  de  Eberstain  relicta  Constantiensis  dyo- 
cesis  rei  notitiam  subnotate.  Cum  nonnulli  nostri  ||  progenitores  cum  per  se  tum 
per  alios  ab  ecclesia  de  Oberkilch  sive  Boltringen  pretextu  cuiusdam  con8ue||tudinis 
hactenus  quadraginta  maldrorum  tritici  et  siliginis  mensure  in  Herrenberg  annuam 
receperint  pensionem  et  cum  omne  ius  et  factum  competens  memoratis  nostris  pro- 
genitoribus  in  ecclesia  memorata  in  nos  hereditario  sit  translatum,  cumque  per  in- 
spirationem  religiosarum  ac  secularium  personarum  in  iure  videlicet  peritarum  didi- 
cerimus  incunctanter,  quod  laicis  in  rebus  ecclesie  disponendis  vel  recipiendis  nulla 
facultas  regulariter  est  tributa,  nos  generaliter  quecunque  genera  servitutis  et  specialiter 
pensionem  maldrorum  predictorum  hiis  scriptis  remittimus  pure  propter  deum  ecclesie 
memorate  et  eandem  ecclesiam  cum  omnibus  suis  rebus  a  quavis  laica  subiectione 
exactione  ac  servitiorum  prestatione  reddimus  liberam  et  solutam  omni  exceptione 
seu  defensione  legis  et  canonis,  que  de  iure  vel  consuetudine  per  nos  aut  per  aliquos 
nostros  successores  possent  in  contrarium  attemptari,  penitus  circumcisis.  In  quorum 
omnium  evidentiam  cunctis  et  singulis  clausulis  memoratis  sollempnitatem  adhibuimus 
debitam  et  consuetam  et  presens  instrumentum  inde  confectum  nostro  sigillo  fecimus 
communiri. 

Actum  et  datum  Ezzelingen,  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  decimo  kalendas 
Julii,  indictione  XII. 

Ital.  Perg.  Rundes  Siegel,  42  mm.,  zwei  Heilige ;  es  scheint  eine  Darstellung  der  Begegnung  der  Maria 
Magdalena  mit  dem  Auferstandenen  nach  Johannis  20,  15  zu  sein:  die  rechtsstehende  grössere  Figur,  hinter  der 
ein  Baum  steht,  hat  die  Rechte  mit  2  ausgestreckten  Fingern  (segnend)  erhoben  und  hält  in  der  Linken  einen 
Spaten  (als  Hinweis  darauf,    dass   ihn  Magdalena  für  den  Gärtner   hielt),  die  andere  erhebt  beide  Hände  flehend 

ihm    entgegen;    Umschrift:    S .TE  .  DE  .  TIVGfGN  •  ET  •  DE  •  EBIRSTAf.    -  Abdruck:    ZGORh.  15,   86.  - 

Schmid,  Pfalzgr.  v.  Tübingen,  ÜB.  .56. 


5297. 

Eberhard  von  Ehningen  testiert  zu  Gunsten  von  Kloster  Kniebis. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Juni  23. 

Notum  sit  omnibus  presentium  inspectoribus,  quod  ego  Eberhardus  dictus  de 
Öndin||gen  animadvertens  humane  condicionis  fragilitatem  nolens  igitur  intestatus  || 
decedere  et  cum  pio  motus  sim  affectu  maxime  erga  fratres  seu  dominos  ||  domus 
sancte  Marie  de  Kn^bus  —  noverint  inquam  quod  ego  animo  premeditato  de  consensu 
Adelhaidis  uxoris  legitime  legavi  atque  tradidi  cunctas  res  quas  actenus  possedi  seu 
de  cetero  possidendi  sumus  mobiles  seu  immobiles.  In  evidentiam  premissorum,  ne 
predicta   valeant    suffocari,    sunt    hec   que    expressa    sunt    concessa   pro   tempore   vite 


1299.     Juni  23.  27] 

nostre  uobis  tlumtaxat  pro  censu  annuali  videlicet  sex  denariorum  Tungensium  exsol- 
vendorum  dictis  fratribus.  Huius  rei  testes  sunt:  Hermannus  sacerdos  de  Sülze  dictus 
Müge,  Bar.  dictus  Ungeriht,  H.  dictus  Swager,  Hermannus  dictus  Burrer,  Wernherus 
dictus  Vulhaber  et  H.  dictus  Ungeriht.  In  huius  facti  evidentiam  sigillum  predicti 
Hermanni  sacerdotis  quoi'um  porrochiani  sunt  dictus  Eberhardus  et  Adelhaidis  pre- 
sentibus  est  appensum. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  in  vigilia  Johannis  Baptiste,  indictione  XII. 

Abhangend  spitzovales  Siegel,  c.  34,  22  mm.,   auffliegender  langgeschwänzter  Vogel ;    Umschrift :  f  •  S  •  H  • 
VICEPLEBANI  •  IN  •  ENDINGIN. 


5298. 

Frozess  der  Klause  Neunkirchen  mit  Burkhard  von  Roth   Chorherrn  in  Öhringen. 

a)  Bischof  Mangold  von  Würzburg   beauftragt   den  Doinherrn   Friedrich  Speth   den  Streit 

zu  untersuchen  und  zu  entscheiden. 

Würzburg  1299.     Juni  23. 

M.  dei  gratia  episcopus  Herbipolensis  honorabili  viro  Friderico  dicto  Speyte 
nostre  ecclesie  canonico  salutem  ||  cum  aifectu  sincero.  Causam  quam  dilecte  in 
Christo  Giitha  et  sorores  inclusorii  in  Nuwenkirchen  ||  movent  seu  movere  intendunt 
Burchardo  de  Rode  canonico  ecclesie  Orengeuwensis  tibi  committimus  per  ||  presentes 
mandantes,  quatenus  partibus  vocatis  eandem  audias  et  fine  debito  decidas  faciens 
quod  decreveris  per  censuram  ecclesiasticam  firmiter  observari.  Testes  autem  qui 
fuei'int  nominati,  si  se  gratia  odio  vel  timore  subtraxerint,  cogas  eaäem  censura  veritati 
testimonium  perhibere. 

Datum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  in  vigilia  beati  Johannis 
Baptiste,  jiontificatus  nostri  anno  XII. 

Abhangend  Reste  des  Siegels. 

b)  Klagschrift  der  Klause  Neunkirchen. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     August  19. 

Coram  vobis  domino  Friderico  Spete  canonico  ecclesie  Herbipolensis  iudice  delegato 
a  reverendo  in  Christo  patre  domino  M.  episcopo  Herbipolensi  proponit  in  iure 
Gutha  magistra  sororum  inclusorii  in  Xüwenkirchen  pro  se  dictisque  sororibus  et  pro 
inclusorio  earundem  contra  Burcardum   de  Rode    canonicum    in  Orengaw,    quod  licet 


272  1299.     Juni  23. 

ipse  sorores  diutius  fuerint  et  adhuc  sint  in  possessione  pacifica  et  quieta  unius  aree 
cum  suis  pertinentiis,  que  sita  est  in  dicta  villa  Nüwenkirchen,  cui  confinat  ex  una 
parte  ortus  decani  ibidem  ex  alia  strata  publica  ex  tertia  pratum  dietarum  sororum 
ex  quarta  domus  dicti  Helblinc,  prefatus  tarnen  Bur.  reus  ipsas  sorores  in  possessione 
dicte  aree  inquietavit  et  perturbavit  nee  non  inquietat  graviter  et  perturbat  in  dietarum 
sororum  dictique  inclusorii  preiudicium  et  gravamen.  Quare  petit  dicta  magistra 
nomine  quo  supra,  quatenus  ipsum  Burcardum,  ut  ab  inquietatione  et  perturbatione 
predicta  desistat  et  de  dampnis  et  iniuriis  ipsis  per  eum  propter  hoc  illatis  ad  duo- 
decim  libras  Hallensium  estimatis  satisfaciat,  sententialiter  compellatis.  Hec  dicit 
salvo  iure  addendi  minuendi  etc.  Petit  etiam  expensas  in  lite  factas  et  faciendas, 
astringit  se  etc. 

Oblatus  est  iste  libellus  anno  domini  MCC  nonagesimo  nono,  feria  quarta  post 
assumptionem  virginis  gloriose.  Cui  respondebitur  in  crastino  decollationis  beati 
Johannis  Baptiste.  In  quo  termino  omnes  dilationes  proponentur,  et  si  dies  fuerit 
feriata  etc. 

Aufgenommen  in  der  Ausfertigung  des  Urteils,  s.  u.  h. 

c)  Domherr  Friedrich  Speth  setzt  Termin  an  zur  ersten  Verhandlung. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     August  31. 

Fridericus  dictus  Spethe  canonicus  Herbipolensis  ecclesie  iudex  a  reverendo  patre 
II  domino  Herbipolensis  ecclesie  episcopo  delegatus  in  causa  quam  sorores  inclusorii 
in  Nuwenkirch  ||  et  Burchardus  de  Orengoe  in  presentia  nostra  movent,  lite  con- 
testata  ad  iuramentum  ||  de  calumpnia  et  ad  positiones  faciendas  et  respondendum 
eisdem  nos  dictis  partibus  de  earum  consensu  proximam  feriam  quartam  pro  termino 
assignamus. 

Actum  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  in  vigilia  beati  Egidii. 

Abhangend  spitzovales  Siegel,  35,  24  mm.,  oben  die  hl.  Margareta,  gekrönt,  beide  Hände  erhoben,  in  der 
Rechten  ein  Kreuz,  zu  ihren  Füßen  der  Drache,  unten  kniender  Beter ;  Umschrift :  t  •  S  •  FREDERICI  •  ü  • 
FEMIGE  •  GAN  •  AVG.  d.  h.  Augustensis. 

d)  Beweissätze  der  Klause  Neunkirchen  mit  Hinzufügung  der  Entgegnungen  Burkhards  von  Roth. 

Ohne  Zeitangabe. 

Ponit  iuramento  suo  et  probare  intendit  H.  de  sancta  Katarina  procurator 
magistre  et  sororum  ||  inclusorii  in  Nuwenkirchen  nomine  earundem  dictique  in- 
clusorii contra  Bur.   de  Rode  canonicum  Oren||gowen8em,  quod  dicte  sorores  nomine 


1299.     Juni  23.  273 

suo  et  (licti  iiiclusorii  fuerunt  in  pacitica  possessione  aree  ||  de  qua  questio  est  cum 
pertineutiis  suis:  coiifitetur  (i[uod  aliquando  possidebat.  Item  qliod  ipsam  aream  et 
ipsius  pertinentia  A'III  annis  pacilice  possederuiit  et  si  negaverit  descendatur :  dicit 
quod  uon  pacifice  possederunt.  Item  quod  dicte  sorores  earumque  inclusoriuin  adhuc 
stmt  in  possessione  bonorum:  negat.  Item  quod  eo  tempore  quo  fuerunt  in  possessione 
dictorum  bonorum  dictus  I5ur.  cum  suis  complicibus  manu  armata  se  de  dictis  bonis 
intromisit:  dicit  quod  auctoritate  iudicis.  Item  quod  dictus  Bur.  ratione  dictorum 
bonorum  phiries  inpignoravit  colonos  eorum  nomine  earundem:  confitetur.  Astringunt 
se  ad  ea  tantum  que  sibi  sufüciunt. 

Abhangend  Bnichstück  des   bei  c   beschriebenen   Siegels.     Vor   Item    regehnäßig   c-ffirmige    Kubiikzoichen. 
Auf  dem  Rücken  der  Urkunde  gleichzeitig:   positiones  dominarum. 


e)  Beweissätze  und   Verhör  der  Zengen  Burkhards  von  Roth. 

Ohne   Ortsangabe.     1,299.     November  7. 

F.  dictus  Spete  canonicus  Herbipolensis  iudex  a  reverendo  patre  Herbipolensi 
episcopo  delegatus.  Datum  per  copiam.  Intendit  probare  Bur||kardu8  de  Rode  contra 
.  .  magistram  et  sorores  inchisorii  in  Nuwenkirchen,  quod  bona  in  libello  posita 
videlicet  aream  cum  suis  pertinentiis  ||  pater  ipsius  Bur.  in  feudum  tenuit  ab  episcopo 
Herbipolensi  qui  tunc  temporis  fuit  ratione  ecclesie  Herbipolensis,  a  qua  huiusmodi 
bona  in  feudum  processerunt  et  ||  procedere  debent.  Item  quod  Gerwicus  de  Sachsen- 
ttüre et  Wipertus  de  Zimmern  et  Zurcho  de  (labelstein  et  Got.  de  Sassenttür  et  C. 
de  Winsterlocli  milites,  in  quos  predicte  partes  compromiserunt  feria  secunda 
ante  festum  beati  Johannis  Baptiste  proxime  transactum,  ad  presentiam  domini  epis- 
copi  Herbipolensis  venirent  ostensurc'  coram  eo  quicquid  utraque  pars  iuris  in  eisdera 
bonis  haberet,  cum  ipse  Bixr.  predictus  assereret  se  feodaliter  esse  investitum  de  bonis 
ipsis  ab  episcopo,  .  .  magistra  autem  et  sorores  affirmabant  quod  de  consensu  ipsius 
episcopi,  a  quo  quondam  pater  Bur.  in  feudum  tenuit  ipsa  l)ona,  nunc  essent  earum 
propria  facta,  quia  Bur.  dictus  Siizel  ipsis  bona  illa  propria  fieri  procurasset  et 
ordinasset,  et  cui  parti  dominus  episcopus  recognosceret  dicta  l)ona  pertinere  eadem 
pars  ipsa  bona  a  parte  altera  evicisset.  Item  quod  iam  dicta  feria  secunda  partes 
coram  domino  episcopo  Herbipolensi  compararunt  et  quod  dominus  episcopus  recog- 
novit  dicta  bona  Bur.  pertinere  quia  eum  de  eisdem  investisset.  Item  quod  dominus 
episcopus  ratione  iam  dicte  recognitionis  et  sententie  ipsum  Bur.  misit  in  possessionem 
dictorum  bonorum.     Item  quod  in  scriptis  commisit  domino  Craftoni  de  Hohenloch, 

quod  ipsum    Bur.  in    ipsis    bonis    defenderet   nee    sineret  ei  a  predictis    sororibus  vel 
XI.  m 


274  1299.     Juni  23. 

earum  amicis  aliquam  molestiam  irrogari.  Item  quod  dictus  Bur.  intravit  dictorum  bono- 
rum possessionem  et  corporaliter  eam  apprehendit  auctoritate  iudiciaria  scilicet  domini 
episcopi  Herbipolensis,  scilicet  jjulsatis  campanis  ville  in  Nuwenkirchen  et  intimatione 
facta  rusticis  illius  ville  qui  tunc  präsentes  fuerunt  quod  apprehendere  vellet  possessionem 
bonorum  in  libello  contentorum,  qui  responderunt  consuetudinem  esse  ville,  quod  quis 
per  pulsationem  campanarum  precedente  agrorum  scilicet  et  pratorum  sitorum  in 
marcliia  ville  predicte  [possessionem  apprehendit].  Item  quod  est  consuetudo  illius  ville 
quod  [per]  intimationem  et  campanai'um  pulsationem  rusticorum  predictorum  possessionem 
quis  apprehendit.  Item  coram  quibusdam  rusticis  constituit  Heinricum  vor  dem  Hove 
dictum  eorundem  bonorum  possessorem.  Nee  astringit  se  ad  probanduni  omnia  predicta, 
sed  si  qua  ex  eis  probaverit  sibi  prosint  tamquam  plura  non  fuerint  proposita  quam 
probata.  Queratur  a  testibus  utrum  bona  de  quibus  agitur  nunc  procedant  in  feudum 
a  domino  episcopd  Herbipolensi  vel  si  sint  propria.  Item  que  ex  sororibus  compro- 
miserint  et  quot  sorores  presentes  fuerint.  Item  si  ille  sorores  que  dicuntur  com- 
promisisse  liabuerint  ad  hoc  mandatum  et  potestatem  ab  aliis  sororibus  absentibus, 
et  unde  omnia  ista  sciant.  Item  queratur  quid  fuerit  factum  coram  domino  episcopo 
et  utrum  magistra  habuerit  mandatum  procuratorium  ab  aliis  sororibus  vel  si  aliquis 
procurator  ex  parte  ipsarum  sororum  comparuisset  coram  episcopo  feria  il.  ante 
festum  beati  Johannis  Baptiste  et  qualiter  utraque  pars  ibi  ins  suum  ostenderit  et 
qualis  fuerit  ibidem  petitio  ipsius  Bur.  et  responsio  sororum  et  unde  omnia  ista  sciant. 
Item  super  omnil)us  articulis  de  loco  tempore  visu  auditu  et  omuibus  circumstantiis. 
Protestatur  etiam  quod  omnia  probata  reum  non  relevant.  Cetera  suppleat  examinator. 
Dominus  Zurcho  miles  de  Gabelstein  iuratus  rogatus  de  j^rimo  articulo  intentionis 
dicit  quod  nichil  constat  ei.  Rogatus  de  II.  articulo  dicit  quod  Mergentheim  in 
presentia  domini  K.  de  Hohenloch  sorores  inclusorii  in  Nuwenkirchen  elegerunt 
duos  milites  sive  duas  personas,  Bur.  reus  etiam  duas,  dominus  de  Hohenloch  dedit 
dominum  C.  militem  de  Vinsterloch  pro  quinta  persona,  in  quo  partes  consenserunt 
et  compromiserunt  quod  quicquid  ille  quinque  persone  pronuntiarent  haberent  latum 
et  firmum,  que  convenerunt  in  unum  seu  concordaverunt  quod  vellent  pronuntiare 
quod  partes  deberent  venire  ad  presentiam  domini  episcopi  Hei'bipolensis  dominww;  feodi 
et  cuicunque  parti  dominus  episcopus  recognosceret  dicta  bona  pertinere  eadem  pars 
ipsa  bona  a  parte  altera  evicisset.  Sed  antequam  pronuntiarent  illam  sententiam,  dominus 
Wipertus  de  Husen  frater  de  domo  Theuthonica  loquebatur  quod  cum  predicte  domine 
haberent  litteras  domini  episcopi  super  predictis  bonis  vellent  venire  ad  presentiam 
domini  episcopi  et  cuicunque  parti  dominus  episcopus  recognosceret  dicta  bona  quod 
ille  [e]vicisset  ea.  In  quo  consensit  dominus  Bur.  cum  ipse  etiam  haberet  litteras 
super  eis.     Testi  nichil  plus  constat  de  negotio  supradicto. 


1299.     Juni  23.  275 

Dominus  C.  de  A'insterlocli  testis  iuratus  rogatus  dicit")  (juod  credit  firmiter 
quod  coiicordaverunt  in  sententiam  sive  in  arbitros  sed  neu  pronuntiaverint").  Con- 
cordat  per  omnia  cum  primo  teste,  sed  dicit  quod  audiverit  tantum  dnas  sorores  loqui 
et  ignorat  quot  fueriut  presentes,  sicut  et  primus  qui  dicit  quod  fuerint  tres  vel 
quatuor  presentes.  Nescit  de  die  quia  oblitus,  primus  dicit  quia  in  ebdomada  pente- 
costali  aut  feria  tertia  vel   quarta.     In  aliis  concordat. 

Heinricus  miles  de  Bartenstein  testis  iuratus  rogatus  concordat  cum  antedictis 
testibus  nisi  quod  uou  fuit  unus  de  illis  quinque  personis  quia  casu  venit  ad  locum. 

Sifridus  dictus  Helbelinc  de  ^Nuwenkirchen  testis  iuratus  rogatus  de  primo  articulo 
intentionis  dicit  quod  sciat  ex  vera  scientia  quod  procedant  dicta  bona  in  feudum 
a  domino  episcopo.  De  secundo  articulo  nichil  constat  ei.  De  tertio  dicit  quod 
audivei'it  tantummo<,lo  a  famulo  domini  Bur.  et  a  deciino  in  Xuwenkirchen  qui  legit 
litteras  domini  episcopi  super  pi-edictis  bonis  coram  ipso  teste  et  quibusdam  aliis. 
Item  dicit  quod  quodam  die  dominico  dictus  Bur.  venit  Nuwenkirchen  et  interrogavit 
de  consuetudine  ville  qualiter  quis  deberet  apprehendere  possessionem  aliquorum 
bonorum,  qui  responderunt  per  omnia  secundum  quod  continetur  in  intentione,  et 
sie  predictus  Bur.  apprehendit  possessionem  per  pulsationem  campanarum,  sicut  dieitur 
in  intentione.  Hec  testis  vidit  audivit  et  iuterfuit,  dicit  et  quod  pulsatis  campanis 
dominus  Bur.  dixit  Heinrico  dicto  vor  dem  Hove:  Heinrice  tu  es  mens,  tu  debes  te 
intromittere  de  l)onis  istis,  qui  respondit:  vos  domini  de  villa  istud  bene  auditis,  hoc 
consideretis  ne  contingat  me  incurrere  indignationem  dominarum  mearum  quia  oportet 
me  obedire  domino  meo.  Sed  domine  receperunt  frumentum  et  annonam  in  campo  isto 
nesciente  quia  procurator  sive  scultetus  dominarum  dixerat  ei  quod  nollet  ea  colligere 
ante  festum  sancti  Jacobi,  sed  statim  per  duos  dies  vel  tres  collegit.  De  aliis  ignorat. 

Heinricus  dictus  vor  dem  Hove  testis  iuratus  rogatus  concordat  per  omnia  cum 
Sifrido  teste  precedente  et  est  proprius  domini  Burkardi. 

Rudegerus  dictus  in  dem  Hove  testis  iuratus  rogatus  dicit  quod  dominus  Bur. 
interrogavit  eum  quali  iure  sive  quali  consuetudine  ville  illius  deberet  se  intromittere 
de  possessione  bonorum,  cpii  respondit  quod  deberet  paleam  recipere  de  domo  vel 
stramina  extrahere  de  tecto,  hoc  videretur  sibi  esse  iuris.  Nichil  aliud  constat  sibi 
de  facto  nisi  quod  audivit  ab  aliis  ([ui  interfuerunt  et  audiverunt  et  viderunt  quod 
dominus  Bur.   intromisit  se  de  possessione  ut  est  dictum. 

Preterea  ego  Petrus  camerarius  in  Kuncelsowe  citaveram  quosdam  alios  testes 
ad  perhibendum  in  causa  eadem  testimonium  veritati  qui  non  comparerunt,  et  quia 
domini  mei  sum  negotiis  occupatus  ita  quod  non  sum  certus  quando  possim  in  domo 
propria  inveniri.  ideo  vobis  negotium  remitto  et  istas  attestationes  sigillo  domini  mei 
de  Rannenberg  sigillatas. 


27<;  1299.     Juni  2B. 

Publicate  sunt  iste  attestationes  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  sabbato  ante 
Martini,  et  prefiximus  parti  dominarum  inclusorii  supradicti  feriani  11.  ante  Katerine 
ad  excipiendnm  in  dicta  et  personas  testium  supra  dictorum. 

Al)hangend  das  Siefjel  des  Donihenn  Friedricli  Speth  wie  an  c.    Die  am  Anfaiij;  einzelner  Ah-schnitte  stehenden 
c-förmigen  Rubiikzeichen   sind  im  Abdruck    weggelassen  worden.  —  Regest:  Weller,  Hohenloli.  ÜB.  1,  430  ii.  (111. 
■^ — a")  Die  Stelle  von  ((nod  bis  in  die   Mitte  de.s  Wortes  |ironunt — iaveriiil   auf  Rasur. 

f)  Friedrich  Speth  setzt  Termin  zur  BepHh  an. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     November  2:>. 

Fridericus  dictus  Spete  de  Feimigen  ecclesie  Herbipoleiisis  canonicns  iudex  a 
reverendo  ||  domino  Herbipolensi  episcopo  delegatus  in  causa  quam  sorores  inclusorii 
in  Xuwenkirclien  ||  Bur.  de  Orengowe  in  presentia  nostra  movent  piiblicatis 
attestationibus  partis  utriusque  ||  ad  replicandum  contra  exceptiones  sor(n-um  pre- 
dictarum  et  ad  excipiendum  conti'a  personas  et  dicta  testium  ipsarum  proximam 
feriam  seeundam  post  circumcisionem  domini  pro  termino  assignamus. 

Datum  et  actum  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  proxima  feria  secuiida  ante 
Katerine  et  eodem  termino  pars  dominarum  excipiet  contra  unura  testem  Bur.,  contra 
quem  antea  nou  fiiit  exceptum,  Hermannum  scilicet  filiuni  quondam  Thierolfi. 

Abhängendes  Siegel  wie  bei  c.  Auf  der  Rückseite  der  Urkunde  gleichzeitig:  Iste  terminus  eodem  iure 
continuatus  est  ob  spem  compositionis  uscpie  ad  feriam   se.xtam  i)ost  inuilicationem. 

g)  Einrede  gegen  den  Zeugen  des  Beklagten  Hermann  den  Sohn  weiland  Tierolfs. 

Ohne  Zeitangabe. 

Coram  vobis  domino  F.  Spete  canonico  ||  Herbipolensi  iudice  a  domino  episcopo 
Herbipolensi  ||  delegato  ex  parte  inclusorii  in  Xuw'en||kirchen  excipiendo  proponitur 
contra  personam  et  dicta  Hermanni  tilii  Tierolfi  testis  domini  Hur.  de  Orengau,  quod 
dictum  suum  non  relevat  producentem.  Xam  etsi  dominus  episcopus  mandasset  ijisi 
Bur.  dai'i  aliquas  litteras,  lioc  non  prodesset,  cum  hoc  factum  esset  ijjsis  dominabus 
non  citatis  non  confessis  non  convictis  et  iuris  ordine  penitus  pretermisso.  Katio : 
ipso  iure  quoad  ipsas  dominas  tales  Httere  nulle  sunt:  Extra  de  constitutionibus 
ecclesia,  de  probationibus  quoniam  contra,  11  questio  I  Nos  in  quemquam")  cum 
multis  similibus.  Ratio:  si  jirincipale  scilicet  missio  non  valuit  nee  accessorium 
videlicet  si  se  occasione  talig  littere  de  dictis  bonis  intromisit:  Extra  de  fide  instru- 
mentorum  inter'').  Nee  obstat  quod  ex  parte  dicti  Hur.  dicitur,  quod  occasione 
cuiusdam  compromissi  dicte  domine  tenerentur  coram  domino    e])iscopo  coin])aniisse, 


1299.     Juni  23.  277 

quia.  illud  compromissum  nulluni  fuit  nee  doraine  inclusorü  ([ue  tunc  presentes  erant 
habebant  ad  hoc  l'aciendum  aliquam  potestatem  a  sororibus  inclusorü  nee  erat 
aliqua  pena  vallatum,  imnu)  nee  aliquid  actum  fuit  ibi  quod  possit  ipsis  domiuabus 
preindieium  generare  ut  patet  cuilibet  intuenti  acta. 

Das  Pergamentlilatt,  worauf  diese  Ausfühi-ungen  geschrieben  sind,  ist  mit  einem  l^eri;amentstreifchen  an  f 
befestigt.  Es  ist  zum  zweitenmal  verwendet ;  unter  der  Schrift  sind  nocli  Spuren  einer  ausradierten  Adresse  zu 
erlvennen,  wie  auch  von  ursprünglichem  Briefverschluß  (i  Einschnitte  vorhanden  sind.  Auf  der  Rückseite  steht 
folgender  Text,  der  mit  dem  Prozeß  keinerlei  Zusammenhang  hat,  dessen  Adressat  aber,  Magister  Konrad  von 
Feuchtwangen,  offenbar  als  Beisitzer  des  Richters  (s.  ii.  die  Zeugenreihe  von  h)  in  dieser  Angelegenheit  tätig  war: 
Frater  Bnrkardns  comendator  Theuthonicorum  domus  in  Munrichstat  viro  sapienti  magistro  C.  diclo  ||  de  Fuht- 
wangen  amico  suo  speciali  cum  obnixis  orationibus  ad  sua  beneplacita  se  paratum.  ||  Intellexi  ({uod  Juta  relicta 
quondam  H.  dicti  Scrinph  nunc  uxor  dicti  Strima  |{  dominam  Adelheydym  ab  agendo  corani  (jfticiali  repellere 
nitatur  propter  excommunicationis  sententiam  cpiam  in  eam  ex  parte  sui  per  dominum  Herbipolensem  asserit 
promulgatani.  Ipsa  vero  domina  A.  nulhs  est  adhuc  gravata  sententiis  proiit  ex  patenti  predicti  domini  episcopi 
littera  potestis  colligere,  quam  vobis  lator  presentium  exhijiebif.  (^uare  vestrain  exoro  diligentius  honestatem, 
([uatenus  sabbato  nunc  venturo  in  iudicio  comparere  dignemini  si  ((uid  contra  prefatani  proponatur  dominam 
audituri,  certum  ad  me  respectum  habentes  quod  pro  servitiis  habendis  i)ro  ea  vel  habitis  secundum  vestrum 
beneplacitum  respondebit.  Formam  libelii  presens  vobis  nuntius  intimabit.  Qui  si  plenarie  vobis  instillare  ne- 
quierit  i])sius  libelii  responsum  suspendatis  quoadusque  personaliter  introeam,  ([uo<l  ebdomada  propono  facere 
nunc  instanti.     Cetera  lator. 

a)  Die  zitierten  Stellen  des  tlorpus  iuris  Canonici  sind:  c.  10  x  de  constitutionibus  \,2-,  c.  11  x  de  pro- 
bationibus  2,   19;  c.   1,  C.  "2,  qu.   1   des  decr.  üratiani  Teil  2. 

b)  C.  G  X  de  fide  instrumentonun  2,  22. 


h)  Domherr  Friedrich   Speth  spricht  in  dieser  Sache  das  Urteil. 
Ohne  Ortsangabe.     1300.     Juni  8. 

In  nomine  domini.  Amen.  Fridericus  dictus  Spete  canonicus  et  plebanus  maioris 
ecclesie  Herbipolensis  iudex  a  reverendo  in  Christo  patre  ac  domino  Manegoldo  || 
Herbipolensi  episcopo  delegatus  in  causa,  que  inter  .  .  magistram  et  sorores  inclusorü 
in  Niwenkirchen  ex  una  et  Burcardum  de  Rode  canonicum  Oren||gaAvensem  ex  parte 
altera  eoram  nobis  hactenus  vertebatur,  .  .  procurator  dictarum  dominarum  libellum 
obtulit  infrascriptum :  Coram  vobis  ti.  s.  w.  Es  folgt  der  oben  unter  b  mitgeteilte  Text 
der  Klagschrift. 

Super  qua  petitione  lite  legitime  contestata  prestitoque  a  partibus  ealumpnie 
iuramento  factis  positionibus  et  responsionibus  subsecutis  pars  utraque  super  intentione 
sua  fundanda  testes  produxit,  quorum  attestationibus  i)ublicatis  et  exceptionibus  aliquibus 
contra  [personas]  et  dieta  ipsonim  exhibitis  partes  in  dicto  negotio  concluserunt.  Tandem 
terminum  prefiximus  ad  diffinitivam  sententiam  audiendam,  quo  termino  veniente  parte 
utraque  coram  nobis  comparente  et  diffinitivam  sententiam  pro  se  ferri  cum  instiintia 


278  1299.     Juni  23. 

postulaute  nos  visis  et    intellectis    cause  meritis    plenius    et    discussis  nee  non  delibe- 

ratione  prehabita  diligenti  quia  nobis  constitit,  qu(Hl  prefate  sorores  aream  prenotatam 

cum    suis    pertinentiis    legitime    possederunt    quodque    intentionem    suam    sufficienter 

pi'obaverunt,    ijredictum    Burcardum    ne    easdeni    magistram    et    sorores    ipsarumque 

inclusorium    in    possessione    predicte    aree    inquietet    de    cetero    aut    perturbet    et    ad 

solutionem  duodecim   librarum  Hallensium    pro    dampnis    et   expensis    litis,    (j^uas  pro- 

curator  dictarum  sororum    ipsas    habuisse    et   fecisse  suo    iuramento    nostra    taxatione 

prehabita  declaravit,  in  hiis  scriptis  sententialiter  condempnamus,  salvo  iure  proprie- 

tatis  partium  hinc  et  inde. 

Lata  est  liec  sententia  anno  domini  MCCC,  feria  quarta  post  octavam  pentecostes, 

continuata  a  feria  tei-tia  precedente,  presentibus  magistro  Gotschalko,  magistro  Cunrado 

de  Fiuhtwang  advocatis,  Heinrico  de  sancta  Katherina,  Friderico  de  Ruhsteten  clerico, 

Cünrado  notario  nostro  et  aliis  pluribus  fide  dignis. 

Abhängend  spitzovales  Siegel,  c.  53,  34  mm.,  der  hl.  Georg  stehend  im  Schuppenpanzer  und  darüber  ge- 
zogenen ärmellosen  Hemd,  in  der  Rechten  die  Lanze  mit  dreilappiger  Fahne,  auf  der  ein  gleicharmiges  Kreuz 
angebracht  ist,  die  Linke  auf  einen  mit  Leistenkreuz  belegten  Schild  stützend ;  Aufschrift :  SANC.TVS  •  GEORIVS ; 
Umschrift:  .  .  S  •  FHIDER  •  IV  •  VEIMIGEN  •  GAN  •  ET  ■  larchidiaconi)  MAIORIS  •  EGGE  •  HERBIPOLEN. 


i)  Domherr  Friedrich  Speth  beauftraijt  den  l'leban   run  O/iriiifjai,  den  Chorhcrrn  Burkhard 

von  Rot  zu  ermahnen,    dass  er  die  Klause  Neunkirchen    in  dem    ihr  zin/esprochenen  Besitz 

nicht  weiter  störe  und  die  Prozesskosten  bezahle. 

Ohne   Ortsangabe.     1300.     Juni  '.). 

F.  Spete  canonicus  et  plebanus  maioris  ecclesie  Herbipolensis  iudex  a  reverendo 
patre  domino  M.  Herbipolensi  episcopo  delegatus  .  .  plebano  ||  in  Orengowe  sinceram 
in  domino  karitatem.  In  causa,  que  inter  .  .  magistram  et  sorores  inclusorii  in 
Nuwenkirchen  super  area  ||  una  cum  suis  pertinentiis  sita  in  Nuwenkirchen  iuxta 
ortum  .  .  plebani  ibidem  coram  nobis  ex  tma  et  Burkardum  de  Rode  canonicum  || 
ecclesie  Ürengouwensis  ex  parte  altera  vertebatur,  nos  cognitis  ipsius  cause  meritis 
I)refatum  Bur.,  ne  predictas  sorores  in  possessione  aree  prenotate  inqiiietet  de  cetero 
aut  perturbet,  nee  non  ad  solutionem  XII  librarum  Hallensium  pro  dampnis  et  expensis 
in  lite  factis,  quas  procurator  ipsarum  sororum  taxatione  nostra  prehabita  et  iura- 
mento suo  ipsas  sorores  habuisse  et  fecisse  legitime  declaravit,  sententialiter  condemp- 
navmmus  iustitia  exigente  salvo  iure  proprietatis  partium  hinc  et  inde,  quare  vobis 
firmiter  precipiendo  mandamus  quatenus  prefatum  Bur.  cum  diligentia  moneatis,  ut 
prefatas  sorores  aream  suprascriptam  permittat  de  cetero  possidere  pacifice  et  (luiete 
nee    ipsas    in    eadem    inquietare    presumat    aut    etiam  perturbare,    ipsisque    sororibus 


1299.     Juni  23  und  28.  279 

predictas  XII  libras  Hallensium  infra  liinc  et  feriam  tertiam  post    octavam  Johannis 
Baptiste  solvere  non  omittat,   alioquin  contra  ipsum  durius  procedemus. 

Datum  anno   doniini  MCCC,  feria  V.  post  octavam  pentecostes.    Reddite  litteram. 

Abhaiifiend  das  Siegel   wie  an  c. 

k)  Scholaster  Burkhard  von  Neumünsterstift  iveist  die  Appellation  des  Burkhard  von  Roth  ah. 

Ohne  Ortsgabe.     ISOO.     August  17. 

Burcardus  scolasticus  Novi  Monasterii  Herbi^jolensis  iudex  appellationis  a  reverendo 
patre  domino  M.  Herbipolensi  episcopi  delegatus  in  causa  que  ||  inter  Burcardum 
de  Rode  canonicum  ürengawensem  ex  una  et  magistram  et  sorores  inclusorii  in 
Nüwenkirchen  ex  parte  altera  vertitur  procuratoribus  ||  partium  comparentibus  coram 
nobis  in  termino  a  nobis  ad  respondendum  libello  prefixo,  quia  prefatus  Burcardus 
dictis  sororibus  libellum  non  obtulerat,  nos  procura||torem  ipsarum  sororum  ab  instantia 
nostri  iudicii  absolvimus  salva  eis  petitione  congrua  expensarum. 

Datum  anno  domini  MCCC,  feria  quarta  post  assumptionem  virginis  gloriose. 

Abhängend  ein  Bruchstück  des  iiniden  Siegels,  worauf  noch  2  vor  dem  Lehrer  sitzende  Schüler  zu  er- 
kennen sind. 


5299. 

Schwester  Mechthild   von  Westheim  stiftet  ihre  Jahrzeit  im  Kloster  Lauff'en   mit  Äckern  in 

Thalheimer  und  Laiiffener  Flur. 

Laufen  1299.     Juni  28. 

Ich  swester  Metlitilht  von  Westhen  tun  kunt  allen  den,  die  disen  brief  horent 
lesen,  das  ich  hau  ||  geben  den  vrowen  von  Loufen  Brediger  ordens  vierdihalbeu 
morgen  akkirs,  der  coufht  ich  zwen  morgen  ||  umme  Harthmüth  Engel,  die  ligent 
ienhalb  Nekkirs  in  Talhemmer  üoir,  einen  morgen  umme  Diemin  den  ||  Haiden, 
der  liet  dishalb  Nekkers  uf  Stetvelde,  unde  den  halben  morgen  der  liet  och 
uf  Stetvelde  da  bi,  den  cauflit  ich  umme  Ludewik  den  Knappen.  Die  ersten 
zwen  morgen  coufht  ich  umme  nun  phimt  Haller,  den  drithen  als  da  vor 
binant  ist  umme  drie  Schillinge  und  driu  phunt,  den  halben  umme  vinf  Schillinge 
und  swei  phunt,  imd  aller  der  vor  benanten  Haller  werthte  ich  die  vor  benanten 
drie  man,  als  ich  gelobthe,  und  dar  umme  gaben  si  die  vor  benanten  agker  uf  jnit 
gesamenther  haut  ir  wirthin  und  ir  kinde.  Do  ich  der  vor  benanten  affker  ffewaltik 
wart,  do  gab  ich  si  uf  den  vor  binanten  vrowen  und  enphenk  si  andirwab ')  von  den 
frowen,  die  da  vor  dikke  binant  sint,  allii  jar,  die  wile  ich  lebe,  umme  ein  vierdunk 
wash,  den  sol  ich  geben  an  unserre  vrown  abent  zu  kercewilii.    Und  swenne  ich  von 


280  1299.     Juni  28  und  Juli  2. 

dirre  werlth  gescheide,  so  sol  swel  vrowe  denne  virbas  priorin  ist  des  cloisters  immer 
nie  allu  jar  von  den  vor  binanten  vierdihalben  morgen,  die  nach  mimme  tode  ledic- 
liche  dem  cloister  vallent,  sechs  Schillinge  Haller  geben  der  sammunge  zu  ainer  pitancii 
und  miner  sele  zu  hilfe.  Were  aber,  das  ich  des  vor  benanten  giites  zu  rechtter  not 
bedorfte  oder  in  der  schulde  were,  die  ich  von  varindem  gute  nit  vergelten  mochte 
und  man  billiche  gelten  solte,  die  schulde  und  not  sol  du  priorin  usrichten  und  sol 
denne  das  uberige  ledicliche  vallen  als  da  vor  gescriben  ist.  Dirre  saclie  gezuige 
sint:  schulteis  Dieme,  Wernher  Boil,  Conrat  der  Schoiber  und  Coininc  der  Mezciler 
und  der  Mane  und  Herman  Ludewigis  Sazces  tothterman.  Das  aber  dis  ganz  und 
steti  bilibe,  des")  han  wir  schultez  Dieme  und  die  richtter  der  stat  zu  Loufen  unserre 
stette  iusigil  dur  der  vrowen  bette  geleget  an   disin  brief. 

Dis  gescach  zu  Loufen,  do  von  Cristes  geburthe  waren  tusent  und  zwei  hundert 
und  nun  und  nuncik  jar,  an  sant  Peters  abent. 

Beschädigtes  rundes  Siegel,  45  mm.,  Schild  mit  leclitsbhckeiidem  Reichsadler,  im  Siegelfeld  Akantlms- 
blattverzierimgen ;  Umschrift :  f  •  SUilLLVM  -CA  ...  .  LOFEN. 

a)  Von  hier  an,  wie  es  scheint,  von  derselben  Hand  später  hinzugefügt. 

1)  Vgl.  Fischer,  Schwab.  Wörterbuch   1,   Sp.  IHK:  anderwarbe  ==  zum  zweiten   Mal. 

5300. 
Krenzlhigen  1299.     Juli  2. 

Abt  (ieniiiy  ((j.)  und  Konvent  von  KreuzUnyen  extra  muros  Constantienses  gehen 
die  Güter  der  verstorbenen  Laienschwester  Häzze  von  Uirschau  (bona  quondam  Häzze 
converse  de  Hirsöwe  filie  quondam  .  .  dicti  Inhart  nostro  monasterio  pertinentia, 
videlicet  vineam  dictam  Slengerre,  agrum  dictum  Wegelanger,  agrum  dictum  Kiirze, 
agrum  dictum  du  Wise,  agrum  dictum  uf  dem  Raine,  agellum  situm  ufen  Muren, 
dimidium  iuger  agri  situm  in  banno  Wurmelingen,  quartam  partem  iugeris  ufen 
Muron  sitam,  item  unum  iuger  agri  situm  ibidem,  dimidium  itiger  agri  situm  ufen 
Hohenwison,  item  aliud  iuger  agri  situm  ibidem,  item  dimidium  iuger  agri  situm  in 
der  Owe,  item  dimidium  iuger  agri  situm  iuxta  pratum  .  .  ministri  et  curtim  sitam 
in  villa  Hirsöwe)  den  Brüdern  Burkhard  und  Heinrich  genannt  Inhart  und  ihren  rechten 
Erben  zu  Lehen  gegen  einen  Zins  von  12  Schilling   Heller  auf  Martini. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  et  actum  in  monasterio  nostro  predicto,  anno  domini  MCCLXXXX  nono, 
feria  quinta  proxima  post  festum  beatorum  apostolorum  Petri  et  Pauli,  indictione  XII. 

Frauenteid.  Orig.  Perg.  Siegel  eingenäht,  zerbrochen.  —  Regest :  Regg.  dei'  Schweizer.  Kidgenossenschaft. 
Kreuzungen  \r.  116  (wo  der  Name  des  Abts  fälschlich  (lonradus  gele.sen   wirdl. 


1299.     Jixli  4  und  (5.  281 

5301. 
Ohne   Orfsangabe.     1299.     Juli  4. 

C.  der  Sohn  des  ireiland  B.  von  Riedhansen  (lliethusen)  verkauft  (dedi  ad  emendum) 
seine  Güter  in  Lengenweiler  (curiam  meain  in  Lengenweyler  apud  Ringenburg  et  mansum 
dictum  liueba  cum  duabus  areis  sive  curtilibus  dictis  selda  situatis  ibidem  iure 
proprii  omni  conimoditate  et  usnfructu  incontradicibiliter  milii  pertinentes)  an  die 
Brüder  genannt  Mistfürer,  Bürger  von  Überlingen  inii  10  Mark  Silber  Ravensburger 
Gewichts  und  schenkt  sie  ex  apposita  condicione  mit  allen  Zugehörden  (vallil)us  agris 
pratis  virgultis  pascuis  viis  inviis  ingressibus  et  exitibus)  Gott  und,  dem  hl.  Martin  in 
Weingarten  in   Gegenwart  vieler  Mönche  und   Laien  und  mit  Verzicht  auf  alle  Rechtsmittel. 

Et  ut  memorata  faciam  tirmitatis  robur  habere  (proprio  careo  sigillo)  hoc  sci'iptum 
sisrillis  meorum  avunculorum  Manstochi  militis  et  H.   de  Rüti  laici  si<>:nari  petivi. 

Datum  anno  domini  MCCLXXXXIX.,'  IUI.  nonas  Julü. 

Kopl).  des  Kl.  Weingarten  uns  rlein  Ui.  Jahrli.,  sign,  nocnnipnta  (lescri]ita  trans  Scliussen.  i']senlniser  Aiiil)!  I!l.  V. 


5302. 

Hedwig   die   Witwe  Heinrichs    von    Kajtfenhart    und   dessen  Bruder  Friedrich   von  Enzberg 
als  Vormund   ihrer   Kinder   verkaufen   dem    Kloster  Maulbronn    die  Burg  Kapfenhart   und 

10  Morgen  Weinberg  hei  Zaisersweiher. 

Ohne  Orfsangabe.     1299.     Juli  iL 

Allen   den   die   disen   l)rief  sehent  oder  hörent  lesen   dün  icli  Hedewi"    liei'ii  Hein- 

riches  seligen  von  Kaphenhart  elichiu  wirtenne  unde  ich  Friderich  von  Enzeberg  des 

vor  genanten  Heinriches  se||ligen   l)rüder  und  siner  kinde  ain  v(jrmunt  kunt,  daz  wir 

mit    gesameter    hant    und    mit    gemainem     rat    willen    und    wissent     haben   geben    ze 

köfenne    und    ze    aim    rehten  selegereit    den    eirberen    heiren    ||    dem    abbet    und    der 

samenunge    gemeinlicli    von  Mulenbrunnen    grawes    ordens  Spirer  bisten    die   bui-g  ze 

Kaphenhart    mit    allem    dem    gut,    daz    der    zu    höret,    walt    waide    velt    wasser    wisen 

ftcher  II   zinse  li'ite  gesüchet  und  ungesüchet  und  zehen  morgen  wingartes  gelegen   an 

dem  berg  ze  Aichelberg  bi  Zaisolfswilre    reht    und  redelicli    mit    allem    dem  reht  als 

der  voi'  gnante  Heinrich  selig  daz  sell)e  gut  hat  besessen,    also   daz  die  vor  gnanten 

heiren    von   Alulenbruiiiu'n    solen")  mir    der  vor  gnanten  Hedewigen    geben   alliu  jare 

z  aim    libgedinge    die  wile    ich    lebe  zewainzig    malter   roggen    und  zewainzig  malter 

dinkels    zi"i    unser    vrowen    dag    der  jüngeren    und    zewainzig    malter    habern    ze    sant 
XI.  -  m 


282  1299.     Juli  6. 

Gallen  dag  und  zewai  füder  Avins  von  Haselach  Spirer  messe  ze  sant  Martins  messe 
und  zeAvainzig  phunde  Haller,  ie  zer  vronvasten  fünf  phunt,  und  solen  mir  das  selbe 
körn  den  win  und  die  pheuninge  entwürten  mit  ir  kost  ane  allen  minen  schaden 
über  fünf  mile  von  ir  closter  swar  ich  wil.  Und  swenne  ich  nit  enbin,  so  solen  siu 
des  vor  gnanten  libgedinges  ze  gebenne  ledig  sin  gen  alrmengelichem  imd  sint  nieman 
gebunden  noch  schuldig  ze  gebenne  das  vor  gescriben  gelt.  8iu  solen  öch  minen 
drin  kindeu  iegelichem  sibenzig  jjhunde  geben  ze  closter,  SAva  siu  wellen  invarn.  Ist 
aber  daz  ir  kains  ze  closter  nit  weit  varn,  so  solen  sin  im  sibenzig  jihunde  geben 
und  solen  von  ihm  ledig  sin.  Ist  öch  das  ir  kains  stirbet  so  sint  siu  aber  ledig, 
ünde  ich  der  vor  gnante  Friderich  von  Enzeberg  vergihe  och  öffenlich,  won  ich  und 
die  vor  gnante  Hedewig  den  vor  gnanten  heiren  von  Mulenbrunnen  die  vor  gnanten 
bürg  mit  allem  dem  gut,  daz  der  zu  höret,  haben  geben  z  aim  rehten  köfe  und  z 
aim  rehten  selegereit,  so  haint  mir  dar  umme  die  selben  heiren  von  Mulenbrunnen 
geben  hundert  phunde  Haller  und  vergihe,  das  mir  die  selben  phenninge  gar  und 
genzelich  worden  sint  und  das  ich  siu  an  minen  nuzze  habe  geleit.  Ich  die  vor 
gnante  Hedewig  und  ich  der  vor  gnante  Friderich  vergehen  öch  oft'enlich,  das  wir 
den  vor  gnanten  heiren  von  Mulenbrunnen  haben  geben  alles  daz  reht,  daz  wir  an 
der  vor  gnant  bürg  und  an  dem  vor  gnantem  gut  baten  oder  haben  mohten,  also 
das  wir  noch  enkainer  unser  eirbe  enkain  reht  haben  sol  noch  enmag  an  dem  vor 
gnanten  gut,  und  vergehen  öch,  das  wir  die  selben  heiren  noch  ir  nahekomen  niemer 
solen  ansprechen  noch  bekümmern  umme  daz  vor  gnante  gut  weder  an  weltlichem 
noch  an  gaischelichem  geriht.  Siu  solen  öch  daz  selbe  gut  iemerme  eweclich  und 
aigenlich  besizzen  eirben  unde  niezen  als  anders  ir  aigen  gut,  unde  ob  wir  und  unser 
eirben  kain  reht  möhten  haben  an  dem  selben  gut,  des  verzihen  wir  uns  für  uns 
selber  unde  für  unser  eirben  an  disem  gegenwertigen  brief.  Unde  dar  umme  daz 
dis  alles  wäre  si  und  stet  belibe,  so  schüfen  wir  ich  die  vor  gnante  Hedewig  und 
ich  der  vor  gnante  Friderich  disen  brief  gescriben  und  mit  unseren  und  mit  liern 
Heinriches  von  Enzeberg,  mit  liern  Rüggerus  von  Talhein,  mit  hern  Heinriches  von 
Rossewag,  mit  hern  Conrades  des  Glatz  von  Lomershein  ritter  und  mit  phaö'e  Hein- 
riches von  Nyefern  insigeln  besigelt  ze  ainem  Urkunde  und  z  ainer  vestenunge  alles 
des  hie  vor  gescriben  stat.  Wir  Heinrich  von  Enzeberg,  Ri'igger  von  Talhein,  Heinrich 
von  Rossewag,  Conrat  der  Glatze  von  Lomershein  ritter  und  ich  phaft'e  Heinrich 
von  Nyefern,  won  wir  gegenwertig  w'aren  an  disem  köfe  und  an  disem  selegereit 
und  öch  dur  der  bette  willen  der  vor  gnanten  vrowen  vro  Hedewagen  und  dos  vor 
gnantes  Frideriches  von  Enzeberg  willen,  haben  unser  insigel  gehenkeit  an  disen 
brief  ze  ainer  vestenunge  und  ze  ainer  bezügunge  alles  des  hie  vor  gescriben  stat. 
Des    sint    gezüge:    brüder   Swiger  von    Hemertingen,    brüder  Heinrich  der  keller  von 


1299.     Juli  6.  283 

Nyper<>',  bruder  Heinrich  der  mittel  keller  von  Kalwe  niünke  von  Mulenbrunnen,  brnder 
Berhtolt  und  brüder  Steinhart  laigebrüder  von  Mulenbrunnen,  herre  Walther  der 
decan  von  Haselach,  lierre  Gossolt  der  phaffe  von  Pforzehein,  und  die  vor  gnanten 
ritter,  die  ir  insigel  an  disen  brief  haint  gehenkeit  und  öch  vil  ander  biderber  liite. 
Dis  geschähe  und  dirre  brief  wart  geben,  do  man  von  gottes  gebürte  zalt  zewelf 
hundert  jare  unde  nünzig  jare  in  dem  nündem  jare,  an  dem  ahtendem  dag  nalie  sant 
Peters  dag. 

Sieben  Siegel.  1)  schildförmig,  c.  .52,  42  mm.,  drei  Sparren  übereinander,  auf  jedem  ein  Vogel  (Fasan?); 
Umschrift:  ■[- •  S  ■  HEDEWIGI  .  .  .  E  .  CAPFENH.4RT i).  2)  Friedrichs  von  Euzberg,  Bruchstück.  3)  Heinriciis 
von  Enzberg,  s.  Bd.  8,  S.  394.  4)  Kuggers  von  Thalheim,  s.  Bd.  9,  S.  211.  5)  Heinrichs  von  Rosswag,  s.  Bd.  K, 
S.  394.  ö)  des  Konrad  Glaz  von  Lomersheim,  s.  Bd.  10,  S.  184.  7)  spitzoval,  c.  -10,  20  mm.,  über  einem  Kleeblatt- 
bogen Maria  mit  dem  Jesuskind,  darüber  ein  Stern,  unten  kniender  Mönch:  Umschrift:  f  ■  S  •  H-AIN  ■  RECTOR 
.  .  .  LIE  •  I  ■  NIEVERN. 

a)  Hier  und  im  Folgenden  ist  solen  regelrtiäßig  mit  über  das  n  gesetztem  e  geschrieben. 

1)  Hedwig  gehört  wohl  zum  Geschlecht  der  Herren  von  Ubstatt,  die  drei  Sparren  führen;  vgl.  z.  B.  Bd.  8, 
S.  262.    Die  Vögel  wären  dann  persönhche  Zutat,  wie  etwa  in  dem  Lichtenbergischen  Wappen  bei  w.  Alberti  Xr.  1651. 


5303. 

Hiig  von  Wehingen  verkauft  an  den  Spital  in  Rotttveil   Gülten   in  Wehimjen. 

Hohenberg  1299.     Juli  (i. 

Allen  den  die  disen  brief  gesehent  oder  gehörent,  tun  ich  Hug  von  Wa^hingen 
hern  Berhtholdes  saeligen  von  Wajhingen  sun  kund,  daz  ich  verköft  han  unde  vergihe 
II  daz  ich  verköffet  habe  mit  mins  herren  graven  Albrehtes  von  Hohenberg  unde 
aller  .  .  minre  brüder  hand  unde  willen  .  .  deme  maister  unde  den  phlegern  ||  dez 
armen  spittals  von  Rotwil  an  dez  selben  spittals  stat  vierdehalben  schetfol  kernen 
geltes,  ainen  scheffol  habern  Rotwiler  mes,  drige  Schillinge  phenninge  ||  Brisger,  zwai 
hünre  unde  drissig  aiger  us  deme  hove  den  ich  selbe  buwe,  der  bi  sante  Ülriches 
kirchen  ze  Wsehingeu  lit  aller  nahost,  da  ouch  deme  selben  spittal  jArgeliches  als 
vil  geltes  us  gat  als  dez  vor  geschribenen  geltes  ist,  umbe  zwelftehalb  phund  der 
phenninge  die  ze  Rotwil  gengeme  sint,  ze  habenne  ze  niesSenne  unde  ze  besitzzenne 
von  in  unde  von  allen  iren  nachkomenne  für  ain  reht  aigen  lediges  unde  laere,  unde 
han  in  diz  giat  ufgeben  reht  unde  redelich  unde  ane.  alle  gevserde  unde  han  gelobt 
bi  guten  truwen  für  mich  unde  für  mine  erben,  daz  ich  siu  unde  ir  nachkomenne 
diz  gutes  wern  sol  für  reht  aigen  gegen  allermengelich  nach  rehte  unde  siu  niemer 
der  umbe  angesprechen  oder  der  an  geirren  sol  mit  gerihte  oder  der  ane.    Ich  vergihe 


284  12J)'J.     .Juli   ()  und   7. 

oucli,  daz  ich  der  vor  genanten  plienninge  von  in  gewert  bin  gentzelich  unde  gerlich 
unde  mir  ze  ni'izze  konien  sint.  und  han  mich  der  umbe  verzigen  allez  rehtes  unde 
Schirmes  unde  iurzoges,  also  daz  ich  niemer  turgeziehen  sol.  daz  mir  die  vor  genanten 
phenninge  ungezalt  sient  oder  in  rainen  nutzze  iht  konien  sient  oder  daz  ich  an 
disem  kAft'e  iht  betrogen  si  i'iber  halb  oder  mit  dehainre  gevserde,  unde  allez  schirmes 
«raistliches  unde  weltliches  yerihtes  unde  aller  briefe  dez  .  .  babestes  unde  auderre 
herren  da  mit  ich  disen  kAf  widerti'iben  oder  daz  vor  genante  gut  widergewinneu 
oder  dise  handvesti  oder  denhain  ding  daz  hie  vor  oder  hie  nach  geschriben  stat 
Widerreden  mohte  sus  oder  so.  l'ber  daz,  war-re  daz  aiu  ziiis  den  andern  erliitfe, 
ez  si  der  zins  den  sin  enmls  uft'  deme  hofe  liettent  oder  den  siu  nu  ntehest  gekött'et 
haut,  so  sol  in  dirre  hof  ledig  sin  unde  si'dnt  siu  in  besetzzen  mit  swem  in  wol 
kumet.  L'nde  daz  diz  war  si  unde  sta-te  l)elibe,  der  umbe  so  ist  durch  mine  bette 
unde  mit  mime  willen  unde  der  zu  minre  brüder  aller  dez  vor  genanten  mins  herreu 
graven  Albrehtes  von  Hohenberg  unde  der  stette  ingesigel  von  Kotvvil  an  disen  brief 
gehenket  ze  aime  urki'mde.  Wir  grave  Albreht  von  Hohenberg  vergehent,  daz  adliu 
diu  ding,  die  da  vor  gescliriljen  stant  mit  imserre  band  und  mit  unserem  willen  be- 
scliehen  sint  unde  hiessent  der  umbe  durch  Huges  bette  von  Wsehingen  unser  ingesigel 
an  disen  brief  henken  ze  aime  Urkunde.  Wir  ouch  Jacob  der  Wirt  der  schulthaisse, 
.  .  der  burgermaister  unde  die  rihter  von  Kotwil  vergehent,  daz  wir  durcli  Huges 
von  Wcehingen  unde  sinre  brüder  bette  unserre  stette  ingesigel  mit  dez  edelen  herren 
graveTi  Albrehtes  ingesigel  von  Hohenberg  an  disen  brief  gehenket  hant  ze  ainre 
geziigmiste  aller  der  dinge,   die  da  vor  geschriben  stant. 

Der  wart  gegeben  ze  Hohenberg,  au  deme  mendag  nach  saute  Ülriches  dag.  in 
deme  jare  do  man  von  gottes  geburte  zalte  zwclf  hundert  jare  umle  niine  unde 
nunzig  jare. 

Rest  des  Siegels  (Jraf  All)rechts  von  Hohenberg  und  stark  lieschädigtes  dei'  Stadt  Hottweil.  —  Alidiuck: 
Scliniid.  Monum.  liolienlierg.   138.   —   Regest:  RoUweiler  UH.  I.  20  n.  öS. 


5304. 

Herreiiherff   12d',K     Jii/i   7. 

(Inif  Tiurlolf  von  Tübingen  (jemtnnt  Scha^rer  verkauft  (dedimus  vendidimus  tradi- 
dimus  et  —  —  transtulimus)  mit  ZtistimnnuKj  seiner  Gemahlin  Li/n/ard  Gräfin  von 
Schelklingen  (Hchselkelingen)  und  ihrer  Brüder  Ulrich  und  Heinrich  Grafen  von  Schelklingen 
und  aller  andern  Beteiligten  an  Kloster  Behenhniisen  Güter  in  Altingen  mit  dem  l'atronat- 
recht  der  dortigen  Kirche  (curias  nostras  in  Altingen  sitas  dictas  Oberfronhof  et  Nider- 
fronhof,  quibus    ins    patronatus    ecclesie    il)idern    est    anuexiim.    curiam  etiam   nostrain 


1299.     Juli   7.  285 

(lictain  ßüdegersgüt  et  bona  dicta  Amerveldershof  in  eadein  villu  sitas,  agros  etiam 
dictos  usakker  ibidem  sitos  montes  quoque  sive  lialdas  nostras  predicte  ville  et  silve 
ville  oppositas  uec  non  vineas  agros  prata  silvas  sive  boschos  et  oiiiiies  fimdos  cultos 
et  iiicultos  in  earundem  lialdaruin  terminis  contentos  in  latitudine  scilicet  inter  vineam 
dictam  Zitewans  wingarte  et  clivuin  dictum  Altingerstaige,  sursum  vero  usque  ad 
superciliiun  montium  et  haldarum  ])redictaruni  ubi  jirimo  notatur  earum  declivitas 
versus  campesti'ia  ville  eiusdem,  deorsum  vero  omnia  que  in  dictis  montibus  sive 
luddis  nostra  hactenus  extiterunt,  areas  quo([ue  nostras  deceni  in  ipsa  villa  Altingen 
constitutas  nee  non  homines  iure  servitutis  nobis  ])ertineutes  ac  etiam  censuales 
quoscunque  inibi  residentes,  immo  prorsus  quicquit  apud  Altingen  possessionis  seu 
dominii  in  quibuscunque  rebus  quesitis  liabuimus  vel  habere  potuimus  cum  omnibus 
earundem  curiarum  et  possessionum  seu  bonoi  um  iuribus  iurisdictionibus  usu  actione 
et  requisitione  fundis  agris  pratis  silvis  aquis  aquarum  usibus  domibus  horreis  areis 
pascuis  plantis  cultis  et  incultis  viis  et  inviis)  um  700  U  Heller,  die  er  empfangen  und 
zur  Schul denzahlung  verwendet  hat  (in  summe  necessitatis  redemptionem  nobis  et  dicte 
consorti  nostre  ex  gravi  debitorum  onere  communiter  incumbentem).  Er  bestimmt 
ausdrücklich,  dass  mit  den  Gütern  (cum  curiis  prenotatis  ac  universitate  predictorum) 
das  Fatronatrecht  der  Kirche  an  das  Kloster  übergehe,  setzt  dieses  in  den  Besitz  ein  (in 
possessionem  mittentes  corporalem  bonorum  ac  iurium  singulorum  et  omnium  pre- 
missorum)  und  versjn'icht  Gewährschaft  iuxta  terre  consuetudinem  generalem.  Aus- 
drücklich verpflichtet  er  sich  seine  Kinder  Ulrich  und  Liugard,  sobald  sie  mündig  sind, 
zur  Bestätigung  des  Vertrags  zu  veranlassen  und  setzt  dafür  unter  Verpflichtung  auch  seiner 
Nachkommen  seinen  ganzen  Besitz  zum  Pfand.  Seine  Gemahlin  Liugard,  der  die  Güter 
dotis  titulo  gehörten,  verzichtet  darauf  zu  Gunsten  des  Klosters  propter  inevitabilem 
debitorum  redemptionem  nobis  ac  domino  nostro  Rudolf o  comiti  memorato  commu- 
niter incumbentem  iind  bekennt,  dass  ihr  von  Ihrem  Gemahl  als  Ersatz  dafür  das  Dorf 
Sindelfingen  (in  villa  Sindelvingen  et  omnibus  pertinentiis  ipsius  iuribus  et  iuris- 
dictionibus universis  quocunque  nomine  censeantur)  eingeräumt  worden  sei.  Beide  Ehe- 
gatten verzichten  auf  alle  Ansprüche  und  Rechtsmittel. 

Siegler:  Auf  Bitte  der  Gräpn  Liugard  der  Bischof  Heinrich  von  Konstanz,  der  Aus- 
steller und  die  Brüder  der  Gräfin  Konrad,  Ulrich  und  Heinrich,  Grafen  von  Schel klingen, 
deren  Siegel  die   Gräfin,  die  kein  eigenes  hat,   mitgebraucht. 

l'rotestamur  etiam  nos  Rüdolfus  comes  predictus,  quod  si  aliqua  sigillornm  siipra 
nominatorum,  que  appendi  debent  presenti  instnimento,  aliquo  casu  aut  causa  apposita 
non  fuerint  seu  appensa  demolita  extiterint,  ex  hoc  non  minus  vigoris  habeat  sed 
ubicunque  etiam  solum  nostro  sigillo  munitum  ostensum  fuerit  tanti  roboris  et  virtutis 
existat.   ac  si  omnia  que  apponi  debent  forent  ap])ositii   et  appensa. 


286  1299.     Juli  7. 

Acta  sunt  hec  apud  Herrenberc,  presentibus  subscriptis  testibus  advocatis :  Hugone 
de  Halvingen,  Alberto  dicto  Hamelinc  militibus,  Hainrieo  dicto  Grosbrot,  ülrico 
tiliü  schultet!  de  Wile,  Cünrado  schulteto  de  Gilsten,  Wolframmo  dicto  Siler.  Cünrado 
dicto  Viheli,  Friderico  dicto  au  dem  Markete,  Cünrado  dicto  Murer,  Volmaro  vice- 
plebano  in  Herrenberc,  Johanne  medio  cellerario,  fratre  Johanne  de  Constantia,  fratre 
Rüdegero  de  Calwe,  Zutelmanno  de  Nivirtingen  monachis  in  Bebenhusen,  Hurgario 
notario,  anno   domini  MCCXCIX.,  nonas  Julii,  indictione  XII. 

Noch  4  Siegel.  1)  des  Biscliofs  Heinrich  von  Konstanz,  s.  Bd.  10,  S.  166.  2)  des  Grafen  Rudolf  von 
Tübingen,  s.  Bd.  9,  S.  276.  3)  spitzoval,  66,  40  mm.,  oben  Brustbild  einer  jugendlichen  männlichen  Figur,  in  der 
Rechten,  wie  es  scheint,  einen  Becher  haltend,  unten  fünfmal  schräg  rechts  geteilter  Schild :  Umschrift :  f  S  ■  C  • 
CANONICI  ■  I  •  AVGVSTA  •  COM'  •  DE  •  B'GE.  4)  nmd,  32  nmi.,  fünfmal  schräg  rechts  geteilter  Schild;  Umschrift: 
t  •  S  •  VL  •  COM  •  IVwIORIS  •  DE  •  BERG  •  —  Abdruck:  ZGORh.  15,  87.  —  Auszug:  Schmid,  Pfalzgr.  v.  Tübingen, 
ÜB.  76.  —  Regest:  Reg.  episc.  Constant.  3121. 


5305. 

Dietrich  der  Sohn  Jtas  von  Altiiigen   reserviert  sich  gegenüher  Kloster  Bebenhausen   wegen 

der  ih»i  geliehenen  Höfe  in  Altingen. 

AUingen  1299.     Juli  7. 

Universis  presentium  inspectoribus  ego  Dietricus  filius  Ite  de  Altingen  facio 
notorium  ||  per  presentes,  quod  cum  ex  parte  venerabilium  in  Christo  .  .  abbatis  et 
conventus  ||  monasterii  in  Bebenhusen  ordinis  Cisterciensis  institutus  sim  colonus 
curie  ipsorum  ||  dicte  Niderfronhof  et  curie  dicte  Amerveldershof  in  Altingen  sitarum 
ad  vitam  meam,  ego  me  stipulatione  sollempni  obligavi  et  presentibus  astringo,  quod 
nulla  bona  cuiuscumque  alterius  preter  duo  iugera  strennuo  militi  Hugoni  de  Hal- 
vingen pertinentia  colam  nee  fimum  de  predictis  curiis  provenientem  ad  aliena  bona 
convertam  sed  bonis  dictarum  curiarum  legittimam  ac  debitani  culturani  impendam, 
alioquin  si  secus  egero  dicte  curie  a  me  seu  mea  colonia  penitus  absolvuntur,  ita 
quod  nee  ipsis  religiosis  seu  colonis  eorum  in  dictis  curiis  aliquam  molestiam  inferam 
ullo  modo.  Super  quibus  observandis  et  exequendis  fideiussores  et  warandos  dedi 
Hainricum  de  Cuppingen  et  Cünradum  scultetum  de  Gilsten,  qui  se  ad  hoc  voluntarie 
obligarunt.  In  quorum  evidentiam  sigillum  spectabilis  domini  R.  comitis  de  Tuwingen 
presentibus  ad  meam  instantiam   est  appensum. 

Actum  et  datum  in  Altingen,  anno  domini  MCCXCIX.,  nonas  Julii,  indictione  XII. 

Abhangend  das  Reitersiegel  des  Grafen  Rudolf  von  Tübingen,  s.  Bd.  9,  .S.  276.  —  Abdruck:  ZGORh.  15.  92. 


1299.     Juli  7  und  8.  287 

5306. 

Konstanz  1299.     Juli  7. 

Der  Offizial  von  Konstanz  entscheidet  einen  Streit  des  Klosters  Kreuzlingen  (de  Cru- 

celino)  mit   dem  Kirchrektor   in  Ehingen    um    ein  Zehntrecht  (decime    solvende    de    prato 

dicto  Brungers  wise    redacto    de  novo    ad  culturam   frugum,    quam    quidera  decimani 

proponebant  dicto  monasterio  pertinere)  zu   Gunsten  des  Klosters. 

Datum  Constancie,  anno  domini  MCOXCIX.,  nonas  Julii,  indictione  XII.    Reddite 
litteras. 

Frauenfeld.     Oriir.  Ital.  Peig.     Abhängendes   Siegel    des    Oflizials,    s.  Bd.  8,    S.  418.  —  Regest:    Regg.    der 
Schweizer.  Eidgenossenschaft.     Kreuzlingen  Nr.  117. 


5307. 
Hug    und  Albert    von   Altensteig   verkaufen   den   Wald   Weissenhalden    an    Kloster    Reuthin. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Juli  8. 

Allen  den  sol  kunt  sin,  die  disen  brief  sehent  alder  hoerent  lesen,  daz  ihc  Hug 
und  Alber  hern  ||  Huges  sün  von  Althenstaig  haben  ze  köpfen  gegeben  Wizzenhaldun 
von  dem  dail  als  ez  vor  getailet  ||  wart  biz  an  Bernegger  staig  den  vrowan  von 
Riithi  umb  driu  und  zwainzeg  pfund  Haller  in  ||  allem  dem  reht,  als  ez  unser  vatter 
hat  gehebt  und  bralit  biz  an  uns,  und  verzihen  uns  dar  umb  gaisliches  gerilltes  und 
weltliches.  Wir  verjeheu  ohc,  daz  wir  daz  stetegan  suln  und  vertegan  von  allen 
unseren  erban  also,  daz  wir  und  unser  erben  die  vor  genanten  vrowa  niemer  geirren 
suln  nohc  niemer  kain  ansprahc  suln  gwinnen  an  den  vor  genanten  walt  ez  si  holz 
alder  boden  ciain  alder  groz,  und  ist  diz  allez  geschehen  mit  unsers  herren  hant 
grave  Burchartes  von  Hohenberk,  der  sin  insigel  hat  geleit  an  disen  gegenwertigen 
brief  durhc  unser  bet  ze  ainer  steti  und  ze  ainem  urkund  allen  den  daz  wizzen  wellen, 
daz  hie  vor  gescriben  stat.  So  han  ohc  ihc  der  vor  genant  Hug  disen  brief  gevestenat 
mit  minem  insigel,  so  vergib  ihc  der  vor  genant  Alber,  daz  ihc  mihc  aller  ansprahc 
han  verzigen  umb  den  vor  genanten  kof  und  uf  han  gegeben  das  selbe  gut  under 
mins  herren  und  mins  brüder  insigel,  wand  ihc  selb  kain  aigen  insigel  han.  Dirre 
red  sind  gezug:  her  Dietrihc  von  Haiterbahc,  her  H.  der  cappelan  von  Ri'ithi,  l'eter 
der  sriber.  Billunk,  Lüp,  Wern  der  schulthaiz,  Luzze  der  Spiler  burger  von  Wilperk 
und  Ber.   der  Anderer. 

Diz  geschähe  do  von  gottez  gebürt  warn  zwelf  himdert  jar  nunzeg  jar  und  nun 
jar,  an  sant  Kilians  tag. 

Siegel  1)  Graf  Burkhards  von  Hohenberg,  s.  Bd.  7,  S.  831.  2)  Hugos  von  Altensteig,  s.  o.  S.  99.  —  .Abdruck: 
Schmid,  Monum.  Hohenberg.   139. 


288  1299.     Juli  9  und    11. 

5308. 
Ohne  Ortstaif/ahe.     12ilV.     Juli  9. 

Truchsess  Johann  (J.)  ron  Waldhnrg  Ministeriale  des  Königs  (de  Walpurk  Bouui- 
iioi'um  regis  ministerialis)  eignet  dem  Kloster  Schussenried  (ecclesie  sancte  Marie  eximie 
virgiiiis  in  Schuzzenrietli)  2  Güter  in  Haidgau  (duo  prediola  sita  in  Haiggeü  quorum 
unum  dicitur  des  hirtiu  lelieii  alterum  vero  [Vinken]')  lelien  quorum  })roprietas  ad 
me  pertinebat),  die  sein  Lehensinann  Rudolf  von  Sclilegwidon  dem  Kloster  geschenkt  hat, 
weil  dort  dessen  Sohn  Jo.  als  Mönch  aufgenommen  icorden  ist  (respiciens  etiam  in  hac 
parte  benivolentiam  quam  religiosi  viri  et  discreti  ecclesie  memorate  prepositus  et 
conventus  ex  sua  gratia  predicto  K.  impenderunt  filium  eins  Jo.  ad  suum  collegium 
et  ordinem  eorum  recipiendo). 

Testes  H.  et  Wi.  de  Sclilegwidon,  Ciinradus  et  i3ur.  et  H.  dicti  de  Jviirnbach, 
Helwigus  de  Bustetten. 

Acta  sunt  hec  anno  domini  MCCXCVIIIL,  indictione  XIL,  Yll.  idus  Julii. 

Wolfegg.  Orig.  Perg.  Abhängendes  schildförmiges  Siegel,  5(),  40  mm.,  drei  Leoparden  quer  rechtshin  über- 
einander; Umschrift:  •]-  •  S  •  lüHANNISb) .  DAPIFEKI  •  DK  •  WALPVRC.H.  -  Hegest:  DiözASchwab.  1891,  S.  8  n.  147. 

a)  Der  im  Text  ausgelassene  Name  kann  nach  einer  Urk.  von  1:M2  Okt.  10  ergänzt  werden.  Vgl. 
Di(iz.\Schwal).   18f>1,  .S.  35  n.  187.     Der  Besitz  ging  demnach  sehr  früh   an   Kl.  Haindt  über. 

b)  Durch  Fehler  des  Siegelstechers  ist  das  I  teilweise  verdoppelt. 

5309. 
Ohne  Ortsangabe.     1299.     Juli   11. 

Die  Brüder  Wolfram  von  Neipperg  und  Heinrich  genannt  von  Lauffen  (Wolframus 
et  Heinricus  dictus  de  Lofen  fratres  de  Nyperg)  verkaufen  dem  Kloster  Maulbronn 
(Mulnbrunne)  zwei  Hörige  (Getrudim  relictam  quondam  .  .  dicti  Jeger  de  Xyperg  et 
Conradum  fratrem  eins  qui  nobis  proprietatis  tytulo  pertinebant)  um  16  %  Heller 
(ad  habendum  tenendum  utendum  et  possidendum  omni  et)  iure  quo  ipsos  tenuimus 
et  possedimus  temporibus  retroactis),  bekennen  den  Empfang  des  Kaufpreises,  versprechen 
Gewährschaft  und  verzichten  auf  alle  Rechte  und  Einsprachen. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Datum  anno  domini  MCCXCIX.,  sabbato  pro.xinio  ante  festum  beate  Margarete 
virginis. 

Ital.  Perg.  Schildförmige  Siegel:  1)  87.  37  mm.,  drei  (2:1)  Hinge;  Umschrift:  -;-  •  S  •  WOLFHAMI  •  DE  • 
NIBEHC.     2)  c.  m,  W)  nun.,  wie   1)  ;  Umschrift :  .  .  .  .  INHICI  •  DE  •  N'IPERC. 


1299.     Juli   12.  289 

51310. 

Graf  Heinrich  von  Veringeii  beurkundet  die  Vercjleichung  seines  Streits  mit  Kloster 
Mariaberfj  um   Rechte  an  Eigenleuten  und   Grundstücken. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Juli  12. 

Wir  grave  Hainrich  von  Veringein  tuen  kunt  feilen  den  die  disen  brief  sehen  lesen 
oder  huorent  lesen,  daz  wir  mit  der  samen||unge  der  vrowe  zein  Berge  und  mit  dem 
abt  von  Zwiveltün.  der  ir  ansprach  fürt  gen  unz,  sien  geshaiden  mit  solchem  gedin||gde, 
daz  wir  iielle  die  vfelle  die  wir  bizher  genuomen  haben  von  den  liuten  die  zinsba^r 
sint  uf  den  alter  sant  Michels  ze  Gamertingen  ||  und  zem  Berge,  uf  geben  ain  alle 
anspräche  unserr  erben  und  swa  siz  mügen  beseizzen  der  vor  gnantun  sseranunge  zem 
Berge  und  dem  vor  gnanten  abt  von  Zwiveltftn  dar  umbe,  daz  si  aigenlich  verzigen 
sich  hant  der  aigenshaft  und  der  ansprach  an  den  ackern  und  an  den  wisen,  die  be- 
griffen sint  mit  unserm  wiger  ze  (iamertingen.  Daz  diz  veste  und  steit  belibe,  daz 
hie  vor  gescriben  stat,  so  geben  wir  disen  brief  der  vor  gnantun  ssemnunge  zem 
Berge  und  dem  vor  gnanten  abt  von  Zwiveltün  biinsigelten  mit  unserm  insigel  und 
mit  unserz  brüder  insigel  grave  Wolfrats  ains  Chorherren  von  Chur.  Dez  sint  shaitliut 
und  geziug  gewesen:  her  .  .  von  Jungingen  kii'cherre  ze  Inneringen,  her  Ulrich  Spete 
vogt  ze  Aclialn,  her  Peter  von  Hornstain,  her  Hainrich  der  Bachritter,  her  Bilgerin 
von  Bach  ersaim  ritter,  her  Anshaln,  her  Bertholt,  her  Cünrat  die  brüder  sint  und 
genemmet  sint  vom  Stain,  Herman  der  Toggeller,  Hainrich  von  Eschisteten,  Ebei'hart 
der  Behain,  Hüg  Spete,  Hainrich  sin  brüder,  Cünrat  sin  brüder  und  ander  wil  biderbe 
Hute,  den    billich  ist  ze  glühende. 

Diz  geshach  an  dem  iifehsten  sunnuntage  vor  sant  Margaretuu  tag,  in  dem  jar 
do  man  zalt  von  gotes  geburt  zwelf  hundert  jar  niunzig  jar  und  in  dem  niunden  jar. 

Siefjel:  1)  bfscliiidigt,  Graf  Heinrichs  vini  Neu-Veringen,  s.  Bil.  7.  S.  77.  2)  Graf  Wolfrads  von  Veriiifreii, 
s.  Bd.  7,  .S.  177. 


5311. 

Abt   Hermann  von  Weingarten  gibt    den   drei  Brüdern  Mistführer    von   Überlingen    die  von 
C.  Riedhausen  gekauften   Güter  in  Lengenweiler  als  freies  Zinslehen. 

Ohne  Ortsangabe.     1299.     Juli  12. 

Her.  permissione    domini   abbas    et  conventus    monasterii  de   Wingartin    omnibus 

presentis    scrip||ti    auditoribus    in    auctore    salutis    salutem.      Facile    in    causam    dubii 

revocatur    hoc    quod    pre    oculis    vel    ||    firmo    memoriali    infixuni    non    habetur.      Nos 
IX.  37 


290  1299.     Juli   12  und  24. 

denique  hiis  dubietatibus  provisuri  fatemur,  quod  .  .  ||  .  .  et  .  .  germani  cives  in 
Überlingen  a  suis  concivibus  dicti  Mistfürer ')  servi  nostri  cenobii  curiam  et  man- 
sum  et  duas  seldas  cum  suis  curtibus  in  Lengenwiler  aput  Ringenburc  localiter 
situata  a  C.  dicto  Riethusen  nato  quondam  R.  de  Riethusen  cum  omnibus  suis  apen- 
diciis  iuribus  seu  pertinentiis  legaliter  ac  omni  excluso  dolo  pro  decem  et  novem 
marcis  argenti  venditam  seu  vendita  emerunt  et  hoc  pretium  dicto  venditori  fideliter 
testamur  in  continenti  apensum  et  solutum.  Ante  dicta  vero  bona  propter  disparem 
conditionem  inter  dictum  Riethusen  et  prescriptos  fratres  ex  apposito  condicto  cum 
omni  iure  suo  absolute  in  nostri  monasterii  iurisdictionem  sunt  devoluta,  que  bona 
cum  omnibus  iam  expressis  commoditatibus  utilitatibus  in  liberum  feodum  censuale 
pro  fertone  cere  in  festo  Martini  nobis  presentando  singulis  annis  semotis  omnibus 
impedimentis  contulimus  dictis  fratribus  et  heredum  suorum  successJowibus  dicta  libertate 
in  perpetuum  possidenda,  quibus  si  voluerint  ante  habita  bona  sub  titulo  friges 
cinslehen  alienare  in  extraneas  personas  nullus  e  nobis  vel  nostris  successoribus 
obsistat  vel  impedire  presumat  dicto  censu  nobis  salvo.  Huic  tenoris  continentie 
nostri  testimonii  fulcimento  suffragamur  hanc  relationem  sigillis  nostris  in  cautelam 
consignantes. 

Datum  anno  domini  millesimo  CCLXXXX  nono,  quarto  idus  Julii. 

Überlingen.  Orig.  Perg.  .auffallend  altertümliche  Schrift.  An  weißen  leinenen  Litzen  die  Siegel  des  Abts 
und  des  Konvents  von  Weingarten,  s.  Bd.  8.  S.  182  bezw.  Bd.  6,  S.  292.  —  Abdruck:  ZGORh.  U\  4<i2. 

1)  Vgl.  die  Urkk.  von  1295  Juni  1.5  (Bd.  10,  S.  363)  und  von  1299  Juli  4.  oben  S.  281. 


5312. 

Konstanz  1299.     Juli  14. 

Dekan  Heinrich,  Kirchrektor  in  Kirchheim  (Kirchain),  überträgt  (nomine  permutationis 
transtuli)  mit  Zustimmung  Bischof  Heinrichs  von  Konstanz  und  der  edlen  Männer  Herzog 
Hermann  (H.)  von  Tech  und  seiner  Neffen  (patruelium)  der  Brüder  Si/mon,  Konrad, 
Ludwig  und  Friedrich  als  Patrone  seiner  Kirche  dem  Kloster  Salem  Eigenleute  seiner 
Kirche^  die  in  Steinbach  sitzen  (condicionem  ecclesie  mee  predicte  cupiens  facere  meliorem 
homines  subnotatos  utriusque  sexus  eidem  ecclesie  iure  proprietatis  seu  censuali  et 
nobili  viro  Hermanno  duci  de  Teke  iure  advocaticio  pertinentes  et  in  opido  Stainbach 
residentes  videlicet  Ber.  dictum  Raideler  et  uxorem  eins  Mgehthildim,  Liutgardim 
dictam  Birerin,  Albertum  dictum  der  Kotteler,  Adelhaidim  uxorem  eiusdem,  Wal., 
Erwigum  et  Albertum  filios  Waltheri  dicti  Kotteler  ac  sorores  ipsorum,  Adelhaidim 
relictam  dictam  Hiurrerin,    R.   dictum    Schüzze    ac    uxox'em    ipsius    Maehthildim,  Wal. 


1'299.     Juli   14  und   15.  291 

dictum  Kotteler,  Cün.  dictum  Burger  et  uxorem  eiusdem  Irmengai'dim.  Cristinam  et 
liberos  ipsius,  Albertum  dictum  Hegelli  et  uxorem  eiusdem  Adelhaidim,  Yrmengardim 
uxorem  C.  sutoris  et  liberos  ipsius  ac  Marquardum  fratrem  eiusdem,  Liutgardim 
relictam  dictam  Liuzzin  cum  liberis  eiusdem,  Hedewigim  de  Nidelingen  et  liberos 
ipsius  ac  soroi-em  eiusdem  Liutgardim,  Eber,  filium  Bur.  et  Adelhaidim  uxorem  eiusdem, 
Ber.  dictum  Götze  et  Hedwigim  uxorem  eiusdem  ac  liberos,  Kenzen  pastorem  et 
uxorem  ipsius  ac  liberos,  Mehthildim  dictam  Siuterin  cum  liberis  eiusdem,  C.  dictum 
(xriube  et  Msehthildini  uxorem  ipsius  ac  liberos,  Eber,  dictum  Griube  et  Msehthildim 
uxorem  eiusdem,  Eber.  Kaphenhard  et  Hiltrudim  uxorem  eiusdem,  H.  sacristam  et 
Agnetem  sororem  ipsius,  Germut  dictam  Siinerin,  liberos  C.  dicti  Eggehard  cum 
omni  prole  ipsorum  omnium  genita  et  in  Steinbach  tunc  existente  vel  etiam  in  posterum 
gignenda  ubicumque  extiterit)  und  erhält  zum  Tausch  dafür  durch  den  Herzog  Hermann 
von  Teck  Gülten  im  Betray  von  3  'S  zugewiesen  (cum  redditibus  trium  librarum,  unius 
videlicet  comparate  pro  Kraft  dicto  Kener  qiie  dari  debet  de  molendino  ipsius  et 
agro  prope  Wangen  sito  inter  duas  stratas  in  loco  dicto  under  Schüttengranshalden, 
alterius  comparate  pro  ministro  dicto  Griulich  que  dari  debet  de  sex  iugeribus 
agrorum  uf  Hungerberc,  tertie  vero  comparate  pro  C.  dicto  Hoppherebe  que  dari 
debet  de  vivario  ipsius  et  prato  eidem  contiguo),  wodurch  nach  Aussage  dreier  Männer 
der  Vorteil  seiner  Kirche  gewahrt  ist  (C.  dicto  Trüber,  R.  dicto  Scliiutze  et  Walthero 
dicto  Kottelser  hominibus  ecclesie  mee  prenotate  per  sacramentum  dicentibus  —  — 
ecclesiam  ipsam  per  predictam  permutationem  melioratam  et  nuUatenus  fore  lesam). 
Er  leistet  für  sich  und  seine  Kirche  die  üblichen  Verzichte. 

Stegler:    Bischof  Heinrich    von  Konstanz,    die  Herzoge  von   Teck    und  der  Aussteller. 

Actum  Constantie,  anno  domini  MCCXCIX.,  pridie  idus  Julii,  testibus  honorandis 
viris  Hainrico  preposito  de  Fiurendöwe,  magistro  H.  Pfepferhardo,  H.  de  Altorf, 
Jo.  dicto  Swerteli,  Jo.  dicto  Stengger,  Wernhero  dicto  Rogwiller,  H.  dicto  Mutschelle 
civibus  Constantiensibus,  Dietrico  de  Bermatingen,  Bur.  de  Biurgtor  fratribus  monachis 
in  Salem,  C.  dicto  Apishuser  clerico. 

Bischof  Heinrich   und  die  Herzoge   von  Teck   erklären  ihre  Zustimmung   und  siegeln. 

Karlsnihe.     Cod.  Salem.  2,  '^h\  n.  339.     Darnach  gedruckt:  v.  Weecli,  Cod.  dipl.  Salem.  2,  5()2  n.  1013. 


5313. 

Buchau  1299.     Juli  15. 

Äbtissin  Adelheid,   Konvent  und  Kapitel  des  Klosters  Buchau  beurkunden,  dass  Priorin 
und   Konvent   von  [Habsthal ]")    den    Hof  in   Husen    (curiam    dictam  Husen    sitain    aput 


292  1299.     Juli    15  und   16. 

civitatem  dictam  Sulgeu),  den  sie  von  ihnen  als  Zinslehen  innegehabt,  freiwilliff  aufgelassen 
und  gebeten  haben,  ihn  der  Priorin  und  dem  Komment  von  Siessen  (Siisen)  in  (ßeichem 
Hecht  zu  überlassen.  Sie  geben  deshalb  den  Hof  dem  Kloster  Siessen  in  rectum  feodum 
quod  vulgo  dicitur  cinslehen  secundum  consuetudinem  terre  gegen  einen  Jahreszins 
von  einem  halben  Pfund  Wachs  Saulganer  Gewichts. 

Siegler:  Die  Aussteller. 

Testes:  honorabiles  sacerdotes  scilicet  Higbotus  jirefati  nionasterii  canonicus  iiec 
non  Ber.  frater    suus,    qui    etiam  liuic  collationi    interfuerunt    duhii    obice  retropulso'. 

Actum  et  datum  in  })alatio  Bücliaugensi,  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  i[n]  die 
l)eate  Margarete  virginis. 

Nürnl)erfr,  German.  Museum.     Orig.  Perg.     Siegel  abgescluiitlen. 

a)  Der  ursprüngliche  Name  ist  ausradiert  und  von  einer  Hand  des  14.  oder  15.  Jahrli.  Siisen  eingesetzt. 
Die  noch  vorhandenen  Reste  der  alten  Scln-ift   machen  die  Lesung  Habstal  wahrscheinlich. 

1)  Husen  ist  nicht  Hausen  am  .^ndelshacli.  hohenzoU.  (")A.  Sigmaringen,  sondern  offenbar  abgegangen  in 
der  Umgebung  von  Saulgau. 


5314. 
Würzburg  129  V.     .Juli  16. 

Bischof  Mangold  von  Würzbiirg  beurkundet  die  Schenkung  des  Pafronatrechfs  der 
Kirche  in  Freudenbach  durch  die  Strezen  an  Albert  von  Hohenlohe  (quod  strenniii  viri 
Heinricus  niiles,  Cünradus  JVIarquardus  Erkengerus  et  Fridericus  fratres  dicti  Streiz 
in  nostri  presentia  constituti  pro  se  et  Kunegunde  ac  Elyzabetli  soror^/«(  eoriindem 
nobili  viro  Alberto  de  Holienlocb  et  suis  lieredibus  ins  i)atronatus  ecclesie  jxirrochialis 
in  Fritembach  nostre  dyocesis  donatione  inter  vivos,  sicut  ad  eosdem.  pertinehat, 
gratuito  tytulo  sponte  et  libere  donaverunt)  und  gibt  auf  Bitten  der  Schenker  dazu 
seine  Zustimmung. 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Testes  Imius  donationis  sunt:  honorabiles  viri  Andreas  de  Gundelvingen  pre- 
positus  ecclesie  Onolspacensis,  Philippus  de  Tannenberg,  .  .  de  Brunecke  et  Gregorius 
canonici  ecclesie  nostre  niaioris.  magister  Theodericus  scolasticus  ecclesie  sancti 
Johannis  in  Hange  et  Bertholdiis  canonicus  ibidem,  magister  AValwanus  et  Heinricus 
de  ivatzenstein  notarii. 

Datum  Herbipoli,  anno  domini  MCC  nonagesimo  IX.,  XVll.  kalendas  Augusti, 
pontificatus  nostri  anno  XU. 

Siegel  abgegangen.  —  Abdruck  nach  dem  Kettenbuch  des  Stifts  Hang  im  Kreisarchiv  Würzburg:  Weller, 
Hohenloh.  ÜB.  2,  690  n.  823. 


1299.     Juli  22  und  23.  293 

5815. 
Mergenthe'mi  1299.     Juli  22. 

Konrad  Lesche  genannt  von  Uissigheim  (Üssenkein)  bekennt  deni'Komthur  und  den 
Brüdern  des  Deutschen  Ordens  in  Mergentheim  10  %  Heller  zur  liückzahlung  auf  Martini 
desselben  Jahrs  schuldig  zu  sein  und  verschreibt  ihnen  dafür  als  Pfand  eitie  Gült  von 
seinem  Hof  in  Bolzhausen  (in  curia  mea  Boltzlmsen  redditus  trium  inaldroruin  siligiiiis 
et  unius  sumerini)  mit  Zustimmung  seiner  Frau  Adelheid  von  Bachenstein  und  seiner 
Kinder  (heredum  meorum  videlicet  puerorum  •  istius  uxoris  et  prioris). 

Testes  frater  Hermannus  provincialis  Franconie,  frater  Heinricus  dictus  Dapifer, 
frater  Arnoldus  de  Elpersheira,  Arnoldus  dictus  Grener  et  Heinricus  dictus  Hoffmau 
civ/s  in  Wyckersheim. 

Siegler:   Der  Aussteller.  , 

Datum  Mergentheim,  anno  domini  MCCXCIX.,  in  festo  sancte  Marie  Magdalene. 

Kopb.  des  deutschen  Hauses  Mergentheim   aus    dem  15.  .laliili.,  Bl.  GO.  —  Au.szug:  Wirt.  Franken  1H48,  2,  11. 


5316. 

Graf  Ludivig    von    Oettingen    beurkundet    den    Spruch    einer   Kundschaft    vor   dem    Gericht 

zu  Alfin  gen. 

Alfingen  1299.     Juli  2H. 

Wir  grave  Lud.  von  ütingen  tiin  kunt,  daz  ein  knntschat  Hifrit  der  Ainkuren. 
Marquart  von  Vezzenhen  und  Rudolf  dez  Andiers  dotherman  von  Giselingen  selten 
uf  ir  Ait,  da  wir  ze  gerillte  sazzen  ze  Ahelvingen,  umme  ein  waide  zem  Hartrisach, 
die  Offingen  und  Enslingen  und  Bülingen  in  gemainer  uutzunge  hant  lierbraht.  und 
selten  daz  sie  si  gemain  suln  haben  evclichen").  Des  geben  wir  in  disen  brief  zem 
offen  urchimde  gevestent  mit  unserm  insigel.  Des  sint  geziuge:  .  .  der  maier  von 
Ramstain,  E.  der  Same  von  Elrichspruune,  Conrad  der  Hugebutel  von  Ruochsteten, 
.  .  der  Franche  von  Fremtingen,  .  .  Sceheliu  von'  (iiselingen,  Hainrich  der  raaier 
von  Biilingen,  Diepolt  von  Bi'ilingen,  Cunrad  der  maier  von  Minnern  Offingen,  Renhart 
von  Minnern  Oftiugen,  Hainrich  der  niaier.  Bertholt  Strölin  von  der  Habermul,  Bertold 
bi  dem  Brunnen.  Haintze  der  Vuramm  von  Enslingen  und  Ruprecht  von  Enslingen, 
Bertolt  uf  dem  Aschen,  Hainrich  der  Deppler  von  Offingen. 


994  1299.     Juli  23  und  24. 

Dirre  brief  ist  geben  ze  Alielvingen,  an  dem  nebsten  dunderstage  nach  saut 
Marien  Magdalenen  tage,  da  man  zalt  von  Cristes  geburte  zwelf  hundert  jar  niunzik 
jar  und  in  dem  niunden  jar. 

Wallerstein.  Abschrift  des  IH.  Jiiliili.  von  dem  iuischeinend  schwer  leserliclien  jetzt  verschoUenen  Ürif^inal. 
Drei  weitere  Abschriften  derselben  Zeit  Rel)en  den  Text  und  insbesondere  die  Namen  so  ungenau  und  verderbt, 
auch  teilweise  unvollständig,  dass  sie  für  die  Herstellung  des  Wortlauts  nicht  zu  verwenden  sind.  —  Die  Urkunde 
ist,  obgleich  ihr  Inhalt  keine  württembergischen  Orte  angeht,  deshalb  hier  aufgenommen,  weil  sie  die  älteste 
Nachricht  von  einem  Landgericht  zu  Ailingen  enthält.  Es  ist  nicht  ausgemacht,  welches  der  drei  Alfingen  die 
Stätte  dieses  Landgerichts  war.  —  Vgl.  Lang,  Materialien  z.  einer  Gesch.  v.  Oettingen  .5,  58. 
a")  Die  Lesung  des  entstellten  Wortes  ist  nicht  sicher. 


5317. 

Die    Ulmer   Bürger    Otto    liofh,    Liuprand    Arlapüz    und    Rudolf  Gwärlich    geicähren    als 
Inhaber   des  Zolls   in   Ulm   dem  Kloster  Bebenhausen   gegen  Bezahlung    von    60  S  Heller 

volle  Zollfreiheit  in   Ulm. 

Ulm  1299.     Juli  24. 

Presentium  litteraruin  inspectoribus  universis  Otto  Rufus,  Liuprandus  dictus 
Arlapüz  ac  Rüdolfus  ||  dictus  Gwterlich  cives  in  Ulma  rei  notitiam  subnotate.  Hiis 
scriptis  tamquam  in  iure  confessi  ||  recognoscimus  et  cunctis  notorium  facimus  fide 
dignis,  quod  nos,  quia  per  nobilera  virum  dominum  ||  Ulricum  de  Aichain  in  theoloneo 
Ulmensi  infeodati  existimus,  legitime  omni  iure  pari  consensu  communi  deliberatione 
ac  voluntate  unanimi  honorabilibus  in  Christo  .  .  abbati  ac  .  .  conventui  monasterii 
in  Bebenhusen  ordinis  Cysterciensis  Constantiensis  dyocesis  accedente  pio  consensu 
consulum  iuratorum  in  Ulma  nomine  et  loco  universitatis  ibidem  nee  non  omnium 
quorum  intererat  bona  voluntate  in  omnibus  requirente  huiuscemodi  et  taleni  pro 
sexaginta  libris  Hallensium,  quas  nos  recepisse  ac  in  utilitatem  propriam  scriptis 
profiteraur  presentibus  convertisse,  iuste  venditionis  titulo  donavimus  vendidimus  et 
concessimus  perpetuo  libertatem,  quod  iidem  viri  religiosi  prenarrati  seu  ipsorum 
procuratores  quicumque  seu  qualescumque  de  rebus  suis  universis  ac  singulis  quo- 
cumque  nomine  censeantur  per  contractus  fori  cuiusvis  emendo  vendendo  commutando 
seu  alio  quocumque  transiendi  titulo  alienatis  nobis  nostrisque  heredibus  sive  etiam 
successoribus  quibuscunque  plane  nulluni  debent  theoloneum  elargiri.  Renuntiamus 
igitur  pro  nobis  nostrisque  heredibus  et  successoribus  universis  onmi  actioni  inpetitioni 
defensioni  exceptioni  non  numerate  pecunie  non  tradite  non  solute  exceptioni  doli 
per  obiectum  deceptionis  ultra  dimidium  iusti  pretii   omni  consuetudini  loci  et  patrie 


"      1299.     Juli  24  und  27.  296 

omni  iuri  tarn  in  genere  quam  in  specie  canonico  vel  civili  et  generaliter  omnibus, 
per  que  ea  que  premissa  sunt  omnia  vel  aliquid  ex  eis  posset  in  posterum  quovis 
ingenio  violari,  adhibitis  nicliilominus  in  premissis  per  nos  verborum  ac  gestuum 
sollempnitatibus  debitis  et  consuetis.  Huius  facti  teste«  sunt:  Heinricus  minister  in 
ülma,  Liuprandus  capitaneus,  Üh'icus  dictus  Gwserlich  senior,  Wernheirus  Sumerwune, 
Ülricus  Strölin,  Ülricus  Gwserlicli  iunior,  Liuprandus  de  Hallis,  Ülricus  Rufus,  Ülricus 
Cünzelman,  Hermannus  Welser,  Cünradus  Huntvüz  iunior  ac  alii  quam  plures  fide  digni. 
Sane  in  premissorum  evidens  robur  et  testimonium  presentes  sigillis  universitatis  civium 
in  l'lma  et  predicti  Ottonis  Rufi  placuit  veraciter  roborari.  Et  nos  quidem  de  premissis 
tam  in  presenti  quam  in  futuro  prout  ordo  iuris  expostulat  certam  prestare  tenebimur 
warandie  cautionem. 

Actum  et  datum  Ulme,  anno  domini  MCCXC  nono,  in  vigilia  Jacobi  apostoli 
maioris. 

Siegel:  1)  der  Stadt  Ulm,  s.  Bd.  7,  S.  201.  2)  schildförmig,  stark  beschädigt,  mir  die  untere  Hiilfte  des 
gespaltenen,  vorn  achtmal  schräglinks  geteilten,  hinten  ein  aufgerichtetes  Einhorn  zeigenden  Schilds :  von  der 
Umschrift    noch:,  .  .  .' TTONIS  •  RVFI  .  .  .  (Abbildung   bei  v.  Alberti  Nr.  2249).  —  Abdruck:    Ulmisches  ÜB.  1,  2<il. 


5318. 

/Mark-] Groningen  1299.     Juli  27. 

Adellint  die  Witwe  weiland  Friedrichs  von  Liebehberg  (Li'ibingsberg)  bekennt  dein 
Kloster  Bebenhausen  von  ihrem  Hof  in  Ror  bei  Hemmingen  9  Malter-  Roggen  jährlich  schuldig 
zu  sein  (teneor  novem  maldra  bone  siliginis  mensure  in  Grüningen  nomine  census 
annui  de  curia  quam  nomine  prefatorum  religiosorum  sul)  annuo  censu  possideo  in 
Ror  apud  Hemmingen  Spirensis  dyocesis  sita  ac  de  eiusdem  curie  agris  pratis  iuribus 
et  pertinentiis  quibuscumque  ad  civitatem  sive  oppiduni  (irüningen  predictum  in 
domum  quam  ad  hoc  religiosi  memorati  elegerint  sive  nominaverint  sub  meo  dampno 
et  periculo  singulis  annis  usque  ad  festuin  nativitatis  beate  Marie  virginis  presentare). 
Ist  sie  in  Lieferung  dieses  Zinses  nachlässig,  so  fällt  der  Hof  ipso  facto  dem  Kloster 
heim,  das  ihn  ohne  weiteres  in  Besitz  nehmen  kann  (propria  auctoritate  apprehendere 
ipsius  possessionem  ingredi  corporalem  et  de  ipsa  quidquid  placuerit  ordinäre) ;  doch 
muss  der  fällige  Zins  nachgeliefert  werden.  Sie  verpflichtet  sich  auch  mit  einem  Eid  (fide 
corporali  nomine  iuramenti)  den  nicht  bezahlten  Zins  der  letzten  6  Jahre  (de  quinqua- 
ginta  quatuor  maldris  siliginis  mensure  predicte  que  per  sex  annos  iam  transactos 
solvi  debebant  de  curia  antedicta  sed  minime  sunt  soluta)  nachträglich  dem  Kloster 
noch  zu  entrichten. 


29Ü  1299.     Juli  27  und  28. 

Testes:  dominus  Hainricus  decanus  de  Kannestat,  AI.  viceplebanus  de  Haimer- 
tingen,  Reinhardus  dapifer  de  Hevingen,  Hainricus  de  Schekingen,  Cünradus  scultetus 
dictus  Suineri,  H.  scultetus,  H.  filius  eiusdeni,  Eberhardus  de  Tamnie,  AI.  scultetus 
cives  in  (Irüningen. 

Siegler:  Die  Stadt  [Mat-I,-] Groningen  (Ceterum  nos  C.  scultetus,  H.  scultetus,  H. 
ülius  eiusdem,  Eber,  de  Tamme  cives  memorati  predictis  interfuimus  et  sigillum 
civitatis  nostre  presentibus  litteris  appendi  fecimus  in  testimonium  veritatis). 

Actum  et  datuui  in  Grüningen,  feria  secunda  post  festum  beati  Jacobi  apostoli, 
anno  domini  MCCXC  nono,  indictione  XII. 

Bruchstück  des  Siegels  mit  liniisschauendem  Reichsadler.  —  Abdruck :  ZGORli.  15,  93. 


5319. 
Rottenburg  1299.     Juli  28. 

Heinrich  der  Amman  von  Rottenlmrg  beurkundet,  dass  er  noch  zwei  Jahre  die  Nutz- 
niessung  der  beiden  Fronhöfc  und  des  Amerfeldershofs  in  Altingen  und  einer  Weingült  in 
Kagh  habe  (quod  ego  usufructus  curiarum  in  Altingen  sitarum  videlicet  Oberfronliof 
et  2siderfronhof  et  mansus  dicti  Amerveldershof,  quos  ad  octo  annos  ab  illustri  viro 
comite  Rüdolfo  dicto  Schserer  de  Tuwingen  una  cum  redditu  unius  plaustri  vini  in 
vineis  suis  in  monte  apud  Gehai  iusto  emptionis  titulo  comparavi,  adhuc  duobus  annis 
cum  dicto  plaustro  vini  percipere  teneor  integraliter  et  quiete  cum  meis  heredibus 
succedentibus  quibuscunque).  Nach  Verlauf  der  zwei  Jahre  fallen  die  Höfe  und  die 
Gidt  an  das  Kloster  Bebenhausen. 

Siegler:  Die  Stadt  Rottenburg. 

Datum  in  Rotenburc,  anno  domini  MCCXCIX.,  V.  kalendas  Augusti,  indictione  XII. 

Siegel,  s.  Bd.  8,  S.  310.  —  Abdruck:  ZGORh.  15,  94. 


5320. 

Augsburg  1299.     Juli  28. 

Bruder  Philipp  vom  Predigei'kloster  Rottweil  (domus  Rotwilensis)  imd  Bruder  Benedikt 
von  Gundelfingen  vom  Predigerkloster  Ulm  vollziehen  den  Auftrag  des  Provinz ialkapitels 
zu  Worms  vom  Jahr  1298  und  setzen  im  Konvent  zu  Augsburg  den  Bereich  des  Klosters 
in   Ulm  fest  (quod  civitas  Kemptun  cum  villis  magis  vicinis  Ulmensibus  et  villis  prope 


1299.     Juli  28  und  29.  297 

Danubium  videlicet  Medlingeri  et  Medliugen,  Memmingen,  castrum  Hageln  et  villa 
Bechingen  et  Bedungen  et  Nanneshusen  nulla  limitatione  preterita  obstante  cedant 
fratribus  Ulmensibus  antedictis).  Diese  Entscheidung,  mit  2  Stimmen  (jegen  die  des 
Vertreters  des  Klosters  zu  Augsburg  getroffen,  soll  zu  Hecht  bestehen  gemäss  dem  Beschluss 
des  Provinzialkapitels,  quod  duorum  sententia  firma  et  rata  haberetui'. 

Acta  sunt  hec  in  conventu  Augusteiisi,  anno  domini  MCCXCIX.,  proxiraa  feria 
III.  post  festum  beati  Jacobi  apostoli. 

Siegler:  Bruder  Philipp  von  Rottweil  und  der  Konvent  in   Ulm. 

Ulm.  Kopb.  des  Predigerklosteis  Ulm,  vor  1514  angelegt  von  dem  Prior  Ulrich  Kellin,  S.  U.  Es  ist  die 
Handschrift,  die  als  Vorlage  der  Abschritt  des  Präl.  Schmidt  ebenda  diente;  sie  trägt  jetzt  den  Titel:  „Einkommen 
des  Gotshauß  zu  den  Predigern"  und  ist  so  am  unten  a.  ().  zitiert.  Von  späterer  Hand  ist  der  Text  einer  Ver- 
fügung des  frater  Thomas  de  Vio  Caietanus  sacre  theologie  professor  ac  totius  nrdinis  Predicatorum  humilis 
magister  an  die  Konvente  in  Ulm  und  Augsburg  von  1512  Mai  24  nachgetragen,  (he  zur  Beendigung  der  fort- 
währenden Streitigkeiten  aufs  Neue  die  Beobachtung  der  alten  Entscheidung  einschärft.  Dazu  schrieb  eine  dritte 
Hand:  Campidonense  oppidum  est  finaliter  conventui  Augustensi  assignatum  anno  1308  feria  quinta  ante  quinqua- 
gesimam.  De  hoc  sunt  littere  in  Augusta.  —  .Abdruck:  Ulmisches  ÜB.  1,  262  (nach  der  fehlerhaften  Abschrift  des 
Präl.   Schmidt). 


5321. 

Schiedsrichter    entscheiden    den    Streit    zwischen    Kloster    Marchthal    und    den    Herren    von 
Emerkingen  über  die  Vogtei  in   Unter-  und  Oberwachingen  und  andern   Orten. 

Uottenacker  1299.     Juli  29. 

Universis  presentium  inspectoribus  Swigerus  de  Teggenhusen  iudex  provincialis 
a  serenissimo  domino  Alberto  rege  Romanoruin  constitutus,  Ber.  ||  de  Eberhartswiler, 
H.  de  Lihetenvelt,  Wal.  de  Mungoltingen  milites  et  C.  minister  de  Shera  dictus 
Schiltunch  arbitri  communiter  electi  a  vener||abilibus  in  Christo  H.  preposito  et 
conventu  monasterii  de  Marthello  IVemonstratensis  ordinis  ex  una  et  Wal.  mili- 
tem  et  Rud.  fratre/«  smim.  de  Ane||merkingen  ex  parte  altera  salütem  cum  notitia 
subscriptorum.  Noverint  igitur  universi,  quos  nosce  fuerit  oportunum,  quod  nos 
predicti  arbitri  a  dictis  partibus  electi  in  causa,  quam  memorati  .  .  prepositus  et 
conventus  movebant  fratribus  antedictis  de  Anemerkingen,  proposita  (juestione  coram 
nobis  ex  parte  eorundem  prepositi  et  conventus  contra  iamdictos  fratres  de  Ane- 
merkingen, videlicet  quod,  licet  iidem  fratres  advocatias,  quas  habebant  in  posses- 
sionibus  dicto  monasterio  de  Marthello  pertinentibus  videlicet  in  Wachingen,  in  Ober- 
wacliingen,  Husen,  Billenbrunnen,  Undrahun,    Buhel,  Wiler,    Hundersingen   et  in  mo- 

lendino    dicto  Sulkai't,    pro    sexaginta    tribus    libris   denariorum  Hallensium    dictis  .   . 
XI.  38 


298  1299.     Juli  29. 

preposito  et  conventui  titulo  pignoris  obligaverint  et  eisdem  .  .  preposito  et 
conventui  liberam  dederiut  facultatem  redimendi  et  ad  suam  iurisdictionem  redu- 
cendi  ius,  quod  Hermannus  de  Salkenwiler  per  obligationem  sibi  factam  in  villa 
Wachingen  habuit,  sicut  in  instrumento  super  hiis  confecto  et  sigillis  venerabilis  in 
Christo  patris  et  domini  H.  dei  gratia  Constantiensis  episcopi,  eorundem  fratrum, 
Her.  de  Anemerkingen  rectoris  ecclesie  in  Cella  fratris  ipsorum,  universitatis  civium 
in  Mundrichingen  et  nobilis  viri  AI.  de  Stusselingen  conmunito  plenius  continetur'), 
ipsi  tarnen  fratres  de  Anemerkingen  supradictos  .  .  prepositum  et  conventuin  in 
su})radictis  possessionibus  inquietarent  perturbarent  et  inpedirent  et  dictum  ius  in 
villa  Wachingen  a  prenominato  Her.  de  Salkenwiler,  quod  eis  nullatenus  licuit,  rede- 
missent  in  ipsorum  preiudicium  non  modicum  et  gravamen,  audita  etiam  defensione 
ipsorum  fratrum  de  Anemerkingen  sententialiter  decernimus  unanimi  consensu,  ipsos 
fratres  de  Anemerkingen  de  cetero  prenotatos  .  .  prepositum  et  conventum  in  dictis 
possessionibus  non  debere  inquietare  perturbare  nee  inpedire  nee  advocatiam  unius 
villule  seu  possessionum  predictarum  redimere  sine  altera  secundum  formam  instrumenti 
memorati.  Item  sententialiter  decernimus  consensu  unanimi  omnium  nostrum  accedente, 
quod  sepedicti  .  .  prepositus  et  conventus  pro  redemptione  iuris  prelibati  in  villa 
Wachingen  fratribus  de  Anemerkingen  supradictis  restituant  et  persolvant  tantummodo 
illam  peccuniam,  quam  iidem  fratres  persolverant  Her.  de  Salkenwiler  prenotato  pro 
redemptione  iuris  in  Wachingen  supradicti  dicto  instrumento  in  hiis  et  in  aliis  in 
suo  robore  perdurante.  In  (juorum  omnium  et  siugulorum  premissorum  testimonium 
et  roboris  firmitatem  ego  Swigerus  de  Teggenhusen  supradictus  iudex  provincialis 
sigillum  meura,  quo  et  nos  Ber.  de  Eberhartswiler,  H.  de  Lihentenvelt,  Wal.  de 
Mungoltingen  milites  et  C.  minister  de  Schera  dictus  Schiltunch  arbitri  prenominati 
usi  sumus,  presentibus  ad  petitionem  partium  antedictarum  et  coarbitrorum  meorum 
predictorum  duxi  litteris  presentibus  appendendum. 

Datum  et  actum  apud  Rottenagher,  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  feria  (juarta 
proxima  post  festum  beati  Jacobi  apostoli,  indictione  XII. 

Testes  sunt :  Kudolfus  decanus  de  Utinwiler,  R.  rector  ecclesie  in  Ügindorf, 
C.  rector  ecclesie  in  Tuwingen,  Swigerus  miles  de  Gundelvingen,  C.  frater  suus, 
Swigerus  de  Gundelvingen  dictus  Burger  liberi,  0.  minister  de  Ehingen  et  Her.  et 
Bur.  filii  sui,  H.  de  Mungoltingen,  C.  de  ilngenwiler  miles  et  H.  dictus  Goldli  et 
alii  plures  ad  hoc  vocati  specialiter  et  rogati. 

Regensburg.     Orig.  Perg.     Das  Siegel  des  Schwigger  von  Deggenhausen,  s.  Bd.  9,  S.  30. 

t)  Diese  Urkunde  ist  nicht  vorhanden.  Vgl.  dazu  die  Urk.  von  129()  Aug.  23,  Bd.  10,  S.  .521,  Kr.  4892. 
Eine  Verpfändung  um  eine  höhere  Summe  s.  ii.  S.  !{()3,  Nr.  5328. 


1299.     Juli  31.  299 

5322. 

Esslingen  1299.     Juli  31. 

Die  von  Esslingen  teilen  der  Stadt  Reutlingen  die  bei  ihnen  geltenden  Gewohnheiten 
und  Rechte  hei  Wahl  von  Richtern  und  Zunftmeistern,  Bestellung  des  Büttels  und  die 
Geschäftsordnung  des  Rates  mit. 

Abdruck:  Reutlinger  Geschichtsblätter  (i,  37.  —  Eßhnger  ÜB.  \,   \m  n.  ai6. 


5323. 

Dietrich   der    Märehelt   von    Wurmlingen   verschreibt   für   seinen    verstorbenen   Bruder   Benz 

dem   Pfarrer  auf  Wurmlingerberg  eine  Weingült. 

Wurmlingen   1299.     Juli  31. 

Allen  den  die  disen  gegenwürtigen  brief  ane  sehent  alder  liörent  lesen,  künd 
ich  Dietrich  der  ||  Märehelt  von  Wurinelingen,  daz  ich  habe  gesetzet  und  setze  an 
diseni  briefe,  daz  man  jürgelich  ||  uz  minem  wingartoii  ze  Hirsc^we,  der  bi  dem 
wingarten  lit,  dem  man  sprichet  der  Costentzer,  Mr  ||  die  gülte,  der  Benze  sälige 
der  Märehelt  min  briidei'  schuldig  waz  an  sinem  tode,  geben  sol  und  äntwurten  zwai 
füder  wines  'J'üwinger  messes  hern  Hainrichen  von  Sumbri  dem  lüpriester  uf  dem 
berge  ze  Wurmelingen  ald  ainem  andern  erebären  man,  ob  er  da  niht  wäre.  Unde 
wäre,  daz  er  ald  swem  man  den  win  äntwurten  sol  der  zwaier  fuder  niht  möhte 
gewert  werden  in  dem  vor  genanten  wingarten,  so  sol  ich  ald  mine  erben  den  ge- 
bresten  ervollen  uz  minen  zwain  wingarton  an  l'haffenl)erge,  der  ainen  biWet  Hainrich 
Wishait  und  Albreht  der  Schritteherre  den  andern,  untz  daz  di'i  vor  genante  gülte 
mines  brüder  säligen  wirt  vergolten.  Und  ist  daz  ich  du  vor  genanten  zwai  füder 
wines  an  dem  herbest  kftfen  wil,  so  sol  ich  zehen  phunt  Haller  gewissen  umb  den 
win  uf  sant  Michelz  tag  ze  geltenne.  Tun  ich  des  niht,  so  sol  man  den  win  aime 
geben,  der  denne  aller  maist  drumbe  git,  swem  man  wil  und  luib  i(;li  uf  den  hailigon 
gesworn  stäte  ze  habenne  alles  daz,  so  vor  geschriben  ist,  und  daz  ich  niemer  in 
ald  swem  ez  bevolhen  wirt  dran  geierre.  Und  daz  dis  war  si  und  stäte  belibe, 
dar  umb  gib  ich  der  vor  genante  Dietrich  min  insigel  an  disen  brief  und  bat  die 
erebären  herren  hern  Bertolt  den  tegan  von  Tüwingen  und  den  vor  genanten  hern 
Hainrichen  von  Sumbri,  daz  si  Ach  irü  insigel  gaben  z  ainer  vestenunge  an  disen  brief. 


300  1299.     Juli  31,  August   1   und  3. 

Der  wart  geben  ze  Wurmelingen  in  dem  jare,  do  man  zalte  von  gottes  gebürte 
zwelf  hundert  jar  nünzeg  jar  und  in  dem  nünden  jar,  an  dem  nähsten  fritage  nach 
sant  Jacobz  tult  des  zwelfbotten,  indictione  XII. 

Frauenfeld.    Orig.  Perg.    Siegel  1)  rund,  38  mm.,  halber  Drache  im  Schild;   Umschrift:  S  •  DITERICI  •  DE  • 

WRMELING.     2)  spitzoval,  45,  30  mm.,  über  einem  Kleeblattbogen  Brustbild  der  Maria  mit  dem  Kind,    darunter 

i 
kniender  Beter ;  Umschrift :  ■{•  •  S  •  B  ■  DECANI  •  IN  •  TVINGIN.    3)  spitzoval,  48  mm.,  auf  einer  Konsole  ein  kniender 

Geistlicher  mit  erhobenen  Händen  betend,  oben  aus  Wolken  eine  segnende  Hand,  hinter  dem  Beter  zwei  Buch- 
staben (?D  G  =  dei  gratis);  Umschrift:  |  •  S  •  H  •  S.-VC'DOT  •  ET  •  REGLARIS  •  DCI  •  S'VBRI.  —  Regest:  Regg. 
der  Schweizer.  Eidgenossenschaft.     Kreuzungen  Nr.  118. 


5324. 

Ohne  Ortsangabe.      1299.     August  1. 

Schenk  Konrad  von  ßigenbnrg  (miles  et  pincerna  de  Bienburc)  verkauft  an  den 
Kustos  in  Weingarten  einen  Eigenmann  (Aluwigum  meum  servum  iamiam  ad  Cholen- 
husern  iuxta  Guglunberc  residentem  custodi  vel  sacriste  monasterii  de  Wingartin 
pro  duabus  libris  huius  regionis  numismatis  vendidisse,  quem  Ahvigum  liac  die  et 
deinceps  libern  manumissione  resignavi  a  mea  Servitute  absolutum  nee  quidquam  molu- 
menti  futurarum  exactionum  testor  in  dicto  michi  reservatum). 

Siegler:  Der  Aussteller. 

Datum  anno  domini  millesimo  CCLXXXXIX.,  intrante   Augusto,   indictione  XII. 

Ital.  Perg.  Das  Siegel,  das  an  weißleinener  Litze  hing,  ist  abgegangen.  —  Wenig  spätere  Dorsalnotiz : 
littera  C.  pincerne  de  Bigenberch  pro  Alwigo  quondam  rustico  sibi  pertinente,  ([uod  tradidit  eum  oflicio  sacristie. 


6325. 

Bischof  Heinrich  von  Konstanz  bestätigt,  unter  icörtlicher  Anführung  der  Urkunde  Bischof 
Diethelms,  dem  Kloster  Marchthal  die  Inkorporation  der  Kirche  in  Wachingen. 

Konstanz  1299.     August  3. 

Heinricus  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  universis  Christi  fidelibus,  ad  quos 
presentes  littere  pervenerint,  salutem  et  notitiam  geste  rei.  ||  Noverint  universi  et  singuli 
quod  nos  litteras  predecessorum  nostrorum  Diethalmi  Heinrici  Eberhardi  Rudolfi  Con- 
stantiensis ecclesie  episcoporum  ||  resjaeximus  non  concellatas  non  rasas  non  abolitas  nee 
in  aliqua  sui  parte  vitiatas  de  verbo  ad  verbum  tenorem  et  processum  huic  ||  pagine 


1290.     August  3.  301 

insertum  et  annotatum  plene  et  evidentissirae  continere:  Diethalmus  u.  s.  w.  Es  folgt 
die  Bd.  2,  S.  339  gedruckte  Urkunde  von  1202  Februar  23. 

Nos")  igitur  Heinricus  dei  gratia  Constantiensis  episcopus  predictus  pie  memorie 
Diethalmi  Heinrici  Eberliardi  Küdolfi  nostrorum  predecessorum  vestigiis  inhärentes 
beneficium  donationis  quod  predicti  patres  et  domini  cum  consensu  sui  capituli  Con- 
stantiensis suis  litteris  et  sigillis  roboratum  prenominato  monasterio  Martliellensi  pia 
liberalitatis  devotione  contulerunt  auctoritate  ordinaria  in  perpetuum  confirmantes 
in  evidentiam  et  testimonium  premissorum  presentes  litteras  nostri  sigilli  munimine 
roboramus.  Cum  igitur  dominus  Diethalmus  noster  antecessor  primus  donationes 
istas  cum  consensu  sui  capituli  sepefato  monasterio  Marthelleusi  liberaliter  contulerit 
et  venerabiles  patres  nostri  antecessores  videlicet  Heinricus  Eberhardus  Kudolfus  suis 
litteris  et  sigillis  easdem  donationes  roboraverint  ratas  et  gratas  habentes  easdem, 
ßanctissimi  quoque  patres  et  domini  Celestinus  et  Innocentius  Romani  pontifices  pre- 
dictorum  nostrorum  predecessorum  donationes  per  suas  litteras  confirm averint  et 
modo  nostris  temporibus  predictum  monasterium  Marthellense  ecclesiolam  in  Wachingen 
superius  expressam  a  fundatore  suo  palatino  comite  de  Tuwingen  in  initio  fundationis 
ipsi  monasterio  collatam  sed  a  .  .  inilitibus  de  Anemerkingen  iniqua  usurpatione  et 
sine  omni  titulo  legitime  aliquanto  tempore  sibi  vendicatam  sed  nunc  per  prefatum 
monasterium  indebita  vexatione  prece  et  pretio  propulsa  ex  nostra  et  nostri  capituli 
Constantiensis  concessione  et  donatione  cum  omni  iure  et  omnibus  fructibus  ammodo 
percipiendis  libere  et  quiete  possideat,  nos  domine  et  pater  sanctissime  pro  predicto 
et  cum  dicto  monasterio  petimus  humiliter  et  devote,  quatinus,  cum  redditus  et  pro- 
ventus  prenominate  ecclesie  ad  Septem  marcas  argenti  vix  vel  nunquam  attingant,  vestra 
sanctitas  veneranda  ad  relevandam  et  consolandam  suam  et  hospitum  et  peregrinorum 
supervenientium  penuriam  sepenominate  ecclesie  fructus  per  nos  et  per  nostrum  capi- 
tulum  ut  predictum  est  ante  nominato  monasterio  collatos  dignetur  misericorditer  confir- 
mare.  Ut  auteni  hec  nostra  petitio,  domine  et  pater  .  .  sanctissime  sacrosancte  ßomane 
sedis  summe  pontifex,  vera  et  de  nostra  vera  cognitione  concepta  a  nullo  malivolorum 
impulsetur,  presentes  litteras  nostri  sigilli  munimine  roboramus  in  testimonium  nostre 
petitionis  et  in  evidentiam  omnium  premissorum. 

Datum  Constantie,  anno  domini  MCCLXXXXIX.,  111.  nonas  Augusti,  indictione 
XII.,  nostra  petitione  usque  ad  effectum  petitionis  iugiter  perseverante. 

Die  Urkunde  ist  eine  grolje  Fälschung.  Als  Husschlaggehendes  äußeres  Merkmal  ist  die  Art  der  Be- 
siegelung  zu  nennen,  die  ganz  der  Bd.  7,  S.  397  geschilderten  Marchthaler  Methode  entspricht. 

Die  Schrift,  die  auch  auf  andern  Marchthaler  Fälschungen  sich  flndet,  weist  in  den  Anfang  des  14.  .Jahrh. 

Die  Fassung  des  Textes  ist  mindestens  ungewöhnlich.  Sie  vermengt  zwei  verschiedene  Urkundenarten, 
die  Vidimierung  und  Bestätigung  einer  älteren  Urkunde  und  die  Supi)lik  an  den  Papst.  Daß  die  Anrede  an 
diesen  erst  am  Schluß    erscheint,    erweckt    den  Eindruck,    daß  der  Schreiber    ursprünglich    gar  nicht  die  .\bsicht 


302  1299.     August  3,   B  und  8. 

hatte,  sich  an  den  Papst  zu  wenden.  Andererseits  erwartet  man  nach  den  Eingangsworten  die  Wiedergabe 
mehrerer  bischöflicher  Urkunden,  nicht  nur  der  einen  von  Diethalm.  Die  Naivetät  der  Supplik  zeigt  sicli  ain 
stärksten  in  der  Siegelerklärung  und  den  Schlußworten. 

Zu  den  äußern  kommen  noch  innere  Gründe.  Die  Urkunde  Diethalms  ist  Fälschung,  ebenso  die  auf  In- 
koiporation  der  Kirche  in  Wachingen  bezügliche  Urkunde  Bischof  Heinrichs  von  124ß  Jimi  22  (Bd.  4,  S.  101)  und  die 
Rudolfs  von  1292  Dez.  11  (Bd.  10,  S.  83).  Eine  Urkunde  gleichen  Inhalts  von  Bischof  Eberhard  ist  nicht  vorhanden, 
ebenso  fehlt  eine  entsprechende  Bulle  eines  Papstes  Innocenz.  Die  echte  Bulle  Cölestins  III.  von  1192  Nov.  22 
(Bd.  2,  281),  nennt  nur  einen  Hof  in  Wachingen  als  Besitz  des  Klosters  und  erwähnt  überhaupt  keine  Kirche 
als  dessen  Eigentum.  Fälschungen  sind  ferner  die  angeblichen  Stiftungsurkunden  des  Pfalzgrafen  Hugo  von 
Tübingen,  von  denen  hier  die  von  1171  Mai  1  (Bd.  2,  S.  164),  1171  Juli  9  (Bd.  2,  S.  1(55),  117!5  Juh  21  (Bd.  2,  S.  176), 
1174  Juli  8  (Bd.  2,  S.  177),  1179  Juni  27  (Bd.  2,  S.  202)  in  Betracht  kommen. 

Die  vorliegende  Fälschung  steht  offenbar  in  Beziehung  zu  der  gleichfalls  und  zwar  auffallend  plump  ge- 
fälschten Urkunde  von  1312  April  10,  in  der  angeblich  Papst  Clemens V.  dem  Kl. Marchthal  die  Kirchein  Wachingen 
mit  ihrer  Tochter  in  Emerkingen  bestätigt  und  für  die  Kapelle  in  Reutlingen  einige  Vorrechte  gewährt.  Tatsächlich 
war  es  so,  daß  das  Kl.  den  Besitz  der  Kirche  lange  Zeit  vergeblich  erstrebte,  daß  es  ihn  1292  endlich  erhielt 
(Bd.  9,  S.  63  u.  66)  und  nunmehr  bestrebt  war,  mit  allen  Mitteln  auch  die  Inkorporation  zu  erlangen.  Erreicht 
ist  dieses  Ziel  spätestens  1368,  als  Bischof  Heinrich  von  Konstanz  die  angebliche  Verfügung  Rudolfs  bestätigte. 
Reg.  episc.  Constant.  606B.  —  Regest:  Reg.  episc.  Constant.  3125. 

a)  Auch  in  der  Vorlage  neue  Zeile. 


5326. 
Konstanz  1299.     August  5. 

Bischof  Heinrich  von  Konstanz  bestätigt  dem  Spital  in  Ulm  den  wörtlich  eingerückten 
Ablassbrief  von  1286,  März  19  (s.  Bd.  9,  S.  69)  und  fügt  selbst  einen  Ablass  von 
40  Tagen  hinzu. 

Datum    Constantie,    anno    domini  MCCXCVllIL,    nonas  Augusti,  indictione   XII. 

Siegel  des  Bischofs,  s.  Bd.  10,  S.  166.  —  Regest:  Reg.  episc.  Constant.  312(!. 


5327. 

Eberhard,  und  Jo.  von  Moosheim  verkaufen  an  Kloster  Weingarten  ein  Gut  zu  Sieberatsreute. 

Ohne  Ortsangabe.      1299.     August  H. 

Allen  den  die  disen  brief  sehent  alder  hörent  lesen,  den  künden  wir  ||  Eberhart  unde 
Jo.  von  Mosehain  unde  verjehent  offenlich  an  diseni  brieve,  ||  daz  wir  den  erberen 
unde  beschaidenen  herren  .  .  dem  abt  unde  .  .  dem  ||  convent  von  Wingarton  C.  des 
suters  gut  von  Sigebrehsrüti,  daz  unser  zinslehen  waz  von  dem  selben  gotzhuse,  daz 


1299.     August  8  und   10.  303 

habint  wir  in  recht  unde  redelich  gegeben  ze  kofende  umbe  driu  pl'uut  pfenninge' 
unde  fünf  Schillinge  Costenzer  münse  unde  fürzihen  uns  für  uns  unde  alle  unser  erben 
alles  des  rethes,  des  wir  unde  unser  erben  an  dem  selben  gute  haton  aide  han  mothon, 
unde  verjehent  des,  daz  wir  der  herren  wern  sohl  sin  des  selben  gutes  an  gaistlichen 
aide  an  weltlichem  gerithe,  swa  es  in  ansprechic  wirt  aide  swa  sin  bedurfent.  Unde 
daz  dis  alles  sicher  unde  stete  belibe,  so  gebont  wir  den  vor  genanten  herren  disen 
brief  mit  hern  C.  insigel  von  Moi'chdorf  besigelt  ze  ainem  Urkunde  aller  d